Samstag, 16. Mai 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:36 Uhr

Das war Samstag, der 16. Mai 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Tag mit zahlreichen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen geht zu Ende. In Hamburg kam es dabei zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Derweil scheint sich der Positiv-Trend zu verfestigen: Die Behörden melden landesweit erneut weniger Corona-Neuinfektionen. Was heute sonst noch wichtig war:

Hier in der Redaktion gehen langsam die Lichter aus und die Nachtschicht übernimmt das Ruder. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.

22:20 Uhr

Litauen gewinnt deutsches ESC-Finale

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The Roop haben mit ihrem Song "On fire" den Sieg geholt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Litauen hat mit dem Elektropopsong "On fire" der Band The Roop das deutsche Finale des Eurovision Song Contest 2020 gewonnen. Die Moderatorin Barbara Schöneberger gab am Abend Deutschlands sogenannten Sieger der Herzen bekannt.

Nachdem das große ESC-Finale in Rotterdam coronabedingt abgesagt worden war, hatte sich die ARD einen Ersatzwettbewerb überlegt und vor leeren Rängen in der Hamburger Elbphilharmonie veranstaltet. 

Statt sonst 26 traten dabei aber nur zehn Teilnehmerländer an. Der nominierte Interpret für Deutschland, Ben Dolic, sang außer Konkurrenz.

22:13 Uhr

Doku über Missbrauch in der katholischen Kirche geht viral

Ein Dokumentarfilm über die Opfer pädophiler Priester hat im katholisch geprägten Polen binnen weniger Stunden mehr als eine Million Klicks auf Youtube bekommen. Es ist das zweite derartige Enthüllungsvideo des bekannten Journalisten Tomasz Sekielski und seines Bruders. Beleuchtet wird das Schicksal zweier Opfer und die aus Sicht der Autoren völlig unzureichende Reaktion der Amtskirche. Den ersten Film des Autorenteams aus dem vergangenen Jahr haben inzwischen 23 Millionen Nutzer angesehen.

 

21:23 Uhr

Carlos Santana trauert um seinen Bruder

Gitarrenvirtuose Carlos Santana hat auf Facebook den Tod seines jüngsten Bruders Jorge Santana bekannt gegeben. "Wir nehmen uns Zeit, um den herausragenden Geist unseres geliebten Bruders Jorge zu feiern", heißt es zu einem Bild des Verstorbenen, der sich ebenfalls als Gitarrist einen Namen machte.

 

Die Todesursache wird im Facebook-Post nicht erwähnt. Die US-Seite "Variety" berichtet jedoch, dass Jorge Santana am vergangenen Donnerstag im Alter von 68 Jahren eines natürlichen Todes gestorben sei. Er entdeckte wie sein großer Bruder mit 14 Jahren das Gitarrespielen für sich und erreichte mit der Band Malo und dem Song "Suavecito" einen Chart-Erfolg in den USA, wo er mit seiner Familie ab 1960 lebte.

 

20:27 Uhr

Influencerin wegen "Verletzung von Familienwerten" in Ägypten verhaftet

In Ägypten ist die bekannte Social-Media-Influencerin Mauada al-Adham verhaftet worden. Die Behörden werfen der 22-Jährigen "Verletzung von Familienwerten und Werten der ägyptischen Gesellschaft" vor. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft erfolgte die Festnahme bereits am Donnerstag.

Internetnutzer wunderten sich über die Verhaftung, da Al-Adham für unpolitische Beiträge in den sozialen Netzwerken bekannt ist. Zuletzt posierte sie mit blau gefärbten Haaren in einem teuren Luxusauto und in einem Hai-Kostüm. Allerdings kommt es in dem Land immer wieder zu Verhaftungen von Künstlern, Aktivisten und Journalisten.

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19:32 Uhr

Heidi Klum lässt die Hüllen fallen

Heidi Klum zeigt gerne, was sie hat. Auf Instagram postete das Model nun eine sehr offenherzige Fotostrecke mit Ehemann Tom Kaulitz. Auf den Bildern zu sehen: blauer Himmel, Sonnenschein, viel nackte Haut und heiße Küsse. "Es ist Wochenende", betitelte die 46-Jährige ihren Post. Scheint, also würde das Paar das Beste aus seiner Corona-Quarantäne in Kalifornien machen.

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19:00 Uhr

Videos des Tages

18:46 Uhr

Oliver Pocher trifft sich mit Attila Hildmann bei Corona-Demo

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Kurzes Gespräch vor dem Reichstag: Pocher und Hildmann.

(Foto: picture alliance/dpa)

Er hatte es angekündigt: In seiner gestrigen RTL-Show "Gefährlich ehrlich" erklärte Oliver Pocher, bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin mit Vegan-Koch Attilla Hildmann diskutieren zu wollen. Dieser war in den vergangenen Tagen immer wieder mit abstrusen Verschwörungstheorien in Erscheinung getreten.

Heute war es dann soweit. Doch kurz nachdem Pocher am Reichstag auf Hildmann traf, bat die Polizei den Entertainer das Gelände zu verlassen. "Es ging lediglich darum, zu seinem Schutz, ihn hier vom Platz zu bringen", erklärte ein Sprecher der Berliner Polizei gegenüber RTL. Laut RTL-Informationen hatte während der Unterredung ein Unbeteiligter Hildmann plötzlich angeschrien.

Pocher teilte auf Instagram ein Foto seines  kurzen Gesprächs mit Hildmann. "Gespräch musste leider aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden ... Fortsetzung folgt ...", schrieb der 42-Jährige.

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18:01 Uhr

Mann lässt Beifahrerin nach Unfall schwer verletzt zurück

Anstatt sich um seine verletzte Beifahrerin zu kümmern, hat sich ein Unfallfahrer in NRW einfach aus dem Staub gemacht. Wie die Polizei mitteilte, war der 19-Jährige am frühen Morgen mit seiner 20-jährigen Beifahrerin auf einer Straße im Rhein-Sieg-Kreis von der Fahrbahn abgekommen. Das Auto prallte gegen einen Baum, überschlug sich und blieb auf der Gegenfahrbahn liegen.

  • Die schwer verletzte Beifahrerin wurde in ein Krankenhaus gebracht.
  • Der leicht verletzte Autofahrer flüchtete zu Fuß und versteckte sich zunächst in einem Verschlag.
  • Bei der späteren Überprüfung schlug der junge Mann auf die Rettungskräfte und Polizisten ein. Er wurde in Gewahrsam genommen.
  • Ein Alkohol- und Drogentest fiel positiv aus.
  • Der 19-Jährige muss sich nun unter anderem wegen Körperverletzung, Unfallflucht sowie Fahren unter Drogen und Alkohol verantworten.
17:03 Uhr

Polizist bringt Verschwörungstheoretiker in Erklärungsnot

Seit einigen Tagen treffen sich in zahlreichen Städten Menschen, um gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zu demonstrieren. Unter den Teilnehmern befinden sich auch oft Verschwörungstheoretiker.  Einer von ihnen hat sich vergangene Woche in Berlin auf eine Diskussion mit einem Polizeibeamten eingelassen und sich dabei selbst entlarvt. Das Jüdische Forum hat ein Video der Unterhaltung ins Netz gestellt.

  • Demonstrant: "Steht in eurem Eid drin, dass ihr den Faschismus an die Macht putschen dürft?"
  • Polizist: "Ich habe da mal eine Gegenfrage an Sie. Wenn das alles wahr ist, was Sie sagen – warum hat der 'einzige freie Führer der Welt', Putin, genau das Gleiche beschlossen in seinem Land?"
  • Demonstrant: "Ich kann nicht alles erklären. [...] Sie wissen nicht, wer hinter uns steht. Das Militär. Q."
  • Polizist: "Wer steht hinter Ihnen? Q? Von Enterprise, diese allmächtigen Wesen?"
  • Demonstrant: "Ja, genau!"

Nach der Antwort muss der Demonstrant selbst lachen. Möglicherweise, weil ihm die Antwort in dem Moment selbst absurd erscheint.

 

17:00 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

16:18 Uhr

Bombendrohungen gegen Moskauer Kliniken

In mehreren Moskauer Kliniken mit Corona-Patienten sind anonyme Bombendrohungen eingegangen. Es gebe auch derartige Mitteilung über angebliche Sprengsätze in allen Metrostationen, meldete die russische Agentur Tass. Die Infektionskliniken seien genau geprüft worden, hieß es. Sprengsätze wurden allerdings nicht gefunden.

Die Welle der Bombendrohungen erschüttert das Land seit mehr als einem Jahr. Noch immer ist nicht bekannt, wer hinter den anonymen Mitteilungen steckt, die meistens per E-Mail eingehen. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB ließ bereits rund ein Dutzend ausländische Internetdienste sperren. Es wird vermutet, dass die Drohungen über deren Konten verschickt wurden.

15:28 Uhr

Radioaktive Substanz aus bayerischem Forschungsreaktor ausgetreten

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Für Menschen und Umwelt habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden, so die Technische Universität München.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München ist Radioaktivität ausgetreten. Der Jahresgrenzwert des Nuklids C-14 sei überschritten worden, teilte die Technische Universität München als Betreiberin auf ihrer Homepage mit.

Es sei eine "geringfügige Überschreitung" des in der Betriebsgenehmigung festgelegten Wertes bei der C-14-Ableitung über den Kamin in die Atmosphäre festgestellt worden. Für Menschen und Umwelt habe aber zu keiner Zeit Gefahr bestanden.

Der Jahresgrenzwert sei um rund 15 Prozent überschritten worden, sagte eine Sprecherin. Bei einer Ausschöpfung des Grenzwertes liege die theoretische Belastung der Bevölkerung bei maximal 3 Mikrosievert. Das sei weniger als der Wert bei einer Röntgenaufnahme beim Zahnarzt.

Welche Auswirkungen der Vorfall für den weiteren Betrieb hat, ist noch offen. Darüber muss das bayerische Umweltministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde entscheiden.

14:39 Uhr

Mann wird beim Fahren ohne Führerschein ertappt - nach 15 Jahren

Ein 34-jähriger Mann ist in Bayern beim Fahren ohne Führerschein ertappt worden - er war mutmaßlich bereits seit 15 Jahren ohne Erlaubnis auf den Straßen unterwegs. Der Mann war zu schnell gefahren und wurde von Beamten kontrolliert, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Als er dann seine Fahrerlaubnis vorzeigen sollte, gab der Fahrer zu, dass er bereits seit 2005 keinen Führerschein besitzt. Die Polizei geht davon aus, dass er seitdem immer wieder gefahren ist. Nach Angaben der Polizei hatte er die Erlaubnis wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz abgeben müssen.

Am Freitag fuhr der Mann nahe Würzburg unter einem Alkoholeinfluss von 0,7 Promille statt erlaubtem Tempo 70 mit seinem Wagen 104 Kilometer pro Stunde. Den 34-Jährigen erwarten nun Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Geschwindigkeitsüberschreitung und Trunkenheit am Steuer.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine geschätzte Kollegin Juliane Kipper verabschiedet sich ins Wochenende. Bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Los geht's!

13:56 Uhr

Urlauber kehren auf Ostfriesische Inseln zurück

Zahlreiche Menschen haben die Tourismus-Lockerungen diese Woche genutzt und sind zum Urlaub auf die Ostfriesischen Inseln gefahren. Auf die Fähre nach Spiekeroog stiegen Morgen mehrere Dutzend Passagiere - jeder mit Mundschutz, wie es eine Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorsieht.

  • "Die Freude auf den Urlaub ist jetzt doppelt so groß, weil man bis vor kurzem ja gar nicht wusste, ob das klappt", sagte Jovana Stahnke, die zusammen mit der Familie aus Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) anreiste.
  • Rund 500 Urlaubsgäste sind Bürgermeister Matthias Piszczan (CDU) zufolge dieses Wochenende da - eigentlich hat die Insel 4200 Übernachtungsplätze und wäre normalerweise zu dieser Zeit zu 60 Prozent ausgebucht.
  • Auf Spiekeroog steckt man noch mitten in den Saisonvorbereitungen. "Der Strand wird jetzt erst aufgebaut. Wir wussten ja gar nicht, wie es weitergeht", erklärte Piszczan.
  • Von der Verordnung des Landes Niedersachsen, die seit Montag wieder Ferienwohnungsvermietung erlaubt, sei man etwas überrascht worden.
  • Von rund 650 Strandkörben steht bisher nur eine Handvoll. Bis Pfingsten wolle man weitgehend fertig sein.
  • Auch auf Norderney stehen von insgesamt 2000 Strandkörben erst wenige auf einem überschaubaren Abschnitt, wie der Sprecher der Touristik-Gesellschaft Staatsbad Norderney, Wolfgang Lübben, erklärte. Dort wird über Laufleitsysteme am Strand nachgedacht.
13:24 Uhr

Drogen in Motorboot über Neiße geschmuggelt

In Görlitz sind zwei mutmaßliche Drogenschmuggler trotz Einfallsreichtums aufgeflogen. Wie die Polizei mitteilte, waren einer Streife am Freitag zwei Männer am Ufer der Neiße aufgefallen. Die 30 und 21 Jahre alten Tatverdächtigen navigierten ein ferngesteuertes Motorboot über den Grenzfluss und transportierten damit Betäubungsmittel von Polen nach Deutschland. Über Art und Menge der Drogen machte die Polizei keine Angaben. Gegen die Männer wurde Strafanzeige gestellt.

12:46 Uhr

Michael Wendler ist jetzt ein geschiedener Mann

Der Hochzeit von Michael Wendler und seiner Verlobten, Laura Müller, scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Wie der Schlagersänger bei Instagram bekannt gibt, sei die Scheidung von seiner Ex-Frau Claudia Norberg endlich offiziell. "Das Scheidungsgericht in den USA hat am 13. Mai 2020 die Ehe zwischen meiner Ex und mir geschieden", erklärte der Musiker in seiner Story.

Seit 2009 waren Wendler und Norberg verheiratet, sieben Jahre zuvor erblickte bereits die gemeinsame Tochter Adeline das Licht der Welt. Die Familie wohnte in Florida, ehe 2018 das Liebesglück der beiden in die Brüche ging. Seit 2019 heißt die neue Frau und mittlerweile auch Verlobte an der Seite des Sängers Laura Müller. Noch in diesem Sommer sollen in Las Vegas die Hochzeitsglocken läuten.

12:13 Uhr

Man will Fass zu Grill umbauen und löst Explosion aus

Ein 24-Jähriger ist in Bayern lebensbedrohlich verletzt worden, als er ein Fass zu einem Grill umbauen wollte und dabei eine Explosion auslöste. Der junge Mann habe mit einem Trennschleifer ein Stück des Metallfasses herausschneiden wollen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Als er am Freitag mit dem Gerät arbeitete, sei es in Michelsneukirchen in der Oberpfalz zur Explosion gekommen. Per Funkenflug entzündeten sich demnach Gasrückstände, die noch im Fass waren. Der 24-Jährige habe Verbrennungen am ganzen Körper erlitten und sei lebensbedrohlich verletzt, hieß es. Ein 26-Jähriger, der an einer anderen Werkbank arbeitete, trug Verbrennungen im Gesicht und an einer Seite davon. Ein Rettungshubschrauber brachte die beiden Männer ins Krankenhaus.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:23 Uhr

Vier Männer bei Schatzsuche gestorben

Eine Grotte ist zur tödlichen Falle für vier Griechen geworden, die in der Nacht auf der Suche nach einem Schatz in der Nähe der Touristenstadt Loutraki waren. Die Feuerwehr und die Polizei bestätigten das Unglück. "Sie waren auf der Suche nach Goldmünzen", sagte der Bürgermeister der Region, Giorgos Gionis, griechischen Medien.

Die vier Schatzsucher - alle Einwohner von Loutraki - wurden nach Angaben des Bürgermeisters durch Abgase eines Generators vergiftet, den sie einsetzten, um die Grotte zu beleuchten. In zahlreichen Regionen Mittelgriechenlands machen seit Jahrzehnten Gerüchte über angebliche Schätze die Runde. Diese sollen in den meisten Fällen - den Gerüchten nach - aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammen.

10:45 Uhr

Polizei schießt 57-Jährigen nach Messerangriff an

Weil er eine Streifenwagenbesatzung in der Ruhrgebietsstadt Wetter mit einem Messer angegriffen haben soll, ist einem 57-Jährigen von einem Polizisten ins Bein geschossen worden. Die Beamten fixierten den Mann und leisteten Erste Hilfe, wie die Polizei mitteilte. Demnach waren die Einsatzkräfte am frühen Morgen wegen Ruhestörung zu einer Wohnung gerufen worden. Nachdem auf Klingeln und Klopfen niemand reagiert habe, hätten die Polizisten die Wohnungstür geöffnet. Daraufhin seien sie unvermittelt von dem 57-Jährigen attackiert worden.

Der Mann kam nach dem Schuss in ein Krankenhaus. Zum Gesundheitszustand machte die Polizei zunächst keine Angaben. Ein 50 Jahre alter Polizist habe eine Schnittwunde an der Hand erlitten. Die Polizei im nahe gelegenen Hagen setzte eine Mordkommission ein. Der Grund für den Angriff sei noch unklar, sagte ein Sprecher. Nach ersten Ermittlungen sei von einer Notwehrsituation des Beamten auszugehen, hieß es.

10:11 Uhr

Kalbitz ruft AfD-Anhänger zum Weitermachen auf

Der bisherige Brandenburger AfD-Landeschef Andreas Kalbitz ruft seine Anhänger nach dem Beenden seiner Mitgliedschaft durch die Bundesspitze zum Zusammenhalt in der Partei auf. "Ich bitte Euch herzlich: Tretet nicht aus, wir machen natürlich weiter. Die Verantwortung für unser Land ist wichtiger als einzelne Personen", sagte Kalbitz in einem Video bei Facebook. "Und ich bin zuversichtlich, dass wir in Brandenburg auch in Zukunft wieder weiter an diesen Erfolg anknüpfen werden."

Die Mehrheit des Bundesvorstands hatte am Freitag dafür gestimmt, seine Mitgliedschaft wegen Kontakten ins rechtsextreme Milieu für nichtig zu erklären. Kalbitz bekräftigte: "Das letzte Wort ist juristisch noch nicht gesprochen."

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09:20 Uhr

Weizsäcker-Sohn musste wegen Hass auf Familie sterben

Der Berliner Chefarzt Fritz von Weizsäcker hielt gerade einen Vortrag in der Schlossparkklinik, als der brutale Angriff geschah: Völlig unvermittelt soll Gregor S. aus dem Publikum aufgestanden sein und dem Mediziner mit einem Klappmesser in den Hals gestochen haben - aus Hass auf die Familie und besonders den Vater des Opfers, den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Am Dienstag beginnt vor dem Berliner Landgericht der Mordprozess gegen den 57-Jährigen.

Damit startet die Hauptverhandlung genau sechs Monate nach dem Angriff am 19. November. Da die Staatsanwaltschaft Hass auf die Familie als Motiv annimmt, sind ihrer Auffassung nach sowohl das Mordmerkmal der Heimtücke als auch das der niedrigen Beweggründe erfüllt.

Bei der Tat war ein Polizeibeamter eingeschritten, der privat unter den Zuhörern der Veranstaltung in der Berliner Klinik war. Auf ihn soll der 57-Jährige ebenfalls mehrfach eingestochen haben, um die vermeintlich noch nicht vollendete Tötung des Arztes von Weizsäcker zu Ende zu bringen. Der Polizist konnte S. jedoch trotz schwerer eigener Schnittverletzungen an den Händen überwältigen.

S. werden wegen dieses zweiten Angriffs nicht nur Mord, sondern auch versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Von Weizsäcker starb noch am Tatort an den Folgen des Stichs in den Hals. S. wurde am Tattag festgenommen.

08:15 Uhr

Zweitwohnsitz unter spanischer Sonne bleibt in weiter Ferne

Ausländer ohne ständigen Wohnsitz dürfen ab sofort nur noch in Ausnahmefällen nach Spanien und wenn, dann müssen sie für zwei Wochen in Corona-Quarantäne. Zahlreiche deutsche Eigentümer von Wohnungen und Häusern auf Mallorca hatten sich bereits in den vergangenen Wochen bei den Behörden der Baleareninsel beschwert. Doch die Regierung in Madrid hat dieser Tage ein klares Wort gesprochen: Zweitwohnungsbesitzer können erst nach dem Ende der Ausgangssperre auf die Insel zurückkehren.

Seit Ende April verfassten mehrere hundert Deutsche teils flammende Briefe, in denen sie trotz der Coronavirus-Pandemie eine Einreiseerlaubnis für die beliebte Urlaubsinsel forderten. Sie bezeichneten die spanischen Corona-Maßnahmen als "völlig überzogen" und verlangten angesichts des Rückgangs der Infektionsfälle ein Ende des Ausnahmezustands. Einige drohten sogar damit, ihre Investitionen auf der Insel zu stoppen.

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07:27 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

bundesweit gehen heute in zahlreichen Städten wieder die Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen weiter. Allein in Stuttgart sind 5000 Teilnehmer angekündigt. Auch in München, Berlin, Dortmund und vielen anderen Städten wollen Gegner der Maßnahmen auf die Straße gehen. Schon am Wochenende zuvor hatten Tausende Menschen in vielen Städten Deutschlands gegen die Beschränkungen demonstriert. Die geltenden Abstandsregeln wurden oft missachtet, Schutzmasken nicht getragen. Wie in den Wochen zuvor waren darunter auch Verschwörungstheoretiker, Impfgegner und Rechtspopulisten.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Vormittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter juliane.kipper@nama.de.

07:11 Uhr

Für Väter werden Kinder in Corona-Krise zum größten Stressfaktor

Vor der Corona-Krise war der Job für Väter der größte Stressfaktor, in der Pandemie sind es jetzt die Kinder. Das geht aus zwei Forsa-Umfragen im Auftrag der in Hannover ansässigen Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hervor. 42 Prozent der im April und Mai befragten Männer mit Kindern unter 18 Jahren gaben an, wegen deren Erziehung und Betreuung unter Druck zu stehen, 36 Prozent bezeichneten ihre Ausbildung beziehungsweise ihren Beruf als aktuell besonders stressig.

Bei den Müttern hat sich die Gewichtung der Stressfaktoren dagegen seit Beginn der Pandemie kaum verändert - schon 2019 fühlte sich etwa die Hälfte durch die Erziehung und Betreuung gestresst, etwa ein Drittel wegen des Jobs. Insgesamt sehen sich Mütter in der Krise allerdings deutlich stärker belastet als Väter. Knapp jede zweite Frau (44 Prozent) steht derzeit nach eigenen Angaben häufig bis sehr häufig unter Stress, bei den Männern nur jeder Dritte (32 Prozent).

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06:27 Uhr

Trump feuert internen Ermittler des Außenministeriums

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Das Außenministerium bestätigte am späten Freitagabend die Entlassung von Generalinspekteur Steve Linick.

REUTERS

US-Präsident Donald Trump entlässt den Chef der internen Kontrollbehörde im Außenministerium, Generalinspekteur Steve Linick. Das Nachrichtenportal Politico und der Sender CNN meldeten in der Nacht, der Republikaner Trump habe die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, über die Personalie informiert. Pelosi warf Trump daraufhin in einer Mitteilung vor, Linick dafür zu bestrafen, die Verfassung und die nationale Sicherheit zu schützen. Linick spielte laut CNN eine - verhältnismäßig kleine - Rolle im Amtsenthebungsverfahren gegen Trump.

Politico berichtete, Linick solle durch einen Vertrauten von Vizepräsident Mike Pence ersetzt werden. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Repräsentantenhaus, Eliot Engel, kritisierte, mit Linicks Entlassung wolle Trump "einen seiner loyalsten Unterstützer" schützen - Außenminister Mike Pompeo. Er - Engel - habe erfahren, dass Linicks Büro eine Untersuchung gegen Pompeo eingeleitet habe. "Die Entlassung von Herrn Linick inmitten einer solchen Untersuchung deutet stark darauf hin, dass dies ein unrechtmäßiger Akt der Vergeltung ist."

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06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht