Montag, 11. Januar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:35 Uhr

Das war Montag, der 11. Januar 2021

Ein zweites Impeachment gegen Donald Trump rückt näher: Die US-Demokraten haben heute im Repräsentantenhaus eine Resolution für ein Amtsenthebungsverfahren gegen den abgewählten Staatschef eingereicht. Dabei geht es nicht nur um seine Absetzung. Noch wichtiger ist, dass Trump - sollte das Verfahren Erfolg haben - auch für die Wahl 2024 gesperrt werden könnte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:19 Uhr

Zoo-Mitarbeiter soll Gorillas mit Corona angesteckt haben

Im Zoo von San Diego in Kalifornien sind Gorillas positiv auf Coronavirus getestet worden. Mittels Stuhlprobentests sei die Infektion bei zwei Tieren, die gehustet hätten, festgestellt worden, teilte der Zoo mit. Es sei nicht auszuschließen, dass weitere Tiere in der Gruppe infiziert seien, hieß es.

Die Gorillas befinden sich gemeinsam in Quarantäne. Es wird vermutet, dass sich die Tiere trotz Sicherheitsvorkehrungen des Zoos bei einem asymptomatischen Mitarbeiter angesteckt haben.

21:53 Uhr

Sorge um Dr. Dre - Rapper noch immer auf Intensivstation?

Rund eine Woche nach seiner Einlieferung wegen eines Aneurysmas soll sich Dr. Dre noch immer auf der Intensivstation in einem Krankenhaus in Los Angeles befinden. Laut einem "TMZ"-Bericht, das sich auf anonyme Quellen aus dem Umfeld der Rap-Legende beruft, würden noch zahlreiche Tests durchgeführt. Außerdem werde der Rapper und Musikproduzent noch dort behalten, um möglichst schnell reagieren zu können, falls es zu einem weiteren Notfall kommen sollte.

21:22 Uhr

Biden hat keine Angst vor Vereidigung auf Kapitol-Terrasse

Joe Bidens Amtseinführung ist für den 20. Januar geplant. Die Vereidigung findet traditionell auf der Westterrasse des Kapitols statt. Ob der künftige US-Präsident nach den Randalen im Parlamentsgebäude keine Sicherheitsbedenken hat?

"Ich habe keine Angst, den Eid draußen abzulegen", antwortete Biden auf eine entsprechende Frage von Journalisten. "Ich denke, es ist von entscheidender Bedeutung, dass es einen echten, ernsthaften Fokus darauf gibt, dass diese Leute, die am Aufruhr beteiligt waren und das Leben von Menschen bedroht, öffentliches Eigentum verunstaltet, große Schäden verursacht haben, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden."

21:15 Uhr
Breaking News

US-Regierung setzt Kuba auf Terrorliste

Kurz vor dem Ende von Präsident Donald Trumps Amtszeit hat seine Regierung Kuba wieder auf die US-Terrorliste gesetzt. Das teilte das US-Außenministerium in Washington mit.

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20:39 Uhr

Meteorit schlägt in Norwegen ein

In Norwegen ist kürzlich ein Meteorit auf die Erde gestürzt. Nach näheren Analysen könne nun abgeschätzt werden, dass der Himmelskörper ein halbes bis zwei Kilogramm schwer war und mit einer Geschwindigkeit von mehr als 50.000 Kilometern pro Stunde gen Boden raste, teilte die seismologische Forschungsstiftung Norsar mit. Er schlug demnach in der Nacht zum 5. Januar in der Nähe einer Messstation bei Løten rund 120 Kilometer nördlich von Oslo ein. Viele Menschen in der Umgebung hätten laute Geräusche gehört und ein helles Licht gesehen. Das norwegische Meteoritennetzwerk hält es für unwahrscheinlich, dass der Meteorit in dem bewaldeten und verschneiten Gebiet gefunden werden kann.

20:11 Uhr

Seniorin überführt Betrügerin mit schlauer Fangfrage

Mit einer pfiffigen Reaktion hat eine 81 Jahre alte Frau im niederrheinischen Viersen eine Telefonbetrügerin auflaufen lassen. Die Unbekannte hatte sich am Telefon mit der Frage gemeldet "Weißt du, wer hier ist?", um mit dem Verwandtentrick Geld zu erbitten.

Die alte Dame durchschaute das aber und fragte zurück: "Bist du die ältere oder die jüngere Tochter?" Als die Anruferin sich als die ältere Tochter ausgab, war alles klar - denn die 81-Jährige hat nur einen Sohn. Die Seniorin legte auf.

"Tolle Reaktion, lobte die Polizei und nutzte die Gelegenheit, um vor Betrügern zu warnen, die mit dem Verwandtentrick von gutwilligen Menschen Geld ergaunern. Die Masche kommt bundesweit immer wieder vor.

19:38 Uhr

Anschlag auf Rechtsextremisten-Treff in Eisenach

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So sieht die Kneipe nach dem Anschlag aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im thüringischen Eisenach ist auf eine Szenekneipe von Rechtsextremen ein Anschlag verübt worden.

  • Am frühen Morgen detonierten Sprengmittel "vor beziehungsweise in" dem Gebäude, wie die Polizei erklärte. Verletzt wurde niemand.
  • An die Hauswand wurde der Schriftzug "Fight Nazis Every Day" gesprüht. Im Innern des Gebäudes soll auch Buttersäure verteilt worden sein. Nach Polizeiangaben wurde neben dem Gebäude auch ein abgestelltes Auto beschädigt.
  • Das Landeskriminalamt Thüringen übernahm die Ermittlungen.
18:59 Uhr

An Covid-19 gestorben: Richard Branson trauert um seine Mutter

Richard Branson, einer der erfolgreichsten und bekanntesten Unternehmer der Welt, trauert um seine Mutter Eve. Die ehemalige Balletttänzerin ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Sie sei "leider wie derzeit die Freunde und Familienmitglieder vieler Menschen" den Folgen einer Covid-19-Erkrankung erlegen, schrieb Branson unter anderem uf seiner Website.

Der Unternehmer wolle aber nicht seinen Verlust betrauern, sondern das "wundervolle Leben" seiner Mutter feiern, darunter auch "die Freude, die sie so vielen gebracht hat und die Liebe, die sie uns allen geschenkt hat". Selbst im hohen Alter habe sie noch dieselbe Energie gehabt, wie damals, als er noch ein Junge gewesen sei. "Meine Mama war eine Naturgewalt", erklärt der Unternehmer. Seine Karriere habe er seiner Mutter zu verdanken.

18:22 Uhr

Anwaltskammer prüft Giuliani-Rauswurf

Nach dem Sturm des US-Kapitols prüft die New Yorker Anwaltskammer den Rausschmiss von Trumps Anwalt Rudy Giuliani.

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Trumps Anwalt Rudy Giuliani droht der Rauswurf aus der New Yorker Anwaltskammer.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Das Vorgehen gehe auf zahlreiche Beschwerden über Giulianis Verhalten als Anwalt zurück, aber vor allem auch auf dessen Äußerungen bei einem Auftritt bei Trumps folgenreicher Großkundgebung am 6. Januar, hieß es in einer Mitteilung der Anwaltskammer. Dort hatte Giuliani der Menge zugerufen, sie solle für ihr Recht kämpfen.

Seit November war der 76-jährige ehemalige Bürgermeister New Yorks einer der wichtigsten Helfer Trumps beim Versuch, seine Wahlniederlage mit haltlosen Vorwürfen des Wahlbetrugs infrage zu stellen.

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17:52 Uhr
Breaking News

Demokraten beginnen Amtsenthebungsverfahren gegen Trump

Nach der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger von Donald Trump bringen die Demokraten im US-Repräsentantenhaus eine Resolution ein, um ein zweites Amtsenthebungsverfahren gegen den abgewählten Präsidenten zu starten. Das erklärt der demokratische Abgeordnete Ted Lieu über Twitter.

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17:45 Uhr

Arbeitsunfälle am BER - Bis zu elf Stromschläge pro Tag

An dem vor wenigen Monaten mit neun Jahren Verspätung eröffneten Berliner Flughafen BER jagt eine Panne die nächste. Und dieses Mal ist sogar die Gesundheit des Personals und der Fluggäste gefährdet.

Mitarbeiter der privaten Sicherheitsfirma Securitas erleiden bei ihrer Arbeit an den Sicherheitsschleusen des neuen Berliner Flughafens BER immer wieder Stromschläge. Am 6. Januar alleine kam es laut der Gewerkschaft Verdi zu elf dokumentierten Fällen, vier Fälle führten zu einem Rettungseinsatz.

Insgesamt kam es laut Verdi bereits zu über 60 Unfällen. Die Betroffenen klagten demnach über Schmerzen, Taubheitsgefühl und Benommenheit. Mehrfach seien Betroffene in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, auch Passagiere seien bei einem Kontakt mit den Geräten der Gepäckkontrolle am Terminal 1 gefährdet. Die Arbeit an den Geräten müsse deshalb eingestellt werden, forderte Verdi.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:51 Uhr

Junger Mann stirbt nach Corona-Kontrolle durch Polizei

In Belgien ist ein junger Mann nach einer Corona-Kontrolle durch die Polizei aus ungeklärter Ursache gestorben.

Wie die Brüsseler Staatsanwaltschaft mitteilte, habe die Polizei am Samstagabend eine Gruppe in der Hauptstadt kontrolliert, die sich trotz geltender Corona-Beschränkungen versammelt hatte. Der junge Mann sei daraufhin geflohen, aber schnell gefasst und zum Verhör zur Polizeistation gebracht worden. Dort habe er das Bewusstsein verloren und sei wenig später im Krankenhaus gestorben.

Die Staatsanwaltschaft ordnete unter anderem eine Autopsie des Toten an. Auch soll Material von Überwachungskameras an der Polizeiwache sowie dem Ort der Festnahme untersucht werden.

16:22 Uhr

Lkw rammt Militärkolonne in Russland - vier Tote, Dutzende Verletzte

Nahe der russischen Hauptstadt Moskau ist ein Lkw auf eine Kolonne von vier Militärbussen aufgefahren. Vier Menschen starben beim Unfall, 28 weitere wurden verletzt.

  • Wie die Agentur Interfax berichtet, musste der erste Bus wegen einer Panne auf der Autobahn anhalten. Der Lkw-Fahrer habe das offenbar zu spät gesehen und sei mit seinem Fahrzeug aufgefahren.
  • Der letzte Bus wurde durch die Wucht des Aufpralls auseinandergerissen.
  • In den Bussen saßen Offiziere und Wehrpflichtige.
  • Der Lkw-Fahrer wurde festgenommen.
15:41 Uhr

Mann überfährt eigene Ehefrau - tot

Tragischer Unfall in Bremen: Ein 69-Jähriger hat beim Ausparken die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, seine Ehefrau fiel dabei aus dem Wagen, wurde überfahren und tödlich verletzt.

Der Mann verwechselte nach eigenen Angaben Gas- und Bremspedal und fuhr gegen mehrere geparkte Autos, einen Gartenzaun und einen Poller. Seine 67-jährige Frau habe zwischenzeitlich versucht, aus dem Wagen auszusteigen, sei dabei aber auf die Straße gefallen und vom Auto ihres Mannes überrollt worden, teilte die Polizei mit. Die Frau starb später im Krankenhaus.

14:56 Uhr

Melania Trump äußert sich erstmals zum Sturm aufs Kapitol

Fünf Tage nach dem Sturm auf das US-Kapitol bricht First Lady Melania Trump ihr Schweigen und äußert sich erstmals zum Gewaltausbruch in Washington.

  • "Ich bin enttäuscht und entmutigt über das, was letzte Woche passiert ist", erklärte sie in einer Mitteilung. "Es ist erbaulich zu sehen, dass so viele eine Leidenschaft und Begeisterung für die Teilnahme an einer Wahl gefunden haben, aber wir dürfen nicht zulassen, dass Leidenschaft in Gewalt umschlägt. Unser Weg nach vorne besteht darin, unsere Gemeinsamkeiten zu finden und die freundlichen und starken Menschen zu sein, von denen ich weiß, dass wir es sind."
  • Melania Trump drückte den Angehörigen der Toten ihr Mitgefühl aus.
  • Sie beklagte zudem, dass es im Zusammenhang mit den Ereignissen am Kapitol "anzüglichen Klatsch, ungerechtfertigte persönliche Angriffe und falsche, irreführende Anschuldigungen" gegen sie gegeben habe.
Mehr dazu lesen Sie hier.
14:20 Uhr

Türkischer Sektenführer zu mehr als 1000 Jahren Haft verurteilt

In der Türkei ist der umstrittene Fernsehprediger und Sektenführer Adnan Oktar zu 1075 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Istanbul sprach Oktar unter anderem wegen Unterstützung einer bewaffneten Terrororganisation, Spionage und sexuellen Kindesmissbrauchs schuldig, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. In dem Prozess mit einer Anklageschrift von 4000 Seiten waren mit ihm 235 weitere Menschen angeklagt.

  • Der islamische Fernsehprediger war durch eine Show auf seinem Kanal A9 bekannt geworden. Dort umgab er sich größtenteils mit Frauen, die er seine "Kätzchen" nannte und für sich tanzen ließ.
  • Er veröffentlichte unter dem Pseudonym Harun Yahya zudem zahlreiche Bücher, in denen er unter anderem seine Unterstützung für die wortwörtliche Auslegung der Schöpfungsgeschichte (Kreationismus) kundtat. Kreationisten glauben nicht an die Evolutionstheorie.
  • Oktar wurde außerdem wegen Freiheitsberaubung, Quälerei, wegen der Gründung und Leitung einer kriminellen Organisation und in insgesamt 34 Missbrauchsfällen schuldig gesprochen - 7 davon im Zusammenhang mit Kindern.
  • Er war im Juli 2018 verhaftet worden. Die Polizei führte Razzien in seinem Sender durch und in zahlreichen Unternehmen, die mit dem Prediger in Verbindung gestanden haben sollen.
14:10 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser! Johanna Ohlau verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie ab sofort und bis zum späten Abend durch den "Tag". Los geht's!

13:49 Uhr

Bei Tauchgängen illegal erbeutet - Frau lagert antike Gefäße in ihrem Haus

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Die griechische Polizei stellte Dutzende Amphoren und andere Keramikgegenstände sicher.

(Foto: Polizei Griechenland)

Fahnder der griechischen Polizei haben auf der Insel Kalymnos Dutzende Amphoren und andere Keramikgegenstände sichergestellt. Dabei sei eine Frau festgenommen worden, die die Gegenstände in ihrem Haus gelagert hatte. Wie die Polizeidirektion in Athen weiter mitteilte, stammen die sichergestellten Gegenstände aus der poströmischen und byzantinischen Zeit und gelten damit als wertvoll. Sie seien das Ergebnis von illegalen Tauchaktionen, hieß es weiter.

  • Die Insel Kalymnos der Dodekanes-Inselgruppe wird in Griechenland auch als die Schwammtaucherinsel bezeichnet. Viele ihrer Einwohner sind neben der Fischerei auch im Schwammtauchergewerbe tätig und gelten als die besten Taucher im Mittelmeer.
  • Die Polizei vermutet, dass es sich im aktuellen Fall um eine Bande handelt, die systematisch vom Meeresboden Gegenstände aus der Antike und der römischen Zeit heraufholt, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete.
13:12 Uhr

Wohnungsbau in besetzten Gebieten - Israel riskiert Konflikt mit den USA

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Der Schein trügt: Nach dem Treffen von Biden (links) und Netanjahu 2010 knirschte es wegen Israels Siedlungsbau in besetzten Gebieten kräftig im Getriebe.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das könnte Spannungen geben zwischen dem zukünftigen US-Präsidenten Joe Biden und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu: Gut eine Woche vor Bidens Amtsantritt hat Netanjahu Baupläne im besetzten Westjordanland verkündet. Es sollten rund 800 Wohnungen gebaut werden, teilte sein Büro mit. Darunter seien auch 100 Wohnungen in der Siedlung Tal Menasche. Eine Einwohnerin der Siedlung war im vergangenen Monat ermordet in einem Wald aufgefunden worden. Später wurde ein palästinensischer Tatverdächtiger festgenommen.

Die Baupläne bergen Konfliktpotenzial in der Beziehung zwischen Israel und den USA: Es ist wahrscheinlich, dass Biden dem Siedlungsausbau in den besetzten Gebieten - anders als sein Amtsvorgänger Donald Trump - kritisch gegenübersteht. 2010 hatte Israel während eines Besuchs des damaligen US-Vizepräsidenten Biden Baupläne in Ramat Schlomo bekannt gegeben. Dies führte zu diplomatischen Verwerfungen. Netanjahus Ankündigung kommt zudem etwas zur Unzeit, weil heute gerade erst in Kairo Gespräche über eine mögliche Wiederbelebung des Friedensprozesses zwischen Israel und den Palästinensern aufgenommen wurden.

12:37 Uhr

Alkoholisierter Mann mit scharfer Handgranate im Rucksack unterwegs

Ein "Urlaubsmitbringsel" der besonders gefährlichen Art hat ein junger Mann aus seiner Heimat Bosnien-Herzegowina mit nach Deutschland gebracht: Polizisten nahmen den 19-Jährigen am Kölner Hauptbahnhof mit einer scharfen Handgranate im Gepäck fest. Laut Polizeibericht hatte der alkoholisierte Mann, der sich bei einer Kontrolle in der Nacht zum Samstag nicht ausweisen konnte, die Waffe "griffbereit" in seinem Rucksack. Demnach behauptete der Staatsbürger Bosnien-Herzegowinas, die Granate "in seinem Urlaub in Bosnien auf einer Wiese gefunden und mitgenommen" zu haben. Der daraufhin hinzugerufene Entschärfungsdienst der Bundespolizei habe die jugoslawische Granate als "scharf" eingestuft und beschlagnahmt. Gegen den polizeibekannten 19-Jährigen werde nun wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Bei der Durchsuchung seiner Bielefelder Wohnung seien keine weiteren verbotenen Gegenstände aufgetaucht.

12:04 Uhr

RTL plant eigene TV-Debatte mit Kanzlerkandidaten

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(Foto: dpa)

Der Fernsehsender RTL plant vor der Bundestagswahl 2021 eine eigene TV-Debatte der Kanzlerkandidaten. Erste Gespräche mit Union, SPD und Grünen habe es bereits gegeben, berichtete die Mediengruppe RTL. Die Gruppe, zu der auch ntv gehört, wolle "mit zahlreichen eigenen Formaten und Sondersendungen aufmerksamkeitsstarke Akzente (...) setzen". Das Wahl-Triell solle im August in der Primetime bei RTL ausgestrahlt werden. Die Bundestagswahl ist für den 26. September angesetzt. "Die Parteiführungen haben großes Interesse beziehungsweise ihre Bereitschaft signalisiert, an diesem neuartigen Format teilzunehmen", sagte der Ressortleiter Politik und Wirtschaft bei RTL, Nikolaus Blome.

"Mit dem Triell wollen wir die veränderte politische Landschaft in Deutschland bestmöglich abbilden und den Zuschauern die inhaltliche und personelle Auseinandersetzung präsentieren, die den Kampf ums Kanzleramt prägen wird." 2017 hatten RTL, Sat.1, Das Erste und das ZDF gemeinsam ein Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel von der CDU und ihrem Herausforderer Martin Schulz von der SPD übertragen. Rund 16,23 Millionen guckten zu.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:34 Uhr

Taranteln als "Lehrmaterial" - Paket mit 20 Spinnen beschlagnahmt

Die philippinischen Zollbehörden haben ein Paket mit 20 als gefährdet eingestuften Taranteln und 8 Skorpionen konfisziert. Das Paket stamme aus der Provinz Samut Prakan in Zentral-Thailand und sei am vergangenen Mittwoch mit einer Cargo-Maschine auf den Philippinen angekommen. Der Inhalt sei fälschlicherweise als "Lehrmaterial" deklariert worden, teilte die Zollbehörde mit. Alle Spinnen und Skorpione wurden der Überwachungseinheit für den Handel mit Wildtieren des Umweltministeriums übergeben. Wer der Empfänger der Tiere war, wurde bislang nicht bekannt.

  • Erst im vergangenen Oktober hatten die Behörden in dem südostasiatischen Inselstaat 119 Taranteln entdeckt, die in einer Lieferung von Gummischuhen aus Polen versteckt waren.
  • Taranteln gelten als gefährdete Wildtierart. Der Zoll warnte, dass auf den illegalen Import, das Sammeln und den Handel mit solchen Arten eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr und eine Geldstrafe von bis zu 200.000 Philippinischen Pesos (3400 Euro) stehen.
10:58 Uhr

Institutionenranking: Mediziner und Polizisten genießen weiterhin großes Vertrauen

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(Foto: picture alliance/dpa/KEYSTONE/Alessandro Crinari/Sebastian Gollnow)

Wie gut ist der Draht zu Ihrem Hausarzt oder zu Ihrer Hausärztin? Bei den meisten Deutschen ist das Verhältnis offenbar ungebrochen gut. Trotz Corona-Pandemie hat sich am Vertrauen der Deutschen zu zentralen Institutionen und Berufsgruppen fast nichts geändert. Am größten war das Vertrauen nach wie vor zu Ärzten, wie das Institutionenranking von ntv ergab. 85 Prozent der Bürgerinnen und Bürger hatten zu ihnen Vertrauen. Dicht dahinter folgten die Polizei und Universitäten mit jeweils 80 Prozent sowie das Bundesverfassungsgericht mit 78 Prozent. Auch Gerichte und kommunale Unternehmen genossen mit 73 Prozent großes Vertrauen, ebenso wie der eigene Arbeitgeber mit 71 Prozent.

  • Im Vergleich zum vorangegangenen Institutionenranking vom Mai 2020 gab es dabei nur wenig Bewegung, die Werte der meisten relevanten gesellschaftlichen Institutionen änderten sich kaum. Der Anteil derer, die Ärzten vertrauten, etwa sank um ein Prozentpunkt. Das Vertrauen in die Polizei ging um zwei Prozentpunkte zurück.
  • Dagegen legten Universitäten und das Bundesverfassungsgericht um jeweils drei Prozentpunkte zu. Vertrauenszuwächse verzeichneten auch Meinungsforschungsinstitute um fünf Prozentpunkte auf 64 Prozent und allgemein Medien.
  • Der Anteil der Menschen, die der Presse vertrauten, stieg um vier Prozentpunkte auf 49 Prozent. Das Radio legte um zwei Prozentpunkte auf 58 Prozent zu, das Fernsehen kam mit einem Plus von drei Prozentpunkten auf 37 Prozent.
  • Das Schlusslicht bildeten unverändert Manager mit neun Prozent, der Islam mit acht Prozent und Werbeagenturen mit vier Prozent. Die Umfrage fußt auf einer Erhebung des Instituts Forsa, das zwischen dem 28. Dezember und dem 2. Januar etwa 4000 Menschen befragte.
10:41 Uhr

Holocaust-Überlebende Esther Bejarano lässt sich gegen Corona impfen

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Esther Bejarano ermutigt dazu, sich wie sie gegen Corona impfen zu lassen.

(Foto: dpa)

"Es war ein kleiner Pieks", sagt Esther Bejarano über die Corona-Impfung. Im Rollstuhl und in Begleitung ihres Sohnes kam die bekannte Auschwitz-Überlebende gestern ins Impfzentrum an den Hamburger Messehallen. Dass sie sich gegen das Coronavirus impfen lässt, ist für die 96-Jährige selbstverständlich und sie ermutigt andere, ihrem Beispiel zu folgen: "Jeder sollte das machen lassen."

10:09 Uhr

Saudi-Arabien plant emissionsfreie Öko-Stadt

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Die Öko-Stadt "The Line" soll Vorzeigeprojekt und Anziehungspunkt für Touristen werden.

(Foto: dpa)

Eine Öko-Stadt mit "null Autos, null Straßen und null CO2-Emissionen" - ein solcher Ort soll in einem Land entstehen, das Sie und ich vielleicht nicht sofort im Sinn haben: Saudi-Arabien. Angesichts der weltweiten Entwicklung weg von fossilen Brennstoffen sucht das weltweit größte Rohöl-Exportland nach alternativen Einnahmequellen. Aus diesem Grund buhlt der streng religiöse Wüstenstaat und allen voran Kronprinz Mohammed bin Salman auch seit einiger Zeit um ausländische Touristen und nicht etwa im Sinne der Völkerverständigung. Seit Ende Dezember öffnet sich das Königreich für Bürgerinnen und Bürger aus 49 Staaten. Das Projekt namens "The Line" scheint ein weiterer Mosaikstein zu sein: Der Kronprinz präsentierte die Pläne für die Öko-Stadt im staatlichen Fernsehen. Demnach sollen dort eine Million Menschen leben. "The Line" ist Teil des 500-Milliarden-Dollar-Projekts Neom am Rande des Roten Meeres, das der Kronprinz im Herbst 2017 vorgestellt hatte.

  • Die für Fußgänger geplante Stadt soll Schulen, Gesundheitszentren und grüne Parks bieten; öffentliche Verkehrsmittel sollen dafür sorgen, dass kein Weg länger ist als 20 Minuten, wie das Neom-Projekt mitteilte. Künstliche Intelligenz werde eine "Schlüsselrolle" spielen; die dafür nötige Energie werde "zu 100 Prozent sauber" sein - und auch "für eine gesündere und nachhaltigere Umgebung für die Einwohner sorgen".
  • "Wir müssen das Konzept der konventionellen Stadt in das einer futuristischen umwandeln", sagte bin Salman im TV. Er zeigte am Computer entworfene Pläne der künftigen Stadt und die umgebende Landschaft aus unberührter Wüste und sauberem Meer.
  • Der Bau der Stadt solle im ersten Quartal dieses Jahres beginnen, kündigte bin Salman an. Er hatte 2016 ein umfangreiches Reformprojekt gestartet. Im Rahmen von "Vision 2030" soll Riad seine Wirtschaft und Gesellschaft umfassend modernisieren und so unabhängiger vom Erdölgeschäft werden.
09:07 Uhr

Trump-Anhänger katapultieren versehentlich "Parlor"-App in die Charts

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"Meintest du 'parler'?" - diese Nachfrage im App-Store bringt Nutzer offenbar nicht auf die Idee, dass sie die falsche App herunterladen.

Trump fliegt vorübergehend oder auch dauerhaft aus sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter raus. Seine Anhänger sind in den USA ebenfalls auf der Suche nach einem neuen virtuellen Zuhause, um sich zu vernetzen. Besonders beliebt ist in rechten Kreisen die App "Parler". Doch Apple und Google haben die Anwendung inzwischen aus ihren Stores verbannt - und das treibt offenbar ungeahnte Blüten: Die nach Aussage der Entwickler seit etwa zehn Jahren existierende App "Parlor" befindet sich plötzlich ganz weit vorne in den Top-Download-Charts. Bei der Anwendung kommen die Nutzerinnen und Nutzer per Zufall mit Fremden ins Gespräch zu verschiedensten Themen.

Zwischenzeitlich lag die App bei beiden Stores sogar auf Platz 2, wie Screenshots auf Twitter zeigen. Das ist kein Zufall: Benutzer, die offenbar auf der Suche nach "Parler" sind, laden gerade reihenweise versehentlich "Parlor" herunter und katapultieren die App so in die Bestenliste.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:38 Uhr

Pakistan impft Millionen Kinder gegen Polio

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Schluckimpfung gegen Kinderlähmung für Kinder in Pakistan.

(Foto: dpa)

Diese Meldung gehört definitiv zu den guten Nachrichten des Tages: Pakistan hat die erste große Impfkampagne gegen Polio im neuen Jahr gestartet. Rund 40 Millionen Kinder sollen die wichtige Schutzimpfung gegen das Virus erhalten, teilte Pakistans Regierungsberater für Gesundheit, Faisal Sultan, mit. Tausende Sicherheitskräfte sollen die Impfhelfer in unsicheren Regionen beschützen. Die Krankheit ist in den allermeisten Ländern der Welt ausgerottet. Pakistan ist laut der Global Polio Eradication Initiative neben Afghanistan weltweit das einzige Land, in dem es im vergangenen und in diesem Jahr Erkrankungen mit dem Wildtyp des Poliovirus gegeben hat. Immer wieder werden Impfkampagnen in Pakistan von gewaltsamen Zwischenfällen durch Extremisten überschattet.

08:21 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

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Bestimmt noch das Nachrichtengeschehen mit - der abgewählte US-Präsident Donald Trump (Archivbild)

(Foto: dpa)

Wir starten in die zweite Kalenderwoche im neuen Jahr und da hält gleich der erste Tag einige Termine und Themen bereit - hier ein Überblick, was uns an diesem Montag erwartet:

  • Für Bundesaußenminister Heiko Maas beginnt die Woche am Verhandlungstisch in Kairo: Dort nimmt er an Friedensgesprächen zum Konflikt zwischen der israelischen Regierung und den Palästinensern teil. Der SPD-Politiker trifft dort auf Vertreter aus Ägypten, Jordanien und Frankreich. Es war der Jungfernflug des neuen Regierungsfliegers.
  • Nach der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger von Donald Trump wollen die Demokraten im Kongress heute konkrete Schritte zur Amtsenthebung des abgewählten US-Präsidenten einleiten.
  • Am Nachmittag wollen Staats- und Regierungschefs in Paris beim "One Planet Summit" Investitionen in den Klimaschutz vorantreiben - allerdings werden die meisten von ihnen wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, der britische Premier Boris Johnson und UN-Generalsekretär Antonio Guterres virtuell an der Geberkonferenz teilnehmen.
  • Der Hessische Staatsgerichtshof in Wiesbaden will am Morgen sein Urteil über eine Beschwerde der AfD-Fraktion gegen die Sitzverteilung nach der Landtagswahl 2018 in Hessen verkünden. Nach Einschätzung der Oppositionsfraktion gab es eine fehlerhafte Berechnung. Die AfD-Fraktion ist der Ansicht, dass das Parlament 138 Sitze haben müsste statt wie aktuell 137.
  • Chemnitz soll Europäische Kulturhauptstadt werden - oder doch nicht? Darüber beraten am Nachmittag die Kulturminister der Länder. Die Runde hatte die Jury-Entscheidung im Dezember überraschend zunächst nicht bestätigt.
  • Millionenschwerer Betrug bei Corona-Soforthilfen: Ein 31-Jähriger steht in München vor Gericht, weil er versucht haben soll, in 91 Fällen und in mehreren Bundesländern Corona-Hilfen beantragt zu haben. Mit Scheinidentitäten soll der gebürtige Gelsenkirchener versucht haben, 2,5 Millionen Euro zu ergaunern.
  • Der Vorfall sorgte 2019 weltweit für Entsetzen: 39 Vietnamesen waren in einem Kühllaster in Großbritannien erstickt. Mehr als ein Jahr danach verkündet ein Londoner Gericht heute das Strafmaß gegen mehrere Angeklagte.

Zum Schluss noch eine kleine Erinnerung: Mit dem heutigen Tag treten verschärfte Corona-Maßnahmen in allen Bundesländern in Kraft - einen Überblick haben wir hier für Sie. Um im Bilde über die aktuellen Entwicklungen zu bleiben, empfehle ich Ihnen unseren Corona-Ticker. Sollten Sie am Arbeitsplatz und nicht zuhause arbeiten müssen, denken Sie ans Lüften - das vergessen wir alle immer wieder.

Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den "Tag". Haben Sie Fragen, Tipps, Lob oder Kritik? Dann lassen Sie es mich wissen und schreiben eine E-Mail an johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Start in die Woche!

07:48 Uhr

Sechs Ranger in Nationalpark im Kongo getötet

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Im Virunga-Nationalpark leben die vom Aussterben bedrohten Berggorillas.

(Foto: picture alliance/dpa)

In dem für seine Berggorillas berühmten Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens sechs Wildhüter durch den Angriff einer bewaffneten Gruppe getötet worden. Ein weiterer Ranger wurde bei der Attacke gestern schwer verletzt, wie Park-Sprecher Olivier Mukisya mitteilte. Ein Behördenvertreter wies der Rebellengruppe der Mai-Mai die Verantwortung für den Angriff zu.

Der Virunga-Nationalpark liegt in der Provinz Nord-Kivu, in der zahlreiche bewaffnete Gruppen um die Kontrolle über die reichhaltigen Vorkommen begehrter Mineralien kämpfen. In dem Park arbeiten knapp 700 Ranger. In den vergangenen Jahren sind dort immer wieder Ranger durch Angriffe getötet worden. Der Virunga-Park ist 7800 Quadratkilometer groß. In ihm lebt rund ein Viertel der Gesamtpopulation der Berggorillas.

07:42 Uhr

Nach Sturm aufs Kapitol: Keine PGA Championship 2022 auf Trumps Golfkurs

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Kein Golf-Event auf seinem Kurs: Donald Trump dürfte die Entscheidung des US-Golfverbands nicht gefallen.

(Foto: REUTERS)

Donald Trump ist ja bekanntlich ein großer Golf-Fan. Doch beim US-Golf-Verband PGA ist man offensichtlich kein Fan des aufrührerischen Verhaltens, das Trump in seiner noch verbleibenden Zeit als US-Präsident an den Tag legt. Der Sturm aufs Kapitol hat privat eine Konsequenz für Trump, die den 74-Jährigen sehr ärgern dürfte: Die PGA Championship, eines der vier Golf-Majors, wird 2022 nicht wie ursprünglich geplant auf Trumps Golfkurs in Bedminster/New Jersey stattfinden. Das teilte der US-Golf-Verband PGA of America mit. Vier Tage zuvor hatten wütende Unterstützer des abgewählten Republikaners das Kapitol in Washington gestürmt. Die Verbands-Leitung sei in einer Abstimmung zu dem Entschluss gelangt, "das Recht zur Beendigung der Vereinbarung auszuüben", teilte Verbands-Präsident Jim Richerson via Twitter mit. "Es ist deutlich geworden, dass eine Austragung in Bedminster der Marke PGA of America schaden würde", fügte er in einer Videobotschaft an. Zudem würden "zahlreiche Programme" der PGA sowie "die Langlebigkeit unserer Mission" gefährdet.

  • Vor der Absage des für August 2022 geplanten Events hatten sich im Sport die Forderungen gehäuft, die Führung müsse sich von Trump distanzieren. Nach Medienberichten hatte es verbandsintern schon in den vergangenen zwei Jahren Debatten darüber gegeben, die Championship zu verlegen. Die offene Konfrontation mit einem "berüchtigt rachsüchtigen Mann" habe man aber lange Zeit gescheut, schrieb die Golfweek.
  • Die jüngsten Entwicklungen haben Trump allerdings zunehmend isoliert. Am Montag wollen die Demokraten ein zweites Amtsenthebungsverfahren anschieben, obwohl die Präsidentschaft bereits am 20. Januar offiziell endet. Dann wird der gewählte Präsident Joe Biden vereidigt.
07:25 Uhr

Legale Plantage plant erste Cannabis-Lieferungen vor Juli

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Chefanbauer Han Duijndam und Geschäftsführer Hendrik Knopp (links) begutachten eine Cannabis-Pflanze in ihrer Plantage in Neumünster.

(Foto: dpa)

Diese Cannabis-Plantage ist eine der wenigen, die ganz offen und legal in Deutschland betrieben wird: In einer Indoor-Plantage in Neumünster soll in diesem Jahr und den drei kommenden Jahren jeweils eine Tonne Cannabis für medizinische Zwecke produziert werden. Die erste Lieferung werde im Verlauf des ersten Halbjahres erfolgen, sagte Aphria-Geschäftsführer Hendrik Knopp. "Wir werden damit voraussichtlich das erste Unternehmen in Deutschland sein."

  • Seit 2017 können sich Patientinnen und Patienten Cannabis für medizinische Zwecke regulär verschreiben lassen.
  • Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat neben Aphria RX aus Neumünster auch den Unternehmen Aurora und Demecan den Anbau erlaubt. Insgesamt geht es um 10,4 Tonnen.
  • Laut der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion vom Dezember wird der voraussichtliche Ankaufspreis pro Gramm bei etwa 2,20 Euro liegen. Es steht demnach aber noch nicht fest, wie viel Apotheken dafür zahlen müssen.
  • Im ersten Halbjahr 2020 betrug der durchschnittliche Abgabepreis in den Apotheken pro Verordnung demnach 476 Euro. Für die Patientinnen und Patienten fiel eine Zuzahlung in Höhe von höchstens 10 Euro pro Verordnung an.
07:09 Uhr

Ungemütlicher Wochenstart mit Glätte und Schneeregen

Heute sollten Sie an die Handschuhe, Schal und Mütze denken, denn es ist nicht gerade sehr angenehm draußen bei den winterlichen Temperaturen. Im Norden gibt es dazu auch noch Regen bei mäßigem bis frischem Südwestwind. Von Borkum über Helgoland bis nach Nordfriesland sind sogar Sturmböen möglich. Vom Sauerland über Südniedersachsen und Berlin bis zur Oder kommt zwar nur wenig Niederschlag herunter, örtlich ist aber gefrierender Regen nicht ausgeschlossen. Im Süden ist es bei schwachem Wind teils neblig, teils sonnig und im Verlauf können sich ein paar Wolkenfelder ausbreiten. Die Höchstwerte liegen bei minus 5 Grad im Dauernebel an der Donau, um 0 Grad in Unterfranken und 6 Grad an der Nordseeküste.

06:51 Uhr

Protest gegen Preise: Landwirte blockieren K+K-Zentrallager in Gronau

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Archivaufnahme einer Protestaktion Ende Dezember 2020.

(Foto: dpa)

In Gronau im Münsterland haben Landwirte die Zufahrten eines Supermarkt-Zentrallagers blockiert. Rund 100 Bauern hätte sich mit ihren Traktoren gestern Abend vor dem Gelände der regionalen Supermarktkette K+K Klaas & Kock versammelt, teilte die Polizei mit. Die Proteste dauerten auch am Morgen noch an, wie ein Polizeisprecher sagte. "Es sind mittlerweile aber deutlich weniger Traktoren als noch in der Nacht."

Die Aktion sei nicht angemeldet gewesen. "Wie lange die Blockade noch dauert, können wir derzeit nicht sagen", erklärte der Polizeisprecher. Sprecher der Supermarktkette und der Landwirte waren zunächst nicht zu erreichen. Nach Informationen des WDR sicherte ein Geschäftsführer von K+K vor Ort ein Gespräch mit den Landwirten zu. In den vergangenen Wochen hatten in mehreren Bundesländern Bauern der Bewegung "Land schafft Verbindung" gegen die Preispolitik des Lebensmittelhandels protestiert. Dabei waren vor allem Lager der Discounter Aldi und Lidl blockiert worden.

06:23 Uhr

Kultserie "Sex and the City" kommt zurück - eine der vier fehlt

Sind Sie ein Fan von "Sex and the City"? Dann habe ich wirklich gute Nachrichten: Die Kultserie um New Yorker Frauen und ihre Liebesabenteuer wird neu aufgelegt - und nicht nur das: Auch drei der früheren Hauptdarstellerinnen sind wieder mit dabei in der Serie von HBO Max mit dem Titel "And Just Like That". Sarah Jessica Parker, Cynthia Nixon und Kristin Davis sind als Hauptdarstellerinnen und als ausführende Produzentinnen an Bord. Fans müssen ohne Kim Cattrall als Samantha Jones auskommen. Das Revival soll den drei übrigen Freundinnen auf ihrer Reise "von der komplizierten Realität von Leben und Freundschaften in ihren Dreißigern" zu der "noch komplizierteren Realität" ab 50 folgen, heißt es in der Mitteilung.

Geplant sind zehn halbstündige Episoden mit Drehstart in New York im späten Frühjahr. Auf Instagram posteten Parker, Davis und Nixon am Sonntag einen kleinen Videoteaser mit Szenen aus Manhattan. Die vielfach preisgekrönte HBO-Serie lief in den USA von 1998 bis 2004. Es folgten die Spielfilme "Sex and the City - Der Film" (2008) und "Sex and the City 2" (2010).

06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht