Samstag, 02. Januar 2021Der Tag

mit Heidi Ulrich
Heidi Ulrich
22:32 Uhr

Das war Samstag, der 2. Januar 2021

Liebe Leser,

es sieht danach aus, dass der Lockdown nach dem 10. Januar wohl in die Verlängerung geht. Darauf hätten sich die Bundesländer grundsätzlich schon geeinigt, heißt es in einem Medienbericht. Viele Fragen sind demnach aber noch nicht geklärt. Zum Beispiel, wie lange die Verlängerung sein soll und wie es für die Schulen und Kitas weitergeht. Nach dem Bund-Länder-Gipfel am Dienstag wissen wir höchstwahrscheinlich mehr. Wichtig waren außerdem noch diese Themen:

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!

22:21 Uhr

Bewaffnete töten mehr als 50 Menschen im Niger

In dem von Terror heimgesuchten westafrikanischen Land Niger haben Bewaffnete mindestens 56 Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt. Das gab Innenminister Alkache Alhada bekannt. Der Überfall hatte sich demnach nahe der Grenze zu Mali in den Dörfern Tchombangou und Zaroumdareye ereignet. Die genauen Umstände sind noch unklar.

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Polizisten in der Hauptstadt Niamey (Archivbild)

(Foto: dpa)

Im Niger und den anderen Ländern dieser Region sind etliche Terrorgruppen aktiv, die Al-Kaida oder dem Islamischen Staat die Treue geschworen haben. Zusammen mit Mali, Mauretanien, dem Tschad und Burkina Faso ist der Niger Teil der G5-Sahel-Gruppe, die Terrorgruppen bekämpfen will. Die Regierung hat zudem in den wüstenhaften Weiten außerhalb der Städte wenig Kontrolle, was nicht nur dschihadistische Gruppen, sondern auch kriminelle Netzwerke ausnutzen.

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21:50 Uhr

Winterberg sperrt Pisten nach Besucher-Ansturm

Erneut haben sich viele Ausflügler auf den Weg ins verschneite Sauerland gemacht - trotz wiederholter Bitten der Stadt Winterberg, auf Ski- und Rodelspaß im Lockdown zu verzichten. In den verschneiten Ortschaften der Region bildeten sich längere Autoschlangen und Staus, die Parkplätze füllten sich. Am Nachmittag sperrte die Polizei die Bundesstraße 480 als Zufahrt nach Winterberg. Außerdem dürfen ab morgen bestimmte Bereiche für eine Woche nicht mehr betreten werden, wie die Stadt am Abend mitteilte. Betroffen sind die Pisten in Altastenberg, Neuastenberg, Niedersfeld, Winterberg, Züschen und die dazugehörigen Parkplätze sowie der Bereich rund um den Kahlen Asten und der Großraumparkplatz Bremberg. Verstöße sollen konsequent geahndet werden.

Bereits heute gab es zahlreiche Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. Unter anderem wurden 94 Verstöße gegen die Kontaktbeschränkung festgestellt und 176 Verstöße gegen die Maskenpflicht, die im Stadtgebiet unter anderem auf Pisten und Parkplätzen gilt.

21:17 Uhr

Polizei findet bei Jugendlichen 27 Kilo Feuerwerk

In einer Wohnung im baden-württembergischen Kirchheim unter Teck hat die Polizei rund 27 Kilogramm Pyrotechnik gefunden, die zwei 13 und 14 Jahre alte Brüder gestohlen haben sollen. Die Jungen hätten die Böller bei einem Einbruch in ein Fachgeschäft für Pyrotechnik erbeutet, teilte die Polizei mit. Die Feuerwerkskörper hatten demnach einen Wert von rund 2000 Euro. Einen Teil hatten die Brüder laut Polizei in der Silvesternacht gezündet. Ersten Ermittlungen zufolge schlugen die beiden in der Silvesternacht die Scheiben des Fachgeschäfts ein. Gegen den 14-Jährigen wird nun ermittelt, sein kleiner Bruder ist noch nicht strafmündig.

21:00 Uhr

Mehrere Zivilisten sterben bei Granatenangriff im Jemen

Bei einem Granatenangriff auf die jemenitische Küstenstadt Hudaida sind mehrere Zivilisten getötet worden. Die Granate sei gestern während einer Feier neben einem Hochzeitssaal eingeschlagen und habe Passanten auf der Straße getroffen, sagten Augenzeugen und sprachen von drei Toten. Jemens Armee meldete, sieben Menschen seien ums Leben gekommen, darunter fünf Frauen. Zudem gebe es sieben Verletzte. Die international anerkannte Regierung des Jemens und die Huthi-Rebellen machten sich gegenseitig für den Beschuss verantwortlich. Ende 2018 hatten sich die Kriegsparteien unter UN-Vermittlung auf eine Waffenruhe und einen Abzug aus Hudaida geeinigt. Dennoch kommt es immer wieder zu Gewalt. Erst am Mittwoch waren bei einer Explosion auf dem Flughafen der südjemenitischen Hafenstadt Aden 25 Menschen ums Leben gekommen.

20:33 Uhr

Zahl der Anrufe wegen Einsamkeit verdoppelt sich

Beim Feiertagstelefon des Seelsorge-Projekts "Silbernetz" sind seit Heiligabend doppelt so viele Anrufe von einsamen Seniorinnen und Senioren eingegangen wie noch Ende 2019. Die bundesweit erreichbare kostenfreie Nummer sei zwischen dem 24. Dezember und Neujahr fast 3200 Mal angerufen worden, teilte die Organisation mit. "Die große Mehrheit der Anrufenden war über 60 Jahre alt, mehr als 85 Prozent lebten allein", sagte "Silbernetz"-Initiatorin Elke Schilling. Der hohe Gesprächsbedarf liege "natürlich an den Belastungen im Corona-Jahr, andererseits bekommt Einsamkeit dadurch in der Öffentlichkeit eine höhere Aufmerksamkeit", sodass das Thema weniger schambehaftet sei. Viele Anrufer sprachen über den Verlust des Partners oder die Corona-Isolation im Altersheim. Bei knapp einem Drittel der Gespräche seien Depressionen oder Ängste das zentrale Thema gewesen.

20:08 Uhr

Tesla liefert 2020 halbe Million Fahrzeuge aus

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Der US-Elektroautobauer Tesla hat im letzten Quartal des Jahres 2020 so viele Autos ausgeliefert wie noch nie. Mit einem Absatz von 180.570 Autos wurde der bisherige Rekordwert von knapp 140.000 aus dem dritten Quartal noch mal deutlich übertroffen, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorging. Auf Jahressicht konnte Tesla den Absatz um 36 Prozent auf 499.550 Autos steigern - und damit das selbst gesteckte Ziel von einer halben Million ausgelieferter Fahrzeuge so gut wie erfüllen. Der Börsenwert Teslas stieg in 2020 um mehr als 700 Prozent auf zuletzt umgerechnet rund 550 Milliarden Euro.

2020 war für Tesla und seinen Chef Elon Musk ein außergewöhnliches Jahr. Musk wurde durch einen Höhenflug der Aktie zu einem der reichsten Männer der Welt. Anfang des Jahres startete die Produktion in dem in wenigen Monaten fertiggestellten Werk in China - die sogenannte Gigafactory 3. Dort sollen einmal rund eine halbe Million Autos pro Jahr gebaut werden. In Grünheide in Brandenburg baut das Unternehmen derzeit eine Fabrik, in der ab Juli produziert werden soll.

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19:06 Uhr

Fahrer flüchtet nach Unfall mit Wodka-Flasche

Ein mutmaßlich betrunkener Autofahrer ohne Führerschein hat eine Blitzersäule in Mannheim zu Schrott gefahren und ist dann mit einer Flasche Wodka in der Hand abgehauen. Der 37-Jährige stellte sich später. Den Polizeiangaben zufolge war er am Neujahrsmorgen zu schnell unterwegs, verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und fuhr über eine Verkehrsinsel. Dabei riss er mit seinem Auto die Blitzersäule aus der Verankerung und schleifte sie rund 20 Meter mit. "Nach Zeugenaussagen stieg der Fahrer aus dem Fahrzeug aus und versuchte vergeblich, die Säule unter dem Auto herauszuziehen", heißt es im Polizeibericht. "Als er die Sinnlosigkeit seines Vorhabens erkannt hatte, flüchtete er zu Fuß von der Unfallstelle, nicht ohne vorher noch eine Wodka-Flasche aus dem Fahrzeug mitzunehmen." Der Mann habe rund 0,9 Promille intus gehabt. Gegen ihn wird nun wegen Straßenverkehrsgefährdung, Unfallflucht sowie wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.

18:38 Uhr

Kasachstan schafft Todesstrafe ab

Kasachstan hat die Todesstrafe abgeschafft. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz. Die zentralasiatische Republik war im vergangenen Jahr dem UN-Pakt über bürgerliche und politische Rechte beigetreten, der Hinrichtungen nur noch in Kriegszeiten bei "besonders schweren Verbrechen militärischer Art" erlaubt. Zwar konnten Todesurteile in Kasachstan in den vergangenen Jahren verhängt werden, ihre Vollstreckung war aber seit 2003 ausgesetzt. Eines der letzten Todesurteile wurde im Jahr 2016 gegen den Terroristen Ruslan Kulekbajew verhängt, der in der Großstadt Almaty acht Polizisten und zwei Zivilisten erschoss.

18:25 Uhr

Spahn verteidigt Impf-Tempo - und gibt Versprechen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat versprochen, dass im Laufe des Monats alle Pflegeheim-Bewohner geimpft werden können. Kritik am Tempo bei den Impfungen wies er zurück. "Es läuft genauso, wie es geplant war", sagte der CDU-Politiker in der Sendung "RTL Aktuell". 1,3 Millionen Dosen Impfstoff seien bis Jahresende an die Bundesländer ausgeliefert worden. Es würden genau die Mengen geliefert, die er seit Wochen angekündigt habe "mit dem Hinweis, dass es am Anfang knapp sein würde und wir deshalb priorisieren müssen". Die Bundesregierung spreche mit dem Hersteller Biontech und dem Land Hessen darüber, wie man schon im Februar in Marburg eine zusätzliche Produktionsstätte schaffen könne, sagte er.

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18:05 Uhr

Haus abgebrannt - Zeitungsbote rettet Bewohner

Ein Zeitungsbote hat letzte Nacht in Mittelsachsen ein größeres Drama verhindert. Der Mann bemerkte gegen 2 Uhr den Brand eines Einfamilienhauses, weckte die Bewohner und alarmierte die Feuerwehr. Das Ehepaar, 76 und 79 Jahre alt, und sein zehn Jahre altes Enkelkind blieben unverletzt. Ihr Zuhause im Dorf Neuschönberg ist jedoch unbewohnbar. Sie kamen vorerst bei Nachbarn unter. Die Brandursache wird noch untersucht. "Der Zeitungsbote ist ein Held", sagte ein Polizeisprecher.

17:40 Uhr

Bombardier Transportation: Kein größerer Stellenabbau geplant

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Bombardier will seine Zugsparte an den französischen Konzern Alstom verkaufen.

(Foto: imago images/Hartenfelser)

Die Beschäftigten von Bombardier Transportation (BT) müssen aus Sicht des Managements nach der Übernahme durch Alstom keinen größeren Stellenabbau fürchten. "Unsere Bücher sind prall voll mit Aufträgen, wir brauchen unsere deutschen Ingenieure und Fabriken, um die abzuarbeiten. Die nächsten zwei bis drei Jahre geht es allein darum", sagte BT-Vorstandschef Danny Di Perna der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Nach heutigem Kenntnisstand braucht es auf absehbare Zeit kein Restrukturierungsprogramm."

Der französische TGV-Hersteller Alstom will die Übernahme des Konkurrenten bis Ende Januar abschließen. Arbeitnehmervertreter sehen die Fusion mit Sorge. Bombardier Transportation hat in Deutschland mehrere Werke, Alstom betreibt sein größtes Werk in Salzgitter.

17:17 Uhr

Sieben Leichen an algerischer Küste entdeckt

An der algerischen Küste sind sieben Leichen von vermutlich ertrunkenen Flüchtlingen entdeckt worden. "Am Strand wurden die Leichen von vier Frauen und drei Männern gefunden, die von den Wellen angespült worden waren", hieß es in einer Erklärung des Zivilschutzes. Die Toten wurden demnach in der Gegend der Hafenstadt Mostaganem im Nordosten des Landes gefunden. Die genauen Umstände des Todes und die Nationalität der Opfer sind bisher unklar. Aller Wahrscheinlichkeit nach hatten sie jedoch versucht, Europa per Boot zu erreichen und kenterten dabei. In den vergangenen Tagen war es vor der algerischen Küste zu Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde gekommen.

16:53 Uhr

Buckingham-Palast: Impfung ist Privatsache der Queen

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Audienz in Corona-Zeiten: Die Queen bei einer Videoübertragung aus Windsor Castle im Dezember.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Mit ihren 94 Jahren gehört sie zur Hochrisikogruppe: Aber ob die britische Königin Elizabeth II. schon gegen das Coronavirus geimpft wurde, soll Privatsache bleiben. Es werde dazu keine öffentlichen Äußerungen geben, sagte einer Sprecherin des Buckingham-Palasts. Die Queen hatte die Weihnachtstage gemeinsam mit Prinz Philip auf Schloss Windsor verbracht und auf Familientreffen verzichtet.

In Großbritannien wurden inzwischen rund eine Million Menschen gegen das Virus geimpft. Ab der nächsten Woche soll neben dem Impfstoff von Biontech und Pfizer auch der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca zum Einsatz kommen.

*Datenschutz

16:32 Uhr

Drei weitere Todesopfer nach Erdrutsch in Norwegen gefunden

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Die Hoffnung besteht noch, Überlebende zu finden.

(Foto: dpa)

Drei Tage nach einem Erdrutsch in Norwegen haben Rettungskräfte mit Hilfe von Spürhunden drei weitere Leichen im Unglücksgebiet gefunden. Gestern hatten die Einsatzkräfte schon eine erste tote Person im Katastrophengebiet entdeckt. Dabei handele es sich um einen 31 Jahre alten Mann, teilte die Polizei nun mit. Zu Geschlecht und Alter der drei heute gefundenen Toten machte die Polizei bislang keine Angaben. Mehrere Menschen werden noch vermisst. Die Einsatzkräfte suchen weiterhin nach ihnen. Man hoffe nach wie vor darauf, Überlebende zu finden, hieß es von der Polizei. Der gewaltige Erdrutsch hatte sich am frühen Mittwochmorgen in Ask in der Kommune Gjerdrum rund 40 Kilometer nordöstlich von Oslo ereignet. Mindestens zehn Menschen wurden verletzt, neun Häuser stürzten ein. Rund 1000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

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Brennende Kerzen stehen im Schnee am Rand eines durch den Erdrutsch entstandenen Kraters.

(Foto: dpa)

15:50 Uhr

Feuer in Berliner U-Bahnhof ausgebrochen

Hier in Berlin läuft gerade ein größerer Feuerwehreinsatz: Im U-Bahnhof Schloßstraße im Stadtteil Steglitz ist ein Feuer ausgebrochen. Laut der Feuerwehr brennt es in einem Betriebsraum. Sie ist mit 110 Kräften vor Ort. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Der U-Bahnhof liegt unter der Haupteinkaufsstraße von Steglitz. Die U-Bahnlinie 9 fährt hier, sie ist nun zwischen den Bahnhöfen Walther-Schreiber-Platz und Rathaus Steglitz unterbrochen.

Update von 18:08 Uhr: Das Feuer war schnell gelöscht. Und inzwischen hat die Feuerwehr den Einsatz beendet. "Es brannte ein Kabelstrang in einem Technikraum", twitterte die Feuerwehr. Allerdings bleibt die U9 voraussichtlich noch bis zum frühen Montagmorgen unterbrochen.

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15:33 Uhr

Weitere Metall-Stele taucht bei Toronto auf

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Die Stele ist mehr als drei Meter hoch.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Seit Mitte November tauchen an verschiedenen Orten rund um den Globus Metall-Stelen auf. Wer sie aufstellt, ist nach wie vor unklar. Denkbar ist zum Beispiel, dass ein Künstler die erste Stele im US-Bundesstaat Utah aufstellte und dann Nachahmer fand. Nun ist eine etwas mehr als drei Meter hohe Stele in der Nähe von Toronto entdeckt worden. Diese stehe seit kurz vor dem Jahreswechsel an einem Ufer des Ontariosee, berichten mehrere Medien. Die örtlichen Behörden wollen sie demnach erstmal nicht entfernen, da sie kein Sicherheitsrisiko darstelle. Aufgetaucht waren ähnliche Stelen unter anderem auf der britischen Isle of Wight, in einem Naturgebiet im Norden der Niederlande und in der südhessischen Taunusgemeinde Sulzbach oder beim Schloss Neuschwanstein.

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Spaziergänger am Neujahrstag schauen sich die Stele an, die hier zu einer Art Wellenbrecher wird.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

14:50 Uhr

Linke fordert Regierungserklärung zu Impfstoffvergabe

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Jan Korte

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Vorgehen der Bundesregierung bei der Beschaffung und Verteilung des Corona-Impfstoffes stößt auf wachsende Kritik. Die Linke fordert nun eine Regierungserklärung von Gesundheitsminister Jens Spahn zur Impfstoffvergabe. "Es muss aufgearbeitet werden, warum der Impfstoff zu knapp ist und wo geschlampt wurde", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jan Korte. Es sei "dringend geboten", dass der Gesundheitsminister sich in der kommenden Sitzungswoche dem Bundestag erkläre. Außerdem müsse dargelegt werden, wie die Impfkapazitäten schnell erhöht werden könnten und inwiefern die Bundesregierung in die Verhandlungen in der EU eingebunden gewesen sei, sagte Korte.

14:26 Uhr

Erdbeben bei Aachen schreckt Anwohner auf

Im äußersten Westen Deutschlands hat es am Morgen ein leichtes Erdbeben gegeben. Die Erde bebte um 7.36 Uhr zwischen Aachen und der Gemeinde Roetgen an der Grenze zu Belgien. Das Beben hatte eine Stärke von 2,8 auf der Richterskala. Vom Landeserdbebendienst Nordrhein-Westfalen hieß es, "das Erdbeben wurde in den umliegenden Ortschaften teilweise deutlich gespürt". Es lägen "zahlreiche Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern" aus verschiedenen Ortschaften vor, auch aus der Stadt Aachen und aus dem belgischen Hauset. Gebäudeschäden seien nicht zu erwarten, so die Behörde. Ein solches Beben komme in der Niederrheinischen Bucht etwa ein Mal im Jahr vor.

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13:58 Uhr

Iran kündigt klaren Verstoß gegen Atomabkommen an

Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) offiziell angekündigt, klar gegen das internationale Atomabkommen verstoßen zu wollen. Teheran wolle Uran auf einen Reinheitsgrad von bis zu 20 Prozent anreichern und damit die im Abkommen von 2015 festgelegte Schwelle deutlich überschreiten, teilte ein IAEA-Sprecher mit.

Das Uran soll in einer unterirdischen Anlage in Fordow angereichert werden. Damit soll ein kürzlich vom Parlament verabschiedetes Gesetz erfüllt werden. Das Gesetz fordert die Produktion und Lagerung von "mindestens 120 Kilogramm an 20-prozentig angereichertem Uran pro Jahr". Wann die Anreicherungsaktivität beginnen soll, gab Teheran nicht bekannt.

13:38 Uhr

Früherer HSV-Profi hat Krebs besiegt

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Kickt mittlerweile in der Schweiz: Vasilije Janjicic.

(Foto: imago images / Oliver Ruhnke)

Der frühere HSV-Spieler Vasilije Janjicic hat nach eigenen Angaben seine Krebserkrankung überstanden. "Das Jahr 2021 will ich mit einer sehr schönen Nachricht beginnen. Ich bin stolz, euch sagen zu können, dass ich nach dreimonatiger Chemotherapie und nach 2 Operationen meinen Krebs besiegt habe!", teilte Janjicic auf seinem Instagram-Account und der Homepage des Schweizer Fußball-Clubs FC Zürich mit.

Der Schweizer Mittelfeldspieler stand von 2016 bis 2019 beim Hamburger SV unter Vertrag, ehe er zu seinem Heimatclub FC Zürich zurückkehrte. "Ich bin überglücklich wieder gesund zu sein und freue mich unglaublich, bald wieder auf dem Platz stehen zu dürfen und endlich wieder Fußball zu spielen", ergänzte Janjicic.

13:08 Uhr

Mehr als 250 Festnahmen wegen Terrorvorwürfe in der Türkei

Wegen mutmaßlicher Verbindungen zu terroristischen Organisationen haben türkische Behörden 267 Verdächtige bei Razzien in 33 Städten und Provinzen festgenommen. 161 von ihnen seien ausländische Staatsangehörige, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

  • Die Polizei gehe davon aus, dass die mutmaßlichen religiösen Extremisten Anschläge in der Silvesternacht planten. Die Verdächtigen seien bei Razzien zwischen dem 20. und 31. Dezember festgenommen worden, schrieb Anadolu unter Berufung auf eine Mitteilung des Innenministeriums.
  • Weitere 69 ausländische Staatsangehörige wurden in einem separaten Fall von der türkischen Einwanderungsbehörde wegen mutmaßlicher "Verbindungen zu Konfliktgebieten" festgehalten, hieß es in dem Bericht weiter. Bei Razzien habe die Polizei Waffen, Sprengstoff und digitale Dokumente mit Verbindungen zu terroristischen Gruppen sichergestellt.
12:34 Uhr

Papst ehrt Maradona als "Poeten des Fußballs"

Papst Franziskus hat das im November verstorbene Fußball-Idol Diego Maradona als "Poet des Fußballs" gewürdigt. "Maradona war auf dem Spielfeld ein Dichter, ein großer Champion, der Millionen von Menschen Freude bereitet hat, in Argentinien wie in Neapel. Er war aber auch ein sehr fragiler Mensch", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche im Interview mit der "La Gazzetta dello Sport".

Er selbst habe Maradona 2014 im Vatikan getroffen. "Ich denke mit Freude an das, was er für die Scholas Occurrentes getan hat, eine Stiftung, die sich weltweit um Bedürftige kümmert", sagte der Argentinier über seinen Landsmann.

12:09 Uhr

19-Jährige nach Böller-Unfall im Gesicht verletzt

Eine 19-Jährige ist am Neujahrstag in Sachsen-Anhalt von einem Böller im Gesicht verletzt worden. Ein 20-Jähriger habe den Feuerwerkskörper in der freien Natur angezündet und unter ein Metallgefäß gelegt, teilte die Polizei mit. Durch die Detonation sei das Metall zerstört worden. Umherfliegende Teile trafen die 19-Jährige im Gesicht. Sie und der 20-Jährige waren am Freitagnachmittag mit einer Gruppe im Südharzer Ortsteil Breitungen unterwegs. Die junge Frau musste ins Krankenhaus nach Thüringen gebracht werden.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:26 Uhr

Real Madrid lockt Alaba mit zehn Millionen netto

Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid hat im Transfer-Poker um Bayern Münchens Abwehrspieler David Alaba offenbar das Tempo angezogen. Nach Informationen der spanischen Sportzeitung "Marca" legten die Königlichen der Alaba-Seite ein Angebot für einen Vierjahresvertrag mit einem Nettogehalt von 10 Millionen Euro pro Jahr vor.

  • Alabas Vertrag beim deutschen Rekordmeister in München läuft im Sommer aus. Nach monatelangen und teilweise öffentlich geführten Verhandlungen hatten die Bayern ihr Angebot für eine Vertragsverlängerung an Alaba Anfang November zurückgezogen.
  • Ein Verbleib von Österreichs Fußballer des Jahres scheint ausgeschlossen. "Ich wüsste im Moment nicht, wie das passieren sollte", hatte Vorstand Oliver Kahn kurz vor Weihnachten in der "Sport Bild" gesagt.

10:54 Uhr

Vater sperrt Vierjährigen barfuß in eiskalter Garage ein

Bei eisigen Temperaturen hat ein Vater in Russland seinen vierjährigen Sohn nachts stundenlang leicht bekleidet in einer unbeheizten Garage eingesperrt. Weil der kleine Junge sich schlecht benommen haben soll, habe der 35-Jährige ihn erst geschlagen und dann in die Garage gebracht, teilten die Ermittler in der Region Transbaikalien im Osten des Landes mit.

Das Kind war demnach barfuß und trug nur eine leichte Trainingshose und ein T-Shirt. Es erlitt Erfrierungen an Händen und Füßen und wird in einem Krankenhaus behandelt. In der Region sind die Temperaturen in den vergangenen Tagen auf bis zu minus 30 Grad gefallen. Gemeldet hatte den Vorfall, der sich bereits in der Nacht zum Montag ereignete, die Mutter des Kindes. Der Vater wurde festgenommen, gegen ihn wird wegen versuchten Mordes an einem Minderjährigen ermittelt.

10:19 Uhr

Hybridauto löst Brand in Carport aus - 100.000 Euro Schaden

Ein Brand in einem Hybridauto in Bardowick (Landkreis Lüneburg) hat nach Einschätzung der Polizei einen Schaden von mindestens 100.000 Euro verursacht.

  • Vermutlich löste ein technischer Defekt des Wagens das Feuer am Neujahrsabend aus, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Ein weiteres Auto, das neben dem Hybridwagen unter einem Carport abgestellt war, stand ebenfalls in Vollbrand. Die Flammen griffen auf den Carport und den Dachstuhl des angrenzenden Einfamilienhauses über.
  • Die vierköpfige Familie des Hauses konnte das Gebäude selbstständig und unverletzt verlassen. Sie kam zunächst in einer Wohnung im Gemeindehaus unter, weil ihr Haus nach Abschluss der Löscharbeiten vorerst nicht bewohnbar war.
09:43 Uhr

Lottospieler knackt 44-Millionen-Jackpot am Neujahrstag

Für einen unbekannten Glückspilz in Großbritannien hat das neue Jahr mit einem überwältigenden Geldregen begonnen. Der Käufer eines Lotterie-Loses der bekannten Euromillions-Ziehung räumte auf einen Schlag den mit umgerechnet mehr als 44 Millionen Euro gefüllten Jackpot ab, wie die nationale Lotteriegesellschaft am Freitagabend mitteilte. Näheres zum Besitzer des in Großbritannien verkauften Loses war zunächst nicht bekannt. Die Euromillions-Lotterie wird in mehreren europäischen Staaten angeboten.

09:05 Uhr

Kreditkartenbetrüger prellen Pietro Lombardi um eine halbe Million

DSDS-Gewinner Pietro Lombardi ist Opfer von Kreditkartenbetrügern geworden. Das teilte der Künstler nun auf Instagram mit. "Es ist zum Anfang des Jahres etwas passiert, was mich echt traurig gemacht hat, was mich wirklich in ein Loch hat fallen lassen", erklärte Pietro. "Ich wurde Anfang des Jahres Opfer von Kreditkartenbetrug. Wir reden hier nicht von 1000 oder 5000 Euro, sondern wurde mir eine halbe Million Euro geklaut."

08:30 Uhr

Museumsschiff im Emsland steht in Flammen

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"Friederike von Papenburg"

(Foto: dpa)

Ein Museumsschiff im Emsland hat am Samstagmorgen gebrannt. Das Schiff "Friederike von Papenburg" stand aus zunächst ungeklärten Gründen in Vollbrand, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Die Löscharbeiten in Papenburg dauerten am Morgen an. Das Museumsschiff liegt im Stadtzentrum gegenüber vom Rathaus auf dem Kanal.

08:19 Uhr

Kartellamt rechnet 2021 mit Fusionswelle

Das Bundeskartellamt rechnet in diesem Jahr mit deutlich mehr Übernahmen und Fusionen. "Ich halte das für wahrscheinlich", sagte der Präsident der Behörde, Andreas Mundt, der "Rheinischen Post". "Es ist viel Liquidität im Markt, während gleichzeitig viele Unternehmen auch coronabedingt Schwierigkeiten haben", sagte Mundt. Er rechne mit einer Reihe an schwierigen Verfahren. "Aus dieser Gemengelage können nicht nur viele, sondern durchaus auch wettbewerblich heikle Verfahren entstehen."

07:44 Uhr

Schulze setzt Klöckner bei Tierwohl-Maßnahmen unter Druck: "Da muss jetzt was kommen"

Tierwohl, Klimaverträglichkeit, Erhaltung von Insekten und biologischer Vielfalt: Das sind besonders große Herausforderungen an eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Bundestag und Bundesrat haben das Landwirtschaftsministerium und die zuständige Ministerin Julia Klöckner bereits vor dem Sommerurlaub aufgefordert, konkrete Schritte zur Umsetzung dieser Vorschläge einzuleiten. Die Borchert-Kommission hat in Sachen Tierwohl bereits einige Vorschläge gemacht. Umweltministerin Svenja Schulze macht nun Druck auf Kollegin Klöckner, diese nun auch umzusetzen: "Da muss jetzt etwas kommen."

Experten unter Leitung von Ex-Landwirtschaftsminister Jochen Borchert hatten einen Investitionsbedarf von zunächst 1,2 Milliarden Euro jährlich in den Ställen ermittelt und zur Finanzierung vorgeschlagen, tierische Produkte teurer zu machen, etwa über eine "Tierwohl-Abgabe" genannte Verbrauchssteuer. Möglich sei auch eine höhere Mehrwertsteuer auf Tierprodukte oder die Finanzierung aus dem allgemeinen Steueraufkommen. Klöckner klammert sich bislang an eine Machbarkeitsstudie, die im Frühjahr dazu veröffentlicht werden soll.

07:08 Uhr

Privates Geldvermögen der Deutschen steigt auf Rekordhoch

In der Krise haben viele Menschen ihr Geld zusammengehalten. Das lässt die Sparquote auf ein Rekordhoch schießen und macht die privaten Haushalte hierzulande insgesamt so reich wie nie.

  • Nach Berechnungen der DZ Bank dürfte das Geldvermögen der privaten Haushalte im Jahr 2020 um 393 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 7,1 Billionen Euro zugenommen haben.
  • Den üppigen Zuwachs von 5,9 Prozent zum Vorjahr erklärt DZ-Bank-Ökonom Michael Stappel zum überwiegenden Teil mit einer historisch hohen Sparquote. Aus Sorge vor Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit hielten viele Menschen ihr Geld zusammen, zudem bremsten die zeitweisen Schließungen im Einzelhandel den Konsum.
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06:35 Uhr

Merz gegen Flüchtlingsaufnahme und für konsequentere Abschiebungen

Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat sich prinzipiell gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aus Lagern in Griechenland oder Bosnien ausgesprochen. "Die gesamte Europäische Union hat vor allem die Verpflichtung, den Flüchtlingen auf dem Balkan oder auf den griechischen Inseln an Ort und Stelle zu helfen", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Diese humanitäre Katastrophe lässt sich allerdings nicht dadurch lösen, dass wir sagen: Kommt alle nach Deutschland. Dieser Weg ist nicht mehr geöffnet."

Merz sprach sich für konsequentere Abschiebungen als in den vergangenen Jahren aus. Jedoch werde Deutschland bis auf Weiteres nicht in dem Umfang abschieben können, wie das eigentlich notwendig wäre. Im Falle von Syrien etwa gebe es neben rechtlichen und humanitären auch faktische Hindernissen, etwa weil es keine Flugverbindungen und keine offenen Landwege gebe. "Abschiebungen nach Syrien werden daher nur in Einzelfällen möglich sein."

06:03 Uhr

Boot mit 20 Insassen im Atlantik verschollen

Rettungskräfte haben die Suche nach einem Boot mit rund 20 Insassen ausgesetzt, das unweit der Küste von Florida im Atlantik verschollen ist. Das knapp neun Meter lange Motorboot habe am Montag auf der zu den Bahamas gehörenden Inselgruppe Bimini abgelegt und sei danach nicht mehr gesichtet worden, teilte die US-Küstenwache mit.

  • Eigentlich hätte es schon längst im Hafen von Lake Worth an der Ostküste des US-Bundesstaats Florida ankommen sollen - doch dort tauchte das Boot nie auf.
  • Die Rettungskräfte suchten den Angaben zufolge mit Schiffen und Flugzeugen ein Meeresgebiet von 44.000 Quadratkilometer Größe ab, gaben nach 84 Stunden aber vorerst auf. "Unsere Gedanken und Gebete gelten den Familien der Vermissten", hieß es in der Mitteilung der Küstenwache.
05:46 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht