Montag, 22. Februar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:32 Uhr

Das war Montag, der 22. Februar 2021

Ist das ein kleines Licht am Ende des Tunnels? In einer internen Sitzung des CDU-Präsidiums hat Kanzlerin Merkel einen Öffnungsplan aus dem Lockdown vorgestellt. Dieser beinhaltet drei Bereiche, die als nächste an der Reihe sind. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:49 Uhr

Rätsel um Munchs "Der Schrei" gelöst

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"Der Schrei" von Munch ist eines der berühmtesten Gemälde der Welt.

(Foto: picture alliance / dpa)

"Kann nur von einem Verrückten gemalt worden sein" - die Herkunft dieser abfälligen Inschrift auf dem berühmten Gemälde "Der Schrei" von Edvard Munch hat die Kunstwelt jahrzehntelang beschäftigt. Nun sind Experten des norwegischen Nationalmuseums zu dem Schluss gekommen, dass niemand anderes als der Künstler selbst den Satz in eine Ecke des Bildes gekritzelt hat.

Bislang war die vorherrschende These, dass ein unbekannter Betrachter Anfang des 20. Jahrhunderts die wenig schmeichelhaften Worte auf Norwegisch auf dem Gemälde hinterlassen habe. Untersuchungen der Schrift mit Infrarottechnologie ergaben nun jedoch, dass Munch selbst es war. "Die Schrift ist ohne jeden Zweifel die von Munch", erklärte Kuratorin Mai Britt Guleng.

21:18 Uhr

"Perseverance" schickt erste Videos und Audios vom Mars

Der US-Rover "Perseverance" hat erste Videos von seiner Landung und Audio-Aufnahmen vom Mars zur Erde geschickt. Solche Video- und Ton-Aufnahmen habe es noch nie zuvor gegeben, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. "Diese Videos sind unglaublich", sagte Nasa-Manager Mike Watkins.

Die Videos zeigen die letzten rund elf Kilometer der Strecke von "Perseverance". Darauf ist beispielsweise zu sehen wie der Fallschirm aufgeht. Auch die Oberfläche, auf der der Rover landet, ist sichtbar. Die Mikrofone an Bord des Rovers hätten keine brauchbaren Daten von der Landung gesendet - aber später die ersten jemals empfangenen Tonaufnahmen von der Oberfläche des Mars geschickt, hieß es. Auf ihnen ist unter anderem etwas zu hören, was wie eine Windböe klingt. Auch neue Fotos wurden veröffentlicht.

20:45 Uhr

Obama und Springsteen machen gemeinsamen Podcast

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Bruce Springsteen und Barack Obama sind schon seit langem befreundet.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Der frühere US-Präsident Barack Obama und der Musiker Bruce Springsteen haben einen gemeinsamen Podcast gestartet. Acht Folgen lang unterhalten sich die beiden unter anderem über "Vaterschaft, Ehe und die Zukunft Amerikas", hieß es von Spotify. In dem Podcast namens "Renegades: Born in the USA" diskutierten "die langjährigen Freunde über ihre Herkunftsorte, Vorbilder und moderne Männlichkeit, konfrontieren den schmerzhaft gespaltenen derzeitigen Zustand des Landes - und bieten eine Vision dafür an, wie wir zusammen weitermachen können".

20:12 Uhr

Die Videos des Tages

20:07 Uhr

Kölner Polizei: Schönes Wetter dezentral genießen

Der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob hat an die Bevölkerung der Stadt appelliert, das Frühlingswetter dezentral zu genießen und die beliebten "Sonnen-Spots" der Stadt zu meiden.

"Nutzen Sie die Naherholungsflächen in ihren Veedeln. Auch dort kann man an der frischen Luft entspannen", erklärte Jacob. "Wenn wir die Sehnsucht nach sozialem Leben und Gemeinschaft über die Vernunft stellen, wird uns das den nächsten Rückschlag einbringen. Corona kennt keine Schönwetter-Pause." Für Ausflüge im Frühling sei es wichtiger denn je, die geltenden Regeln zu beachten. Laut Kölner Polizei waren am Wochenende viele Menschen unterwegs, ohne gesetzliche Kontaktbeschränkungen, Abstandsregelungen oder die Maskenpflicht einzuhalten.

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19:37 Uhr

EU kündigt Sanktionen gegen Militärs in Myanmar an

Nach dem Putsch in Myanmar wird die EU Sanktionen gegen Vertreter des Militärs verhängen. Die EU-Außenminister hätten dazu eine "politische Einigung" erzielt, sagte der Außenbeauftragte Josep Borrell in Brüssel. Darüber hinaus werde auch jegliche "direkte finanzielle Unterstützung" aus der EU-Entwicklungshilfe zurückgehalten, die für Reformprogramme der gestürzten Regierung in Myanmar bestimmt war.

19:05 Uhr

Rund 1000 Kubikmeter Kreidefelsen auf Rügen abgebrochen

Auf Rügen sind rund 1000 Kubikmeter Kreidefelsen abgebrochen. Dies wurde heute am Steilufer in der Nähe von Sassnitz festgestellt, wie Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, bei einer Online-Pressekonferenz sagte. Verletzt wurde niemand. Im Januar habe es an dieser Stelle bereits einen kleineren Abbruch gegeben. Als Gründe nannte Backhaus unter anderem Niederschläge und Frost. Mit weiteren Abbrüchen der berühmten Kreidefelsen sei daher zu rechnen.

18:28 Uhr

"Historisch": Winter-Temperaturrekord in Hamburg geknackt

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Sonne, Strand, 21 Grad - das ist der Februar 2021 in Hamburg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Hoch "Ilonka" hat Hamburg nicht nur strahlenden Sonnenschein beschert, sondern auch einen neuen Temperaturrekord. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wurden am Nachmittag an der Wetterstation Neuwiedenthal südlich der Elbe 21 Grad gemessen - so viel wie noch nie in einem meteorologischen Winter (1. Dezember bis 28. Februar) seit Beginn der Wetteraufzeichnung.

Damit sei der Rekord vom 16. Februar des vergangenen Jahres "geradezu pulverisiert" worden, als an derselben Station 18,1 Grad gemessen wurden, wie DWD-Sprecher Andreas Friedrich sagte. Eine Steigerung um gleich drei Grad auf mehr als 20 Grad im Winter in Hamburg seien "schon historisch" und so von ihm nicht erwartet worden. "Aber in Zeiten des Klimawandels ist offensichtlich auch so etwas möglich", sagte er.

17:49 Uhr

Daft Punk löst sich auf

Das legendäre französische Elektropop-Duo Daft Punk hat sich getrennt. Das teilte das Management der beiden Musiker Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem Christo in Paris mit. Vor der offiziellen Bekanntgabe der Trennung hatten die Musiker auf Youtube ein Video mit dem Titel "Epilogue" veröffentlicht, in dem sie mit ihren charakteristischen Roboterhelmen in einer wüstenartigen Landschaft zu sehen sind.

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17:25 Uhr

Saharastaub trübt Himmel über Deutschland

Weil sich größere Mengen Saharastaub über Deutschland verteilt haben, kann der Himmel vielerorts milchig-trüb ausfallen. "Es liegt eine südliche Strömung vor, diese bringt Saharastaub aus Nordafrika bis in unsere Breiten", erklärte DWD-Meteorologe Sebastian Schappert. Besonders intensiv können die Sonnenaufgänge und -untergänge erscheinen. "Da die Lichtstrahlen anders gebrochen werden, färbt sich der Himmel in ein intensiveres Rot." Aufgrund der Staubkonzentration im Himmel werde zudem die pralle Sonne gedämmt, erläuterte Schappert. Somit würden auch die Tageshöchsttemperaturen um ein bis zwei Grad niedriger ausfallen.

17:14 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:43 Uhr

Trump kassiert Niederlage vor Gericht

In der Auseinandersetzung um seine Steuerunterlagen gerät der frühere US-Präsident Donald Trump zunehmend in Bedrängnis. Das oberste US-Gericht wies Trumps Ansinnen zurück, die Herausgabe seiner Steuerunterlagen an die New Yorker Staatsanwaltschaft zu unterbinden. Für Trump ist die Entscheidung eine schwere Niederlage in einem lange währenden Rechtsstreit, der den Supreme Court bereits im Sommer erreicht hatte. Der oberste Gerichtshof hatte Trump, der damals noch im Amt war, in dem Streit im Juli "absolute Immunität" abgesprochen und der Bezirksstaatsanwaltschaft in Manhattan grundsätzlich das Recht zugestanden, Finanzunterlagen Trumps einsehen zu können. Der Streit ging damals zurück an untere Instanzen und zog sich dort weiter hin.

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15:49 Uhr

Leiche von vermisstem 17-Jährigen gefunden

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Der Jugendliche ist wahrscheinlich ins Eis eingebrochen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Garbsen bei Hannover haben Polizeitaucher die Leiche eines vermissten 17-Jährigen entdeckt.

  • Der Jugendliche war am Samstagabend von seiner Mutter als vermisst gemeldet worden.
  • Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich um einen tragischen Unglücksfall. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter zur Todesursache.
  • Die Leiche fanden die Taucher am Grund des Schwarzen Sees in Garbsen. Am Wochenende war der See noch mit einer dünnen Eisdecke bedeckt. Die Polizei hatte zunächst ein Loch in der Mitte des Gewässers bemerkt.
15:22 Uhr

Würmer und Nachschub: Frachter "Cygnus" dockt an der ISS an

Der private Frachter "Cygnus" hat an der Internationalen Raumstation (ISS) angedockt. Der unter anderem mit Würmern und mehr als dreieinhalb Tonnen Nachschub beladene Frachter sei an der ISS angekommen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa per Twitter mit.

Der unbemannte "Cygnus" war am Samstag von einer Startbasis auf Wallops Island an der amerikanischen Ostküste gestartet. An Bord der von dem amerikanischen Luft- und Raumfahrtunternehmen Northrop Grumman gebauten Kapsel befinden sich Nahrung für die sieben Astronauten auf der ISS, Equipment für Weltraumspaziergänge und mehrere Experimente. Eines soll zum Beispiel untersuchen, wie sich die Muskeln von Würmern in der Schwerelosigkeit entwickeln.

14:53 Uhr

Bankräuber nach mehr als 15 Jahren geschnappt

Das Strafrecht habe ein "langes Gedächtnis", kommentiert die Staatsanwaltschaft in Osnabrück diesen Ermittlungserfolg: Mehr als 15 Jahre nach Banküberfällen in Niedersachsen und Bremen haben die Ermittler einen mutmaßlichen Täter gefasst. Der 38-jährige Lette sei in der vergangenen Woche in seinem Heimatland festgenommen worden, berichtete die Staatsanwaltschaft. Auf die Spur des Manns waren die Ermittler durch die DNA-Spuren von den Tatorten gekommen. Der Mann soll 2004 und 2005 zwei Sparkassen in Osnabrück und Bremen überfallen und knapp 40.000 Euro erbeutet haben. In Bremen gab es noch einen Mittäter. Der Ermittlungserfolg sei dabei insbesondere auf die "sorgfältige Spurensicherung" an den damaligen Tatorten zurückzuführen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Markus Lippold verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie ab sofort und bis zum späten Abend durch den "Tag". Los geht's!

14:20 Uhr

Enkel William: Prinz Philip geht es "okay"

Der britische Prinz Philip ist nach wie vor im Krankenhaus. Am Wochenende hatte ihn sein Sohn Prinz Charles besucht, was nicht nur Kritik, sondern auch Spekulationen über Philips Gesundheitszustand auslöste. Nun äußert sich der Enkel, Prinz William:

  • "Es geht ihm okay, er steht unter Beobachtung", sagt der Zweite in der britischen Thronfolge über den 99 Jahre alten Mann von Königin Elizabeth II. William war zu Besuch in einem Impfzentrum in der Grafschaft Norfolk.
  • Philip war vor einer knappen Woche ins Krankenhaus gebracht worden - nach Angaben des Palastes in London eine reine Vorsichtsmaßnahme. Woran der Herzog von Edinburgh leidet, bleibt Privatsache.
  • Der Aufenthalt soll nicht im Zusammenhang mit Corona stehen. Die Queen und ihr Mann hatten beide im Januar bereits eine erste Corona-Impfung erhalten.
14:11 Uhr
Breaking News

EU bringt neue Sanktionen gegen Russland auf den Weg

Die EU bringt wegen der Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny neue Russland-Sanktionen auf den Weg. Die Außenminister der EU-Staaten einigten sich bei einem Treffen in Brüssel darauf, mit den notwendigen Vorbereitungen für die Strafmaßnahmen zu beginnen, wie mehrere Diplomaten der dpa bestätigten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:54 Uhr

Historiker: Hitler war stark von seinem Vater geprägt

Nach Überzeugung eines Forschers wurde Diktator Adolf Hitler viel stärker von seinem Vater geprägt als bisher bekannt. Der Zollbeamte Alois Hitler (1837-1903) habe ähnlich wie sein Sohn Bildung als Autodidakt und sich selbst maßlos überschätzt, sagt der Wirtschaftshistoriker Roman Sandgruber unter Berufung auf neue Quellen. Er stützt sich auf 31 bisher unbekannte Briefe von Alois im Umfang von rund 35 Schreibmaschinenseiten an den Verkäufer seines Bauernhofs. "Sein Vater wollte immer ein gelehrter Herren-Bauer sein, der besser ist als andere", so Sandgruber. Dabei hatte Alois Hitler keinerlei praktische Erfahrungen. Sandgruber ist Autor des gerade veröffentlichten Buches "Hitlers Vater. Wie der Sohn zum Diktator wurde".

13:29 Uhr

Ärztin Kristina Hänel klagt vor Verfassungsgericht

Die Ärztin Kristina Hänel. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

Hänel hofft, "dass in Karlsruhe nun die Weichen für eine gerechtere Regelung gestellt werden, damit in Zukunft Informationen frei zugänglich gemacht werden können für die, die sie dringend benötigen".

(Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild)

Die wegen Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verurteilte Gießener Ärztin Kristina Hänel geht nach Karlsruhe: Wie angekündigt legt sie vor dem Bundesverfassungsgericht Beschwerde ein.

  • Hänel schreibt auf ihrer Internetseite, sie halte es für ihre "ärztliche Pflicht, Betroffene ausführlich aufzuklären und zu informieren". Ebenso halte sie es für ein Recht der Betroffenen, sich ausführlich informieren zu können.
  • Die Allgemeinmedizinerin war erstmals im November 2017 vom Amtsgericht Gießen zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Dagegen wehrt sie sich seither. Zuletzt hatte das Oberlandesgericht Frankfurt Mitte Januar Hänels Verurteilung auch nach der neuen Rechtslage bestätigt.
  • Seit einer Gesetzesänderung dürfen Ärzte öffentlich machen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Weitere Informationen etwa über Methoden sind aber nicht erlaubt.
13:06 Uhr

Italienischer Botschafter im Kongo bei Überfall getötet

Im Ostkongo überfallen bewaffnete Angreifer einen Konvoi des Welternährungsprogramms (WFP). Dabei töten sie den italienischen Botschafter Luca Attanasio. Das Außenministerium in Rom bestätigt dessen Tod. Nach Behördenangaben werden auch ein Fahrer und der Leibwächter getötet. Unklar sind die genauen Umstände des Angriffs, der sich in der Nähe der Stadt Goma ereignet. Im Osten des Kongo sind mehrere Milizen aktiv, denen es vor allem um die Kontrolle der wertvollen Bodenschätze geht.

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12:41 Uhr

Winterwetter lässt Stromrechnungen in Texas explodieren

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Texas war von dem US-Wintersturm in den vergangenen Tagen am stärksten betroffen. Mehr als vier Millionen Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

(Foto: AP)

Das Schneechaos im US-Bundesstaat Texas hat für die Menschen noch ganz andere Auswirkungen: Wegen Engpässen bei der Energieversorgung schnellen die Stromrechnungen in die Höhe:

  • Ein Mann in einem Vorort der Metropole Dallas habe eine Rechnung von knapp 16.752 US-Dollar (etwa 13.830 Euro) erhalten, berichtet die "New York Times". Weitere Texaner und Texanerinnen stellen ihre oft Tausende US-Dollar betragenden Rechnungen bei sozialen Medien ins Netz.
  • Der Strommarkt in dem Bundesstaat im Süden der USA ist stark dereguliert und bei bestimmten Anbietern an den schwankenden Großhandelspreis gebunden. Als infolge des Extremwetters vielerorts der Strom ausfiel und die Nachfrage das Angebot überstieg, habe dies bei betroffenen Kunden zu einem "astronomischen" Anstieg der Kosten geführt, schreibt das Blatt.
  • Gouverneur Greg Abbott sucht nun nach Lösungen, die Betroffenen bei den Kosten zu unterstützen, wie sein Büro mitteilt.
12:19 Uhr

Besitzer lässt historische Villa komplett umsetzen

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Das funktioniert natürlich nur mit den in den USA weit verbreiteten Holzhäusern.

(Foto: dpa)

Ein Umzug der ganz anderen Art gab es in San Francisco: Um sie vor einem möglichen Abriss zu bewahren, lässt ein Hausbesitzer seine 139 Jahre alte viktorianische Villa umsetzen. Mithilfe von Sattelschleppern wurde das komplette Gebäude mehrere Hundert Meter weit an seinen neuen Standort gebracht. Um die etwa 24 Meter lange, zweistöckige Villa durch die Straßen zu bekommen, seien Parkuhren, Ampeln und Verkehrsschilder abmontiert, Bäume beschnitten und Stromleitungen abgeklemmt worden. Der ungewöhnliche Umzug war nötig geworden, weil auf dem Grundstück, auf dem das Haus bisher stand, ein mehrstöckiges Apartmenthaus gebaut werden soll. Laut "San Francisco Chronicle" betrugen die Gesamtkosten rund 400.000 Dollar (etwa 330.000 Euro), zur Hälfte verteilt auf Genehmigungen und Transportkosten.

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"Schauen Sie sich das Haus an, es ist historisch, Original-Holz. So ein Holz bekommen Sie heute nicht mehr", sagte einer der Transporteure.

(Foto: REUTERS)

12:11 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:47 Uhr

Metzelder muss sich vor Gericht verantworten

Das Amtsgericht Düsseldorf lässt die Klage der Staatsanwaltschaft gegen Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder zu. Dieser muss sich damit in einem Hauptverfahren verantworten. Er ist wegen Kinderpornografie angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, in 29 Fällen einer anderen Person kinderpornografische Schriften verschafft und in einem Fall selbst besessen zu haben. Der Angeklagte trete den Vorwürfen entgegen, heißt es in einer Pressemitteilung des Amtsgerichts. Bis zu einer möglichen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:24 Uhr

Neuer KSK-Skandal soll personelle Konsequenzen haben

Die Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) hat erneut für einen Skandal gesorgt. Erst jetzt wurde bekannt, dass im vergangenen Jahr im KSK entwendete oder unterschlagene Munition straffrei zurückgegeben werden konnte. Eine "Amnestie", die keinerlei rechtliche Grundlage hat. Nun soll es Konsequenzen geben:

  • "Die Ermittlungen des Heeres stehen kurz vor dem Abschluss", sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.
  • Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird noch am Montag oder spätesten am Dienstag mit ersten personellen Konsequenzen gerechnet.
  • Zudem soll der KSK-Kommandeur, Brigadegeneral Markus Kreitmayr, umgehend gehört werden. Er soll für die "Amnestie" verantwortlich sein. Sein truppendienstlicher Vorgesetzter ist Generalmajor Andreas Hannemann, Kommandeur der Division Schnelle Kräfte.
10:48 Uhr

Hälfte der Deutschen weiß schon, welche Partei sie wählt

Am 26. September wird ein neuer Bundestag gewählt. Laut einer Umfrage weiß aber die Hälfte der Deutschen bereits, welche Partei sie wählen wird:

  • 50 Prozent der Befragten geben in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov an, bereits zu wissen, welche Partei sie im September wählen werden.
  • 25 Prozent erklären, dass sie dies noch nicht wüssten, weitere 15 Prozent geben an, nicht wählen gehen zu wollen. 10 Prozent machen keine Angaben.
  • Bei den Befragten im Westen des Landes gaben 51 Prozent an, sie wüssten bereits, welche Partei sie wählen wollen, bei den Befragten im Osten sind das nur 45 Prozent. Zudem sind ältere Wähler stärker festgelegt als junge.

Und wie sieht es bei Ihnen aus?

10:22 Uhr

China fordert von USA Ende der Strafzölle

Unter US-Präsident Donald Trump verschlechterten sich die Beziehungen zu China. In gleich mehreren Punkten gerieten die Regierungen aneinander, etwa im Handel, beim Thema Menschenrechte und bei Chinas territorialen Ansprüchen. Peking fordert nun jedoch einen Neustart:

  • "In den letzten Jahren haben die Vereinigten Staaten den bilateralen Dialog auf allen Ebenen im Grunde abgeschnitten", sagt der hochrangige chinesische Diplomat Wang Yi. China sei bereit, eine offene Kommunikation mit der US-Seite zu führen und sich an Gesprächen zur Lösung von Problemen zu beteiligen.
  • Gleichzeitig fordert er die USA auf, von den Strafzöllen auf chinesische Waren abzurücken und die seiner Meinung nach "absurde Unterdrückung des chinesischen Technologiesektors" aufzugeben.
  • So einfach, wie Peking sich das wünscht, wird es aber nicht gehen. In seinem Telefonat mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping unterstrich der neue Präsident Joe Biden seine "grundlegenden Sorgen über Pekings zwangsweise und unfaire wirtschaftliche Praktiken, die Repression in Hongkong, Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang und zunehmend herausfordernde Aktionen in der Region, einschließlich gegenüber Taiwan".
09:58 Uhr

NRW-Behörden untersuchen möglichen Wolfsriss

In der Nacht auf Samstag wurde bei Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis eine Schafherde von einem Tier angefallen. Zwei Schafe wurden getötet. Laut dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) starb ein Tier später an seinen Bissverletzungen. Der Fall sei als möglicher Wolfsriss aufgenommen worden, teilt nun ein Sprecher des Landesamtes mit. Von den betroffenen Tieren seien Genproben entnommen worden, die nun in einem Forschungsinstitut untersucht werden sollen. So könne festgestellt werden, ob ein Wolf oder ein anderes Tier die Schafe gerissen habe.

09:44 Uhr

Neuseeland gedenkt des verheerenden Christchurch-Bebens

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Auch das zentrale Geschäftsviertel von Christchurch wurde bei dem Beben stark beschädigt.

(Foto: dpa)

Nicht nur Japan erlebte vor zehn Jahren eine Katastrophe. In Neuseeland gedenken die Menschen heute der Opfer des schweren Erdbebens von Christchurch:

  • Das Parlament und andere öffentliche Gebäude werden auf halbmast beflaggt. Bei einer Zeremonie werden die Namen der Opfer verlesen, es folgt eine Schweigeminute.
  • Premierministerin Jacinda Ardern erinnert an die gewaltigen Folgen des Bebens und sagt, dass nach zehn Jahren viele Menschen ihren Alltag immer noch im Schatten jenes Tages lebten. Auch wenn das vergangene Jahrzehnt für Christchurch schwer gewesen sei, gebe es "Hoffnung und Energie und Optimismus" für die kommende Dekade.
  • Bei dem Erdbeben in der größten Stadt der Südinsel am 22. Februar 2011 waren 185 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben hatte eine Stärke von 6,2.
09:22 Uhr

Taliban drohen: Abzug oder Krieg

Die militant-islamistischen Taliban sind strikt gegen eine Verschiebung des geplanten US-Truppenabzugs aus Afghanistan. "Unsere Kämpfer werden niemals einer Verlängerung zustimmen", sagt Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid der Deutschen Presse-Agentur. Anfang 2020 hatten die USA den Taliban einen Truppenabzug bis zum 1. Mai 2021 in Aussicht gestellt. Im Gegenzug verpflichteten diese sich zu Friedensgesprächen mit der afghanischen Regierung - diese stocken allerdings seit Wochen. Kritiker werfen den Islamisten vor, sich nicht an Versprechen zu halten. Nach eigenen Worten streben die Taliban weiter eine diplomatische Lösung an, warnen aber vor Konsequenzen einer "Vertragsverletzung". "Wenn der diplomatische Weg verschlossen ist, gibt es keinen anderen Weg als den des Krieges", so Mudschahid.

09:10 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:52 Uhr

Russland warnt EU vor neuen Sanktionen

Die EU-Außenminister treffen sich heute. Dabei sprechen sie auch über mögliche neue Sanktionen gegen Russland:

  • Russlands EU-Botschafter Wladimir Tschischow warnt die Europäer jedoch vor neuen Strafmaßnahmen wegen der jüngsten Entwicklungen im Fall Alexej Nawalny.
  • "Ich möchte nicht darüber spekulieren, ob unsere Partner eine neue Runde illegitimer einseitiger restriktiver Maßnahmen gegen mein Land einleiten werden. Wenn und falls das passiert, werden wir vorbereitet sein zu antworten", sagt er der "Welt".
  • "In jedem Fall werden Russlands Maßnahmen auf Fakten und Analyse und nicht auf Vermutungen und Emotionen basieren", kündigt der Diplomat an.

Erst am Wochenende war Nawalnys Haftstrafe von einem Gericht bestätigt worden. Zudem wurde er in einem weiteren Verfahren zu einer Geldstrafe verurteilt.

08:28 Uhr

Nachbeben auch zehn Jahre nach Fukushima

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Erst am 14. Februar diesen Jahres erschütterte ein starkes Beben die Provinz Fukushima.

(Foto: imago images/Kyodo News)

Vor fast zehn Jahren löste ein Seebeben vor der japanischen Küste einen Tsunami aus, der wiederum die Atom-Katastrophe von Fukushima verursachte. Doch noch immer kommt die Erde dort nicht zur Ruhe:

  • Seit dem schweren Seebeben am 11. März 2011 mit einer Stärke von 9,0 habe es mehr als 14.000 Mal für den Menschen spürbare Nachbeben gegeben, schreibt die japanische Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun". Davon hätten 120 eine Stärke von 6 und 10 eine Stärke von über 7 erreicht.
  • Erst kürzlich suchte eine der stärksten Erschütterungen seit der Katastrophe die Unglücksregion heim. Dabei wurden mindestens 150 Menschen verletzt. Die Erschütterung vor der Küste Fukushimas und Miyagis hatte eine Stärke von 7,3 und war auch in Tokio sowie in vielen anderen Gebieten Japans zu spüren.
  • Nach Einschätzung der Wetterbehörde handelt es sich um ein Nachbeben des schweren Bebens von vor zehn Jahren, das damals einen Tsunami auslöste. 18.500 Menschen starben damals in den Fluten.
07:56 Uhr

Haben Sie schon einen Friseurtermin?

"Viele unmoralische Angebote" habe er bekommen, sagt Shan Rahimkhan. Nicht was Sie jetzt vielleicht denken. Es geht um den Berliner Promifriseur - und seine Kunden, die sich illegal die Haare schneiden lassen wollten. Er habe immer abgelehnt, sagt Rahimkhan der Deutschen Presse-Agentur. Auch bei sich selbst habe er auf Profis verzichtet. Dafür durfte sein 13 Jahre alter Sohn ran - und das ging schief: "Ich hab' ihm falsche Aufsätze gegeben, und dann hatte ich ganz rasierte Haare."

Die Friseure in Deutschland dürfen am 1. März wieder öffnen. Bei Rahimkhan sind die Termine nach seinen Worten bereits über Wochen ausgebucht. Haben Sie schon einen Termin?

07:21 Uhr

Lindner beklagt "Selbstfesselung" Deutschlands

Gestern berichteten wir darüber, dass Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus eine "Jahrhundertreform" der Verwaltung anstrebt. FDP-Chef Christian Lindner will da ein Wörtchen mitreden:

  • "Die nötigen Änderungen von Gesetzen und des Grundgesetzes brauchen große Mehrheiten über Koalitionen hinaus. Wenn die Bundestagswahl abgewartet würde, verstreicht wieder ein Jahr", sagt er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
  • Es solle aber nicht bei unkonkreten Ankündigungen bleiben, die die Menschen am Ende enttäuschten. "Wer den Mund spitzt, der sollte auch pfeifen", so Lindner. "Nach sechzehn Regierungsjahren der Union kommt die Forderung des Fraktionsvorsitzenden nach einer Revolution überraschend."
  • Tatsächlich gebe es bei der Digitalisierung, dem Tempo von Genehmigungsverfahren und der föderalen Zusammenarbeit in Deutschland erheblichen Reformbedarf. "Bei Infrastrukturvorhaben, der Bildungsförderung durch die Bundesregierung und in der Verwaltung ist unser Land mittlerweile Opfer einer Selbstfesselung", sagte Lindner.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:59 Uhr

Soldaten sterben bei Flugzeugabsturz in Mexiko

In Mexiko sterben sechs Soldaten beim Absturz eines Militärflugzeugs:

  • Die Maschine vom Typ Learjet 45 sei beim Start vom Flughafen El Lencero in der Ortschaft Emiliano Zapata im Bundesstaat Veracruz verunglückt, teilt das Verteidigungsministerium mit.
  • Die Unglücksursache ist bisher unklar.
  • "Mein tiefstes Beileid gilt den Angehörigen der sechs Offiziere und Soldaten, die ihr Leben bei einem Flugzeugunglück in Veracruz verloren haben. Ich umarme alle mit Liebe", schreibt Präsident Andrés Manuel López Obrador auf Twitter.
06:37 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser!

Willkommen in einer neuen Woche, die auch wieder durch die Corona-Berichterstattung bestimmt sein wird. Zumal heute in mehreren Bundesländern der Schulbetrieb wieder aufgenommen wird. In zehn Bundesländern öffnen nach rund zwei Monaten wieder Kitas und Schulen, meist für Wechselunterricht. Mit Spannung dürften Politik und Experten beobachten, ob sich dadurch das Infektionsgeschehen verändert. Gewerkschafts-Chefin Marlis Tepe wirft im Interview mit ntv.de den Bundesländern dagegen vor, ihre Ankündigungen zum Schutz vor Ansteckungen nicht umzusetzen. Sie kritisiert zudem, dass die Länder es seit Beginn der Pandemie nicht geschafft haben, gemeinsame Regeln festzulegen, unter welchen Bedingungen welche Art von Unterricht möglich ist:

Auch sonst steht der Tag im Zeichen von Corona-Maßnahmen:

  • Das sogenannte Corona-Kabinett tritt zusammen und berät etwa über die von Gesundheitsminister Jens Spahn angekündigten kostenlosen Schnelltests.
  • Bundespräsident Steinmeier spricht heute mit WHO-Generaldirektor Tedros über die internationale Zusammenarbeit beim Kampf gegen die Pandemie.
  • Der Ifo-Geschäftsklimaindex schaut auf den Zustand der Wirtschaft in Corona-Zeiten. Etwa 7000 Unternehmen beurteilen dabei ihre gegenwärtige Geschäftslage und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate.
  • In Großbritannien will Premier Boris Johnson seinen Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown vorstellen. "Vorsichtig, aber irreversibel", sollen die Maßnahmen aufgehoben werden.
  • Alle Neuigkeiten zur Coronavirus-Pandemie finden Sie wie immer in unserem Liveticker.

Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag. Bleiben Sie gesund, wünscht Markus Lippold

06:21 Uhr

Köln: Gedenkort für Opfer von Hanau zerstört

Gerade erst wurde am ersten Jahrestag der Opfer der rassistischen Morde in Hanau gedacht. Nun zerstören Unbekannte einen Gedenkort in Köln. Die Polizei bestätigt einen entsprechenden Vorfall in Köln-Rodenkirchen, über den zunächst die Kölner Jusos berichtet hatten. Die Täter hätten Folien mit Namen und Bildern der Opfer abgerissen und in die Böschung am Rhein geworfen, heißt es. Nach Angaben der Jusos wurde der Gedenkort in der Nacht von Samstag auf Sonntag zerstört. Der Vorfall wurde als Sachbeschädigung angezeigt. Aber auch der Staatsschutz ermittelt.

05:55 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht