Montag, 21. September 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
21:53 Uhr

Trump zweifelt an Echtheit von Ginsburgs letztem Wunsch

US-Präsident Donald Trump hat Zweifel an dem letzten Wunsch der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg zu ihrer Nachfolge geäußert, den sie einem Medienbericht zufolge ihrer Enkelin diktiert haben soll. "Mein inbrünstigster Wunsch ist, dass ich nicht ersetzt werde, bis ein neuer Präsident im Amt ist", soll Ginsburg wenige Tage vor ihrem Tod gesagt haben, wie der Rundfunksender NPR unter Berufung auf Enkelin Clara Spera berichtet hatte.

Trump sagte bei Fox News, er wisse nicht, ob Ginsburg das gesagt habe oder dies von seinen demokratischen Gegenspielern im Kongress, Nancy Pelosi, Chuck Schumer und Adam Schiff, formuliert worden sei. "Ich würde eher zum Zweiten tendieren", sagte Trump. "Vielleicht hat sie es getan, vielleicht hat sie es nicht getan."

Die liberale Richterin war am Freitag gestorben. Um die Nachfolge ist eine Kontroverse entbrannt. Trump will am liebsten noch vor der Wahl eine Kandidatin für den freigewordenen Posten durch den Senat bringen. Die Demokraten fordern dagegen, dass der diesjährige Wahlsieger die Nachfolge regeln soll. 

21:28 Uhr

Autofahrer gehen nach Unfall mit Pfefferspray aufeinander los

Nach einem Verkehrsunfall in Ludwigshafen haben sich die beiden Fahrer gegenseitig mit Pfefferspray besprüht. Mehrere Beteiligte mussten danach behandelt werden, darunter zwei Ersthelfer, wie die Polizei mitteilte.

Demnach waren zunächst zwei Autos in der pfälzischen Stadt zusammengestoßen. Der Fahrer eines der Fahrzeuge habe die drei Menschen in dem anderen Auto, darunter ein Kind, mit Pfefferspray besprüht. Der angegriffene Fahrer reagierte, indem er den Mann seinerseits mit Pfefferspray attackierte. Vermutlich sei ein länger zurückliegender Streit der Auslöser gewesen, hieß es.

20:42 Uhr

Frau soll Ehemann ermordet und mit seiner Asche masturbiert haben

Eine Frau soll ihren Ehemann ermordet und nach dessen Einäscherung die Asche entwendet haben. Dafür muss sich die 49-Jährige seit heute vor dem Landgericht München II verantworten. Mit der Asche soll sich die Frau dann sexuell befriedigt haben.  

Das Paar war seit 2013 verheiratet und lebte zusammen am Tegernsee. Im August 2018 soll die Frau ihrem Mann statt eines verordneten Antidepressivums Schlafmittel verabreicht haben. In seinem Dämmerschlaf soll sie ihm dann mehrfach Insulin gespritzt haben, obwohl er kein Diabetiker war. Als der Mann dennoch nicht starb, soll sie ihm schließlich Morphium verabreicht haben, woran er schließlich starb.

Zu einem von den Ermittlern zunächst nicht festgestellten Zeitpunkt nach der Beerdigung soll die Frau auf dem Friedhof mit einer Bohrmaschine die Grabplatte geöffnet und die Urne ihres Manns geleert haben. Einen Teil der Asche habe sie in den Bezug ihres Kopfkissens gefüllt und sich darauf dann mindestens einmal befriedigt.

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20:28 Uhr

Kandidat der Linken erklärt sich zum Wahlsieger in der Toskana

Bei den in ganz Italien mit Spannung verfolgten Regionalwahlen in der Toskana hat sich der Kandidat der Linken zum Sieger erklärt. "Dies ist ein außergewöhnlicher Sieg", sagte Eugenio Giani von der linksliberalen Demokratischen Partei.

Zuvor hatte seine stärkste Widersacherin, die Europaabgeordnete Susanna Ceccardi von der rechtsradikalen Lega, Medienberichten zufolge ihre Niederlage eingestanden und Giani per Textnachricht gratuliert.

20:26 Uhr

Die Videos des Tages

19:48 Uhr

Wanderin im Schwarzwald vermisst: Kaum mehr Hoffnung für Scarlett S.

Seit mehr als zehn Tagen fehlt von der 26-jährigen Scarlett S. jede Spur. Nun äußert die Polizei einen schlimmen Verdacht. Sollte die junge Frau beim Wandern im Südschwarzwald verunglückt sein, sei es praktisch ausgeschlossen, sie noch lebend zu finden, sagte ein Polizeisprecher.

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Scarlett S. wird seit dem 10. September vermisst.

(Foto: Polizeipräsidium Freiburg)

Die Suche war zuvor bereits eingestellt worden. Nach neuen Hinweisen jedoch hatte sich die Bergwacht Schwarzwald am vergangenen Samstag erneut auf die Suche nach der vermissten Frau aus Nordrhein-Westfalen gemacht. Die Suchaktion verlief erfolglos.

Die als gut trainiert und erfahren geltende Wanderin war alleine auf der rund 120 Kilometer langen Route von Stühlingen nach Wehr (Kreis Waldshut) unterwegs gewesen. Vor mehr als zehn Tagen hatte es das letzte Lebenszeichen von ihr gegeben. Nachdem sie nicht wie verabredet bei einer Freundin auftauchte, wurde sie als vermisst gemeldet.

Wenn Sie Hinweise zum Aufenthaltsort von Scarlett S. geben können, kontaktieren Sie bitte die Polizei.

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19:26 Uhr

Pompeo macht Druck auf Berlin wegen Iran-Sanktionen

Im Streit um die UN-Sanktionen gegen den Iran hat US-Außenminister Mike Pompeo Deutschland, Großbritannien und Frankreich zur Umsetzung der Strafmaßnahmen aufgefordert. "Jeder Mitgliedstaat in den Vereinten Nationen ist dafür verantwortlich, diese Sanktionen durchzusetzen, was sicherlich das Vereinigte Königreich, Frankreich und Deutschland einschließt", sagte Pompeo in Washington.

Die nach Ansicht der USA nun wieder in Kraft getretenen internationalen Sanktionen bedeuteten für die Menschen in Europa auch ohne die Hilfe ihrer Regierungen mehr Sicherheit vor dem Iran. Mit Blick auf Berlin, London und Paris fügte Pompeo hinzu: "Ich hoffe, sie werden sich uns anschließen."

Im Alleingang und gegen den Widerstand der Europäer hatten die USA am Wochenende erklärt, dass alle UN-Sanktionen gegen den Iran wieder gültig seien. Sie waren nach dem Abschluss des internationalen Atomabkommens 2015 ausgesetzt worden. Aus diesem Pakt traten die USA unter Trump 2018 allerdings aus - die überwiegende Mehrheit des UN-Sicherheitsrats samt Deutschland und den übrigen Vetomächten sieht die USA deshalb nicht in der Lage, die Wiedereinsetzung allein erzwingen zu können. 

19:13 Uhr

"You"-Star Penn Badgley zum ersten Mal Vater geworden

"Gossip Girl"- und "You"-Schauspieler Penn Badgley und seine Ehefrau Domino Kirke (36) sind Eltern geworden. Die Sängerin teilte ein besonderes Bild auf Instagram, um die Geburt des Babys zu verkünden: Es zeigt einen Abdruck ihrer Plazenta. Dazu schrieb die 36-Jährige: "Sein herzförmiges Zuhause." Damit ist auch klar, dass das Paar Eltern eines Sohnes geworden ist. Das Hashtag #40dayspostpartum offenbart außerdem, dass der Kleine bereits vor 40 Tagen, also am 11. August, zur Welt kam. Wie der Junge heißt, haben die Eltern jedoch noch nicht verraten.

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19:07 Uhr

Dax mit verlustreichem Wochenstart - fast 600 Punkte weg

Es war ein Wochenstart mit Knall an den europäischen Börsen. Der ohnehin schon starke Kursabschwung hat sich am Nachmittag noch weiter beschleunigt. Auf die Stimmung drückte die Angst vor weiteren regionalen Lockdowns infolge der zweiten Pandemie-Welle, die immer mehr Länder und Regionen belastet.

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In Frankfurt fiel der Dax um 4,4 Prozent oder fast 600 Punkte und schloss bei 12.542 Stellen, sein Tagestief lag bei 12.505 Punkten. Der MDax verlor 3,7 Prozent auf 26.500 Zähler, der TecDax um 3,9 Prozent auf 2995 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um ebenfalls 3,9 Prozent auf 3154 Punkte abwärts.

Dokumente aus einem Datenleck des US-Finanzministeriums legen Berichten zufolge eine problematische Rolle von Banken bei der Geldwäschebekämpfung offen. Deutsche Bank sackten um 8,8 Prozent ab, Commerzbank um 5,4 Prozent.

Unter der zweiten Pandemiewelle leidet besonders der Reise- und Luftfahrtsektor. Die Aktie der Lufthansa verbilligte sich um 9,5 Prozent. Der MDax-Konzern will die Flotte nun noch stärker als bislang verkleinern und den Riesenflieger A380 ausmustern

Schwer belastet zeigen sich nach Prognosesenkungen die im TecDax notierten Aktien von United Internet und 1&1 Drillisch. United Internet brachen um 23,7 Prozent ein und 1&1 Drillisch um 27,8 Prozent.

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18:26 Uhr

Schauspieler Michael Lonsdale ist tot

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Lonsdale spielte den Bösewicht im James-Bond-Film "Moonraker".

(Foto: imago images/Everett Collection)

Der französische Schauspieler Michael Lonsdale ist tot. Der Darsteller, der in "Der Name der Rose" von Jean-Jacques Annaud und dem James-Bond-Film "Moonraker" mitgespielt hat, ist im Alter von 89 Jahren in Paris gestorben.

In seiner rund 60-jährigen Karriere trat Lonsdale in etwa 200 Kino- und TV-Filmen und Theaterstücken auf. Lonsdale drehte unter anderem mit Orson Welles, Michel Deville und François Truffaut. Seinen Durchbruch schaffte er mit den Truffaut-Filmen "Die Braut trug Schwarz" und "Geraubte Küsse", beide aus dem Jahr 1968. Der amerikanische Regisseur Steven Spielberg holte ihn in seinem Politik-Thriller "München" vor die Kamera.

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17:41 Uhr

Party zu laut: Geburtstagskind erschießt Nachbarn

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Die Geburtstagsfeier endete blutig.

(Foto: imago/Panthermedia)

Ein Mann in Tschechien ließ es am Wochenende richtig krachen. Der 47-Jährige feierte am Sonntag in dem Dorf Volfartice seinen Geburtstag, als ein ungebetener Gast vorbeikam - ein Nachbar, der sich über lauten Partylärm beschweren wollte. Anstatt sich zu entschuldigen, schoss das Geburtstagskind mehrmals auf den 37-Jährigen. Dieser erlag noch an Ort und Stelle seinen Verletzungen.

Der Schütze war nach Angaben der Polizei stark betrunken. Er habe einen Waffenschein gehabt und legal vier Selbstladepistolen besessen, teilten die Beamten mit. Zwischen den beiden Nachbarn habe es seit Langem Spannungen gegeben, die aber nie zuvor in Gewalt umgeschlagen seien, hieß es.

17:01 Uhr

Rätsel um Elefantensterben in Botsuana scheint gelöst

In den vergangenen Monaten wurden insgesamt 330 tote Elefanten im Okavango-Delta gefunden. Die Behörden in Botsuana haben nun Cyanobakterien als wahrscheinliche Ursache für das Massensterben im Land ausgemacht.

  • Labortests mit Blutproben verendeter Tiere sowie Erd- und Wasserproben hätten ergeben, dass diese Gifte bildenden Mikroorganismen die Tiere im Okavango-Delta im Nordwesten des Landes töteten, sagte Mamadi Reuben, der leitende Veterinärbeamte der Wildpark-Behörde.
  • Manche Arten von Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt, bilden potenziell tödliche Giftstoffe. Das kann zum Beispiel Folgen für Tiere beim Trinken aus Gewässern haben, wenn sich die Mikroben dort bei Algenblüten massenhaft vermehren.
  • Im Nachbarland Simbabwe wurden jüngst auch mindestens 22 Elefanten tot aufgefunden. Dort ist die Todesursache noch nicht geklärt.
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16:17 Uhr

Nawalny fordert seine Kleidung zurück

Der Kremlkritiker Alexej Nawalny fordert von Russland die Rückgabe der Kleidung, die er vor mehr als einem Monat am Tag seiner Vergiftung trug. "Meine Kleidung ist ein sehr wichtiger Beweis", schrieb er auf seiner Webseite. Die russischen Ermittler würden dieses "entscheidende Beweisstück verbergen".

Die behandelnden Krankenhaus-Ärzte in der sibirischen Stadt Omsk sagten der Nachrichtenagentur Interfax zufolge, dass Ermittler die Kleidung mitgenommen hätten.

Nawalny schrieb weiter, die russischen Behörden behaupteten, dass kein Nervenkampfstoff gefunden worden sei. Unabhängige Labore hatten das Gift jedoch in seinem Körper festgestellt. "Nichts davon existiert in der politischen und rechtlichen Realität Russlands."

15:46 Uhr

Einsatz eskaliert - Polizist schießt auf Mann

Bei einem Polizeieinsatz in Hessen hat ein Beamter auf einen Mann geschossen und diesen schwer verletzt. Am Sonntag sei eine Streife zu einem "präventiven Auftrag" nach Taunusstein entsandt worden, teilten die Staatsanwaltschaft Wiesbaden und das hessische Landeskriminalamt mit. Bei dem Einsatz sei es zu der Schussabgabe gekommen. Der Schwerverletzte sei in ein Krankenhaus gekommen, akute Lebensgefahr bestehe nicht mehr.

An dem Einsatz sei auch die örtliche Feuerwehr beteiligt gewesen, teilten die Ermittler mit. Sie nannten keine weiteren Einzelheiten zu dem Vorfall.

15:18 Uhr

Trump will Kandidaten für Oberstes Gericht diese Woche nominieren

Nach dem Tod der liberalen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg will US-Präsident Donald Trump am Freitag oder Samstag seinen Kandidaten für die Nachfolge nominieren. Trump sagte dem US-Fernsehsender Fox News, der von den Republikanern dominierte Senat solle noch vor der Präsidentenwahl Anfang November über die Personalie abstimmen. Der oppositionelle Präsidentschaftskandidat Joe Biden hatte das Vorhaben Trumps, den vakanten Posten möglichst schnell zu besetzen, als "Machtmissbrauch" kritisiert.

14:54 Uhr

Gruppe bewirft Polizisten mit Steinen und Flaschen

Mit Steinen, Glasflaschen und Gläsern sollen Dutzende Menschen Polizisten im Frankfurter Kneipenviertel Alt-Sachsenhausen beworfen haben. Ein 37 Jahre alter Polizist wurde im Gesicht getroffen und verletzt. Er musste im Krankenhaus behandelt werden. Auch eine 24-jährige Beamtin wurde von einer Flasche getroffen, blieb aber unverletzt. Die Polizei nahm drei Männer vorläufig fest.

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Im Frankfurter Ausgehviertel Alt-Sachsenhausen wurden am frühen Sonntagmorgen mehrere Polizisten attackiert.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Die Polizisten waren am frühen Sonntagmorgen wegen eines Streits zwischen einem Wirt und mehreren Gästen auf ein Lokal aufmerksam geworden. Knapp 50 Menschen sollen sich davor zusammengerottet und lautstark gegen die Polizei skandiert haben.  
  • Sie sollen den Beamten nach dem Einsatz gefolgt sein und sie mit Gegenständen beworfen haben. Dabei hatte die Polizei nach eigenen Angaben versucht, die Angreifer mit Pfefferspray zurückzudrängen. Daraufhin flogen weitere Flaschen.
  • Ein 33-Jähriger soll heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Zwei 18 Jahre alte Männer wurden wegen fehlender Haftgründe wieder freigelassen.
14:40 Uhr

Schichtwechsel

Michael Bauer verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme seinen Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

14:25 Uhr

Neues Bundeswehr-Gewehr soll "Made in Germany" werden

Der Thüringer Waffenhersteller C.G. Haenel will das künftige Sturmgewehr der deutschen Streitkräfte zu rund 90 Prozent in Deutschland fertigen. Die Herstellung werde speziell auch der Wirtschaftsregion Südthüringen zugutekommen, teilte das Unternehmen in einer ersten öffentlichen Reaktion mit.

Das Haenel-Model "MK 556" hatte sich in einem Bieterverfahren gegen das Angebot des langjährigen Hauslieferanten Heckler & Koch (Baden-Württemberg) durchgesetzt. Aus Militärkreisen hieß es, die Haenel-Waffe sei leicht besser auf die Anforderungen zugeschnitten, aber deutlich wirtschaftlicher - also preisgünstiger. Allerdings wurden öffentlich Fragen laut, ob und wie Haenel - die Firma ist Teil eines Rüstungskonzerns aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) - den Bau von 120.000 Waffen stemmen kann.

13:44 Uhr

Zwei Bombenentschärfer sterben nach Explosion auf Salomoninseln

Zwei Bombenentschärfer aus Großbritannien und Australien sind auf den Salomonen ums Leben gekommen, als Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg in einem Büro der Hilfsorganisation Norwegian People's Aid explodierten.

  • Die Bombenentschärfer waren nach Angaben der Norwegian People's Aid auf den Salomonen im Einsatz, um Daten über Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg zu sammeln.
  • Nach Polizeiangaben führten die Männer nicht genehmigte Arbeiten mit Munition in einem Wohngebiet in der Hauptstadt Honiara aus. "Wir wissen nicht genau, was zu den Explosionen führte. Erste Ermittlungen haben jedoch ergeben, dass sie einige Blindgänger im Gebäude lagerten und dass sie dort Arbeiten ausführten", sagte Polizeikommissar Clifford Tunuki. Er fügte hinzu, dass die Behörden nicht wussten, dass in der Wohngegend Munitionsreste gelagert wurden. Ansonsten wäre dies unterbunden worden, sagte Tunuki.
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13:17 Uhr

Studie: Chaos-Brexit wäre "Sargnagel" für viele Firmen

Ein Brexit ohne Handelspakt zwischen der EU und Großbritannien könnte einer Studie zufolge für viele britische Firmen das Aus bedeuten. "Nach mehr als drei Jahren politischer Unsicherheit wäre ein "No-Deal-Exit" aus der EU, über den immer mehr geredet wird, der letzte Sargnagel für viele Unternehmen", sagte Stephen Phipson vom Industrieverband Make UK, der gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer-Netzwerk BDO regelmäßig den Zustand der britischen Wirtschaft untersucht.

  • Für die Umfrage wurden mehrere Hundert produzierende Firmen in Großbritannien befragt. Gerade einmal ein Fünftel der Unternehmen schöpft dem Bericht zufolge derzeit seine vollen Kapazitäten aus. Knapp 30 Prozent kommen auf eine Auslastung von mindestens drei Viertel der Gesamtkapazität.
  • Die Gespräche zwischen London und Brüssel über ein Anschlussabkommen stocken aber. Ohne Einigung droht zum Jahreswechsel ein harter wirtschaftlicher Bruch mit Zöllen und Handelshemmnissen.
12:19 Uhr

Behörde deckt Fast-Kollision zweier Ryanair-Maschinen auf

Ein Bericht der spanischen Untersuchungsbehörde für Flugunfälle (CIAIAC) hat eine gravierende Fehlkommunikation ermittelt, die 2018 zu einer Fast-Kollision zweier Ryanair-Maschinen geführt hatte. Die CIAIAC machte Fehler von Fluglotsen und ein fehlerhaftes Warnsystem für den Beinaheunfall verantwortlich. Vor allem die Fluglotsen hätten die Piloten mit fehlerhaften Kommandos lange auf Kollisionskurs gehalten. Für jeden der beiden Flieger waren unterschiedliche Fluglotsen zuständig. "Beide Fluglotsen haben aus unterschiedlichen Gründen die gleichen Manöver für die beiden Flugzeuge angesagt, was die Situation verschärft hat", heißt es in dem Bericht.

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Nach den Vorschriften der EU-Flugsicherheit muss der Abstand zweier Flugzeuge mindestens rund 300 Meter in der Vertikalen und neun Kilometer in der Horizontalen betragen.

(Foto: CIAIAC)

Erst eine Minute vor einer möglichen Kollision konnten sich Piloten und Lotsen darauf verständigen, die jeweilige Flughöhe anzupassen. Die beiden Boeing-Jets mit insgesamt 344 Passagieren an Bord kreuzten schließlich über Nordspanien mit einem Höhenunterschied von 330 Metern und rund einem Kilometer horizontaler Entfernung zueinander. Eigentlich hätte ein Warnsystem die Fluglotsen viel früher warnen müssen - doch ein Softwarefehler legte das Programm lahm.

12:02 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:45 Uhr

Airbus kündigt Wasserstoff-Passagierjet an

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(Foto: (c) Airbus)

Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus will in 15 Jahren ein Passagierflugzeug mit Wasserstoffantrieb herstellen. "Unser Ehrgeiz ist es, eine solche Maschine als erster Hersteller 2035 in Betrieb zu nehmen", sagte Konzernchef Guillaume Faury der französischen Tageszeitung "Le Parisien". Nötig seien dazu Investitionen im zweistelligen Milliardenbereich.

Frankreichs mächtiger Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hatte zu Monatsbeginn in einem Interview angekündigt, das Land wolle langfristig sieben Milliarden Euro in die Wasserstofftechnik investieren. Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Energieversorgung. Denn bei der Nutzung entstehen keine Treibhausgase.

11:13 Uhr

Thomas Gottschalk bekommt zwei neue TV-Shows

Thomas Gottschalk kommt mit neuen TV-Shows zurück. Gemeinsam mit dem SWR bringt der Entertainer zwei Unterhaltungsformate auf die Bildschirme - eins zum Jahreswechsel, eins ab dem Frühjahr, wie der Sender nun bekannt gab.

  • Zum Ende des Jahres moderiert Gottschalk demnach im Ersten ein Format, das voraussichtlich "Thomas Gottschalk: 2020 - die Show" heißen werde. Dabei will er Gäste begrüßen, "die in den letzten Monaten verzichten mussten - und holt mit ihnen besondere Erlebnisse nach.

  • Ab Frühjahr 2021 soll Gottschalk dann zudem durch die neue achtteilige Show-Reihe "Nochmal 18!" für das SWR Fernsehen und die ARD Mediathek führen. In der neuen Primetime-Show werde der Moderator mit seinen prominenten Gästen zurück in die Zeit ihrer Volljährigkeit reisen und darüber sprechen, wann und wie diese ihren 18. Geburtstag gefeiert haben.

10:36 Uhr

Mann versteckt geladene Pistole im Hintern - 90 Tage Gefängnis

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Nur zum Vergleich: Auf dem Bild zu sehen ist eine Schusswaffe Kaliber .25.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Ein Mann aus Louisiana ist zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt worden, nachdem er eine geladene Pistole in seinem Gesäß versteckt hatte. Der 24-jährige Justin Savoie bekannte sich vor dem US-Bezirksgericht in Lafourche nun schuldig. Vor neun Monaten hatte die Polizei die Waffe im ungewöhnlichen Versteck entdeckt.

Die Beamten waren damals wegen Berichten über "verdächtige Aktivitäten" zur Wohnung des Mannes gefahren. Dort fanden sie neben Marihuana und Drogenutensilien mehrere Waffen und einen hausgemachten Schalldämpfer. Während der Leibesvisitation kam dann auch eine Titan-Pistole des Kalibers .25 zum Vorschein.

09:40 Uhr

Hunderte Wale an tasmanischer Küste gestrandet

Vor der Küste der australischen Insel Tasmanien sind rund 250 Wale gestrandet. Laut den Behörden wird vermutet, dass die Tiere auf einer Sandbank feststecken, die sich in einer Bucht an der zerklüfteten und wenig besiedelten Westküste der Insel befindet. Derzeit werde überprüft, ob die Tiere gerettet werden können.

  • Polizisten und Experten seien bereits in der Bucht von Macquarie Harbour, um die Lage zu beurteilen. "Im Laufe des Tages werden weitere Einsatzkräfte dazustoßen, die Ausrüstung zur Rettung von Walen bei sich haben", erklärte die tasmanische Umweltbehörde.
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25 der Tiere sollen bereits im seichten Wasser verendet sein.

(Foto: RYAN BLOOMFIELD via REUTERS)

  • Bei den Säugern soll es sich um Grindwale handeln. Massenstrandungen von Walen kommen in Tasmanien relativ häufig vor, meist sind es aber nicht so viele Tiere wie jetzt vor Macquarie Harbour.
09:49 Uhr

Eltern aufgepasst: Diese Vornamen sind "verdorben"

"Nur Drogenkinder und Ossis heißen Kevin", hatte einst der Komiker Michael Mittermeier - übrigens ein waschechter Bayer - gesagt und den Namen in seinem Bühnenprogramm thematisiert. Der einst sehr beliebte Name ist mittlerweile aufgrund einer Studie zu Vorurteilen von Grundschullehrern Vornamen gegenüber in Verruf geraten und wird von Eltern kaum noch ausgesucht, wie Statistiken des norddeutschen Vornamen-Experten Knud Bielefeld und der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zeigen.

Auch werden Mädchen viel seltener Alexa genannt, seit Amazon 2014 seiner virtuellen Assistentin diesen Namen gegeben hat. "Das sind alles Namen, die mal ganz normal und unverfänglich waren und dann aufgrund gesellschaftlicher Ereignisse in Verruf geraten sind und so für die Eltern verdorben wurden", so Hobby-Namensforscher Bielefeld. Nun scheint dem Vorname Greta ein ähnliches Schicksal zu drohen. Spekulationen, der Name könnte dank der Vorbildwirkung der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg in die Nähe der Top Ten wandern, erfüllten sich nicht.

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09:19 Uhr

Kohls Memoiren-Schreiber will vors Verfassungsgericht ziehen

Der Buchautor Heribert Schwan will seinen Rechtsstreit mit der Witwe von Helmut Kohl vors Bundesverfassungsgericht bringen. Er werde Verfassungsbeschwerde gegen eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) in der Sache einlegen, teilte der Journalist und Historiker mit.

  • Der BGH in Karlsruhe hatte Anfang des Monats entschieden, dass Schwan der Witwe Maike Kohl-Richter sagen müsse, welche Inhalte er aus seinen langen Gesprächen mit dem Altkanzler noch in seinem Besitz hat. Es geht um Tonkopien und abgetippte Passagen von Gesprächen, die Schwan 2001 und 2002 mit Kohl zur Vorbereitung von dessen Memoiren geführt hatte.
  • Schwan war Ghostwriter der Kohl-Erinnerungen. Vor Vollendung des letzten Bandes zerstritten sich die beiden jedoch. Daraufhin veröffentlichte Schwan eigenmächtig ein Kohl-Buch, woraus ein jahrelanger Rechtsstreit entstand. Dieser wird nunmehr von der Witwe des 2017 gestorbenen Politikers weitergeführt.
09:07 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:50 Uhr

Biden: Wahlsieger soll Ginsburg-Nachfolge bestimmen

Donald Trump setzte im Wahlkampf bisher auf das Versprechen von Recht und Ordnung, Herausforderer Joe Biden hielt ihm Versagen in der Corona-Krise vor. Nach dem Tod der Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg rückt nun ein neues Thema in den Vordergrund. Wer tritt deren Nachfolge an?

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden bekräftigte seine Forderung, den frei gewordenen Posten im einflussreichen Supreme Court erst vom Sieger der Präsidentenwahl am 3. November besetzen zu lassen. Zugleich bereiten sich die Demokraten darauf vor, dass Präsident Donald Trump und die Republikaner-Mehrheit im Senat wie beabsichtigt Ginsburgs Posten neu besetzen und so die konservative Mehrheit im Obersten Gericht stärken. Dann würden Konservative sechs der neun Richter stellen. Bei den Demokraten gibt es für diesen Fall die Idee, das Oberste Gericht zu vergrößern und die neuen Sitze an liberale Richter zu vergeben.

08:19 Uhr

Lindner entschuldigt sich für verpatzte Verabschiedung

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich im "ntv Frühstart" für die "missglückte" und "missverständliche" Verabschiedung von FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg auf dem Parteitag in Berlin entschuldigt. Lindner bedauerte seine vor den Delegierten benutzte Formulierung: "Ich denke gerne daran, Linda, dass wir in den vergangenen 15 Monaten ungefähr 300 Mal (...) den Tag zusammen begonnen haben". Dies habe er so nicht gemeint, wie es viele verstanden hätten, sagte Lindner.

Zu der Situation auf dem Parteitag sagte Lindner: "Ich wollte die angespannte Situation auflockern, und dabei in freier Rede habe ich eine missglückte Formulierung verwendet. Die haben viele kritisch aufgefasst. Linda Teuteberg und ich hatten danach noch Kontakt." Wenn eine Formulierung so missverständlich sei, dann sei es auch richtig, öffentlich zu sagen, dass man sie bedauert, dass sie so nicht gedacht war und dass ich mich auch öffentlich entschuldige, wenn damit Gefühle verletzt wurden bei Linda und anderen Beobachterinnen oder Beobachtern", so der FDP-Chef.

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07:44 Uhr

Merz kritisiert Putin: "Barbarische Kriegsakte der russischen Armee"

Der für den Parteivorsitz kandidierende CDU-Politiker Friedrich Merz hat die Bundesregierung gegen Vorwürfe verteidigt, sie verschärfe mit ihrer Russland-Politik unnötig die Spannungen mit Moskau. "Von Deutschland und von Europa geht keine Eskalation aus. Diese Eskalation geht zurzeit ausschließlich von Russland aus", sagte Merz der "Bild"-Zeitung. Sein Parteikollege Michael Kretschmer hatte davor gewarnt, die Eskalation mit Russland immer weiterzudrehen. Zum Agieren von Außenminister Heiko Maas sagte der sächsische Ministerpräsident, dass Maas "so durchdreht, ist kein gutes Zeichnen für dieses Land". Maas hatte von Indizien gesprochen, dass der Kreml hinter dem Giftanschlag auf den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny stehen könnte.

Merz sagte, da der Giftanschlag offensichtlich auf russische Quellen zurückgehe und Russland sich an der Aufklärung nicht beteilige, sei "der Punkt gekommen, wo man die Frage stellen muss, ob wir alles so weiter machen können wie bisher". Den russischen Präsidenten Wladimir Putin kritisierte Merz scharf: "Dieser Mann und seine Armee bombardieren Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, Altenheime. Mit eine der wesentlichen Fluchtursachen, die Probleme, die wir da jetzt in Griechenland haben, sind Probleme, die ganz wesentlich mit ausgelöst worden sind durch diese barbarischen Kriegsakte der russischen Armee, die Putin zu verantworten hat."

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07:38 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ich darf Sie zum Wochenstart bei "Der Tag" begrüßen. Sofern sie ein wolkenloser Himmel nach dem Aufstehen anlacht, genießen sie diese letzten sonnigen Tage. Ab Donnerstag wird's kälter und regnerischer. Das soll uns aber heute nicht beirren.

Diese Themen werden heute wichtig:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bildungsministerin Anja Karliczek, SPD-Chefin Saskia Esken und die Kultusminister der Länder treffen sich um 18 Uhr im Kanzleramt zu Beratungen über die Lage der Schulen in der Corona-Krise.
  • Die Außenminister der EU-Staaten wollen um 9.30 Uhr bei einem Treffen in Brüssel Sanktionen wegen Verstößen gegen das UN-Waffenembargo gegen Libyen beschließen. Zudem soll bei dem Treffen in Brüssel über die jüngsten Entwicklungen in Belarus und im Streit mit der Türkei um Erdgaserkundungen im östlichen Mittelmeer beraten werden.
  • Der Münchner Corona-Krisenstab berät ab 9.30 Uhr über den weiteren Umgang mit den steigenden Infektionszahlen.
  • Mit zahlreichen Top-Ten-Spielern und unter strengen Hygienebedingungen beginnen die Hamburg European Open der Tennisprofis.

Alle weiteren wichtigen Meldungen rund um das Virus-Geschehen finden Sie in unserem Corona-Ticker.

07:11 Uhr

Die Reichsten sind die schlimmsten Klimasünder

Die wohlhabendsten Teile der Menschheit tragen in weit überproporzionalem Maß zur Erderwärmung bei. Laut einer Untersuchung der Hilfsorganisation Oxfam ist das reichste eine Prozent für mehr als doppelt soviel Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich wie die gesamte ärmste Hälfte der Weltbevölkerung.

  • In den Jahren 1990 bis 2015 verursachte dieses eine Prozent (nur 63 Millionen Menschen) demnach 15 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen. Die wohlhabendsten zehn Prozent (etwa 630 Millionen Menschen) waren der Analyse zufolge in diesem Zeitraum sogar für 52 Prozent des globalen Treibhausgasausstoßes verantwortlich.
  • Ein weiteres Ergebnis der Analyse lautet, dass die Wachstumsrate der Treibhausgasemissionen des reichsten einen Prozents zwischen 1990 und 2015 um das Dreifache höher lag als bei der ärmsten Hälfte der Menschheit.
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07:00 Uhr

Endspurt der spätsommerlichen Sonnentage beginnt

Heute gibt es vor allem über der Mitte Deutschlands noch einmal Sonnenschein von früh bis spät. Die Nebelfelder, die sich in Schleswig-Holstein weit verbreitet gebildet haben, lösen sich am Vormittag auf. Vom Schwarzwald bis in die Alpen bilden sich Quellwolken und hier und da Gewitter. Nach teils frischem Beginn wird es mit 21 bis 28 Grad noch einmal spätsommerlich warm. An den Küstenabschnitten mit Seewind liegen die Höchstwerte bei 18 Grad.

Ab Donnerstag beginnt dann der Wetterumschwung: Es wird windig, teilweise mit Schauern und von Westen her beginnt die Abkühlung. Von Freitag bis Sonntag dominieren viele Wolken, Regen und zurückgehende Temperaturen.

06:30 Uhr

Deutsche Regisseurin gewinnt Emmy für Netflix-Serie

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Ausgelassene Freude bei Maria Schrader (m.).

(Foto: dpa)

Beim wichtigsten Fernsehpreis der USA geht auch eine Trophäe nach Deutschland. Die deutsche Regisseurin Maria Schrader bekam in der Nacht einen Emmy für die beste Regie bei einer Miniserie. Geehrt wurde sie für die vierteilige Serie "Unorthodox", die auf der Streamingplattform Netflix läuft. Darin erzählt wird die Geschichte einer jungen Jüdin, die aus ihrer ultra-orthodoxen New Yorker Gemeinde nach Berlin flüchtet. Die per Video zugeschaltete Schrader zeigte sich "sprachlos" über ihre Auszeichnung. Diese komme für sie "so unerwartet". Sie dankte dem ganzen Team der Serie.

Die meisten Emmys des Abends gingen an die Schöpfer und Schauspieler von "Watchmen". In der Comedy-Sparte dominierte die kanadische Produktion "Schitt's Creek" mit neun Preisen, darunter dem für die beste komische Serie.

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06:04 Uhr

Bundeswehr stellt Weltraumoperationszentrum in Dienst

Es klingt nach Star Wars, doch tatsächlich hat die Sicherheit im Weltraum für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft enorme Bedeutung gewonnen. Weltraummüll oder gezielte Angriffe auf Satelliten sind die Stichworte. Mit einem neuen Weltraumoperationszentrum will die Bundeswehr einen militärischen Beitrag leisten.

  • Dazu wird Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer an diesem Montag in der Operationszentrale der Luftwaffe in Uedem (Nordrhein-Westfalen) das neue "Air and Space Operations Center" (ASOC) in Dienst stellen.
  • Es soll helfen, Satelliten vor Störungen und Angriffen zu schützen, und auch Flugkörper beobachten, die beim Wiedereintritt in die Atmosphäre zur Gefahr für besiedelte Gebiete werden können. Das Operationszentrum beobachtet und katalogisiert Weltraumobjekte und den sogenannten Weltraummüll, der für andere Geräte zur Gefahr werden kann.

  • Das Zentrum startet mit zunächst 50 Experten und soll bis zum Jahr 2031 auf 150 Mitarbeiter anwachsen. Teils werden vorhandene Fähigkeiten zusammengeführt. So werden mit dem Radarsystem Gestra (German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar) die Bahnen von Weltraumkörpern verfolgt. Um dann Objekte näher unter die Lupe zu nehmen, wird das Weltraumbeobachtungsradar Tira eingesetzt.

05:47 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht