Montag, 23. September 2019Der Tag

mit Franziska Türk
22:31 Uhr

Das war Montag, der 23. September 2019

Vor etwas über einem Jahr saß Greta Thunberg noch alleine in der Stockholmer Innenstadt, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Heute stand die mittlerweile 16-jährige Aktivistin am Rednerpult des UN-Klimagipfels in New York und rüttelte die Staats- und Regierungschefs mit einer emotionalen Ansprache auf - und überzeugte dabei offenbar auch Kanzlerin Angela Merkel von ihrer Botschaft. Selbst US-Präsident Trump ließ es sich nicht nehmen, dem Spektakel - trotz vorher groß angekündigtem Boykott - zumindest einen kurzen Besuch abzustatten. Bevor überhaupt diskutiert wurde, setzten 66 Staaten bereits ein Zeichen: Sie wollen bis zum Jahr 2050 CO2-neutral werden.

RTX74AC7.jpg

Blicke sagen mehr als tausend Worte: Greta Thunberg und Donald Trump.

(Foto: REUTERS)

Ganz andere Sorgen haben Urlauber, die in den kommenden Tagen oder Wochen einen Urlaub mit dem Reiseunternehmen Thomas Cook geplant haben oder mit diesem bereits in der Ferne weilen. Denn das älteste Tourismusunternehmen der Welt ist pleite - der Niedergang war unaufhaltsam, schreibt mein Kollege. Die gute Nachricht: Bislang fliegt zumindest die deutsche Thomas-Cook-Tochter Condor weiter.

Diese Themen waren heute sonst noch wichtig:

Damit verabschiede ich mich von Ihnen - nicht jedoch, ohne vorher Jürgen Klopp zur Auszeichnung zum Welttrainer des Jahres zu gratulieren! Ebenfalls freuen dürfen sich Megan Rapinoe und - wieder einmal - Lionel Messi. Sie wurden von der FIFA zur Weltfußballerin beziehungsweise zum Weltfußballer des Jahres gewählt. Bis morgen!

22:18 Uhr

Kater ist offiziell eine Krankheit

imago92624985h.jpg

Das letzte Glas Wein war schlecht.

(Foto: imago images / Panthermedia)

Wenn Sie noch ein wenig lädiert vom zu heftigen Feiern am Wochenende sind, dann sind Sie offiziell krank - das hat heute ein Gericht entschieden. "Unter Krankheit ist jede, also auch eine geringfügige oder vorübergehende Störung der normalen Beschaffenheit oder der normalen Tätigkeit des Körpers zu verstehen", begründete das Oberlandesgericht Frankfurt seine Einschätzung, dass es sich bei einem Kater um eine Krankheit handelt.

Hintergrund war die Klage gegen ein Nahrungsergänzungsmittel, das als "Anti Hangover Drink" dafür wirbt, gegen Symptome übermäßigen Alkoholgenusses zu wirken. Ob diese Art der Werbung erlaubt ist, hängt davon ab, ob das Gericht einen Kater als Krankheit einstuft oder eben nicht. Und weil es das nun tut, darf der Drink künftig nicht mehr als Behandlungsmittel eines Alkohol-Katers beworben werden. "Informationen über ein Lebensmittel dürfen diesem keine Eigenschaften der Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer menschlichen Krankheit zuschreiben oder den Eindruck dieser Eigenschaft entstehen lassen", erklärte das Gericht. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

22:02 Uhr

Junge jahrelang eingesperrt und missbraucht

Ein Mann aus Moskau, der jahrelang einen Jungen missbraucht und gefangen gehalten hat, ist zu 20 Jahren Straflager verurteilt worden. Der Mann habe das damals neun Jahre alte Opfer 2007 unter einem Vorwand in seine Wohnung gelockt und dann in einem Zimmer eingesperrt, meldete die Agentur Ria Nowosti. Er nutzte laut Gericht den hilflosen Zustand des Kindes aus und verging sich immer wieder gewaltsam an ihm. 

Erst zehn Jahre später wurden Polizisten auf den mittlerweile 19-Jährigen aufmerksam - weil ihnen dessen Verhalten und sein ungepflegtes Aussehen merkwürdig vorkamen. Offenbar durfte der Junge abends manchmal sein Gefängnis verlassen. Als die Polizei die Dokumente des jungen Mannes untersuchte, stellte sie fest, dass er jahrelang im ganzen Land gesucht wurde. An die Namen seiner Eltern konnte er sich bei seiner Befreiung allerdings nicht mehr erinnern.

21:19 Uhr

Zwei Tote - Polizei warnt vor Mittel aus Kölner Apotheke

*Datenschutz

Die Polizei und die Stadt Köln warnen die Bevölkerung vor der Einnahme eines lebensbedrohlichen Glukosegemischs aus einer Apotheke im Kölner Stadtteil Longerich. Nach Angaben der Polizei sind in der vergangenen Woche bereits eine 28-Jährige und ihr per Notkaiserschnitt geborenes Baby an den Folgen der Einnahme gestorben. Ein Arzt meldete diesen und einen weiteren Fall, bei dem ebenfalls Komplikationen auftraten.

Die Behörden warnen ausdrücklich davor, glukosehaltige Präparate aus der Heilig Geist Apotheke in Longerich einzunehmen. Wer solche Präparate besitzt, wird dringend aufgefordert, sie bei der Polizei abzugeben. Die Mordkommission ermittelt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:49 Uhr

Ehepaar bestellt Kleider und bekommt Ecstasy geliefert

121789414_lay.jpg

Zusammen mit den Kleidern gab es eine ganze Ladung Ecstasy-Pillen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wenn der Postbote klingelt und ein lange erwartetes Paket zustellt, ist die Freude meist groß. Dumm nur, wenn der Inhalt des Päckchens so ganz anders ist als erwartet. 25.000 Ecstasy-Pillen im Wert von 500.000 Euro hatte ein Ehepaar aus Linz jedenfalls nicht geordert - geliefert bekam es sie allerdings trotzdem, zusammen mit einer Kleiderbestellung aus den Niederlanden.

Schon bei der Entgegennahme des Päckchens, das eigentlich nur zwei Kleider enthalten sollte, wunderte sich das Paar über das Gewicht. Nach dem Öffnen brachten die überraschten Empfänger das Paket zurück zu den ebenso erstaunten Postbeamten. Inzwischen konnte der eigentliche Empfänger der Drogenlieferung ausfindig gemacht werden: Er wohnt in Schottland und wurde mittlerweile festgenommen.

20:21 Uhr

Macron findet Klimademos gut - aber nur in Polen

RTX73TN2.jpg

In Frankreich bringt Müllsammeln mehr als demonstrieren, findet Macron.

(Foto: REUTERS)

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron findet Demonstrationen für den Klimaschutz sinnvoll - aber nicht im eigenen Land. Die Aktivisten sollten lieber "in Polen demonstrieren", sagte Macron nach Angaben der Zeitung "Le Parisien" im Flugzeug zum UN-Klimagipfel. Er wies damit den Vorwurf von Demonstranten zurück, er selbst tue nichts für die Umwelt.

"Es ist sympathisch, jeden Freitag auf die Straße zu gehen und kundzutun, dass der Planet brennt", sagte Macron. "Aber das ist nicht das Problem." Wenn die jungen Leute der Bewegung Fridays for Future etwas Sinnvolles in Frankreich tun wollten, sollten sie besser Müll von Stränden oder aus Flüssen aufsammeln. Oder aber sie sollten in Polen demonstrieren gehen - damit würden sie ihm helfen, "Bewegung bei denjenigen zu schaffen, die ich bisher nicht zum Umdenken bekomme", sagte der Präsident mit Blick auf Polen und die Abhängigkeit des Landes von der Kohle.

19:31 Uhr

Jäger hält Vater für Wildschwein und erschießt ihn

Im Süden Italiens hat ein italienischer Jäger auf der Wildschweinpirsch seinen Vater erschossen. Der 34-jährige Schütze sei gemeinsam mit seinem 55-jährigen Vater in unübersichtlichem Gelände in Sicignano degli Alburni südöstlich von Salerno unterwegs gewesen, berichteten örtliche Medien am Sonntag. Irrtümlich habe er seinen Vater für ein Wildschwein gehalten und ihn mit einem Bauchschuss getötet. Der Vorfall ereignete sich in einem Bereich eines Nationalpark, der für Jäger nicht zugelassen ist.

Nach dem Tod eines 18-Jährigen unter ähnlichen Umständen hatte das italienische Umweltministerium vor knapp einem Jahr ein landesweites Jagdverbot gefordert. Die Vorsitzende der italienischen Tieschutzliga, Michela Vittoria Brambilla, kritisierte nach dem jüngsten Vorfall, die Wälder und Felder in Italien seien zum "Wilden Westen" verkommen. Todesschüsse von Jägern müssten härter bestraft werden, forderte sie.

122880277.jpg

Der Unfall ereignete sich in einem Teil eines Nationalparks, in dem Jagen gar nicht erlaubt ist.

(Foto: picture alliance/dpa)

18:59 Uhr

Mordaufruf gegen Bayerns SPD-Generalsekretär

Der bayerische SPD-Generalsekretär Uli Grötsch hat zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit eine Morddrohung erhalten - und diese nun öffentlich gemacht. "Liebe Neonazis, liebe Rechtsterroristen, heute habt ihr mir innerhalb von acht Wochen zum zweiten Mal eine Morddrohung geschickt, heute war es eigentlich mehr ein Mordaufruf: Tötet Uli Grötsch! Genickschuss! Wie Lübcke!", erklärte der Bundestagsabgeordnete in einem Video auf Facebook, über das die "Mittelbayerische Zeitung" berichtete.

Grötsch, der für die SPD im Innenausschuss des Bundestages sitzt, versicherte in dem Video auf Facebook sofort, in seinem Kampf gegen Rechts unbeirrt weiterzumachen. "Ich will euch auf diesem Weg gerne sagen, dass ihr machen könnt, was ihr wollt, dass ihr mir drohen könnt, mit was ihr wollt. Ihr werdet mich nicht daran hindern, mein Leben so zu leben, wie ich es schon immer getan habe, und weiter gegen euch zu kämpfen." Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war im Sommer vor seinem Haus erschossen worden, dringend tatverdächtig ist ein Rechtsextremist.

*Datenschutz

18:40 Uhr

Hunderte Marokkanerinnen stehen zu illegaler Abtreibung

AP_19252561615306.jpg

Demonstranten protestieren Anfang des Monats für die Freilassung von Hajar Raissouni.

(Foto: AP)

Sex außerhalb der Ehe steht in Marokko unter Strafe - mehrere Tausend Menschen wurden deshalb im vergangenen Jahr verurteilt - und auch Abtreibungen sind verboten. Hunderte Marokkanerinnen wollen das ändern. Sie bekennen sich nun in einem Manifest öffentlich dazu, selbst abgetrieben zu haben oder bei einem Schwangerschaftsabbruch mitgeholfen zu haben. In dem in marokkanischen Medien veröffentlichten Manifest richten sich die 490 Frauen gegen die "ungerechten, veralteten" Gesetze des Maghreb-Staats:  "Die Kultur der Lügen und der sozialen Heuchelei erzeugt Gewalt, Willkür, Intoleranz."

Hintergrund der ungewöhnlichen Initiative ist der Fall der marokkanischen Journalistin Hajar Raissouni, die derzeit vor Gericht steht, weil sie eine außereheliche Beziehung geführt und eine Schwangerschaft illegal beendet haben soll.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:52 Uhr

Trump erscheint überraschend beim UN-Klimagipfel

b6026ad9ac92db0221541aa680cb78fc.jpg

Erst wollte er nicht kommen, dann war er doch da: US-Präsident Trump.

(Foto: REUTERS)

Eigentlich wollte US-Präsident Donald Trump nicht am UN-Klimagipfel in New York teilnehmen: Immerhin zweifelt er am menschengemachten Klimawandel und kündigte 2017 den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen an. Umso überraschender, dass er jetzt doch dort erschien und im Plenum Platz nahm - wenn auch nur kurzzeitig während der Ansprache des indischen Premierministers Narendra Modi und der Rede von Kanzlerin Angela Merkel.

Somit verpasste Trump den emotionalen Appell der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg an das Plenum: Sie warf den Staats- und Regierungschefs vor, ihrer Generation die Träume gestohlen zu haben.

17:13 Uhr

Patient macht Wiesn-Sanitäterin Heiratsantrag

imago82705463h.jpg

Ob der Mann seine Herzdame mit solch einem kreativen Präsent beglückte, ist nicht überliefert.

(Foto: imago)

Ein feuchtfröhlicher Tag auf der Wiesn mag schon die ein oder andere Ehe beendet haben. Offenbar sorgt das Oktoberfest aber auch dafür, dass sich neue Ehen anbahnen. Ein Wiesn-Besucher aus Österreich jedenfalls hat sich am Wochenende derart in eine Sanitäterin verliebt, dass er der Frau noch im Sanitätscontainer einen Heiratsantrag machte. Nachdem der 30-Jährige leicht angetrunken stürzte und sich am Bein verletzte, "verliebte sich der junge Wiesn-Besucher Hals über Kopf in seine Helferin in der Not", schreibt der Wiesn-Sanitätsdienst.

"Ja" sagte die 27-jährige Sanitäterin zu dem Heiratsantrag zwar nicht - wohl aber dazu, ihren Patienten bei einer Verabredung wiederzusehen. Sie sei, so schreibt es der Sanitätsdienst, "auch nicht abgeneigt gewesen".

16:28 Uhr

Barnier: Britische Brexit-Vorschläge "inakzeptabel"

124681721_lay.jpg

So wird das nix mit dem geregelten Brexit, sagt Barnier nach den jüngsten Vorschlägen aus London.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wir öffnen ein neues Kapitel im Brexit-Streit: Auch die jüngsten Vorschläge aus London für einen reibungslosen EU-Ausstieg bieten laut Brexit-Unterhändler Michel Barnier keine Basis für ein Abkommen. Nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas sagte er, die Ideen zur Vermeidung einer festen Grenze zwischen Nordirland und Irland nach dem EU-Ausstieg seien "inakzeptabel" - und nicht mit seinem Mandat vereinbar, die Integrität des EU-Binnenmarkts zu schützen.

Bei den derzeit von London geäußerten Vorstellungen werde es schwierig, zu einer Lösung zu kommen. Die Verhandlungen gehen dennoch weiter. Maas sagte, die britischen Vorschläge seien noch keine Grundlage für "eine rechtssichere und umsetzbare Lösung".

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:55 Uhr
Breaking News

EU-Staaten einigen sich auf Seenotrettung-Notfallsystem

Deutschland hat sich mit Frankreich, Italien und Malta auf ein Notfallsystem zur Verteilung aus Seenot geretteter Migranten geeinigt. Man habe sich auf ein gemeinsames Papier verständigt, sagte der maltesische Innenminister Michael Farrugia nach Verhandlungen mehrerer EU-Minister auf Malta.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:39 Uhr

35 Hochzeitsgäste bei Anti-Terror-Einsatz getötet

RTX748NU.jpg

Verwandte der Verletzten warten nach dem Angriff vor einem Krankenhaus in Helmand.

(Foto: REUTERS)

Einer der eigentlich schönsten Tage im Leben zweier Menschen endet in Afghanistan in einem Blutbad: Mindestens 35 Gäste einer Hochzeitsfeier sind in Afghanistan bei einem Militäreinsatz getötet worden. Weitere 13 Zivilisten wurden verletzt, sagte ein Mitglied der Regionalverwaltung.

Eigentliches Ziel des Einsatzes in der südlichen Provinz Helmand am Sonntagabend war demnach ein Unterschlupf von Islamisten. Dabei sei aber auch eine Hochzeitsgesellschaft in einem benachbarten Gebäude unter Beschuss geraten. Bei dem Feuergefecht wurden nach Auskunft des afghanischen Verteidigungsministeriums auch 22 Taliban getötet und 14 weitere festgenommen. Das Gebäude sei genutzt worden, um dort Islamisten auf Selbstmordattentate vorzubereiten. Darüber, ob es sich um einen Angriff auf die Taliban oder auf Al-Kaida handelte, gibt es unterschiedliche Angaben. Im Widerspruch zum afghanischen Außenministerium sagte ein Sprecher der US-Streikträfte, dass US- und afghanische Kräfte gemeinsam gegen Al-Kaida vorgegangen seien.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:17 Uhr

66 Länder bekennen sich zu CO2-Neutralität bis 2050

Schon vor dem Beginn des UN-Klimagipfels in New York tut sich etwas in Sachen Klimaschutz. 66 Staaten haben sich verpflichtet, bis zum Jahr 2050 CO2-Neutralität zu erreichen. Das bedeutet, nicht mehr Kohlendioxid auszustoßen als gleichzeitig abgebaut oder gespeichert werden kann.

Eine weltweite CO2-Neutralität bis zur Mitte dieses Jahrhunderts ist nach Einschätzung des Weltklimarats die Voraussetzung dafür, die Erderwärmung noch auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzen zu können. Dieses Ziel hatte sich die internationale Gemeinschaft im Pariser Klimaabkommen 2015 gesetzt. Der gute Wille ist also da - jetzt müssen die Ziele nur noch umgesetzt werden.

124490660_lay.jpg

Deutschland will bis spätestens 2038 alle Kohlekraftwerke vom Netz nehmen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:40 Uhr

Mehrere Verletzte bei Explosion in Tirol

*Datenschutz

Bei einer Explosion in einem Geschäft in Tirol sind nach ersten Erkenntnissen neun Menschen verletzt worden. Nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA befindet sich keiner der Verletzten in Lebensgefahr. Drei von ihnen seien in Krankenhäuser gebracht worden. Eine Person wurde verschüttet.

Laut einem Bericht des ORF Tirol stand das Gebäude im kleinen Ort St. Jodok am Brenner nach der Explosion im Vollbrand, das Gebäude war in eine große Rauchwolke gehüllt.

Die "Tiroler Tageszeitung" berichtete, dass eine angebohrte Gasleitung die Explosion ausgelöst haben könnte. "Es hat eine riesige Gasexplosion gegeben. Ein Haus ist eingestürzt. Es schaut katastrophal aus", sagte Klaus Ungerank, Bürgermeister der Gemeinde, der Tageszeitung "Kurier".

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Uladzimir Zhyhachou verabschiedet sich in den sonnigen Berliner Nachmittag, bis zum späten Abend halte ich Sie stattdessen mit Nachrichten aus aller Welt auf dem Laufenden. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie mich unter franziska.tuerk@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Nachmittag!

13:32 Uhr

Kleinkind fällt aus Wiesn-Karussell

Auf dem Oktoberfest in München ist ein zweijähriges Kind aus einem Karussell gefallen. Der Junge hat sich dabei beide Unterschenkel gebrochen. Das Kleinkind sei am Sonntag aus dem Fahrgeschäft gestürzt und habe sich mit den Beinen unter einem Fahrzeug des Karussells verfangen, teilte die Polizei mit. Wie es zu dem Unfall kam, wird nun ermittelt. Nach ambulanter Behandlung konnte der Junge das Krankenhaus wieder verlassen.

12:54 Uhr

Tränen und Applaus auf dem letzten Thomas-Cook-Flug

*Datenschutz

Dieser Flug startete in Orlando in Florida noch kurz bevor Thomas Cook den Betrieb einstellte. Als die Maschine Stunden später in Manchester landete, gab es den ältesten Reisekonzern der Welt nicht mehr.

Passagiere berichteten von emotionalen Szenen an Bord. "Die Besatzung wusste bis zur Landung nicht, was passiert. Einige haben geweint", sagte ein Reisender dem Sender Sky News. Die Crew habe sich aber bis zuletzt äußerst professionell verhalten. Ein weiterer Passagier berichtete, dass an Bord für die Besatzung gesammelt worden sei. Immer wieder hätten die Reisenden der Crew applaudiert.

12:22 Uhr

Arnie dirigiert auf dem Oktoberfest

124650488.jpg

"Steirermen san very good, very, very good for Hollywood".

(Foto: picture alliance/dpa)

Der wohl berühmteste "Steirermen" der Welt, Arnold Schwarzenegger, hat es sich auch dieses Jahr wieder nicht nehmen lassen, dem Münchner Oktoberfest einen Besuch abzustatten. Zusammen mit Lebensgefährtin Heather Milligan und Kumpel Ralf Moeller sowie dem Model Barbara Meier und deren Ehemann, dem österreichischen Unternehmer Klemens Hallmann, feierte Arnie im Marstall Festzelt.

Als die Band Münchner Zwietracht dann "Steirermen san very good" - im Original vom Stoakogler Trio - anstimmte, betrat Schwarzenegger die Bühne, griff zum Taktstock und dirigierte zur Freude des Publikums die Band. Er selbst stammt aus der Gemeinde Thal in der Steiermark.

*Datenschutz

 

11:54 Uhr

Iran gibt britischen Öltanker frei

Der seit Mitte Juli in der Straße von Hormus beschlagnahmte britische Öltanker "Stena Impero" darf laut iranischem Präsidialamt in Teheran "losfahren". "Wie schon berichtet, sind die juristischen Untersuchungen abgeschlossen und die Verstöße des Schiffes wurden verziehen", sagte Regierungssprecher Ali Rabiei. Die Entscheidungen vor Ort zeigten, dass der Tanker losfahren dürfe, so der Sprecher laut Fars Nachrichtenagentur. Ob das Schiff bereits den Iran verlassen hat, sagte Rabiei nicht.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten das Schiff am 19. Juli unter dem Vorwurf festgesetzt, Vorschriften des Seerechts im Persischen Golf missachtet zu haben.

11:21 Uhr

Ruhani will in USA um Unterstützung für Iran werben

Der iranische Präsident Hassan Ruhani will bei der UN-Generaldebatte in New York angesichts der US-Kampagne des "maximalen Drucks" um Unterstützung für sein Land werben.

Er werde den Völkern und Ländern der Welt erklären, welch "grausame Maßnahmen gegen die iranische Nation ergriffen worden" seien, sagte Ruhani vor Reportern am Teheraner Flughafen vor seinem Abflug nach New York.

Ruhani will in New York einen Friedensplan für den Persischen Golf vorstellen und hat alle Anrainerstaaten eingeladen, sich der Initiative für regionale Sicherheit anzuschließen.

11:03 Uhr

Sohn auf der Flucht nach lebensgefährlicher Attacke auf Vater

2019-09-22_MichaelWollitz1.1.jpg

Der 36-Jährige ist seit gestern Mittag auf der Flucht.

(Foto: Polizei Essen)

Gestern soll ein 36-jähriger Mann in einer Wohnung in Essen auf seinen Vater eingeschlagen haben, "mit einem länglichen Schlagwerkzeug, ähnlich einem Baseballschläger", heißt es in einer Polizeimeldung.

Der 60-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. Sein Sohn ist seit mittlerweile fast 24 Stunden auf der Flucht, die Tatwaffe nahm er mit.

Die Polizei fahndet unter anderem mit Fotos nach dem 36-jährigen Wohnungslosen und appelliert an mögliche Zeugen, ihn im Fall einer Sichtung nicht anzusprechen.

10:32 Uhr

Kletterer stürzt 150 Meter in den Tod

Im Oberallgäu ist ein 58 Jahre alter Mann von einem Klettersteig an der Kanzelwand abgestürzt und dabei ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei fiel der aus Baden-Württemberg stammende 58-Jährige etwa 150 Meter in die Tiefe. Die Leiche wurde zunächst von der österreichischen Luftrettung gesichtet. Ein Polizeihubschrauber aus Bayern barg sie daraufhin.

10:20 Uhr

Warren überholt erstmals Biden in Umfragen

124178287.jpg

Elizabeth Warren gilt als eine der schärfsten Trump-Kritikerinnen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im internen Rennen der US-Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur bekommt der Favorit Joe Biden einen Dämpfer. Die Senatorin von Massachussetts, Elizabeth Warren, hat Obamas ehemaligen Vizepräsidenten erstmals in einem Bundesstaat in Umfragen überholt.

  • Im wichtigen Bundesstaat Iowa erreichte Warren einer aktuellen Umfrage von Des Moines Register und CNN zufolge 22 Prozent Zustimmung; Biden kam auf 20 Prozent. Der landesweit drittplatzierte demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders erhielt elf Prozent Zustimmung.
  • Landesweit bleibt Biden der führende Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten.
  • Iowa gilt als besonders wichtiger Bundesstaat für die Präsidentschaftsanwärter, weil die dortigen Wähler bei den Vorwahlen als erste abstimmen dürfen.
09:57 Uhr

Habeck fordert von Anfang an höhere CO2-Preise

Dem am Freitag vereinbarten Klimapaket der GroKo zufolge soll die CO2-Bepreisung über einen Emissionshandel im Jahr 2021 auf sehr niedrigem Niveau starten: bei zehn Euro pro Tonne CO2. Der Preis soll dann bis 2025 schrittweise auf 35 Euro ansteigen. Für Grünen-Chef Robert Habeck ist dies zu wenig. "Die Hauptaufgabe ist ja, CO2 einen Preis zu geben, der höher sein muss", sagte er im ZDF-"Morgenmagazin".

Um eine Lenkungswirkung zu erzielen und die ausgestoßene Menge an CO2 zu verkleinern, müsse der Preis von Anfang an deutlich steigen. "Wir müssen den Druck nach vorne kriegen, nicht nach hinten." Die Bundesregierung mache dies genau falsch, sie lasse sich mit den vorgeschlagenen Preiserhöhungen am Anfang "sehr viel Zeit".

Habeck äußerte sich zurückhaltend zu den Möglichkeiten, über den Bundesrat Einfluss auf die Beschlüsse der großen Koalition zu nehmen. Es sei "äußerst unsicher", ob die Grünen noch einen positiven Einfluss mit konstruktiven Vorschlägen nehmen können. Allerdings könne es möglich werden, durch Verhinderung von Beschlüssen dazu beizutragen.

09:23 Uhr

140.000 Touristen mit deutschen Cook-Veranstaltern unterwegs

Derzeit sind 140.000 Touristen mit deutschen Reiseveranstaltern von Thomas Cook im Urlaub. Zudem seien "für Reisen mit Abreisen heute und morgen rund 21.000 Gäste gebucht", teilte die Thomas Cook Gmbh auf Nachfrage mit.

Die deutschen Veranstaltertöchter, zu denen Marken wie Neckermann Reisen, Bucher Last Minute, Öger Tours, Air Marin und Thomas Cook Signature gehören, haben nach der Insolvenz des Mutterkonzerns den Verkauf von Reisen nach eigenen Angaben komplett gestoppt.

08:48 Uhr

Reisebus brennt auf A8 komplett aus

124663618.jpg

Von dem Bus ist nicht viel übrig geblieben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Diese Reise von München nach Karlsruhe werden zwei Busfahrer und sechs Passagiere wohl nie vergessen. Während der Fahrt hat ein Reisebus in der Nacht auf der Autobahn 8 bei Pforzheim Feuer gefangen und ist anschließend komplett ausgebrannt. Vermutlich sei der Grund ein technischer Defekt gewesen, teilte die Polizei mit.

  • Auf der Fahrt habe der Fahrer Rauch aus dem Motorraum bemerkt und sei dann auf den Standstreifen gefahren. Der Fahrer, sein Kollege sowie sechs Fahrgäste konnten den Bus noch rechtzeitig verlassen.
  • Alle acht konnten ihre Reise nach Karlsruhe am Morgen mit einem Ersatzbus fortsetzen.
  • Die A8 in Richtung Karlsruhe wurde für die Löscharbeiten über mehrere Stunden gesperrt, am Morgen war eine Spur wieder frei.
08:20 Uhr

Diebe stehlen Juwelen aus Trump Tower

123255851.jpg

In zwei Wohnungen im Trump Tower wurde eingebrochen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wenn US-Präsident Trump in New York unterwegs ist, übernachtet er meist in seinem Penthouse im Trump Tower. So wie jetzt - der Präsident ist im Big Apple angekommen, morgen nimmt er an der UN-Vollversammlung teil. Doch diesmal sind mindestens zwei seiner Nachbarn nicht besonders froh über seinen Aufenthalt.

  • Aus zwei Wohnungen sind nämlich Schmuckstücke im Gesamtwert von 353.000 Dollar (rund 330.000 Euro) gestohlen worden, berichtete am Sonntag unter anderem die "New York Times".
  • Die beiden bestohlenen Frauen gaben demnach an, die mit Edelsteinen besetzten Ringe, Armbänder, Ohrringe und Halsketten seien während ihrer jeweiligen Urlaube vor kurzer Zeit abhandengekommen.
  • Die Ermittlungen der Polizei werden durch den Aufenthalt Trumps in seinem Penthouse erschwert, da das Gebiet in Manhattan aus Sicherheitsgründen weiträumig abgeriegelt wird.
07:42 Uhr

SUV fährt über Gehweg gegen Garage - zwei Tote

Gestern Abend hat ein Autofahrer im thüringischen Reisdorf eine 71-jährige Frau und ihren Hund tödlich verletzt. Auch die 76-jährige Beifahrerin kam bei dem Unfall ums Leben. Der SUV kam von der Straße ab und fuhr über den Bürgersteig gegen einen Garagenpfeiler. Der 79-jährige Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar.

07:18 Uhr

Lasche US-Aufsicht als Absturzursache bei 737 Max?

Indonesische Ermittler machen offenbar auch Designfehler und eine lasche US-Aufsicht dafür verantwortlich, dass die Boeing 737 Max der Fluggesellschaft Lion Air im Oktober 2018 abgestürzt ist. Damit werde die offizielle Untersuchung der Regierung Indonesiens erstmals US-Stellen für den Absturz mitverantwortlich machen, wie mehrere Informanten berichten.

Der Untersuchungsbericht liegt laut den Informanten bislang nur als Entwurf vor und benennt auch eine Reihe von Piloten- und Wartungsfehlern, die zu dem Absturz führten.

Eine automatisierte Flugkontrolle hatte dazu geführt, dass die Boeing immer wieder in den Sturzflug überging, was letztlich - wie auch bei einem Flug der Ethiopian Airlines im März - zu dem Absturz führte.

07:04 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, ich begrüße Sie ganz herzlich im ersten Herbst-"Tag" des Jahres.

Um dem Herbstblues zu entkommen, kann man zum Beispiel Urlaub nehmen und auf Reise gehen. Wenn Sie aber ihren Trip über den Touristikkonzern Thomas Cook, zu dem auch Marken wie Neckermann-Reisen gehören, gebucht haben, habe ich hier leider eine schlechte Nachricht für Sie.

Was wird heute sonst wichtig:

  • Kanzlerin Angela Merkel will drei Tage nach den heftig kritisierten Beschlüssen der Großen Koalition für mehr Klimaschutz den Staats- und Regierungschefs in New York die deutsche Strategie vorstellen. Ob sie auch Präsident Donald Trump oder Klimaaktivistin Greta Thunberg treffen wird, gilt als offen.
  • Das oberste britische Gericht will in diesen Tagen - vermutlich heute - eine Entscheidung zu der von Premierminister Boris Johnson auferlegten Zwangspause des Parlaments treffen. Die Richter müssen entscheiden, ob sie in den Streit zwischen Parlament und Regierung eingreifen. Falls sie diesen Weg wählen, stünde ein Urteil darüber an, ob Johnson gegen das Gesetz verstoßen hat, als er bei Königin Elizabeth II. eine fünfwöchige Parlamentspause erwirkte.
  • Bundesinnenminister Horst Seehofer berät heute mit seinen Kollegen aus Frankreich, Italien und Malta über eine Übergangslösung für aus Seenot gerettete Migranten. Bei dem Treffen in der maltesischen Stadt Vittoriosa soll eine Grundsatzeinigung dafür gefunden werden, wie Bootsmigranten aus dem zentralen Mittelmeer künftig auf andere EU-Staaten verteilt werden.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!

06:37 Uhr

Riekes Rückspiegel am 23. September 2019

AP_18116285013529.jpg

Was wohl Fusajirō Yamauchi zu Super Mario sagen würde?

(Foto: AP)

Wussten Sie, dass … eines der noch immer weltweit bekanntesten Spielwarenunternehmen heute vor 130 Jahren an den Start gegangen ist? Am 23. September 1889 gründete der Japaner Fusajirō Yamauchi die Firma Nintendo in Kyoto. An "Super Mario" oder "Zelda" war damals freilich nicht zu denken - es begann ganz bescheiden mit der Herstellung traditioneller Hanafuda-Spielkarten.

Rieke-NEU-final.jpg

Richtig zur Sache ging's für Nintendo ab 1977, als das mittlerweile börsennotierte Unternehmen begann, sich auf die Entwicklung von Videospielen zu konzentrieren. Der Rest ist bekannt: Auf Automatenspiele wie "Donkey Kong" folgten eigene Konsolen wie der Gameboy und die N64. Und ein goldenes Zeitalter für den einstigen Familienkonzern, der bis heute mit seinen Produkten ganze Generationen prägt.

Wir gratulieren … Bruce Springsteen, Rock-Legende born in the U.S.A, zum 70. Geburtstag. Der Mann hat sogar einen Oscar für eines seiner Meisterwerke ("Streets of Philadelphia") erhalten - noch Fragen, warum er "Boss" genannt wird? Happy birthday!

*Datenschutz

 

06:16 Uhr

Der Herbst kommt und bleibt

Heute um 09:50 Uhr steht die Sonne senkrecht über dem Äquator, der Tag und die Nacht sind gleich lang (Tag-Nacht-Gleiche oder auch Äquinoktium) und damit beginnt kalendarisch oder auch astronomisch der Herbst. Und auch wettertechnisch müssen wir uns nun vom Spätsommer verabschieden, denn unsere Großwetterlage stellt ebenfalls alle Weichen Richtung Herbst.

Björn Alexander

Björn Alexander

Ab heute dominieren nämlich die Tiefdruckgebiete vom Atlantik her und bringen wiederholt dichte Wolken, Regen und einen teilweise stürmisch auflebenden Wind. Den Anfang macht Tief „Klaus“, der mit teils kräftigem Regen bereits den Westen und den Süden erreicht hat und dort für einen nassen Start in den Tag sorgt.

Im Tagesverlauf kommen die Regenwolken bis etwa zu einer Linie Nordsee - Thüringen - Bayrischer Wald - Berchtesgadener Land voran. Zuvor bleibt es im Osten noch lange schön. Und dahinter zeigt sich am Nachmittag von Westen her ebenfalls wieder öfter die Sonne. Am nassesten ist es hierbei am Alpenrand, wo es über 20 Liter Regen pro Quadratmeter werden dürften.

Das macht sich dort auch bei den Temperaturen bemerkbar. Die verharren an den Alpen bei 13 Grad. Ansonsten werden es zwischen 16 Grad im Bereich der zentralen Mittelgebirge und 23 Grad mit Sonne im Osten. Die weiteren Aussichten: morgen kommen mit einem ehemaligen Hurrikan („ex-Humberto“) die nächsten Regenpakete aus Westen heran, denen am Mittwoch weitere Schauer und ein stark auffrischender Wind folgen werden. Kurzum: der Herbst kommt und bleibt. Hier die Details. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und natürlich in die neue Woche. Ihr Björn Alexander