Montag, 16. November 2020Der Tag

mit Juliane Kipper
Juliane Kipper
22:30 Uhr

Das war Montag, der 16. November 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

konkrete Beschlüsse haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder heute zwar noch nicht gefasst, nach mehr als fünfstündigen Beratungen appellierten sie aber eindringlich an die Bürger, private Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Private Treffen sollten demnach auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden, auf private Feiern solle "gänzlich" verzichtet werden. Die Regierungschefs mahnten die Bürger zudem, bereits bei Erkältungssymptomen zu Hause zu bleiben und telefonisch Kontakt mit einem Arzt aufzunehmen. Am Mittwoch kommender Woche soll dann erst über ein längerfristiges Corona-Konzept beraten werden.

Diese Artikel möchte ich Ihnen außerdem noch zur Abend-Lektüre empfehlen:

Mit diesen Empfehlungen verabschiede ich mich in den Feierabend.

22:11 Uhr

Mutmaßliches Drogen-Labor in Hamburger Wohnhaus explodiert

In einer Wohnung in Hamburg hat es eine kräftige Explosion gegeben. Dabei sei ein Bewohner schwer verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Mann habe Verbrennungen erlitten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Wohnung im dritten Obergeschoss wurde den Angaben zufolge zerstört. Der Bereich um den betroffenen Aufgang des Mehrfamilienhauses im Stadtteil Barmbek-Nord sei einsturzgefährdet. Fünf Bewohner aus sechs Wohnungen mussten das Gebäude verlassen.

"abendblatt.de" und "mopo.de" berichteten unter Berufung auf Polizeibeamte vor Ort, man gehe davon aus, dass in der Wohnung Drogen verarbeitet worden seien. Statiker sollten das Haus untersuchen. Erst dann könnten Ermittler der Polizei die Wohnung betreten, sagte der Feuerwehrsprecher. Zusammen mit dem Technischen Hilfswerk sollte das Gebäude stabilisiert werden.

21:34 Uhr

Bei Tönnies läuft der Schlachtbetrieb wieder auf Hochtouren

Nach der vorübergehenden Schließung des Betriebs in Rheda-Wiedenbrück hat der Fleischkonzern Tönnies an seinem Hauptstandort wieder nahezu 100 Prozent der Schlachtkapazitäten erreicht. Nach Angaben des Unternehmens konnte nach der Zustimmung der Behörden eine neue Zerlegelinie für Schinken den Betrieb aufnehmen. Pro Tag können demnach rund 8000 Schweine mehr geschlachtet werden als zuletzt.

Tönnies musste im Sommer wegen der Corona-Pandemie und einer Vielzahl von Infektionen bei den Arbeitern das Werk in Ostwestfalen schließen, neue Hygienekonzepte erarbeiten und neue Filtertechnik sowie trennende Plexiglasscheiben zwischen den Arbeitern einbauen. Das führte zu einer geringeren Zahl von geschlachteten Schweinen und für ein Absatzproblem bei den Landwirten in der Region. Für die neue Einheit nutzt Tönnies freigewordenen Platz durch die im Sommer nach Niedersachsen verlegte Rinderzerlegung.

20:57 Uhr

Autofahrer lässt bewusstlosen E-Scooter-Fahrer liegen

Ein 23 Jahre alter E-Scooter-Fahrer aus Hamburg ist in Lübeck von einem Auto angefahren worden. Der unbekannte Fahrer habe den jungen Mann daraufhin bewusstlos auf der Straße liegen lassen, teilte die Polizei mit. Er sei mit einem silberfarbenen Kombi vom Unfallort geflüchtet. Ein Rettungswagen kam demnach zufällig vorbei. Die Einsatzkräfte versorgten dann den Verletzten und brachten ihn in ein Krankenhaus. Der Autofahrer habe am Sonntagabend den auf dem Radweg fahrenden Rollerfahrer vermutlich übersehen, sagte ein Polizeisprecher. Nun suche man nach Zeugen des Unfalls.

20:07 Uhr

Wasserschaden führt Polizei zu großer Cannabisplantage

Ein Wasserschaden in einer Wohnung hat Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr und Polizei haben am Sonntag zufällig zu einer größeren Cannabisplantage geführt. Eine Bewohnerin des Mehrfamilienhauses im Stadtteil Prenzlauer Berg hatte die Feuerwehr alarmiert, weil Wasser durch ihre Decke floss, wie die Polizei am Montag mitteilte. Um den Wasserfluss zu stoppen, öffneten die Beamten die betreffende Wohnung und bemerkten dabei einen starken Cannabisgeruch. Bei einer Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten mehr als 40 Cannabispflanzen, zwei Kartons mit bereits getrockneten Blüten, Samen sowie Belüftungs- und Bewässerungstechnik. Gegen den 64-jährigen Mieter der Wohnung wurde daraufhin ein Verfahren wegen unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln eingeleitet.

19:38 Uhr

Merkel: Menschen sollen Kontakte auf Minimum beschränken

Angesichts der weiterhin hohen Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus haben Bund und Länder die Bevölkerung dazu gemahnt, ihre Kontakte "auf ein Minimum" zu beschränken. Es gelte, "dass auf alle nicht erforderlichen Kontakte zu verzichten ist", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Videokonferenz mit den Länderchefs. Weitere rechtliche Beschlüsse sollten dann bei einer weiteren Konferenz am Mittwoch kommender Woche getroffen werden. Dann soll es laut Merkel auch um "sehr viel weitergehende Beschlüsse" und ein längerfristiges Konzept gehen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:21 Uhr

Französischer Radiosender erklärt Königin Elizabeth II versehentlich für tot

Eine peinliche Panne: Der französische Radiosender RFI hat versehentlich hunderte Nachrufe von noch lebenden Persönlichkeiten veröffentlicht. Zu den auf der Website des Senders gewürdigten Berühmtheiten zählten unter anderem die britische Königin Elizabeth II., der brasilianische Fußball-König Pele und die französische Schauspielerin Brigitte Bardot.

Der Sender entschuldigte sich für den Fehler und verwies auf ein "technisches Problem". "Wir arbeiten hart daran, diesen großen Bug zu beheben und entschuldigen uns bei den Betroffenen und bei Ihnen, die uns folgen und uns vertrauen", teilte der internationale Radiosender auf Twitter mit. Die Nachrufe seien von Journalisten vorgeschrieben worden, um schnell auf einen tatsächlichen Todesfall reagieren zu können, erklärte der Sender weiter. Dies sei bei vielen Medien gängige Praxis.

18:30 Uhr

Eva Benetatou verzichtet auf Steilvorlage

Mit einer Teilnahme beim "Sommerhaus der Stars" mag man viel Geld und Aufmerksamkeit gewinnen können - weit wichtigere Dinge drohen jedoch verloren zu gehen. Das mussten schon einige Kandidaten des Trash-Formats erleben. Im Fall von Ex-"Bachelor"Andrej Mangold war das zunächst sein makelloser Ruf und inzwischen auch seine Beziehung zu Jennifer Lange. Mangolds liebste "Sommerhaus"-Feindin, Eva Benetatou, nutzte diese Steilvorlage bislang nicht, um gegen ihn nachzulegen. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur spot on news heißt es vonseiten ihres Managements, dass Benetatou hierzu kein Statement abgeben wolle.

Mit Lange hatte Benetatou unlängst ohnehin ihren Frieden geschlossen. Letztere hatte sich für ihr Verhalten im "Sommerhaus", das von den Zuschauern als Mobbing wahrgenommen wurde, inzwischen privat bei Benetatou und deren Freund Chris entschuldigt. Zu diesem Schritt äußerte sich Benetatou bereits bei RTL mit den Worten: "Ich habe ihre Entschuldigung auch dankend angenommen, weil es einfach von Größe zeugt, wenn man sich entschuldigen kann, und für mich persönlich ist es auch wichtig, damit abschließen zu können."

Zur Erinnerung: Beide Damen kämpften in der neunten Staffel von "Der Bachelor" um Mangolds Herz. Beide schafften es auch ins Finale der Kuppelshow, in dem Lange dann die finale Rose überreicht bekam.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:13 Uhr

Royals empört über neue Staffel "The Crown"

Die neue Staffel der ausgezeichneten Netflix-Serie "The Crown" spielt in den 1980er Jahren. Darin geht es auch um die Beziehung zwischen Prinzessin Diana und Prinz Charles, der damals eine Affäre mit Camilla hatte. Die Royals sollen über die Darstellung empört sein, zitieren mehrere britische Medien nicht näher genannte Palastkreise. Die Serie zeige demnach mehr Fiktion als Fakten. Vor allem Prinz Charles werde falsch dargestellt.

"Viele sind unglaublich frustriert und wütend, dass sein Name durch den Dreck gezogen wird", sagte eine nicht näher genannte Quelle der Zeitung "The Telegraph". Der 72-jährige Thronfolger selbst soll die Serie nicht verfolgen. Sein Sprecher wollte sich nicht dazu äußern.

17:34 Uhr

Haftanstalt von U-Boot-Mörder Madsen hat akute Sicherheitsmängel

Das dänische Gefängnis, aus dem der verurteilte Mörder Peter Madsen vor einem Monat kurzzeitig fliehen konnte, weist akute Sicherheitsmängel auf. Zu diesem Schluss kam Dänemarks Justizminister Nick Hækkerup nach einer behördlichen Überprüfung der Situation in der Haftanstalt Herstedvester westlich von Kopenhagen. Die Sicherheitslage in dem Gefängnis habe sich nicht auf einem zufriedenstellenden Niveau befunden, es seien dringend Maßnahmen zur Verbesserung nötig, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Madsen hätte schlichtweg gar nicht erst in der Anstalt untergebracht werden sollen. Aus der Prüfung geht unter anderem hervor, dass sich der Häftling in Herstedvester ohne regelmäßige Aufsicht in einer Werkstatt beschäftigen und mit einem Rucksack durch das Gefängnis habe laufen können. Eine Folge der Überprüfung sei nun, dass fünf andere Insassen in andere Gefängnisse verlegt werden.

17:02 Uhr

Mann fährt mit geklautem Dönerspieß auf Fahrrad durch Krefeld

In Krefeld hat die Polizei am Samstag einen Fahrradfahrer mit einem 40 Kilogramm schweren Dönerspieß im Gepäck aus dem Verkehr gezogen. Bei einer Kontrolle stellte sich heraus, dass sowohl das Rad als auch der Fleischspieß gestohlen waren, wie die Polizei mitteilte. Der bereits wegen Diebstahls polizeibekannte 34-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Am Samstagmorgen fiel Streifenpolizisten demnach ein Radfahrer in der Stadtmitte auf, der augenscheinlich einen sehr schweren Gegenstand in einer über die Schulter gelegten Tasche transportierte. Bei der Überprüfung des 34-Jährigen habe dieser nicht glaubhaft erklären können, wie er in den Besitz des Dönerspießes gekommen sei. Ebenso wenig habe er begründen können, warum er mit einem zur Fahndung ausgeschriebenen Fahrrad unterwegs sei. Das Diebesgut wurde beschlagnahmt.

16:24 Uhr

Bushido: Bruder von Arafat Abou-Chaker trug scharfe Waffe

Der Rapper Bushido hat im Prozess gegen seinen langjährigen Geschäftspartner von einer Schusswaffe gesprochen, die er im Umfeld des Clanchefs wahrgenommen habe. Vor allem einer der Brüder von Arafat Abou-Chaker habe die aus seiner Sicht scharfe Waffe getragen, sagte der Musiker vor dem Landgericht Berlin. "Waffen spielten eine Rolle", so der Zeuge mit dem bürgerlichen Namen Anis Ferchichi. Bei Touren seien "Dinge wie Totschläger Standardrepertoire gewesen". Er selbst aber habe nie eine Waffe bei sich geführt. "Ich bin Pazifist", sagt der 42-Jährige.

Der Rapper ist in dem Verfahren Zeuge und Nebenkläger. Die Anklage geht davon aus, dass es zu Straftaten zu seinem Nachteil gekommen sei, nachdem Bushido 2017 die langjährigen Geschäftsbeziehungen aufgelöst habe. Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen. Bushido soll bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden sein. Dem 44-jährigen Clanchef werden unter anderem versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Drei seiner Brüder sind mitangeklagt.

15:47 Uhr

Cockerspaniel frisst heimlich Corona-Maske und wird notoperiert

137397844.jpg

Ralph hat neuerdings nicht nur eine Vorliebe für Masken. Früher hat der Cockerspaniel schon Socken und Schlüpfer gefressen.

picture alliance/dpa

Ein Cockerspaniel namens Ralph hat im britischen Liverpool heimlich eine Corona-Maske gefressen und ist von Tierärzten in einer Notoperation gerettet worden. "Er muss die Maske in der Nacht aus der Tasche meiner Tochter gestohlen haben", sagte Ralphs Besitzerin Julie Veidman. "Er hatte immer eine Vorliebe für Socken und manchmal auch für Schlüpfer. Deshalb halten wir solche Dinge immer von ihm fern." Sie hätte nie gedacht, dass ihr einjähriger Hund eine Mund-Nasen-Maske essen würde. Selbst für die Tierärzte der Wohltätigkeitsorganisation PDSA, die unentgeltlich helfen, war der Vorfall ungewöhnlich: "Wir waren alle geschockt, als wir die Maske aus seinem Inneren herausgeholt haben", sagte Lizzie Whitton. Die Maske war nicht zerkaut, sondern noch ganz. Die Veterinäre berichteten, dass ihre kostenlose Hilfe für kranke Tiere während der Pandemie häufiger als früher in Anspruch genommen werde: Den Leuten fehle es an Geld.

15:35 Uhr
Breaking News

Ungarn und Polen blockieren mit Veto EU-Haushaltspaket

Wegen des Streits um die Bindung von EU-Geldern an die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien haben Ungarn und Polen ihr Veto gegen das europäische Haushaltspaket mit dem Corona-Hilfsfonds eingelegt. Die Botschafter der EU-Mitgliedstaaten konnten bei einer Sitzung am Montag deshalb Diplomaten zufolge nicht den nötigen einstimmigen Beschluss für das weitere Zustimmungsverfahren fassen. Damit drohen sich der Start des Haushalts und des Corona-Hilfsfonds Anfang kommenden Jahres zu verzögern.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:17 Uhr

Bergsteiger stürzt am Pilgerschrofen 180 Meter in Tiefe

Ein Bergsteiger ist am Pilgerschrofen bei Füssen in Bayern rund 180 Meter in die Tiefe gestürzt und ums Leben gekommen. Wanderer hätten am Sonntag die Leiche gefunden und die Rettungsleitstelle alarmiert, teilte die Polizei in Kempten am Montag mit. Der 43-Jährige war nach bisherigen Ermittlungen im österreichischen Pflach gestartet und am Pilgerschrofen abgestürzt. Beamte aus mehreren Polizeidienststellen waren im Einsatz, um die Leiche zu bergen. Mögliche Zeugen wurden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:49 Uhr

Beim Spielen mit Freunden: Neunjähriger stirbt unter unklaren Umständen

Beim Spielen auf dem Gelände einer ehemaligen Grundschule ist ein neun Jahre alter Junge im unterfränkischen Karlstadt ums Leben gekommen. Die genauen Hintergründe des tragischen Todesfalls seien Gegenstand der Ermittlungen, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg mit. Demnach befand sich der Neunjährige am Samstagnachmittag zusammen mit mehreren anderen Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren auf dem ehemaligen Schulgelände. Dort habe er sich lebensgefährliche Verletzungen zugezogen. Nach einer Erstbehandlung durch den Notarzt kam das Kind zwar noch ins Krankenhaus, dort starb es aber am Samstagabend.

14:31 Uhr

Spaziergänger finden Teile von zerstückelter Kuh im Sauerland

Ein Spaziergänger hat im Sauerland einen abgetrennten Kuhkopf im Wald gefunden. Später gab ein weiterer Zeuge an, ein Bein von einer Kuh ganz in der Nähe entdeckt zu haben, wie die Polizei mitteilte. Der fachmännisch abgetrennte Rinderschädel war zwischen Donnerstag und Samstag am Wegesrand in einem Waldstück in Altena abgelegt worden. Am Sonntag wurde dann der weitere Fund gemeldet. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Es sei aber auch möglich, dass die Überreste nach einer regulären Schlachtung aus unbekannten Gründen illegal entsorgt worden seien. Kein Landwirt habe bislang über ein fehlendes Tier im Bestand berichtet.

14:24 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mein Kollege Raudszus hat sich in den Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Juliane Kipper und ich übernehme an dieser Stelle den Tag und begleite Sie bis in den späten Abend und versorge Sie mit Nachrichten.

13:56 Uhr

Von Baum gestürzte Aktivistin: Polizist soll Seil durchtrennt haben

Die Staatsanwaltschaft Gießen hat nach dem mehrere Meter tiefen Sturz einer Demonstrantin im Dannenröder Forst ein Verfahren gegen einen Polizeibeamten eingeleitet. Der 40-Jährige soll ein Seil durchtrennt haben, das eine Demonstrantin absicherte, wie die Polizei mitteilte. Die Frau stürzte daraufhin mehrere Meter in die Tiefe und wird aktuell im Krankenhaus behandelt. Die Funktion des Seils soll dem Polizisten nicht bewusst gewesen sein. Der Beamte soll in rund 30 Metern Entfernung zur Unfallstelle ein Seil bemerkt haben, das auf Kopfhöhe gespannt war. In den vergangenen Tagen seien von den Demonstranten mehrfach Fallen auf Kopfhöhe aufgebaut worden, erklärte die Polizei. Der Beamte entschied sich deshalb dazu, das Seil zu durchtrennen, ohne die Verbindung zu dem dreibeinigen Gestell erkannt zu haben, von dem sich die Demonstrantin abgeseilt hatte. Daraufhin stürzte die 20-jährige Frau rund vier Meter in die Tiefe.

13:23 Uhr

Winterdienst kippt Streugut mit Menschenknochen auf Straße

Ein Winterdienst hat in Sibirien Streugut mit einem menschlichen Schädel und Knochen auf einer eingeschneiten Straße ausgeschüttet. Die russische Polizei im Gebiet Irkutsk habe die Ermittlungen zu dem Fall in der Kleinstadt Kirensk aufgenommen, berichtet das örtliche Nachrichtenportal "Ircity.ru". Offenbar hatten die Arbeiter den Streusand aus der Nähe eines alten Friedhofs geholt und dabei die Knochen mit ausgebuddelt, wie der lokale Abgeordnete Nikolai Trufanow auf Facebook schrieb. "Ich kann gar nicht beschreiben, wie ungeheuerlich das ist." Trufanow veröffentlichte auch Fotos, auf denen ein Schädel mitten auf der Fahrbahn zu sehen ist. Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag. Auch die Herkunft der Gebeine, die mittlerweile von der Straße geräumt wurden, soll nun von Experten geklärt werden.

13:04 Uhr

Lübcke-Witwe appelliert emotional, mutmaßlicher Mörder weint

Mit einem emotionalen Appell und unter Tränen hat die Witwe des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke den mutmaßlichen Täter aufgefordert, die noch verbleibenden Fragen der Hinterbliebenen zu beantworten. "Ich will die volle Wahrheit", betonte Irmgard Braun-Lübcke am Ende ihrer Zeugenaussage vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. Dies könne der Familie "vielleicht helfen, alles etwas besser zu verarbeiten. "Wir brauchen das, das ist ganz wichtig", sagte sie. Der wegen des Mordes an dem CDU-Politiker angeklagte Stephan Ernst, der zunächst jeden Blickkontakt vermieden hatte, wischte sich wiederholt die Augen. "Es tut mir leid, es tut mir unendlich leid", sagte er mit brechender Stimme und sah der ehemaligen Lehrerin dabei ins Gesicht. Der 47 Jahre alte Deutsche wird in dem Prozess beschuldigt, Lübcke aus rechtsextremistischen Motiven im Juni 2019 auf der Terrasse von dessen Wohnhaus erschossen zu haben.

12:53 Uhr

Neue Delikatesse? Deutsche Jäger erlegen so viele Waschbären wie nie

In der vergangenen Jagdsaison haben deutsche Jäger mehr als 202.000 Waschbären erlegt. Das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie nie zuvor, wie der Deutsche Jagdverband mitteilte. In Zukunft könnte der Kleinbär hierzulande häufiger auf dem Teller landen. Einer Studie zufolge ist sein Fleisch teilweise weniger keimbelastet als das von herkömmlichen Schlachttieren. "Sein Fleisch ist bisher in der deutschen Küche noch wenig bekannt, gilt jedoch bei einigen Jägern als Geheimtipp", erklärte der DJV. Anders verhalte sich das im Süden der USA: In den amerikanischen Südstaaten würden traditionell "einige Tausend Waschbären" pro Jahr verspeist. Auch das Fell der Kleinbären lasse sich gut weiterverarbeiten, etwa zu Kleidungsstücken. In Deutschland wird der Waschbär als sogenannte gebietsfremde invasive Art aus Artenschutzgründen gejagt.

12:02 Uhr

Boeing reißt Bärenmutter bei Landung mit

Im US-Bundesstaat Alaska hat ein Flugzeug einem Medienbericht zufolge kurz nach der Landung eine Braunbärin erfasst und getötet. Die Menschen an Bord der Boeing 737-700 seien bei dem Vorfall nicht verletzt worden, berichtete das Lokalblatt "Anchorage Daily News" unter Berufung auf einen Sprecher des zuständigen Verkehrsministeriums. Ein etwa zwei Jahre altes Jungtier, das die Landebahn zusammen mit der Mutter überquert habe, sei unversehrt geblieben. Zu seinem Verbleib wurden keine Angaben gemacht. Das Flugzeug sei beschädigt worden und zunächst nicht weitergeflogen. Mitarbeiter hätten die Rollbahn etwa zehn Minuten vor der Ankunft des Fluges geräumt, sagte der Ministeriumssprecher weiter. Tiere seien da nicht gesichtet worden. In der Vergangenheit habe es in Alaska Berichte über Flugzeuge gegeben, die Rehe, Gänse, Karibus und andere Tiere erfassten, sagte der Sprecher weiter. Es sei aber das erste Mal, dass er von einem Zusammenstoß mit einem Bären höre.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:25 Uhr

51-jährige Frau bringt ihr eigenes Enkelkind zur Welt

Eine 51-Jährige hat in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Illinois ihre eigene Enkeltochter zur Welt gebracht. Julie Loving hatte sich als Leihmutter für ihre Tochter Breanna Lockwood zur Verfügung gestellt, nachdem diese bereits mehrere Fehlgeburten durchleben musste. Die Mutter und Großmutter des neugeborenen Mädchens Briar sind wohlauf, wie Lockwood auf Instagram schrieb. Die Familie hatte in dem Netzwerk ihre außergewöhnliche und schwierige Zeit dokumentiert, auch um auf die Probleme von Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten aufmerksam zu machen. Der behandelnde Arzt, Dr. Brian Kaplan, betonte nach der Geburt, dass es wichtig sei, hervorzuheben, dass dies eine "sehr, sehr ungewöhnliche Situation" sei, und "außergewöhnliche Umstände und außergewöhnliche Beziehungen" dies überhaupt erst ermöglicht hätten.

*Datenschutz

11:10 Uhr

XXL-Schnurrbart macht Schneider zur Lokal-Berühmtheit

137389472 (1).jpg

Gesichtsbehaarung à la Schir Khan.

(Foto: picture alliance/dpa)

Stolze 60 Zentimer misst der Schnurrbart von Schir Khan. Der außergewöhnliche Bart hat den 50 Jahre alten Schneider in Afghanistans Hauptstadt Kabul inzwischen zu einer kleinen Berühmtheit gemacht. "Alle lieben mich für meinen Schnurrbart", erzählt Khan. Er lässt seinen Bart schon seit Jahrzehnten wachsen, aber schneidet jedes Jahr ein paar Zentimeter ab. Inspiriert hat ihn eine Geschichte aus der Königszeit. Der letzte Thronherrscher von Afghanistan, Mohammed Sahir Schah, soll einem Polizisten ein Gehalt für seinen Schnurrbart gezahlt haben. Sein Bart bringe ihm zwar kein Einkommen, aber Berühmtheit, sagt Khan. Manchmal würden ihm Spitzenpolitiker den Gang zum Barbier bezahlen oder teure Pflegeprodukte schenken. Nebenbei ist Khan auch für die Regierung tätig. Dass die Bekanntheit auch Schattenseiten hat, spürt der 50-Jährige oft auf Hochzeiten. "Die Leute stehen Schlange, um Fotos mit mir zu machen. Leute achten auf mich, anstatt Musik und Tänze anzuschauen." Einmal sollen zwei Männer in der Stadt sogar einen Unfall gebaut haben, weil sie von seinem Schnurrbart abgelenkt waren.

10:45 Uhr

Großbrand über explodiertem Öl-Bohrloch nach fünf Monaten gelöscht

imago0101579407h.jpg

Seit Juni schlugen die Flammen aus der Erde.

(Foto: imago images/Xinhua)

Ein seit fünf Monaten brennendes Großfeuer über einem explodierten Öl-Bohrloch im Nordosten Indiens ist endlich gelöscht. Experten aus Singapur, den USA und Kanada hätten den Brand am Sonntag "vollständig gelöscht", sagte ein Sprecher des Unternehmens Oil India, dem das Ölfeld gehört. Das Bohrloch war im Juni explodiert, dabei starben zwei Angestellte der Firma. Ein dritter Arbeiter starb im September nach einem Unfall rund um die Brandstelle. Tausende Dorfbewohner im Bezirk Tinsukia waren nach Beginn des Brandes in Hilfslager umgesiedelt worden. Das Baghjan-Ölfeld liegt neben dem Dibru-Saikhowa-Nationalpark und einem Sumpfgebiet, in dem unter anderem Tiger und Elefanten leben.

10:04 Uhr

Wendler wittert Verschwörung hinter "Einknicken" seines (Ex-)Managers

Manager Markus Krampe hat die Zusammenarbeit mit Michael Wendler beendet, wie er gestern in seinen Instagram-Stories erklärte. Jetzt meldet sich auch der Wendler selbst zu Wort. "Markus Krampe hat sehr wahrscheinlich wegen medialen Drucks heute das Management niedergelegt!", schreibt der Sänger in einer Story. "Schade, dass du eingeknickt bist!!!!", führt der Künstler seine Ausführungen fort. Krampe habe nicht den Anstand gehabt, diesen Schritt vorab mit ihm zu besprechen, so der Wendler weiter. Krampe selbst erklärte seine Entscheidung zuvor mit folgenden Worten: "Als ich in letzter Zeit versucht habe, die Scherben zusammenzufegen, habe ich viele Dinge herausgefunden, die so brisant sind und ich so niemals erwartet hätte und die ich nicht nur als Manager, sondern auch als Freund nicht mehr vertreten kann. Eine Künstler-Manager-Beziehung lebt immer sehr von Vertrauen." Das sei von seiner Seite aus leider nicht mehr gegeben und deshalb werde er das Management von Michael Wendler aufgeben.

09:46 Uhr

"Baby Yoda" fliegt mit SpaceX-Rakete ins All

Dass die Raumkapsel "Crew Dragon" von Elon Musks Unternehmen SpaceX erfolgreich vom Kennedy Space Center in Florida zur ISS gestartet ist, haben wir Ihnen ja schon erzählt. Nun aber wird bekannt, dass neben den drei Nasa-Astronauten und einem Japaner noch ein weiterer Passagier an Bord war: Die als "Baby Yoda" zum Internet-Hit avancierte Figur aus der Star-Wars-Serie "The Mandalorian" fliegt als Kuscheltier mit. Im Livestream des Starts war zu sehen, wie die Astronauten mit der Figur scherzen, als diese schwerelos durch die Kapsel gleitet.

09:34 Uhr

Unfähige Väter und pinke Putzeimer: Welche ist die sexistischste Werbung?

Pinke Putzeimer für "Prinzessinnen" oder Klischees von unfähigen Vätern: Bei Werbebotschaften für ihre Produkte setzen Hersteller immer wieder auf Geschlechterstereotype. Der Negativpreis "Goldener Zaunpfahl" will eine Überwindung solcher Rollenmuster erreichen und prangert dafür nach eigenen Angaben "absurdes Gender-Marketing" an. Heute stellt die Initiative die diesjährigen Nominierten vor. Verbraucher könnten nun darüber abstimmen "welche Werbung den Wink mit dem Zaunpfahl am nötigsten hat", erklärte der Verein Klische*esc.

Unter den sieben Nominierten sind demnach unter anderem ein "Danke Mama, dass Du nicht Papa bist"-Spot von Edeka, "Frischer als dein Freund"-Werbung für Bonduelle-Gartensalat, ein pinkfarbener Putzeimer von Obi mit der Aufschrift "Wenn der Prinz nichts macht, muss die Prinzessin ran" oder eine Plakatkampagne der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe, die mit der Frage "Weiß Ihre Tochter eigentlich schon, was sie werden will?" dem Nachwuchs nach Angaben der Initiatoren eine Position als Assistentin nahelegt - dabei aber vergesse, dass dieser Beruf nicht nur für Töchter infrage komme. Hier geht's zur Abstimmung.

09:03 Uhr

91-Jähriger stürzt mit Paraglider ins Meer - nur Kratzer

Nur mit ein paar Kratzern hat ein 91-jähriger Australier einen Absturz mit seinem Gleitschirm überlebt. Dem Mann wurde am Sonntag nach seinem Sturz ins Meer in der Nähe von Sydney von Einheimischen aus dem Wasser geholfen, wie die Polizei mitteilte. Ein Rettungssanitäter stellte wenig später fest, dass dem Mann nichts fehlte; er hatte lediglich einige Schnittwunden und Prellungen. Auf Aufnahmen von örtlichen Medien war zu sehen, wie der 91-Jährige mit bandagiertem linken Bein und mithilfe von Rettungskräften über die Felsen am Strand lief. Der Mann wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus nach Sydney gebracht.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:31 Uhr

Kaum zu erkennen: So sieht Thomas Gottschalk als Westernheld Old Shatterhand aus

So hat man Entertainer Thomas Gottschalk noch nie gesehen: Der ehemalige "DSDS"-Sieger Alexander Klaws hat auf Instagram ein gemeinsames Bild mit dem Entertainer gepostet, auf dem er selbst als Winnetou zu sehen ist und Thomas Gottschalk als Old Shatterhand. Erst auf den zweiten Blick erkennt man überhaupt, dass es sich dabei um die beiden Promis handelt. Der Sänger schreibt dazu: "Gestern für seine Show mit ihm als mein weißer Bruder durch den Westerwald zu reiten, war mir eine große Ehre." Im Anschluss hätten die beiden über Gott und die Welt gequatscht, womit für ihn ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen sei. Im Dezember erfahre man, was es mit der ganzen Aktion auf sich hatte. Die Auflösung gibt es dann in Gottschalks neuer Show.

*Datenschutz

08:05 Uhr

Syriens Außenminister ist tot

imago0104137973h.jpg

Die Ursache für Muallems Tod ist bislang nicht bekannt.

(Foto: imago images/Xinhua)

Der syrische Außenminister Walid Muallem ist tot. Er starb am Montag im Alter von 79 Jahren, wie das syrische Staatsfernsehen meldete. Auch die staatliche Nachrichtenagentur Sana verbreitete eine offizielle Erklärung der Regierung zu Muallems Tod. Eine Todesursache wurde darin nicht genannt. Muallem war seit 1964 im diplomatischen Dienst und unter anderem syrischer Botschafter in Rumänien und den USA. Außenminister war er seit 2006. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte er vergangene Woche bei einer von Damaskus organisierten Konferenz zur Rückkehr von Flüchtlingen in das Bürgerkriegsland.

07:50 Uhr

Kurz scheint die Sonne, dann ziehen Sturmböen auf

Heute hält sich der Regen im Südosten noch bis in den Vormittag hinein, während er im Osten bereits in den Morgenstunden abzieht und sich dort für einige Zeit die Sonne durchsetzt. Von Westen her breiten sich neue Schauer aus und nur selten scheint die Sonne. Mit den Schauern kann es auch zu starken bis stürmischen Böen kommen. Dabei ist es deutlich kühler als gestern. Die Höchstwerte liegen bei 8 bis 10 Grad am Alpenrand, bis 14 Grad von Halberstadt bis nach Jena und in den Großraum Leipzig. Der Wind weht mäßig bis frisch aus Südwest.

07:25 Uhr

Liebhaber lauern schon: Bahn fährt erstmals mit neuen Zügen

137384316.jpg

Erkennen Sie die breiteren Türen?

(Foto: picture alliance/dpa)

Erstmals in der Bundesrepublik und mit vier Jahren Verspätung testet die Deutsche Bahn ab heute Züge des tschechischen Herstellers Škoda. Vom 13. Dezember an sollen die Doppeldecker regelmäßig zwischen München und Nürnberg fahren, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Die neuen Züge haben rund 250 zusätzliche Sitzplätze mehr als ein bisheriger Regionalexpress auf der Strecke - 676 statt 413. Zudem gibt es mehr Fahrradstellplätze, eine rollstuhlgerechte Einrichtung und breitere Schiebetüren. Für den Probebetrieb werden die Züge zunächst montags bis donnerstags zwischen München und Treuchtlingen sowie München und Ingolstadt fahren. Die Kombination aus Doppelstockzug und Hochgeschwindigkeit ist laut Deutscher Bahn sehr selten. Zug-Liebhaber würden bereits lauern, um eines der neuen Modelle zu fotografieren, so das bundeseigene Unternehmen.

07:06 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, herzlich willkommen zum Start in Woche drei des zweiten (Teil-)Lockdowns.

Und damit sind wir auch schon gleich voll drin im Tagesgeschehen und beim wahrscheinlich bestimmenden Thema dieses Montags - denn heute entscheidet sich, wie es mit den Corona-Einschränkungen weitergeht. Die Optionen, die beim Treffen von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten auf dem Programm stehen, sind wohl: so streng weiter wie bisher oder weitere Verschärfungen. Lockerungen gelten als ausgeschlossen. Am frühen Nachmittag wird dazu eine Pressekonferenz erwartet.

Wie sich die Krise in Deutschland und der Welt insgesamt entwickelt, können Sie jederzeit in unserem Ticker nachlesen.

Die andere große Entwicklung der Weltgeschichte dreht sich in den USA weiter. Was dort nach der Wahl passiert und ob der scheidende Präsident Trump endlich seine Niederlage eingesteht, lesen Sie in unserem Ticker zur US-Wahl - beziehungsweise deren Nachwehen.

  • In Frankfurt am Main wird heute der Prozess um die mutmaßlich rechtsextremistisch motivierte Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke fortgesetzt. Heute sagt die Frau des Getöteten als Zeugin aus.
  • Bei der EU kündigt sich heute erneut Streit mit Ungarn und Polen an. Die Mitgliedstaaten stimmen über wichtige Beschlüsse zum langfristigen Haushalt der Union und zu Corona-Hilfen ab. Heikel ist allerdings ein geplantes Argument zur Kürzung von EU-Mitteln bei bestimmten Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit. Hier haben Ungarn und Polen ein Veto angekündigt, die EU entschied, dennoch mit der Abstimmung fortzufahren.
  • Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft fliegt heute nach Sevilla zu ihrem morgigen Spiel gegen Spanien. Bundestrainer Löw gibt um 16.45 Uhr eine Pressekonferenz.

Und mit diesem bunten Strauß an bevorstehenden Nachrichten starten wir gemeinsam erwartungsvoll in diesen spannenden Tag. Mein Name ist Max Raudszus, ich freue mich, dass Sie hier sind. Für Fragen, Anregungen und konstruktive Kritik erreichen Sie mich unter max.raudszus[at]nama.de

06:44 Uhr

Absurder Radweg empört den ADFC

Ein nur wenige Dutzend Meter langer und immer wieder unterbrochener Radweg in einem Gewerbegebiet im niedersächsischen Cloppenburg sorgt beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub für Kopfschütteln. "Diesen Unsinn hätten sie eigentlich auch bleiben lassen können", sagt Michael Bertschik, Cloppenburgs ADFC-Kreisvorsitzender. Er sei unlängst auf den Radweg gestoßen und habe sich zunächst gefreut, in diesem Viertel überhaupt einen solchen Weg zu finden, sagte Bertschik. Dann befuhr er die Strecke, musste nach etwa 20 Metern wieder auf die Straße, an einer Lastwagen-Parkbucht vorbei, nach etwa 100 Metern wieder auf den Radweg, nach zehn Metern wieder runter, an einer Parkbucht vorbei, um dann wieder für fünf Meter auf dem Radweg zu fahren. "Der ADFC schlägt ganz klar vor, ein Radweg hat durchgängig zu sein, und das ist dieser hier definitiv nicht." Viel Radfahr-Verkehr werde es in dem Gewerbegebiet am Rande der Stadt nicht geben. Aber: Rechtlich seien die Radfahrer gezwungen, den Radweg zu benutzen, sonst drohe ein Bußgeld von der Polizei, sagte Bertschik. Die Stadt spricht von einer Radwegelänge in diesem Bereich von insgesamt etwa 55 Metern.

06:34 Uhr

Mehr als 1000 Festnahmen bei Protesten in Belarus

Bei der Sonntagsdemonstration gegen Machthaber Alexander Lukaschenko in Belarus sind nach Angaben der Menschenrechtsgruppe Wesna mehr als 1000 Demonstranten festgenommen worden. Das Menschenrechtszentrum listete am Abend auf seiner Internetseite die Namen von mehr als 1040 Festgenommenen auf. Die meisten von ihnen kamen demnach in der Hauptstadt Minsk in Polizeigewahrsam. Darunter waren auch mehrere Journalisten. Viele kamen nach einer Überprüfung wieder auf freien Fuß. Die Behörden veröffentlichten zunächst keine Zahlen zu den Festnahmen. Tausende Menschen hatten sich an den Protesten beteiligt. Dabei gingen Sicherheitskräfte teilweise mit massiver Gewalt gegen friedliche Demonstranten vor. Videos im Nachrichtenkanal Telegram zeigten, wie vermummte Uniformierte Tränengas und Blendgranaten einsetzten. Auf diese Weise lösten sie einzelne Kundgebungen auf. Augenzeugen berichteten zudem von Gummigeschossen.

06:07 Uhr

Königlicher Schuh für 43.750 Euro versteigert

2020-11-14T172720Z_1807764899_RC253K9KFNTX_RTRMADP_3_FRANCE-AUCTION-MARIE-ANTOINETTE.JPG

Seide, Ziegenleder und ein paar Hundert Jahre alt.

(Foto: REUTERS)

Ein Schuh von Frankreichs letzter Königin Marie Antoinette ist für mehr als 40.000 Euro versteigert worden. Nach einem Bietergefecht sicherte sich ein anonymer Sammler den aus Seide und Ziegenleder gefertigten Halbschuh für 43.750 Euro, wie das Auktionshaus Osenat mitteilte. Aufgrund des großen internationalen Interesses sei der Schätzpreis von 8000 bis 10.000 Euro schnell überschritten worden. Die Auktion fand in Versailles statt, dem einstigen Sitz des Königshofes. Die aus Österreich stammende Marie Antoinette war die Frau von Frankreichs König Ludwig XVI. Sie wurde nach der Französischen Revolution 1793 hingerichtet, einige Monate nach ihrem Gatten. Der nun versteigerte Schuh kam nach ihrem Tod in den Besitz von Marie-Emilie Leschevin, einer engen Freundin der königlichen Kammerdienerin. Leschevins Familie bewahrte ihn seitdem auf und bot ihn nun zum Verkauf an.