Montag, 24. August 2020Der Tag

mit Friederike Zörner
Friederike Zörner
22:33 Uhr

Das war Montag, der 24. August 2020

Jetzt ist also quasi amtlich: Der prominente Kreml-Kritiker Alexej Nawalny wurde vergiftet. Entgegen ihrer russischen Kollegen ("Stoffwechselstörung") kamen die behandelnden Ärzte in der Berliner Charité Giftrückständen im Körper des Oppositionspolitikers auf die Spur. Die klinischen Befunde weisen auf eine Vergiftung "durch eine Substanz aus der Wirkstoffgruppe der Cholinesterase-Hemmer hin". Auf solchen Wirkstoffen basieren einige Medikamente, Insektizide, aber auch Nervengifte wie Nowitschok oder Sarin.

Der Zustand des 44-Jährigen ist nach wie vor ernst, aber nicht akut lebensbedrohlich. Während fraglich bleibt, ob er jemals wieder der alte wird oder die Substanzen bleibende Nervenschäden hinterlassen, verschärft die EU - allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Heiko Maas - den Ton. Sie fordern eine lückenlose Aufklärung von Moskau und wollen sehen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Diese Themen waren heute außerdem bedeutsam:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

22:25 Uhr

Greta Thunberg drückt wieder die Schulbank

Nach einem Jahr Abstinenz, um sich voll und ganz dem Kampf gegen den Klimawandel zu widmen, ist die wohl bekannteste Umweltschützerin der Welt in die Schule zurückgekehrt. Stilecht mit dem Fahrrad fuhr Greta Thunberg zum Unterricht auf ein Stockholmer Gymnasium, wie die 17-Jährige bei Twitter postete. "My gap year from school is over, and it feels so great to finally be back in school again!" ("Mein Jahr ohne Schule ist vorbei und es fühlt sich großartig an, endlich wieder in der Schule zu sein!").

In Stockholm sind die Sommerferien bereits seit Mitte letzter Woche vorbei - aber da demonstrierte Thunberg in Berlin und traf auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Deshalb begann sie das erste Jahr auf dem Gymnasium etwas verspätet.

22:15 Uhr

Feuerwehr kämpft gegen Waldbrand an der Côte d'Azur

Hunderte Feuerwehrleute kämpfen in Südfrankreich gegen einen Waldbrand. Bis zum Abend wurden nach Angaben der Feuerwehr mehrere Hundert Hektar Land zerstört. Rund 700 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Das Feuer ist dem Sender France 2 zufolge am Nachmittag in der Gemeinde Istres an der Côte d'Azur ausgebrochen. Auf Fernsehbildern waren riesige dunkle Rauchschwaden an der Mittelmeerküste zu sehen. Innenminister Gérald Darmanin würdigte den "außerordentlichen Mut" der Einsatzkräfte.

Zahlreiche Häuser wurden evakuiert, Turnhallen wurden für die Menschen geöffnet. Die Feuerwehr ermahnte Anwohner allerdings, nur das Haus zu verlassen, wenn sie dazu aufgefordert werden. Zahlreiche Straßen wurden gesperrt. Löschflugzeuge waren ebenfalls im Einsatz.

21:44 Uhr

Staatsanwälte weiten Ermittlungen gegen Trump-Konzern aus

Hat die Firmengruppe von US-Präsident Donald Trump falsche Angaben zum Wert ihres Eigentums gemacht, um Kredite zu bekommen? Diesem Verdacht geht die New Yorker Staatsanwaltschaft nach. Die Ermittler wollen außerdem in dem Verfahren eine Aussage des Präsidentensohns Eric Trump sowie die Herausgabe zahlreicher Dokumente der Trump Organisation erzwingen, wie aus nun veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht.

  • Eric Trump habe eine für Juli angesetzte Befragung abgesagt. Inzwischen lehne er es völlig ab, sich Fragen der Ermittler zu stellen, erklärte Generalstaatsanwältin Letitia James.
  • Auslöser für die Ermittlungen zu möglicherweise überhöhten Immobilienbewertungen waren Äußerungen von Trumps langjährigem Anwalt Michael Cohen. Cohen hatte sich unter anderem Steuervergehen schuldig bekannt und war zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.
  • Es sind nicht die einzigen Ermittlungen gegen den Trump-Konzern: Der Staatsanwalt von Manhattan, Cyrus Vance, will Steuerunterlagen von Trump und dessen Firmen über einen Zeitraum von acht Jahren einsehen.
21:35 Uhr

EU fordert unabhängige Untersuchung im Fall Nawalny

Die EU fordert eine lückenlose Aufklärung der mutmaßlichen Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny. "Die russischen Behörden müssen unverzüglich eine unabhängige und transparente Untersuchung (...) einleiten", heißt es in einer Erklärung des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell. Das russische Volk, aber auch die internationale Gemeinschaft verlangten, die Hintergründe zu erfahren. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Zuvor hatten Ärzte der Berliner Charité erklärt, sie gingen davon aus, dass der von Unterstützern von Russland nach Deutschland ausgeflogene Nawalny vergiftet worden sei. Darauf wiesen klinische Befunde hin. Eine Kliniksprecherin erklärte, der Gesundheitszustand Nawalnys sei ernst, es bestehe aber keine akute Lebensgefahr. Nawalny ist seit Jahren einer der bekanntesten Widersacher von Kremlchef Wladimir Putin.

21:16 Uhr

Mercedes durchbricht Brückengeländer in Berlin

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Der Feuerwehr musste das Auto bergen.

(Foto: Feuerwehr Berlin)

Die Geschwindigkeit muss recht hoch gewesen sein: In den frühen Morgenstunden verliert eine unbekannte Person die Kontrolle über ihren Mercedes. Was dann neben dem U-Bahnhof Warschauer Straße passiert, beschreibt die Berliner Polizei wie folgt: Der Wagen kommt rechts von der Fahrbahn ab, gerät über den Bordstein auf den Rad- und Gehweg und überfährt dort insgesamt acht Metallbügel sowie diverse daran angeschlossene Zweiräder. Anschließend durchbricht der Mercedes das dortige Brückengeländer und kommt zum Stehen. Die vordere Fahrzeughälfte ragt über die Brücke hinaus und hängt so über der Tamara-Danz-Straße. Der Fahrer oder die Fahrerin macht sich daraufhin aus dem Staub. Die Ermittlungen dauern an.

20:53 Uhr

Nach Schüssen auf Schwarzen: Polizisten beurlaubt

Erneut sorgen Aufnahmen eines brutalen Polizeieinsatzes gegen einen Schwarzen für Aufruhr in den USA. Nach übereinstimmenden Berichten von US-Medien richteten zwei Polizisten am Sonntag in der Stadt Kenosha ihre Waffen auf den Mann und feuerten mindestens sieben Schüsse auf ihn ab, als er ihnen den Rücken zuwandte und in sein Auto stieg. Nach offiziellen Angaben ist der Mann namens Jacob Blake in ernstem Zustand. Der Bürgerrechtsanwalt Ben Crump berichtete, sein Mandant habe bei einem "häuslichen Zwischenfall" schlichten wollen. Dann hätten die Polizisten ihre Waffen auf ihn gerichtet. Zunächst sei Blake von einer Elektroschockpistole getroffen worden. Als er im Auto nach seinen Kindern habe sehen wollen, hätten die Beamten mehrere Schüsse in seinen Rücken abgegeben. Die drei Söhne hätten dies miterlebt.

Die beteiligten Beamten sind inzwischen beurlaubt worden. Das Justizministerium des Bundesstaats Wisconsin, das in dem Fall ermittelt, nannte keine weiteren Einzelheiten. Als Reaktion auf die Videoaufnahmen kam es vor dem Polizeirevier zu Protesten. Im Anschluss wurde eine Ausgangssperre verhängt.

20:13 Uhr

Nächtliche Krawalle: Frankfurter Ermittler suchen mit Fotos nach 21 Tätern

In der Nacht auf den 19. Juli dieses Jahres versammeln sich Hunderte Menschen am Opernplatz in Frankfurt am Main, um zu feiern. Als Polizisten eine Schlägerei von bis zu 30 Personen unterbinden wollen, eskaliert die Lage. Die Beamten werden angegriffen, Flaschen fliegen, Läden in der Innenstadt werden verwüstet. 39 Menschen kommen in Polizeigewahrsam.

Fünf Wochen nach den massiven Ausschreitungen sucht die Polizei noch nach 21 unbekannten Tätern. Zwölf Beschuldigte seien bereits namentlich ermittelt worden, teilt die Polizei mit. Ihnen wird jeweils der Wurf mindestens einer Flasche oder eines ähnlich gefährlichen Gegenstands vorgeworfen.

Die Bilder sind auf dieser Seite der hessischen Polizei zu sehen. Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 069/755 51499, per E-Mail unter k14-hinweise.ppffm@polizei.hessen.de oder bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen.

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:50 Uhr

Trump: Demokraten "benutzen Covid" für Wahlbetrug

Diese Gelegenheit ließ er sich nicht entgehen: Nach seiner offiziellen Nominierung als Präsidentschaftskandidat ist Donald Trump überraschend persönlich beim Parteitag seiner Republikaner in Charlotte aufgetreten. Er nutzte die Bühne - wie könnte es anders sein - für einen Angriff auf die Demokraten, die kürzlich Joe Biden zu ihrem Kandidaten kürten. "Sie versuchen, die Wahl von den Republikanern zu stehlen", sagte Trump. "Die einzige Möglichkeit, wie sie uns diese Wahl wegnehmen können, ist, wenn das eine manipulierte Wahl ist. Wir werden diese Wahl gewinnen."

Hintergrund dieser nicht belegten Anschuldigungen ist der Streit um die Wahl via Brief. Trump ist gegen eine weit verbreitete Briefwahl und erklärt annähernd täglich, dass das Fälschungsrisiko dabei sehr hoch sei. Beweise dafür legt er nicht vor. Wegen seiner wiederholten Angriffe wird ihm vorgeworfen, Zweifel an der Sicherheit der Abstimmung zu säen. Die Demokraten setzen sich dafür ein, dass wegen der Corona-Pandemie möglichst vielen Wählern die Abstimmung per Briefwahl ermöglicht wird. "Sie benutzen Covid, um eine Wahl zu stehlen", sagte Trump nun. "Sie benutzen Covid, um unser Volk, unser ganzes Volk, um eine freie und faire Wahl zu betrügen."

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19:30 Uhr

Tiktok klagt gegen Trump-Erlass

Die populäre chinesische Video-App Tiktok (Zu Erinnerung: Das ist die App, wo überwiegend junge Menschen mehr oder weniger ausgeklügelte, musikalisch unterlegte Choreografien vortanzen) will ihre Zukunft in den Vereinigten Staaten mit einer Klage gegen die Regierung von Donald Trump retten. Die Betreiber der App argumentieren darin unter anderem, der US-Präsident habe mit einem Erlass Anfang August vorgeschriebene Verfahren missachtet und seine Vollmachten missbraucht. Außerdem seien Gegenargumente zu den Vorwürfen, dass die Plattform ein Sicherheitsrisiko für amerikanische Nutzer sei, nicht beachtet worden, erklärte die Firma.

Tiktok gehört zum chinesischen Unternehmen Bytedance. Trump hatte Anfang August unter Verweis auf die Datensicherheit Geschäfte von US-Amerikanern mit Tiktok untersagt, den Vollzug der Verfügung allerdings bis Mitte September ausgesetzt. Falls sie in Kraft tritt, wäre dies das Ende der App in den USA.

19:02 Uhr

Problem mit Leck auf der Raumstation ISS noch nicht gelöst

Die gute Nachricht vorweg: Das Leck, mit dem sich die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS derzeit rumschlagen muss, ist "äußerst belanglos". So schätzt es jedenfalls der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, ein, wie die Agentur Interfax berichtet. Es könne kaum über Messinstrumente wahrgenommen werden. Als Ursache vermutete Rogosin Einschläge von Mikrometeoriten oder das Andocken von Modulen am US-Segment der Raumstation.

Das Leck zwingt den US-amerikanischen Kommandanten Christopher Cassidy und seine beiden russischen Kollegen Iwan Wagner und Anatoli Iwanischin dazu, sich im russischen Segment des ISS zu isolieren. Alle Luken wurden nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa geschlossen, damit die Ingenieure den Druck in den einzelnen Teilen der Station messen und so feststellen können, wo die Luft entweicht. Sauerstofflecks traten in der mehr als 20-jährigen Geschichte der ISS häufiger auf.

18:32 Uhr

Merkel: Verantwortliche im Fall Nawalny zur Rechenschaft ziehen

"Angesichts der herausgehobenen Rolle von Herrn Nawalny in der politischen Opposition in Russland sind die dortigen Behörden nun dringlich aufgerufen, diese Tat bis ins Letzte aufzuklären - und das in voller Transparenz." Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einer gemeinsamen Erklärung mit Außenminister Heiko Maas die Regierung in Moskau dazu aufgefordert, die Hintergründe der Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny zu erforschen. "Die Verantwortlichen müssen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden." Merkel und Maas schrieben weiter: "Wir hoffen, dass Herr Nawalny wieder ganz genesen kann. Unsere guten Wünsche gelten auch seiner Familie, die eine schwere Prüfung durchmacht." Der Name von Russlands Präsident Wladimir Putin wird in der Erklärung nicht erwähnt.

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18:13 Uhr

Laschet zu Kandidatur-Verzicht: "Die Frage stellt sich nicht"

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Laschet nutzte den Besuch im Norden unter anderem dafür, sich die Raffinerie Heide anzuschauen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei seiner Stippvisite in Schleswig-Holstein kriegt der Corona-Krisen- und Umfragen-geplagte Armin Laschet zur Abwechslung mal Rückenwind. Denn Parteifreund und Ministerpräsident Daniel Günther stellt sich nach eigenem Bekunden hinter die Kandidatur Laschets, der bekanntlich CDU-Chef werden will: "Ich habe meine Präferenz bei diesem Thema ja schon sehr früh öffentlich gemacht und habe auch gesagt, dass ich das Team Armin Laschet, Jens Spahn auch unterstütze." Seine Unterstützung liege vor allem daran, "dass wir inhaltlich viele Übereinstimmungen haben, dass wir persönlich über viele Jahre schon hervorragend zusammenarbeiten und dass es unsere Zusammenarbeit auch miteinander prägt", sagte der CDU-Politiker.

Laschet will im Dezember auf dem CDU-Bundesparteitag zum neuen Parteichef gewählt werden. Er trifft gegen Friedrich Merz und Norbert Röttgen an. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident sieht derzeit auch keinen Anlass, auf seine Kandidatur zu verzichten. "Ich glaube, die Frage stellt sich nicht", sagte er vor Journalisten. Sein Landesverband habe bewusst "den Vorschlag eines Teams gemacht". An diesem Team sollten sich "möglichst viele beteiligen". Er mahnte seine Partei zu einer schnellen Klärung der Frage des künftigen Parteivorsitzes. Angesichts der gegenwärtigen Krise und vieler anderer Herausforderungen sei er der Auffassung, "dass wir uns nicht monatelang CDU-intern mit uns selbst befassen sollten".

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17:57 Uhr

Bundespolizei testet Elektroschockwaffen

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Bei einem Taser schießt ein Polizist aus einer Distanz von zwei bis fünf Metern mit Draht verbundene Pfeile ab. Der Pfeil dringt einen Zentimeter in die Haut und gibt einen Stromimpuls ab. Der Strom wirkt sich auf Nerven und Muskeln aus, was für die Dauer von Sekunden völlige Handlungsunfähigkeit bewirkt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Offiziell heißen sie "Distanzelektroimpulsgeräte". Landläufig sind sie eher bekannt als Taser. Die Bundespolizei erprobt deren Einsatz ab diesem Monat an drei verschiedenen Orten: Berlin-Ostbahnhof, Kaiserslautern und Frankfurt/Main-Hauptbahnhof. Insgesamt sollen etwa 30 Elektroschockwaffen probeweise ein Jahr lang zum Einsatz kommen, heißt es vom Bundesinnenministerium. Falls sie sich bewährten, könnte die Bundespolizei deutschlandweit damit ausgerüstet werden.

Taser könnten für bedrohte Polizisten eine gute Möglichkeit sein, "einen Schusswaffengebrauch zu minimieren oder zu vermeiden" und dennoch Angreifer auf Distanz zu halten, hieß es vom Ministerium. Der Einsatz unterliegt allerdings gewissen Regeln: Polizisten müssen erst eine Warnung aussprechen und dürfen den Taser dann nur auf den unteren Oberkörper und bei Flüchtenden lediglich auf den Rücken zielen. "Hals, Kopf, Nacken und Genitalien sind zu vermeiden", sagte der Sprecher. Der Einsatz muss zudem lückenlos dokumentiert werden - falls vorhanden, auch mit Körperkameras (Bodycams) von Polizisten. In deren Fahrzeugen müssen sich für den Notfall zudem Defibrillatoren finden.

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17:37 Uhr

Dax springt mühelos über 13.000 - Delivery Hero mit Minus

Dax
Dax 13.204,99

Es war ein guter Wochenstart an der Frankfurter Börse. Stützend auf das Kursgeschehen wirkte, dass zunehmend Schwung in den Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt. Verwiesen wurde auf die erweiterte US-Zulassung von Plasma von genesenen Patienten zur Behandlung gegen Covid-19. Daneben erwägt US-Präsident Donald Trump eine beschleunigte Zulassung des sich noch im Versuchsstadium befindlichen Corona-Impfstoffes von Astrazeneca noch vor den US-Präsidentschaftswahlen.

So gelang dem Dax wieder ein Sprung über die 13.000er-Marke, der Leitindex schloss 2,4 Prozent höher bei 13.067 Zählern. Der MDax stieg um 1,3 Prozent auf 27.630 Punkte, der TecDax um 1,0 Prozent auf 3118 Stellen. Für den EuroStoxx50 ging es um 2,2 Prozent auf 3333 Punkte nach oben.

Der Konjunkturkalender war heute nahezu leer. Marktteilnehmer warten daher bereits auf den deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex am Dienstag. Nach der herben Enttäuschung durch die Einkaufsmanagerindizes am Freitag sei er noch wichtiger als sonst, hieß es.

Erstmals im Dax wurde nach dem Abgang des insolventen Skandalunternehmens Wirecard die Aktie von Delivery Hero gehandelt, deren Debüt mit einem Minus von 0,7 Prozent nicht gerade erfolgreich verlief. Händler zeigten sich skeptisch über die kommende Kursentwicklung des Neulings. Nach der Dax-Aufnahme fallen Aktien oft, weil die Fantasie darauf bereits im Vorfeld eingepreist wurde.

Gesucht waren Techwerte: Infineon stiegen um 2,8 und SAP um 2,1 Prozent. Bei den Autowerten ging es für Daimler um 4,0 Prozent nach oben. Auch für VW: Für die Aktie ging es um 1,3 Prozent hoch. Das Thema Abgasmanipulation nimmt kein Ende. Laut "Bild am Sonntag" hat das Kraftfahrt-Bundesamt Ermittlungen gegen VW und Porsche eingeleitet.

Metro reagierten im MDax zunächst volatil auf den Abgang von Vorstandschef Olaf Koch. Der Abgang sei ein Erfolg für den aktivistischen Investor Daniel Kretinsky, der bereits knapp 30 Prozent der Metro-Aktien hält, hieß es im Handel. Am Ende verteuerte sich die Aktie um 0,9 Prozent.

Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus unserem "Börsen-Tag", den heute mein Kollege Wolfram Neidhard betreut hat. Darin können Sie nachlesen, was die Anleger in Deutschland bewegt hat.

17:21 Uhr

Neuer Personalausweis wird deutlich teurer

Nach zehn Jahren steigen die Gebühren für einen neuen Personalausweis - und zwar deutlich. Statt 28,80 Euro soll die Ausstellung eines Personalausweises ab dem kommenden Jahr 37 Euro kosten. Wie das Bundesinnenministerium in Berlin bestätigte, soll ein entsprechender Verordnungsentwurf bereits am Mittwoch das Kabinett passieren.

Menschen ab 24 Jahren müssen in der Regel alle zehn Jahre einen neuen Personalausweis beantragen. Die fast 30-prozentige Gebührenerhöhung, die noch vom Bundesrat gebilligt werden muss, wird mit den gestiegenen Personal- und Sachkosten in den kommunalen Behörden begründet. Im Gegenzug sollen allerdings keine zusätzlichen Kosten mehr für eine nachträgliche Aktivierung der Onlinefunktionen oder die Entsperrung des elektronischen Identitätsnachweises anfallen. Bislang werden hierfür jeweils 6 Euro verlangt.

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16:51 Uhr

Biden kriegt Rückendeckung von 27 Republikanern

Das ist keine erfreuliche Nachricht zum Beginn des Parteitags der Republikaner: Mehrere prominente Parteimitglieder verweigern US-Präsident Donald Trump die Unterstützung und stellen sich auf die Seite seines demokratischen Herausforderers Joe Biden. Nach Angaben des Wahlkampfteams von Letzterem haben sich 27 ehemalige Kongressabgeordnete der Initiative "Republikaner für Biden" angeschlossen. Mit dabei sei unter anderem Jeff Flake aus Arizona, der bis Anfang 2019 im Senat saß und während seiner Zeit in der Parlamentskammer einer der lautstärksten Kritiker Trumps war. Die frühere Kongressabgeordnete Susan Molinari hatte wie auch der ehemalige Gouverneur von Ohio, John Kasich, vergangene Woche beim Parteitag der Demokraten ihre Unterstützung für Biden angekündigt.

16:35 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Uladzimir Zhyhachou recherchiert aufgrund aktueller Ereignisse zu Belarus. Daher übernehme ich außerplanmäßig den "Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Meldungen aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

16:28 Uhr
Breaking News

Charité: Hinweise auf Vergiftung Nawalnys

Ärzte der Berliner Charité gehen davon aus, dass der Kremlkritiker Alexej Nawalny vergiftet wurde. Darauf wiesen klinische Befunde hin, teilte die Klinik in Berlin mit. Der Gesundheitszustand Nawalnys sei ernst, es bestehe aber keine akute Lebensgefahr.

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16:17 Uhr

Singer-Songwriter Justin Townes Earle stirbt mit 38 Jahren

Der US-Musiker Justin Townes Earle ist tot. Der Sohn des Country-Musikers Steve Earle starb im Alter von nur 38 Jahren.

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Woran Justin Townes Earle starb, ist noch nicht bekannt.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Nähere Informationen, unter anderem zur Todesursache, gab es bisher nicht.
  • Zahlreiche Prominente wie der Autor Stephen King betrauerten via Twitter den Tod des Musikers.  
  • Der 1982 in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee geborene Earle war 2007 mit seinem Debütalbum "Yuma" berühmt geworden, zuletzt hatte er 2019 das Album "The Saint of Lost Causes" veröffentlicht. Als Sänger und Songschreiber war Earle stark von den Musikrichtungen Folk, Blues und Country beeinflusst.
15:01 Uhr

Leichenfunde nach Demos in Belarus - Berlin fordert Aufklärung

Die Bundesregierung fordert eine Aufklärung von Berichten über Leichenfunde in Belarus im Zusammenhang mit den Protesten gegen Machthaber Alexander Lukaschenko.

  • Die Bundesregierung sei erschüttert über Berichte, dass im Zuge der Proteste und Inhaftierungen friedlicher Demonstranten auch Menschen umgebracht worden seien, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Es gebe jetzt Berichte über einzelne Funde von Leichen - "und das muss lückenlos aufgeklärt werden".
  • Seibert lobte den großen Mut der Demonstranten. Ein Dialog der Führung mit der Zivilgesellschaft sei dringlich. Der Repressionsgrad steige wieder spürbar. Das gelte für Entlassungen von Streikenden in Betrieben, das gelte auch für die sehr martialische Drohkulisse, die Lukaschenko am Wochenende aufgebaut habe.
  • Heute nahm die Sonderpolizei Omon zwei prominente Anführer der Demokratiebewegung fest. Olga Kowalkowa und Sergej Dylewski seien in Minsk in einen Gefangenentransporter gesteckt worden, teilte die Opposition mit. Die Behörden bestätigten die Festnahme. Der Grund ist unklar.

14:35 Uhr

Schichtwechsel

Christoph Rieke verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme jetzt seinen Platz in der Redaktion und begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:29 Uhr

Jugendliche entdecken antiken Goldschatz

Nur 845 Gramm, dafür aus purem Gold: Zwei israelische Jugendliche haben in der vergangenen Woche einen absoluten Sahnetag erwischt und in ihrer Heimat einen Schatz ausgegraben.

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Die meisten Münzen stammen Forschern zufolge aus der Zeit der Abbasiden.

(Foto: REUTERS)

  • Der äußerst seltene Fund bestehe aus 425 Münzen, die vor 1100 Jahren vergraben worden seien, teilten die Forscher Liat Nadav-Ziv und Elie Haddad von der israelischen Altertumsbehörde mit.
  • Einem Medienbericht zufolge entdeckten die Jugendlichen den Schatz am vergangenen Dienstag nahe der Stadt Javne.
  • Der Münzexperte Robert Kool von der Altertumsbehörde sagte, die Münzen seien aus purem Gold gefertigt und stammten aus dem späten neunten Jahrhundert.
13:59 Uhr

Wontorra bietet 5000 Euro für Tipps nach Hunde-Tod

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Moderatoren-Ikone Wontorra trauert um seinen Hund Cavalli.

(Foto: imago images / Spöttel Picture)

Das Entsetzen im Hause Wontorra ist groß: Der Hund des TV-Moderators Jörg Wontorra und seiner Lebensgefährtin Susanne Bausch ist von Unbekannten mutmaßlich vergiftet worden. Das erzählten beide der "Bild"-Zeitung. Demnach ereignete sich die boshafte Tat bereits vor anderthalb Wochen. Nachdem Labrador-Hündin Cavalli apathisch gewirkt habe, sei sie zu einem Tierarzt gebracht worden. Trotz der Behandlung starb das elfjährige Tier. Nun, nach mehreren Tagen der Trauer, suchen Wontorra und Bausch nach dem Täter. "Das war ein gezielter Giftanschlag", sagte der 71-Jährige. Das Paar hat nun 5000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die den Täter überführen.

13:43 Uhr

Österreich weist russischen Diplomaten aus

Die Russland-Beziehungen von Österreich sind traditionell geschmeidiger als die vieler anderer EU-Staaten. Nun aber erhält das Gefüge einen deutlichen Kratzer: Die Alpenrepublik weist einen russischen Diplomaten aus.

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Das österreichische Außenministerium hat die Ausweisung eines russischen Diplomaten bestätigt.

(Foto: imago images / CHROMORANGE)

  • Der Mann habe gegen die Bestimmungen der Wiener Diplomatenrechtskonvention verstoßen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.
  • Laut der österreichischen "Kronen Zeitung" muss der Diplomat das Land im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Wirtschaftsspionage in einem Hightech-Unternehmen bis zum 1. September verlassen.
  • Die russische Botschaft äußerte sich auf Twitter "empört" über die "unbegründete Entscheidung" und schrieb von einem "Schaden für die konstruktiven bilateralen Beziehungen".
  • Kremlsprecher Dmitri Peskow kündigte der Agentur Interfax zufolge eine "spiegelbildliche Reaktion" Russlands an.
12:54 Uhr

Wespen attackieren mehrere Schüler in Lüdenscheid

Oh weh: Der Start in die neue Schulwoche verlief für mehrere Schülerinnen und Schüler in Lüdenscheid schmerzhaft.

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Waren in Lüdenscheid besonders angriffslustig.

(Foto: imago images/localpic)

  • Aggressive Wespen haben an einer Gesamtschule mindestens 14 Menschen verletzt.
  • Nach Angaben der Rettungsleitstelle des Märkischen Kreises wurden sie in verschiedene Krankenhäuser gebracht.
  • 13 der Betroffenen seien leicht verletzt, einen habe es etwas schlimmer erwischt, hieß es.
Mehr dazu lesen Sie hier.
12:17 Uhr

Mann stirbt nach mutmaßlichem Autorennen im Ferrari

Nicht nur in Dresden, auch im niedersächsischen Landkreis Gifhorn ist am Wochenende offenbar ein illegales Autorennen tödlich ausgegangen.

  • Mit mutmaßlich überhöhter Geschwindigkeit ist ein 38-Jähriger gestern Abend mit seinem Ferrari zwischen Isenbüttel und Wasbüttel gegen einen Baum gefahren, wie die Polizei mitteilte.
  • Das Auto wurde bei dem Crash auf der Kreisstraße 67 in drei Teile gerissen.
  • Den Angaben zufolge wurde der Fahrer dabei aus dem Wagen geschleudert, obwohl er angegurtet war und starb noch am Unfallort.
  • Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf ein illegales Autorennen und hat eigenen Angaben zufolge einen zweiten mutmaßlichen Teilnehmer im Visier.
11:44 Uhr

Trump warnt vor "beispiellosem" Hurrikan-Duo

Binnen weniger Tage könnten demnächst zwei Hurrikans auf das US-Festland treffen: Zunächst wird "Marco" am Montagabend (Ortszeit) in Louisiana erwartet, dann soll "Laura" dort am Mittwoch eintreffen. US-Präsident Donald Trump warnt deshalb vor bedeutenden Schäden.

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In den meisten Orten Louisianas, wie hier in New Orleans, kommt es vor Eintreffen der Hurrikans zu Hamsterkäufen.

(Foto: AP)

  • "Beide Stürme haben das Potenzial, weiter an Stärke zu gewinnen, bevor sie auf Land treffen und könnten an der Golfküste bedeutende Schäden verursachen", sagte Trump im Weißen Haus.
  • Demnach sei die Tatsache, dass Louisiana binnen kürzester Zeit wahrscheinlich von zwei Stürmen heimgesucht werde, "einigermaßen beispiellos".
  • Trump genehmigte für Louisiana eine Notstandserklärung, die es unter anderem erleichtert, Hilfe von der Katastrophenschutzbehörde Fema zu bekommen.
11:00 Uhr

US-Polizei schießt Schwarzem in den Rücken

Die Szene ist schrecklich anzusehen: Auf Twitter und in anderen sozialen Netzwerken kursiert ein Video, das abermals einen brutalen Polizeieinsatz in den USA zeigt. Dabei schießt mindestens einer von zwei Polizisten einem Schwarzen Mann mehrmals in den Rücken.

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Nach dem brutalen Einsatz in Kenosha gab es mehrere Proteste gegen Polizeigewalt.

(Foto: AP)

  • Die Tat ereignete sich in der Stadt Kenosha im Bundesstaat Wisconsin.
  • Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Mann von zwei Polizisten am Einsteigen in ein Auto gehindert wird - dabei sind sieben Schüsse zu hören.
  • Medienberichten zufolge befindet sich das Opfer in ernstem Zustand im Krankenhaus.
Mehr dazu lesen Sie hier.
10:00 Uhr

Gutachten belastet Wahlrechtsreformplan der Union

Um den Bundestag bei der kommenden Wahl nicht weiter aufzublähen, wollen die Spitzen von Union und SPD morgen über die umstrittene Wahlrechtsreform beraten. Nun stützt ein neues Gutachten die sozialdemokratischen Zweifel an der Umsetzbarkeit des Unionsvorschlags.

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Ohne eine Wahlrechtsreform könnte der Bundestag von derzeit 709 auf mehr als 800 Abgeordnete anwachsen.

(Foto: dpa)

  • In dem Papier der Wahlrechtsexpertin Sophie Schönberger werde die vorgesehene Streichung von Wahlkreisen als kaum mehr realisierbar dargestellt, berichtet der "Tagesspiegel".
  • Demnach müsse entweder ein kompletter Neuzuschnitt aller Wahlkreise erfolgen - oder in Wahlkreisen, die unverändert blieben, eine Pflicht zur Neuaufstellung von Kandidaten gesetzlich festgelegt werden.
  • Das Gutachten hatte die SPD-Fraktion in Auftrag gegeben.
09:29 Uhr

Zoll findet fast 100 Jungtiere in Transporter auf A8

Zum Wochenbeginn ist dem Zoll in Baden-Württemberg ein bedeutender Schlag gelungen: Wie der SWR berichtet, haben Zöllner bei einer Kontrolle auf der A8 bei Dornstadt im Alb-Donau-Kreis 94 Welpen und drei Katzenbabys in einem Kleintransporter gefunden. Demnach wurden die Tiere in Tierheime in Ulm, Göppingen und Weißenhorn gebracht.

09:02 Uhr

Anschlag auf Pipeline? Ganz Syrien sitzt im Dunkeln

Durch den seit neun Jahren andauernden Bürgerkrieg ist die syrische Infrastruktur größtenteils zerstört. Ein landesweiter Stromausfall hat nun die Situation weiter verschlechtert.

  • Ursache soll ein mutmaßlicher Anschlag auf eine Gas-Pipeline nahe der Hauptstadt Damaskus sein, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Regierungsmitglieder berichtet.
  • Wer für den mutmaßlichen Anschlag auf die Pipeline verantwortlich war, ist unklar.
  • Den Angaben zufolge sollen einige Kraftwerke bereits wieder in der Lage sein, Strom zu produzieren.
08:39 Uhr

Bundesrichter weist Trump-Klage zur Briefwahl ab

Laut US-Präsident Donald Trump lädt das Briefwahlsystem zum Betrug ein. Deshalb klagte sein Wahlkampfteam in Pennsylvania dagegen. Doch ein Bundesrichter des Bundesstaates hält davon wenig.

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Ein Bundesrichter aus Pennsylvania hat das Ruhen des Verfahrens im Streit um ein Verbot von Wahlurnen und Änderungen am Briefwahlverfahren angeordnet.

(Foto: REUTERS)

  • Die eingereichte Klage werde nicht weiter bearbeitet, bis ähnliche Verfahren vor staatlichen Gerichten abgeschlossen sind, sagte J. Nicholas Ranjan, US-Bezirksrichter für West-Pennsylvania.
  • Da sich die Klage auf staatliche Gesetze beziehe, werde er sie vorerst auch an die staatlichen Gerichte verweisen - deshalb ruht das Verfahren nun.
  • Das Team um Trump argumentiert unter anderem, dass die Urnen für die Wahlunterlagen nicht ausdrücklich in einem parteiübergreifenden Gesetzentwurf genehmigt worden seien.
08:07 Uhr

Günther warnt vor Spaltung der CDU

Wer wird neuer CDU-Vorsitzender? Mit Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen ringen derzeit drei Personen um die Gunst der Parteimitglieder. Viele Christdemokraten befürchten, dass die Partei im Falle langer Personaldebatten gespalten ins Wahljahr 2021 gehen könnte - so auch Daniel Günther.

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Sorgt sich um die Wahlchancen der CDU: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther.

(Foto: imago images/Future Image)

  • "Ich nehme eine verbreitete Stimmung in der Partei wahr, dass jetzt nicht die Zeiten sind, in denen man lange Personaldebatten führen sollte", sagte der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein der "Welt".
  • "Eine knappe Entscheidung, wie wir sie bei der letzten Vorsitzendenwahl zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz hatten, wäre kein guter Einstieg in ein Bundestagswahljahr", so Günther.
  • Deshalb wolle er bei seinem heutigen Treffen mit Laschet darüber sprechen, "wie die Kandidaten doch noch zusammenkommen könnten".
07:44 Uhr

Antisemitische Attacke in Graz: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Die Tat ist erschreckend: Als der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Graz am Samstagabend in seinem Auto sitzt, wird er von einem Mann attackiert. Nun melden die Behörden erste Ermittlungserfolge.

  • Innenminister Karl Nehammer verkündete via Twitter, dass Beamte den Verdächtigen festgenommen haben.
  • Der Mann werde für insgesamt sieben Delikte verantwortlich gemacht, darunter den tätlichen Angriff auf den Gemeindepräsidenten sowie Sachbeschädigungen an der Synagoge durch Steinwürfe und durch Schmierereien, sagte ein Polizeisprecher der österreichischen Nachrichtenagentur APA.
  • Laut ersten Informationen aus dem Innenministerium in Wien sei der Festgenommene geständig, berichtet die Agentur weiter.
Mehr dazu lesen Sie hier.
07:33 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Haben Sie gestern Abend auch das Fußball-Hochamt einer katarischen Investmentfirma mitverfolgt? Sehen wir es sportlich: Am Ende seiner bemerkenswert starken Saison hat der FC Bayern München mit seinem Sieg gegen einen Pariser Vorortklub verdient die Champions League gewonnen - und sich damit zur europäischen Nummer eins gekrönt. Schauen Sie doch hier, hier und hier, was die Sport-Kollegen dazu erarbeitet haben. Zurück aus der Scheinwelt ins reale Hier und Jetzt: Eine neue Woche steht an, mit weniger Hitze und viel mehr spannenden Terminen als in den vergangenen Tagen. Gehen wir sie frohgemut an!

Hier sind die harten Themen, die heute auf dem Plan stehen:

  • Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten telefonisch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.
  • Apropos Covid-19: Selbstredend gibt es auch heute einen Liveticker zu den aktuellsten Entwicklungen rund um das Coronavirus.
  • Der ukrainische Nationalfeiertag ist für Bundesaußenminister Heiko Maas Grund genug für einen Ausflug nach Kiew. Dort will er sowohl den ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba als auch Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj und Ministerpräsident Denys Schmyhal treffen.
  • Der US-amerikanische Außenminister Mike Pompeo reist derweil zu politischen Gesprächen nach Israel, wo er unter anderem Regierungschef Benjamin Netanjahu trifft.
  • In Genf beginnt nach einer neunmonatigen Corona-Zwangspause die dritte Runde der Syriengespräche über eine neue Verfassung. Der seit 2011 dauernde blutige Konflikt in dem Land soll mit einer neuen Verfassung gelöst werden, über die je 15 Vertreterinnen und Vertreter von Regierung, Opposition und Zivilgesellschaft streiten.
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    Delivery Hero legt heute im Dax los.

    (Foto: REUTERS)

    Und mit dem Handelsstart um 9 Uhr wird erstmals die Aktie des Berliner Essenslieferdienstes Delivery Hero im Dax gehandelt. Das Unternehmen hatte den Skandalkonzern Wirecard im Leitindex abgelöst.
  • Und knapp eineinhalb Jahre nach dem blutigen Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland mit Dutzenden Toten hat im Gericht von Christchurch die Anhörung von Opfern und Angehörigen begonnen. Mindestens vier Tage lang sollen die 66 Personen die Möglichkeit erhalten, sich zu äußern.

Mein Name ist Christoph Rieke und ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Start in die neue Woche! Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir doch an christoph.rieke(at)nama.de.

07:21 Uhr

Woche startet mit herbstlichen Anwandlungen

Heute setzt sich im Norden nur selten Sonnenschein durch, stattdessen prägen Schauer und Gewitter den Tag. Einzelne Regengüsse können sich bis in die Mittelgebirge ausbreiten und dabei sind starke Windböen möglich. Im Süden bleibt es bei heiteren Abschnitten meist trocken, nur an den Alpen bilden sich bei vielen Wolken einzelne Schauer. Die Temperaturen erreichen meist 18 bis 23 Grad, nur vom Breisgau bis zum Hochrhein sind bis zu 25 Grad möglich. Dazu weht schwacher bis mäßiger Wind aus westlichen Richtungen. Hitze, wie in der vergangenen Woche, ist in den Wettermodellen auf absehbare Zeit nicht mehr in Sicht.

07:03 Uhr

Bolsonaro droht Reporter Schläge an

Als feinfühliger Politiker hat sich Jair Bolsonaro bislang noch keinen Namen gemacht. Dass der brasilianische Präsident zuweilen dünnhäutig auf Kritik reagiert, ist indes bekannt. Nun hat er ein weiteres Beispiel geliefert – und einem Reporter Gewalt angedroht.

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Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro reagiert dünnhäutig auf kritische Nachfragen zu den Geschäften seiner Frau Michelle.

(Foto: REUTERS)

  • "Ich würde dir gerne auf den Mund schlagen", sagte der Staatschef bei einem Termin in der Hauptstadt Brasília zu einem Journalisten der Zeitung "O Globo".
  • Zuvor hatte ihn der Reporter zur möglichen Rolle von Präsidentengattin Michelle Bolsonaro in einer politischen Affäre befragt.
  • Nach Beschwerden anderer Medienvertreter verließ Bolsonaro wortlos den Ort.
  • Grund für die explosive Nachfrage ist ein Bericht des Magazins "Crusoe", wonach Bolsonaros Ehefrau jahrelang staatliche Gelder zweckentfremdet haben soll.
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06:36 Uhr

14.000 US-Feuerwehrleute kämpfen vergeblich gegen Brände

Mehr als 14.000 Feuerwehrleute, Tausende Blitzeinschläge und Tausende Quadratkilometer verbranntes Land: Der US-Bundesstaat Kalifornien wartet in dieser Waldbrandsaison weiter mit enormen Dimensionen auf. Die Flammen sind vielerorts weiterhin außer Kontrolle.

  • Bis gestern wurden rund 5300 Quadratkilometer Land verwüstet, wie die Feuerwehr mitteilte.
  • Trotz neuer Schneisen konnten bisher nur wenige Brände unter Kontrolle gebracht werden.
  • Mindestens fünf Menschen kamen bei den Feuern bislang ums Leben.
  • US-Meteorologen warnen derweil vor neuen Gewittern – Blitzeinschläge und die große Trockenheit gelten als Ursachen der Brände.

06:11 Uhr

Trump-Beraterin Conway schmeißt hin

Der Zeitpunkt könnte für Donald Trump kaum ungünstiger kommen: Die Beraterin des US-Präsidenten, Kellyanne Conway, ist aus privaten Gründen zurückgetreten. Ende des Monats werde sie das Weiße Haus verlassen, um sich auf ihre Familie zu konzentrieren, erklärte die 53-Jährige. Conway hatte 2016 Trumps Wahlkampfkampagne geleitet. Sie zählt zu einer seiner loyalsten Weggefährten, obwohl Trump ihren Mann nach Kritik an seiner Person als "Ehemann aus der Hölle" bezeichnete. George Conway sagte, er halte Trump "für sein Amt geistig ungeeignet". Nun muss Trump seinen Beraterkreis neu aufstellen - am 3. November steht er gegen Joe Biden zur Wiederwahl.

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05:52 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht