Montag, 18. Januar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:29 Uhr

Das war Montag, der 18. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser, morgen beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Dass der Lockdown verlängert wird, steht so gut wie fest. Im Gespräch sind außerdem weitere Verschärfungen. Welche Maßnahmen eingeführt werden können, lesen Sie hier.

Was war heute wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht, bis morgen!

21:59 Uhr

Italiens Premier Conte gewinnt Vertrauensfrage

In Italien hat Ministerpräsident Giuseppe Conte die Vertrauensfrage im Abgeordnetenhaus gewonnen. Er erhielt 321 Stimmen, 259 Abgeordnete stellten sich gegen ihn. Der parteilose Conte hatte die Vertrauensfrage gestellt, nachdem am Mittwoch seine Regierungskoalition am Streit über die Corona-Hilfen der EU geplatzt war. Am Dienstag steht die entscheidende Abstimmung im Senat an, dem 321 Sitze zählenden Oberhaus des Parlamentes. Dort dürfte Conte die absolute Mehrheit verfehlen.

21:21 Uhr

Vierjähriger am Steuer baut Autounfall

In Dortmund hat ein Vierjähriger am Steuer einen Unfall mit einem Linienbus und einem weiteren Fahrzeug verursacht. Der Vater ließ seinen Sohn am Sonntag offenbar kurz allein im Auto - dieser kletterte auf den Fahrersitz und drehte den Zündschlüssel. Wahrscheinlich habe sein Vater am rechten Fahrbahnrand angehalten, um "kurz zum Kiosk zu gehen", teilte die Polizei mit.

Der Junge setzte den Wagen demnach rückwärts auf die Straße, rammte seitlich einen Linienbus und rollte dann auf ein weiteres Auto auf.

Verletzt wurde dabei niemand. Später stellte sich heraus, dass der Vater weder einen in Deutschland gültigen Führerschein noch eine Versicherung für das Auto nachweisen kann. Weil der Unfallwagen womöglich nicht einmal ihm gehört, wurde er von der Polizei beschlagnahmt. Gegen den Mann wird nun ermittelt.

21:06 Uhr

Zwölf Leichen auf Landstraße in Mexiko entdeckt

Auf einer mexikanischen Landstraße sind die Leichen von zwölf getöteten Menschen entdeckt worden. Das teilte die Polizei des östlichen Bundesstaates Veracruz mit, ohne Einzelheiten zu den Umständen der Todesfälle zu nennen. Der Gouverneur von Veracruz, Cuitláhuac García, schrieb auf Facebook, das Blutvergießen sei nach ersten Erkenntnissen das Resultat von Auseinandersetzungen und Drohungen zwischen Viehzüchtern. Nach örtlichen Medienberichten waren manche der Opfer gefesselt. Unter ihnen sei ein Anführer einer Bürgerwehr, berichtete die Zeitung "El Diario de Xalapa".

20:44 Uhr

USA kündigen Sanktionen gegen Nord-Stream-2-Verlegeschiff an

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Das Spezialschiff "Fortuna" kommt bei Bauarbeiten an der deutsch-russischen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 zum Einsatz.

picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Die US-Regierung will am Dienstag gegen das russische Verlegeschiff "Fortuna" wegen Beteiligung an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 Sanktionen verhängen. Darüber habe die US-Botschaft in Berlin die Bundesregierung informiert, sagte eine Sprecherin der Bundeswirtschaftsministeriums.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:12 Uhr

Die Videos des Tages

20:08 Uhr

Kinder finden beim Spielen im Wald vier Handgranaten

Spielende Kinder haben in einem Wald in Overath bei Köln vier amerikanische Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Granaten lagen unter Blättern auf dem Waldboden. Glücklicherweise schöpften die Kinder Verdacht und alarmierten die Polizei. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sprengte die Granaten.

19:30 Uhr

Kleinkind stürzt aus drittem Stock in Duisburg

In Duisburg ist ein drei Jahre altes Kind aus einer Wohnung im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses gestürzt. Es kam schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus. Es handele sich um einen Unfall, hieß es von der Polizei. Der Sturz wurde offenbar abgemildert, weil das Kind auf ein Vordach gefallen war.

18:52 Uhr

Bundesliga-Profi bei illegaler Corona-Party erwischt

In Essen hat die Polizei am Wochenende eine Party in einem eigentlich coronabedingt geschlossenen Lokal aufgelöst. Das Brisante daran: Unter den 23 Gästen war auch ein Fußball-Profi. Wie die Polizei berichtete, hatten die Beamten am frühen Sonntagmorgen 15 Frauen und 8 Männer im Alter von 21 bis 41 Jahren angetroffen. Ein Polizeisprecher bestätigte einen Bericht der WAZ, dass unter den Männern auch ein Profifußballer einer Mannschaft aus der 1. Bundesliga war. Um wen es sich handelte, sagte er nicht.

Update: Bei dem Fußballer handelte es sich um Breel Embolo von Borussia Mönchengladbach. Mehr dazu lesen Sie hier.

18:26 Uhr

Schauspieler Jean-Pierre Bacri gestorben

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Jean-Pierre Bacri

(Foto: imago stock&people)

Der französische Schauspieler und Drehbuchautor Jean-Pierre Bacri ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Bacri zählte zu den bekanntesten Komödianten Frankreichs und spielte etwa in Filmen wie "Das Leben ist ein Fest", "Zwischen allen Stühlen" oder "Schau mich an!", wozu er das Drehbuch mitschrieb. Mehrfach wurde er für seine Arbeit mit dem französischen Filmpreis César ausgezeichnet. Medienberichten zufolge war Bacri an Krebs erkrankt.

17:57 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:21 Uhr

Russland weist niederländische Diplomaten aus

Im Dezember hatten die Niederlande zwei russische Diplomaten ausgewiesen, nachdem der niederländische Geheimdienst diese nach eigenen Angaben als Spione entlarvt hatte. Einer von ihnen soll sich vor allem in Unternehmen des High-Tech-Sektors ein Netzwerk aus Informanten aufgebaut haben. Der zweite Spion hatte den Vorwürfen zufolge eine unterstützende Funktion.

Als Reaktion darauf hat nun Russland zwei niederländische Diplomaten des Landes verwiesen. Die beiden Mitarbeiter der niederländischen Botschaft müssten Russland innerhalb von zwei Wochen verlassen, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Russland weist die Spionagevorwürfe gegen seine Landsleute als "unbegründet" und "diffamierend" zurück. Moskau wirft Den Haag "antirussische Hysterie" vor.

16:42 Uhr

Party-Besucher "wussten nichts von Pandemie"

Seit rund einem Jahr wütet auf der ganzen Welt die Corona-Pandemie. Sechs Party-Besucher in England behaupten, nichts davon mitbekommen zu haben.

Mit dieser ungewöhnlichen Ausrede haben sie versucht, einer Strafe wegen einer illegalen Feier zu entgehen: Sie hätten weder gewusst, dass eine Pandemie wüte, noch die Vorschriften gekannt - da sie keine Nachrichten verfolgten. Das erklärten die Mitglieder verschiedener Haushalte der Polizei in der Stadt Basingstoke, wie britische Medien berichteten.

"#ThereAreNoWords" (Da fehlen die Worte) schrieb die Polizei über den Vorfall am Samstagabend auf Twitter. Die Ordnungshüter kündigten ein Verfahren an - allerdings stehen sie nun selbst in der Kritik, weil sie nicht gleich an Ort und Stelle Geldstrafen verhängt hatten.

15:53 Uhr

Mann baut jahrelang Bomben - Polizei hebt Sprengstofflabor aus

Seit Jahren haben immer wieder laute Explosionen die Menschen in Bad Pyrmont im Weserbergland beunruhigt - jetzt hat die Polizei ein Sprengstofflabor ausgehoben.

Ein 25-Jähriger habe sich Materialien liefern lassen, aus denen sich "sprengfähige Gegenstände herstellen ließen", teilte die Polizei mit. Mit Sprengstoffspürhunden fanden die Beamten in einer Garage das Labor. Der 25-Jährige gestand, für die Explosionen der vergangenen Jahre verantwortlich gewesen zu sein.

Seinen Angaben zufolge hatte er Spaß daran, beispielsweise Rohrbomben zu basteln und explodieren zu lassen, teilte die Polizei mit. Auch habe er Rauchbomben gebastelt und gezündet. Über die Gefahren seines Hobbys sei er sich "wohl in keinster Weise bewusst" gewesen. Der junge Mann muss sich nun unter anderem wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz verantworten.

15:13 Uhr

Kamel beißt Tierpfleger ins Gesicht - schwer verletzt

Im Tierpark Perleberg in Brandenburg hat ein Kamel einen Tierpfleger ins Gesicht gebissen und schwer verletzt. Der 54-Jährige reinigte das Gehege und fütterte die Tiere; auf einmal drehte ein Kamel den Kopf und biss zu. Der Tierpfleger wurde zur Behandlung seiner Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

15:08 Uhr
Breaking News

Nawalny zu Haft verurteilt

Einen Tag nach der Festnahme des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny hat ihn ein russisches Gericht in einem Eilverfahren zu 30 Tagen Haft verurteilt. Der 44-Jährige habe gegen Meldeauflagen nach einem früheren Strafprozess verstoßen, hieß es. Der Oppositionsführer kritisierte das Verfahren als politische Inszenierung mit dem Ziel, ihn zum Schweigen zu bringen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:50 Uhr

Bundesregierung findet deutliche Worte zur Verhaftung Nawalnys

Die Bundesregierung hat die Verhaftung des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny nach dessen Rückkehr am Sonntag nach Moskau verurteilt. Regierungssprecher Steffen Seibert verlangte in Berlin, Nawalny "unverzüglich freizulassen". Das Vorgehen der russischen Behörden gegen den Politiker kritisierte Seibert als "völlig unhaltbar".

Seibert kritisierte auch, dass nach der Verhaftung Nawalnys "äußerst kurzfristig" eine richterliche Anhörung des Politikers auf einer Polizeistation angesetzt worden sei. Statt das Opfer eines Mordanschlags zu verhaften, sollten die Behörden "die Umstände des Chemiewaffenangriffs unverzüglich aufklären", verlangte Seibert weiter im Namen der Bundesregierung.

14:25 Uhr

Betrunkener Fahrer versteckt sich in Kleiderschrank vor Polizei

Ein lauter Streit zwischen zwei Männern auf einer Straße in Rheinland-Pfalz hat zu einer Polizeikontrolle geführt. Dabei sind die Beamten auf einen 29 Jahre alten Autofahrer aufmerksam geworden, der die beiden Streitenden wohl dort abgesetzt, den Wagen geparkt und anschließend das Weite gesucht hat. Als die Polizei eine Wohnung der Streithähne durchsuchte, entdeckte sie den Fahrer im Schlafzimmerschrank, wo er sich versteckt hielt.

Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von ganzen 1,47 Promille. Der Mann musste den Führerschein sowie eine Blutprobe abgeben.

14:23 Uhr

Schichtwechsel

Hallo, liebe Leserinnen und Leser! Meine Kollegin Yuki Schubert verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Nachmittag.

13:34 Uhr

Mann gerät mit Bein in Häcksler und stirbt

Es ist eine Horrorvorstellung, die am Wochenende in Thüringen leider Realität geworden ist. Bei landwirtschaftlichen Arbeiten ist ein 26-Jähriger mit einem Bein in einen Häcksler geraten und an seinen schweren Verletzungen gestorben. Der Unfall ereignete sich in Gebesee im Landkreis Sömmerda, wie die Polizei in Erfurt nun mitteilte. Der Mann wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht, allerdings waren seine Verletzungen zu schwer. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist bislang unklar.

13:19 Uhr

China will Mondgestein mit anderen Forschern teilen

China will die Mondproben, die es vor sieben Wochen extrahieren konnte, mit anderen Wissenschaftlern für die gemeinsame Forschung teilen. Heute sind in Peking die Regeln dafür bekannt gegeben worden. Dabei geht es um die Vergabe und Rückgabe, den Umgang mit den Mondproben und auch den Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

"Wir sind noch in der Vorverarbeitung der Mondproben", sagte der Vizedirektor des Mondprogramms, Pei Zhaoyu, laut Xinhua. Das Raumschiff "Change'e 5" hatte 1731 Gramm Gestein von dem Erdtrabanten geholt. Es war das erste Mal seit mehr als vier Jahrzehnten, dass wieder Mondproben zur Erde gebracht wurden.

12:52 Uhr

Analyst ist sich sicher: Jogginghose ist Modetrend 2021

So richtig überraschen tut das sicherlich keinen. In Zeiten einer Pandemie ist die von Modezar Karl Lagerfeld verteufelte Jogginghose schon längst DAS Kleidungsstück der Stunde. Das bestätigt nun auch Trendanalyst Carl Tillessen vom Deutschen Mode-Institut in Köln. "Es gibt natürlich die Tendenz, es sich zu Hause so bequem wie möglich zu machen." Dabei geht es aber nicht um die olle Buxe, sondern um eine schicke Hose, nur eben mit Gummizug.

Für Tillessen ist alles modisch, "was man zwischen Sofa und Yogamatte tragen kann." Der Trend "Athleisure" - also die Verbindung aus "athletic" und "leisure" hat schon längst Instagram erreicht. Da sind vor allem Yogahosen, die mit Streetwear kombiniert werden, trendy. Aber auch farblich abgestimmte Sets. "Wir haben ein Jahr lang die pflegeleichteste und bequemste Kleidung, die es auf dem Markt gibt, getragen", sagt Tillessen, "und das werden wir auch nicht wieder aufgeben."

12:27 Uhr

170 Menschen bei Berliner Gottesdienst erwischt

An einem Gottesdienst einer kleinen Berliner Gemeinde im Stadtteil Gesundbrunnen haben weit mehr Menschen als erlaubt teilgenommen. Laut Polizei sind am Sonntagabend gegen 19.45 Uhr 170 Erwachsene sowie weitere Kinder von der Polizei angetroffen worden. Die Menschen hätten weder Masken getragen noch Abstände eingehalten. Ein Hygienekonzept und Anwesenheitslisten hätten ebenfalls gefehlt. Der Pfarrer habe angegeben, eigentlich sei ein Gottesdienst im kleinen Kreis geplant gewesen, die Zahl der Besucher sei dann aber gestiegen. Die Polizei stellte Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten gegen mehr als 100 Menschen.

11:57 Uhr

Nawalny meldet sich per Videobotschaft

Der nach seiner Rückkehr nach Russland festgenommene Oppositionelle Alexej Nawalny hat das Vorgehen gegen ihn als "Gipfel der Rechtlosigkeit" bezeichnet.

"Ich habe oft gesehen, wie der Rechtsstaat ins Lächerliche gezogen wird, aber dieser Opi in seinem Bunker fürchtet sich inzwischen so sehr (...), dass nun einfach der Strafprozesskodex zerrissen und auf die Müllhalde geworfen wird", sagte Nawalny in dem improvisierten Gerichtszimmer. Mit "Opi in seinem Bunker" meint der Kreml-Kritiker den russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Es ist unmöglich, was hier passiert." Das sagte er in einem Video auf Twitter. In einer Polizeistation am Stadtrand von Moskau lief nach Angaben seiner Unterstützer seit 12.30 Uhr Ortszeit (10.30 Uhr MEZ) eine Anhörung über seine weitere Inhaftierung.

11:55 Uhr
11:31 Uhr

Trump-Baby-Ballon kommt ins Museum

Das fällt wohl unter die Kategorie "moderne" Kunst. Das "Museum of London" will künftig eine aufgeblasene Trump-Version ausstellen. Der riesige Trump-Baby-Ballon mit dem Antlitz des scheidenden US-Präsidenten wurde mehrfach bei Anti-Trump-Demos eingesetzt. Wie alle Objekte muss der Ballon - der in einem Koffer das Museum erreicht hat - zunächst in Quarantäne gelagert und anschließend konserviert werden, sagte Museumsdirektorin Sharon Ament der Nachrichtenagentur PA.

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Der mürrische Trump-Baby-Ballon wurde bei einigen Demos in London eingesetzt.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Das Museum hatte sich bereits seit geraumer Zeit um den Ankauf des in aufgeblasener Form sieben Meter großen Objekts bemüht. Zwar sei es als Institution unpolitisch, betonte die Direktorin. Aber: "Wir nehmen viel mit Humor. Und wir machen uns gern über Politiker lustig. Dies ist - wortwörtlich - ein großes Beispiel dafür." Es werde allerdings eine große Herausforderung, genug Platz für den Ballon in den Räumlichkeiten des Museums zu finden. Der Ballon stellt den abgewählten US-Präsidenten als Baby in Windeln dar, das sein Handy fest umklammert hält.

10:51 Uhr

Postboten horten Zehntausende Briefe in eigener Wohnung

Zwei Briefzusteller aus Preetz in Schleswig-Holstein haben das mit dem Zustellen gelassen und fast 13.000 Briefe gesammelt. Die Polizei ist laut eigenen Angaben bei einer Hausdurchsuchung auf die nicht zugestellten Sendungen gestoßen. Die hatten ein Mann und eine Frau verteilt auf ihre bewohnte Wohnung, den dazugehörigen Boden sowie in einem von dem Paar gepachteten Kleingarten. Nach ersten Erkenntnissen wurden weitere Briefe geschreddert, rund hundert geöffnet.

Gegen den 62-jährigen Mann und die 34-jährige Frau läuft nun ein Ermittlungsverfahren. Laut Polizei schwiegen sie bislang zu den Vorwürfen, ihre Motive waren zunächst unklar. Die Briefe sollen nun zugestellt werden.

10:45 Uhr

Berlin ist Hotspot für vietnamesische Menschenhändler

Laut Carsten Moritz, dem Referatsleiter Menschenhandel beim Bundeskriminalamts (BKA), ist die Hauptstadt "Dreh und Angelpunkt" vietnamesischer Menschenhändler in Westeuropa. Besondere Bedeutung bekommt der Bezirk Lichtenberg. Dort haben sich auf einem Industriegebiet viele vietnamesische Geschäfte angesiedelt. Über Berlin hinaus bekannt ist das Dong Xuan Center, das als größter Asiamarkt Deutschlands gilt. Schon öfter wurde der Markt als wichtiger Ort für Schleuser ausgemacht.

Wie Moritz weiter gegenüber dem RBB erläutert, müssten die Menschen, darunter auch Kinder und Jugendliche, unter widrigen Bedingungen die Kosten für die Schleusung in Deutschland und Westeuropa abarbeiten. Diese können sich auf zwischen 10.000 bis 20.000 Euro belaufen. Bei Polizeieinsätzen sei man etwa in Massagestudios, Nagelstudios, Restaurants, der Fleisch- oder Schlachtindustrie sowie der Textil- und Reinigungsbranche auf illegal beschäftigte Vietnamesen gestoßen.

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10:23 Uhr

Comedian Steve Martin freut sich über Impfung - weniger über Alter

Stand-Up-Komiker und Oscar-Preisträger Steve Martin, bekannt aus "Ein Ticket für Zwei" oder "Vater der Braut", gehört jetzt auch zu den Corona-Geimpften. Natürlich kommentierte er den Vorgang mit ganz viel Humor auf seinem Twitter-Account. "Die gute Nachricht: Ich wurde gerade geimpft. Die schlechte: Ich bekam sie, weil ich 75 bin. Ha!" In dem Tweet bedankte er sich auch bei der Wissenschaft. In einer weiteren Nachricht erklärte der Comedian, er habe die Impfung auch gut vertragen: "No Fide Resects", schrieb er mit wohl absichtlich eingebauten Tippfehlern - also keine Nebenwirkungen.

09:48 Uhr

Räumfahrzeug stürzt in Bahngleisbett

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Durch den Unfall ist das Schneeräumfahrzeug umgekippt und auf die Gleise gestürzt.

(Foto: picture alliance/dpa/Bundespolizeiinspektion München)

Im Süden ist über das Wochenende einiges an Schnee gefallen. Räumfahrzeuge haben derzeit deshalb ordentlich zu tun. In München ist es dabei zu einem unglücklichen Unfall gekommen. Ein 47-Jähriger wollte am Hauptbahnhof zurücksetzen und ist über die Bahnsteigkante hinausgeglitten, erklärt nun die Bundespolizei.

Der Bahnmitarbeiter konnte das etwa drei Tonnen schwere Schneeräumfahrzeug nach dem Unfall am Sonntagabend selbstständig verlassen. Musste aber dann doch in die Klinik gebracht werden. Die Bergung dauerte an, weshalb zwei Gleise noch am Morgen gesperrt blieben. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

09:29 Uhr

Deutsche rauchen während Pandemie mehr Pfeife

Mehr blauer Dunst wegen Corona? Laut Statistischem Bundesamt haben die Deutschen 2020 deutlich mehr Pfeife geraucht und sich auch wieder spürbar mehr Zigaretten selbst gedreht. Das hängt laut Statistikern am besonderen Corona-Jahr. So waren die Grenzen zu den Nachbarländern zeitweise geschlossen gewesen. "Auf der Suche nach einer Alternative zu den preisgünstigeren Zigaretten aus dem Ausland griffen die Verbraucher wohl daher vermehrt zum Feinschnitt, um ihre Zigaretten selbst zu drehen."

Während der Zigarettenabsatz 2020 zwar insgesamt um 1,1 Prozent sank, stieg die Menge des versteuerten Pfeifentabaks um gut 44 Prozent, berichten die Statistiker. Auch die Menge des versteuerten Feinschnitts zum selber drehen stieg um 10,6 Prozent. Der Absatz von Zigarren und Zigarillos erhöhte sich um 3,7 Prozent. Insgesamt wurden 2020 Tabakwaren im Wert von 28,8 Milliarden Euro versteuert und damit fünf Prozent mehr als 2019.

08:57 Uhr

Lachs im Wert von 2,5 Millionen Euro geklaut

Zwei Frauen und drei Männer sind in Australien festgenommen worden. Den Mitarbeitern einer Fisch-Verarbeitungsfirma wird vorgeworfen, insgesamt 250 Tonnen Lachs in Premium-Qualität gestohlen zu haben. Der Fisch habe einen Wert von vier Millionen Australischen Dollar (2,5 Millionen Euro) gehabt, teilte die Polizei des Bundesstaates New South Wales heute mit.

Dem Chef des Zucht- und Verarbeitungsbetriebs in Ingleburn im Südwesten von Sydney war schon länger etwas "fishy" (verdächtig) vorgekommen, da etwa 600 Kilo Lachs am Tag spurlos verschwanden. Dabei stellte sich heraus, dass seine Mitarbeiter ziemlich gewieft vorgegangen sind. Die Lachse wurden kurzerhand als Abfall klassifiziert, um sie so aus dem Werk herauszuschmuggeln und sie zum "Verkauf oder Tausch gegen andere Produkte anzubieten". Alle fünf wurden entlassen.

08:33 Uhr

Timberlake und Biel zum zweiten Mal Eltern

Nachwuchs im Hause Timberlake-Biel. Der beliebte Popstar und Ex-Boygroup-Sänger Justin Timberlake und seine Frau, die Schauspielerin Jessica Biel, sind mittlerweile zu viert. "Sein Name ist Phineas. Und er ist fantastisch. Und er ist so süß. Und niemand schläft mehr", sagte Timberlake während eines Drehs für die Talkshow von US-Komikerin Ellen DeGeneres. Sie seien außer sich vor Freude und könnten nicht glücklicher sein, sagte er weiter. Obwohl die beiden Mega-Stars sind, halten sie ihr Familienleben erfolgreich weitgehend unter Verschluss. Daher sind Baby-Fotos wohl kein Thema. Das Paar ist seit 2007 liiert und seit 2012 verheiratet. Im April 2015 kam der erste gemeinsame Sohn Silas Randall zur Welt.

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08:05 Uhr

Frau gerät in Polizeikontrolle - ohne gültigen Führerschein seit den 90ern

Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle ist der Polizei eine Autofahrerin ins Netz gegangen, die seit 1996 keinen gültigen Führerschein mehr besitzt. Die 50-Jährige aus Lauenau in Niedersachsen hatte sich das Auto nach eigenen Angaben nur von einem Bekannten geliehen, wie die Polizei mitteilte. Ob sie tatsächlich seit 25 Jahren unerlaubt Auto fährt oder ob es sich um eine einmalige Spritztour handelte, war zunächst unklar. Durch einen besonders schlechten Fahrstil war die Frau laut Polizei zumindest nicht aufgefallen.

07:59 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

die Woche startet in Bayern mit der FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr sowie in allen Geschäften. Das bayerische Kabinett hatte in der vergangenen Woche beschlossen, dass die bisher üblichen Alltagsmasken wegen der weiter hohen Infektionszahlen nicht mehr ausreichten und daher beim Einkaufen und im Nahverkehr nicht mehr getragen werden dürfen. Ein Vorbild für andere Länder? Diese Frage steht morgen zur Diskussion beim Treffen zwischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten. Außerdem dürften auf der Agenda schärfere Ausgangsbeschränkungen stehen und ob Unternehmen zu Homeoffice-Angeboten verpflichtet werden.

Es ist aber auch die Woche der offiziellen Amtseinführung des gewählten US-Präsidenten Joe Biden am Mittwoch. Damit Sie hier immer auf dem neusten Stand sind, gibt es ab heute auf ntv.de einen US-Ticker, den ich Ihnen hiermit ans Herz lege. Natürlich halten wir Sie aber auch über das Coronavirus weiter auf dem Laufenden. Über unseren Coronavirus-Liveticker haben sie den idealen Draht zu allen Geschehnissen.

Zudem werden folgende Themen heute noch wichtig:

  • Zum fünften Mal in der Corona-Krise kommt der Bundesrat um 15 Uhr zu einer Sondersitzung zusammen. In der Länderkammer soll abschließend über die Aufstockung der Kinderkrankentage beraten werden. Mütter und Väter sollen die Krankentage in diesem Jahr auch einsetzen können, wenn sie wegen coronabedingter Einschränkungen an Schulen und Kitas nicht zur Arbeit können. Die Anzahl der Krankentage wird dafür von 10 auf 20 pro Elternteil verdoppelt, für Alleinerziehende von 20 auf 40.
  • Der künftige US-Präsident Joe Biden will die USA im Eiltempo auf einen neuen Kurs bringen und unmittelbar nach seinem Amtsantritt umstrittene Entscheidungen seines Vorgängers Donald Trump rückgängig machen. Der Machtwechsel wird überschattet von Sorgen vor weiterer Gewalt.
  • Die Finanzminister der Eurozone wollen sich ab 15 Uhr treffen und über die Wiederaufbaupläne in der Corona-Krise diskutieren. Die Pläne sind Voraussetzung dafür, Hilfen aus dem 750 Milliarden Euro schweren EU-Aufbaufonds zu bekommen.
  • Bundesaußenminister Heiko Maas reist zu Gesprächen über den Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland um Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer nach Ankara.
  • Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte muss in der andauernden Regierungskrise mit einer Vertrauensabstimmung im Parlament heute eine erste wichtige Hürde überwinden.
  • Gastronomieführer Guide Michelin wird um 12 Uhr in Paris mitteilen, welche französischen Spitzenrestaurants sich mit Sternen schmücken können.
  • Die Berliner Modewoche findet wegen der Pandemie erstmals online statt. Der Laufsteg wird ab 18 Uhr eröffnet.

Mein Name ist Yuki Schubert und ich begleite Sie heute bis zum Nachmittag durch den "Tag". Dabei versorge ich Sie mit nationalen und internationalen News. Bei Fragen, Wünschen oder Anregungen melden Sie sich gerne unter yuki.schubert@nama.de

07:40 Uhr

Schmuddelwetter über Deutschland

Die Woche beginnt mit trübem Wetter. Im Osten und Süden muss mit Glätte auf den Straßen gerechnet werden. Die Schneefälle verlagern sich in den Süden. Ansonsten bringt der Westen leider ungemütliches Schmuddelwetter zum Wochenstart mit. Freundliche Aussichten für die Woche gibt es für alle, die im Süden wohnen.

07:20 Uhr

Eingesperrte Bergleute klopfen und schicken Nachricht

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Retter bohren ein Loch, um die Bergleute zu bergen.

(Foto: imago images/Xinhua)

Etwa eine Woche nach der Explosion einer Goldmine im Osten von China haben Rettungskräfte erstmals eine Nachricht von den unter Trümmern eingesperrten Bergleuten erhalten. Wie die Behörden der Provinz Shandong heute mitteilten, hörten die Retter nach einer Bohrung Klopfgeräusche. Danach sei es den Eingeschlossenen gelungen, eine Nachricht nach oben zu schicken, in der stand, dass zwölf der 22 Eingesperrten noch am Leben seien.

Was stand in der Nachricht?

  • "Wir benötigen dringend Erkältungsmedikamente, Schmerzmittel, medizinisches Klebeband, entzündungshemmende Medikamente, und drei Menschen leiden an hohem Blutdruck", schrieben die Bergleute.
  • Der Schreiber der Nachricht warnte die Helfer zudem, dass vier Bergleute verletzt seien.
  • "Wir wünschen uns, dass die Retter nicht aufgeben, damit wir weiter hoffen können", hieß es weiter.
  • Aufnahmen des chinesischen TV-Senders CCTV zeigten, wie Helfer ein Paket mit Nahrungsmitteln nach unten schickten.

Was war geschehen?

Die Detonation am 10. Januar hat die Ausstiegsleiter zu dem Schacht verschüttet und so den 22 Bergleute in einem Tunnel eingesperrt.

06:57 Uhr

Drillinge landen alle bei der Polizei

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Vanessa, Lara und Samira Böß (von links nach rechts) sind eineiige Drillinge.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist eher ein seltener Anblick - aber die Drillinge Samira, Lara und Vanessa Böß stehen alle in Diensten der Polizei. Damit haben die 24-Jährigen sich quasi einen Jugendtraum erfüllt. Als Realschülerinnen hätten sie Praktika bei der Polizei gemacht, sagte Lara. Während für die heutige Polizei-Obermeisterin Samira schon davor feststand, dass sie Polizistin werden will, gingen die Schwestern erst mal andere berufliche Wege. Mittlerweile in Uniform vereint haben sie einen Wunsch: Alle drei wollen Streife fahren, wegen der Abwechslung, sagt Lara.

06:30 Uhr

Vulkan Merapi auf Java spuckt Asche und Gestein aus

Auf der indonesischen Insel Java beunruhigt gerade Merapi die Anwohner. Der Vulkan hat ein sich schnell bewegendes Gemisch aus extrem heißen Gesteinsbrocken, Gas und Asche bis zu einen Kilometer weit gespuckt. Das bestätigt die Geologiebehörde Geological Agency (GA) nun. Berichte über Verletzte gibt es bislang nicht.

Der Merapi gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt. Seit 2018 gab es wiederholt Eruptionen. Nur wenige Wochen zuvor hatte der Vulkan bereits Anfang Januar Asche und Gas ausgestoßen. Hunderte Anwohner waren zuletzt bereits vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Nach der heutigen Aktivität beließen die Behörden die Alarmstufe zunächst weiter auf der zweithöchsten.

06:06 Uhr

"Grünkohl-Taxi" bringt ein Stückchen Tradition

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Marco Tienz liefert das deftige Traditionsessen in Corona-Zeiten nach Hause.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen des Lockdowns ist es nichts mit der alljährlichen Kohlfahrtsaison. Auch gestrichen: das gemeinsame Grünkohlessen mit Freunden in Restaurants, von denen einige mit Kohlfahrten den Hauptjahresumsatz machen. Dann muss der Kohl eben anders zu den Fans des deftigen Klassikers kommen, dachte sich Marco Tienz und setzte sein Konzept von "Kohlfahrt @Home" Mitte Dezember um.

Mit seinem "Grünkohl-Taxi" liefert er Kartoffeln, Grünkohl und Pinkel und Kasslernacken mit Senf heiß nach Delmenhorst, Stuhr, Ganderkesee und je nach Bestellungszahl auch nach Bremen. "Ein Versuch, aus dem Lockdown rauszukommen", sagte der 47-Jährige, der auf Nachfrage jetzt ein neues Angebot hat: Norddeutsche Grünkohl-Gerichte per Postversand und zwar bundesweit.

05:50 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht