Samstag, 20. Juni 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:31 Uhr

Das war Samstag, der 20. Juni

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Ringeförmige Sonnenfinsternis: Die Sonne blitzt hinter der Neumondscheibe noch hervor.

(Foto: imago stock&people)

Liebe Leserinnen und Leser,

in Asien und Afrika können Himmelsbeobachter am Sonntag ein seltenes astronomisches Spektakel bestaunen: Im Nordosten der Republik Kongo ist ab 05.56 Uhr Ortszeit (06.56 Uhr MESZ) eine sogenannte Feuerring-Sonnenfinsternis zu sehen, bei der die Sonne nahezu komplett hinter der Neumondscheibe verschwindet. Im Laufe des Tages wird das Phänomen auch auf der arabischen Halbinsel sowie in einem Streifen über Indien bis Südchina auftreten.

  • Insgesamt wird die ringförmige Sonnenfinsternis nach Angaben des Astronomen Florent Delefie nur von zwei Prozent der Erdoberfläche zu sehen sein.
  • Die Verdunkelung der Erde dauert dabei maximal eine Minute und 22 Sekunden.
  • Zur ringförmigen Sonnenfinsternis kommt es, wenn sich die Erde in Sonnennähe und der Mond in Sonnenferne befindet. Die Neumondscheibe verdeckt die Sonne dann nicht wie bei einer totalen Sonnenfinsternis vollständig, sondern lässt einen leuchtenden Ring frei.

Und weil Sie bis jetzt so geduldig dabei geblieben sind, fasse ich Ihnen hier noch schnell die spannendsten Geschichten des Tages zusammen.

Ungeduldig sind inzwischen die Bewohner eines Hochhauses in Göttingen, das seit einem Coronavirus-Ausbruch komplett abgeriegelt ist. Als einige der Eingeriegelten versuchten, über die Sperrzäune zu gelangen, wurden auch Polizisten verletzt.

Dafür übt sich Philipp Amthor erst mal in Geduld: Nach seiner Lobby-Affäre verzichtet er auf den Landesvorsitz der CDU in Mecklenburg-Vorpommern. Die Parteizentrale ist zufrieden mit dem Verzicht, aber meine Kollegin Judith Görs kommentiert die schnelle Absolution: Nix gelernt.

Gar keine Geduld mehr haben die Behörden mit Tönnies. Der Landkreis wirft dem Fleischkonzern vor, die Mitarbeiteradressen unterschlagen zu haben. Schalke-Boss Clemens Tönnies weist das zurück.

Und das war heute noch wichtig:

"Streicht der Polizei das Geld": Mehrheit will "kaputtes" L.A. umbauen

Trump wütet auf Twitter: Gericht weist Antrag gegen Bolton-Buch ab

Im freien Fall: Wirecard-Aktie rauscht weiter in die Tiefe

Damit wünsche ich Ihnen eine gute Nacht. Morgen geht's hier weiter, mit frischen Kräften.


22:17 Uhr

Mehr als hundert Festnahmen in Weißrussland

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Möchte im August ohne Gegenkandidaten antreten: Weißrusslands Präsident Lukaschenko.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Bei regierungskritischen Protesten in mehreren belarussischen Städten hat die Polizei mehr als hundert Menschen festgenommen, darunter mehrere Journalisten. Wie die Menschenrechtsorganisation Wyasna mitteilte, nahm die Polizei landesweit etwa 140 Menschen in Gewahrsam, fünf von ihnen seien geschlagen worden, hieß es weiter. Die Demonstranten hatten die Zulassung von Oppositionspolitikern bei der Präsidentschaftswahl im August gefordert. Präsident Alexander Lukaschenko bezeichnete die Proteste als Versuch, das Land zu destabilisieren. In der Hauptstadt Minsk hatten sich am Freitag hunderte Menschen versammelt, um ihre Unterschrift für die Kandidatur von Oppositionspolitikern bei der Präsidentschaftswahl im August abzugeben. Es bildeten sich lange Warteschlangen, einige Gegner von Präsident Lukaschenko hatten Lautsprecher und Fahnen dabei.

21:59 Uhr

Bauernproteste in Argentinien

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Der Agrarkonzern ist mit 1,25 Milliarden Euro verschuldet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zahlreiche Landwirte und Unternehmer haben gegen die geplante Verstaatlichung des insolventen Agrarkonzerns Vicentín in Argentinien protestiert. In verschiedenen Provinzen des südamerikanischen Landes demonstrierten sie gegen die Übernahme der Firma durch die Regierung, berichtete die Zeitung "La Nación". "Enteignet uns nicht, lasst uns arbeiten", hieß es in einem Flugblatt, das die Bauern während eines Protest-Korsos mit Traktoren in der Provinz Córdoba verteilten. "Lasst uns das private Eigentum verteidigen." Zuletzt hatte die Regierung in Buenos Aires angekündigt, die Firma zu übernehmen und einen Verwalter einzusetzen. Allerdings wurden die Pläne der Regierung am Freitag vorerst ausgebremst, als ein Richter die Geschäftsführung von Vicentín wieder einsetzte und dem staatlichen Verwalter lediglich eine Aufseherrolle zubilligte.

21:32 Uhr

Lkw kracht in Familien-Auto: 12-Jährige schwer verletzt

Bei einem schweren Auffahrunfall mit einem Lkw sind acht Menschen verletzt worden, darunter ein 12-jähriges Mädchen schwer. Auf der Bundesstraße B9 fuhr im rheinland-pfälzischen Remagen (Kreis Ahrweiler) ein 43-Jähriger mit seinem Laster von hinten ungebremst in den Wagen einer fünfköpfigen Familie, teilte die Polizei mit. Durch den enormen Aufprall wurde das Auto weiter auf davorstehende Fahrzeuge geschoben, die alle an einer Kreuzung warteten. Das Mädchen wurde dabei im hinteren Teil des Autos der Familie eingeklemmt und musste von der Feuerwehr freigeschnitten werden. Die 12-Jährige wurde schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Sie kam, wie die sieben weiteren Leichtverletzten, ins Krankenhaus. Die B9 war wegen der Bergungsarbeiten für rund zwei Stunden komplett gesperrt.

21:00 Uhr

Benedikt besucht sein früheres Wohnhaus

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der emeritierte Papst Benedikt hat sein ehemaliges Wohnhaus in Pentling (Landkreis Regensburg) besucht und dort auch ein paar Worte mit seinen Nachbarn gewechselt. Beim Verlassen des Hauses, in dem seit 2012 das Institut Papst Benedikt XVI. untergebracht ist, lächelte er. Mit beiden Händen grüßte der 93-Jährige strahlend eine kleine Schar an Schaulustigen. Zuvor hatte er in Regensburg am Grab seiner Eltern und seiner Schwester Halt gemacht. Dort betete er gemeinsam mit seinem Privatsekretär Georg Gänswein, Bischof Rudolf Voderholzer und einigen wenigen weiteren Teilnehmern ein Vater Unser und Ave Maria. Zwei Mal traf Benedikt auch seinen Bruder Georg Ratzinger in dessen Wohnung. Der 96-Jährige ist schwer erkrankt, weswegen Benedikt am Donnerstag überraschend nach Deutschland gereist war.

20:33 Uhr

Mordfall Floyd: Zweiter Ex-Polizist gegen Kaution frei

Ein zweiter wegen Beihilfe zur Tötung des Afroamerikaners George Floyd angeklagter weißer Ex-Polizist ist auf Kaution aus dem Gefängnis gekommen. Wie aus der Gefängnisdatenbank des Bezirks Hennepin im Bundesstaat Minnesota hervorging, wurde der 26-Jährige am Freitagabend aus der Haft entlassen. Der frühere Polizist hinterlegte demnach eine Kaution von 750.000 US-Dollar (knapp 660.000 Euro), um unter Auflagen bis zu einem möglichen Urteil in dem Fall freizukommen. Ein ebenfalls an dem Einsatz gegen Floyd beteiligter Ex-Polizist (37) war nach Hinterlegung einer Kaution in derselben Höhe bereits am 10. Juni unter Auflagen freigekommen. Der 46-jährige Floyd starb am 25. Mai in Minneapolis infolge eines brutalen Polizeieinsatzes. Ein weißer Beamter hatte ihm sein Knie minutenlang in den Nacken gedrückt - trotz aller Bitten Floyds, ihn atmen zu lassen. Alle vier an dem Einsatz beteiligte Polizisten wurden aus dem Dienst entlassen.

20:02 Uhr

Taliban auf Rachefeldzug wegen geflüchteter Frau

Auf der Suche nach einer geflohenen Frau haben die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan 53 Menschen aus ihren Fahrzeugen heraus verschleppt. Sie wollten damit Druck auf die Dorfbevölkerung im Bezirk Kirjan in der zentralen Provinz Daikundi ausüben, nachdem eine Frau vor ihrer Familie aus der Nachbarprovinz Uruzgan dorthin geflohen sei, teilte der stellvertretende Provinzgouverneur Mohammad Ali Uruzgani mit. Die Taliban wollten die Menschen zwingen, das Versteck der Frau und ihres Mannes zu verraten. Das Paar sei aber bereits aus freien Stücken zurückgekehrt. In Afghanistan gilt es als äußerst ehrenrührig, wenn eine Frau von zuhause flieht.

19:31 Uhr

AfD-Bundeskonvent stärkt Meuthen den Rücken

Knapper Ausgang im Bundeskonvent: 27 votierten für Meuthen, 23 gegen ihn.

Knapper Ausgang im Bundeskonvent: 27 votierten für Meuthen, 23 gegen ihn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein AfD-Bundeskonvent hat sich hinter Parteichef Jörg Meuthen gestellt und einen Antrag zu dessen Maßregelung mehrheitlich abgelehnt. Nach Angaben aus Parteikreisen stimmten am Samstag 27 Delegierte gegen den unter anderem vom Bundestagsabgeordneten Armin-Paul Hampel eingebrachten Antrag, in dem Meuthen "unverantwortliche Spaltungsversuche" vorgeworfen wurden. 23 Delegierte votierten für den Antrag. "Der Konvent hat dem Wunsch, diese Missbilligung auszusprechen, mehrheitlich nicht entsprochen", sagte Meuthen vor Journalisten. Der Konvent selbst ist nicht-öffentlich. "Das bestätigt genau das, was ich die ganze Zeit sage: dass für den Kurs, den ich in der Partei vertrete, eine Mehrheit besteht." Meuthen steht seit einiger Zeit parteiintern in der Kritik - zum Beispiel von Thüringens Landeschef Björn Höcke und AfD-Fraktionschef Alexander Gauland. Erst am Freitag hatte Meuthen eine juristische Niederlage hinnehmen müssen: Das Landgericht Berlin hatte die Aufhebung der Mitgliedschaft des bisherigen Brandenburger AfD-Landeschefs Andreas Kalbitz durch den Bundesvorstand für unzulässig erklärt.

19:03 Uhr

Italiens Top-Mafia-Boss verliert zwei Getreue

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Bei der Suche nach dem Mafia-Paten Denaro ist die Polizei auf Phantombilder angewiesen. (Archivbild)

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die italienische Polizei hat zwei enge Mitarbeiter des meistgesuchten Mafia-Bosses des Landes festgenommen. Ihnen werde Erpressung und Mafia-Tätigkeit vorgeworfen, teilte die Polizei mit. Die Männer wurden in der Provinz Trapani im Westen Siziliens gefasst. Dort durchsuchten die Ermittler auch den offiziellen Wohnsitz des Mafia-Bosses Matteo Messina Denaro in der Kleinstadt Castelvetrano. Einer der beiden Festgenommenen sei ein Geschäftsmann aus der Kraftstoffbranche, hieß es weiter. Denaro (58) war 1993 untergetaucht. Er gilt als mächtigster Mann der sizilianischen Mafia, auch wenn unklar ist, ob er die gesamte Cosa Nostra kontrolliert. Er gilt auch als Nachfolger des 2017 im Alter von 87 Jahren in einem italienischen Hochsicherheitsgefängnis gestorbenen Mafia-Paten Salvatore "Totò" Riina.

18:25 Uhr

Lenin-Statue in Gelsenkirchen enthüllt

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Nach zwei Gerichtsurteilen dürfen in Gelsenkirchen die Hüllen fallen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Während in den USA historische Statuen gestürzt werden, geht man in Gelsenkirchen andere Wege und ehrt einen russischen Revolutionär: Allerdings durfte die Lenin-Statue dort erst nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung aufgestellt werden. Zur Enthüllung an einer belebten Kreuzung im Stadtteil Horst versammelten sich zahlreiche Lenin-Fans. Da auch zwei Gegendemonstrationen angekündigt wurden, war ein großes Polizeiaufgebot vor Ort. Hinter der Aktion steht die linksextreme Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD), die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Unter den Gegendemonstranten seien auch Rechte gewesen, teilte die Polizei mit.

  • Die Statue wurde 1957 in der Tschechoslowakei gegossen. Sie ist über zwei Meter groß und steht zur Straße hin auf einem Gelände, das der MLDP gehört.
  • Zunächst hatte die Stadt einen Baustopp gegen das Denkmal verhängt. Sie begründete dies damit, dass die Initiatoren eine denkmalrechtliche Erlaubnis hätten beantragen müssen.
  • Die Stadt scheiterte damit jedoch vor dem Gelsenkirchener Verwaltungsgericht und anschließend auch vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster.
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Die Figur des russischen Revolutionsführers Wladimir Iljitsch Lenin steht ab sofort vor der Parteizentrale der linksextremistischen MLPD

(Foto: picture alliance/dpa)

 

18:02 Uhr

Bitte "Nein" sagen: Linke streitet über Grundeinkommen

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Ob es einen Mitgliederentscheid gibt, ist noch unklar.

(Foto: picture alliance / dpa)

In der Linken soll es einen Mitgliederentscheid über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens geben. Der Bundesvorstand sprach sich nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland für eine solche Befragung aus. Zugleich empfahl die Parteispitze den Mitgliedern mehrheitlich aber auch, dabei mit Nein zu stimmen. Die endgültige Entscheidung, ob es zu einem Mitgliederentscheid kommt, liegt beim Parteitag. Die Frage eines Grundeinkommens ist innerhalb der Linken seit längerer Zeit umstritten. Kritiker meinen, das Grundeinkommen schaffe neue Ungerechtigkeiten.

18:00 Uhr
17:29 Uhr

US-Gericht: Boltons Trump-Buch darf erscheinen

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Trump und Bolton: Auch vor dem Zerwürfnis ein spannungsreiches Duo.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, kann sein Buch mit explosiven Vorwürfen gegen US-Präsident Donald Trump veröffentlichen. Ein Bundesgericht in Washington lehnte einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung ab, mit der die Trump-Regierung die Veröffentlichung verhindern wollte. Die Trump-Regierung habe nicht nachgewiesen, dass eine solche Verfügung notwendig sei, um "irreparablen Schaden" abzuwenden. Das knapp 600 Seiten lange Buch mit dem Titel "The Room Where It Happened" (etwa: Der Raum, in dem es geschah) soll an diesem Dienstag erscheinen. In vorab bekannt gewordenen Passagen beschreibt Bolton Trump darin als einen Politiker, der seine eigenen Interessen über die des Landes stellt. Unter anderem soll der US-Präsident demnach den chinesischen Präsidenten Xi Jinping um Hilfe für seine Wiederwahl im November gebeten haben. Trump nannte das Buch eine "Zusammenstellung von Lügen und erfundenen Geschichten". Auf Twitter legte Trump sogleich noch einmal nach und kündigte an, Bolton werde dafür einen hohen Preis bezahlen. Auch US-Außenminister Mike Pompeo twitterte, das Buch verbreite einen Haufen Lügen. Pikanterweise fügte er hinzu, er habe das Buch nicht gelesen.

 

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16:49 Uhr

Diebe entdecken Leichenteile bei Pathologie-Gehilfen

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Einbrecher bringen die Polizei auf die Spur des Pathologen. (Symbolbild)

(Foto: imago/JOKER)

Diebe sind auf dem Hof eines Pathologie-Assistenten in Paty bei Budapest eingebrochen - und haben eine grausige Entdeckung gemacht. Als sie die dort gelagerten Plastikfässer öffneten, stießen sie auf Leichenteile, berichtete die Tageszeitung "Blikk". Nachdem die Polizei die Gauner gefasst hatte, erzählten diese auf der Wache von ihrem makaberen Fund. Die Beamten rückten daraufhin zu einer Hausdurchsuchung aus. Dabei fanden sie in Fässern, Eimern und Plastiksäcken Teile von menschlichen Leichen.

  • Gegen den etwa 60 Jahre alten Pathologie-Gehilfen ermittelt die Polizei nun wegen des Verdachts auf verbotenen Umgang mit menschlichen Körperteilen. Die Behörde schloss aber die Möglichkeit aus, dass die Leichenteile aus Verbrechen gegen Leib und Leben stammen. Der Mann hatte sie wohl von seiner Arbeit in einem nahen Krankenhaus mitgebracht.
  • Die Motive für sein morbides Horten waren zunächst unklar.
  • Nachbarn berichteten "Blikk", dass der Mann im Nebenjob Schweine züchte - es sei daher möglich, dass er Leichenteile an die Tiere verfüttert habe.
16:28 Uhr

China legt Details für umstrittenes Hongkong-Gesetz vor

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Die Protestbewegung in Hongkong hat Widerstand gegen das chinesische Sicherheitsgesetz angekündigt.

(Foto: picture alliance/dpa)

China treibt die international umstrittenen Pläne für das nationale Sicherheitsgesetz für Hongkong voran. Nachdem sich das oberste Entscheidungsgremium des chinesischen Parlaments bei dreitägigen Beratungen damit befasst hatte, veröffentlichte die Regierung in Peking Einzelheiten. Das Vorhaben sieht vor, dass China in Hongkong ein nationales Sicherheitsbüro errichten kann. Es soll Geheimdienstinformationen sammeln und sich mit Verbrechen gegen die nationale Sicherheit befassen. Der genaue Zeitrahmen für die Verabschiedung des Gesetzes in China ist noch unklar. Es wird aber erwartet, dass es noch vor den Wahlen in Hongkong am 6. September in Kraft treten wird. Ministerpräsident Li Keqiang hatte das Gesetz im Mai angekündigt. Demnach könnten chinesische Polizei und Geheimdienste mit weitreichenden Befugnissen nach Hongkong verlegt werden. Ziel soll es sein, Abspaltung, Subversion, Terrorismus und Einmischungen aus dem Ausland zu bekämpfen.

 

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15:54 Uhr

Feuersbrunst in Russland breitet sich aus

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Altes Gras verbrannt: Feuer wüten in der Region Novosibirsk.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

In den Wäldern Russlands weiten sich die Feuer aus. In den vergangenen Wochen habe es bereits mehr als 6000 Waldbrände gegeben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Moskau mit. Dabei seien schon mehr als 9900 Quadratkilometer abgebrannt - eine Fläche, die mehr als zehnmal so groß ist wie die Ostsee-Insel Rügen. Betroffen ist demnach vor allem der Süden Sibiriens, Gebiete am Baikalsee, der äußerste Osten und Westen des Landes. Den Behörden zufolge gab es bislang keine Toten. Auch Häuser seien nicht zerstört worden.

  • Dem Umweltministerium zufolge sind rund 60 Prozent der Brände entstanden, weil Menschen unachtsam mit Feuer umgegangen sind. Lagerfeuer sind in Russland beliebt. Sie geraten jedes Jahr außer Kontrolle.
  • In ländlichen Regionen wird im Frühjahr oft auch trockenes Gras angezündet. Auch dabei entstehen größere Brände.
  • Nach Angaben der Forstverwaltung sind derzeit mehr als 1000 Feuerwehrleute im flächenmäßig größten Land der Erde im Einsatz.
15:33 Uhr

17 Jahre nach Scheidung: Jude Law lässt Liebestattoo überstechen

Manchmal brauchen Trennungen eben ihre Zeit: Vor 17 Jahren ließ sich der britische Schauspieler Jude Law (47, "Der junge Papst") von seiner Frau Sadie Frost (55, "Crazy Days") scheiden lassen, doch erst jetzt ist das das ehemalige Liebestattoo getilgt. Das berichtet die "Daily Mail" und veröffentlichte als Beweis einen Schnappschuss, den Law bei der Erledigung von Einkäufen zeigt. Seinen linken Unterarm schmückt nun ein großer blauer Fisch. Früher zierte die Stelle eine Zeile aus dem Beatles Song "Sexy Sadie": "She came along and turned on everyone" – sie kam vorbei und verdrehte allen den Kopf. Welche Bedeutung Jude Law mit dem neuen Fisch-Symbol verbindet, brachte die Zeitung allerdings noch nicht in Erfahrung.

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15:00 Uhr

Messerattacke auf Bürgermeister von Brügge

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Der Verletzte konnte noch selbst den Rettungsdienst rufen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der belgischen Stadt Brügge ist der Bürgermeister Dirk De fauw bei einer Messerattacke schwer verletzt worden. Der Christdemokrat sei ins Krankenhaus gebracht, ein Verdächtiger sei festgenommen worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga. Das Opfer werde operiert, sei aber in stabilem Zustand, hieß es am frühen Nachmittag. Polizei und Spurensicherung seien für Ermittlungen am Tatort. Der Hintergrund des Angriffs war zunächst unklar. Dem 62-jährigen Politiker wurde nach Informationen der Zeitung "Het Laatste Nieuws" in den Hals gestochen. Dennoch habe er den Rettungsdienst noch selbst rufen können. Sein Chauffeur habe ihn ins Krankenhaus gefahren. Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen Mandanten De fauws handeln, der als Anwalt tätig sei.

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14:31 Uhr

Vom Buch gefesselt: Polizei befreit Frau aus Bibliothek

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Da kann man schon mal die Zeit vergessen: Lesesaal der Parlamentsbibliothek in Wien.

(Foto: imago/blickwinkel)

Weil eine Frau in einer Bibliothek in Tübingen von einem Buch zu sehr mitgerissen war, hat die Polizei ausrücken müssen. Die 31-Jährige habe am Freitagabend so vertieft gelesen, dass sie die Schließung der Bibliothek nicht mitbekam. Da sie nicht mehr raus konnte, rief sie die Polizei. Streifenbeamte ermittelten den Nachtwächter, welcher die Frau befreite. Sie überstand ihre rund einstündige Gefangenschaft wohlbehalten. Ob sie einfach die Zeit vergessen hatte oder sogar eine Durchsage überhört haben könnte, war unklar. Leider konnte die Polizei auch keine Angabe dazu machen, welches Buch die Frau so sehr gefesselt hat.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Die Halbzeit ist erreicht und mein Kollege Michael Bauer hat mir den Tag übergeben. Mein Name ist Barbara Mauersberg und ich begleite Sie nun bis zum Abend hier an dieser Stelle. Ich freue mich über Kritik, Anregungen und Hinweise, gerne direkt an mich: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de.

13:55 Uhr

Bolsonaro gibt ehemaligem Telenovela-Star Ministerposten

Schauspieler in der Politik - das ist immer noch eine Seltenheit. Im Kabinett von Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro wird künftig Mário Frias tätig sein, als Kulturstaatsminister des Landes. Bolsonaro reagiert damit auf den Rücktritt der bisherigen Amtsinhaberin Regina Duarte. Diese hatte nach nur zwei Monaten im Amt nach einem Streit mit dem rechtsradikalen Staatschef gekündigt.

Frias wurde in den 1990er Jahren durch seine Rolle als Herzensbrecher in der Teenager-Telenovela "Malhacao" bekannt. Der 48-Jährige ist in den 18 Monaten von Bolsonaros Präsidentschaft bereits der fünfte Kulturstaatsminister.

13:31 Uhr

Macron will Ex-Rivalen überprüfen lassen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Justizbehörden zu einer Untersuchung von Vorwürfen aufgefordert, wonach im Betrugsverfahren gegen seinen früheren konservativen Rivalen Francois Fillon Druck auf die Ermittler ausgeübt wurde. Der Elysée-Palast erklärte, die Vorwürfe müssten aufgeklärt werden, um "jeden Zweifel an der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Justiz auszuräumen". Der frühere Regierungschef Fillon galt als aussichtsreichster Kandidat bei der französischen Präsidentschaftswahl 2017, bevor er über einen Scheinbeschäftigungsskandal stürzte.

Fillon steht wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder vor Gericht, weil er seine Frau Penelope jahrelang als parlamentarische Assistentin scheinbeschäftigt haben soll. Ein Urteil in dem Verfahren soll Ende des Monats fallen. Die Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre Haft für den konservativen Politiker, wovon drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt werden sollen. Der Ex-Regierungschef weist alle Vorwürfe zurück und bezeichnet sich als Opfer einer politischen Kampagne.

13:00 Uhr

Berliner Kult-Kino macht für immer dicht

Es gehört zu den ältesten Lichtspielhäusern Deutschlands: Wenn im Juli in Berlin wieder die Kinos öffnen, bleibt das Colosseum in Prenzlauer Berg geschlossen. Das Kino stellt den Betrieb ein, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Sebastian Laboga mitteilte. Wegen der Hygiene-Auflagen zum Schutz vor Corona-Infektionen sei ein rentabler Betrieb auf absehbare Zeit nicht mehr möglich. Um die Kosten einzuspielen, müssten durchschnittlich 70 Prozent der Plätze belegt sein. Dies sei nicht zu erreichen, wenn Besucher 1,50 Meter Abstand voneinander halten sollen.

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Kann wirtschaftlich nicht überleben: das Colosseum in Prenzlauer Berg.

(Foto: imago images/POP-EYE)

Nicht nur die Corona-Krise setzt dem Kinobetrieb ein Ende. Der Hauseigentümer habe den Pachtvertrag zum Jahresende gekündigt und wolle auch an einen anderen Kinobetreiber nicht vermieten, teilte Laboga mit. Eine Investorenlösung für die Betriebsgesellschaft komme daher nicht in Frage. Die rund 45 Beschäftigten seien freigestellt. Das Kino war vor rund 100 Jahren gegründet worden. Anfang der 90er Jahre habe Filmproduzent Artur Brauner (1918-2019) das Gebäude von der Treuhand gekauft und zum Multiplex-Kino umbauen lassen. Die meisten Berliner Kinos öffnen am 2. Juli nach gut drei Monaten Corona-Pause wieder.

12:31 Uhr

CSU spricht sich für Abgeordneten-Obergrenze aus

Kurz nach der Wende fasst der Bundestag 519 Sitze, aktuell platzt er mit 709 aus allen Nähten. Das soll sich bald ändern. In dem seit Monaten andauernden Streit um die Reform des Wahlrechts könnte die CSU laut einem Medienbericht der SPD nun offenbar doch entgegenkommen: Michael Frieser, CSU-Justiziar der Unionsfraktion, zeigte sich gegenüber der Düsseldorfer "Rheinischen Post" offen für eine Obergrenze von 690 Mandaten - wie zuvor von der SPD vorgeschlagen. "Ein denkbarer Kompromiss wäre, sich auf eine Grenze von beispielsweise 690 Abgeordneten zu einigen", sagte Frieser.

Die SPD hatte zuletzt vorgeschlagen, die Regelgröße des Bundestages bei 598 Abgeordneten zu belassen, die Maximalgröße aber auf 690 festzulegen. Darüber hinaus gehende Überhangmandate sollten nicht mehr berücksichtigt werden.

12:15 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:47 Uhr

Nordkorea kündigt Propaganda-Aktion gegen Seoul an

Inmitten der massiven Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hat Nordkorea eine großangelegte Propaganda-Aktion angekündigt, bei der Flugblätter mit Seoul-kritischen Botschaften über die Grenze zu Südkorea gebracht werden sollen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, handelt es sich bei der Maßnahme um eine Reaktion "erzürnter" Nordkoreaner auf eine ähnliche Flugblatt-Aktion von Aktivisten aus Südkorea. Pjöngjang hatte in der Folge alle Verbindungen zu Seoul gekappt und ein Verbindungsbüro in der Grenzstadt Kaesong demonstrativ gesprengt.

"Jede Aktion sollte mit einer angemessenen Reaktion beantwortet werden", schrieb KCNA. Nur wer eine solche Flugblatt-Aktion selbst erlebt habe, könne nachvollziehen, "wie beleidigend das ist". Die staatliche Zeitung "Rodong Sinmun" veröffentlichte Fotos der nordkoreanischen Flugblätter.

11:09 Uhr

Überfallkommando tötet Familie in Mexiko

Ein bewaffnetes Überfallkommando hat in Mexiko sechs Mitglieder einer Familie getötet, darunter drei Frauen und ein Kind. Der Überfall habe sich in Celaya im Bundesstaat Guanajuato ereignet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Überfallkommando sei mit einem Allradwagen am Haus der Familie vorgefahren und habe das Feuer eröffnet. Zudem seien Sprengkörper geworfen worden. Zwei weitere Frauen wurden den Angaben zufolge verletzt.

Über den Hintergrund der Tat wurde zunächst nichts bekannt. Guanajuato ist ein wichtiges industrielles Zentrum in Mexiko, in dem auch internationale Autobauer, Flugzeughersteller und andere Industriekonzerne vertreten sind. Zugleich blüht in dem Bundesstaat der Bandenkrieg, vor allem zwei Drogenkartelle sind dort aktiv und bekämpfen sich gegenseitig.

10:35 Uhr

Mann ertappt Einbrecher und entreißt ihnen die Beute

Ein Anwohner hat in Baden-Württemberg um 4 Uhr morgens Einbrecher auf frischer Tat ertappt - und ihnen die Beute weggenommen. Nach Angaben der Polizei drangen zwei Männer in der Nacht zum Samstag in ein Bistro in Bietigheim-Bissingen ein und brachen zwei Geldspielautomaten auf. Der 27-Jährige, der über dem Bistro wohnt, hörte den Lärm. Er überraschte die Einbrecher und konnte ihnen die Tasche, in die sie die Geldkassetten aus den Automaten gepackt hatten, entreißen. Ohne ihre Beute flohen die Männer. Seine Aktion sei mutig, aber auch gefährlich gewesen, sagte ein Polizeisprecher. "So etwas kann auch nach hinten losgehen, so beeindruckend das ist."

10:06 Uhr

Städte und Gemeinden wollen Bußgeldkatalog entschärfen

Der neue Bußgeldkatalog für den Straßenverkehr sorgt bei vielen für Frust. Er sei nicht verhältnismäßig. Der Chef des Deutschen Städte- und Gemeindebundes regt eine Abmilderung der strengeren Strafen an. Die neuen Vorgaben stießen bei vielen Menschen auf "völliges Unverständnis", sagte Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Ein Mehr an Verkehrssicherheit und ein Weniger an Verletzten und Toten im Straßenverkehr würden wir nicht durch "immer weitere Gängelung mit neuen und schärferen Regelungen" erreichen.

Ende April war die Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft getreten. Der neue Bußgeldkatalog hat bei Autofahrern für "Aufregung" gesorgt, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zuletzt. Er will deshalb die härteren Strafen bei Tempoverstößen wieder entschärfen.

09:27 Uhr

Trump widerspricht Fauci: "NFL wird nicht abgesagt"

Donald Trump hat dem medizinischen Berater der US-Regierung und führenden Immunologen Anthony Fauci im Hinblick auf den Saisonstart der US-Football-Liga NFL widersprochen. "Tony Fauci hat nichts mit der NFL zu tun", schrieb der US-Präsident: "Sie planen einen sehr sicheren und kontrollierten Saisonstart." Fauci hatte gesagt, dass die Möglichkeit einer Saisonabsage der NFL aufgrund des Coronavirus bestehe. "Wenn die Spieler nicht in einer Blase sind - isoliert von der Gesellschaft und beinahe jeden Tag getestet - dann ist es schwer vorstellbar, wie Football in diesem Herbst gespielt werden soll", sagte Fauci bei CNN. Bislang hält die NFL am geplanten Saisonbeginn am 10. September fest, schon Ende Juli sollen die Trainingslager beginnen.

09:02 Uhr

Historiker verteidigt Bismarck: Politisches Kalkül statt Rassismus

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(Foto: dpa)

Angesichts eines Farbanschlags auf ein Bismarck-Denkmal in Hamburg-Altona hat der Historiker Ulrich Lappenküper den ersten deutschen Reichskanzler gegen den Vorwurf des Rassismus verteidigt. Zwar habe der konservative Politiker Polen, Dänen, Elsässer und Lothringer nicht so gemocht, sagte der Vorstand der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh bei Hamburg. "Aber das ist nicht der Punkt. Es geht nicht um Ethnie, sondern um die politische Kraft, die hinter diesen Minderheiten stand", betonte Lappenküper.

Bismarck (1815-1898) habe die nationalen Minderheiten als eine Gefahr für das Kaiserreich gesehen. "Es ist also kein Rassismus, sondern ein politisches Kalkül." Vor wenigen Tagen war ein Standbild Bismarcks im Altonaer Schleepark mit roter Farbe beschmiert worden.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:27 Uhr

Prince-Gitarre "Blue Angel" bringt bei Auktion Vermögen ein

Eine legendäre Gitarre des 2016 gestorbenen US-Popstars Prince hat für mehr als eine halbe Million Dollar den Besitzer gewechselt. Die blaue Cloud-Gitarre von 1984 ist für 563.500 Dollar (rund 504.000 Euro), inklusive Provision, in Kalifornien versteigert worden. Über den Käufer, der Online geboten hatte, wurde zunächst nichts bekannt. Das Instrument kam im Rahmen der "Music Icons"-Auktion in Beverly Hills unter den Hammer. Nach Mitteilung des Auktionshauses war die sogenannte "Blue Angel"-Gitarre eines der Lieblingsinstrumente des Grammy-Preisträgers auf dem Höhepunkt seiner Karriere in den 80er und 90er Jahren. Prince spielte auf dem Instrument bei großen Tourneen, wie "Purple Rain" (1984-1985), "Sign o' the Times" (1987) oder "Lovesexy"(1988-1989) und 1991 bei den MTV Video Music Awards.

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Die "Blue Angel" gehörte zu den ersten vier Cloud-Gitarren, die speziell für den Künstler angefertigt wurden.

(Foto: dpa)

08:02 Uhr

Demonstranten stürzen Statue von Konföderierten-General

Demonstranten haben in Washington die einzige in der US-Hauptstadt stehende Statue eines Konföderierten-Generals gestürzt und in Brand gesetzt. Auf Fernsehbildern war am späten Freitagabend zu sehen, wie die Statue von Albert Pike mit Seilen von seinem Sockel gerissen und angezündet wird. Dazu skandierten dutzende Menschen den Slogan der Anti-Rassismus-Bewegung "Black lives matter".

US-Präsident Donald Trump verurteilte den Sturz der Statue und griff zugleich die Washingtoner Polizei an. "Die Polizei kommt ihrer Aufgabe nicht nach. Sie sieht zu, wie eine Statue gestürzt und abgefackelt wird", schrieb er im Internetdienst Twitter. Die Demonstranten sollten "sofort festgenommen" werden. "Eine Schande für unser Land."

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07:40 Uhr

Die Deutschen meckern gern - über Bahn und Airlines

Reisestornierungen sorgen in der Corona-Zeit für schlechte Stimmung. Und die lassen die Deutschen vor allem an Fluggesellschaften und der Deutschen Bahn aus, wie aus Zahlen der der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) hervorgeht. Bis Anfang Juni registrierte die Schlichtungsstelle etwa 10.000 Beschwerden. Im Vergleich waren es im Flugchaos-Sommer 2018 zu diesem Zeitpunkt des Jahres knapp 7900 Beschwerden.

"Kunden der Airlines wollen die Ticketkosten für nicht stattgefundene Flüge endlich erstattet bekommen", sagte SÖP-Geschäftsführer Klewe. "Bahnkunden wiederum sind verärgert, dass sie für nach dem 4. Mai gekaufte, aber nicht nutzbare Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets einen zeitlich bis Ende Oktober befristeten und nur für die gebuchte Fahrtstrecke gültigen Gutschein erhalten", führte Klewe aus. Allein in den ersten beiden Juni-Wochen hat die SÖP knapp 1900 Beschwerden bekommen. Davon richteten sich rund 1600 gegen Fluggesellschaften. Im Vorjahreszeitraum sind es 810 Schlichtungsanträge gewesen, davon haben sich 673 auf Airlines bezogen.

07:07 Uhr

AfD-Chef sieht Kalbitz-Urteil als "Gnadenfrist"

AfD-Parteichef Jörg Meuthen hat das Urteil des Berliner Landgerichts zum Ausschluss von Andreas Kalbitz als "eine Art Gnadenfrist" bezeichnet. "Es wird darauf ankommen, wenn in der Sache entschieden wird. Und in der Sache ist heute nicht entschieden worden", sagte er im ZDF. Das Landgericht Berlin hatte am Freitag den Ausschluss von Kalbitz durch den Bundesvorstand für unzulässig erklärt. Damit darf der rechtsnationale Politiker seine Rechte als Parteimitglied und als Mitglied im Bundesvorstand bis zur Entscheidung des AfD-Bundesschiedsgerichts wieder ausüben. Entscheidend sei für ihn gewesen, dass ein Parteigericht, das Bundesschiedsgericht, entscheidet, so Meuthen.

"Und da hat das Gericht heute haargenau gesagt, das Bundesschiedsgericht muss in der Hauptsache entscheiden." Er gehe mit großer Sicherheit davon aus, dass das Bundesschiedsgericht der Argumentation des Parteivorstands folgen werde. "Und dann wird die Mitgliedschaft von Andreas Kalbitz wahrscheinlich auch beendet sein", so Meuthen. Meuthen sieht sich durch die Entscheidung des Gerichts nicht geschwächt. "Ich habe zunächst einmal klare Mehrheitsverhältnisse im Bundesvorstand." Und er wisse auch die Mehrheit der Partei hinter sich.

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06:38 Uhr

Der Wendler ist wieder unter der Haube

Es ist vollbracht: Michael Wendler hat seine Laura geheiratet. Das verkündete das Paar auf ihren Instagram-Kanälen. Demnach hat die Trauung am heutigen 19. Juni auf einem Standesamt im US-Bundesstaat Florida stattgefunden. Eine große kirchliche Trauung mit Familie und Freunden soll später im Jahr nachgeholt werden. Natürlich bei RTL und TVNOW.

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Damit ist die viel diskutierte Namensfrage von offizieller Seite aus geklärt: Laura Müller heißt ab sofort Laura Norberg. Denn: Michael Wendler heißt eigentlich Michael Norberg. Der Sänger nahm bei der Hochzeit einst den Namen seiner Ex-Frau Claudia Norberg an.

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06:12 Uhr

Trump warnt Demonstranten vor erstem Wahlkampfauftritt

US-Präsident Donald Trump nimmt im US-Bundesstaat Oklahoma seine Wahlkampfveranstaltungen wieder auf. Vor seiner ersten Massenkundgebung in Tulsa er eine scharfe Warnung an Teilnehmer von Protesten gerichtet. "Alle Demonstranten, Anarchisten, Unruhestifter, Plünderer oder Gesindel, die nach Oklahoma kommen, bitte begreift, dass ihr nicht wie in New York, Seattle oder Minneapolis behandelt werdet", schrieb Trump auf Twitter. Er spielte damit auf die aus seiner Sicht zu laxen Reaktionen einiger Bundesstaaten auf Demonstrationen infolge des Todes des Afroamerikaners George Floyd an, bei denen es zunächst teilweise zu Ausschreitungen gekommen war.

Die Stadt hatte aus Sorge vor Unruhen zunächst eine nächtliche Ausgangssperre bis Sonntag verhängt, die Bürgermeister G.T. Bynum aber nach Medienberichten wieder aufhob.Trump warnt Demonstranten vor erstem Wahlkampfauftritt

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05:49 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht