Montag, 30. Dezember 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:28 Uhr

Das war Montag, der 30. Dezember 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

das war's für 2019. Am 2. Januar begrüßt Sie der "Tag" im neuen Jahr in alter Frische. Bis dahin wünsche ich Ihnen ein paar schöne Tage und natürlich einen guten Rutsch!

Hier noch ganz kurz die meistgelesenen Artikel des Tages:

21:59 Uhr

Krankenkasse: Junge Frauen sollten weniger Alkohol trinken

Diese Statistik ist vor Silvester aktueller denn je. Viele junge Frauen sollten weniger Alkohol trinken, junge Männer weniger rauchen: Die Zahl der 15- bis 24-jährigen Mädchen und Frauen, die unter anderem wegen eines akuten Alkoholrauschs oder alkoholbedingter psychischer Probleme behandelt wurden, stieg laut einer Datenanalyse der Kaufmännischen Krankenkasse KKH von 2007 bis 2017 um rund 47 Prozent.

Bei den gleichaltrigen Männern stagnierte hingegen die Zahl der Rauschtrinker. Zugleich registrierte die Krankenkasse aber bei den männlichen 15- bis 24-Jährigen im selben Zeitraum einen deutlichen Anstieg um fast 40 Prozent bei Tabakabhängigkeit, Entzugserscheinungen, einem akuten Tabakrausch oder psychischen Problemen aufgrund von Tabak. Bei den Frauen wiederum stagnierte diese Zahl.

Ausgewertet wurden Daten von rund 205.000 KKH-Versicherten im entsprechenden Alter.

21:32 Uhr

Weitere Anklage gegen Chanukka-Attentäter

Nach dem Messerangriff auf eine jüdische Chanukka-Feier mit fünf Verletzten muss der mutmaßliche Täter sich auch wegen Hassverbrechen verantworten.

  • Es seien handschriftliche Aufzeichnungen und Indizien auf dem Handy gefunden worden, die auf ein antisemitisches Motiv des Mannes deuteten, teilten Ermittler des FBI mit.
  • Der Verdächtige ist bereits des fünffachen versuchten Mordes und des Einbruches angeklagt und hat auf nicht schuldig plädiert. Er hatte laut seinem Anwalt in der Vergangenheit immer wieder mit psychischen Krankheiten gekämpft. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.
  • Der Mann war in der Nacht zum Sonntag in das Haus eines Rabbis in dem Ort Monsey nördlich der Metropole New York eingedrungen und hatte mit einer Machete fünf Menschen verletzt, die gerade das jüdische Lichterfest Chanukka feierten. Danach floh er, konnte aber von der Polizei kurz darauf festgenommen werden. Politiker weltweit verurteilten den Anschlag scharf.
20:54 Uhr

Attentäter von Mogadischu entschuldigen sich

Überraschende Wende nach dem Blutbad vom Wochenende in Mogadischu mit Dutzenden Toten. Die Täter hatten es nach eigenen Angaben nur auf zwei Ingenieure abgesehen.

  • Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab hat sich als Urheber des Blutbads mit Dutzenden Toten vom Wochenende in Mogadischu zu erkennen gegeben. Ihr Sprecher Ali Mohamud Rage erklärte dem Sprachrohr der Miliz, Radio Andalus, Ziel des Anschlags in der Hauptstadt Somalias seien die beiden getöteten türkischen Ingenieure und ihre Leibwächter gewesen.
  • Den Angehörigen der Dutzenden anderen bei dem verheerenden Sprengstoffanschlag getöteten Zivilisten sprach er indes sein Beileid aus. 
  • Die Behörden des ostafrikanischen Landes gehen in einer vorläufigen Bilanz von mindestens 83 Toten und 20 Vermissten aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Zahl der Toten entsprechend erhöht, gilt als hoch: Nach Angaben von Rettungskräften wurden viele Opfer von der Explosion regelrecht zerrissen. Eine Identifizierung der Leichenteile gilt als schwierig.
20:47 Uhr
Breaking News

Schauspieler Jan Fedder ist tot

Der Schauspieler Jan Fedder ist in Hamburg gestorben. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf die Hamburger Polizei. Fedder wurde vor allem durch seine Rolle im Großstadtrevier bekannt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:25 Uhr

So will CSU Familien entlasten

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Mehr Kindergeld, mehr Elternzeit: das fordert die CSU.

(Foto: picture alliance / Bernd Wüstnec)

Die CSU strebt eine deutliche Entlastung von Familien an. Die Partei wolle, "dass Väter und Mütter die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder mit ihren beruflichen Verpflichtungen in die für sie richtige Balance bringen können" - und zwar "unabhängig von ihrer familiären Lebenssituation als Alleinverdiener, Doppelverdiener oder Alleinerziehende", heißt es nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" in einer Beschlussvorlage für die Klausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag Anfang Januar im bayerischen Kloster Seeon.

  • So wollen die Christsozialen "eine Kita-Pauschale für den Kita-Weg einführen". Künftig solle neben dem Fahrtweg zur Arbeit also "auch der zusätzliche Weg zu Kita oder Kindergarten steuerlich absetzbar sein".
  • Die CSU will ferner, dass "Beiträge für Kinderbetreuungskosten voll von der Steuer absetzbar sind - statt wie heute nur bis zu zwei Drittel und mit maximal 4000 Euro pro Kind und Jahr". Den Höchstbetrag will die CSU zudem auf 6000 Euro anheben.
  • Darüber hinaus soll das Kindergeld vom 1. Januar 2021 an um 15 Euro pro Monat erhöht und der Kinderfreibetrag entsprechend angehoben werden.
  • Die CSU strebt ferner einen "Elterngeld-Bonus" an. Wenn sowohl der Vater als auch die Mutter Elternzeit nehmen, soll der Anspruch auf Elterngeld um zwei auf 16 Monate steigen. Dabei solle es aber weiterhin bei der Begrenzung auf maximal zwölf Monate pro Elternteil bleiben.
  • Schließlich will die CSU Alleinerziehende besserstellen. Deshalb soll der "Entlastungsbetrag für Alleinerziehende bei der Einkommenssteuer stufenweise von derzeit 1908 Euro auf 4000 Euro mehr als verdoppelt" werden.
20:05 Uhr

Die Videos des Tages

19:59 Uhr

Sydney feiert trotz Buschbrände mit Riesen-Feuerwerk

Seit Wochen wüten in Australien Buschbrände. Mehr als 270.000 Menschen fordern deswegen, das Neujahrs-Feuerwerk in Sydney abzusagen und die umgerechnet vier Millionen Euro für die Veranstaltung lieber zur Unterstützung der freiwilligen Feuerwehren und betroffenen Landwirte zu spenden. Doch die Stadt entschied nun anders.

Das Riesen-Feuerwerk findet statt. Die Stadtverwaltung erklärte, das meiste Geld für die Veranstaltung sei längst ausgegeben, und zehntausende Besucher hätten Hotels und Flüge für das Ereignis gebucht.

Die Hauptstadt Canberra sagte hingegen ihr Silvesterfeuerwerk wegen der Brandgefahr ab.

19:23 Uhr

Schnee legt Griechenland lahm

Während die meisten Deutschen immer noch vergeblich auf Schnee warten, hat der Winter Teile Griechenlands fest im Griff.

  • Die wichtigste Nord-Süd-Autobahnachse etwa 40 Kilometer nördlich von Athen musste wegen starken Schneefalls geschlossen werden. Zahlreiche andere wichtige Straßenverbindungen sind nur mit Schneeketten befahrbar. Im Zentrum Athens herrschen Temperaturen um den Gefrierpunkt.
  • In Mittelgriechenland zeigen die Thermometer am Abend Werte um die minus sieben Grad. Der Strom fiel in zahlreichen Regionen des Festlandes und auf einigen Inseln vorübergehend aus.
  • Die Küstenwache teilte mit, das Auslaufverbot für die meisten Fähren in der Ägäis bleibe auch am Dienstag - den zweiten Tag in Folge - in Kraft.
  • Das griechische Wetteramt warnte, die winterlichen Temperaturen würden auch in den kommenden zwei Tagen andauern.
  • Bis Weihnachten zeigten die Thermometer im Süden des Landes tagsüber Temperaturen um die 20 Grad Celsius. Mit einer deutlichen Wetterbesserung und Temperaturen um die 19 Grad rechneten die Meteorologen kommende Woche.
18:56 Uhr

Wolf verirrt sich in Görlitzer Innenhof

Gefährliche Naturbegegnung mitten in der Stadt. Ein Wolf ist am helllichten Tag in einem Hinterhof in Görlitz gesichtet worden. Das Tier wurde betäubt und eingefangen.

Die "Bild"-Zeitung zitierte die Biologin und Wolfsexpertin Gesa Kluth vom Lupus Institut für Wolfsmonitoring und -forschung mit den Worten: "Das heißt nicht, dass jetzt automatisch Gefahr von ihm ausgeht." Für gewöhnlich würden Wölfe Menschen scheuen.

Nach der letzten Bestandsaufnahme gibt es in Sachsen derzeit 22 Wolfsrudel. Damit rangiert der Freistaat hinter Brandenburg und Niedersachsen auf Platz drei in Deutschland.

18:12 Uhr

Lawinenunglück im Südtirol: Ermittlungen gegen fünf Menschen

Nach dem Lawinenunglück mit drei toten Deutschen in Südtirol ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen fünf Personen. Sie seien wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Herbeiführung eines Lawinenunglücks in das Ermittlungsregister eingetragen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Bozen mit. Um wen es sich dabei handelt, wurde nicht bekannt. Die Unglückspiste im Schnalstal sei für die Beweisaufnahme gesperrt worden. Die Leichen seien zur Überführung freigegeben worden.

Am Samstag hatte eine Lawine eine Mutter mit ihrer sieben Jahre alten Tochter aus Thüringen und ein sieben Jahre altes Mädchen aus Nordrhein-Westfalen getötet. Sie waren mit ihren Familien auf einer Piste unterwegs, als sie das Schneebrett verschüttete.

Ermittelt werden muss, wie es zu der Katastrophe kam und was die Lawine ausgelöst hat. Die Frage ist unter anderem, ob der Skipistenbetreiber das Lawinenrisiko falsch eingeschätzt hat oder ob ein Skifahrer abseits der Piste das Schneebrett ausgelöst hatte.

17:47 Uhr

Monty-Python-Musiker Neil Innes gestorben

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Neil Innes starb im Alter von 75 Jahren.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der britische Klamauk-Musiker und zeitweilige Monty-Python-Songschreiber Neil Innes ist tot. Er starb bereits am Sonntag, wie sein Agent auf der Webseite des Musikers mitteilte. Innes wurde 75 Jahre alt. Er sei unerwartet und schnell, aber wohl ohne Schmerzen verstorben, hieß es in der Mitteilung.

  • Innes, der als Sohn eines britischen Armeeangehörigen teilweise in Deutschland aufwuchs, hatte seine ersten Erfolge mit einer Klamauk-Gruppe, die sich Bonzo Dog Doo-Dah Band nannte. Die Band landete 1968 mit ihrem Song "I'm the Urban Spaceman" auf Platz fünf in den britischen Charts.
  • Zeitweise galt er als siebtes Mitglied der Comedy-Truppe Monty Python. Er schrieb die Songs "Knights of the Round Table" und "Brave Sir Robin" für den Film "Ritter der Kokosnuss". Bei der Bibelfilm-Parodie "Das Leben des Brian" spielte er eine Nebenrolle.
  • Später persiflierte Innes mit der Band The Rutles und Songs wie "Cheese and Onions", "Ouch!" und "Get Up and Go" die Beatles.
17:07 Uhr

Baerbock: Nord Stream 2 als Druckmittel gegen Russland benutzen

Die Bundesregierung sollte aus Sicht der Grünen Russland in der Energiepolitik unter Druck setzen, um gegen die Eskalation der Gewalt im Nordwesten Syriens vorzugehen.

Europa und insbesondere die Bundesregierung hätten "mit dem Bau und der Genehmigung des russischen Prestigeprojekts Nord Stream 2 und vor allem der Gas-Anbindungsleitung Eugal ein nicht unerhebliches Druckmittel gegenüber dem russischen Präsidenten in der Hand", sagte Parteichefin Annalena Baerbock. "Dieses sollte sie endlich nutzen, um das barbarische Bombardieren der Zivilbevölkerung, das sich auf breite russische Militärunterstützung stützt, endlich einzudämmen."

"Der syrische Diktator Baschar al-Assad lässt erneut mit massiver russischer Unterstützung gezielt Wohnhäuser, Krankenhäuser, Fluchtrouten, Familien und Kinder bombardieren." Tausende würden mitten im Winter in die Flucht getrieben. Daran dürfe man sich nicht gewöhnen.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:32 Uhr

Sharon Stone bei Dating-App rausgeworfen

Hollywoodstar Sharon Stone hat sich wie Normalsterbliche bei einer Dating-App auf Partnersuche gemacht - und ist prompt rausgeworfen worden.

Einige Nutzer meldeten ihren "Bumble"-Account als eine Fälschung, woraufhin die Betreiber das Konto der 61-Jährigen stilllegten.

Auf Twitter beschwerte sich Stone über das Vorgehen: "Manche User meldeten, dass es nicht möglich ist, dass ich es wirklich bin! Hey Bumble, ist ich zu sein ein Ausschlusskriterium? Grenzt mich nicht aus dem Bienenstock aus!" Mit dem Spruch spielte die Schauspielerin auf den Namen der App und dessen Logo, einen Bienenstock, an.

16:08 Uhr

Behörde veröffentlicht Adressen vieler Promis im Internet

Wer schon immer mal wissen wollte, wo Sänger Elton John genau lebt oder Regisseur Sam Mendes einen Besuch abstatten wollte, wäre in der Nacht von Freitag auf Samstag fündig geworden.

  • In dieser Zeitspanne konnte jeder im Internet die Privatadressen von 1097 Briten abrufen. Darunter waren neben Privatpersonen und Politikern auch eine Vielzahl an Promis. Wie "The Guardian" schreibt, wurden auch die Adressen von Sängerin Olivia Newton-John und von "Queen"-Gründungsmitglied Roger Taylor veröffentlicht.
  • Wie konnte es zu dieser Panne kommen? Das ist noch nicht ganz klar und muss derzeit noch vom britischen Cabinet Office intern untersucht werden. Fest stehe jedoch laut "The Guardian", dass die Behörde die Daten veröffentlicht hat. Das Cabinet Office entlastet die Regierung normalerweise bei ihrer Arbeit.
  • Die Daten der Betroffenen sollten eigentlich nur für ein internes Dokument für die sogenannte Neujahrsliste von Queen Elizabeth II. festgehalten werden. Genau diese 1097 Briten wollte die Königin für ihr gesellschaftliches Engagement ehren. Das hat sie auch getan. Allerdings sind dabei eben kurzzeitig alle Adressen im Internet gelandet...
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15:33 Uhr

Freizeitbad in Weinheim evakuiert

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Drei Menschen wurden in ein Krankenhaus gebracht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach Klagen von Saunabesuchern und Badegästen über Haut- und Atemwegsreizungen haben Einsatzkräfte am Sonntagabend ein Freizeitbad mit rund 1400 Gästen im baden-württembergischen Weinheim geräumt.

Nach Polizeiangaben von heute wurden zwei Frauen im Alter von 32 und 20 Jahren vorübergehend in eine Klinik gebracht, ein 13-jähriges Mädchen musste zunächst zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Die Ursache des Zwischenfalls war unklar.

Insgesamt 66 Menschen wurden von Rettungsmitarbeitern vor Ort untersucht. An der Badekleidung einer Besucherin, die als erste über Beschwerden geklagt hatte, stellten Ermittler eine geringe Konzentration einer Flüssigkeit fest, die unter anderem auch in Putz- und Desinfektionsmitteln zu finden ist. Wie der Stoff auf die Bekleidung gelangte und ob er der Grund für die Beschwerden der Betroffenen war, sollte noch geklärt werden.

15:09 Uhr

US-Botschafter Grenell: "Eine starke Message an den Iran senden"

Am Wochenende hatte die US-Armee Stützpunkte der vom Iran unterstützten Hisbollah-Brigaden im Irak und in Syrien bombardiert. "Wir wollen eine starke Message an den Iran senden, dass er nicht wieder und wieder innerhalb des Iraks angreifen darf", so begründet US-Botschafter Richard Grenell heute in einem Interview mit RTL/ntv die Angriffe.

"Das hat der Iran jetzt elf Mal in den letzten 60 Tagen gemacht. Das ist eine sehr ernste Situation. Ein Amerikaner ist bei den Angriffen ums Leben gekommen, auch deutsche Truppen sind im Irak", so Grenell weiter.

Auf die Frage, was er vom Iran erwarte, antwortete der US-Botschafter: "Zunächst muss der Iran Iraks Souveränität respektieren. Und er muss aufhören, die ganze Region zu destabilisieren, Terrorismus zu unterstützen und Menschen zu töten. Vor allem Amerikaner."

14:45 Uhr

Störung bei Commerzbank

Eine IT-Störung führt zu Turbulenzen bei Commerzbank-Kunden. Bankkunden können in ihren Depots nicht online Wertpapiere wie Aktien kaufen, sagte ein Sprecher des Geldhauses in Frankfurt. Die Störung halte an, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung.

  • Wer Wertpapiere kaufen wolle, müsse seinen Berater anrufen, der den entsprechenden Auftrag zu gleichen Konditionen ausführe, so die zweitgrößte deutsche Privatbank.
  • Verkäufe von Wertpapieren seien nicht betroffen und könnten regulär online ausgeführt werden.
  • Auch laufe der Handel bei der Commerzbank-Tochter Comdirect ungestört.
14:23 Uhr

Obama wirbt in jährlicher Filmliste für eigene Produktion

Mit seiner alljährlichen Liste von Lieblingsfilmen und -büchern macht Barack Obama in diesem Jahr auch Werbung für sich selbst. Ganz oben unter den besten Filmen 2019 rangiert "American Factory".

  • "Natürlich (...) ist auch ein Film von unserer eigenen Produktionsfirma, Higher Ground, dabei, der kürzlich für einen Oscar nominiert wurde", schreibt der ehemalige US-Präsident auf Instagram.
  • Unter seinen Favoriten 2019 finden sich zudem der Thriller "The Irishman", der Gewinner der Goldenen Palme in Cannes "Parasite" und das US-Geschichtsdrama "Little Women".
  • Barack Obama und seine Frau Michelle kooperieren mit ihrer Produktionsfirma mit dem Streamingdienst Netflix. 2019 erschien der erste Film "American Factory". In der Dokumentation geht es um die Schließung einer Autofabrik und die sozialen Folgen für die Mitarbeiter.
*Datenschutz

 

14:07 Uhr

Schüsse nahe Checkpoint Charlie in Berlin

Rund um ein Café nahe dem Checkpoint Charlie im Zentrum Berlins ist es zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Der Grund dafür ist unklar. Nach Aussagen von Zeugen sollen in dem Café an der Kreuzung Schüsse gefallen sein.

Die Polizei hat den Bereich rund um die Kreuzung Friedrichstraße und Kochstraße abgesperrt. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten beobachten die oberen Stockwerke umliegender Häuser.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, es ist der letzte "Tag" des Jahres, und ich bin sehr froh, heute für Sie da zu sein. Mein Kollege Benjamin Konjetzny verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme seinen Platz in der Readaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

13:56 Uhr

Rekord-Hitze in Russland gemessen

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Aufnahme aus dem Botanischen Garten in Moskau. Dort beginnen Schneeglöckchen zu blühen.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

2019 war das heißeste Jahr in Russland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen: In Moskau lagen die Temperaturen im Jahresdurchschnitt bei 7,6 bis 7,7 Grad Celsius und damit um 0,3 Grad über dem bisherigen Rekord, wie der Leiter des Wetterdienstes Gidromedzentr, Roman Vilfand, sagte. Das Wetter in der russischen Hauptstadt wird seit 1879 aufgezeichnet, landesweite Wetteraufzeichnungen gibt es seit 1891.

  • In Moskau fehlt in diesem Jahr die für den Dezember übliche Schneedecke, und an den Bäumen zeigen sich bereits die ersten Knospen. In den vergangenen zwei Wochen lagen die Temperaturen meist über vier Grad und damit zehn Grad über dem normalen Dezember-Durchschnitt.
  • Der Klimawandel sorgt derzeit weltweit für einen Anstieg der Temperaturen: Nach UN-Angaben zählt 2019 voraussichtlich zu den drei wärmsten Jahren seit 1850, dem Beginn der systematischen Temperaturauswertungen.
13:28 Uhr

Greta durch Klima-Engagement "viel glücklicher"

Greta Thunberg geht es um den ganzen Planeten, ihrem Vater offenbar vor allem um seine Tochter. Denn die 16 Jahre alte schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg sei nach Angaben von Svante Thunberg "viel glücklicher", seit sie sich gegen die Erderwärmung engagiert. Das sagte er dem Radiosender BBC 4. Greta, die unter dem Asperger-Syndrom leidet, habe vor ihrer Zeit als Klimaaktivistin Depressionen gehabt, nicht gesprochen und sogar zeitweise das Essen verweigert.

  • Das Blatt habe sich gewendet, als Greta das Thema Klimaschutz für sich entdeckte. Sie habe Kraft daraus geschöpft, dass sie ihre Eltern zu klimafreundlicherem Verhalten bewegen konnte. Beispielsweise habe ihre Mutter, eine Opernsängerin, dem Fliegen abgeschworen. Er selbst sei Veganer geworden, sagte Svante Thunberg.
  • "Ich habe das alles gemacht, ich wusste, dass es richtig war (...) aber ich habe es nicht getan, um das Klima zu retten, sondern um mein Kind zu retten", sagte der Vater.
13:03 Uhr

Ärztepräsident: Patienten sollen mehr bezahlen

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Klaus Reinhardt

(Foto: picture alliance/dpa)

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat sich für einen höheren Beitrag für Patienten ausgesprochen, wenn diese ohne Überweisung zum Facharzt gehen. Bei einer Erkrankung solle jeder Versicherte immer zuerst seinen Hausarzt aufsuchen, der dann bei Bedarf überweise.

  • "Wer die völlige Wahlfreiheit haben möchte, also auch ohne Überweisung zum Facharzt gehen will, sollte höhere Beiträge bezahlen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Denn diese Versicherten nähmen das solidarische System deutlich stärker in Anspruch als Patienten, die einen Hausarzt als primären Ansprechpartner hätten.
  • Bereits im Juni hatte sich Reinhardt für eine finanzielle Selbstbeteiligung von Patienten ausgesprochen, um übermäßig häufige Arztbesuche zu verhindern. "Bei mehrfachen und völlig unnötigen Arztbesuchen kann eine moderate wirtschaftliche Beteiligung zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit unseren knappen Ressourcen im Gesundheitswesen beitragen", hatte Reinhardt damals den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt.
12:38 Uhr

Weiteres deutsches AKW geht vom Netz

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Das AKW in Philippsburg

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Der Atomausstieg schreitet voran, ein weiteres Atomkraftwerk in Deutschland geht vom Netz. Der Energiekonzern EnBW will am Silvesterabend bei seinem Atomkraftwerk Philippsburg 2 den Stecker ziehen.

  • Der Meiler werde wie geplant gegen 19.00 Uhr abgeschaltet und vom Netz genommen, bekräftigte der Versorger. Der Prozess dauere nur wenige Stunden. Schon im kommenden Jahr werde mit dem Abriss der Anklage begonnen, der zehn bis 15 Jahre dauern werde.
  • Bis Ende 2022 sollen hierzulande die noch verbliebenen sechs Atomkraftwerke von E.ON, RWE und EnBW stillgelegt werden.
  • Kritiker des Atomausstiegs verweisen neben der im Vergleich zu Kohle- und Gaskraftwerken besseren CO2-Bilanz der AKWs auf die starken Schwankungen bei der Ökostromproduktion aus Wind und Sonne. Diese können je nach Wetterlage den Bedarf mal alleine decken oder sie fallen komplett aus.
12:18 Uhr

Putin will Beziehung zu Berlin verbessern

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sind so schlecht wie lange nicht. Wladimir Putin sieht die Feiern zum 75. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland als Chance, das zu ändern. Er sei zuversichtlich, dass das Jubiläumsjahr 2020 dazu beitrage, dass beide Länder künftig bei dringenden Fragen enger zusammenarbeiteten, sagte Putin dem Kreml zufolge.

  • Putin äußerte sich in einem Schreiben zum Jahreswechsel an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Darin erinnerte er an Projekte beider Länder, unter anderem Partnerschaften in den Bereichen Forschung und Bildung. Den 75. Jahrestag des Sieges will Putin am 9. Mai 2020 mit Staats- und Regierungschefs aus aller Welt bei der größten Militärparade der russischen Geschichte in Moskau feiern.
  • Zuletzt sorgten die Ermittlungen zum Mord an einem Georgier in Berlin für diplomatische Verstimmungen zwischen Deutschland und Russland. Berlin hatte Moskau fehlende Kooperation in dem Fall vorgeworfen und zwei russische Diplomaten ausgewiesen. Im Gegenzug verfügte Moskau, dass zwei deutsche Diplomaten Russland verlassen müssen.
12:00 Uhr

Mehrheit der Deutschen für Böllerverbot

Die meisten Deutschen sind für ein Verbot von Böllern und Silvesterraketen. 59 Prozent sprechen sich dafür aus, privates Feuerwerk in allen deutschen Innenstädten zu verbieten. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/ntv-Trendbarometer. 37 Prozent der Befragten sind dagegen. Insbesondere Frauen (68 Prozent) sowie ältere Befragte ab 60 Jahren (65 Prozent) befürworten ein Verbot.

79 Prozent der Befragten wären bereit, auf ein eigenes Silvesterfeuerwerk zu verzichten oder tun dies bereits. 20 Prozent wären nicht dazu bereit. Am weitesten verbreitet ist die Bereitschaft zum Verzicht bei den Befragten über 60 Jahren (92 Prozent) sowie bei Frauen (86 Prozent). In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen gaben 67 Prozent an, auf Feuerwerk verzichten zu können.

11:40 Uhr

Atomreaktor in Schweden geht vom Netz

Im Südwesten Schwedens ist mit der Abwicklung eines Atomreaktors des jahrzehntealten Kernkraftwerks Ringhals begonnen worden.

  • Nach mehr als 40 Jahren im Betrieb wurde die letzte Turbine des Reaktors Ringhals 2 am Morgen vom Netz genommen, wie ein Sprecher des Haupteigentümers Vattenfall bestätigte. In einem nächsten Schritt soll Anfang Januar das verbliebene Brennmaterial herausgeholt werden. Der Rückbau des Reaktors wird einige Jahre in Anspruch nehmen: Sein Abriss soll in etwa zwei Jahren eingeleitet werden und dürfte dann mindestens acht Jahre dauern.
  • Das Atomkraftwerk Ringhals liegt rund 60 Kilometer südlich von Göteborg und damit Luftlinie etwa 350 Kilometer nördlich von Rostock. Vattenfall zufolge ist es das größte Kraftwerk Skandinaviens und erzeugt etwa ein Fünftel des in Schweden verbrauchten Stroms.
11:25 Uhr
Breaking News

Manfred Stolpe ist tot

Der SPD-Politiker Manfred Stolpe ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Das teilte die Staatskanzlei Brandenburg in Potsdam am Montag im Namen der Familie mit. Der langjährige Ministerpräsident des Landes Brandenburg sei nach langer Krankheit "friedlich eingeschlafen".

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11:08 Uhr

Umweltschutz: Kabul verbietet Plastik-Feuer

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Smog in Kabul

(Foto: imago stock&people)

Afghanistans Hauptstadt geht mit Schließungen und Verboten gegen Luftverschmutzung vor. Betroffen sind allerdings nicht Diesel-Fahrzeuge wie hierzulande, sondern Unternehmen, die zum Heizen Plastik oder alte Reifen verbrennen.

  • Hochzeitssäle, öffentliche Bäder und Immobilienverwaltungen seien angewiesen worden, keine alten Reifen und Plastik mehr zu verbrennen, sagte eine Sprecherin der Umweltbehörde, Leila Samani. Damit werden üblicherweise Geschäftsräume beheizt. Anwohner seien zudem aufgefordert worden, weniger Kohle zum Heizen ihrer Häuser einzusetzen und ihre alten Autos zu reparieren.
  • Drei Hochzeitssäle und zwei Immobilienverwaltungen wurden demnach seit Sonntagabend in einer gemeinsamen Aktion von Polizei, Stadtverwaltung und Umweltbehörde geschlossen. Weitere 28 Betriebe sollen laut Samani in dieser Woche folgen.
  • Die Menschen in Kabul leiden nicht nur unter den ständigen Terroranschlägen mit Hunderten Toten und Verletzten. Die Stadt erstickt auch am Smog, vor allem wegen der vielen Kohleöfen. Arme Menschen heizen zudem mit Plastikmüll.
10:51 Uhr

Meuthen hält AfD für "durch und durch pro-jüdisch"

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Meuthen hält die AfD für "durch und durch" pro-jüdisch. Einzelne Zitate von Vertretern seiner Partei will er aber nicht verteidigen.

(Foto: dpa)

AfD-Chef Jörg Meuthen hält die vielfach geäußerten Bedenken von Menschen jüdischen Glaubens gegenüber seiner Partei für unbegründet. Die AfD sei "durch und durch pro-jüdisch", sagte Meuthen der "Süddeutschen Zeitung".

  • "In der Tat ist mir ein Rätsel, was sich da eine Frau Knobloch und ein Herr Schuster zusammenreimen", sagte Meuthen über die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München, Charlotte Knobloch, sowie den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Beide hatten angekündigt, Deutschland verlassen zu wollen, falls die AfD an einer Bundesregierung beteiligt werde.
  • Seine Partei arbeite daran, sich weniger problematisch in der Öffentlichkeit zu äußern, sagte der AfD-Chef weiter. Angesprochen auf mehrere Zitate, in denen AfD-Repräsentanten auch sprachlich die Nähe zu Begriffen des Nationalsozialismus suchen, sagte Meuthen: "Sie werden von mir nicht erleben, dass ich jeden Satz verteidige, den irgendjemand in der AfD gesagt hat." Die Partei arbeite daran. "Wir haben durch unsere Arbeitsgruppe 'Verfassungsschutz' genau untersuchen lassen, welche Äußerungen unserer Leute problematisch sind. Mit denen reden wir."
10:34 Uhr

Kim Jong Un kündigt "offensive Maßnahmen" an

Kurz vor Ablauf eines Ultimatums an die USA im Atomstreit hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un "positive und offensive Maßnahmen" für die Sicherheit seines Landes angekündigt. Diese seien nötig, um die Sicherheit und die Souveränität Nordkoreas "vollständig zu gewährleisten", sagte Kim nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA bei einem Treffen hochrangiger Parteivertreter in Pjöngjang.

  • Die Atomverhandlungen zwischen Pjöngjang und Washington liegen seit einem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump im Februar auf Eis. Nordkorea verlangte von den USA zuletzt Zugeständnisse bis zum Jahresende und drohte, andernfalls einen "neuen Weg" einzuschlagen und mit einem "Weihnachtsgeschenk" aufzuwarten. Experten gehen davon aus, dass Nordkorea den Test einer Interkontinentalrakete plant.
  • Vor den Parteivertretern sprach Kim zudem von einer "ernsten Lage" der Wirtschaft seines Landes. Nun sei die Zeit für eine "entscheidende Wende" gekommen. Kim stellte dem Gremium dem Bericht zufolge "Aufgaben", um die Lage der großen Industriebereiche "dringend zu korrigieren".
10:08 Uhr

Deutschlandfunk schafft Staumeldungen ab

Sie wundern sich auch darüber, dass in Zeiten von Navigationssystemen und mobilem Internet Staumeldungen immer noch im Radio aufgesagt werden? Das ändert sich jetzt zumindest im Deutschlandfunk.

  • Ab dem 1. Februar 2020 werden dort keine Staumeldungen mehr zu hören sein. Die Ausstrahlung werde eingestellt und stattdessen das Nachrichtenangebot ausgebaut, teilte das öffentlich-rechtliche Deutschlandradio mit.
  • Damit entspreche man den Wünschen der Mehrheit der Hörerschaft. "Das in den 1970er Jahren innovative Serviceangebot 'Verkehrsnachrichten' war in den letzten Jahren verstärkt kritisiert und durch die flächendeckende Verfügbarkeit mobiler Navigationssysteme für die meisten Hörerinnen und Hörer überflüssig geworden", teilte der Sender mit.
09:53 Uhr

Hunderte Migranten kommen in Griechenland an

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Blick auf das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

 

Mehr als 450 Menschen haben am Wochenende aus der Türkei nach Griechenland übergesetzt. Wie das Staatsradio unter Berufung auf die Küstenwache in Piräus berichtete, kamen die Menschen auf Lesbos, Chios, Kos und Samos, aber auch auf kleineren Inseln wie Farmakonisi (109 Migranten) und Pserimos (zehn) an. 39 Menschen erreichten das griechische Festland nahe der Hafenstadt Alexandroupolis.

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) kamen dieses Jahr bis zum 22. Dezember 73.377 Migranten aus der Türkei nach Griechenland. Das seien knapp 23.000 mehr als im Vorjahr. Die für 7500 Migranten ausgelegten Registrierlager auf den Inseln sind mit mehr als 42.000 Menschen heillos überfüllt.

09:35 Uhr

Deutschland importiert Rekordmenge Böller

Trotz aller Umweltdebatten sind die Importe von Böllern und Raketen für Silvester kräftig gewachsen.

  • Im vergangenen Jahr wurde die Rekordmenge von 47.400 Tonnen Feuerwerkskörpern im Wert von 121 Millionen Euro nach Deutschland eingeführt, teilte das Statistische Bundesamt mit.
  • Verglichen mit dem Vorjahr stieg die importierte Menge an Böllern und Co. demnach um fast 11 Prozent und gemessen am Jahr 1999 um 48 Prozent, so die Wiesbadener Statistiker. Fast alle der Feuerwerkskörper stammten aus China.
09:27 Uhr

Deutschland rutscht an Weltbörsen weiter ab

 

Die größten Unternehmen aus dem deutschen Leitindex Dax spielen an den Weltbörsen eine immer geringere Rolle. Mit SAP, Siemens und Linde finden sich zum Ende des Jahres nur noch drei von ihnen unter den 100 am höchsten bewerteten Konzernen der Welt, wie aus einer Erhebung der Unternehmensberatung EY und aus Daten des Anbieters Refinitiv hervorgeht.

  • Die Fassade der Unternehmenszentrale von SAP trägt das Unternehmenslogo. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

    Das wertvollste deutsche Unternehmen laut des Rankings ist SAP mit einem Wert von 147 Milliarden Euro, Platz 50.

    (Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild)

    Vor einem Jahr gehörte auch die Allianz zu den "Top 100", vor zwei Jahren spielten noch sechs "Blue Chips" aus Deutschland in der ersten Börsenliga mit. "Es gibt einen massiven Bedeutungsverlust Deutschlands an den Weltbörsen", sagt EY-Deutschland-Chef Hubert Barth. "Ganz oben geben andere Nationen den Ton an, in erster Linie die USA und China."
  • Der teuerste gelistete Konzern überhaupt kommt aber erstmals aus Saudi-Arabien: Der Öl-Riese Saudi Aramco wird nach seinem Börsengang im Herbst mit 1,88 Billionen Dollar bewertet - doch ist nur ein Bruchteil der Aramco-Aktien handelbar. Dominiert wird die Börsen-Rangliste ansonsten von den USA. Von dort kommen sieben der zehn am höchsten bewerteten Unternehmen der Welt.
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09:05 Uhr

Südkorea führt Zivildienst ein

In Deutschland sind verpflichtender Wehr- und Zivildienst seit Jahren Geschichte, in Südkorea hat die Regierung nun eine Alternative zum Dienst an der Waffe eingeführt. Doch dagegen regt sich Protest.

  • Südkoreaner, die aus religiösen oder anderen persönlichen Überzeugungen den Pflichtwehrdienst verweigern, können von Beginn des nächsten Jahres an einen dreijährigen Dienst in einer Justizvollzugsanstalt antreten, teilt das Verteidigungsministerium mit. Der Zivildienst wird damit bei Weitem länger als der Militärdienst sein, der in Südkorea je nach Waffengattung 21 bis 24 Monate dauert. Südkoreas Parlament hatte am Freitag das Gesetz verabschiedet.
  • In fast jedem Jahr wurden bisher Hunderte Wehrdienstverweigerer zu Haftstrafen verurteilt, die 18 Monate lang oder länger sein konnten. Die meisten Betroffenen waren oder sind Mitglieder der christlichen Glaubensgemeinschaft Zeugen Jehovas.
09:35 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:19 Uhr

Die beliebtesten Vornamen 2019 - Greta ist es nicht

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Pech gehabt, Thunberg!

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Wird die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg das Ranking der beliebtesten Vornamen in Deutschland beeinflussen? Die klare Antwort darauf lautet: Nein. Der Vorname Greta ist wie auch schon in den Vorjahren auf Platz 30 der Statistik des Hobby-Namensforschers Knud Bielefeld aus Ahrensburg zu finden. 

  • "Da war ich ja sehr sehr gespannt darauf und habe den auch zum Vornamen des Jahres ernannt und bin jetzt ein bisschen enttäuscht", sagte Bielefeld der Deutschen Presse-Agentur. Er gehe davon aus, dass sich manche Eltern von dem Hype um Greta abschrecken ließen und wieder andere den Namen eigens wegen des berühmten Vorbilds gewählt haben.
  • An der Spitze des Rankings für die beliebtesten ersten Vornamen im Jahr 2019 liegen nach wie vor die Namen Emma und Ben. Ben landet damit bereits zum neunten Mal in Folge auf Platz 1, Emma zum vierten Mal seit 2014.
  • Bei den Mädchen sieht die Rangliste der beliebtesten Vornamen 2019 bundesweit wie folgt aus: Emma, Emilia, Hannah/Hanna, Mia, Sophia/Sofia, Lina, Mila, Marie, Ella und Lea. Bei den Jungsnamen folgen auf Spitzenreiter Ben die Namen Paul, Finn/Fynn, Leon, Jonas, Noah, Elias, Felix, Luis/Louis und Henri/Henry.
08:06 Uhr

Lindner: Privatfirmen sollen Schulen sanieren

FDP-Chef Christian Lindner fordert, stärker wieder privates Kapital für öffentliche Zwecke zu nutzen.

  • Formen der öffentlich-privaten Partnerschaft seien hierzulande zwar inzwischen diskreditiert. "Wir können aber einen neuen Anlauf wagen, indem wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, bessere Verträge abschließen und privates Investitionskapital nutzen, um zum Beispiel digitale Infrastruktur auszubauen, das Straßen- und Schienennetz auszubauen und auch Schulen instand zu setzen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
  • Eine Abkehr von der Schwarzen Null, einem ausgeglichenen Staatshaushalt also, kritisierte er. "Wir können mehr investieren - ohne zusätzliche Schulden", sagte er. "Warum sprechen wir nicht darüber, den Staat effizienter zu machen und auf Subventionen zu verzichten? Warum beschleunigen wir nicht endlich die Planungsverfahren? Warum regen wir nicht private Investitionstätigkeit an?"
07:54 Uhr

Australien baut 5G mit Nokia auf

In Deutschland wird noch darüber gestritten, ob der chinesische Staatskonzern Huawei an einer Ausschreibung zum Ausbau des 5G-Netzes teilnehmen darf, in Australien hat man sich nun entschieden.

Kunden der Vodafone Hutchison Australia wird bald der neueste Mobilfunkstandard 5G zur Verfügung stehen. Das australische Unternehmen wird nach eigenen Angaben beim Aufbau des Netzes mit der finnischen Nokia kooperieren. Begonnen werden soll mit den Arbeiten im ersten Halbjahr 2020. Die nun getroffene Vereinbarung der beiden Konzerne hat eine Laufzeit von zunächst fünf Jahren, erklärten die Unternehmen.

07:36 Uhr

Weniger Menschen starben 2019 im Flugverkehr

Trotz des Absturzes einer äthiopischen Boeing 737 MAX 8 hat sich die Zahl der 2019 bei Flugzeugunglücken getöteten Menschen gegenüber dem Vorjahr stark reduziert.

  • Nach vorläufigen Zahlen des Flugsicherheitsbüros JACDEC starben 2019 bei Flugunfällen in der kommerziellen Luftfahrt weltweit 293 Menschen - 48 Prozent weniger als im Vorjahr (559). Mehr als die Hälfte von ihnen wurden beim Boeing-Absturz am 10. März getötet, der 157 Menschen das Leben kostete. Die Zahlen enthalten auch zwölf Getötete aus dem Crash eines kasachischen Fokker-Jets nach Weihnachten.
  • Gemessen an den Opferzahlen gilt 2019 damit als drittsicherstes Jahr in der Geschichte der kommerziellen Luftfahrt seit dem Zweiten Weltkrieg. Nur 2013 sowie im Ausnahmejahr 2017, in dem gerade mal 40 Menschen im Luftverkehr starben, gab es weniger Unfalltote.
*Datenschutz

 

07:14 Uhr

Baby-Genmanipulation: Forscher muss ins Gefängnis

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He Jiankui

(Foto: picture alliance/dpa)

Der chinesische Forscher He Jiankui ist wegen Genmanipulation bei Babys zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Wegen illegaler medizinischer Methoden seien gegen ihn drei Jahre Haft sowie eine Geldstrafe verhängt worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. He hatte nach eigenen Angaben das Erbgut von durch künstliche Befruchtung gezeugten Zwillingsschwestern verändert.

Sie erinnern sich nicht an den Fall? Hier können Sie nachlesen, worum es geht:

Umstrittenes Gen-Experiment: HIV-Immunität von China-Babys angezweifelt

Nach Geburt von Gen-Babys: Peking ordnet Untersuchung an

06:39 Uhr

US-Armee tötet vier Shebab-Islamisten

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(Foto: REUTERS)

Somalia wurde am Samstag vom heftigsten Terroranschlag seit vier Jahren erschüttert. Als Reaktion hat nun die US-Armee die radikalislamische Shebab-Miliz aus der Luft angegriffen.

  • Dabei seien vier Shebab-Kämpfer getötet worden, teilte das Afrika-Kommando der US-Streitkräfte (Africom) mit. Die Einsätze seien mit der somalischen Regierung abgestimmt gewesen. Die am Tag nach dem Anschlag von den USA geführten "Präzisionsangriffe aus der Luft" hätten sich gegen Shebab-Mitglieder gerichtet, die für "terroristische Akte gegen unschuldige somalische Bürger" verantwortlich seien und sich dabei mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida abgestimmt hätten, erklärte Africom. Zivilisten seien nicht zu Schaden gekommen.
  • Beim Anschlag in Mogadischu waren am Samstag nach vorläufigen Zählungen mindestens 79 Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt worden. Unter den Opfern waren 16 Studenten.
06:52 Uhr

Hunderttausende protestieren gegen Feuerwerk

Seit Wochen brennt in Australien der Busch. Ein Silvester-Feuerwerk in der nahe gelegenen Millionen-Metropole Sydney wirkt da geradezu absurd.

  • Politiker und Hunderttausende Einwohner drängen nun darauf, das Neujahrs-Feuerwerk in Sydney wegen der anhaltenden Buschfeuer abzusagen. "Das Risiko ist zu hoch. Wir müssen die erschöpften Freiwilligen der Feuerwehr respektieren", schrieb der stellvertretende Premierminister des Bundesstaates New South Wales, John Barilaro, auf Twitter.
  • Die australische Hauptstadt Canberra sowie viele kleinere Städte hätten ihre Silvesterfeuerwerke wegen der Feuergefahr bereits abgesagt, argumentierte Barilaro. Dem solle auch Sydney als Hauptstadt von New South Wales folgen.
  • Eine Online-Petition, die eine Absage des Feuerwerks in der Küstenmetropole fordert, hatte bis zum Montagmorgen mehr als 270.000 Unterschriften erhalten.
07:04 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leser! Ich bin heute ausnahmsweise aus dem Politik-Ressort an den "Tag"-Schreibtisch gewechselt und versorge Sie an dieser Stelle mit Nachrichten aus aller Welt. Ich hoffe, Sie sind gut durch die Weihnachtsfeiertage gekommen! Lassen Sie uns einen kurzen Blick nach vorne werfen. Das sind die wichtigsten Punkte des - für die Zeit zwischen den Jahren typischerweise dünnen - Terminkalenders:

  • In der Nacht hat der dreitägige Streik der Germanwings-Flugbegleiter an mehreren deutschen Flughäfen begonnen. Infolge des Ausstands, der bis einschließlich Neujahr dauern soll, fallen bundesweit rund 180 Flüge aus, wie aus einer Übersicht auf der Internetseite von Eurowings hervorgeht, die das Unternehmen laufend aktualisiert. Germanwings führt Flüge für Eurowings aus. Im gesamten Eurowings-Flugplan führt der Streik bei Germanwings nach Angaben einer Unternehmenssprecherin zu rund 15 Prozent Flugausfällen.

  • Der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld veröffentlicht heute seine Statistik zu den beliebtesten Vornamen in Deutschland. Bielefeld stützt seine Auswertung auf 610 verschiedene Quellen in bundesweit 480 Städten - zumeist Geburtskliniken, aber auch Meldungen aus zehn Standesämtern. Zuletzt waren Emma und Ben vorn.
  • Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht am frühen Nachmittag seine vorläufige Jahresbilanz für das Jahr 2019.
  • Außerdem stellt heute der Satiriker und EU-Abgeordnete Nico Semsrott dem EU-Parlament sein Halbjahrszeugnis aus. Vor einem halben Jahr betrat der hoffnungslos wirkende Mann mit schwarzer Kapuze das EU-Parlament. Nun holt er zu einer Zwischenbilanz aus. Er fordert mehr Mut in der EU-Politik und: das halbe Parlament mit ausgelosten Bürgerinnen und Bürgern zu besetzen.
05:53 Uhr

Tag beginnt mit zum Teil bei Minus 11 Grad

Der Tag beginnt besonders in der Mitte und im Süden mit Frost oder Bodenfrost. Am kältesten ist es am Bayrischen Wald, teils mit strengem Frost bis minus 11 Grad. Überwiegend frostfrei geht es dagegen im Norden unseres Landes los. Und auch im Hochschwarzwald startet der Tag sehr mild. Hier hat sich in höheren Luftschichten nämlich wärmere Luft durchgesetzt. Eine sogenannte Inversion. So vermeldet beispielsweise der Schauinsland auf knapp 1200 Metern Höhe plus 7 Grad, während es in Freiburg minus 3 Grad sind. Unten ist es also deutlich kälter als oben. Normalerweise ist das andersherum. Ebenfalls mit recht milden Werten von 4 bis 7 Grad plus geht es bei den Nordlichtern in den Tag.

Wettertechnisch ist es anschließend vielfach freundlich bis sonnig und dementsprechend trocken. Lediglich am Oberrhein hält sich der zum Teil zähe Nebel sehr hartnäckig.Die Temperaturen erreichen zwischen 1 Grad in den mitunter recht kühlen Niederungen im Süden und Südosten und bis 12 Grad mit Sonnenschein. Am wärmsten ist es auf den Bergen.

Die weiteren Aussichten: von ein paar schlappen Tiefausläufern mal abgesehen bleibt es auch in den nächsten Tagen überwiegend ruhig. Jedoch drohen damit in der Silvesternacht teilweise auch mal wieder dichte Nebelfelder und eine hohe Feinstaub-Belastung. Hier die Einzelheiten im Überblick. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander

05:51 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht