Montag, 23. Dezember 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:28 Uhr

Das war Montag, der 23. Dezember 2019

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

"Der Tag" verabschiedet sich in eine kurze Weihnachtspause. Doch mit n-tv.de kommen Sie natürlich gut informiert durch die Feirtage.

Was heute alles wichtig war, erfahren Sie hier:

Ich wünsche Ihnen eine schöne und entspannte Weihnachtszeit! Bis Freitag!

22:06 Uhr

Bolton kritisiert Trumps Nordkorea-Kurs scharf

Der frühere nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump hat den Kurs seines einstigen Chefs im Atomkonflikt mit Nordkorea scharf kritisiert.

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  • "Wir sagen, dass es inakzeptabel ist, dass Nordkorea Atomwaffen erlangt, aber das ist an diesem Punkt mehr Rhetorik als echte Politik", schrieb John Bolton auf Twitter. Es bedürfe einer wirksameren Strategie, bevor Nordkorea über Technologie verfüge, mit der es Amerika bedrohen könne.
  • "Die Idee, dass wir irgendwie maximalen Druck auf Nordkorea ausüben, ist leider nicht wahr", sagte Bolton zudem dem Nachrichtenportal "Axios". Sollte Pjöngjang seine Drohung wahr machen und - wie es einige befürchten - einen neuen Atom- oder Raketentest durchführen, müsse die US-Regierung zugeben, sich mit Blick auf Nordkorea geirrt zu haben.
  • In fast drei Jahren habe die US-Regierung "keine sichtbaren Fortschritte" dabei erzielt, das abgeschottete Land dazu zu bringen, die Entwicklung von Atomwaffen nicht weiter zu verfolgen.
21:38 Uhr

USA begrüßen Todesurteile im Fall Khashoggi

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Jamal Khashoggi war im Oktober 2018 im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul ermordet worden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die USA begrüßen die fünf Todesurteile im Fall des ermordeten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi.

  • Ein Vertreter des US-Außenministeriums sagte, es handle sich um einen "wichtigen Schritt", um die Verantwortlichen für dieses "schreckliche Verbrechen" zur Rechenschaft zu ziehen.
  • Die USA würden von Saudi-Arabien aber "mehr Transparenz" verlangen. Auch müssten alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
  • Die Staatsanwaltschaft in Riad hatte die fünf Todesurteile am Montag bekanntgegeben. Das direkte Umfeld von Kronprinz Mohammed bin Salman, den viele für den wahren Auftraggeber halten, wurde dagegen entlastet. Die Urteile stießen deswegen international auf Kritik.
Mehr dazu lesen Sie hier.
20:59 Uhr

Penis-Eisbahn in Sibirien - Stadt reagiert gelassen

Im russischen Nowosibirsk gibt es seit ein paar Tagen eine neue Eisbahn. Jung und Alt amüsieren sich beim Schlittschuhlaufen vor einem großen Weihnachtsbaum. So weit, so gut.

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  • Am Wochenende kam ein Fotograf auf die Idee, davon Bilder zu schießen, und zwar von oben, mit einer Drohne. Die Fotos lud Slawa Stepanow dann auf Facebook hoch.
  • Seitdem scherzen die Nutzer in den sozialen Netzwerken, dass die Eisbahn in ihrer Form einem Penis ähnelt. Einige nannten sie das "phallische Symbol der Stadt", andere sahen darin eine "Neujahrsbotschaft an die Regierung".
  • Und wie hat die Regierung darauf reagiert? Anna Tereschkowa, die Vizebürgermeisterin der Stadt, postete eins der Fotos und schrieb dazu: "Echte Kunst muss erregen". In einem Kommentar fügte sie hinzu, dass die Behörden nicht beabsichtigen, die Eisbahn neu zu gestalten.
20:34 Uhr

Sturzbetrunkener lässt sich von Kind in Parklücke einweisen

Ein sturzbetrunkener Autofahrer hat sich in Essen von einem sechsjährigen Kind in eine Parklücke einweisen lassen. Als Polizisten den Fahrer nach Zeugenhinweisen durchsuchten, wehrte sich der 36-Jährige, spuckte, schlug und trat nach den Einsatzkräften.

  • Ein Beamter wurde leicht verletzt. Noch während des Einsatzes kamen mehrere Männer aus einer Nebenstraße und bepöbelten die Polizisten.
  • Erst als Verstärkung kam, beruhigte sich die Situation. Der Betrunkene wurde für eine Blutprobe auf die Polizeiwache gebracht. Der Mann war so stark alkoholisiert, dass er sich "kaum auf den Beinen halten" konnte, sagte ein Polizeisprecher.
  • Gegen den 36-Jährigen wird wegen des Verdachts einer Trunkenheitsfahrt und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
19:52 Uhr

Mann springt auf fahrenden Lkw und stoppt ihn

Als ein Lasterfahrer in Hachenburg im Westerwald während der Fahrt einen epileptischen Anfall erleidet, zögert ein beherzter Zeuge nicht lange.

  • Der Lkw geriet auf die Gegenfahrspur, touchierte ein Auto und rollte weiter.  
  • Der Zeuge sprang auf den fahrenden Lkw brachte das Gespann dann zum Stehen.
  • Der Lasterfahrer wurde bis zum Eintreffen der Rettungskräfte von Zeugen versorgt. Verletzt wurde niemand.
19:14 Uhr

Feuerwehrmann gibt durstigem Koala sein Wasser

Noch nie war es in Australien so heiß wie in der vergangenen Woche. Am Mittwoch lag die landesweite Durchschnittstemperatur bei 41,9 Grad, am Donnerstag bei 41 Grad.

Mehrere Tausend Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen Buschfeuer, die im ganzen Land bereits seit Oktober wüten. Dabei sind nach Schätzung von Experten bereits mehr als 2000 Koalas verbrannt.

Aufnahmen von Feuerwehrleuten, die die Tiere retten, gehen um die Welt. Wie zum Beispiel dieses Bild.

Ein Feuerwehrmann und ein Koala beobachten, wie ihr Wald niederbrennt.

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Und auf diesem Video teilt ein Feuerwehrmann sein Wasser mit einem durstigen Koala.

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18:40 Uhr

Mann entdeckt 50.000 D-Mark in Uhr vom Flohmarkt

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Zeit ist Geld. Eine alte Uhr vom Flohmarkt auch.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Mann aus Aurich in Ostfriesland hat in einer Wanduhr vom Flohmarkt 50.000 D-Mark gefunden. Das Geld war in der Holzverkleidung der rund 80 Zentimeter großen Uhr versteckt.

  • Er war so ehrlich, dass er mit dem Geld sofort zum Fundbüro ging und es dort abgab. Als sich nach einer gesetzlichen Frist von sechs Monaten niemand meldete, der das Geld vermisste, gingen die Scheine wieder zurück zum ehrlichen Finder.
  • Er musste an die Stadt lediglich eine Bearbeitungsgebühr von 576 Euro zahlen.
  • Bei der Bundesbank kann man die D-Mark immer noch in Euro wechseln. Der amtliche Umtauschkurs beträgt 1 Euro für 1,95583 DM.
17:57 Uhr

Iran bietet schriftlichen Verzicht auf Atomwaffen an

Der Iran ist nach Angaben von Atomchef und Vizepräsident Ali Akbar Salehi bereit, schriftlich zu versichern, dass das Land kein Atomwaffenprogramm verfolge und seine Nuklearprojekte alle friedlich seien. Das gab der Chef der iranischen Atomenergieorganisation bei einer Pressekonferenz in der Atomanlage Arak bekannt.

  • Es gebe schon seit Jahren ein Dekret von Irans oberstem Führer Ali Chamenei, dass der Bau und die Nutzung atomarer Waffen gegen islamische Vorschriften verstießen und daher im Iran auch verboten seien.
  • "Dieses Dekret könnte vom Präsidenten (Hassan Ruhani) und den sechs Vertragspartnern des Atomdeals unterzeichnet werden", sagte Salehi. Die USA wollten Garantien, dass der Iran keine Atomwaffen baut, und der Iran fordere die Umsetzung des Wiener Atomabkommens von 2015 sowie die Aufhebung der US-Sanktionen.
  • Mit dieser Initiative könnten beide Forderungen erfüllt werden, sagte Salehi. Eine andere Lösung für die derzeitigen Konflikte um das Atomabkommen sieht Salehi nicht, denn ohne Aufhebung der US-Sanktionen hätten Verhandlungen keinen Sinn.
17:35 Uhr

Gerhard-Richter-Bild gestohlen

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"Die Kerze"(r.) von Gerhard Richter, das Original kostet mehr als zehn Millionen Euro.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es sollte für einen guten Zweck verkauft werden, jetzt ist es verschwunden: Die Polizei Köln sucht einen Druck des weltberühmten Künstlers Gerhard Richter. Das teilten die Ermittler mit. Der mögliche Verkaufserlös von etwa 15.000 Euro sollte dem Verein "Kunst hilft geben" zugute kommen.

  • Der Verein mit Sitz in Köln sammelt mit Kunstverkäufen Geld für kleine Hilfsprojekte für Wohnungslose.
  • Das gestohlene Werk ist eine Edition des Gemäldes "Die Kerze", handsigniert und datiert von Richter. Da es dadurch einzigartig sei, könne der Dieb nicht weit kommen, sagt der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Dirk Kästel.
  • Bei dem Werk handle es sich um einen "hochwertigen Kunstdruck", das Original habe einen Wert von über zehn Millionen Euro, so Kästel.
  • Das Verschwinden des Werks am vergangenen Samstag sei "sehr dubios", sagte Kästel. Es habe an den Türen des Restaurants, in dem die Edition hing, keine Einbruchspuren gegeben. "Der Täter muss einen Schlüssel gehabt haben", vermutete er.
  • Kästel bittet den unbekannten Kunstdieb, das Bild anonym abzugeben. Weitere Konsequenzen vom Verein habe er nicht zu befürchten.
17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:55 Uhr

Mann beleuchtet Haus nur mit Kerzen - und stirbt bei Brand

Bei einem Feuer in einem Oldenburger Reihenhaus ist ein 72-Jähriger gestorben. Wie es sich später herausstellte, beleuchtete der Mann sein Haus ausschließlich mit Kerzen. Sie seien überall im Haus verteilt gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Der Mann habe allein gelebt - und vermutlich habe er das Herabbrennen der Kerzen nicht bemerkt. Ein Fremdverschulden an dem Brand sei ausgeschlossen. Die Nachbarn sagten nach Polizeiangaben aus, der Mann habe sehr abgeschottet gelebt.

16:18 Uhr

"Fridays for Future" beleidigen Großeltern auf Twitter

Ein satirisch gemeinter Tweet geht voll daneben.

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"Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei". Das hat die Fridays for Future Germany-Gruppe heute auf Twitter geschrieben.

Viele Nutzer zeigten sich wütend oder betroffen, manche aber auch amüsiert. Wie die Initiative Grandparents for Future: "Immerhin haben die Kids auch nach diesem Klimakatastrophen-Jahr den Humor nicht verloren", schrieb die Gruppe auf Twitter.

Wenig später entschuldigten sich die jungen Klimaaktivisten: "Wir möchten uns aufrichtig bei allen entschuldigen, die sich durch unseren satirisch gemeinten Tweet heute Morgen verletzt gefühlt haben. Auch die tolle Unterstützung unzähliger Großeltern wollen wir nicht geringschätzen."

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15:41 Uhr

Körperverletzung an Ex-Freundin? Boateng muss vor Gericht

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Jerome Boateng vom FC Bayern München hat Ärger mit der Justiz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der frühere Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng muss sich wegen des Verdachts der Körperverletzung an seiner ehemaligen Lebensgefährtin vor Gericht verantworten.

  • Das Amtsgericht München hat die Anklage gegen den 31-Jährigen wegen "einfacher, vorsätzlicher Körperverletzung" zugelassen. Ein Teilbeschluss zur Eröffnung der Hauptverhandlung ist ergangen.
  • Allerdings muss sich der Weltmeister von 2014 nicht wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Für diesen Vorwurf sah das Gericht keine hinreichenden Anhaltspunkte.
  • Die Anwälte Boatengs hatten im September erklärt, dass es um einen "privaten Sachverhalt" gehe, der "im Wesentlichen auf unbewiesenen Behauptungen Dritter beruhe".
15:17 Uhr
Breaking News

Boeing-Chef Muilenburg tritt zurück

Boeing-Chef Dennis Muilenburg tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Das teilte das Unternehmen mit. Nachfolger soll David Calhoun werden, der derzeit Chef des Verwaltungsrats ist.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:10 Uhr

AKK lässt Umgang mit von der Leyens Handy prüfen

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Das Verteidigungsministerium hat zwischen den Jahren viel zu tun.

(Foto: picture alliance/dpa)

Keine entspannte Weihnachtszeit für Ursula von der Leyen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer lässt die heftig kritisierte Daten-Löschung auf dem Diensthandy ihrer Vorgängerin prüfen.

Die Ministerin habe eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Bis zum 3. Januar erwarte Kramp-Karrenbauer einen umfangreichen Bericht aus ihrem Hause. Es müsse geklärt werden, wer wann und warum die Löschung der Daten angeordnet habe. Der Bericht solle dem Untersuchungsausschuss zur Berateraffäre bis zur nächsten Sitzung am 16. Januar übergeben werden.

Der Ausschuss des Bundestags befasst sich mit dem Vorwurf der Vetternwirtschaft im Verteidigungsministerium. Unter von der Leyen hatte das Ministerium Aufträge an externe Beratungsfirmen vergeben. Im Zuge der Aufklärung sollte auch das besagte Handy der früheren Ministerin und heutigen EU-Kommissionschefin ausgewertet werden. Nach Angaben des Ministeriums wurden die Daten dieses Mobiltelefons jedoch gelöscht, nachdem Anfang des Jahres Telefonnummern von Politikern in die Öffentlichkeit gelangt waren.

14:43 Uhr

Drei Studenten sterben in überfluteter Höhle

Nach der plötzlichen Flutung einer Höhle in Indonesien haben Rettungsteams drei Studenten nur noch tot bergen können.

Sie seien Teil einer Studenten-Gruppe gewesen, die an einem Grundlagentraining für Höhlenexpeditionen in der Provinz West Java teilnahmen, sagte eine Sprecherin des örtlichen Bergungsdienstes. Dabei seien sie von einem Sturzregen überrascht worden, der die in 30 Metern Tiefe liegende Höhle geflutet habe.

Insgesamt waren acht Studenten in der Höhle eingeschlossen.

14:32 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Franziska Türk hat's geschafft, für sie beginnen jetzt die Feiertage. Ich hoffe, Sie haben Ihre Weihnachtseinkäufe schon erledigt und können sich jetzt ganz entspannt zurücklehnen und n-tv.de lesen. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich bin noch bis zum späten Abend für Sie da.  

14:19 Uhr

Bundesregierung erwartet Verzögerung bei Nord Stream 2

Die Bundesregierung fürchtet durch die im Raum stehenden US-Sanktionen eine Verzögerung des Gaspipeline-Projekts Nord Stream 2. Das werde das Vorhaben zurückwerfen, sagte Transatlantik-Koordinator Peter Beyer im Deutschlandfunk. Eine Fertigstellung sei für das zweite Halbjahr 2020 zu erwarten.

Nord Stream 2 soll russisches Gas nach Deutschland transportieren und eine Alternative zu der Route durch die Ukraine sein. Die russische Regierung war zuletzt davon ausgegangen, dass der Betrieb Mitte 2020 aufgenommen werden kann.

 

13:55 Uhr

Elf Flüchtlinge aus Kühllaster befreit

Polizisten haben elf Flüchtlinge an einer Raststätte bei Passau aus einem Kühllaster befreit. Die Afghanen im Alter von 14 bis 31 Jahren waren den Erkenntnissen nach in Serbien in den mit Früchten beladenen türkischen Lastwagen gestiegen. Sie wurden den Behörden übergeben. 

Der 42-jährige Fahrer des Lkw hatte am Samstag an der Rastanlage Donautal-Ost Klopfgeräusche aus dem Fahrzeug gehört. Die Polizei öffnete daraufhin den Lkw und entdeckte die Migranten. Sie klagten über Atemprobleme. Der Fahrer konnte laut Polizei glaubhaft versichern, nichts von den Menschen im Laderaum gewusst zu haben. Die Weiterfahrt in dem gekühlten Lastwagen bis nach Belgien hätte für die Afghanen den Einschätzungen zufolge lebensbedrohlich werden können.

13:41 Uhr

Lotto-Gewinner holt 11,3 Millionen Euro nicht ab

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Bis zum 31. Dezember 2020 kann sich der Gewinner melden - danach ist das Geld weg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit dem 1. April 2017 ist ein Lotto-Spieler aus dem Raum Reutlingen 11,3 Millionen Euro reicher - eigentlich. Denn der oder die Unbekannte hat seinen Millionengewinn auch mehr als zwei Jahre später noch nicht abgeholt. Wie ein Sprecher der Staatlichen Toto-Lotto GmbH in Stuttgart mitteilte, bleiben dem Mehrfachmillionär jetzt noch zwölf Monate, um sich zu melden. Denn Lottogewinne verjähren jeweils drei Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem gespielt wurde. Nicht abgeholte Gewinnsummen fließen in den Topf für Sonderauslosungen.

Die Lotto-Gesellschaft Baden-Württemberg hatte bereits einige Wochen nach der Ziehung mit einer Plakataktion nach dem Glückspilz gesucht - ohne Erfolg. "Wenn er sich gegen Ende kommenden Jahres nicht gemeldet hat, werden wir mit Sicherheit noch einmal aktiv", sagte ein Sprecher.

13:06 Uhr

Verzockte Strache monatlich 2000 Euro bei "Clash of Clans"?

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Keine Woche ohne Skandal: Heinz-Christian Strache.

(Foto: imago/Eibner Europa)

Klar, auch Politiker haben Hobbys. Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache soll ganz verrückt nach dem Computerspiel "Clash of Clans" sein - laut der Zeitung "Der Standard" sogar so verrückt, dass er monatlich zwischen 2000 und 3000 Euro dafür verzockt haben soll. Das jedenfalls behauptete ein Anwalt, der einst Straches Vertrauter war und nun auch an den Enthüllungen rund um das Ibiza-Video beteiligt gewesen sein soll.

Besonders brisant: Strache - In-Game-Name "Heinrich" - soll das Geld für sein kostspieliges Hobby nicht etwa vom eigenen Bankkonto genommen haben, sondern aus der Parteikasse. Ein entsprechender Vermerk des Bundeskriminalamts liegt der "Kleinen Zeitung" vor.

12:32 Uhr

Betrunkener klaut Bus und zerstört Streifenwagen

Wie kommt man auf die Idee, betrunken einen Bus zu klauen und damit durch die Gegend zu fahren? Die Antwort auf diese Frage kennt wohl nur ein 35-Jähriger, der am frühen Morgen in Aachen genau das getan hat. Der Mann fuhr mit dem Gelenkbus durch die Stadt und das Umland, beschädigte Autos und Straßenschilder und verursachte einen hohen Sachschaden - die Polizei spricht von mehreren Zehntausend Euro. Unter anderem wurden zwei als Hindernisse aufgestellte Streifenwagen völlig zerstört.

Die Verfolger konnten den Bus erst nach rund 20 Kilometern Fahrt an einem Kieswerk bei Gressenich nahe Stolberg stoppen. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

12:07 Uhr

Mehr als 1200 Angriffe auf Amts- und Mandatsträger

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Der rechtsextreme Stephan E. wird verdächtigt, im Juni den CDU-Politiker Walter Lübcke erschossen zu haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ist nur die Spitze des Eisbergs: Die Polizei hat einem Medienbericht zufolge im laufenden Jahr 1241 politisch motivierte Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger verzeichnet. Dies geht laut der "Welt" aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine FDP-Anfrage hervor.

Im laufenden Jahr wurden demnach die meisten Straftaten von Rechtsextremen verübt, insgesamt 440. 246 Taten seien von Linksextremen verübt worden, 6 seien religiös und 11 durch "ausländische Ideologie" motiviert gewesen. In 538 Fällen konnten die Angriffe keiner der Kategorien zugeordnet werden.

11:07 Uhr

Frau stirbt nach Schönheits-OP

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen einen Arzt aus Sachsen-Anhalt wegen fahrlässiger Tötung. Der Mediziner soll Ende November in einer Hausarztpraxis in Frankfurt alleine und ohne ausreichende Überwachung eine Frau operiert haben. Es habe sich dabei um zwei ästhetische Eingriffe gehandelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Bei der Narkose kam es demnach zu einem Herzstillstand, die aus Mainz stammende Frau musste reanimiert werden. Sie sei mit schweren Hirnschäden in ein Krankenhaus gebracht worden und dort am 13. Dezember gestorben.

10:44 Uhr
Breaking News

Khashoggi-Mord: Fünf Todesstrafen verhängt

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Jamal Khashoggi

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Gericht in Saudi-Arabien hat fünf Menschen wegen des Mordes an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi zum Tode verurteilt. Khashoggi war im Oktober 2018 im saudischen Konsulat im türkischen Istanbul von einem saudischen Spezialkommando getötet worden.

10:37 Uhr

Mehr Strafverfahren gegen Raser

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Autorennen wurden von einer Ordnungswidrigkeit zu einer Straftat hochgestuft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Oktober 2017 gelten illegale Autorennen als Straftat - allein die Teilnahme an einem Rennen kann seither mit einer Haftstrafe geahndet werden. Und Raser müssen offenbar tatsächlich immer häufiger mit einer Strafverfolgung rechnen: Allein in der Hauptstadt stieg die Zahl neuer Ermittlungsverfahren in diesem Jahr gegenüber 2018 um mehr als 30 Prozent, sagte der Erste Oberamtsanwalt Andreas Winkelmann. Im Vorjahr wurden 565 solcher Verfahren eingeleitet. "Seit der Gesetzesänderung 2017 bis zum Ende dieses Jahres werden wir bei den Ermittlungsverfahren die 1000er-Marke überstiegen haben", sagte Winkelmann.

Auch in Nordrhein-Westfalen registrierten Ermittler deutlich mehr illegale Rennen auf der Straße. Allein von Januar bis September ermittelten die Beamten in 456 Fällen - im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 387 Verfahren. Jetzt werde noch mehr kontrolliert, so die Polizei. In Köln gibt es eine spezielle Ermittlungsgruppe. 

10:11 Uhr

Handwerkspräsident hält Bonpflicht für "Blödsinn"

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Die Bonpflicht soll Steuerbetrug verhindern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zu jedem Einkauf ein Kassenzettel, und sei es nur zum Brötchen für 20 Cent in der Bäckerei - ab dem 1. Januar ist das Pflicht in Deutschland. Mit der Bonpflicht soll Steuerbetrug verhindert werden. Doch nicht jeder ist Fan der neuen Regelung. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer etwa bezeichnet die geplante Bonpflicht als "Blödsinn". "Die Betriebe fühlen sich gegängelt und vorgeführt", sagt er.

Sein Kritikpunkt: Die Unternehmen müssten künftig viel in die neuen elektronischen Kassen investieren. Mit einer technischen Sicherungseinrichtung werde dann ohnehin jeder Kassenvorgang unveränderbar erfasst - dann müssten nicht noch zusätzlich Bons ausgeben werden. "Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen und die Betriebe nicht in den Ruch der Kriminalität bringen."

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09:31 Uhr

Gepanschter Kokoslikör: Tote und Hunderte Verletzte

Auf den Philippinen ist Kokoslikör vor allem zur Weihnachtszeit sehr beliebt. Doch viele Feiern mit dem Getränk endeten am Wochenende tragisch: Acht Menschen starben, nachdem sie den offenbar gepanschten Alkohol getrunken hatten. Hunderte weitere Patienten befinden sich im Krankenhaus, neun von ihnen schweben in Lebensgefahr, sagte ein Sprecher des Allgemeinen Krankenhauses in Manila. Die Behörden gehen davon aus, dass eine hohe Methanol-Konzentration in dem Likör die Vergiftungen verursachte.

Alle Opfer hatten am Wochenende an Feiern in der südöstlich von Manila gelegenen Stadt Rizal teilgenommen und nach dem Verzehr des heimischen Likörs "Lambanog" über Bauchschmerzen geklagt. Die Lokalregierung in Manila verhängte ein sofortiges Verkaufsverbot für den Kokoslikör.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:41 Uhr

Nach 17 Jahren: "Tatort"-Kommissarin steigt aus

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Ermittelten jahrelang gemeinsam im Münster-"Tatort": Friederike Kempter, Jan Josef Liefers und Axel Prahl.

(Foto: picture alliance / Rolf Vennenbe)

Haben Sie gestern Abend den - in meinen Augen ziemlich gewöhnungsbedürftigen - "Tatort" aus Münster gesehen? Es war wohl eines der letzten Male, dass dabei Friederike Kempter als Nadeshda Krusenstern ermittelte. Denn nach 17 Jahren steigt die 40-Jährige aus dem Münster-"Tatort" aus.

Wann genau ihr letzter "Tatort"-Auftritt zu sehen sein wird, ist unklar. Fest steht, dass sie Teil des improvisierten Crossover-Spektakels "Das Team" ist, das am 1. Januar ausgestrahlt wird. Darin trifft Ermittlerin Krusenstern unter anderem auf die "Tatort"-Kommissare Faber und Böhnisch aus Dortmund. Laut "Internet Movie Database" könnte dieser Auftritt dann allerdings schon ihr letzter gewesen sein. Denn der bereits abgedrehte nächste Münster-Fall "Limbus", der im Frühjahr 2020 ausgestrahlt werden soll, fehlt in ihrer Filmografie auf dem Filmportal. Bei ihren Kollegen Liefers und Prahl wird die Folge dagegen aufgeführt.

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08:12 Uhr

Erdogan warnt vor neuem Flüchtlingsstrom

Angesichts der schweren Luftangriffe in Nordsyrien und Zehntausender fliehender Menschen hat die türkische Staatsführung vor einer "neuen Migrationswelle" in Richtung Europa gewarnt. Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, mehr als 80.000 Menschen seien durch die Bombardements aus der syrischen Provinz Idlib vertrieben worden und auf dem Weg zur türkischen Grenze.

Sein Land werde diesen Zustrom "nicht alleine schultern können", und "alle europäischen Länder, insbesondere Griechenland, werden die negativen Folgen zu spüren bekommen". Es werde "unvermeidlich" zu Szenen wie vor dem 2016 geschlossen Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei kommen.

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Helfer suchen nach einem Luftangriff auf Idlib durch Regierungstruppen nach Überlebenden.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

07:23 Uhr

Bankräuber graben 60-Meter-Tunnel

Klingt wie im Krimi, ist aber Realität: In Brasilien hat eine Bande einen mehr als 60 Meter langen Tunnel gegraben, um die Staatsbank Banco do Brasil in Campo Grande auszurauben. Laut Polizei ist die Bande auf Banküberfälle im ganzen Land spezialisiert.

Diesmal ging ihr Plan aber nicht auf: Nach monatelangen Ermittlungen entdeckten Polizisten ein Haus, das die Kriminellen benutzten und erwischten die mutmaßlichen Bankräuber beim Graben. Zwei von ihnen wurden bei einem Schusswechsel getötet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:56 Uhr

Weiteres Vulkanausbruchsopfer stirbt in Klinik

Zwei Wochen nach dem Ausbruch eines neuseeländischen Vulkans ist ein weiterer Mensch seinen Verletzungen erlegen. Damit stieg die Zahl der Toten laut Polizei offiziell auf 17. Zwei weitere Menschen - ein neuseeländischer Reiseführer und eine australische Jugendliche - gelten noch immer als vermisst. Örtliche Behörden gehen aber davon aus, dass auch die beiden ums Leben gekommen und ihre Leichen ins Meer gespült worden sind.

Sie befanden sich mit Dutzenden anderen Menschen auf einer Sightseeingtour auf der Vulkaninsel White Island, als es dort am 9. Dezember zu dem Vulkanausbruch kam. Noch immer werden 13 Verletzte wegen teils schlimmer Verbrennungen in Krankenhäusern in Neuseeland behandelt. 13 Patienten wurden nach Australien ausgeflogen.

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Neuseeland liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde.

(Foto: dpa)

06:35 Uhr

Um Verbot abzuwenden: Uber ändert Geschäftsmodell

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Bislang sah sich Uber in Deutschland nur als Vermittler von Fahrdiensten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Taxi-Konkurrent Uber ändert sein Modell zur Vermittlung von Fahrten in Deutschland, damit sein wichtigstes Angebot nach einem Gerichtsurteil nicht gestoppt werden kann. Für Passagiere wird sich das nur insofern bemerkbar machen, als dass sie vor jeder Fahrt informiert werden, welches Beförderungsunternehmen den Auftrag übernimmt. Im Hintergrund wurden aber viele Prozesse neu aufgesetzt.

Vergangene Woche hatte das Landgericht Frankfurt einer Unterlassungsklage einer Vereinigung von Taxizentralen stattgegeben und die bisherige Vorgehensweise von Uber in Deutschland für unzulässig erklärt. Uber arbeitet in Deutschland - anders als in anderen Ländern - mit Mietwagen-Unternehmen zusammen, von denen die Aufträge ausgeführt werden.

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06:25 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

Weihnachten steht praktisch vor der Tür und damit hoffentlich auch für Sie ein paar erholsame freie Tage. Auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub begleiten uns heute diese Themen:

  • Chinas Staatschef Xi empfängt Südkoreas Präsidenten Moon und Japans Regierungschef Abe jeweils zu getrennten Gesprächen. Im Mittelpunkt stehen die bilateralen Beziehungen - aber auch der Atomkonflikt mit Nordkorea.
  • Der russische Präsident Wladimir Putin eröffnet auf der umstrittenen Krim-Brücke die neue Bahnstrecke von Russland auf die Halbinsel. Die Ukraine hält die Brücke für einen Bruch des internationalen Rechts.
  • Und in Karlsruhe reichen Jugendliche beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde gegen ihren Ausschluss von der Europawahl ein. Der Verein "Mehr Demokratie" will ein Wahlrecht schon ab 16 Jahren durchsetzen.

Was auch immer sonst noch passiert - Sie erfahren es hier im "Tag". Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich unter franziska.tuerk@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Tag!

06:10 Uhr

Weihnachtswoche startet deutlich zu warm

Björn Alexander

Björn Alexander

Im Norden und Nordwesten gibt es heute noch am ehesten die Chance auf längere trockene sowie freundliche Phasen. Ansonsten ist es wolkig oder wechselhaft mit Schauern, die zum Teil auch kräftig ausfallen können. Hierbei liegt die Schneefallgrenze bei rund 800 Metern - denn es ist deutlich zu warm für die Jahreszeit. Im Schnitt liegen wir rund 5 bis 8 Grad über den Normalwerten. Insofern starten wir heute - von den höchsten Bergen mal abgesehen - überall frostfrei in die Weihnachtswoche, häufig mit Frühwerten zwischen 2 und 8 Grad. Leichten Frost gibt es im Prinzip nur im Oberharz, im Hochschwarzwald, Richtung Bayrischer Wald und Erzgebirge sowie Alpen. Tagsüber erreichen die Temperaturen zwischen 4 Grad im Alpenvorland und 10 Grad im Rhein-Main-Gebiet. Dabei weht besonders im Süden ein nach wie vor ein kräftiger Westwind.

Die weiteren Aussichten: es bleibt unbeständig und die Temperaturen gehen erst mit den Weihnachtstagen schrittweise zurück. Dementsprechend bleibt der Traum von der weißen Weihnacht viele von uns unerfüllt. Wo noch Hoffnung besteht und wie der Wettertrend Richtung Silvester ist, das erfahren Sie hier. Ihr Björn Alexander

Gab es früher eigentlich öfter weiße Weihnachten?

05:47 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht