Montag, 25. Mai 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:15 Uhr

Mann unter Ladebühne eingeklemmt und getötet

In Hamburg ist es bei Wartungsarbeiten an einer Ladebühne zu einem tödlichen Unglück gekommen: Ein Mitarbeiter einer Wartungsfirma für Hubbühnen wurde aus noch ungeklärter Ursache eingeklemmt und getötet.

  • Der Mann war unterhalb einer fünf Quadratmeter großen Ladeplattform eingeklemmt und nicht ansprechbar, als die Einsatzkräfte eintrafen.
  • Der Mann wurde von einem Notarzt und einem Sanitäter versorgt. Die Hubbühne konnte mit einem Kran angehoben werden. Als der Mann befreit war, erlag er aber noch vor Ort seinen Verletzungen.
  • Die Polizei und das Amt für Arbeitsschutz ermitteln zur Unfallursache.
21:41 Uhr

ICE-Strecke Köln-Frankfurt gesperrt

Die Deutsche Bahn hat die Schnellfahrstrecke Köln-Frankfurt/Main wegen eines Notarzteinsatzes gesperrt. "Züge werden weiträumig umgeleitet und verspäten sich um bis zu 90 Minuten", teilte die Bahn via Twitter mit. Sie halten nicht in Limburg-Süd, Montabaur und Siegburg/Bonn. Ein Frankfurter Polizeisprecher sagte: "Die Sperrung wird wohl noch eine Zeitlang dauern." Der Einsatz sei auf freier Strecke nahe dem hessischen Limburg.

 

20:57 Uhr

Schlager-Star Olaf Henning legt Sucht-Beichte ab

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Kann nicht ohne Nasenspray: Olaf Henning.

(Foto: imago images/Hoch Zwei Stock/Angerer)

Olaf Henning ist seit 20 Jahren nach Nasenspray süchtig. Das gestand der Schlagersänger nun gegenüber der "Bild"-Zeitung. In einer Woche verbrauche er "locker" zwei Flaschen der "stärksten Sorte", so der 52-Jährige. Bisher sei jeder Versuch, davon wegzukommen, gescheitert.

  • "Ich kann ohne nicht mehr normal atmen und schon gar nicht singen. Wenn ich es nicht benutze, schwellen meine Nasenschleimhäute so an, dass ich keine Luft mehr kriege", beschreibt Henning seinen Alltag.
  • Dass er während der Corona-Pandemie öfter eine Gesichtsmaske tragen muss, würde jetzt zusätzlich ein "beklemmendes Gefühl" bei ihm auslösen: "Ohne Nasenspray habe ich dann panische Angst zu ersticken."
  • Henning habe mehrfach versucht, das Nasenspray abzusetzen - ohne Erfolg: "Wenn ich es mal nicht nehme, setzen sofort Entzugserscheinungen ein. Ich bekomme dann Schweißausbrüche und meine Nase ist komplett zu."
20:17 Uhr

Wespenbekämpfung gerät außer Kontrolle - Nachbarn im Krankenhaus

Dieser Versuch, mit einem selbstgebastelten "Flammenwerfer" Wespen zu vertreiben, ist gründlich schiefgelaufen: Ein 32-Jähriger im nordrhein-westfälischen Engelskirchen hat den Wintergarten der Nachbarn in Brand gesteckt.

Dadurch entstand ein Schaden von rund 10.000 Euro entstanden. Zudem atmete das Nachbarspaar Rauch ein. Die Senioren mussten zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus.

Der 32-Jährige habe am Sonntag mit einem Feuerzeug den Sprühnebel einer Dose Bremsreiniger angefacht, berichtet die Polizei. Dadurch habe er einen Feuerstrahl erzeugt und auf die Wespen gezielt. Der Feuerstrahl sei aber so stark gewesen, dass er eine Plastikfolie und die Holzvertäfelung des nachbarlichen Wintergartens in Brand gesetzt habe. Das Feuer ließ sich mit einem Gartenschlauch nicht löschen. Daher musste die Feuerwehr anrücken.

20:00 Uhr
19:29 Uhr

Jazz-Legende Jimmy Cobb gestorben

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Bis vor wenigen Jahren war Cobb noch häufig aufgetreten, dann aber mehrten sich Berichte, er sei erkrankt.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Der Jazz-Schlagzeuger Jimmy Cobb, der gemeinsam mit dem Trompeter Miles Davis das legendäre Album "Kind of Blue" aufnahm, ist tot.

  • Cobb sei im Alter von 91 Jahren in New York an Lungenkrebs gestorben, sagte seine Witwe Eleana Tee Cobb dem US-Rundfunksender NPR.
  • Cobb spielte im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere mit vielen Musiklegenden zusammen, wie beispielsweise Billie Holiday oder Charlie Parker. Eine Zeit lang war er Teil eines Sextetts um Trompeter Davis, das 1959 das Album "Kind of Blue" aufnahm, das bis heute als Meilenstein der Jazz-Geschichte gilt.
  • Cobb, Vater von zwei Töchtern, war der letzte Überlebende dieses Sextetts.
18:58 Uhr

Mann von Zug erfasst und getötet

Im baden-württembergischen Weil am Rhein ist ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma von einem Güterzug erfasst und getötet worden.

Der 46 Jahre alte Mann war für die Sicherung einer Baustelle mitverantwortlich, auf der in der Nacht zum Sonntag Arbeiten an der Oberleitung stattfanden.

Der Mann befand sich mit einem Arbeiter auf einem Gleis neben der Baustelle. Während sich der Bauarbeiter noch mit einem Sprung retten konnte, wurde der Sicherheitsmitarbeiter von dem Zug erfasst und so schwer verletzt, dass er noch vor Ort starb.

18:25 Uhr

Johnsons Berater Cummings bereut seine Lockdown-Reise nicht

Der britische Regierungsberater Dominic Cummings hat die Kritik an seiner Reise zu Verwandten mitten in der Corona-Krise zurückgewiesen. "Ich bereue nicht, was ich getan habe", sagte Cummings in London. Er gilt als zweitmächtigster Mann nach Premierminister Boris Johnson in London.

  • Er habe den Umständen entsprechend "vernünftig und angemessen" gehandelt, sagte Cummings. Er habe nur einmal Ende März seine Eltern mit seiner Familie besucht.
  • Britische Zeitungen hatten berichtet, dass Cummings mehrfach während der Pandemie von London ins rund 430 Kilometer entfernte Durham zu seinen Verwandten gefahren war.
  • Cummings hatte als Grund für eine Reise Ende März zu seinen Eltern angegeben, er habe keine andere Möglichkeit gehabt, die Betreuung seines vier Jahre alten Sohnes sicherzustellen.

Mehr dazu lesen Sie in Kürze auf ntv.de

17:54 Uhr

"Hexenkessel-Prozess" eingestellt - Täter kommt ungestraft davon

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Als die Füße einer 18-Jährigen in den Kessel gerieten, wollen alle Beteiligten in eine andere Richtung geschaut haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der sogenannte Hexenkessel-Prozess in Heilbronn ist nach zwei Verhandlungstagen eingestellt worden. Damit bleibt die Schuldfrage ungeklärt.

In dem Rechtsstreit war einem 34-Jährigen vorgeworfen worden, im Februar 2018 beim Fastnachtsumzug in Eppingen im Kreis Heilbronn als Hexe verkleidet eine 18 Jahre alte Zuschauerin schwer an den Beinen verbrüht zu haben. Die Frau war von einer Gruppe maskierter Hexen über den Kessel gehalten worden, sie geriet aber mit den Beinen in den Behälter und zog sich schwere Verbrennungen zu. Der Mann bestreitet die Vorwürfe.

Laut den Befragungen im Gerichtssaal wollen im entscheidenden Moment, als die Füße ins kochend heiße Wasser gerieten, alle in eine andere Richtung geschaut haben. Zeugen beriefen sich zudem darauf, dass der Vorfall lange zurückliege und Alkohol im Spiel gewesen sei.

17:10 Uhr

Hubschrauber kippt bei Notlandung um

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Der Unfall ging relativ glimpflich aus.

(Foto: imago images/Gutschalk)

Als ein 31-jähriger Fluglehrer und sein 49-jähriger Schüler ihre Hubschrauber-Flugstunde in Mannheim anfangen, ist zunächst alles in Ordnung. Doch dann melden Geräte in der Maschine einen Defekt. Die Männer müssen notlanden.

Bei der Notlandung auf einem Acker im hessischen Lampertheim kippte der Hubschrauber dann um. Warum, ist noch unklar. Die beiden Insassen hatten Glück im Unglück - sie wurden nur leicht verletzt. Sie wurden vorsichtshalber in eine Klinik gebracht.

17:00 Uhr
16:31 Uhr

Patricia Kelly für tot erklärt - "So was muss verboten werden!"

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Ihr geht's gut: Patricia Kelly.

(Foto: imago images/Future Image)

In einem Video hat ein YouTube-Kanal Patricia Kelly für tot erklärt, wie die "Bild" berichtet. Geschmackloser Witz oder heimliches Motiv? Die Gründe für die ursprüngliche Veröffentlichung sind bisher unbekannt. Das Video ist nicht mehr zu finden. Laut dem Bericht habe die Sängerin den Clip offenbar durch eine einstweilige Verfügung sperren lassen.

Dabei war Kelly gerade erst aktuell im deutschen TV zu sehen. Bei RTL nahm sie am vergangenen Samstagabend an der Show "5 gegen Jauch" teil.

"Mir geht's gut, ich lebe noch", erklärt Kelly auf Anfrage der "Bild". "Das ist so bescheuert und krank." Ihr zufolge sei das Internet manchmal ein Segen, manchmal aber auch ein Fluch. "Ich weiß nicht, was für kranke Menschen so was machen. Wir haben das direkt mit meinem Manager unterbunden. So was muss verboten werden!"

16:03 Uhr

Logopäde missbrauchte jahrelang behinderte Kinder

Wegen des sexuellen Missbrauchs von sieben behinderten Jungen hat das Landgericht Würzburg einen Logopäden zu elf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Zudem verhängte das Gericht ein lebenslanges Berufsverbot.

  • Viele Übergriffe fanden den Ermittlern zufolge in zwei Würzburger Kitas statt, in denen der Sprachtherapeut den damals zwei bis sechs Jahre alten Kindern eigentlich beim Verständigen helfen sollte.
  • In dem Verfahren hatte der Angeklagte zu Prozessauftakt Anfang März gestanden, sich jahrelang an den Jungen vergangen zu haben.
  • In mehr als 60 Fällen davon waren die Übergriffe derart massiv, dass der Mann unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs angeklagt war.
  • Seine Taten hatte der 38-Jährige gefilmt und im Darknet verbreitet - so kamen ihm die Ermittler auf die Spur. In seiner Wohnung stellten Polizisten knapp 23.000 Dateien mit Missbrauchsinhalten sicher.
15:37 Uhr

Mutmaßlichem US-Spion drohen 18 Jahre Straflager in Russland

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Paul Whelan sitzt seit anderthalb Jahren in russischer U-Haft.

(Foto: imago images / ITAR-TASS)

Dem wegen Spionage in Russland seit fast anderthalb Jahren inhaftierten US-Bürger Paul Whelan drohen 18 Jahre Straflager.

Die russische Staatsanwaltschaft habe nun ein solch hartes Strafmaß gefordert, sagte sein Anwalt der Agentur Interfax zufolge. In seinem Schlusswort vor Gericht habe Whelan betont, dass er unschuldig sei. Auch Zeugen hätten bestätigt, dass Whelan weder Informanten angeworben noch geheime Informationen gesammelt habe. Das Urteil in dem Fall soll am 15. Juni gesprochen werden.

Whelan war im Dezember 2018 festgenommen worden. Der 50-Jährige soll nach Darstellung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB als Spion auf frischer Tat ertappt worden sein. Er soll geheime Daten auf einem USB-Stick erhalten haben. Nach Darstellung der Verteidigung ging Whelan aber bei einem seiner vielen Besuche in Moskau vielmehr davon aus, dass es sich lediglich um private Inhalte gehandelt habe.

15:02 Uhr

Tiermörder wieder unterwegs: Angezündeter Igel entdeckt

Die Polizei im nordrhein-westfälischen Willich ermittelt erneut wegen eines angezündeten Igels. Nach einer Reihe ähnlicher Fälle in den vergangenen Jahren entdeckte ein Spaziergänger nun wiederum einen verbrannten Igel in einem Papierkorb.

Wegen angezündeter Igel hatte die Polizei in der niederrheinischen Stadt bereits in den vergangenen Jahren wiederholt ermitteln müssen. Im Jahr 2013 wurde gleich eine ganze Reihe solcher Fälle bekannt, in den Folgejahren wurden vereinzelte Funde von angezündeten Tieren gemeldet, der vorletzte vor gut einem Jahr.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, ich hoffe, Sie haben die erste Hälfte des Tages gut überstanden. Meine Kollegin Vivian Micks verabschiedet sich jetzt in den Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:26 Uhr

Wegen Corona: So wenige Verkehrstote wie seit 30 Jahren nicht

Homeoffice, Lockdown und Kontaktbeschränkungen: Wegen der Corona-Krise waren im März deutlich weniger Menschen im Straßenverkehr unterwegs. Das rettete Leben. Die Zahl der Verkehrstoten auf bundesdeutschen Straßen ist im März auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Bei Unfällen kamen 158 Menschen ums Leben, im März 2019 waren es noch 234 Verkehrstote gewesen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. "Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als im März 2020", hieß es.

In der Regel sterben monatlich den Angaben einer Sprecherin zufolge mehr als 200 Verkehrsteilnehmer. "Viele Leute mussten nicht mehr zur Arbeit fahren, der Berufsverkehr fand praktisch nicht mehr statt", sagt Unfallforscher Siegfried Brockmann vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

13:56 Uhr

Schnäppchen: Japaner versteigern zwei Melonen für "nur" 1000 Euro

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Zwei der berühmten Yubari-Melonen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Melonen der Extraklasse sind in Japan für umgerechnet rund 1000 Euro versteigert worden - und haben damit nur einen Bruchteil des Vorjahrespreises von umgerechnet 42.500 Euro erzielt. Ein Vertreter des Großmarktes auf der Insel Hokkaido begründete den Preisverfall mit der Corona-Pandemie, die reiche Kunden fernhalte.

Normalerweile wetteifern Vertreter reicher Unternehmen bei der Auktion darum, wer die teuerste Frucht ergattert. In diesem Jahr musste die Versteigerung wegen des Virus in deutlich kleinerem Rahmen stattfinden. Der Käufer des Melonen-Paares habe mit seiner Aktion die örtlichen Landwirte unterstützen wollen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

13:38 Uhr

Giffey sieht Schul- und Kita-Öffnung nur unter einer Bedingung

Der Virologe Christian Drosten will durch gezieltes Testen der Lehrer die vollständige Öffnung von Schulen und Kitas ermöglichen. Eine komplette Öffnung wird nach Ansicht von Familienministerin Franziska Giffey aber erst möglich sein, wenn die 1,50-Meter-Abstandsregel nicht mehr gilt. "Das ist eine ganz klare Geschichte. Weil sie ansonsten einfach nicht 100 Prozent der Kinder in 100 Prozent der Zeit von Kita und Schule zurückholen können", sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Die Entscheidung, ob man sich von der 1,5-Meter-Abstandsregelung verabschiede, sei eine "sehr, sehr schwere Entscheidung". Das könne nicht für das gesamte Bundesgebiet am Tag X festgelegt, sondern müsse anhand der Lage vor Ort entschieden werden.

Nur wenn die Lage vor Ort so sei, dass das Risiko als äußerst gering eingeschätzt werden könne, dann könne man Schritte in Richtung 100 Prozent Regelbetrieb gehen, so Giffey. Eine genaue Festlegung auf den Tag in allen Bundesländern könne es nicht geben. "Das ist auch nicht in unserer Macht, weil das die Länder nun mal in ihrer Länderzuständigkeit entscheiden", sagte Giffey.

13:02 Uhr

Party mit 40 Gästen: Restaurant missachtet Corona-Auflagen

Die Einnahmen, die das Restaurant mit diesem Regel-Verstoß erzielt hat, reichen wohl bei Weitem nicht für die mögliche Strafe. In Delmenhorst in Niedersachsen hat am Wochenende ein Restaurant gleich mehrfach gegen Corona-Auflagen verstoßen. Am Samstagabend hätten mindestens 40 Gäste zusammen gefeiert, teilte die Polizei mit. Dabei sei weder der Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen noch der von eineinhalb Meter zwischen den Gästen eingehalten worden. Auch seien die Personalien der Anwesenden nicht wie vorgeschrieben dokumentiert worden.

Vor dem Hintergrund der Neuinfektionen im Zusammenhang mit einer Restaurant-Eröffnung im Kreis Leer sollte der Vorfall nachdenklich stimmen, so die Polizei. Der Betreiber musste die Veranstaltung auflösen. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Das Bußgeld kann laut Polizei bis 25.000 Euro betragen. Eine teure Party.

12:45 Uhr

Nach Rauswurf: Abgeordnete dürfen Babys ins Plenum mitbringen

Babys waren bis vor Kurzem in Landtagssitzungen nicht gern gesehen. Das musste die Grünen-Abgeordnete Madeleine Henfling am eigenen Leib erfahren: 2018 wurde sie mit ihrem wenige Wochen alten Sohn des Plenarsaals verwiesen. Daraufhin hatte sie zusammen mit der Landtagsfraktion der Grünen geklagt. Mit Erfolg: Thüringer Landtagsabgeordnete haben fortan das Recht, ihre Babys zu Landtagssitzungen mitzubringen. Darauf verständigten sich bei einer Verhandlung vor dem Landesverfassungsgerichtshof in Weimar Vertreter des Landtages und der Grünen-Fraktion.

Das Mitnahmerecht gilt für Kinder im Alter bis zu einem Jahr, wenn sie die Sitzungen des Parlaments nicht stören, heißt es in dem Vergleich, den beide Seiten akzeptierten. Er enthält zudem den Passus, dass die Thüringer Landtagspräsidentin bei älteren Kindern nach ihrem Ermessen entscheidet, ob sie zu einer Plenarsitzung mitgebracht werden können. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Astrid Rothe-Beinlich, sprach von einem Signal auch für andere Parlamente. "Erstmals gibt es zur Mitnahme von Kindern eine schriftlich fixierte und damit verbindliche Regelung."

12:03 Uhr

Häftlinge ermorden sechs Frauen in Gefängnis in Honduras

Insassinnen eines Frauengefängnisses in Honduras haben sechs weibliche Mitgefangene ermordet. Die Angreiferinnen hätten die Tore sowie das Dach eines Gebäudes auf dem Gelände in Tamara nahe der Hauptstadt Tegucigalpa durchbrochen. So seien sie in die Turnhalle der Haftanstalt gelangt, wo sich die Opfer aufhielten, teilte die nationale Strafvollzugsbehörde INP mit. Dort seien die Frauen ermordet worden.

Eine Gefängnisinsassin hatte zuvor für Ablenkung gesorgt, indem sie Feuer in einem Schlafraum legte, in dem zwei wegen der Corona-Pandemie unter Quarantäne stehende Frauen schliefen. Die Feuerwehr löschte den Brand, zwei Frauen wurden verletzt. Der Häftlingsverband in Honduras hatte bei den Behörden zuvor Beschwerde eingereicht, wonach die Quarantäne-Maßnahmen wegen der Pandemie zu psychologischen Problemen bei den Häftlingen führen.

12:02 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:39 Uhr
Breaking News

Bund und Lufthansa einigen sich auf Rettungspaket

Die Bundesregierung und das Lufthansa-Management haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur grundsätzlich auf milliardenschwere Staatshilfen für die Fluggesellschaft geeinigt. Zustimmen müssen aber noch der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, die Gremien der Lufthansa sowie die EU-Kommission.

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11:10 Uhr

Halber Schweinekopf in der Post - Ermittlungen in rechter Szene

Es ist einfach nur widerlich: Die Polizei ermittelt gegen einen 29-Jährigen, weil er dem Sprecher des Braunschweiger "Bündnisses gegen Rechts" einen halben Schweinekopf geschickt haben soll. Der Mann werde der "rechten Szene" zugeordnet und sei der knapp zwei Wochen zurückliegenden Tat "konkret verdächtig", wie ein Polizeisprecher mitteilte. Auf Anregung der Polizei sei einem weiteren der Szene zuzurechnenden Braunschweiger ein Betretungsverbot für einen bestimmten Bereich um den Wohnort des Bündnissprechers erteilt worden, hieß es weiter. Der 47 Jahre alte Sprecher war wiederholt Ziel von Attacken. Im vergangenen Herbst wurden die Tür und der Eingangsbereich seines Wohnhauses mit einer roten, zähflüssigen Substanz beschmiert. Bei vorherigen Schmierereien gab es auch Drohungen.

11:07 Uhr
Breaking News

BGH: VW muss Schadenersatz für manipulierte Dieselautos zahlen

Volkswagen ist vom Dieselskandal betroffenen Autobesitzern grundsätzlich zur Zahlung von Schadenersatz verpflichtet. Klagende Käufer, die das Geld für ihr Auto zurückhaben wollen, müssen sich aber die gefahrenen Kilometer anrechnen lassen, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe.

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10:34 Uhr

Elon Musk passt Namen seines Sohnes an Gesetz an

Tesla-Chef Elon Musk und dessen Lebensgefährtin, die Musikerin Grimes, haben offensichtlich den Namen ihres neugeborenen Sohnes an die kalifornischen Gesetze angepasst. Die Zahl 12 wurde durch die römische Variante ersetzt. Nun soll der Junge wohl "X Æ A-Xii" heißen. Das schrieb Grimes bei Instagram auf die Frage eines Fans, ob der Name des Kindes geändert wurde. Nach kalifornischem Recht seien "römische Zahlen" erlaubt, schrieb Grimes, die mit bürgerlichem Namen Claire Boucher heißt. Außerdem würden diese auch besser aussehen, wenn man ehrlich sei. Ein Gedankenstrich sei auch erlaubt, ergänzte sie.

In der Vergangenheit hatte die Kanadierin, die Entstehung des Names so erklärt: "X" stehe für die unbekannte Variable; "Æ" (ausgesprochen "Ash") bedeute Künstliche Intelligenz in ihrer Elfensprache; "A12" beziehe sich auf den Namen "unseres" Lieblingsflugzeugs, ein Militärflugzeug: "Toll im Gefecht, aber friedlich"; "A" beziehe sich auch auf ihren Lieblingssong "Archangel".

10:03 Uhr

CDU sorgt sich um Düsseldorfs "Instagramability"

Corona-Krise? Ist schon von gestern. Bei der CDU in Düsseldorf hat man ganz andere Probleme. Die Stadt kämpft mit einem schlechten Instagram-Image. Die "Instagramability" der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens soll besser werden, fordern die Christdemokraten. Es geht laut CDU dabei um eine Strategie, um Düsseldorf für Benutzer des sozialen Netzwerks Instagram attraktiver zu machen. Im Tourismus-Ausschuss wirft die CDU-Opposition der Stadt vor, dass sie die "die bestehenden Möglichkeiten für ihren Auftritt im Internet" bei Weitem nicht ausnutze. "So wurde z. B. im Bereich Instagramability bislang weder ein Claim entwickelt, der die Unverwechselbarkeit des Standorts herausstreicht, noch sind im Stadtbild entsprechende Symbole sichtbar."

Als Vorbild wird Amsterdam genannt: "Hier wurden bereits vor Jahren die beiden Claims "#Iamsterdam" und "#Youandiamsterdam" entwickelt und erfolgreich vermarktet." Bereits bei der Ankunft am Flughafen lade einer der sogenannten Hashtags "mit zwei Metern Höhe und 23,5 Metern Länge" direkt zu einem Selfie ein. Morgen soll der Tourismus-Ausschuss über den Antrag der CDU abstimmen. Haben Sie vielleicht Vorschläge? Schicken Sie mir gerne eine E-Mail an vivian.micks[at]nama.de, ich bin gespannt.

Nachtrag: Eine Auswahl eingetrudelter Vorschläge treuer Leser: #fromddorfwithlove, #rheingram, #lovelydus, #mykoe, #dickesD und mein Favorit: #fromDUStilldawn. Stark!

09:32 Uhr

Heftiger Sturm verwüstet Westen von Australien

In Australien hat ein gewaltiger Sturm an der Küste des Bundesstaates Western Australia eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Wie die Wetterbehörde bekannt gab, wurden in der regionalen Hauptstadt Perth und anderen Orten Tausende Häuser von der Stromversorgung abgeschnitten. Viele Gebäude wurden beschädigt, Häuser abgedeckt und Bäume umgerissen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 126 Kilometern in der Stunde tobte der Sturm am heftigsten am Kap Leeuwin im Südwesten des Bundesstaates. Die starken Windböen sorgten stellenweise für Sandstürme, hieß es. In der Nacht waren laut Medien rund 50.000 Häuser ohne Stromversorgung.

09:18 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser, es ist wieder Montag und dazu ist in vielen Teilen Deutschlands der Himmel grau. Trotzdem wünsche ich Ihnen einen wunderschönen guten Morgen und freue mich darauf, Sie in der ersten Hälfte des Tages mit Nachrichten zu versorgen. Hier ein Überblick, was heute wichtig wird:

  • BGH verkündet erstes Urteil zum Dieselskandal: Gut viereinhalb Jahre nach Auffliegen des Dieselskandals verkündet der Bundesgerichtshof (BGH) um 11.00 Uhr ob der Hersteller VW betroffenen Autobesitzern wegen der illegalen Abgastechnik Schadenersatz zahlen muss.
  • Bundesumweltministerin Svenja Schulze stellt um 10.00 Uhr in Berlin Vorschläge für das geplante Konjunkturprogramm vor.
  • Der Deutsche Fußball-Bund berät auf seinem außerordentlichen Bundestag ab 13.00 Uhr über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.
  • Hotels und Ferienwohnungen öffnen in einigen Bundesländern wieder: Ab heute können Inlandsurlauber dann etwa wieder nach Mecklenburg-Vorpommern reisen, in Brandenburg, Berlin und Niedersachsen empfangen Ferienwohnungen und Hotels wieder Gäste.
  • Außerdem finden Sie in unserem Corona-Ticker unter anderem alle Informationen zu dem Corona-Ausbruch infolge eines Restaurantbesuchs in Ostfriesland.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Start in den Tag, lassen Sie sich nicht ärgern und bleiben Sie gesund. Mein Name ist Vivian Micks und gerne können Sie mir jederzeit unter vivian.micks[at]nama.de Fragen stellen, Kritik äußern oder gar lobende Worte äußern.

09:25 Uhr

Die Schlagzeilen am Morgen

08:50 Uhr

Gericht verpasst Oliver Pocher Maulkorb

*Datenschutz

Auf Instagram macht sich Oliver Pocher gerne über Influencer lustig. Mit allem scheint er aber nicht durchzukommen, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. "Berlin - Tag und Nacht" Darstellerin Anne Wünsche wehrte sich gegen Pochers Aussage, sie hätte auf Instagram 96.500 Herzchen-Kommentare, oder auch Emoji-Herzen, gekauft. Dazu präsentierte er einen Überweisungsbeleg, der seine Behauptung beweisen soll. Demnach bezahlte sie die Rechnung mit ihrer DKB-Mastercard. Doch die Influencerin hat dort laut ihrem Anwalt gar kein Konto. Das Hamburger Landgericht setzte der Hetze deshalb nun ein Ende: Pocher darf die Behauptung nicht wiederholen, sonst drohen ihm bis zu 250.000 Euro Strafe. Anne Wünsche scheint überglücklich und sagt auf Instagram: "Die Wahrheit siegt immer".

08:14 Uhr

Betrunken am Steuer: Mann wird zwei Mal erwischt

Gleich zwei Mal ist ein betrunkener Autofahrer im hessischen Fulda von Beamten gestoppt worden. Der 34-Jährige zog am Sonntagabend zunächst die Aufmerksamkeit einer Polizeistreife auf sich, weil er unsicher gefahren sei. Der Mann musste sein Auto stehen lassen und auf der Polizeistation den Führerschein abgeben. Seine Lebensgefährtin holte ihn dann ab. Doch statt den Heimweg anzutreten, setzte er seine Alkoholfahrt fort: Der Mann wollte wohl noch sein abgestelltes Auto mit nach Hause nehmen - und wurde auf der Autobahn erneut am Steuer erwischt. Für seine beiden Alkoholfahrten muss sich der Mann bald vor Gericht verantworten.

07:50 Uhr

Woche startet wechselhaft, Sonne beglückt den Westen

Heute bleibt es in der Osthälfte wechselhaft und zu Beginn kann es zum Teil auch noch kräftiger regnen. Richtung Westen sieht es hingegen besser aus. Hier sorgt Hoch "Steffen" für mehr Sonne und die Schauer werden immer seltener. Die Temperaturen bleiben unter ihren Möglichkeiten für Mitte und Ende Mai mit meistens 13 bis 20 Grad. Wärmer ist es nur an Rhein und Ruhr mit 20 bis 22 Grad. Zudem weht dabei ein teilweise kräftiger Wind. Die weiteren Aussichten bringen Hochdruckeinfluss und damit ist es freundlich bis sonnig und nur ganz vereinzelt sind noch Schauer drin. Und auch die Temperaturen steigen schrittweise an. Hier die Details dazu und zum Pfingst-Wetter. Ihr Björn Alexander

07:41 Uhr

"Absolut vorbildlich": Grünen-Chef Habeck fordert Wahlrecht mit 16

Grünen-Chef Robert Habeck hat das Verhalten von Jugendlichen in der Corona-Zeit gelobt und will sie durch ein Wahlrecht ab 16 Jahren stärker beteiligen. Es sei "absolut vorbildlich, wie sich die junge Generation seit inzwischen mehr als zwei Monaten verhält, wie sehr sie sich um die Älteren sorgt und welche Solidarität sie ihnen entgegenbringt", sagte Habeck im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"). Die Jugend habe spätestens in der Corona-Krise gezeigt, welche Verantwortung sie zu übernehmen bereit sei. "Diese politische Reife müssen wir anerkennen." Habeck forderte, das Wahlalter schon vor der nächsten Bundestagswahl herabzusetzen. Wegen der Pandemie hätten Schüler wochenlang zu Hause bleiben müssen, es sei "über ihre Köpfe hinweg und teils gegen ihre Interessen gehandelt" worden. Junge Menschen solle man deshalb stärker demokratisch beteiligen. Dann könnten sie mitbestimmen, "wenn es um die Gestaltung der Nach-Corona-Zeit und damit um ihre Zukunft geht".

07:17 Uhr

Mann planscht in Japans kaiserlichem Schlossgraben

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Japans Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako zeigen sich bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt auf dem Balkon des Kaiserpalasts am 1. Mai.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vielleicht wollte er dem neuen Kaiser Naruhito näher kommen, vielleicht wollte er nur eine Abkühlung. In jedem Fall war Japans kaiserliche Palastwache entrüstet: Ein Mann erlaubte sich die Dreistigkeit und schwamm einfach im Palastgraben herum. Wie die japanische Tageszeitung "Mainichi Shimbun" berichtete, wurde der Eindringling sofort festgenommen. Er war beim Planschen im Sakuradabori-Graben nahe des Polizeipräsidiums und des Obersten Gerichts entdeckt worden. Ob Japans neuer Kaiser Naruhito von dem ungewöhnlichen Vorfall etwas mitbekam, ist nicht bekannt. Der Palast des Kaisers befindet sich im Herzen Tokios. Er ist von einem Graben und hohen Mauern umgeben und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Wie der Mann sich Zutritt verschaffte, ist nicht bekannt.

06:52 Uhr

Medien: Bahn-App soll vor vollen Zügen warnen

Seit den Corona-Lockerungen fahren wieder mehr Menschen mit dem Zug. Tatsächlich sind es gleich so viele, dass die Deutsche Bahn jetzt mithilfe ihrer App vor zu vollen Zügen warnen will. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Konzernkreise. Der Bahn-Navigator und der Internetauftritt der Bahn seien so umprogrammiert worden, dass Nutzer Züge mit einer Auslastung von 50 Prozent und mehr angezeigt bekämen. Sie sollten damit die Möglichkeit erhalten, auf weniger frequentierte Verbindungen zuzugreifen. Gleichzeitig soll damit gesteuert werden, dass Passagiere nicht zu dicht gedrängt in Zügen reisen. Die App und Buchungsseite soll deshalb künftig Buchungen und Reservierungen auf Strecken verhindern, die trotz Warnhinweisen weiter zunehmen. Die Funktion soll es schon in den kommenden Tagen geben.

06:26 Uhr

Erdbeben während TV-Interview: Neuseelands Staatschefin Ardern bleibt cool

*Datenschutz

Diese Frau kann so schnell nichts aus der Fassung bringen: Ein Live-Interview der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern ist von einem Erdbeben gestört worden - doch die Regierungschefin blieb cool und setzte das Gespräch fort. Das Beben der moderaten Stärke 5,6 erschütterte die neuseeländische Nordinsel am Montag kurz vor 8 Uhr Ortszeit. Ardern führte zu diesem Zeitpunkt in der Hauptstadt Wellington ein Interview per Videoschalte mit dem Frühstücksfernsehen.

"Wir haben hier gerade ein ziemliches Erdbeben", sagte die 39-Jährige dem Moderator. "Ein ganz anständiges Beben hier, wenn Sie sehen, wie sich die Dinge hinter mir bewegen", kommentierte die Regierungschefin das Geschehen weiter. Einen kurzen Moment lang sah Ardern besorgt aus, doch lächelte sie und sprach weiter. "Es hat gerade aufgehört", sagte sie. "Es geht uns gut". Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben der US-Geologiebehörde USGS rund 90 Kilometer nördlich von Wellington. Schäden sind keine bekannt.

06:04 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht