Montag, 07. Dezember 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:03 Uhr

Nachbars-Hahn nervt - Mann greift zum Gewehr

Ein südfranzösisches Gericht hat einen Mann zu fünf Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt, weil er den Hahn seines Nachbarn getötet hatte. Der geständige Angeklagte müsse zudem eine Geldstrafe von 300 Euro zahlen und dürfe drei Jahre lang keine Waffe tragen, urteilte das Strafgericht in Privas im Département Ardèche. 

Der Hahn namens Marcel sei im Mai in einem Dorf des Départements mit einem Gewehr getötet worden. Das Tier wurde aufgespießt auf einer Stange gefunden.

Der Nachbar, der zur Waffe griff, fand den Hahn zu laut. "Ich bedauere, was ich gemacht habe. Ich hätte niemals mein Gewehr nehmen dürfen", zitierte der Sender France 2 Auvergne-Rhône-Alpes den Angeklagten.

21:31 Uhr

Komponist Vadim Petrov ist tot - Musik für "Der kleine Maulwurf"

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Schrieb Musik für den "kleinen Maulwurf": Vadim Petrov ist Alter von 88 Jahren gestorben.

(Foto: wikipedia.org / Vadim Petrov / CC BY-SA3.0)

Der tschechische Komponist und Musikpädagoge Vadim Petrov ist nach langer Krankheit im Alter von 88 Jahren gestorben. Das berichtet die Agentur CTK unter Berufung auf den Sohn des Künstlers. Größere Bekanntheit erlangte Petrov mit der Filmmusik zu der Zeichentrickserie "Der kleine Maulwurf". Insgesamt soll Petrov rund 1400 Stücke komponiert haben, von Symphonien über Kammermusik bis hin zu Liedern und Chansons.

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20:49 Uhr

Trump zur US-Wahl: "Wie ein Dritte-Welt-Land"

US-Präsident Donald Trump hat seine Betrugsvorwürfe bei der Wahl erneuert und die Abstimmung mit der in einem Entwicklungsland verglichen. "Die Wahl war total manipuliert", sagte Trump bei einer Zeremonie im Weißen Haus. "Es ist eine Schande für unser Land, es ist wie ein Dritte-Welt-Land."

Trump hatte die Wahl am 3. November gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden verloren. Trump weigert sich allerdings weiterhin, seine Niederlage einzugestehen. Er sieht sich durch massiven Wahlbetrug um seinen Sieg gebracht, hat dafür aber keine Beweise vorgelegt.

20:16 Uhr

Trump auf dem Mount Rushmore - Tochter Ivanka heizt Gerüchte an

Präsidententochter Ivanka Trump gibt der Idee, ihren Vater neben seinen Vorgängern auf dem Mount Rushmore zu verewigen, neue Nahrung. Die 39-Jährige veröffentlichte bei Twitter wieder ein Foto von Juli, bei dem Donald Trump so aufgenommen wurde, als wäre sein Kopf neben dem von Abraham Lincoln in Stein gehauen worden. Das sei eine "tolle Aufnahme", schrieb Ivanka Trump dazu.

Trump hatte im August einen Bericht der "New York Times" zurückgewiesen, wonach er sich bei der Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem, über das Verfahren zum Hinzufügen von Präsidentenköpfen zu der Riesen-Skulptur erkundigt habe. Er fügte aber hinzu, dass dies angesichts der großen Errungenschaften in seiner Präsidentschaft für ihn nach einer guten Idee klinge.

19:56 Uhr
Breaking News

Gezerre über Brexit-Handelspakt: Johnson kommt nach Brüssel

Im Streit über den Brexit-Handelspakt soll ein persönliches Treffen auf höchster Ebene den Durchbruch bringen. Der britische Premierminister Boris Johnson werde in den kommenden Tagen nach Brüssel reisen, um mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die schwierigsten Fragen zu klären, teilte die EU-Kommission nach einem Telefonat Johnsons mit von der Leyen mit.

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19:45 Uhr

Ukrainischer Ex-Fußballer in Russland wegen Spionage verurteilt

Ein ehemaliger ukrainischer Fußballspieler ist in Russland wegen Spionage zu 12 Jahren Straflager verurteilt worden. Das teilte ein Moskauer Gericht mit.

  • Der Mann soll versucht haben, in Russland ausrangierte sowjetische Militärausrüstung zu erwerben, wie die Agentur Ria Nowosti meldete. Gehandelt habe er dabei im Auftrag eines Unternehmens, das eng mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium verbunden sei, heißt es unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen weiter.
  • Der Mann war im Oktober 2019 festgenommen worden. Zunächst wurde ihm der versuchte Schmuggel gefährlicher Substanzen vorgeworfen, später lautete die Anklage auf Spionage.  
  • Laut der ukrainischen Zeitung "Strana" ist der Mann heute 53 Jahre alt und spielte zwischen 1992 und 2001 als Verteidiger für verschiedene ukrainische Fußballvereine, darunter für den mittlerweile aufgelösten Zweitligisten "Torpedo".
19:02 Uhr

Schweizerin muss in Belarus zweieinhalb Jahre in Haft - wegen Kratzer

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Eingesperrt in einem Käfig und trotzdem optimistisch: Natallia Hersche vor Gericht in Minsk.

(Foto: TUT.BY)

Eine Schweizerin ist in Belarus zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

  • Die 51-jährige Natallia Hersche wurde am 19. September nach einem Frauenmarsch gegen Diktator Lukaschenko in Minsk festgenommen.  
  • Auf einem Video ist zu sehen, wie die schweizerisch-belarussische Doppelbürgerin von mehreren Uniformierten in einen Gefangenentransporter gezerrt wird. Während der brutalen Festnahme soll die Frau einem der Vermummten die Sturmhaube vom Gesicht gezogen und ihn dabei gekratzt haben. Menschenrechtsorganisation Libereco spricht von einer "panischen und unbeabsichtigten Reaktion".
  • Das belarussische Gericht spricht dagegen von Gewalt und Widerstand gegen Polizisten. 
  • Neben ihrer Haftstrafe muss Hersche dem Polizisten 1000 Rubel (umgerechnet rund 320 Euro) Entschädigung zahlen.

Seit der umstrittenen Präsidentenwahl am 9. August wurden in Belarus bereits mehr als 30.000 Menschen festgenommen, Tausende wurden misshandelt und gefoltert. Mindestens sieben Menschen starben während der Demonstrationen oder nach ihrer Festnahme, die Dunkelziffer dürfte höher sein.

18:31 Uhr

Frauenleiche in Hinterhof entdeckt - Festnahme in Fulda

Gegen 8 Uhr heute Morgen wurde im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses in der Innenstadt von Fulda eine Frauenleiche entdeckt. Nach Angaben eines Polizeisprechers wohnte die 35-Jährige in dem Haus. Am späten Vormittag nahmen die Beamten dann einen Mann fest - in welchem Verhältnis er zu der Frau stand, ist noch unklar.

Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus, weil an der Toten Schnittverletzungen entdeckt wurden. Ob ein dringender Tatverdacht gegen den festgenommenen Mann begründet werden könne, müssten die weiteren Ermittlungen zeigen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

17:44 Uhr

Polizei sprengt illegale Sex-Party: Hotel zu Swingerklub umfunktioniert

Die Polizei in Karlsruhe hat eine illegale Sex-Party aufgelöst.

  • Die rund 40 "überwiegend nur sehr spärlich" bekleideten Frauen und Männer seien auf frischer Tat in einem Hotel von Beamten erwischt worden, teilte die Polizei mit.
  • Gegen die Teilnehmer wird nun wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln ermittelt - verständlicherweise trug niemand Mund-Nasen-Schutz.  
  • Das Hotel wurde teilweise zu einem Swingerklub umfunktioniert. Nach Angaben eines Polizeisprechers mussten die Partygäste knapp 100 Euro Eintritt zahlen. In dem Hotel habe es Räume gegeben, die als Umkleide genutzt wurden. 
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17:30 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:57 Uhr

Rund 120 Jugendliche greifen Polizisten an: "Klare Konsequenzen"

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Mehr als 100 Jugendliche legten sich am Samstag in der Düsseldorfer Altstadt mit den Polizisten an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sie sind jung, frech und haben keinen Respekt vor der Polizei. Etwa 120 Jugendliche hatten sich am Samstagabend in der Düsseldorfer Altstadt mit den Beamten angelegt. 50 von ihnen sollen einen Streifenwagen attackiert haben. Die große Gruppe aus 16- bis 25-Jährigen hatte zuvor randaliert und Ordnungsamtsmitarbeiter sowie Polizisten angegriffen. Als die Beamten einen 16-jährigen Rädelsführer in den Streifenwagen steckten und wegfahren wollten, umringten und stoppten 50 Jugendliche das Auto.

  • NRW-Innenminister Herbert Reul fordert nun "klare Konsequenzen" für die Täter. "Die Vorfälle am Wochenende in der Düsseldorfer Altstadt erschüttern mich", sagte Reul. "Wenn junge Leute sich zusammenrotten und Polizistinnen und Polizisten attackieren, dann geht das weit über das Erträgliche hinaus."
  • "Landfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in dieser Dimension - das muss restlos aufgeklärt werden und klare Konsequenzen haben", so der Innenminister.
  • Die Polizei hatte mehr als zehn Jugendliche vorläufig festgenommen und später wieder entlassen beziehungsweise ihren Eltern übergeben.
16:20 Uhr

Verfolgungsjagd mit 200 km/h: Auto rammt Polizeiwagen

Im nordöstlichen Ruhrgebiet hat sich ein Mann eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Bevor er entkam, rammte der Fahrer des gestohlenen Autos einen Streifenwagen; ein Polizist wurde dabei verletzt.

  • Einer Autobahnstreife war auf der A2 bei Dortmund ein Fahrzeug aufgefallen, dessen Fahrer in Schlangenlinien und mit unsicherem Fahrstil unterwegs war. Statt auf Anhaltezeichen zu reagieren, sei der Fahrer mit bis zu 200 Stundenkilometern in Richtung Westen davongerast. In Recklinghausen verließ er die Autobahn.
  • Kurz hinter der Abfahrt verlor er dann die Kontrolle über sein Auto, geriet ins Schleudern und rammte den Streifenwagen. Der Fahrer flüchtete unerkannt.
  • Die Kennzeichen des Autos waren als gestohlen gemeldet. Die Polizei hofft nun, dem Mann mit Zeugenhinweisen auf die Spur zu kommen.
15:49 Uhr

Dreist beklauter 89-Jähriger will keine Spenden

Trotz großen Echos auf seine Geschichte und großzügiger Hilfsangebote lehnt ein dreist bestohlener 89-Jähriger aus Witten Spenden ab. Das teilte die Polizei mit, nachdem sie am Freitag noch ein Spendenkonto einrichten wollte.

Die Polizei Bochum hatte einen Trickdieb, der dem Senior 1000 Euro aus der Tasche gezogen hatte, in einem offenen Brief direkt angesprochen und regelrecht beschimpft ("kleiner, mieser Dieb", "Du solltest Dich schämen!"). Daraufhin hatten sich Hunderte in Mails und Anrufen bei der Polizei gemeldet, die das Schicksal des Mannes berührt hatte, wie ein Sprecher berichtete.

"Auch die Bereitschaft, dem Senior eine Spende zukommen zu lassen, zeigt, dass es noch viele Menschen gibt, die das Miteinander leben und fühlen", bedankte sich die Polizei nun. Es sei jedoch zu respektieren, dass der Mann das Geld nicht wolle.

15:10 Uhr

Mörder von Lehrer Paty in Tschetschenien feierlich beigesetzt

Der Mann, der in Frankreich den Geschichtslehrer Samuel Paty wegen des Zeigens von Mohammed-Karikaturen enthauptet hat, wird von vielen als Held gefeiert. Am Samstag wurde der Islamist in Tschetschenien feierlich beigesetzt.

  • Nach Angaben russischer Medien wurde der 18-jährige Russe tschetschenischer Herkunft im Dorf Schalaschi in der Nordkaukasus-Republik im Beisein von 200 Menschen zu Grabe getragen.
  • Dabei durften laut den Berichten nur die Bewohner der Ortschaft dabei sein - das Dorf steht unter Quarantäne. Bis zum Sonntagabend kam es laut oppositionellem Telegram-Chanel 1ADAT zu zahlreichen Staus in den Nachbardörfern, weil viele Menschen hofften, doch noch an der Zeremonie teilnehmen zu können.
  • Videos in sozialen Netzwerken zeigen Dutzende Männer, die durch den Schnee liefen, sangen und einen in ein grünes Tuch gehüllten Körper trugen. Mindestens 60 Polizeibeamte sicherten die Beerdigung.

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14:34 Uhr

Bob Dylan verkauft alle Songrechte

Bob Dylan ist um geschätzt mehr als 300 Millionen Dollar reicher geworden - dafür verliert der Singer-Songwriter die Verlagsrechte an allen seinen Songs. Diese hat er an Universal Music verkauft.

  • Der Musikkonzern nannte keinen Preis für die mehr als 600 Titel. Nach Informationen der "New York Times" wird der Betrag auf mehr als 300 Millionen Dollar geschätzt.
  • Die Verlagsrechte haben sich in der Musikbranche insbesondere mit dem Erfolg der Streaming-Dienste zu einem äußerst wertvollen Gut entwickelt. Ihre Besitzer bekommen unter anderem Geld, wenn die Titel in Filmen oder Werbung verwendet werden.
  • Der Folk-Rock-Pionier Dylan gehörte zu den wenigen Künstlern, die die Verlagsrechte für ihre Musik selbst kontrollierten. Der 79-Jährige ist zugleich der einzige Musiker, der einen Literatur-Nobelpreis für seine Texte bekam.
14:13 Uhr

Schichtwechsel

Volker Petersen verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag!

14:05 Uhr

Ikea-Katalog wird eingestellt

Der Quelle-Katalog? Tot. Der Otto-Katalog? Tot. Und jetzt folgt auch der Ikea-Katalog, der letzte noch lebende Dinosaurier der papiernen Hochglanz-Produktinformation für daheim seinen einstigen Konkurrenten in die ewigen Jagdgründe. Nach 70 Jahren wird er nun eingestellt.

  • Das Kundenverhalten und der Medienkonsum hätten sich zuletzt gewandelt, und der Katalog sei immer weniger genutzt worden, teilte der schwedische Möbelriese mit.
  • Im auflagenstärksten Jahr 2016 waren 200 Millionen Exemplare des Katalogs in 32 Sprachen in über 50 Ländern verteilt worden.
  • "Sowohl für unsere Kunden als auch für unsere Mitarbeitenden ist der Ikea-Katalog mit unzähligen tollen Erinnerungen und Emotionen verbunden", erklärte Ikea-Manager Konrad Grüss.
  • Die Entscheidung, den Katalog nicht weiterzuführen, fiel nach Unternehmensangaben im Zuge der "derzeit laufenden Transformation, durch die Ikea digitaler und besser erreichbar werden soll".
13:45 Uhr

Hugh Grant: Alt werden ist nicht sexy

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(Foto: AP)

Filmstar Hugh Grant spürt nach eigenem Bekunden die Folgen des Alters.

  • Nach dem Tennisspielen mit seiner Frau sei jetzt schon sein ganzer Körper steif und es werde nicht besser. "Ich werde wohl auch neue Hüftgelenke brauchen. Sexy ist das alles nicht gerade", sagte der britische Schauspieler ("Notting Hill") der "Berliner Zeitung".
  • Dass er nicht mehr wie zu Beginn seiner Karriere in romantischen Komödien mitspiele, sei ebenfalls eine Folge des Alters, sagte Grant. "Ich bin einfach zu alt und zu hässlich geworden für einen Hauptdarsteller in romantischen Komödien. Gott sei Dank!"
13:25 Uhr

Dealerring mit eigenem Kurierdienst zerschlagen

Wenn Drogenhändler sogar einen eigenen Kurierdienst anbieten, müssen sie sich sehr sicher fühlen - in Berlin hat die Polizei nun so einer Gang das Handwerk gelegt. Die sieben Verdächtigen hätten sich regelmäßig Rauschgift besorgt und im gesamten Berliner Stadtgebiet über ihr Netzwerk verteilt, teilten die Ermittler von Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaft mit.

  • Sie ordneten der Bande mehr als 1200 einzelne Drogenlieferungen zu. Die Mitglieder sollen dadurch Jahresgewinne in Millionenhöhe erwirtschaftet haben.
  • Nach Behördenangaben liefen die Ermittlungen gegen die fünf Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 35 und 45 Jahre seit Ende vergangenen Jahres. Am Donnerstag vergangener Woche rückten die Beamten demnach zu einer Razzia aus und durchsuchten 15 Objekte.
13:01 Uhr

SPD verschiebt Parteitag um zwei Monate

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die SPD verschiebt ihren Bundesparteitag 2021 um zwei Monate auf den 9. Mai. Damit soll mehr Zeit für die Beratung des Wahlprogramms gewonnen werden, wie Parteichefin Saskia Esken in Berlin sagte.

  • Dies schaffe die Möglichkeit, den Entwurf intensiv mit den Mitgliedern zu diskutieren, aber auch mit Gewerkschaften und Verbänden. Dabei solle es auch um die Zeit nach der Corona-Krise gehen.
  • Es gehe um die Frage, wohin es gehen soll, "wenn der Kahn mal wieder etwas ruhigere See hat", sagte Esken.
12:19 Uhr

Bowie-Münze kreist um die Erde

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(Foto: dpa)

Eine Gedenkmünze zu Ehren der britischen Popikone David Bowie ist für einen kurzen Flug ins Weltall geschickt worden. Die Münze habe eine Flughöhe von mehr als 35.000 Metern erreicht und sich für eine Dreiviertelstunde in der Erdatmosphäre aufgehalten, schrieb die Münzprägeanstalt Royal Mint.

  • Fans und Sammler von Bowie, in dessen Songs ("Space Oddity", "Starman") das Weltall immer wieder eine Rolle spielte, können die Münzen in verschiedenen Größen und Ausführungen kaufen, darunter auch eine Goldmünze im Wert von mehr als 11.000 Pfund (12.000 Euro).
  • Der gebürtige Brite David Bowie (bürgerlich David Robert Jones) starb Anfang 2016 in New York im Alter von 69 Jahren an Krebs. Er gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts.
12:01 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:35 Uhr

Harsche Kritik an Irans Atom-Ankündigungen

Deutschland, Frankreich und Großbritannien kritisieren in einer gemeinsamen Erklärung die iranischen Pläne zur Ausweitung des Atomprogramms deutlich. Die Ankündigung Teherans, weitere Zentrifugen in der Urananreicherungsanlage in Natanz zu installieren, sei "zutiefst Besorgnis erregend", erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin. Zudem sei "mit großer Sorge" das kürzlich vom iranischen Parlament verabschiedete Gesetz zur Kenntnis genommen worden, durch das Irans Atomprogramm deutlich ausgeweitet würde. Der Gesetzentwurf sieht auch vor, den Zugang für Inspektionen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) einzuschränken.

10:59 Uhr

Frau erfriert in Mainz

Eine obdachlose Frau ist in Mainz in einem Zelt erfroren. Das habe die Obduktion der Leiche ergeben, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Es gebe keine Hinweise auf Gewalt und ein Verbrechen. Nach Angaben der Polizei hatte eine Passantin die Frau am Freitagvormittag in einem Zelt in einer Parkanlage entdeckt und die Beamten verständigt. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Wohnsitzlosen feststellen. Wie lange die Frau in dem Park kampiert hatte, konnte die Polizei nicht sagen.

10:32 Uhr

Deutschland verbessert sich beim Klimaschutz

Beim Klimaschutz ist Deutschland laut Klima-Beobachtern zwar nur "mittelmäßig", aber etwas besser als zuvor - in einer Rangliste von Germanwach, dem Climate Action Network (CAN) und des New Climate Institute schiebt sich das Land um vier Plätze auf Platz 19 vor.

  • Spitzenreiter bleibt demnach Schweden, gefolgt von Großbritannien, Dänemark, Marokko, Norwegen und Chile.
  • Deutschlands Problemfelder sind zu schwache Ausbauziele für erneuerbare Energien, viel zu wenig Fortschritt im Verkehrssektor sowie ein noch immer hoher Energieverbrauch und auch hohe Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase pro Einwohner.

Die Autoren sehen auch ermutigende Signale. So könnte der Höhepunkt bei den weltweiten Emissionen von Kohlendioxid erreicht sein, erklärten sie. Der Index betrachte noch die Emissionen vor Beginn der Corona-Pandemie, zeichne also kein verzerrtes Bild. Demnach stiegen die Emissionen insgesamt nur noch ganz leicht an, in mehr als der Hälfte der betrachteten Staaten sanken sie.

09:56 Uhr

SPD lehnt Seehofers Abschiebe-Vorstoß ab

Dass Innenminister Seehofer den Abschiebestopp für Syrer auslaufen lassen will, kommt bei den SPD-Innenminister der Länder nicht gut an.

  • Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Thüringens Ressortchef Georg Maier (SPD), gab Seehofers Vorschlag nur noch "geringe Chancen": Er führte rechtliche und praktische Gründe an. Für Beschlüsse der IMK gilt das Einstimmigkeitsprinzip.
  • Maier warf Seehofer Symbolpolitik vor: "Die Strategie ist durchschaubar. Seehofer und die Innenminister der Union wollen in gewissen Wählerschichten Punkte sammeln.“
  • Rechtlich seien Abschiebungen nicht möglich, weil man keine diplomatischen Beziehungen mit Syrien habe, praktisch gehe es nicht, weil es keine Direktflüge ins Land gebe.
09:25 Uhr

Grüne wollen 100.000 Zebrastreifen mehr

Im Fall einer Regierungsbeteiligung der Grünen nach der Bundestagswahl will die Partei 100.000 neue Zebrastreifen in den kommenden Jahren ermöglichen.

  • "Wir wollen die Straßenverkehrsordnung beim Thema Fußgängerüberquerung deutlich entschlacken", sagte Bundestagsfraktionsvize Oliver Krischer der "Saarbrücker Zeitung".
  • Derzeit gebe es Vorschriften, die Zebrastreifen verhindern, etwa in Tempo 30-Zonen oder in Wohngebieten, in denen zu wenige Autos auf den Straßen unterwegs seien. "Diese Einschränkungen sind Quatsch", sagte Krischer.

Nach seiner Einschätzung sorgen mehr Zebrastreifen auch für mehr Verkehrssicherheit - vor allem für Kinder. Beim Aufbau von Fußgängerübergängen werde seine Partei die Kommunen finanziell unterstützen.

09:13 Uhr
08:54 Uhr

Heißester November seit Beginn der Aufzeichnungen

Die Älteren erinnern sich vielleicht daran, dass es früher im November schon mal richtig knackig kalt war. Im zurückliegenden Monat war das überhaupt gar nicht so. Es war der wärmste November seit Beginn der Aufzeichnungen - weltweit.

  • Der November 2020 sei 0,8 Grad wärmer gewesen als das 30-Jahres-Mittel von 1981 bis 2010, teilt das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus mit.
  • Der Novemberrekord lag zudem 0,1 Grad über dem letzten Spitzenwert im Jahr 2016. Für die Herbstmonate von September bis November lagen die Temperaturen in Europa 1,9 Grad über dem Vergleichszeitraum.
  • "Diese Rekorde stimmen mit dem langfristigen Erwärmungstrend des globalen Klimas überein", erklärte der Leiter des Copernicus-Dienstes zur Erforschung des Klimawandels, Carlo Buontempo. Das Jahr 2020 liege bislang etwa gleichauf mit dem Rekordjahr 2016.
08:27 Uhr

Barnier pessimistisch bei Brexit-Verhandlungen

Viel Zeit ist nicht mehr bei den Brexit-Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien - bis Ende des Monats sollte es eine Einigung über ein Abkommen für die Zeit nach der am 31.12. endenden Übergangsfrist geben. Doch zeichnet sich weiter kein Durchbruch ab. EU-Chefunterhändler Michel Barnier habe die Botschafter der 27 Mitgliedstaaten darüber unterrichtet, dass es noch keine Einigung gebe, und er habe sich mit Blick auf die Chancen für eine Einigung eher pessimistisch geäußert, sagte ein ranghoher Diplomat der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Es gebe weiterhin keine Lösung bei den größten Streitthemen.

08:00 Uhr

Maduro-Partei gewinnt Wahl in Venezuela

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(Foto: AP)

Die Partei von Staatschef Nicolás Maduro gewinnt die Parlamentswahl in Venezuela. Nach Angaben der Wahlbehörde kam sie bei der Abstimmung am Sonntag auf knapp 68 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 31 Prozent, nachdem Oppositionsführer Juan Guaidó zum Boykott der Wahl aufgerufen hatte.

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07:39 Uhr

Deutsche Jäger schießen und fangen 88.000 Nutrias

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(Foto: dpa)

Nutri - was? Nutrias. Das sind Nagetiere, die aus Südamerika stammen und so aussehen wie Biber, aber keine Biber sind (zu erkennen am runden statt abgeflachten Schweif). Die sind vor 100 Jahren wegen ihres Pelzes eingeführt worden, dann ausgebüxt und dank Klimawandel haben sie sich in Deutschland prächtig vermehrt. So sehr, dass Jäger in diesem Jahr schon 88.000 Tiere geschossen oder gefangen haben - doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Sie schätzen das Fell und das Fleisch könne für "moderne Wildgerichte" verbraten werden. Sie kennen die Nutrias übrigens eventuell auch unter dem Namen Sumpfbiber oder Biberratten. Laut Naturschützern sind sie nicht mehr aus der heimischen Tierwelt wegzudenken. Jäger verweisen darauf, dass die Tiere auch Schäden anrichten können, etwa bei Deichen.

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07:22 Uhr

Chinas Exportgeschäft brummt lauter

Die Corona-Krise scheint für China eine Sache für die Geschichtsbücher zu sein - vorbei, überstanden, bewältigt. Zumindest erweckt das Land diesen Eindruck mit den Nachrichten, die von dort herüberdringen. Zum Beispiel über die Exporte, die recht gut aussehen.

  • Die legen im November mit einem höheren Tempo als im Vormonat zu. Die Ausfuhren stiegen um 21,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Oktober lag das Wachstum bei 11,4 Prozent.

  • Die Importe stiegen um 4,5 Prozent nach 4,7 Prozent im Vormonat.

Aber: Experten hatten sogar noch mit etwas mehr gerechnet.

07:05 Uhr

Das wird heute wichtig

Das RKI meldet rund 1000 mehr Coronainfektionen als am vergangenen Montag - heute waren es 12.332. Alles Weitere zur Pandemie lesen Sie im Liveticker zum Thema - zum Beispiel auch jedwede Hinweise darauf, ob doch noch der harte Lockdown ausgerufen wird.

  • Der Endspurt im Ringen um einen Brexit-Handelspakt zwischen Großbritannien und der EU läuft. Heute reden die Chefs - EU-Kommissionspräsidentin von der Leyens trifft am Abend Briten-Premier Johnson.
  • Heute ist bundesweiter Aktionstag zur Maskenpflicht in Bahnen und Bussen. Vorgesehen sind nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums Schwerpunktkontrollen auf bestimmten Strecken und an Bahnhöfen.
  • In Hildesheim beginnt ein Prozess gegen einen 21-Jährigen, der eine staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet und Terrorismus finanziert haben soll. Seit den Anschlägen in Christchurch im März 2019 soll er einen Anschlag auf Muslime geplant und dafür Waffen angeschafft haben.
  • China gibt Außenhandelszahlen für den November bekannt.
  • Das Leibniz-Institut für deutsche Sprache gibt neue Worte bekannt, die sich in unserer Sprache eingebürgert haben.

Ich heiße Volker Petersen und wünsche einen guten Morgen. Erreichbar bin ich unter volker.petersen (at) nama.de und werde nun zur Kaffeemaschine schreiten. Bin gleich wieder da.

06:42 Uhr

Schon mehr als 500 Robbenbabys auf Helgoland

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(Foto: dpa)

Einen Monat nach Beginn der Wurfsaison sind auf Helgoland bereits mehr als 500 Kegelrobbenbabys geboren worden. Bis einschließlich Samstag sind seit Anfang November 501 Geburten auf Deutschlands einziger Hochseeinsel gezählt worden, teilte der Verein Jordsand mit, der den Kegelrobbenbestand gemeinsam mit der Gemeinde betreut. Seit der ersten Kegelrobbengeburt auf Helgoland im Winter 1996/97 stieg die Geburtenzahl jährlich. Im Winter 2019/20 gab es 531 Geburten.

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06:21 Uhr

Niedrigwasser auf Rhein kostet bares Geld

Weniger die Corona-Krise als vielmehr der niedrige Wasserstand auf dem Rhein macht den Binnenschifffahrern zu schaffen.

  • Viele Schiffe könnten nicht einmal die Hälfte der üblichen Ladung befördern, sagte Roberto Spranzi, Vorstandsmitglied im Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt. Das führe zu erheblichen Mehrkosten.

  • So könne ein sogenannter Schubverband mit 5200 Tonnen Tragfähigkeit derzeit teils nur noch 2200 bis 2400 Tonnen transportieren, wenn er den besonders niedrigen Pegel Kaub nahe dem Loreley-Felsen in Rheinland-Pfalz passieren wolle.

  • Der Pegel lag in Emmerich kurz vor der Grenze zu den Niederlanden am Freitagnachmittag bei 76 Zentimetern (mittleres Niedrigwasser 94 Zentimeter), in Duisburg-Ruhrort bei 236 Zentimetern knapp unter dem mittleren Niedrigwasser.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht