Montag, 27. Januar 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:35 Uhr

Das war Montag, der 27. Januar 2020

Am 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz beklagt CDU-Politiker Amthor im "ntv Frühstart" eine Zunahme von Antisemitismus. Vor allem in "muslimisch geprägten Kulturkreisen" sei das Problem häufig anzutreffen. Die Äußerung sorgt für viel Kritik.

Daraufhin nimmt Amthor seine Äußerungen zurück: Er habe "auf die Frage geantwortet, was sich in den letzten Jahren verändert hat". Für ihn sei aber dennoch "völlig klar, dass die größte Gefahr im Bereich des Antisemitismus natürlich von Rechtsextremisten ausgeht". Die polizeiliche Statistik belegt das tatsächlich. Doch ihre Methodik wird selbst von jüdischen Vertretern kritisiert.

Was war heute sonst wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:08 Uhr

Vulkan in Island steht wohl vor Ausbruch

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Noch können Touristen ruhig in der "Blauen Lagune" schwimmen.

(Foto: Wikipedia / SketchUp (CC BY-SA 3.0))

Erinnern Sie sich noch an die Eruption des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010? Mehr als 100.000 Flüge in Europa wurden damals gestrichen, gut acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest.

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Jetzt droht in Island ein neuer Vulkanausbruch. Diesmal hat der Feuerberg einen schlichteren Namen - Thorbjorn.

  • In der Nähe der bei Touristen beliebten "Blauen Lagune" auf der Halbinsel Reykjanes werden seit fast einer Woche eine Serie kleiner Erdbeben sowie das "Aufblähen" des Berges festgestellt. Die Behörden setzten vor diesem Hintergrund die Warnstufe für Flugzeuge auf "gelb" herauf. Dies bedeutet, dass ein Vulkan "Anzeichen erhöhter Unruhe" aufweist.
  • Der heftigste Erdstoß hatte nach Angaben der Wetterbehörde eine Stärke von 3,7. Zudem sei der Berg um bis zu vier Millimeter pro Tag angewachsen. Bis Sonntag wuchs er um insgesamt zwei Zentimeter an.
  • Das "Aufblähen" dürfte mit einer Ansammlung von Magma mehrere Kilometer unter der Erdoberfläche zusammenhängen.
21:26 Uhr

Diese Restaurants erhalten dritten Michelin-Stern

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Spitzenköche Kei Kobayashi (l.), Christopher Coutanceau (m.) und Glenn Viel (r.) kommen zu höchsten Gourmet-Ehren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Gastronomieführer Guide Michelin hat im Stammland Frankreich drei Toprestaurants mit einem dritten Stern ausgezeichnet.

  • Unter anderen stieg der für Fisch- und Meeresspezialitäten bekannte Christopher Coutanceau aus der Hafenstadt La Rochelle in die Spitzenliga der französischen Gastronomie auf.
  • Die Topauszeichnung erhielten auch Kei Kobayashi aus Paris und Glenn Viel vom "L'Oustau de Baumanière" in der südfranzösischen Provence.
  • Drei Sterne sind seit Jahrzehnten die Bestnote von Michelin und der Traum zahlreicher Spitzenköche.
21:00 Uhr

Bundestagsabgeordnete Hartmann verlässt AfD

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Verena Hartmann kehrt AfD den Rücken.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die AfD-Bundestagsfraktion verliert ein weiteres Mitglied. Die sächsische Abgeordnete Verena Hartmann teilte der Fraktionsspitze schriftlich mit, sie wolle Fraktion und Partei mit sofortiger Wirkung verlassen.

"Mein Mandat bleibt davon unberührt. Ich werde meine Arbeit und damit laufende Projekte als fraktionsloses Mitglied im Deutschen Bundestag fortsetzen", heißt es in dem Schreiben. Eine Begründung für ihren Austritt gab Hartmann in ihrem Brief nicht an.

Hartmann gehörte im vergangenen Sommer zu den Unterzeichnern eines Appells, in dem der Stil des rechtsnationalen "Flügels" kritisiert wird.

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20:26 Uhr

Sexualstraftäter entflohen - Übergriff auf Kinder möglich

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Das Foto zeigt den Gesuchten im Jahr 2017.

(Foto: Polizei)

Die Polizei sucht mit einem Foto nach einem 58-jährigen Mann, der aus der Rheinischen Landesklinik in Köln-Merheim - einer Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie - entflohen ist.

  • Nach aktueller ärztlicher Bewertung seien ein Übergriff auf Kinder sowie ein möglicher Suizid nicht gänzlich auszuschließen, teilte die Polizei mit. Der gesuchte 58-Jährige habe sich in therapeutischer Behandlung befunden.
  • Der "General-Anzeiger" berichtet unter Berufung auf die Polizei, dass der Gesuchte mit mehreren Sexualdelikten im Zusammenhang mit Kindern bekannt ist.
  • Der etwa 1,90 Meter große Mann hatte den Angaben zufolge am Montagmorgen graue, kinnlange Haare. Er war zuletzt mit einem grünen Strickpulli mit roter Aufschrift und einer blauen Jeanshose bekleidet.

Zeugen, die Hinweise auf den derzeitigen Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de an die Ermittler vom Kriminalkommissariat 62 zu wenden.

19:45 Uhr

Mindestens acht Tote bei Hafen-Brand in USA

Bei einem verheerenden Brand in einem Freizeithafen im US-Bundesstaat Alabama sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen.

  • Das Feuer zerstörte in der Nacht dutzende Hausboote am Guntersville-See. Mehrere Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht.
  • Eine Zeugin sagte dem Fernsehsender CBS, sie sei durch "Schreie und den Lärm von Explosionen" geweckt worden.
  • Der Guntersville-See liegt am Tennessee-Fluss, der in der Region aufgestaut wird.
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19:31 Uhr

Söder fordert Steuersenkungen für Unternehmen

CSU-Chef Markus Söder hat vor dem Treffen der Koalitionsspitzen eine Reform der Unternehmen- und Erbschaftsteuer gefordert. "Wir brauchen vergleichbare Steuersätze wie in anderen Ländern", sagte Bayerns Ministerpräsident beim Jahresempfang des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft in Berlin.

  • Mit Blick auf Steuersenkungen für Firmen in anderen Ländern sagte Söder, dies sei ein "Klotz am Bein" für deutsche Unternehmen. Es gehe um Wettbewerbsfähigkeit.
  • Söder forderte außerdem Entlastungen bei den Energiepreisen.
  • Auch die Erbschaftsteuer müsse grundlegend reformiert werden, bisher gebe es Nachteile für Familienunternehmen. Söder sagte, er wolle dass Firmen auch in der der nächsten Generation in der Familie blieben und nicht an ausländische Investoren gingen.
18:47 Uhr

DNA-Test: Belgiens Ex-König hat uneheliche Tochter

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Ein DNA-Test hat nachgewiesen: Delphine Boël ist Alberts Tochter.

(Foto: picture alliance / Lebrun Waem/P)

Nach jahrelangem Rechtsstreit hat der frühere belgische König Albert II. eingeräumt, der Vater der Künstlerin Delphine Boël zu sein. Ein DNA-Test habe dies nachgewiesen, erklärte der Anwalt des 85-jährigen ehemaligen Monarchen belgischen Medien.

Für Boël ist das ein später Triumph. Die heute 51-Jährige kämpft seit 2013 um die Anerkennung als Kind Alberts.

18:24 Uhr

FBI will Prince Andrew befragen

Im Missbrauchsskandal um den US-Millionär Jeffrey Epstein wollen die US-Ermittlungsbehörden den britischen Prinzen Andrew befragen. Das FBI habe Andrews Anwälte kontaktiert, aber noch keine Antwort bekommen, sagte US-Staatsanwalt Geoffrey Berman in New York, wie US-Medien berichteten. 

Epstein hatte sich im vorigen August in einem New Yorker Gefängnis das Leben genommen. Ihm wurde vorgeworfen, Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben. Eines seiner Opfer wirft auch Prinz Andrew öffentlich vor, sie missbraucht zu haben. Der Prinz bestreitet die Vorwürfe. 

Andrew war jahrelang mit Epstein befreundet und mehrmals Übernachtungsgast auf dessen Anwesen in den USA und in der Karibik.

17:49 Uhr

Frau zeigt Hitlergruß bei Holocaust-Gedenken

Eine 23 Jahre alte Frau soll in der sächsischen Kleinstadt Pirna am Rande einer Kranzniederlegung zum Holocaust-Gedenken den Hitlergruß gezeigt haben.

Wie die Polizeidirektion Dresden bekannt gab, hatten Anwesende bemerkt, dass die Frau ihren linken Arm hob. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Zuvor war bei Twitter kritisiert worden, dass die Polizei zunächst keine Anzeige aufgenommen habe. "Das Verhalten des Beamten wird überprüft", hieß es in einem Tweet der Polizei Sachsen.

Update: Auch in Leipzig kam es am 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zu einer geschmacklosen Provokation. An einem Schornstein haben Unbekannte eine Israel-Fahne gehisst, berichtet die "Bild"-Zeitung. Mittlerweile wurde die Flagge entfernt, die Polizei ermittelt wegen Störung der öffentlichen Ordnung. Der Staatsschutz wurde informiert.

17:13 Uhr

Mann läuft zu Fuß über Autobahn - tot

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Der Fahrer und seine Beifahrerin wurden schwer verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Brandenburg wollte ein Mann die A9 auf Höhe der Raststätte Fläming-Ost zu Fuß überqueren - dabei wurde der 30-Jährige von einem Auto erfasst. Der Fußgänger war sofort tot.  

Der 23-jährige Autofahrer und seine gleichaltrige Beifahrerin erlitten schwere Verletzungen - ihr Wagen kollidierte nach dem unerwarteten Zusammenstoß mit einem weiteren Pkw, in dem eine 69-jährige Beifahrerin ebenfalls verletzt wurde.

17:10 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

 

16:40 Uhr

Jugendlicher bei Heilbronn wohl vom Bruder getötet

In der Nacht zum Samstag ist bei Heilbronn in Baden-Württemberg ein 15-Jähriger getötet worden. Für die Ermittler gilt dessen Bruder als mutmaßlicher Täter.

Der 17 Jahre alte Jugendliche liege noch im Krankenhaus, sei aber vorläufig festgenommen, erklärte ein Polizeisprecher. "Er steht im dringenden Tatverdacht, für den Tod seines 15-jährigen Bruders verantwortlich zu sein".

Am Körper des getöteten 15-Jährigen entdeckten Ermittler Schnittverletzungen. Auch der 17-jährige Bruder und der 54-jährige Vater hatten während der Tat Stichverletzungen erlitten. Der Vater sei zwar mittlerweile ansprechbar, habe sich den Ermittlern gegenüber aber noch nicht geäußert, so die Polizei.

16:14 Uhr

Verdacht auf Coronavirus in Bremen

In einem Krankenhaus in Bremen wird eine Patientin behandelt, die möglicherweise am neuartigen Coronavirus erkrankt ist. Das berichtet der "Weser Kurier" unter Berufung auf das Gesundheitsamt.

Demnach handelt es sich um eine Frau, die als Touristin in China unterwegs gewesen war. Bis die Ergebnisse der Laboruntersuchungen vorliegen, kann es bis zu fünf Tage dauern. Dem Gesundheitsamt zufolge ist es jedoch unwahrscheinlich, dass die Frau tatsächlich infiziert ist.

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15:33 Uhr

IS ruft zu Anschlägen gegen Israel auf

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat zu Anschlägen gegen Israel aufgerufen. Die Muslime in Palästina und allen Ländern sollten die "Speerspitze im Kampf gegen die Juden" sein und ihre Pläne durchkreuzen, hieß es in einer Audiobotschaft von IS-Sprecher Abu Hamsa al-Kuraischi. Vor allem die IS-Anhänger in den Nachbarstaaten Israels rief der Sprecher dazu auf, Israel in ein "Testfeld für chemische Waffen und Raketen" zu verwandeln.

15:01 Uhr

Wütende Bauern blockieren Edeka-Großlager wegen Werbung

Die Supermarktkette Edeka hat mit einer Werbung den Zorn von Landwirten auf sich gezogen.

  • Der Edeka-Regionalverbund Minden-Hannover veröffentlichte ein Plakat mit Komiker Otto Waalkes und der Aufschrift "Essen hat einen Preis verdient: den niedrigsten".
  • Aus Protest gegen die Kampagne blockierten Bauern heute Nacht die Zufahrt zum Edeka-Großlager im niedersächsischen Wiefelstede nahe Oldenburg. Rund 200 Fahrzeuge waren an der Aktion beteiligt und sorgten über Stunden für Verkehrsbehinderungen.
  • Der Edeka-Verbund Minden-Hannover sprach dagegen von einem Missverständnis. Ziel der Kampagne sei es gewesen, die Ortschaften im Absatzgebiet einzeln anzusprechen, teilte das Unternehmen mit. Bei dem kritisierten Plakat sei die niedersächsische Gemeinde Essen gemeint gewesen - "und nicht Essen im Sinne von Lebensmitteln".
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14:23 Uhr

Streit zwischen Kindern endet in Massenschlägerei

Ein von der Polizei so betitelter "Beziehungsstreit" zwischen einem Elfjährigen und einem gleichaltrigen Mädchen hat in Duisburg zu einer Massenschlägerei zwischen den Familien der Kinder geführt.

  • Die Verwandten hatten sich am Sonntagabend auf einer Straße zur Klärung des Streits getroffen. Nach dem Austausch von Beleidigungen sei es zu einer Rangelei zwischen etwa 20 Angehörigen gekommen, teilte die Polizei mit. Auch ein Messer und ein Holzknüppel seien im Spiel gewesen.
  • Die Besatzungen von acht Streifenwagen konnten die Lage schließlich beruhigen.
  • Zwei Männer kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus. Ermittelt wird wegen gefährlicher Körperverletzung.
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

13:39 Uhr

Extremsportler muss nach Wingsuit-Sprung Strafe zahlen

Mit einem Flügelanzug springt ein 31-jähriger Extremsportler von der Watzmann Mittelspitze über die Ostwand des Berges, bevor er am Ufer des Königssees landet. In diesem Gebiet verbieten Nationalpark-Verordnung allerdings sowohl Starts als auch Landungen von Luftsportgeräten, dazu zählen auch die sogenannten Wingsuits. Deswegen wird jetzt ein Bußgeld fällig: "Der Bescheid ist jetzt erstellt worden. Wir dürfen allerdings aufgrund von Datenschutzvorgaben nichts über die Bußgeldhöhe sagen", sagte der Sprecher des Landratsamts Berchtesgadener Land, Andreas Bratzdrum.

Zugunsten des 31-Jährigen habe das Landratsamt berücksichtigt, dass dieser die Verordnungslage nicht gekannt habe und keine Umweltbeeinträchtigungen festzustellen gewesen seien. "Aber natürlich geht am Bußgeld trotzdem kein Weg vorbei, weil er die Sprünge veröffentlicht hat und dadurch die Gefahr besteht, dass Nachahmer auftreten."

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13:02 Uhr

Lippenstiftverbot an Uni in Pakistan empört

Ein Lippenstiftverbot an einer Universität in Pakistan hat zu einem Aufschrei in sozialen Medien geführt. Die Hochschule von Azad Jammu und Kaschmir im pakistanisch kontrollierten Teil der umstrittenen Region Kaschmir hatte in einem Rundschreiben angeordnet, dass Studentinnen keinen Lippenstift mehr tragen dürfen. Nutzer in sozialen Medien bezeichneten die Anordnung als "rückschrittlich" und "unterdrückend". Aktivistinnen verurteilten den Schritt scharf.

"Diese Entscheidung spiegelt wider, dass Konservatismus und Radikalisierung in der Gesellschaft auf dem Vormarsch sind", sagte Farzana Bari. Sie erinnerte daran, dass es bereits in der Vergangenheit immer wieder Versuche gegeben habe, Studentinnen Vorschriften über ihr Äußeres zu machen. Pakistanische Frauen gingen aber trotz aller Widrigkeiten dagegen an.

12:01 Uhr

Frau bei Kuchen-Wettessen gestorben

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Die kleinen saftigen Kuchenstücke sind in Australien sehr beliebt.

(Foto: imago images / Panthermedia)

Bei einem Kuchen-Wettessen an der australischen Ostküste soll laut Medienberichten eine Frau ums Leben gekommen sein. Die 60 Jahre alte Frau habe bei dem Wettessen am Sonntag in einem Hotel in Scarness einen Anfall gehabt und sich verschluckt, berichtete der Fernsehsender 9News.

  • Laut ABC News sahen Zeugen, wie Mitarbeiter noch versuchten, der Frau zu helfen. Sie sei ins Krankenhaus gekommen, habe aber nicht mehr gerettet werden können.
  • Die Polizei untersucht demnach den Fall, den ein Gerichtsmediziner klären soll.
  • Das Hotel sprach in einer Mitteilung von einem "tragischen Vorfall" und drückte den Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Am Sonntag war der Feiertag Australia Day, der auch mit solchen Events gefeiert wird. Bei dem Gebäck soll es sich um Lamington, eine australische Kuchenspezialität, gehandelt haben. Das Hotel wollte sich zu dem Vorfall auf Anfrage nicht äußern.

11:36 Uhr

Berlin will Deutsche aus Wuhan ausfliegen

Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China bereitet Deutschland eine mögliche Evakuierung von Deutschen aus der besonders betroffenen Metropole Wuhan vor. Die Bundesregierung ziehe jetzt auch eine mögliche Evakuierung aller ausreisewiligen Deutschen "in Betracht", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas kurz vor einer Sitzung des Krisenstabs im Auswärtigen Amt in Berlin. In Wuhan gibt es demnach eine zweistellige Zahl deutscher Staatsbürger.

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11:17 Uhr

Für "Flake" war die Wiedervereinigung "eine Sauerei"

Aus Sicht von Rammstein-Keyboarder Christian "Flake" Lorenz ist nach der deutschen Wiedervereinigung viel schiefgegangen. "Wir wurden als unnützes Land angegliedert, ganze Biografien für wertlos erklärt, Firmen geschlossen, damit sich die Westfirmen breitmachen konnten", sagt er im Interview der österreichischen Tageszeitung "Der Standard".

"Wir sind so sehr zurückgesetzt worden, dass sich ein Groll und eine Enttäuschung aufgebaut haben, die bis jetzt anhalten. Im Großen und Ganzen war die Wiedervereinigung in dieser Form eine Sauerei." Christian "Flake" Lorenz machte in der DDR eine Lehre als Werkzeugmacher und ist seit 1994 Mitglied der Band Rammstein.

10:33 Uhr

Iranisches Flugzeug rutscht bei Landung auf Autobahn

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(Foto: VIA REUTERS)

Wegen der US-Sanktionen gegen den Iran ist die Luftflotte des Landes veraltet. Viele der Maschinen sind über 45 Jahre alt und anfällig für Defekte. Immer wieder kommt es zu Not- sowie Bruchlandungen und sogar zu Abstürzen. Im Süden des Landes ist eine iranische Passagiermaschine beim Landeanflug jetzt auf eine Autobahn geraten. Die 150 Passagiere und Crew-Mitglieder blieben bei dem Zwischenfall am Flughafen Mahschahr unverletzt und konnten das Flugzeug verlassen, wie die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtet.

Die Autobahn, die demnach neben der Landebahn des Flughafens verläuft, wurde nach Angaben lokaler Behörden für die Dauer der Bergung des Flugzeugs der Caspian Airlines gesperrt. Die Behörden gingen von einem technischen Defekt als Ursache aus. Dies werde geprüft, hieß es.

09:41 Uhr

Kampf gegen Clans: Polizei überprüft immer mehr Barbershops

Im Kampf gegen Clankriminalität will die Essener Polizei verstärkt Barbershops unter die Lupe nehmen. Die Polizei habe in letzter Zeit eine auffällige Häufung an Gewerbeanmeldungen in dem Friseurhandwerk festgestellt, sagte der Essener Hauptkommissar Thomas Weise der "Rheinischen Post".

  • "Barbershops sind ein neues Phänomen, das in unseren Kontrollfokus gerückt ist. Die Shops werden in diesem Jahr im Zusammenhang mit Clans das Thema werden." Allein im Viertel Altendorf und der nördlichen Innenstadt in Essen seien über 20 Barbershops kurz hintereinander eröffnet worden, sagte Weise.
  • "Da sie sich in den einschlägigen Vierteln befinden, gehen wir momentan davon aus, dass es da Bezüge zur Clankriminalität gibt." Die Problematik besteht auch in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens.
  • "Erste Erkenntnisse zeigen, dass Barbershops im Einzelfall von kriminellen Clanmitgliedern betrieben und durch das Clan-Milieu als Treffpunkt und Rückzugsmöglichkeit genutzt werden", sagte eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Innenministeriums der Zeitung.
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08:48 Uhr

Revolte gegen Kassenbon-Pflicht geplant

Die seit Anfang Januar geltende Kassenbon-Pflicht stößt innerhalb der Unionsparteien weiter auf Protest: Mit einem Aufruf an die rund 30.000 Mitglieder der Mittelstandsvereinigung von CDU/CSU (MIT), wolle MIT-Chef Carsten Linnemann jetzt gegen die Bon-Pflicht im Einzelhandel mobil machen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Demnach sollen sich die Mitglieder an die Länderfinanzminister und Bundesfinanzminister Olaf Scholz wenden.

"Auch als Kunden erleben fast alle Menschen in meinem Umfeld und ich täglich die Farce massenhaft ausgedruckter und ungenutzter Bons für Kleinstbeträge", schreibt Linnemann dem Bericht zufolge in einer Rundmail an sämtliche Landesverbände der Mittelstandsvereinigung. Daran angehängt ist demnach ein Formulierungsvorschlag für einen Brief, den MIT-Mitglieder an Scholz und seine Länderkollegen schicken sollen. Darin werde die Aussetzung der Bon-Pflicht bei Einkäufen unter einem Warenwert von zehn Euro gefordert, schrieb die "Bild". Beim ursprünglichen Beschluss für die sogenannte Belegausgabepflicht sei eine großzügige Ausnahmeregelung geplant gewesen, argumentiert Linnemann demnach. Diese Regelung sei nach dem Wechsel an der Spitze des Bundesfinanzministeriums von Wolfgang Schäuble zu Scholz im Stillen kassiert worden.

08:24 Uhr

China stellt Milliardenhilfe im Kampf gegen Coronavirus bereit

Chinas Finanzministerium und die Gesundheitsbehörde stellen im Kampf gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus knapp acht Milliarden Euro (60,33 Milliarden Yuan) bereit. Dies teilt das Ministerium mit. Die Zahl der Todesfälle in China stieg am Montag auf 81.

Deutschland ist nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin gut vor dem neuen Coronavirus geschützt. An Flughäfen, wo das Virus eingeschleppt werden könnte, sei man dank stetiger Übungen "sehr gut gewappnet", sagte der Präsident des RKI, Lothar Wieler". Falls das Virus nach Deutschland eingeschleppt werden sollte, sei es wichtig, dies früh zu erkennen.

Die Gefahr für die deutsche Bevölkerung durch das Virus sei weiter "sehr gering". In Ländern außerhalb Chinas, wo die Epidemie ihren Anfang nahm, wurden bereits Dutzende Nachweise gemeldet. In Europa wurden bisher nur von Frankreich erste eingeschleppte Infektionen gemeldet.

07:47 Uhr

Lucke will auf Sicherheitsfirma bei Uni-Vorlesungen verzichten

Gut drei Monate nach den Tumulten um die Rückkehr von AfD-Mitbegründer Bernd Lucke an die Universität Hamburg sieht der Professor den Zeitpunkt gekommen, ohne Sicherheitsvorkehrungen auszukommen. "Ich wäre dafür, die Sicherheitsmaßnahmen jetzt zu beenden. Irgendwann muss man ja doch ausprobieren, was passiert", sagte Lucke wenige Tage vor Ende der Vorlesungszeit im Wintersemester. Die Hochschule konnte auf Anfrage noch keine Aussage treffen, wie es mit den Sicherheitsvorkehrungen weitergeht. Derzeit ist ein privater Sicherheitsdienst im Einsatz, es gibt zudem Einlasskontrollen.

Der 57-jährige Lucke hatte die Partei AfD 2015 verlassen, 2019 kehrte er an die Uni zurück. Seine erste Makroökonomie-Vorlesung Mitte Oktober verhinderten Hunderte Demonstranten im Saal. Er wurde als "Nazischwein" beschimpft, geschubst und niedergebrüllt. Beteiligt waren auch Mitglieder der "Antifaschistischen Aktion" (Antifa). Laut Polizei gab es in den vergangenen Wochen keine Störungen mehr.

07:04 Uhr

Bolton belastet Trump in Ukraine-Affäre schwer

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Es ist eine brisante Enthüllung inmitten des Amtsenthebungsverfahrens gegen US-Präsident Donald Trump: Der frühere Nationale Sicherheitsberater John Bolton belastet laut einem Medienbericht in einem Buchmanuskript den Präsidenten in der Ukraine-Affäre schwer.

  • Die "New York Times" berichtete, laut Bolton habe Trump tatsächlich eine Militärhilfe an Kiew von 391 Millionen Dollar (354 Millionen Euro) an Ermittlungen gegen den US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden geknüpft.
  • Demnach sagte der US-Präsident im vergangenen August zu seinem damaligen Sicherheitsberater, das Geld solle eingefroren bleiben, bis die Ukraine ihm mit den Ermittlungen gegen den Ex-Vizepräsidenten helfe.
  • Dies würde den zentralen Vorwurf gegen Trump in der Ukraine-Affäre bestätigen und der Verteidigungsstrategie des Präsidenten widersprechen.
  • Die Demokraten forderten angesichts des Zeitungsberichts umgehend, Bolton im laufenden Impeachment-Prozess im Senat als Zeugen vorzuladen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:37 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

Genau 75 Jahre nach der Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Auschwitz wird heute dort an die Gräueltaten erinnert und der Toten gedacht. Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Truppen das größte deutsche Vernichtungslager erreicht, in dem mehr als eine Million Menschen ermordet worden waren. Zu der Gedenkveranstaltung werden Delegationen aus etwa 50 Staaten und auch Überlebende in Polen erwartet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird ebenso teilnehmen wie der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin.

Diese Themen werden heute auch wichtig:

  • US-Präsident Trump will Israels Spitzenpolitikern die Grundzüge seines Nahost-Plans vorstellen. Der rechtskonservative Regierungschef Netanjahu und sein Herausforderer Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß reisten am Sonntag zu getrennten Treffen nach Washington.
  • Der künftige Klimaschutz in der Landwirtschaft beschäftigt die EU-Agrarminister in Brüssel. Zu dem Treffen wird auch Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner erwartet. Dabei soll es um die Frage gehen, wie der sogenannte Green Deal in der Landwirtschaft umgesetzt werden kann.
  • Im Prozess um den spektakulären Diebstahl der zwei Zentner schweren Goldmünze "Big Maple Leaf" aus dem Berliner Bode-Museum sollen die Plädoyers der Verteidiger beginnen.
  • Auf dem Münchner Ostfriedhof verabschieden sich Freunde, Fans und Weggefährten vom kürzlich gestorbenen Schauspieler Joseph Hannesschläger. Trauerreden halten werden der ehemalige Münchner Oberbürgermeister Christian Ude sowie die Schauspieler Max Müller und Alexander Duda. Der Schauspieler aus der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops" starb am 20. Januar an Krebs

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich über juliane.kipper@nama.de.

06:16 Uhr

Kommt jetzt der Schnee?

Eine sehr abwechslungsreiche Wetterwoche hat begonnen. Denn selbst im Flachland könnte es in den kommenden Tagen mal für einige Schneeschauer reichen und auf den Bergen wird es vorübergehend weiß. Zudem weht ein teilweise stürmischer Wind mit der Gefahr von Schneeverwehungen im Bergland.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Heute weht mit Regenwolken, die sich von West nach Ost ausbreiten, aber zunächst einmal eher milde Luft heran. Dabei ist anfangs stellenweise auch Glätte durch gefrierenden Regen nicht ganz auszuschließen. Am längsten freundlich und trocken bleibt es noch von den Alpen bis herauf in die Lausitz.

Die Temperaturen liegen zum Start in den Tag verbreitet im Frostbereich, so dass gelegentlich auch Reifglätte möglich ist. Außerdem wabern zum Teil dichte Nebelfelder mit Sichtweiten unter 50 Metern. Lediglich der Westen startet von der Nordsee bis herunter an den Oberrhein überwiegend frostfrei in die neue Woche. Tagsüber erreichen die Höchstwerte mit einem auflebenden Südwind zwischen 4 und 12 Grad. Am mildesten zeigt sich der Oberrhein.

Die weiteren Aussichten: morgen und übermorgen geht es mit den Temperaturen und der Schneefallgrenze runter, bevor unser Wetter anschließend mal wieder in Richtung Vorfrühling schwenkt. Hier die Details mit denen ich Ihnen einen guten Start in den Tag wünsche. Ihr Björn Alexander

06:04 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht