Montag, 17. August 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:36 Uhr

Das war Montag, der 17. August 2020

Liebe Leserinnen und Leser, bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, stelle ich Ihnen - wie immer - die meistgelesenen Artikel des Tages vor. Hier sind sie:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:07 Uhr

Lukaschenko spricht von Anruf Merkels - doch den gab es nicht

Die Bundesregierung hat einen Medienbericht dementiert, wonach Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko angerufen hat. "Ein solches Telefonat hat es seit der Wahl nicht gegeben", sagte ein Regierungssprecher.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Lukaschenko einen Anruf Merkels vermeldet.

Die Bundesregierung hat eine Überprüfung der umstrittenen Wahl vom Sonntag vor einer Woche gefordert, aus der Lukaschenko nach offiziellen Angaben als Sieger hervorgegangen war. Seit der Abstimmung kommt es zu Protesten in Belarus. Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten am Mittwoch über ihr weiteres Vorgehen.

21:18 Uhr

Mord an Run-DMC-Gründer vor 18 Jahren steht wohl kurz vor Aufklärung

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Jam Master Jay wurde im Oktober 2002 in New York erschossen.

(Foto: Ross Marino Archive / MediaPunch/MediaPunch/IPx)

Der US-amerikanische DJ Jam Master Jay wurde vor etwas weniger als 18 Jahren erschossen. Nun sind zwei tatverdächtige Männer festgenommen worden, wie US-Medien übereinstimmend berichten. Jason William Mizell, so sein bürgerlicher Name, war der Gründer der wegweisenden Hip-Hop-Formation Run-DMC.

Jam Master Jay wurde im Oktober 2002 in einem Aufnahmestudio in New York City erschossen. Die beiden derzeit inhaftierten Männer stehen bereits seit geraumer Zeit unter Verdacht. Einer der Verdächtigen sei am Sonntag festgenommen worden, der andere sei bereits wegen Raubes hinter Gittern gesessen.

Nach fast zwei Jahrzehnten sollen nun genügend Beweise vorliegen, um die beiden Verdächtigen anzuklagen. Die genauen Anklagepunkte sollen in Kürze verkündet werden.

20:40 Uhr

Belarus: EU-Ratschef warnt vor Einmischung von außen

Mit Blick auf die anhaltenden Proteste in Belarus hat EU-Ratschef Charles Michel vor einer Intervention von außen gewarnt. "Es sollte keine Einmischung von außen geben", schrieb der Belgier in seiner Einladung für einen kurzfristig angesetzten EU-Videogipfel zu dem Thema. Die Menschen in Belarus hätten das Recht, selbst über ihre Zukunft zu bestimmen. Dazu müsse die Gewalt enden und ein friedlicher, inklusiver Dialog gestartet werden. Auf dieser Grundlage werde man beim Gipfel am Mittwoch beraten.

20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:50 Uhr

Verletzter Motorradfahrer nach Unfall ausgeraubt

In Rietberg-Neuenkirchen bei Gütersloh haben zwei Unbekannte einen Motorradfahrer nach einem Auffahrunfall ausgeraubt und ihn verletzt zurückgelassen. Ob die Unbekannten den Unfall zuvor absichtlich herbeigeführt hatten, sei unklar, sagte ein Polizeisprecher.

Ein Auto sei am frühen Samstagmorgen von hinten auf das Motorrad des 47 Jahre alten Opfers aufgefahren. Nach dem Sturz des Motorradfahrers hätten die beiden Maskierten mit einem vorgehaltenen Messer seine Wertsachen verlangt. Er habe ihnen sein Handy gegeben.

Ein Zeuge half dem Motorradfahrer, das beschädigte Unfallauto wurde später nicht weit entfernt ohne Insassen gefunden. Die Polizei ermittelt.

19:07 Uhr

Rekordverdächtige Hitze im Death Valley gemessen

Das Death Valley in Kalifornien ist für Gluthitze bekannt - so heiß wie am Wochenende ist es aber auch im Tal des Todes nur selten. Der Nationale Wetterdienst der USA maß dort jetzt eine Temperatur von 54,4 Grad Celsius. Dies wäre die höchste offiziell gemessene Temperatur auf Erden seit 1931, erklärte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Allerdings müsse die Messung noch überprüft werden.

  • Der Death Valley-Nationalpark hält bereits den Rekord für die höchste jemals gemessene Temperatur auf der Erde: 56,7 Grad im Juli 1913. Auf den zweithöchsten Wert kletterte das Thermometer 1931 in Kebili in Tunesien mit 55 Grad Celsius.
  • An beiden Werten gibt es Zweifel von Wissenschaftlern, sie wurden von der WMO bisher aber nicht kassiert.
  • Auch jetzt betonte die Weltorganisation, sie müsse den neuen Wert erst noch überprüfen. Sollten die 54,4 Grad Bestand haben, wäre es die dritthöchste jemals offiziell registrierte Temperatur auf Erden. Die Überprüfung kann mehrere Monate dauern.
18:30 Uhr

Vermisste 14-Jährige in Wohnung von Sexualstraftäter gefunden

In der Wohnung eines als rückfallgefährdet geltenden Sexualstraftäters im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis haben Polizisten eine vermisste 14-Jährige entdeckt.

  • Nachdem die Mutter am Donnerstag in Bochum Vermisstenanzeige erstattet hatte, führten Ermittlungen zu dem 36-Jährigen, der mit dem Mädchen regelmäßig in Internet-Chats kommuniziert habe, teilte die Polizei mit. 
  • Die am Freitagmorgen in der Wohnung des Mannes unverletzt aufgefundene 14-Jährige sei an eine Jugendeinrichtung übergeben und dort von den Eltern abgeholt worden. Nach ersten Ermittlungen war es in der Nacht zuvor nicht zu Straftaten gekommen.
  • Gegen den 36-Jährigen wurde ein Haftbefehl erlassen.
17:50 Uhr

Passantin entdeckt Menschenknochen in Wald

Bei Bad Neualbenreuth in der Oberpfalz hat eine Passantin in einem Waldstück einen menschlichen Schädelknochen entdeckt. Später fanden Polizisten weitere Knochenteile sowie Kleidungsstücke. Derzeit gehen die Ermittler nicht von einem Gewaltdelikt aus.

An der Schädeldecke seien Narben einer vergangenen Operation entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Die Ermittler prüfen einen Bezug zu einem Vermisstenfall aus dem Jahr 2010.

17:11 Uhr

Telegram-Umfrage bestätigt Wahlbetrug in Belarus

Dass der belarussische Machthaber Lukaschenko die Präsidentenwahl am 9. August gewonnen hat, daran glaubt wohl niemand. Laut offiziellen Ergebnissen haben ihn satte 80 Prozent gewählt, für die Oppositionskandidatin Tichanowskaja stimmten demnach nur rund 10 Prozent der Wähler.

Der in Osteuropa sehr beliebte Messengerdienst Telegram startete am Samstag eine Umfrage, an der nur belarussische Nutzer teilnehmen können. Umfrageteilnehmer, die sich im Ausland befinden, können nur die letzte Antwort auswählen - "Ich bin nicht aus Belarus".  

An der Umfrage haben bisher 2,2 Millionen Menschen teilgenommen. Ein Drittel davon sind "nicht aus Belarus". Für Lukaschenko stimmten nur 3 Prozent, für Tichanowskaja - 51 Prozent, also mehr als 1,1 Million Teilnehmer.

Nach offiziellen Angaben der belarussischen Behörden stimmten für Tichanowskaja nur 588.622 Wähler.

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51 Prozent der Umfrageteilnehmer stimmten für Tichanowskaja.

16:24 Uhr

Schulbus kracht gegen Baum - 14 Verletzte

Bei einem Schulbus-Unfall im Siegerland in Nordrhein-Westfalen sind 13 Kinder und die Fahrerin verletzt worden. Die 41-Jährige sowie drei Kinder werden in Krankenhäusern versorgt. Es bestehe aber in keinem der Fälle Lebensgefahr, erklärte ein Kreissprecher.

Nach Polizeiangaben geriet der mit 28 Schulkindern besetzte Bus am frühen Morgen hinter einer Kurve in Wilnsdorf auf die Gegenfahrbahn und prallte dann frontal gegen einen Baum.

Die Feuerwehr war mit 50 Kräften vor Ort, auch Notfallseelsorger und der Opferschutz der Polizei kümmerten sich um die Betroffenen. Die Unfallstelle blieb für mehrere Stunden gesperrt.

15:41 Uhr

Spanischer Königspalast verrät Aufenthaltsort von Juan Carlos

Der ins Exil gegangene spanische Ex-Monarch Juan Carlos hält sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf. Der 82-jährige Vater von König Felipe VI. sei bereits am 3. August in die Emirate gereist und halte sich weiterhin dort auf, erklärte ein Palastsprecher.

Kurz nach Juan Carlos' Ausreise hatte die spanische Zeitung "ABC" berichtet, der ehemalige König sei in einem Privatflugzeug nach Abu Dhabi geflogen. Vom Flughafen der Hauptstadt der Emirate sei er in einem Hubschrauber in ein Luxushotel gebracht worden.

Im Juni hatte der Oberste Gerichtshof des Landes ein Ermittlungsverfahren zur mutmaßlichen Verwicklung des 82-Jährigen in eine Korruptionsaffäre eingeleitet. In dem Fall geht es um mögliche Schmiergeldzahlungen bei der Auftragsvergabe für den Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke zwischen Mekka und Medina in Saudi-Arabien an ein spanisches Konsortium. Auch in der Schweiz laufen Ermittlungen dazu.

15:08 Uhr

Israelische Kampfjets landen erstmals in Deutschland

Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe sind erstmals in Deutschland gelandet. "Die sechs F-16 Flieger nehmen in den nächsten zwei Wochen an den Übungen BlueWings2020 und MAGDAYs teil", teilte die Luftwaffe auf Twitter mit.

Die Maschinen und ihre Besatzungen sind zu einem symbolträchtigen Erinnern und gemeinsamen Militärübungen verlegt worden. Zum Gedenken an das Olympiaattentat von 1972 soll eine deutsch-israelische Formation am Dienstag den bayerischen Fliegerhorst Fürstenfeldbruck überfliegen. "Der Rückflug führt am Stadtrand von Dachau vorbei. Im Anschluss legt die deutsch-israelische Delegation in der dortigen KZ-Gedenkstätte einen Kranz nieder und gedenkt der Opfer des Holocausts sowie der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft", hatte die Luftwaffe in der vergangenen Woche erklärt.

14:33 Uhr

Russland wirft den Niederlanden Spionage vor

Russland hat den Niederlanden vorgeworfen, einen ihrer Diplomaten in Den Haag ausspioniert zu haben. Im Dienstwagen des russischen Militärattachés in dem EU-Land sei "Abhörausrüstung" entdeckt worden, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Russland bestellte daraufhin eine ranghohe Diplomatin der niederländischen Botschaft ein. "Solche unfreundlichen Handlungen erschweren die ohnehin angeschlagenen bilateralen Beziehungen", erklärte das Ministerium. Eine Reaktion aus den Niederlanden gab es dazu noch nicht.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Michael Bauer verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme seinen Platz in der Redaktion und begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag!

13:51 Uhr

Umstrittener Polizeieinsatz in Düsseldorf - Innenminister Reul verspricht Aufklärung

Nach einem umstrittenen Polizeieinsatz bei der Fixierung eines 15-Jährigen in der Düsseldorfer Altstadt hat Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul Aufklärung zugesagt. Der auf einem Video dokumentierte Vorfall werde "sehr ernst genommen", sagte Reul. Falls es ein Fehlverhalten eines oder mehrerer Polizisten gegeben habe, werde dem "konsequent nachgegangen". Auch für Polizeibeamte gelte selbstverständlich die Unschuldsvermutung, fügte Reul hinzu. Er wolle den Einsatz vom Samstagabend "in keiner Weise rechtfertigen, ich will ihn aber auch nicht vorschnell verurteilen".

Das Video des Düsseldorfer Polizeieinsatzes war am Wochenende über soziale Medien bekannt geworden. Zu sehen ist ein Polizist, der dem am Boden liegenden 15-Jährigen sein Knie auf Kopf oder Hals drückt. Nach Polizeiangaben hatte der Jugendliche einen Polizeieinsatz gestört und einen Streifenpolizisten tätlich angegriffen.

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13:22 Uhr

Fliegerbombe auf Audi-Firmengelände entdeckt

Auf dem Firmengelände von Audi in Ingolstadt soll am Montagnachmittag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Die 70 Kilogramm schwere Bombe wurde bei Bauarbeiten entdeckt, teilte die Stadt mit. Ab Mittag würden alle Gebäude im Umkreis von etwa 300 Metern um die Fundstelle evakuiert. Es handle sich ausschließlich um Firmengebäude des Autoherstellers, sagte eine Stadtsprecherin. Nach Angaben eines Audi-Sprechers sei die aktuelle Produktion nicht betroffen. Etwa 30 Mitarbeiter müssten ihre Büros verlassen.

12:59 Uhr

Zwölfjähriger in Sachsen tot aus Gartenteich geborgen

Ein zwölfjähriger Junge ist im sächsischen Grimma tot in einem Gartenteich gefunden worden. Der Leichnam des Kinds wurde am Freitagabend auf dem elterlichen Grundstück aus dem Gewässer geborgen, wie die Polizei in Leipzig mitteilte. Die Behörden leiteten ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren ein. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ordnete eine Obduktion zur Klärung der Todesursache an. Die Ermittlungen dauerten an. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

12:33 Uhr

Mann überfällt ältere Menschen und beißt Polizisten

Ein Mann hat im Saarland zwei ältere Männer überfallen und anschließend einen Polizeibeamten gebissen. Wie die Polizei mitteilte, waren ein 70-Jähriger und ein 76-Jähriger in der Nacht zum Montag auf dem Nachhauseweg, als der 35 Jahre alte Tatverdächtige dem 70-Jährigen die Brille klaute. Als der 76-Jährige diese zurückforderte, habe der 35-Jährige ihn geschubst, wobei sich der 76-Jährige verletzt habe. Laut Polizei ergriffen die beiden älteren Männer daraufhin die Flucht. Der 35-Jährige sei ihnen gefolgt und habe den 70-Jährigen drei Stufen heruntergestoßen, wobei dieser ebenfalls verletzt wurde.

Die Polizei nahm den Angreifer den Angaben zufolge kurz darauf fest. Dabei habe sich der 35-Jährige gewehrt und einem Beamten in den Oberschenkel gebissen. Der Polizist musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Da die Gefahr bestehe, dass der Tatverdächtige an einer ansteckenden Krankheit leide, sei sowohl ihm als auch dem Beamten eine Blutprobe entnommen worden. Die Hintergründe zur Tat seien noch nicht bekannt.

11:40 Uhr

Missbrauchsfall Bergisch Gladbach: Öffentlichkeit ausgeschlossen

Die Aussage eines zentralen Verdächtigen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach findet vor Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Eine entsprechende Entscheidung verkündete die Kammer, nachdem die Anklage in dem Prozess verlesen worden war. Journalisten mussten den Saal des Kölner Landgerichts verlassen. Den Antrag hatte die Nebenklägerin gestellt, die die Tochter des Angeklagten vertritt - sie will das Mädchen schützen, wenn die vorgeworfenen Taten im Detail erörtert werden. Auch die Aussage der Mutter soll später unter Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgen.

Die Anklage wirft dem 43-Jährigen vor, seine 2017 geborene Tochter immer wieder sexuell missbraucht zu haben. Dabei habe er gezielt Zeiten ausgenutzt, in denen seine Ehefrau nicht zu Hause war. Den Großteil der Taten soll er mit seinem Smartphone dokumentiert haben. Der Deutsche ist für die Ermittler eine zentrale Figur im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach, der sich mittlerweile auf ganz Deutschland erstreckt. Mit Durchsuchungen bei dem Familienvater im Herbst 2019 war der ganze Fall ins Rollen gekommen.

11:04 Uhr

Aktivisten wollen sich mit Sekundenkleber an Rollbahn festkleben

Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion (XR) haben am Lübecker Flughafen gegen Kurzstreckenflüge demonstriert. Etwa zehn Menschen befanden sich nach Angaben eines Sprechers von Extinction Rebellion auf der Rollbahn am Flughafen in Lübeck. Drei von ihnen hätten versucht, sich mit Sekundenkleber an den Händen auf den Boden der Rollbahn festzukleben, wie die Polizei mitteilte. Dies hätten die Beamten jedoch verhindert und die Aktivisten in Gewahrsam genommen.

Lorenz Gösta Beutin, klimapolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, begleitete die Proteste vor Ort. Er berichtete von 100 bis 150 weiteren Demonstranten vor dem Rollfeld. Die Polizei spricht von 80 Personen. Zudem hatten laut Polizei drei Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion Flugtickets nach München. Einer von ihnen hätte versucht, sich am Flugzeug festzukleben. Die Polizei nahm auch diese drei Personen in Gewahrsam. Hintergrund der Protestaktion ist der Neustart der Kurzstreckenflüge von Lübeck nach München und Stuttgart, dessen Linienbetrieb am Montag aufgenommen wurde. Die Aktivisten wollen auf die schädlichen Folgen für die Umwelt aufmerksam machen.

10:57 Uhr

Großbritannien akzeptiert Lukaschenkos Wahlsieg nicht

Das Wahlergebnis von Belarus mit einem Erdrutschsieg für den amtierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko vor gut einer Woche wird international angezweifelt. In Belarus folgten teils blutige Proteste durch die Bevölkerung. Großbritannien hat nun offiziell erklärt, das amtliche Ergebnis der Abstimmung nicht anzuerkennen. Das Vereinigte Königreich "akzeptiert die Ergebnisse nicht", sagte Außenminister Dominic Raab. Er forderte eine unabhängige Untersuchung der Wahl durch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

"Die Welt hat mit Entsetzen auf die Gewalt geschaut, mit der die belarussischen Behörden die friedlichen Proteste nach dieser gefälschten Präsidentschaftswahl unterdrückten", sagte Raab. Die Verantwortlichen für die Gewalt gegen friedliche Demonstranten müssten bestraft werden.

10:18 Uhr

Wilder Wuhan-Wasserspaß - Coronavirus in China bereits vergessen?

Wer in der Corona-Zeit beim Anblick von überfüllten Ostseestränden ein mulmiges Gefühl bekommt, der sollte jetzt besser wegschauen. In der chinesischen Millionenmetropole Wuhan treibt eine Hitzewelle die Bewohner in Freibäder und Wasserparks. Auf Bildern ist zu sehen, wie die Badebesucher dicht gedrängelt im Wasser paddeln.

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Bilder aus einem Wasserpark in Wuhan.

(Foto: AFP)

Wuhan war zu Beginn der Pandemie das Epizentrum und die komplette Stadt wurde unter Quarantäne gestellt. Alle elf Millionen Einwohner wurden in der Folge auf das Virus getestet. Verschwunden oder ausgerottet ist das Virus in China allerdings nicht. Erst am Sonntag wurde ein Fall aus der Provinz Hubei bekannt, bei dem bei einer 68-Jährigen eine "Reinfizierung" festgestellt werden konnte. Wuhan ist die Hauptstadt der Provinz Hubei.

10:06 Uhr

Strengere Regeln für Hundehalter

Auf Hundehalter und Züchter kommen künftig wohl strengere Regeln zu. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat einen entsprechenden Verordnungsentwurf eingereicht, schreibt die "Rheinische Post". Darin heißt es: "Einem Hund ist mindestens zweimal täglich für insgesamt mindestens eine Stunde, Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers zu gewähren." Man darf künftig Hunde auch nicht mehr den ganzen Tag alleine lassen. Eine Betreuungsperson soll sich der neuen Verordnung zufolge "mehrmals täglich" um das Tier kümmern müssen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:54 Uhr

Berliner Polizei geht mit Großrazzia gegen kriminelle Banden vor

Bei einer Großrazzia sind seit Montagmorgen Hunderte Einsatzkräfte in Berlin und Brandenburg gegen kriminelle Banden im Einsatz. Es werde wegen schweren Raubs sowie illegalen Waffen- und Kokainhandels in mehreren Bezirken und im Landkreis Dahme-Spreewald ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Unter der Leitung von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft durchsuchen demnach 400 Einsatzkräfte Wohnungen und Geschäftsräume. Unterstützt werden sie von der Spezialeinheit GSG 9 der Bundespolizei. In Brandenburg wird ein Objekt untersucht. In Berlin sind die Ermittler in Charlottenburg-Wilmersdorf, Neukölln, Pankow, Reinickendorf und Spandau im Einsatz.

09:29 Uhr

Betrunkener Bootsraser mit 350-PS-Jacht erwischt

Einen Bootsraser hat die Wasserschutzpolizei auf dem Schweriner See ertappt. Wie ein Sprecher der Polizei sagte, war der 49-jährige Mann am Sonntagabend zum ersten Mal aufgefallen, als er mit Gästen an Bord und 53 statt erlaubter 25 Kilometer pro Stunde über den Innenteil des Schweriner Sees "düste". Beamte hatten das 350-PS-Boot mittels Videotechnik überprüft. An Bord befanden sich auch Kinder.

Der Ertappte habe sich einsichtig gegeben. Doch eine halbe Stunde später habe er erneut zu viel Gas gegeben. Auf dem nördlichen Außenteil des Schweriner Sees sei er mit 70 km/h, also fast dreimal so schnell wie erlaubt, "geblitzt" worden. Bei der Überprüfung seiner Papiere habe sich herausgestellt, dass der Mann Alkohol getrunken hatte - 1,2 Promille Atemalkohol wurden gemessen. Die Motorjacht mussten andere Passagiere zurücksteuern. Die Behörden prüfen nun, ob dem Mann aus Nordwestmecklenburg der Bootsführerschein entzogen werden muss.

09:17 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:45 Uhr

Designer Philipp Plein kritisiert Fashion-Welt: Früher war mehr Sex und Geld

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Präsentierte im Februar in Mailand vor 6000 Gästen seine neue Kollektion: Philipp Plein.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

"Da war Reichtum, da war Geld, Kreativität, Sex und Beauty mit den Models, die ganze Power war vereint", so beschreibt der deutsche Modedesigner Philipp Plein die Fashion-Welt zu Zeiten von Topmodels wie Naomi Campbell oder Kate Moss. "Das, was es heute gibt, sind mehr Instagram-Models", sagte der 42-Jährige im Podcast "TOMorrow". Früher habe die Industrie noch aus Glamour und Jetset bestanden.

Grund für diesen Wandel ist laut Plein, dass ein Großteil der Marken mittlerweile Eigentum von Investmentfonds oder börsenorientiert sei. "Die Designer, wenn es sie denn noch gibt, sind meistens Angestellte, die spielen halt für den Club, solange sie der Club bezahlt." Und wenn sie keine nachgefragte Kollektion produzierten, würden sie einfach ausgetauscht, sagte Plein, der für seine luxuriösen Modelinien bekannt ist.

08:16 Uhr

Uneinsichtige Maskenverweigerer verprügeln Restaurant-Mitarbeiter

Maske tragen ist in gastronomischen Betrieben zurzeit Pflicht, viele Menschen wollen das anscheinend immer noch nicht verstehen. In Magdeburg haben Gäste eines Schnellrestaurants den 21-jährigen Mitarbeiter verprügelt, nachdem diese er auf die geltende Maskenpflicht hingewiesen hatte. Dabei soll es sich um Mitglieder eines Junggesellenabschieds gehandelt haben. Die Polizei ermittelt nun, der 21-Jährige musste im Krankenhaus behandelt werden.

07:49 Uhr

Terrorkämpfer durften deutsche Staatsbürgerschaft behalten

Auf Basis des seit einem Jahr geltenden neuen Staatsangehörigkeitsrechts haben deutsche Behörden bislang noch keinem Terrorkämpfer die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums teilte auf Anfrage mit, der neu gefasste Paragraf 28 des Staatsangehörigkeitsgesetzes sei noch nicht zur Anwendung gekommen.

  • Seit dem 9. August 2019 muss, wer im Ausland für eine Terrormiliz in den Kampf zieht, mit dem Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft rechnen. Bedingung für eine Ausbürgerung ist allerdings, dass der Betroffene noch mindestens eine weitere Staatsangehörigkeit besitzt - denn Deutschland entlässt grundsätzlich niemanden in die Staatenlosigkeit.
  • Die Union hatte bei den Beratungen zu der Reform im Bundestag erklärt, damit werde verhindert, dass Terroristen und Gewalttäter aus den Kampfgebieten ins Bundesgebiet zurückkehren und zur Gefahr für die hier lebenden Menschen würden.
  • Die Opposition lehnte das Gesetz geschlossen ab. Während der AfD die Neuregelungen nicht weit genug gehen, hielten FDP, Linke und Grüne die Maßnahmen für überzogen. Islamistisch motivierte Ausreisen in Kriegs- und Krisengebiete hatten die deutschen Behörden in den vergangenen zwei Jahren nur noch sehr vereinzelt registriert.
07:20 Uhr

Chinesisches "Nagelhaus" behindert Brückenbau

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Genau hingeschaut - in der Mitte ist ein Hausdach zu erkennen.

(Foto: dpa)

Bilder eines kleinen Hauses in der Metropole Guangzhou im Süden des Landes sorgen derzeit für Aufsehen - weil eine Autobahnbrücke drumherum gebaut werden musste. Die Besitzerin des 40 Meter breiten Häuschens hatte sich geweigert, für das Projekt Haizhuyong-Brücke Platz zu machen, wie sie einem Fernsehsender der Provinz Guangdong erzählte. Die Entschädigung, die ihr geboten worden sei, habe sie nicht zufrieden gestellt. Also baute das Bauunternehmen die vierspurige Brücke im zentral gelegenen Teil der Stadt um ihr Haus herum. Als sie Anfang August eröffnet wurde, ging der Vorfall zuerst in chinesischen sozialen Medien viral, auch internationale Medien berichteten. Das Haus, an dem sich nun die vierspurige Straße teilt, wurde zur Attraktion für Touristen, wie Filmaufnahmen chinesischer Sender zeigen.

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Aussicht? Fehlanzeige!

(Foto: dpa)

Guangzhou ist in China kein Einzelfall: Gebäude, deren Besitzer sich geweigert haben, das Grundstück für einen Neubau zu verlassen, werden "Nagelhäuser" genannt. Denn sie bleiben - ähnlich wie im Holz hartnäckig feststeckende Nägel - erhalten, wenn Besitzer den Platz nicht räumen wollen. Bauunternehmen können dann gezwungen sein, Autobahnen, Brücken und Wohnsiedlungen um sie herum zu bauen.

07:18 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

wir starten in eine neue Woche und das bedeutet für Schüler in Hessen, Rheinland-Pfalz, Berlin und dem Saarland das Ende der Sommerferien. Alle wichtigen Nachrichten rund um das Thema Coronavirus erfahren Sie in unserem Ticker.

Diese Themen werden heute wichtig:

  • Weniger als drei Monate vor der US-Wahl beginnt heute der Parteitag der Demokraten, bei dem Joe Biden offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden soll. Die viertägige Veranstaltung findet wegen der Corona-Pandemie weitgehend online statt und nicht wie ursprünglich geplant mit Tausenden Delegierten und Zehntausenden Gästen in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin.
  • In Belarus wollen die Gegner von Staatschef Alexander Lukaschenko heute Strafanzeigen wegen der Polizeigewalt gegen friedliche Bürger stellen. Die Sicherheitskräfte müssten für die brutalen Misshandlungen von Demonstranten und Gefangenen zur Verantwortung gezogen werden, sagte die Oppositionelle Maria Kolesnikowa.
  • Im zweiten Anlauf soll ab 9.15 Uhr am Landgericht Köln über die Vorwürfe gegen einen zentralen Verdächtigen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach verhandelt werden. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den 43-Jährigen unter anderem, seine 2017 geborene Tochter immer wieder sexuell missbraucht zu haben.
  • Unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen beginnt um 10.30 Uhr ein Prozess am Berliner Landgericht gegen den Chef eines arabischstämmigen Clans und drei seiner Brüder. Arafat A.-Ch. (44) werden Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido wie versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue zur Last gelegt.
  • Europa-League-Finalisten Inter Mailand und Schachtjor Donezk ermitteln heute Abend ab 21.00 Uhr in Düsseldorf den zweiten Finalisten der Europa League. Endspiel-Gegner am Freitag in Köln ist der FC Sevilla, der gestern Abend gegen Manchester United 2:1 (1:1) gewann.
  • Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul stellt um 12.00 Uhr ein Lagebild zur Clan-Kriminalität vor.

Bei Fragen und Anregungen schreiben Sie mir doch einfach unter michael.bauer[at]nama.de. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

06:36 Uhr

Heißluftballon mit sieben Menschen abgestürzt - ein Toter

Beim Absturz eines Heißluftballons in Rheinland-Pfalz ist ein Mensch ums Leben gekommen, mindestens zwei weitere Personen sind schwer verletzt worden. Der Ballon wurde am Sonntagnachmittag bei Urbar, einer Gemeinde rund 45 Kilometer südlich von Koblenz, beim Landeanflug von einem Windstoß erfasst, wie die Polizei mitteilte. Der Korb mit sieben Insassen schlug dann mehrfach auf einem Acker auf. Dadurch wurden vier von ihnen aus dem Korb geschleudert. Der Ballon wurde den Berg hinab in Richtung Rhein geschleift und verfing sich dann in Bäumen. Dort wurden die restlichen drei Insassen gefunden. Eine Person sei tot und mindestens zwei Menschen seien schwer verletzt, hieß es.

06:13 Uhr

Neil Young sucht per Song nach Trump-Alternative

US-Präsident Donald Trump scheint ein Fan von Rockstar Neil Young zu sein, schließlich spielt er dessen Songs auf seinen Wahlkampfveranstaltungen. Diese Liebe beruht jedoch nicht auf Gegenseitigkeit. Wegen Verwendung seiner Songs bei einer Trump-Ansprache hatte Young kürzlich juristische Schritte gegen das Team der US-Republikaner eingeleitet. Und der 74-Jährige lässt nicht locker bei seiner kämpferischen Ablehnung von Donald Trump. Jetzt hat der gebürtige Kanadier einen 14 Jahre alten Song mit neuem Text zum Angriff auf den republikanischen US-Präsidenten umgeschrieben. "Looking For A Leader", ursprünglich aus dem Young-Album "Living With War" (2006), ist zugleich ein flammender Appell, am 3. November die oppositionellen US-Demokraten zu wählen.

Das Lied mit Akustikgitarre und Mundharmonika wurde am Wochenende nach seiner Veröffentlichung Zehntausende Mal auf YouTube abgerufen. "Ja, wir hatten Barack Obama/und wir bräuchten ihn jetzt wirklich/der Mann, der hinter ihm stand/muss irgendwie seinen Platz einnehmen", singt Young, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, mit Blick auf den designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden. Und über Trump: "Amerika hat einen Anführer/der Mauern um unser Haus baut/der "Black Lives Matter" nicht kennt/und wir haben eine Stimme, um ihn abzuwählen."

05:52 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht