Montag, 04. November 2019Der Tag

mit Franziska Türk
22:34 Uhr

Das war Montag, der 4. November 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

die erste Novemberwoche startet nachrichtentechnisch eher gemächlich. Für die Berliner bleibt also genug Zeit, sich in die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Mauerfall-Jubiläum zu stürzen. Und sich an die größte Demo der DDR heute vor 30 Jahren zu erinnern. Das war heute sonst noch wichtig:

Damit verabschiede ich mich für heute, kommen Sie gut durch die Nacht!

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(Foto: picture alliance / Kay Nietfeld/)

 

22:06 Uhr

Türkischer Schriftsteller Altan kommt frei

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Ahmet Altan

(Foto: picture alliance/dpa)

Der türkische Schriftsteller und Journalist Ahmet Altan kommt unter Auflagen frei. Wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, verurteilte ein Gericht Altan zwar zu mehr als zehn Jahren Gefängnis, ordnete aber zugleich seine Freilassung unter Auflagen an. Altan, der den den diesjährigen Geschwister-Scholl-Preis erhält, war im Februar 2018 wegen Mitgliedschaft in der verbotenen Gülen-Bewegung zu lebenslanger Haft verurteilt worden, im Juli 2019 vom obersten Berufungsgericht des Landes aber wieder freigesprochen worden. Auch die Journalistin Nazli Ilicak soll laut dem Bericht von Anadolu unter Auflagen freikommen.

21:40 Uhr

Britisches Unterhaus wählt Hoyle zum neuen "Speaker"

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Hoyle will als "Schiedsrichter" die aufgeheizte Stimmung im Parlament beruhigen.

(Foto: dpa)

Das britische Unterhaus hat den bisherigen stellvertretenden Parlamentspräsidenten Lindsay Hoyle zum neuen "Speaker" gewählt. Der 62-Jährige galt als Favorit. Er tritt die Nachfolge von John Bercow an, der das Amt zehn Jahre innehatte. Hoyle war genauso lange dessen Stellvertreter.

Mehr dazu lesen Sie gleich auf n-tv.de.

21:04 Uhr

Frau wird beinahe lebendig eingeäschert

Drei Tage lang lag eine vermeintlich tote Frau in Thailand in ihrem Sarg - dann sollte sie nach buddhistischer Tradition eingeäschert werden. Doch als der Mann der 70-Jährigen das traditionelle Waschen der Leiche vor der Einäscherung übernahm, bemerkte er laut der Zeitung "Thai Rath" plötzlich, dass seine Frau noch atmete. Zunächst glaubte er an eine Halluzination, doch als sich auch die Augenlider der vermeintlichen Leiche bewegten und die Schwiegertochter - eine Ärztin - einen schwachen Puls fühlte, war die Sache klar: Die 70-Jährige lebt noch.

Nun ist die Frau, die unter einer Schilddrüsenkrankheit leidet, wieder Zuhause und wird von ihrer Familie gepflegt. Kritisch ist ihr Zustand weiterhin. "Ich glaube nicht, dass sie jemals geheilt werden kann, aber es war noch nicht ihre Zeit zu sterben", sagte ihr Mann der "Daily Mail".

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(Foto: REUTERS)

20:33 Uhr

4000 Soldaten proben bei Nato-Übung den Ernstfall

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Im Oktober hatten Nato-Soldaten bereits in Lettland gemeinsam trainiert.

(Foto: REUTERS)

In Litauen hat eine zweiwöchige Militärübung mit etwa 4000 Soldaten aus elf Nato-Ländern begonnen. Neben litauischen Truppen beteiligen sich am Manöver "Iron Wolf II" (Eiserner Wolf II) unter anderem auch Einheiten aus Deutschland, Großbritannien und den USA. Das teilte die litauische Armee in Vilnius mit. Ziel der bis zum 18. November auf dem litauischen Militärstützpunkt Pabrade abgehaltenen Übung ist eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Streitkräften der Nato-Staaten. Trainiert werden soll die Planung und Durchführung von Angriffs- und Verteidigungsoperationen.

Bereits Mitte Oktober waren rund 500 US-Soldaten mit Ausrüstung  zu Übungszwecken in Litauen eingetroffen - zum Unmut des benachbarten Weißrussland. Neben US-Soldaten sind auch deutsche Truppen in Litauen präsent. Im Zuge des verstärkten Schutzes der Nato-Ostflanke führt die Bundeswehr in dem Baltenstaat ein multinationales Nato-Bataillon.

19:46 Uhr

Schüler spielen antisemitische Lieder auf Rückfahrt von KZ

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Die Schüler hatten zuvor das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald besucht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine Schule aus dem hessischen Grünberg hat drei Schüler angezeigt, weil sie antisemitische Lieder abgespielt haben sollen - ausgerechnet auf der Rückfahrt von einem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald. Nun wird wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen die 14-Jährigen ermittelt, sagte ein Polizeisprecher.

Nach Angaben des Landkreises wurde die betroffene Theo-Koch-Schule mehrfach für ihre Arbeit in der Extremismus-Prävention ausgezeichnet. So wird in den neunten Klassen seit Jahren ein viermonatiges Projekt zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus durchgeführt. Der Vorfall verdeutliche die Wichtigkeit von Initiativen gegen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt, hieß es.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:23 Uhr

Lichtinstallation erinnert an größte Demo der DDR

Am 4. November 1989 fand auf dem Berliner Alexanderplatz die größte unabhängige Demonstration in der Geschichte der DDR statt - also exakt heute vor 30 Jahren. Hunderttausende Menschen protestierten damals gegen die SED-Führung und für Reisefreiheit und demokratischen Sozialismus.

Wer diesen historischen Moment vor 30 Jahren verpasst hat - zum Beispiel weil er wie ich noch nicht geboren war - kann sich aktuell auf dem Alexanderplatz einen Eindruck davon verschaffen, welche Stimmung damals herrschte: Szenen der Demonstration werden auf die Häuserwände am Rande des Platzes projeziert. Und weil sich das Ganze direkt vor dem Fenster unserer Redaktion abspielt, wollen wir Ihnen Bilder der Installation, die übrigens eine ganze Festivalwoche zum 30. Jahrestag des Mauerfalls einleitet, natürlich nicht vorenthalten. Bitte sehr:

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(Foto: Franziska Türk)

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Mein Kollege Wolfram Neidhard war übrigens im Gegensatz zu mir schon vor 30 Jahren mit dabei. Seinen Artikel zur Demo finden Sie hier.

18:28 Uhr

Streit um Steuererklärung: Trump verliert vor Gericht

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Dürfte sich über diese juristische Entscheidung wenig freuen: Donald Trump.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Streit um die Herausgabe seiner Steuererklärungen hat US-Präsident Donald Trump eine weitere juristische Niederlage erlitten. Ein Berufungsgericht in New York wies die Einwände von Trumps Anwälten ab, die mit aller Kraft die Offenlegung der Steuerunterlagen zu verhindern versuchen. Ein Bundesrichter hatte bereits Anfang Oktober in New York das Argument von Trumps Rechtsanwälten zurückgewiesen, wonach gegen einen amtierenden Präsidenten keine strafrechtlichen Ermittlungen erlaubt seien.

Der Manhattaner Staatsanwalt Cyrus Vance hatte die Steuererklärungen von Trumps Buchhalterfirma im Rahmen einer Untersuchung zu angeblichen Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen angefordert. Beide Frauen geben an, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben. Der Präsident weist die Vorwürfe zurück.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:52 Uhr

Notruf im Saarland rettet Menschen vor türkischer Küste

Ein Notruf aus dem Saarland hat eine Seenotrettung vor der türkischen Küste in Gang gesetzt und so 17 Menschen das Leben gerettet. Eine im Saarland lebende Syrerin meldete der Polizei am Sonntag, dass ihre Cousine auf einem Flüchtlingsboot nahe Bodrum in Seenot geraten sei. Der Motor des Bootes sei bei starkem Wellengang ausgefallen.

Daraufhin wurden die Bundespolizei, das Bundeskriminalamt und die Seenotleitung in Bremen verständigt. Ein Boot der alarmierten türkischen Küstenwache rettete die in Seenot geratenen Menschen schließlich. Sie wollten vermutlich nach Griechenland.

17:11 Uhr

Verletztes Kleinkind: 31-Jähriger gibt Flaschenwurf doch zu

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Die Zweijährige wurde am Bahnhof Kamen von der Flasche lebensgefährlich verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Erst will er die Flasche beim Hantieren mit dem Koffer versehentlich aus dem Zugfenster gestoßen haben. Nun gibt ein 31-Jähriger aber doch zu, eine Glasflasche aus einem Partyzug geworfen zu haben, die ein Kleinkind am Kopf traf und es lebensgefährlich verletzte. Das zweijährige Mädchen hielt sich mit ihrem Vater am Freitag gerade am Bahnhof von Kamen in der Nähe von Dortmund auf, als der Zug vorbeifuhr und die Whiskeyflasche aus dem Fenster flog.

Der 31-jährige Verursacher gab nun gegenüber der Polizei an, alkoholisiert gewesen zu sein und die Flasche unachtsam aus dem Fenster geworfen zu haben. Dass sich der zügig fahrende Zug in diesem Moment in Höhe eines Bahnhofs befunden habe, sei ihm nicht bewusst gewesen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:21 Uhr

19-jähriger Raser wegen Mordes verurteilt

Rund zehn Monate nach einem tödlichen Raser-Unfall auf einem Autobahn-Parkplatz in Hessen hat das Landgericht Darmstadt den 19 Jahre alten Fahrer zu sechs Jahren und vier Monaten Jugendstrafe verurteilt. Die Richter bewerteten die Tat in ihrer Urteilsbegründung als Mord.

Der Angeklagte war am 30. Dezember 2018 mit seinem Wagen vor zwei Polizeiautos geflüchtet. Auf der A5 fuhr er mit mehr als 100 Stundenkilometern auf den Autobahnparkplatz Fuchsbuckel nahe Heppenheim ab und krachte dort in das parkende Auto einer Familie aus Düsseldorf. Die 39 Jahre alte Mutter starb bei dem Unfall, der damals zehnjährige Sohn wurde schwer verletzt.

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Der Vater der Familie hielt sich zum Zeitpunkt des Unfalls außerhalb des Autos auf und erlitt einen Schock.

(Foto: picture alliance/dpa)

16:00 Uhr

Auch Grüne fordern 12 Euro Mindestlohn

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Bislang waren die Grünen zurückhaltend, wenn es um die Anhebung des Mindestlohns ging.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach SPD und Linken fordert nun auch die Parteispitze der Grünen, den Mindestlohn per Gesetz auf zwölf Euro pro Stunde anzuheben. Zudem soll es weniger Ausnahmen und mehr Kontrollen geben, heißt es in einem Leitantrag des Bundesvorstands für den Parteitag der Grünen Mitte November in Bielefeld. Er rechne mit Streit und einer Kampfabstimmung zu diesem Vorstoß, sagte Parteichef Robert Habeck in Berlin.

Derzeit liegt der Mindestlohn bei 9,19 Euro. Habeck sagte nun, das Niveau solle gesetzlich angehoben werden, um die "unzureichenden Lohnzuwächse in der Vergangenheit" auszugleichen.

15:23 Uhr

Ex-Präsident Jimmy Carter blickt gelassen auf den Tod

Jimmy Carter ist der älteste noch lebende Ex-Präsident der USA. Nach eigener Aussage hat sich der 95-Jährige bereits intensiv mit dem Tod beschäftigt.

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"Ich habe Gott nicht darum gebeten, mich am Leben zu lassen. Ich bat Gott, mir eine angemessene Einstellung zum Tod zu geben. Und ich stellte fest, dass ich mit dem Tod ganz und gar im Reinen war", sagte Carter bei einem Gottesdienst in seiner Heimatstadt Plains vor Gläubigen.

Als junger Mensch habe er noch gezweifelt: "Ich war ein Wissenschaftler, habe Kernphysik studiert", erzählte Carter. "Ich war nicht ganz davon überzeugt, dass es ein Leben nach dem Tod geben würde, weil man wissenschaftlich nicht beweisen kann, dass es ein Leben nach dem Tod gibt", sagte er. Mittlerweile glaube er aber fest an ein Leben nach dem Tod, sagte Carter.

Der Demokrat Carter war von 1977 bis 1981 Präsident der USA. Nach dem Ende seiner Amtszeit setze er sich weltweit für Demokratie, Menschenrechte und friedliche Konfliktlösung ein.

14:44 Uhr

Gefesselte Lübecker Studentin: Verdächtiger festgenommen

Nach einer Studentenparty wird eine 20-Jährige auf einem einsamen Feldweg nahe der A20 gefunden - gefesselt, geknebelt, verletzt, und ohne Erinnerung an das, was ihr passiert ist. Nun könnte der mysteriöse Fall aufgeklärt werden: Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen. Ein ziviles Streifenkommando fasste den 43-Jährigen am Freitagmorgen im Bereich der Lübecker Lohmühle. Noch am selben Tag wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Offenbar war der Angriff auf die Studentin am 12. Oktober nicht die erste Attacke des 43-Jährigen. Er soll bereits am frühen Morgen des 26. September eine junge Frau verschleppt haben. Die 25-Jährige konnte sich jedoch befreien und flüchten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:18 Uhr

Raketenlieferungen an Türkei verzögern sich wohl

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(Foto: picture alliance/dpa)

Im Juli hatte die Türkei die erste Lieferung russischer Raketenabwehrsysteme vom Typ S-400 erhalten. Die Auslieferung weiterer Systeme könnte sich nach Angaben des Rüstungsdirektors in Ankara jedoch über das Jahr 2020 hinaus verzögern.

Grund dafür seien Gespräche über die technologische Teilhabe und eine gemeinsame Produktion, sagte Ismail Demir ntv.

Die USA und die Nato hatten die Einkaufstour der Türkei in Russland heftig kritisiert. Ursprünglich wollte die Türkei auch F-35-Kampfjets aus den USA beschaffen. Die Regierung in Washington warf die Türkei wegen des S-400-Kaufs jedoch aus dem F-35-Programm.

14:12 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Janis Peitsch hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Nachrichten aus aller Welt erhalten Sie im "Tag" in den kommenden Stunden deshalb von mir, Franziska Türk. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie mich unter franziska.tuerk@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Nachmittag!

13:57 Uhr
Breaking News

Ufo kündigt zweitägigen Streik bei Lufthansa an

Die Gewerkschaft Ufo hat einen zweitägigen Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft angekündigt. Die Flugbegleiter sollen am kommenden Donnerstag und Freitag alle Abflüge aus Deutschland bestreiken, teilte die Gewerkschaft auf ihrer Homepage mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:36 Uhr

Kind verletzt: Mutmaßlicher Flaschenwerfer spricht von Versehen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den lebensgefährlichen Verletzungen eines Kleinkindes durch eine Glasflasche aus einem Partyzug spricht der mutmaßliche Verursacher von einem Versehen.

Laut Polizei sagte der 31-Jährige, die Flasche habe im Zugabteil nahe am Fenster gestanden und sei hinausgeflogen, als er mit einem danebenliegenden Koffer hantierte, teilten die Ermittler mit. Ein Gutachter soll nun prüfen, ob der angegebene Ablauf stimmen kann.

Der Deutsche aus Moers hatte sich auf der Rückfahrt nach Ermittlungen der Polizei in dem Zug als Verantwortlicher zu erkennen gegeben. Die Whiskyflasche hatte am Freitag am Bahnhof im westfälischen Kamen ein zweijähriges Mädchen am Kopf getroffen und schwer verletzt.

13:04 Uhr

Reiterhof-Familie wegen Drogenhandels vor Gericht

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(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Thema Reiterhof denke ich an Ferien, Pferde und Sommer - aber ganz sicher nicht an bandenmäßigen Drogenhandel. Wegen dieses Vorwurfs müssen sich nämlich gerade drei Mitglieder einer Reiterhof-Familie vor dem Landgericht Schwerin verantworten.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die 54 und 53 Jahre alten Eheleute und deren 34-jährige Tochter, zwischen 2013 und 2016 auf ihrem Hof im Landkreis Ludwigslust-Parchim im großen Stil Cannabis angebaut und das daraus gewonnenen Marihuana verkauft zu haben. In diesem Zeitraum sollen sie für mindestens 140 Kilogramm Drogen etwa 597.000 Euro eingenommen haben.

Der angeklagte Ehemann und ein Sohn der Familie waren wegen ähnlicher Delikte bereits Ende 2017 zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt worden.

12:49 Uhr

Iran steigert Uran-Produktion erneut

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Ali Akbar Salehi.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Iran hat eine weitere Erhöhung der Produktion angereicherten Urans sowie die Entwicklung zweier neuer Zentrifugen zur Urananreicherung bekannt gegeben.

Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, sagte im Staatsfernsehen, sein Land produziere nun täglich fünf Kilogramm angereicherten Urans, was einer Steigerung um das Zehnfache gegenüber der noch vor zwei Monaten produzierten Menge entspricht.

Seit dem Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen zur Begrenzung der nuklearen Kapazitäten des Iran hat die Führung in Teheran ihrerseits schrittweise die Auflagen des Abkommens verletzt.

 

12:28 Uhr

Sturm auf Mallorca: Frau von Palme erschlagen

Bei einem Sturm auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca ist eine Frau von einer umstürzenden Palme erschlagen worden. Das Unglück ereignete sich am Sonntag in der Nähe der Kathedrale in der Hauptstadt Palma, wie örtliche Medien berichten.

Ein Augenzeuge sagte der "Mallorca Zeitung", die 41 Jahre alte Frau sei von dem Baum am Kopf getroffen worden. Mehrere Menschen hätten versucht, ihr noch am Unglücksort zu helfen. Aber auch Wiederbelebungsversuche von Rettungssanitätern seien vergeblich gewesen.

Die Windböen hätten teilweise Geschwindigkeiten von mehr als 110 km/h erreicht, hieß es. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach auf Twitter von einer "schrecklichen Nachricht von den Balearen" und sprach der Familie der Toten sein Beileid aus.

11:37 Uhr

Indiens Hauptstadt verhängt Fahrverbote

Dichter Smog hat das öffentliche Leben in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi teilweise zum Stillstand gebracht: Schulen blieben zu Wochenbeginn geschlossen, Fahrverbote für Autos wurden verhängt und Baustellen stillgelegt.

Über die 20-Millionen-Stadt Neu-Delhi legt sich jeden Winter eine Smogglocke, verursacht durch Fahrzeug- und Industrieabgase sowie Bauern, die abgeerntete Felder abbrennen. In diesem Jahr sind die Auswirkungen besonders schlimm.

Doch nicht nur Neu-Delhi ist von dem dichten Smog betroffen. Zum Schutz des berühmten Mausoleums Taj Mahal brachten die Behörden einen Luftreiniger zu dem Wahrzeichen. Die Behörden befürchten, dass die teilweise giftige Luft die Marmorkonstruktion aus dem 17. Jahrhundert schädigen könnte.

14 Städte in Indien gehören nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den 15 am stärksten verschmutzten Städten weltweit. Experten zufolge verursacht der Feinstaub in Indiens Städten mehr als eine Million vorzeitige Todesfälle pro Jahr.

10:56 Uhr

Gorbatschow fordert Zerstörung aller Atomwaffen

Vor drei Monaten endete der INF-Vertrag über das Verbot landgestützter atomarer Mittelstreckenwaffen. Unterzeichnet wurde er 1987 vom damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und dem ehemaligen sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow.

Passend zum 30. Jahrestag des Berliner Mauerfalls hat der 88-Jährige nun zur Abschaffung von Atomwaffen aufgerufen. "Alle Nationen, alle, sollten erklären, dass nukleare Waffen zerstört werden müssen", sagte der Ex-Politiker der BBC in einem Interview. Solange Massenvernichtungswaffen existierten, vor allem Atomwaffen, seien die derzeitigen Spannungen zwischen Russland und dem Westen "kolossal" gefährlich.

Vor einigen Wochen erst hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Washington zu zügigen Gespräche über eine Verlängerung des New-Start-Vertrags zur Begrenzung strategischer Atomwaffen aufgefordert. Das Abkommen läuft 2021 aus. Der Vertrag sieht vor, die Nukleararsenale auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern.

10:28 Uhr

Sachsen: Toter bei Explosion in Wohnhaus

In einem Wohnhaus der sächsischen Gemeinde Striegistal hat sich am Abend eine Explosion ereignet. Anwohner riefen die Polizei, nachdem sie einen lauten Knall von einem benachbarten Grundstück gehört hatten, teilte die Polizei mit.

In dem betroffenen Wohnhaus entdeckten Rettungskräfte und Polizei Anzeichen einer Detonation und fanden eine Leiche sowie einen leichtverletzten 21-Jährigen, der vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Die Hintergründe der Explosion sind bislang noch unklar. Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen.

09:37 Uhr

Neuer "Terminator"-Streifen legt Fehlstart hin

Das hat sich Arnold Schwarzenegger sicher anders vorgestellt. Der sechste "Terminator"-Blockbuster "Dark Fate" hat in Nordamerika am ersten Wochenende den Spitzenplatz der Kinocharts erobert und dennoch enttäuscht.

Der Actionfilm spielte lediglich 29 Millionen US-Dollar ein. Die Produktion des Streifens kostete laut Medienberichten rund 185 Millionen Dollar.

Branchenkenner vermuten nun, dass die bisherigen Einspielergebnisse und die drohenden Verluste das Ende der Science-Fiction-Saga besiegeln könnten. Sei es so: Meiner Meinung nach versprühen die ersten beiden Terminator-Filme sowieso den meisten Charme.

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08:59 Uhr

Erdbeben erschüttert Schwäbische Alb

Ein leichtes Erdbeben hat in der Nacht Teile der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg erschüttert. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 3,8 lag nördlich von Albstadt (Zollernalbkreis), wie der Erdbebendienst Südwest mitteilte.

Die Erdstöße um 1.59 Uhr seien vermutlich im Umkreis von etwa 30 Kilometern zu spüren gewesen. Schäden waren der Polizei zufolge zunächst nicht bekannt. Erst im Sommer hatte die Erde in der Bodenseeregion mehrmals gebebt. Das stärkste Erdbeben erreichte Ende Juli einen Wert von 3,7.

08:20 Uhr

Berlin verbietet Soldaten am Checkpoint Charlie

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(Foto: picture alliance / dpa)

Seit 17 Jahren stehen Schauspieler in US-Uniformen am alten Berliner Grenzübergang Checkpoint Charlie, um sich von Touristen fotografieren zu lassen. Doch damit ist nun offenbar Schluss. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, entzog das Ordnungsamt der Darsteller-Firma "Dance Factory" die Nutzung des öffentlichen Straßenraumes. Eine Sondernutzung sei nötig, werde aber wohl nicht erteilt.

Hintergrund: An guten Tagen sollen die Schauspieler bis zu 5.000 Euro kassieren - angeblich alles "freiwillige Spenden". Bei verdeckten Kontrollen soll allerdings herausgekommen sein, dass Touristen angegangen werden, wenn sie die vier Euro pro Foto nicht bezahlen wollen.

"Das plötzliche Aus verstehen wir nicht. Ich musste sechs Kollegen entlassen", wird Schauspieler-Chef Tom Luszeit von der "Bild" zitiert. "Aber wir geben nicht auf, wollen zurück."

*Datenschutz

 

08:00 Uhr

Der Tag, an dem Kohls schwarze Kassen aufflogen

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Wussten Sie, dass … ein heute vor 20 Jahren erlassener Haftbefehl einen der größten Korruptionsskandale in der Geschichte der Bundesrepublik ausgelöst hat? Am 4. November 1999 wird der frühere CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung zur Fahndung ausgeschrieben - die CDU-Spendenaffäre beginnt.

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Die CDU-Spendenaffäre um Bundeskanzler Kohl (r.) nahm 1999 mit einem Haftbefehl gegen Ex-Parteischatzmeister Leisler Kiep (l.) ihren Lauf.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Neugierig geworden? Dann lesen Sie hier mehr dazu.

Das passierte außerdem am 4. November:

  • Vor 11 Jahren gewinnt Barack Obama die Präsidentschaftswahl in den USA. Der damals 47-jährige Demokrat ist der erste Afroamerikaner im Weißen Haus.
  • Vor 30 Jahren demonstrieren Hunderttausende Menschen auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin für umfassende Reformen in der DDR. Es ist die größte nichtstaatliche Demo in der DDR-Geschichte - hier lesen Sie mehr dazu.
  • Vor 97 Jahren entdeckt der Brite Howard Carter KV62 - das Grab des altägyptischen Pharaos Tutanchamun im Tal der Könige in West-Theben.

Wir gratulieren …

  • Sean Combs, US-Wortakrobat mit Hang zu Namensänderungen ("Puff Daddy", "P. Diddy" etc.), zum 50. Geburtstag.
  • Matthew McConaughey, nahezu unaussprechlicher US-Schauspieler mit Oscar ("Dallas Buyers Club"), zum 50. Geburtstag.
  • Andreas Kieling, tierbegeisterter Naturbursche mit Kamera-Tick, zum 60. Geburtstag.
  • Tina Theune, bislang erfolgreichste Trainerin der DFB-Frauen (drei EM-Titel, ein WM-Titel, dreimal Olympia-Bronze), zum 66. Geburtstag.
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Redakteur Christoph Rieke wirft in "Riekes Rückspiegel" täglich einen Blick in die Vergangenheit.

07:39 Uhr

Frau in NRW stirbt nach Verzehr von Giftpilz

Weil sie einen Knollenblätterpilz gegessen hat, ist eine junge Frau in Nordrhein-Westfalen an einer Vergiftung gestorben. Die Eltern der 28-Jährigen aus Kaarst sowie eine weitere Familie aus Rommerskirchen kamen ebenfalls wegen des giftigen Pilzes in Krankenhäuser, wie ein Sprecher des Rhein-Kreises Neuss sagte.

  • Die Pilze waren vor dem Verspeisen im Wald gesammelt und offenbar verwechselt worden.
  • "Die beiden Fälle sind unabhängig voneinander", erläuterte der Kreissprecher.
  • Im Fall von Kaarst sei die 28-Jährige am Donnerstag im Krankenhaus gestorben.
  • Im Fall von Rommerskirchen seien am Donnerstag zunächst drei Erwachsene ins Krankenhaus gekommen. Wenig später sei auch der zwölfjährige Sohn eingeliefert worden.

Der Knollenblätterpilz ist einer der giftigsten Pilze in Deutschland. Das stark wirkende Gift Amanitin kann schon in geringen Mengen tödlich sein. Es wirkt stark leberschädigend. Wenn man den Verzehr überlebt, kann eine Lebertransplantation nötig sein.

07:21 Uhr

Hilfe gegen Waldbrände: Trump droht mit Zurückhaltung

In Kalifornien wüten seit Wochen mehrere Brände. Vergangene Woche rief Gouverneur Gavin Newsom bereits den Notstand für den gesamten Westküstenstaat aus.

US-Präsident Trump zeigt sich trotz der Katastrophe jedoch störrisch. Einmal mehr hat er nun der kalifornischen Regierung gedroht, Bundeshilfen im Kampf gegen Flammen zurückzuhalten. Gouverneur Newsom habe "furchtbare Arbeit bei der Waldbewirtschaftung" geleistet, schrieb Trump auf Twitter. "Jedes Jahr" bitte der Gouverneur die Bundesregierung in Washington um Hilfe. "Es reicht. Reißen Sie sich zusammen, Gouverneur."

Der mögliche Grund für die harschen Worte des Präsidenten: Newsom hatte zuvor Trumps Umweltpolitik heftig kritisiert.

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:06 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

zum 30. Jahrestag des Mauerfalls beginnt heute in Berlin eine Erinnerungswoche mit mehr als 200 Veranstaltungen. Den Auftakt bietet Bürgermeister Michael Müller am Nachmittag am Alexanderplatz. Was heute sonst noch ansteht:

  • Politik und Autobranche wollen bei einem Spitzentreffen über die Zukunft der Schlüsselindustrie beraten.
  • Das britische Unterhaus entscheidet über die Nachfolge von Parlamentspräsident John Bercow.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel gedenkt in Zwickau der zehn Todesopfer des NSU.
  • Im Dauerstreit mit der Lufthansa will die Gewerkschaft Ufo Details zu neuen Streiks der Flugbegleiter bekanntgeben.
  • Das Landgericht Dessau-Roßlau unternimmt einen zweiten Anlauf für eine Berufungsverhandlung gegen den selbst ernannten "König von Deutschland", Peter Fitzek.

Bis zum Nachmittag betreue ich für Sie den "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie mich unter janis.peitsch[at]nama.de. Starten Sie gut in die neue Woche.

06:47 Uhr

Piraten kapern norwegisches Frachtschiff

Die Westküste Afrikas gilt als Hotspot der weltweiten Piraterie. Jüngster Beweis: Seeräuber haben vor Benin das norwegische Frachtschiff  "MV Bonita" gekapert und neun Besatzungsmitglieder entführt.

"Wir behandeln die Situation gemäß den Notfallplänen und sind in Kontakt mit den zuständigen Behörden. Die Familien der Besatzungsmitglieder wurden kontaktiert und werden von Ugland informiert", teilte die Reederei J.J. Ugland gestern mit.

Vermutet wird, dass die Besatzung entführt wurde, um Lösegeld zu erpressen.

 

06:26 Uhr

Favoritin Ariana Grande große Verliererin bei MTV Awards

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(Foto: Evan Agostini/Invision/AP)

In gleich sieben Kategorien war Popsängerin Ariana Grande bei den MTV Europe Music Awards nominiert. Doch in der Nacht konnte die US-Amerikanerin bei der Veranstaltung in Sevilla keine einzige Trophäe einsacken.

  • In der Sparte "Bester Künstler" musste sie dem - immerhin sechsfach nominierten - kanadischen Popsänger Shawn Mendes den Vortritt lassen.
  • Als "Bester Song" wurde "Bad Guy" von Shootingstar Billie Eilish ausgezeichnet.

In der Kategorie "Best German Act" setzte sich übrigens die Berliner Rapperin Juju gegen AnnenMayKantereit, Luciano, Rammstein und das Duo Marteria und Casper durch.

 

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06:06 Uhr

Woche startet mit Wolken und Regen

Gleich drei Tiefdruckgebiete sorgen zum Start in die neue Woche über weiten Teilen Europas für ungemütliche Aussichten. „Arne“ über der Ostsee, „Benedikt“ über der Nordsee und „Zed“ über den Britischen Inseln. Insofern hat die Sonne auch bei uns leider nur wenig Chancen.

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Am ehesten mal freundlich und überwiegend trocken bleibt es eigentlich nur am Alpenrand sowie im südlichen Ostdeutschland. Hier sorgt leichter Föhn zudem für sehr milde 15 Grad.Im übrigen Land wird es zwar bei Höchstwerten von 10 bis 14 Grad auch nicht wirklich kalt. Allerdings dominieren die Wolken und bringen verbreitet Regen mit, der besonders im Nordosten auch kräftig sein kann. Hierbei weht besonders im Südwesten ein lebhafter Wind aus südwestlicher Richtung.

Die weiteren Aussichten: meist wechselhaft oder wolkig und immer wieder nass. Dabei bleibt es zuerst mild, bevor es in der zweiten Wochenhälfte schrittweise kühler wird und die Schneefallgrenze sinkt. Hier die Details. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander