Montag, 06. Juli 2020Der Tag

mit Heidi Ulrich
Heidi Ulrich
23:00 Uhr

Das war Montag, der 6. Juli 2020


Werder Bremen hat den Klassenerhalt ganz knapp und mit viel Dusel geschafft. 2:2 stand es am Ende in Heidenheim. Der Spielbericht lohnt sich: Das erste Tor für Bremen war ein Eigentor der Heidenheimer und Heidenheim war kurz vor Schluss nochmal dicht dran, das Spiel zu drehen, in der Nachspielzeit fielen zwei Tore. Auch wichtig waren heute diese Meldungen:

Damit sage ich tschüß und wünsche eine gute Nacht! Werder-Fans werden sie bestimmt haben!

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Jubel in Bremen!

(Foto: dpa)

22:35 Uhr

Leichen von Badenden bei Wasserfall in Schweiz geborgen

In der Schweiz sind bei einem Wasserfall die Leichen zweier Menschen gefunden worden. Ein 30-jähriger Polizist und eine 26-jährige Frau wurden bei Henau im Kanton St. Gallen tot geborgen, wie die Polizei berichtete. Demnach hatten die beiden bei schönem Wetter am Sonntag zusammen mit weiteren Menschen in der Thur gebadet. Der Mann und die Frau hatten sich rund 30 Meter oberhalb des Wasserfalls im hüfttiefen Wasser bewegt. Dabei wurden sie vom Wasser mitgerissen und stürzten über den etwa vier Meter hohen Wasserfall. Rund 100 Helfer waren an der Suche beteiligt.

22:09 Uhr

Jugendlicher wegen Mordversuchs an Lehrer verurteilt

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Der Lehrer war auf den Lehrerparkplatz gelockt worden. Ein Mitschüler hätte einen Schwächeanfall erlitten, sagte einer der Angeklagten.

(Foto: dpa)

Wegen eines mutmaßlichen Mordkomplotts gegen einen Lehrer aus Dortmund sind zwei Jugendliche verurteilt und einer freigesprochen worden. Die heute 17, 18 und 19 Jahre alten jungen Männer hatten laut Anklage im Mai 2019 aus Frust über schlechte Noten den Pädagogen in einen Hinterhalt gelockt, um ihn mit einem Hammer zu erschlagen. Wohl nur dem vorsichtigen Verhalten des Lehrers war es zu verdanken, dass der Angriff letztendlich ausblieb. Der Lehrer sagte, er sei von Anfang an misstrauisch gewesen und habe niemandem den Rücken zugekehrt.

Die Jugendstrafkammer verurteilte den 17-Jährigen als mutmaßlichen Haupttäter wegen versuchten Mordes zu drei Jahren Jugendhaft. Der 18-Jährige muss wegen Beihilfe zum versuchten Mord einen dreiwöchigen Dauerarrest verbüßen und außerdem 100 Sozialstunden ableisten. Der dritte Angeklagte wurde hinsichtlich des Mordversuchs freigesprochen, weil er nach Ansicht der Richter aus freien Stücken von der Tat zurückgetreten war.

Der Lehrer sagte, "ich kann mit diesem Urteil sehr gut leben". Die Tatsache, dass die Richter den Hauptangeklagten zu einer Gefängnisstrafe verurteilt hätten, sei ein wichtiges Signal für ihn und seine Kollegen.

21:35 Uhr

Frau wird nach Rassismus-Vorfall im Central Park angeklagt

Nach einem Rassismus-Vorfall im Central Park hat die New Yorker Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Ein schwarzer Hobby-Vogelbeobachter hatte bei dem Vorfall Ende Mai eine weiße Frau gebeten, den Parkregeln entsprechend ihren Hund anzuleinen. Die Frau lehnte dies jedoch ab, rief die Polizei an und drohte damit zu berichten, dass ein afro-amerikanischer Mann ihr Leben bedrohe. Die Frau müsse sich nun wegen fälschlicher Anzeige eines Vorfalls verantworten, kündigte die Staatsanwaltschaft an. Das Video des Vorfalls, das die Schwester des Vogelbeobachters veröffentlicht hatte, war millionenfach angesehen worden. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hatte gesagt, das Video zeige "Rassismus, ganz einfach". Die Frau, die daraufhin von ihrem Arbeitgeber entlassen wurde, entschuldigte sich, wies aber alle Rassismus-Vorwürfe zurück. "Es war inakzeptabel und ich entschuldige mich demütig und vollkommen."

20:42 Uhr

Rubens-Gemälde unter Staubschicht wiederentdeckt

Ein verstaubtes altes Gemälde hat sich als echter Rubens herausgestellt. Zumindest sagen das Experten des Aktionshauses Sotheby's in London. Das "Porträt einer Dame" aus dem 17. Jahrhundert soll nun in gut drei Wochen versteigert werden. Die Experten von Sotheby's schätzen den Wert auf umgerechnet 2,76 bis 3,86 Millionen Euro.

Der anonyme Verkäufer hatte das Gemälde 2017 für 65.000 Pfund erstanden. Vorher war es 139 Jahre lang in einer Familiensammlung gewesen. Zu dem Zeitpunkt war man davon ausgegangen, dass es zwar aus der Werkstatt des Barockmalers Peter Paul Rubens stammt, aber von einem seiner Assistenten gemalt wurde. Die Experten von Sotheby's sind jedoch überzeugt, dass es vom Meister selbst sein muss. Die Echtheit würden unter anderem Änderungen zeigen, die der Künstler während des Malens gemacht haben musste. So seien etwa der Hintergrund überarbeitet und die Schultern der Frau nachträglich breiter gemacht worden. Das Bild sei ziemlich schmutzig gewesen und mit dem Staub von hundert Jahren bedeckt gewesen, hieß es.

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Das Gemälde wurde in einer Privatsammlung entdeckt, bald wird es versteigert.

(Foto: dpa)

20:06 Uhr

Video des Tages

19:34 Uhr

Tom Hanks über Covid-19: "Ich hatte lähmende Schmerzen"

Bleiben wir noch kurz im Bereich Unterhaltung, wenden uns aber einem richtigen Star zu: Oscarpreisträger Tom Hanks hat in einem Interview erzählt, wie es ihm und seiner Frau während ihrer Covid-19-Erkrankungen ergangen ist. Dem "Guardian" sagte der 63-Jährige, sie hätten sehr unterschiedliche Reaktionen gehabt. Seine Frau habe ihren Geschmacks- und Geruchssinn verloren, habe an schwerer Übelkeit und hohem Fieber gelitten. "Ich hatte nur lähmende Schmerzen am ganzen Körper, war sehr müde und konnte mich nicht länger als zwölf Minuten auf etwas konzentrieren." Aber letzteres entspreche sowieso ein bisschen seinem natürlichen Zustand, scherzt Hanks. Heute gehe es ihnen wieder gut.

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Tom Hanks und seine Frau, die Schauspielerin Rita Wilson.

(Foto: picture alliance / dpa)

19:03 Uhr

"Das Sommerhaus der Stars" startet erst im September

Die Trash-TV-Liebhaber unter Ihnen, die schon sehnsüchtig auf "Das Sommerhaus der Stars" warten, müssen sich noch länger gedulden. RTL strahlt die Gameshow mit wetteifernden Promi-Paaren erst im September aus und nicht wie gewohnt im Juli.

Der Dreh auf einem Bauernhof in Bocholt-Barlo in Nordrhein-Westfalen ist inzwischen abgeschlossen. Und es dürfte recht hitzig unter den Bewohnern zugegangen sein. Bekannt ist schon, dass Georgina Fleur und ihr Verlobter Kubilay "Kubi" Özdemir die Show nach nur drei Tagen wieder verlassen haben. Und Ex-"Bachelor" Andrej Mangold schrieb nach seiner Rückkehr aus dem Haus auf Instagram: "Das war wirklich eine Grenzerfahrung. Leider kann ich euch noch nicht mit mehr Infos versorgen, aber seid euch sicher, bei der Ausstrahlung werdet ihr ganz schön staunen, sowohl positiv als auch negativ."

18:26 Uhr

Bei Wien erschossener Tschetschene - Hinweise auf Auftragsmord

Auf einen in Österreich erschossenen Asylbewerber aus Tschetschenien soll ein Kopfgeld ausgesetzt gewesen sein. Der 43-jährige russische Staatsbürger, der seit 2007 als Geflüchteter in Österreich lebte, war Samstagabend auf offener Straße in Gerasdorf bei Wien von mehreren Schüssen getroffen worden. Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet unter Berufung auf Quellen aus der tschetschenischen Gemeinschaft in Wien, dass dort Berichte über konkrete Mordaufträge kursierten. Laut Polizei hatte der Mann zuvor polizeilichen Personenschutz angeboten bekommen, aber abgelehnt. Nach russischen Medienberichten galt das Opfer als Kritiker des Regimes in Tschetschenien, einer islamisch geprägten Teilrepublik im russischen Nordkaukasus. Der Mann soll immer wieder Kritik am tschetschenischen Präsidenten Kadyrow geäußert haben. Kritiker werfen diesem unter anderem die brutale Ausschaltung politischer Gegner vor - auch im Ausland.

18:03 Uhr

Verteidigungsministerium will bewaffnete Drohnen anschaffen

Das Verteidigungsministerium hat die Anschaffung bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr empfohlen. "Bewaffnete Drohnen erhöhen nicht nur die Sicherheit und Reaktionsfähigkeit unserer eigenen Kräfte und die unserer Partner im Einsatz, sie können auch signifikant zum Schutz der Zivilbevölkerung und ziviler Einrichtungen vor Ort beitragen", heißt es in einem Bericht des Ministeriums an den Bundestag. Der müsste über eine Anschaffung abstimmen.

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Eine unbewaffnete Drohne vom Typ Heron nach einem Aufklärungsflug in Afghanistan im Jahr 2013.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Ministerium will den Einsatz bewaffneter Drohnen an mehrere Grundsätze knüpfen. In dem Bericht heißt es etwa, die Einsätze seien "zu unterlassen, wenn zu erwarten ist, dass diese zu Verlusten an Menschenleben unter der Zivilbevölkerung, der Verwundung von Zivilpersonen, der Beschädigung ziviler Objekte oder zu mehreren derartigen Folgen zusammen führen, die in keinem Verhältnis zum erwarteten konkreten und unmittelbaren militärischen Vorteil stehen".

17:20 Uhr

Anklage fordert drei Jahre Haft für ehemaligen SS-Wachmann

Im Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann im KZ Stutthof hat die Hamburger Staatsanwaltschaft eine Jugendstrafe von drei Jahren gefordert. "Der Angeklagte ist der Beihilfe zum 5230-fachen Mord überführt", sagte Staatsanwalt Lars Mahnke in seinem Plädoyer. Der damals 17 bis 18 Jahre alte SS-Wachmann habe gewusst, was in der Gaskammer des Lagers bei Danzig passierte und dass Menschen im Krematorium erschossen wurden. "In einer solchen Situation muss Schluss sein mit der Loyalität gegenüber Verbrechern", sagte der Staatsanwalt.

Der 93-Jährige hatte zum Auftakt des Verfahrens im vergangenen Oktober eingeräumt, dass er Wachmann in Stutthof war. Allerdings sei er das nicht freiwillig gewesen. Er sei 1944 zur Wehrmacht eingezogen worden. Weil er nicht frontverwendungsfähig gewesen sei, habe man ihn zum Wachdienst nach Stutthof abkommandiert. Er habe viele Leichen in dem KZ gesehen, selbst aber nie von seiner Waffe Gebrauch gemacht.

17:06 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:50 Uhr

Maskenpflicht im Einzelhandel bleibt erstmal

Die 16 Gesundheitsminister der Länder haben sich darauf geeinigt, dass die Maskenpflicht auch im Einzelhandel wie bisher gelten soll. Es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die Pandemie wäre vorbei, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einer Schalte der Ressortchefs mit Bundesgesundheitsminister Spahn. Am Wochenende hatte sich Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe für ein baldiges Ende der Maskenpflicht in seinem Bundesland ausgesprochen. Er hatte auch gesagt, er rechne damit, dass das Kabinett dies nächsten Monat beschließen werde.

16:36 Uhr

Gericht hebt Lockdown im Kreis Gütersloh auf

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Land Nordrhein-Westfalen hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen - ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, erklärte das Gericht seine Entscheidung.

16:24 Uhr

Busfahrer wird nach Angriff für hirntot erklärt

Ein brutaler Angriff auf einen Busfahrer schockiert Frankreich: Der Busfahrer ist für hirntot erklärt worden, nachdem er gestern Abend an einer Haltestelle in Bayonne attackiert wurde. In Frankreich gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht. Die Polizei sagt, der Busfahrer habe eine Gruppe ohne Masken und Fahrausweise nicht einsteigen lassen. Daraufhin habe die Gruppe den rund 50 Jahre alten Busfahrer bewusstlos geschlagen. Er wurde mit schwersten Kopfverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei hat bisher einen Verdächtigen festgenommen. Aus Protest gegen die Gewalt traten heute zahlreiche Busfahrer in Bayonne spontan in Streik.

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15:52 Uhr

Studie: Menschen richten mit winzigen Bewegungen Ohren aus

Wenn wir ein neues oder sonst wie auffälliges Geräusch hören, können wir tatsächlich "die Ohren spitzen". Das haben Forscher von der Universität des Saarlandes herausgefunden. Sie schreiben, dass unbewusst winzige Ohrbewegungen in Richtung auffälliger Geräusche erfolgen. Das habe man bisher nur von Tieren gekannt, hieß es.

· Der Mensch habe höchstwahrscheinlich ein rudimentäres Orientierungssystem beibehalten, "das die Bewegung seiner Ohrmuscheln zu kontrollieren versucht, und das als 'neurales Fossil' im Gehirn seit etwa 25 Millionen Jahren fortbesteht", erklärt Strauss.

· Demnach wiesen die Forscher dies unter anderem anhand von elektrischen Impulsen des rudimentären motorischen Systems des Ohres nach.

· Warum das Ausrichten der Ohren in der Primatenkette verloren gegangen sei, sei bisher nicht vollständig geklärt, hieß es weiter.

· Die Erkenntnisse könnten zur Entwicklung besserer Hörgeräte angewandt werden, sagten die Forscher.

15:21 Uhr

Innenministerium verteidigt Absage an Studie zu Racial Profiling

Ich frage mich, was Innenminister Seehofer eigentlich über rassistische Polizeikontrollen weiß. Er sieht jedenfalls "keinen Bedarf", das Thema in Deutschland wissenschaftlich zu untersuchen und sagt, Racial Profiling sei verboten. Mit dieser Begründung hat er für viel Empörung gesorgt. Das Innenministerium hat nun auf die breite Kritik unter anderem von der Justizministerin reagiert und die Absage an die Studie verteidigt.

· Es seien zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus eine Reihe anderer Maßnahmen geplant, deren Ergebnisse zunächst abgewartet werden sollten, sagte ein Ministeriumssprecher.

· So solle etwa zunächst das Bundesamt für Verfassungsschutz ein Lagebild erstellen.

· Der Verfassungsschutz solle nicht nur bei der Polizei, sondern im öffentlichen Dienst schauen, ob rassistische und rechtsextreme Tendenzen erkennbar sind.

· Der Ministeriumssprecher betonte, es gebe in Deutschland Einzelfälle von Racial Profiling, bei dem Beamte Menschen allein aufgrund von äußeren Merkmalen wie der Hautfarbe kontrollieren. Das Ministerium sieht aber kein "strukturelles Problem".

14:38 Uhr

Zwölfjährige bleibt in Bahnhofs-Schließfach stecken

Eine Zwölfjährige ist im Ingelheimer Bahnhof in ein Schließfach geklettert - und musste anschließend von der Feuerwehr befreit werden. Das Mädchen sei am Samstagabend aus Spaß in das Schließfach geklettert, sagte die Polizei. Ein Freund sei dann gegen die Tür gestoßen – aus Versehen, wie er sagte. Die Tür fiel dadurch zu und ließ sich nicht mehr öffnen. Also kam die Feuerwehr und befreite die Zwölfjährige, die sich zum Glück nicht verletzt hat.

14:25 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser,

Juliane Kipper lässt noch schön grüßen, an dieser Stelle mache ich jetzt weiter. Und ich weiß jetzt schon, dass es kurz vor meinem Feierabend nochmal richtig spannend wird. Dann entscheidet sich, ob Werder Bremen oder der 1. FC Heidenheim nächste Saison erste Liga spielt. Ich drücke Bremen ganz fest die Daumen! Aber ich würde es auch dem FC Heidenheim gönnen. Denn der hat vor 13 Jahren noch in der Oberliga gespielt. Und wer war damals schon Trainer? Frank Schmidt, mit dem es nun in die höchste Liga gehen könnte. Ich bin gespannt! Haben Sie Fragen oder Kritik zur Rubrik "Der Tag", können Sie mich über heidi.ulrich(at)nama.de erreichen.

13:57 Uhr

Kreuzotter beißt 38-Jährigen auf Almhütte in die Zunge

Verwechslung mit schmerzhaften Folgen: Ein Mann aus Berlin ist bei einem Junggesellenabschied in Österreich von einer Kreuzotter in die Zunge gebissen worden. Der 38-Jährige habe die Baby-Schlange bei einem Polterabend am Samstagabend auf einer Almhütte in der Steiermark mit einem Wurm verwechselt, teilte das Österreichische Rote Kreuz mit.

Als er sie im Rahmen einer Mutprobe mit der Zunge berührte, habe das giftige Tier zugebissen. Weil der Rachen des 38-Jährigen daraufhin zuschwoll, musste er den Angaben nach von einem Notarzt versorgt und ins rund 60 Kilometer entfernte Landeskrankenhaus in der Wiener Neustadt gebracht werden.

13:30 Uhr

Kurier-Flugzeug muss notlanden und brennt ab

Ein mutmaßliches Drogenkurier-Flugzeug muss auf einer Landstraße notlanden. Trotz geglückter Landung steht der Flieger innerhalb kurzer Zeit in Flammen - die Besatzung legt das Feuer. Später entdecken Soldaten in der Nähe 390 Kilogramm einer weißen Substanz - vermutlich Kokain.

12:54 Uhr

Schauspieler Tilo Prückner gestorben

Der Schauspieler Tilo Prückner ist tot. Er starb bereits am 2. Juli in Berlin im Alter von 79 Jahren, wie seine Agentin der dpa unter Berufung auf die Familie sagte.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:30 Uhr

Wird Prinz Harry jemals US-Staatsbürger?

Am 1. April 2020 begannen Prinz Harry, Ehefrau Herzogin Meghan und Sohnemann Archie ein neues Leben in Kalifornien. Ihre Verpflichtungen als Senior Royals gegenüber der britischen Königsfamilie waren mit dem "Megxit" Geschichte. In Los Angeles will das Paar neu durchstarten. Wird Prinz Harry seiner US-amerikanischen Frau folgen und die US-Staatsbürgerschaft beantragen?

"The Times" berichtete Anfang April 2020 unter Berufung auf eine Quelle aus dem royalen Umfeld, dass Prinz Harry nicht in absehbarer Zeit eine Greencard, eine unbefristete Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, oder US-Staatsbürgerschaft beantragen wird. Trotz der Tatsache, dass Harry durch die Ehe mit einer US-Bürgerin gute Chancen auf eine Bewilligung hat, sind die Pläne laut britischer Tageszeitung "Express" weiterhin auf Eis gelegt. Ein Antrag auf US-Staatsbürgerschaft würde laut "Express" erfordern, dass Harry vollständig auf seine Titel verzichtet. Seine Einnahmen würden zudem unter US-Besteuerung fallen.

12:09 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:57 Uhr

Hadsch-Pilger müssen dieses Jahr Maske tragen

Muslimische Pilger müssen bei der diesjährigen Wallfahrt Hadsch in Saudi-Arabien zur Eindämmung des Coronavirus einen Mundschutz tragen. Zusätzlich zur Maskenpflicht sollen Ordner zu großes Menschengedränge verhindern und dafür sorgen, dass die Gläubigen einen Mindestabstand von anderthalb Metern einhalten. Das gelte bei Gebeten und religiösen Ritualen wie auch in Restaurants und Zelten, teilte das Zentrum für Seuchenprävention und -bekämpfung laut der staatlichen Nachrichtenagentur SPA in der Nacht zum Montag mit.

An der Pilgerfahrt nahmen 2019 fast 2,5 Millionen Menschen teil, darunter 1,8 Millionen aus dem Ausland. Wegen der Corona-Pandemie hat das Königreich ihre Zahl dieses Jahr drastisch auf wenige Tausend verringert. Teilnehmen dürfen nur Gläubige unter 65 Jahren, die sich bereits im Land befinden. Der Hadsch beginnt dieses Jahr voraussichtlich am 28. oder 29. Juli. Der genaue Termin hängt vom Erscheinen der Neumondsichel ab.

11:08 Uhr

Dosenwurf bei G20: Gericht spricht Ex-Polizisten frei

Drei Jahre nach seinem Bierdosenwurf bei einer Demonstration gegen den G20-Gipfel in Hamburg ist ein ehemaliger Polizist aus München freigesprochen worden. Dem 38-Jährigen sei nicht nachzuweisen, dass er bei dem Wurf in Richtung Polizei billigend in Kauf genommen habe, seine früheren Kollegen zu verletzen, sagte Richter Reinhard Kloß bei der Verkündung des Urteils vor dem Amtsgericht Altona. Gleiches gelte für die ebenfalls angeklagte 31 Jahre alte Freundin des Mannes, die ebenfalls eine Dose geworfen hatte.

Das Urteil sei nicht Ergebnis erwiesener Unschuld, sondern Ergebnis des Rechtsgrundsatzes "in dubio pro reo" (im Zweifel für den Angeklagten), sagte Kloß. Die Staatsanwaltschaft, die eine Bewährungsstrafe beziehungsweise eine Geldstrafe für die Angeklagten gefordert hatte, will prüfen, Rechtsmittel gegen die Freisprüche einzulegen.

10:34 Uhr

Kinder haben zu viele Chemikalien im Blut

Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland haben nach Angaben des Umweltbundesamts (UBA) zu viele langlebige Chemikalien im Blut. Behördenchef Dirk Messer warnte, es sei häufig noch unerforscht, welche Schäden die Chemikalien aus der Stoffgruppe der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen, kurz PFAS, anrichten könnten. "Wir versuchen daher, gemeinsam mit anderen europäischen Ländern, diese Stoffe in der EU so weit wie möglich zu verbieten." Das sei aus Vorsorgegründen der richtige Schritt.

Die Chemikalien werden laut UBA etwa in der Beschichtung von Kaffeebechern oder Outdoorjacken verwendet, weil sie Fett, Wasser und Schmutz abweisen. Bei Kindern und Jugendlichen von 3 bis 17 Jahren seien unter anderem in 21 Prozent der Proben - also mehr als jeder fünften - eine höhere Konzentration von Perfluoroktansäure festgestellt worden als eine Fachkommission als in jedem Fall unbedenklich bewerte, teilte das Umweltbundesamt mit.

10:17 Uhr

Kalifornien brennt wieder

In Kalifornien ist am Sonntag ein Waldbrand ausgebrochen. Es brenne auf einer Fläche von rund 4,5 Quadratkilometern rund 40 Kilometer nördlich von Los Angeles, sagte David Richardson, stellvertretender Feuerwehrchef des Los Angeles Countys. Betroffen sei eine Fläche in der Nähe der kalifornischen Kleinstadt Agua Dulce im Soledad Canyon, weshalb der Waldbrand "Soledad Fire" genannt wird.

Der erste Notruf war am Sonntagnachmittag eingegangen. Laut Ronald Shaffer vom Sheriff-Büro in Los Angeles County wurden die Bewohner von rund zehn Häusern in Sicherheit gebracht. Am Evakuierungsort im nahen Palmdale sollen die Menschen wegen der Corona-Abstandsregeln in ihren Autos bleiben. Weitere 200 bis 250 Personen in der Nähe des Waldbrands wurden vorgewarnt. Eine Schnellstraße wurde gesperrt.

09:38 Uhr

Männer melden sich nach illegalem Autorennen bei Polizei

Nach einem illegalen Autorennen in Bad Soden, bei der eine unbeteiligte Autofahrerin leicht verletzt worden ist, haben sich die mutmaßlichen Fahrer bei der Polizei gemeldet. Zwei junge Männer hätten sich bereits am Sonntagmorgen nach zeitlichem Verzug zur Unfallstelle begeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Ein weiterer hätte sich schließlich am Sonntagabend gemeldet.

Mehrere Zeugen hatten in der Nacht auf Sonntag von einem illegalen Autorennen berichtet. An einer Kreuzung war eines der Fahrzeuge mit dem Auto einer 44-Jährigen kollidiert. Der Wagen der leicht verletzten Frau war durch die Wucht des Aufpralls in ein Schaufenster gekracht. Das Auto des mutmaßlichen Unfallverursachers prallte gegen eine Straßenlaterne. Der Fahrer flüchtete zu Fuß von der Unfallstelle. Am Sonntagabend habe sich nun ein Mann gemeldet, der in Verbindung zum liegengebliebenen Fahrzeug stehe, so der Polizeisprecher. Er lasse sich durch einen Anwalt vertreten. Ob er allerdings der Fahrer ist, sei noch unklar.

09:10 Uhr
Breaking News

Italienischer Komponist Ennio Morricone mit 91 Jahren gestorben

Der italienische Filmkomponist Ennio Morricone ist tot. Er starb in der Nacht zum Montag im Alter von 91 Jahren in einer Klinik in Rom, wie italienische Medien berichteten. Morricone galt als einer der größten Komponisten der Filmgeschichte mit Titelmelodien für Kultfilme wie "Spiel mir das Lied vom Tod" oder "Cinema Paradiso".

*Datenschutz

08:59 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:28 Uhr

Israel schießt Spionagesatelliten ins All


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Wie verschiedene Vorgängermodelle soll der Spionagesatellit zur verbesserten militärischen Aufklärung beitragen.

(Foto: dpa)

Vor dem Hintergrund neuer Spannungen mit dem Iran hat Israel einen Spionagesatelliten ins All geschossen. Der Satellit "Ofek 16" sei in der Nacht in eine Erdumlaufbahn gebracht worden, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit. Die Datenübertragung habe plangemäß begonnen. Vor Beginn des vollen Einsatzes seien aber noch mehrere Tests geplant.

Der elektrooptische Satellit wurde vom Verteidigungsministerium und von der Israelischen Raumfahrtindustrie (IAI) entwickelt. Er sei von einem Ort im Zentrum Israels aus von einer Schavit-Rakete ins All geschossen worden, hieß es in der Mitteilung.

Verteidigungsminister Benny Gantz sprach von einer "weiteren außergewöhnlichen Errungenschaft für den Verteidigungsapparat". Er sagte: "Technologische Überlegenheit und geheimdienstliche Fähigkeiten sind essenziell wichtig für die Sicherheit des Staates Israel."

07:46 Uhr

Wind bleibt eine ruppige Angelegenheit

Nach einem oft freundlichen, teils auch sonnigen Start in den Tag breiten sich später häufiger Schauer sowie einzelne Gewitter aus. Das gilt vor allem in Richtung Alpen sowie generell im Norden. Und auch der Wind bleibt heute eine teilweise ruppige Angelegenheit. Besonders an den Küsten sowie bei Regengüssen und Gewittern sind weitere Sturmböen drin. Aber auch in den anderen Regionen bläst der Wind spürbar. In der Mitte können die Böen verbreitet Windstärke 6 bis 7 erreichen. Die Temperaturen bleiben deutlich hinter den jahreszeitlichen Möglichkeiten zurück. Die Höchstwerte bringen es auf 17 Grad im Nordwesten und bis auf 23 Grad am Hochrhein.

Die weiteren Aussichten dürften schon ein bisschen Neid aufblitzen lassen. Denn während sich der Süden wiederholt sommerlich zeigt, schaut es im Norden ganz anders aus. Hier die Details, mit denen ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche wünsche. Ihr Björn Alexander

07:32 Uhr

Baum fällt auf Gebäude, mindestens 19 Verletzte

Bei dem Einsturz eines Gebäudes in Pasadena im US-Bundesstaat Maryland sind mindestens 19 Menschen verletzt worden, darunter auch zwei Kinder. Die Opfer seien am späten Sonntagnachmittag in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht worden, teilte die örtliche Feuerwehr bei Twitter mit.

Eines der Opfer befinde sich in kritischem Zustand, fünf weitere in ernstem Zustand, die übrigen hätten nur leichte Verletzungen. Der Feuerwehr zufolge war ein großer Baum auf die Garage gefallen, in der sich zum Zeitpunkt des Unglücks mehr als 20 Menschen befunden hätten. Einige der Betroffenen hätten ausgesagt, sie hätten in dem frei stehenden Gebäude vor einem Unwetter Schutz gesucht, berichteten örtliche Medien.

06:46 Uhr

Überschwemmung in Japan: Fieberhafte Suche nach Vermissten

Nach den verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen in Japan geht die Suche nach vermissten Menschen weiter. Die Bergungskräfte seien unermüdlich im Einsatz, sagte am Morgen ein Behördensprecher in der Region Kumamoto. Bis Sonntag hatten die Behörden den Tod von 16 Menschen bestätigt. Nach mindestens rund einem Dutzend weiteren Vermissten wurde gesucht. Zehntausende Mitarbeiter der Rettungsdienste durchkämmten die Ruinen von Häusern.

14 der Todesopfer kamen nach Angaben der örtlichen Behörden in einem überfluteten Pflegeheim der Gemeinde Kuma ums Leben, zwei weitere wurden durch Erdrutsche begraben. Heftige Regenfälle hatten am Samstag in der südwestlichen Region um Kumamoto und Kagoshima auf der Insel Kyushu Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Der Fluss Kuma trat über die Ufer, die Wassermassen rissen Autos und Brücken fort und überfluteten Straßen und Ortschaften.

06:39 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

nach dem Rücktritt der französischen Regierung soll voraussichtlich das Kabinett des neuen Premierministers Jean Castex bekannt gegeben werden. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Bezug auf das Präsidialamt mitteilte, setzten Präsident Emmanuel Macron und Castex ihre Konsultationen am Sonntag mit dem Ziel fort, heute die neue Regierung vorzustellen.

Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

- Die CDU-Spitze kommt zu ihren letzten regulären Beratungen vor der Sommerpause zusammen. Fünf Monate vor dem geplanten Wahlparteitag in Stuttgart, bei dem sich eine Kampfkandidatur um die Nachfolge von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer abzeichnet, dürften die Äußerungen von CSU-Chef Markus Söder zur Kanzlerkandidatur der Union eine Rolle spielen.

- In London beginnt eine weitere einwöchige Gesprächsrunde über ein Brexit-Anschlussabkommen zwischen der EU und Großbritannien. Die erste dieser intensivierten Verhandlungsrunde in kleinem Kreis war am vergangenen Donnerstag ohne greifbares Ergebnis vorzeitig beendet worden. Beide Seiten unterstrichen dabei die noch immer bestehenden Meinungsunterschiede.

- Im Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann im KZ Stutthof soll die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyer halten. Die Anklage wirft dem 93 Jahre alten Angeklagten Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vor. Er soll als Wachmann in dem Lager bei Danzig zwischen dem 9. August 1944 und dem 26. April 1945 "die heimtückische und grausame Tötung insbesondere jüdischer Häftlinge unterstützt" haben.

- Werder Bremen droht im Rückspiel der Relegation der erste Abstieg aus der Fußball-Bundesliga seit 40 Jahren. Nach dem 0:0 im ersten Duell mit dem Zweitliga-Dritten 1. FC Heidenheim darf Werder sich in der entscheidenden Partie auf der schwäbischen Ostalb keine Niederlage erlauben.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

06:22 Uhr

Ein Drittel der Deutschen trinkt in der Krise mehr Alkohol

Der Alkoholkonsum ist bei rund einem Drittel der Erwachsenen in Deutschland seit der Corona-Krise gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim in Kooperation mit dem Klinikum Nürnberg durchgeführt hat. 35,5 Prozent der mehr als 3000 an der Studie Teilnehmenden gaben bei der anonymen Online-Umfrage an, während der Pandemie mehr oder viel mehr Alkohol getrunken zu haben als zuvor.

Die Erhebung ist nicht repräsentativ, liefert aber erste Erkenntnisse über die Konsumgewohnheiten während der Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen. Die Bundesregierung hatte jüngst in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion auf die Studie verwiesen.

05:59 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht