Montag, 31. Mai 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:06 Uhr

Unbekannter tötet Katze offenbar mit Axt

In Ostwestfalen hat ein Unbekannter eine Katze offenbar mit einer Axt getötet. Die Besitzerin habe ihr Tier seit dem 23. Mai vermisst. Am vergangenen Samstag wurde die tote Katze schließlich auf dem Grundstück einer ehemaligen Scheune in Lemgo entdeckt. Die Kriminalpolizei in Bad Salzuflen bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 05222/98180.

21:25 Uhr

Störung legt Bahnverkehr in den Niederlanden lahm

Nahezu der gesamte Bahnverkehr in den Niederlanden infolge einer Computerstörung für fast zwei Stunden lahmgelegt worden. Die staatliche Eisenbahngesellschaft NS Spoorwegen rief am Nachmittag dazu auf, von geplanten Bahnreisen für diesen Tag möglichst Abstand zu nehmen.

Durch die Computerstörung fiel nach Angaben des ebenfalls staatlichen Schienennetzbetreibers ProRail das Mobilfunksystem aus, über das die Verkehrsleiteinrichtungen mit dem Zugpersonal kommunizieren. "Das hat Auswirkungen auf die Bedienung von Signalen und Weichen", erklärte ein Sprecher.

Von 16.00 Uhr an wurde der Zugverkehr wieder gestartet. Es werde jedoch längere Zeit dauern, bis er wieder fahrplanmäßig möglich sei, hieß es. Auch ein erneuter Ausfall des Systems könne nicht ausgeschlossen werden.

20:39 Uhr

Motorradfahrer kracht gegen Baum und stirbt

Ein 74 Jahre alter Motorradfahrer ist bei einem Unfall im Odenwald in Hessen tödlich verunglückt. Der Mann aus dem Saarland sei auf einer Landstraße gefahren, als er in einer Kurve die Kontrolle verloren habe und seine Maschine mit einem Baum kollidiert sei, teilte die Polizei mit. Der Mann wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

20:03 Uhr

Einziger Überlebender: Kind verlässt Intensivstation nach Seilbahnunglück

Der Zustand des kleinen Jungen, der als einziger das Seilbahnunglück in Norditalien überlebte, bessert sich weiter. Der Fünfjährige könne am Dienstag von der Intensivstation auf eine andere Station verlegt werden, teilte das Kinderkrankenhaus in Turin mit. Seine Brust- und Bauchverletzungen besserten sich. Seine Tante sei bei ihm, hieß es weiter.

Am Sonntag vor einer Woche war am Monte Mottarone westlich des Lago Maggiore in der Region Piemont aus bislang ungeklärter Ursache eine Gondel abgestürzt. Sie riss 14 Menschen mit in den Tod. Der kleine Junge verlor dabei seine Eltern, seinen Bruder und seine Urgroßeltern.

19:29 Uhr

Jugendliche bewerfen Polizisten mit Steinen bei Corona-Kontrolle

Was ist da nur los in Frankfurt? Bei Corona-Kontrollen am Wochenende wurden dort mehrere Polizisten angegriffen. So wurden nach Polizeiangaben in der Nacht zu Samstag Beamte mit Flaschen und Steinen beworfen, als sie nach Mitternacht Zusammenkünfte von mehreren Hundert Jugendlichen und jungen Erwachsenen auflösten.

In der Nacht zu Sonntag sei es ebenfalls zu Vorfällen gekommen, so eine Polizeisprecherin. So wurden am frühen Sonntagmorgen am Mainufer Rettungskräfte bedrängt. Kurz darauf hätten unbekannte Täter Flaschen auf einen Streifenwagen geworfen. Bei keinem dieser Vorfälle wurden Polizisten verletzt.

18:57 Uhr

Merkel und Macron: USA und Dänemark sollen Spionagevorwurf klären

In der Spionageaffäre haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Aufklärung durch die USA und Dänemark gefordert. Spionage zwischen Verbündeten sei "inakzeptabel", sagte Macron nach dem deutsch-französischen Ministerrat in einer Video-Pressekonferenz. Deutschland und Frankreich erwarteten "vollständige Offenheit und die Klärung des Sachverhalts von den dänischen und amerikanischen Partnern", betonte der französische Präsident.

Merkel betonte, ihre Haltung zur NSA-Affäre habe sich nicht geändert. Sie spielte damit auf ihre frühere Aussage an: "Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht."

Am Wochenende war bekannt geworden, dass der dänische Geheimdienst dem US-Dienst NSA bei Lauschangriffen gegen Merkel und andere europäische Spitzenpolitiker geholfen haben soll.

18:26 Uhr

Französische Ermittler befragen Ex-Autoboss Ghosn in Beirut

Ein Team aus französischen Untersuchungsrichtern befragt den einstigen Autoboss Carlos Ghosn in Beirut wegen des Verdachts auf finanzielles Fehlverhalten. Das erfuhr die dpa aus Justizkreisen in der libanesischen Hauptstadt. Die Befragungen sollen zunächst fünf Tage dauern.

Ghosn ist Architekt des französisch-japanischen Autobündnisses Renault-Nissan-Mitsubishi. Er war im November 2018 in Tokio unter anderem wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Im April 2019 wurde er unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Ende Dezember 2019 floh er unter dubiosen Umständen in einem Privatjet in Richtung Beirut.

Ghosn hatte die Vorwürfe gegen ihn in Japan mehrmals zurückgewiesen. Der Libanon hat kein Auslieferungsabkommen mit Japan.

18:15 Uhr

Schlagzeilen am Abend

17:46 Uhr

Messerattacke an Schule in NRW - Zwei Jugendliche in Lebensgefahr

Messerangriff an einer Schule in Nordrhein-Westfalen: Zwei Jugendliche sind durch Stiche an einer Gesamtschule in Finnentrop lebensgefährlich verletzt worden. Ein dritter Jugendlicher erlitt leichte Stichverletzungen, wie die Polizei mitteilte.

Polizisten hätten zwei Tatverdächtige in der Schule festgenommen, bei denen es sich ebenfalls um Schüler handele und die nicht verletzt seien, wie ein Polizeisprecher sagte.

Über die Hintergründe der Tat liegen noch keine Erkenntnisse vor.

17:08 Uhr

Wanderin stürzt in Bayern 400 Meter in die Tiefe und stirbt

Bei einem Bergunfall in Bayern ist eine 53-Jährige über 400 Meter in die Tiefe gestürzt und gestorben.

  • Laut Polizei wanderte die Frau am Sonntag mit ihrem 16-jährigen Sohn und einer 46 Jahre alten Freundin von ihrem Wohnort Grainau im Landkreis Garmisch-Patenkirchen aus zur Höllentalangerhütte. Am Nachmittag trennte sie sich von ihren Begleitern, um einen anderen Weg zurück ins Tal zu nehmen.
  • Eine Stunde später teilte die 53-Jährige per Kurznachricht mit, dass der ursprünglich angedachte Weg gesperrt sei und sie eine andere, rund sechsstündige Route nehme. Als die Frau auch am späten Abend noch nicht zu Hause und telefonisch nicht erreichbar war, wurde die Polizei verständigt.
  • Erst heute Morgen wurde dann ein lebloser Körper in einer Schuttreiße im Höllental entdeckt. Möglicherweise sei die 53-Jährige vom Pfad abgekommen und im felsdurchsetzten Steilgelände gestürzt, hieß es von der Polizei.
16:25 Uhr

Belarus macht Grenzen komplett dicht

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Hält sein Volk als Geisel: Diktator Lukaschenko.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Die Ausreise aus dem autoritär geführten Belarus ist für viele Menschen quasi unmöglich geworden.

Selbst Belarussen mit einer befristeten Aufenthaltsgenehmigung in einem anderen Land sei das Überqueren der Grenze auf dem Landweg nicht erlaubt, teilte der Grenzschutz mit. Bereits seit Ende Dezember dürfen Menschen ohne dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung im Ausland nicht mehr über Kontrollpunkte an Straßen und Bahnhöfen ausreisen. Zusätzlich ist der Flugverkehr von Belarus ins europäische Ausland nach der erzwungenen Landung einer Ryanair-Maschine in Minsk vor rund einer Woche weitgehend zum Erliegen gekommen. Bisher liefen Ein- und Ausreisen über den Luftweg ohne Einschränkungen.

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15:46 Uhr

Fünfjährige wog nur acht Kilo - Mutter ließ Tochter fast verhungern

Sie hatte ihre fünfjährige Tochter fast verhungern lassen, am Ende war das Mädchen nur noch "Haut und Knochen": Die 24-jährige Mutter eines Mädchens ist in Köln wegen versuchten Mordes und Misshandlung von Schutzbefohlenen zu einer neunjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der 23 Jahre alte ehemalige Lebensgefährte der Frau, der nicht der leibliche Vater des Mädchens ist, wurde als Mittäter zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Das Gericht erklärte, die beiden Angeklagten hätten das Mädchen über Monate in ihrer Wohnung in Bergheim bei Köln durch Vorenthalten von ausreichend Nahrung "gequält" und "in die Gefahr des Todes gebracht". Als das Kind im August 2020 in eine Kinderklinik eingeliefert wurde, habe es bei einer Körpergröße von 98 Zentimetern noch acht Kilogramm gewogen - und nur noch aus "Haut und Knochen" bestanden. Auch habe das Ex-Paar das Mädchen seelisch gequält, indem es abgesondert in seinem abgedunkelten und unbelüfteten Kinderzimmer gehalten wurde.

15:11 Uhr

Polizist erschießt Rentner - Freispruch

Ein 74-Jähriger bedroht einen Polizisten mit einem Feuerzeug in Pistolenform. Der Beamte greift zu seiner echten Waffe und schießt.

Der Totschlagsprozess gegen einen Polizisten ist nun in Bochum mit einem Freispruch zu Ende gegangen. Laut Urteil war der Beamte irrtümlich davon ausgegangen, dass er sich in einer Notwehr-Situation befinde. Der 38-Jährige hatte bei einem Einsatz drei Schüsse auf einen Rentner abgegeben. Einer davon traf das Herz. Die Richter am Bochumer Landgericht gehen davon aus, dass der Senior den Beamten aus wenigen Metern Entfernung mit einer Pistole bedrohte. Dass es sich dabei um ein Feuerzeug in Pistolenform gehandelt hat, habe der Polizist nicht erkannt.

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14:36 Uhr

Hochzeit eskaliert - Bräutigam muss ins Gefängnis

Seine Hochzeitsnacht hatte sich ein 24 Jahre alter Bräutigam sicher anders vorgestellt. Statt im eigenen Bett musste der Bielefelder die Nacht nach seiner Hochzeitsfeier am vergangenen Freitag wie zwei seiner Gäste in einer Gefängniszelle auf dem Polizeirevier verbringen.

Das Ordnungsamt der Stadt hatte die Polizei um Hilfe gebeten, weil die etwa 25 Partygäste die Corona-Regeln missachteten. Teilweise hatte sich die Feier bereits aus einem Wohnhaus auf die Straße und die Gehwege verlagert.  Als die Polizei Platzverweise durchsetzen wollte, habe sich der Bräutigam heftig widersetzt und einen Beamten ins Gesicht geschlagen, berichtete ein Polizeisprecher.

Bei der Auseinandersetzung ging auch die Scheibe der Haustür zu Bruch, der 24-Jährige verletzte sich dabei an der Hand. Nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus kam er in Gewahrsam.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Judith Görs verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab sofort übernehme ich den "Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen und entspannten Nachmittag!

13:55 Uhr

"So befreiend!" - Madonnas Adoptivsohn David trägt Kleid

Madonnas Adoptivsohn David Banda hält offenbar nicht sehr viel von klassischen Geschlechterrollen: Ein Video, in dem der 15-Jährige in einem weißen Designerkleid seine Modelqualitäten unter Beweis stellt, sorgt aktuell auf Instagram für Aufregung. "Selbstbewusstsein ist alles", kommentiert die Popikone das Video. Der Post erhielt nach wenigen Stunden mehr als 110.000 Likes und wurde mehr als eine Million Mal angeklickt.

"Es ist so befreiend", witzelte der Teenager in dem kurzen Clip, während er sein Zuhause zum großen Catwalk macht. Madonna kämpfte im Jahr 2006 in Malawi um die Adoption des damals 15 Monate alten David - nicht, ohne dafür öffentlich in die Kritik zu geraten. Im Mai 2008 wurde die Adoption schließlich rechtskräftig.

13:29 Uhr

Neue Vorwürfe der Steuerverschwendung gegen Scheuer

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer muss sich erneut dem Vorwurf der Verschwendung von Steuergeldern stellen. Wie der Berliner "Tagesspiegel" berichtet, hat der CSU-Politiker sieben heikle Fragen zur Pkw-Maut an eine externe Anwaltskanzlei weitergeleitet, die für deren Beantwortung in den Jahren 2019 und 2020 insgesamt 175.000 Euro abgerechnet habe - auf Kosten der Steuerzahler. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine interne Kostenaufstellung des Ministeriums.

Über den genauen Inhalt der Anfragen geht der Bericht nicht ins Detail. Es habe sich aber um völlig legale Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) gehandelt, auf deren Beantwortung jeder Bürger ein Recht hat. Gestellt hatte sie das gemeinnützige Internet-Portal FragdenStaat.de. Eine Vertreterin bezeichnete die Beauftragung von Juristen bei unliebsamen Informationsanfragen als "Steuerverschwendung" und eigentliche Aufgabe der Verwaltung.

13:04 Uhr

Zwei Tote nach Kollision mit Geisterfahrer auf A24

Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Geisterfahrer auf der Autobahn 24 bei Hornbek in Schleswig-Holstein sind ein 58 Jahre alter Mann aus Hamburg und seine gleichaltrige Ehefrau ums Leben gekommen. Der mutmaßliche Unfallverursacher, ein 77 Jahre alter Mann aus Berlin, wurde lebensgefährlich verletzt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Nach den bisherigen Erkenntnissen war der 77-Jährige am Sonntagabend vom Parkplatz Tramm verkehrt auf die Autobahn aufgefahren. Dort stieß sein Wagen frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Der Mann wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Er konnte von Einsatzkräften befreit werden und liegt mit lebensgefährlichen Verletzungen in einem Krankenhaus.

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Ein 77-Jähriger war in falscher Richtung von einem Parkplatz auf die Autobahn gefahren.

(Foto: dpa)

12:45 Uhr

Monat Mai brachte 18 Prozent weniger Sonne

Surprise, surprise: Der Mai war in diesem Jahr laut Deutschem Wetterdienst (DWD) nicht nur zu kühl, sondern auch zu dunkel und zu nass. Nach ersten Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 DWD- Messstationen war es aber nur der kälteste Mai seit 2010. Mit 10,7 Grad lag der Temperaturdurchschnitt 1,4 Grad unter dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990.

Der Mai hatte zudem eine riesige Temperaturspanne: Von minus 4,5 Grad am 3. Mai in Meßstetten auf der Schwäbischen Alb ging es binnen Tagen hoch bis 31,3 Grad am 9. Mai in Waghäusel-Kirrlach bei Heidelberg. Nach dem besonders trockenen Mai 2020 war der Mai dieses Jahr mit rund 95 Litern pro Quadratmeter besonders nass; das Mittel der Periode 1991 bis 2020 liegt bei 70 Litern. Mit rund 165 Stunden verfehlte die Sonnenscheindauer ihr Soll von 202 Stunden zudem recht deutlich um 18 Prozent.

12:22 Uhr

Nach 3000 Jahren - Tasmanische Teufel zurück auf Australiens Festland

Australische Tierschützer sind ganz aus dem Häuschen: Rund 3000 Jahre nach dem Aussterben des Tasmanischen Teufels auf dem australischen Festland sind dort erstmals wieder Tiere in Freiheit geboren worden. Vergangenes Jahr waren 26 der schwarzen Beuteltiere in einem Reservat nördlich von Sydney freigelassen worden, nun haben sie Nachwuchs bekommen. "Bisher haben wir nur zwei Weibchen kontrolliert, und insgesamt haben sie sieben Babys", sagte ein Sprecher der Organisation Aussie Ark.

Aussie Ark hatte die kleinen Raubtiere in Zusammenarbeit mit anderen Naturschutzgruppen ausgewildert. Bis zu diesem Zeitpunkt lebten die angriffslustigen, bis zu acht Kilogramm schweren "Tasmanian Devils" nur noch auf der Insel Tasmanien, der sie auch ihren Namen verdanken.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:52 Uhr

Türkischer Geheimdienst fasst Gülen-Neffen

Der türkische Geheimdienst hat einen Neffen des islamischen Predigers Fethullah Gülen im Ausland gefasst und in die Türkei gebracht. Selahaddin Gülen sei gesucht worden, weil ihm Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen werde, berichtet die regierungsnahe Nachrichtenagentur Demirören Haber Ajansi. Wo genau der Gülen-Neffe festgenommen wurde, ist nicht bekannt.

Die türkische Führung macht den in den USA lebenden Gülen und seine Anhänger für den Putschversuch 2016 verantwortlich. Die Gülen-Bewegung gilt in der Türkei als Terrororganisation. Seit dem Umsturzversuch im Juli 2016 wurden in der Türkei Zehntausende Menschen verhaftet - immer wieder auch einige im Ausland. Mehr als 100.000 Staatsbedienstete wurden entlassen.

11:14 Uhr

Vietnamesen ins Land geschleust - Polizei nimmt zwei Frauen fest

Die Bundespolizei hat ein Schleusernetzwerk für Menschenhandel hochgenommen. Am Morgen wurden 33 Objekte durchsucht, rund 700 Beamte waren im Einsatz - mit Schwerpunkt in Berlin. Köpfe der Bande sollen zwei Frauen sein, von denen eine in Berlin und die zweite im slowakischen Bratislava festgenommen wurden. Dort hätten die Beamten auch eine größere Summe an Bargeld bei den Durchsuchungen gefunden, sagte der Sprecher der Polizei.

Den Frauen wird gewerbsmäßige Einschleusungskriminalität vorgeworfen. Sie sollen Vietnamesen über konspirative Wohnungen in der Slowakei nach Deutschland eingeschleust haben - gegen die Zahlung von 13.000 bis 21.000 Euro. Die Betroffenen sollen im Anschluss gezwungen worden sein, die entstandenen Schulden in Nagel- oder Massagestudios oder in Bordellwohnungen abzuarbeiten.

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10:53 Uhr

"Belgischer Rambo" seit zwei Wochen flüchtig - Polizeischutz ausgeweitet

Belgiens Polizei sucht noch immer nach dem flüchtigen Jürgen Conings - ein Ex-Elitesoldat, der sich vor zwei Wochen aus der Munitionskammer seines Stützpunktes bedient hat und seither verschwunden ist. In mehreren Abschiedsbriefen hatte der als "belgischer Rambo" bezeichnete Gesuchte damit gedroht, einen bekannten Virologen und weitere Personen umzubringen. Nun verstärkt die Polizei laut "Brussels Times" auch den Schutz von mehreren Moscheen in der Nähe von Limburg.

Zudem stünden weitere Menschen unter Polizeischutz. Sie glaube nicht, dass Conings tot ist, sagte die Innenministerin Annelies Verlinden. Darauf gebe es bisher keine Hinweise. In Conings Wagen, der am Rande eines Nationalparks gefunden wurde, hatte die Polizei vier Panzerabwehrraketen entdeckt. Bisher ist es der Polizei selbst mit Unterstützung niederländischer und deutscher Spezialkräfte nicht gelungen, den als rechtsextrem bekannten Mann aufzuspüren.

Hier lesen Sie die ganze Geschichte.

10:27 Uhr

Schauspieler Manuel Cortez mit Lungenschaden in Klinik

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Manuel Cortez.

(Foto: imago images/BRIGANI-ART)

Schauspieler Manuel Cortez ist erst 42 Jahre alt - und seit Tagen in Quarantäne, weil er sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Nun hat sich sein Gesundheitszustand derart verschlechtert, dass er im Krankenhaus behandelt wird. "Mein Corona-Verlauf war erst sehr entspannt, dann habe ich immer höheres Fieber gekriegt und hab dann am Ende angefangen, schwer zu atmen", erklärte Cortez via Instagram. Im Krankenhaus sei festgestellt worden, dass er eine Lungenschädigung habe.

Cortez bekommt nach eigenen Angaben Sauerstoff. Derzeit gehe es ihm den Umständen entsprechend "wieder gut". Er habe kein Fieber mehr und sei "eigentlich fit", nur die Lunge mache ihm Probleme.

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10:14 Uhr

Finanzhof weist Klage wegen Doppelbesteuerung zurück

Der Bundesfinanzhof hat die Klage eines Steuerberaters wegen des Vorwurfs der Doppelbesteuerung zurückgewiesen. Es liege in dem vorliegenden Fall keine Doppelbesteuerung vor, weshalb die Revision unbegründet sei, urteilte das höchste deutsche Steuergericht in München.

Die Richter legten allerdings erstmals eine konkrete Formel für die Berechnung der doppelten Besteuerung fest, von der in Zukunft zahlreiche Rentner betroffen sein werden.

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10:01 Uhr

Pflegereform von Spahn empört Kinderlose - Gerecht oder nicht?

Liebe Leser, vielleicht haben Sie es gestern mitbekommen: Um eine bessere Bezahlung von Pflegekräften zu erreichen, sollen Kinderlose künftig höhere Beiträge in die Pflegeversicherung einzahlen: Ihr Beitragssatz soll um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent steigen. Darauf hat sich die Bundesregierung geeinigt. Zur Finanzierung der Pflegereform soll es ab 2022 aber auch einen jährlichen Steuerzuschuss des Bundes in Höhe von einer Milliarde Euro für die Pflegeversicherung geben.

Nicht nur unter Kinderlosen sorgen diese Pläne nun allerdings für Empörung. FDP-Pflegeexpertin Nicole Westig kritisierte sie als "kurzsichtig", viele Betroffene machten ihrer Wut in den sozialen Netzwerken Luft. "Nun werden diese Menschen von der Politik auch noch dafür bestraft, weil sie aus medizinischen Gründen, sexueller Orientierung oder anderen Gründen keine Kinder bekommen können", schrieb ein Twitter-Nutzer. Was meinen Sie?

09:43 Uhr

China erlaubt Paaren künftig drei Kinder

China erlaubt Paaren künftig drei Kinder. Weil es immer weniger Geburten gibt und die chinesische Gesellschaft zusehends überaltert, beschloss das Politbüro der Kommunistischen Partei auf einer Sitzung in Peking, dass eine solche "Optimierung der Geburtenpolitik" dabei helfen soll, die Bevölkerungsstruktur zu verbessern und auf die Überalterung zu reagieren.

Der Beschluss fiel nur drei Wochen nach der Veröffentlichung der jüngsten Volkszählung. Demnach droht das bevölkerungsreichste Land in wenigen Jahren zu schrumpfen. Die seit 1979 geltende Ein-Kind-Politik war bereits 2015 aufgehoben worden und durch eine Zwei-Kind-Politik ersetzt worden.

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09:22 Uhr

Saar-Linke fordert Oskar Lafontaine zu Parteiaustritt auf

Oskar Lafontaine (Die Linke) spricht während eines Interviews. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

Oskar Lafontaine.

(Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild)

Der Landesvorstand der Linken im Saarland will Oskar Lafontaine loswerden. Der frühere Parteichef sei eine der "treibenden Kräfte in der seit Jahren praktizierten innerparteilichen Schlammschlacht zu Lasten der Partei", heißt es in einer Erklärung, die vom Landesverband Saar veröffentlicht wurde. Es sei aus Sicht des Landesvorstandes "eine Frage des Anstandes", wenn er und Parteikollegin Astrid Schramm "ihre Parteimitgliedschaft aufgeben sowie ihre Landtagsmandate zurückgeben".

Es gebe keine Partei, die dauerhaft ein derartiges öffentliches Auftreten verkraften würde, heißt es weiter. Die Ziele der Linken würden nicht erreicht, wenn "einzelne Mandatsträger ständig ihre persönlichen Befindlichkeiten medial in die Öffentlichkeit transportieren". Lafontaine war als SPD-Politiker einst Ministerpräsident im Saarland und Finanzminister im Kabinett von Kanzler Gerhard Schröder, bevor er der Partei im Streit den Rücken kehrte und zur Linken wechselte.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:53 Uhr

GNTM-Finalistin droht nach Show eine OP

Für die 21-jährige Romina Palm hat das Finale der Castingshow "Germany's Next Topmodel" (GNTM) womöglich schwere Konsequenzen. Wie die Kandidatin auf Instagram berichtet, hat sie sich auf dem Laufsteg vor und während des Finales derart verausgabt, dass sie sich mehrere Zerrungen im Knie zuzog. Bereits 2015 habe sie sich beim Skifahren am Kreuzband verletzt und sei danach am Knie operiert worden. Eine weitere OP habe sie durch Sport verhindern können.

Für den Erfolg in der Topmodel-Show habe sie nun aber Schmerzen ignoriert - und bereut das jetzt, wie sie laut "Bild"-Zeitung sagt. "Ich bereue es ein wenig, dass ich nicht auf meinen Körper gehört habe und trotz Schmerzen alles durchgezogen habe die letzte Woche." Nun leide sie unter starken Schmerzen und könne kaum noch laufen.

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Romina Palm leidet seit dem GNTM-Finale unter Schmerzen im Knie.

(Foto: dpa)

08:34 Uhr

Mann bedroht Frau und Kinder mit Schreckschusswaffe

In Hessen ist ein Familienstreit noch einmal glimpflich ausgegangen, nachdem er zuvor beinahe eskaliert wäre: In Groß-Rohreim bedrohte ein Mann seine Frau und die vier Kinder mit einer Schreckschusswaffe - offenbar aus Wut über eine Auseinandersetzung. Der 42-Jährige hatte vor dem Haus einen Schuss abgegeben, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Anschließend verließ er das Grundstück, bevor die Einsatzkräfte ankamen.

Die Beamten brachten die 41-jährige Frau und die vier Kinder im Alter zwischen sieben Jahren und zwei Monaten in Sicherheit. Der Flüchtige wurde mit einem Hubschrauber und einem Großaufgebot der Polizei gesucht. Er konnte nach zwei Stunden gefasst und festgenommen werden.

08:15 Uhr

Baerbock erwägt nach Wahl auch Bündnis mit Linken

Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, ist zu Gesprächen über eine Koalition nach der Bundestagswahl mit allen Parteien bereit - auch mit der Linkspartei. Sie halte nichts davon, "dass demokratische Parteien untereinander sagen: Wir reden nicht miteinander. Deswegen sprechen wir mit allen demokratischen Parteien nach der Wahl", sagte sie der "Bild"-Zeitung.

Die Grünen seien nicht in allem einer Meinung mit der Linkspartei. Gerade in der Außenpolitik und der Europapolitik gebe es "große Unterschiede". Leider gebe es diese aber auch "mit Teilen der SPD und der CDU", so Baerbock weiter - zum Beispiel in der Russland-Politik.

07:49 Uhr

Hoch "Waltraud" bringt fast überall Sonne und bis 23 Grad

Liebe Leser, der Mai beschert uns zum Abschied noch mal Sonne und frühsommerliche Temperaturen bis 23 Grad. "Hoch Waltraud ist eine treue Seele und sorgt für zunehmend sommerliches Wetter", sagt Meteorologin Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst. Allerdings verliert es schon zur Wochenmitte wieder an Einfluss. "Fazit: Die Richtung stimmt, allerdings gibt es immer wieder Dämpfer", so Kernn mit Blick auf die kommenden sieben Tage.

Die neue Woche beginnt mit sonnigem und trockenem Wetter. Die Temperaturen steigen auf 17 bis 23 Grad. Allerdings: "In den Nächten sorgt die fehlende Bewölkung für starke Abkühlung, im Südosten besteht die Gefahr von Frost in Bodennähe."

07:30 Uhr

Ostbeauftragter für "Ossi-Bashing" in der Kritik

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz von der CDU, hat einen Shitstorm am Hals, nachdem er Ossis eine stärkere Neigung zur Wahl rechtsradikaler Parteien als Wessis attestiert hatte. "Wir haben es mit Menschen zu tun, die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach dreißig Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind", hatte Wanderwitz dem "FAZ-Podcast für Deutschland" gesagt. Ein Teil der Bevölkerung habe "gefestigte nichtdemokratische Ansichten".

Dafür erntet er jetzt auch aus der eigenen Partei Kritik: Der Landesvorsitzende der CDU von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, sagte der "Bild"-Zeitung, die Politik dürfe die Menschen im Osten nicht so "pauschal beschimpfen". "Es wäre ein Armutszeugnis der Bundesregierung, wenn das die Antwort aus Berlin auf die teils erschreckend hohen Wahlergebnisse der AfD ist." Auch der Spitzenkandidat der CDU in Thüringen, Mario Voigt, kritisierte die Aussagen von Wanderwitz: "Ein belehrender Ton und Besserwissertum hat im Osten noch nie geholfen."

07:02 Uhr

Ryanair-Flieger meldet "Luft-Notfall" - Polizeieinsatz beendet

In Berlin ist ein Flugzeug der Airline Ryanair in der Nacht außerplanmäßig am Flughafen BER gelandet, nachdem es offenbar eine Bombendrohung gegeben hatte. Das melden verschiedene Medien. Die Bundespolizei durchsuchte die Maschine, die auf dem Weg vom irischen Dublin ins polnische Krakau war, fand aber nichts Verdächtiges. Die 160 Fluggäste wurden im Terminal versorgt und betreut - inzwischen konnten sie eine Ersatzmaschine nehmen und ihre Reise fortsetzen.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hatte die Maschine am Abend gegen 20 Uhr bei Groß Köris in Brandenburg plötzlich kehrtgemacht und war nach Berlin zurückgeflogen. Die Zeitung zitiert einen Sprecher des Flughafens, der angibt, die Maschine habe einen Luft-Notfall gemeldet, und daher - trotz des geltenden Nachtflugverbots - sofort eine Landeerlaubnis am BER erhalten.

06:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leser, guten Morgen zu einer neuen Woche - und zugleich zum letzten Tag im Mai 2021. Es ist der Tag, an dem Bilanz gezogen wird, zumindest wettertechnisch. Denn der Deutsche Wetterdienst stellt heute seine meteorologische Einschätzung zum Frühling in diesem Jahr vor. Und wer dabei war, der ahnt: Es dürfte irgendwas von zu kalt, zu nass, zu schmuddelig drüberstehen. Ansonsten werden uns heute voraussichtlich noch folgende Themen beschäftigen:

  • Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten darüber, wie man gegen den Abrechnungsbetrug bei Teststellen vorgehen kann.
  • Der Bundesfinanzhof urteilt in zwei Verfahren zur Rentenbesteuerung. Kern ist die Frage, ob es bei den Renten eine verbotene Doppelbesteuerung gibt.
  • Mitten im schwelenden Erdgasstreit besucht der türkische Außenminister Cavusoglu Griechenland. Das letzte Treffen im April war mit einem Eklat zu Ende gegangen.
  • In Köln startet der Prozess gegen eine Mutter und ihren Ex-Freund, weil sie die fünfjährige Tochter fast verhungern ließen.
  • Papst Franziskus betet bei einem "Rosenkranz-Marathon" mit dem deutschen Bischof Bertram Meier vor der Kopie des Gnadenbildes "Maria Knotenlöserin" gegen die Corona-Pandemie.

In der ersten Tageshälfte begleite ich Sie durch den Nachrichtendschungel. Mein Name ist Judith Görs. Wenn Sie mir schreiben möchten, tun Sie das gern via Twitter oder per Mail an judith.goers[at]nama.de. Kommen Sie gut in den Tag!

06:21 Uhr

Gebäude explodiert in Hamburg-Barmbek - Großeinsatz der Feuerwehr

Eine Explosion eines Gebäudes in Hamburg-Barmbek hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Aus zunächst ungeklärter Ursache explodierte das Gebäude in der Hamburger Straße am frühen Morgen, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Gebäude, in dem verschiedene Gewerbe Büros nutzen, sei stark beschädigt. Trümmerteile würden herumliegen.

Ob Menschen bei dem Feuer zu Schaden gekommen sind, ist unklar. Der Einsatz der Feuerwehr dauert seit dem Morgen an. Die Hamburger Straße ist voll gesperrt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
05:56 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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