Samstag, 20. März 2021Der Tag

Heute mit Christian Herrmann und Johanna Ohlau
22:56 Uhr

Das war Samstag, der 20. März 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Tag geht zu Ende, der leider von verstörenden Szenen von der "Querdenker"-Demo in Kassel geprägt war. Die Polizei sprach von regelrechten Angriffen auf die Einsatzkräfte.

Mehr dazu können Sie hier nachlesen:

"Querdenker" überrennen Kassels Innenstadt

Außerdem empfehle ich Ihnen noch diese Artikel:

Austritt aus Frauenschutz-Abkommen "Schlag ins Gesicht" türkischer Frauen

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Zudem lohnt sich immer ein Blick in unseren Corona-Ticker, um sich schnell über die wichtigsten Entwicklungen rund um die Pandemie zu informieren. Ich wünsche Ihnen einen schönen Samstagabend.

Ihre Johanna Ohlau

22:12 Uhr

Panda greift Pfleger in Tierpark an

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Wirken wenig angriffslustig, aber sollten wohl nicht unterschätzt werden: Pandabären. (Themenbild)

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Pandabären erscheinen eher als friedfertige und extrem gemütliche Vertreter, die am liebsten Bambus mampfen. Doch sie sind auch Einzelgänger und können "ganz anders", wenn jemand in ihr Territorium eindringt. Deshalb ist es dem Personal im belgischen Tierpark Pairi Daiza eigentlich aus Sicherheitsgründen verboten, direkten Kontakt mit den ausgewachsenen Pandas zu haben. Dennoch kam es zu einem Zwischenfall mit dem vierjährigen Tian Bao, der einen Tierpfleger schwer verletzt hat. Das meldet die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Tierpark.

Der Panda habe den Mann an einem Arm und einem Bein verwundet. Kollegen hätten jedoch schnell reagiert. Der Tierpfleger sei in ein nahes Krankenhaus gebracht worden und befinde sich nicht Lebensgefahr, schrieb Belga. Warum der Pfleger sich nicht an die Vorschriften gehalten hat, ist noch unklar.

21:29 Uhr

Trump meldet sich zu Wort - mit alter Leier vom Wahlbetrug

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Steter Tropfen höhlt den Stein, Donald Trump?

(Foto: REUTERS)

Wir machen eine kleine Zeitreise zum 14. Juni 2026: Da wird Trump seinen 80. Geburtstag feiern - und sicher das eine oder andere Interview anlässlich dieses Tages geben. Ob er auch dann noch von Wahlbetrug sprechen wird? Das Verhalten des heute 74-Jährigen lässt nicht darauf schließen, dass er sich demnächst die unbewiesenen Vorwürfe verkneift. Auch vier Monate nach seiner Niederlage gegen den jetzigen US-Präsidenten Joe Biden hält Trump daran fest. "Leider wurde die Wahl manipuliert", teilte Trump heute mit. Der Supreme Court in Washington und andere US-Gerichte - vor denen Dutzende Klagen des Trump-Lagers gegen das Wahlergebnis erfolglos blieben - seien "feige" gewesen und würden entsprechend in die Geschichte eingehen.

Nur warum sieht sich Trump gerade heute zu dieser Mitteilung genötigt? Ein Artikel der "New York Times" muss ihm offenbar sehr missfallen haben. Die Zeitung berichtete, konservative Aktivisten würden Trumps "Lügengeschichte" über Wahlbetrug zu ihrer Top-Priorität machen, um Spenden einzusammeln und Unterstützer bei der Stange zu halten. Doch die Geschichte vom angeblichen Wahlbetrug wird auch bei der gefühlt 500. öffentlichen Wiederholung nicht interessanter. Bleibt nur abzuwarten, wie häufig Trump sich noch mit der immer gleichen Leier zu Wort melden wird. Bis zu seinem 75. Geburtstag im Sommer wird gewiss noch die eine oder andere Mitteilung in die gleiche Kerbe hauen.

20:58 Uhr

Dänemarks Regierungschefin postet Foto mit Klasse - mit "fuckfinger"

Da hatte wohl jemand keine Lust auf den Besuch von Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen: Die Regierungschefin besuchte am vergangenen Donnerstag eine Schulklasse in der Bavne-Schule in Dalby, die erst kürzlich aus dem Homeschooling ins Klassenzimmer zurückkehren durfte. "Wie schön, sowohl Kinder als auch Lehrer zu erleben, die sich einfach freuen, wieder in der Schule zu sein", schrieb Frederiksen zu einem Foto von ihrem Besuch auf Instagram postete. Die Aufnahme mutet nach einem schönen Treffen zwischen Jugendlichen und Ministerpräsidentin an - bis auf ein kleines, aber entscheidendes Detail: Ein Schüler in einem grauen Pullover hält seinen "fuckfinger", also auf Dänisch "Stinkefinger" in die Kamera.

Während Frederiksen das vor der Veröffentlichung wohl nicht aufgefallen ist, bemerkten es umso mehr Menschen auf Instagram und feierten den jungen Rebellen - unter anderem mit Mittelfinger-Emojis. Bei dem frechen Schüler handelt es sich um den 15-jährigen Nick Larsen. Dem dänischen Sender TV2 sagte er auch, warum er das getan hat: "Das ist nicht speziell für sie. Es war nur eine impulsive Handlung, aber ich hatte nicht sehr große Lust auf ihren Besuch", so der Neuntklässler. Auch hat er wohl nicht geahnt, das seine "Pose" Wellen im Netz schlagen könnte. Nick Larsen habe gedacht, das Foto werde nur für die Klasse und nicht für den offiziellen Instagram-Auftritt der Regierungschefin gemacht.

20:25 Uhr

Videos des Tages

19:46 Uhr

Blinder Passagier springt auf A28 aus Anhänger

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Plötzlich sprang ein Hund aus dem Anhänger. (Themenbild)

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Mit einem Pferd im Anhänger losfahren und anhalten, weil ein Hund rausgesprungen ist? Kein Wunder, dass der Fahrer eines Gespanns verwundert reagierte, als andere Verkehrsteilnehmer ihn auf den Vorfall aufmerksam machten. Die Lösung: Die Hündin stammte von einem Bauernhof im Landkreis Leer und war unbemerkt auf den Pferdeanhänger gelangt. Als blinder Passagier fuhr sie dann im Anhänger mit in Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Das hatte sich "Ayla" wohl auch anders vorgestellt, denn sie sprang nach einigen Kilometern auf der Autobahn bei voller Fahrt aus dem Anhänger.

Damit sorgte die Hündin auf der A28 kurzzeitig für Aufsehen, wie die Polizei mitteilte. Während man an der Autobahn noch rätselte, wie der Vierbeiner auf den Hänger gekommen war, war "Ayla" schon auf dem Weg durch den Verkehr Richtung Heimat. Polizisten fanden die Hündin schließlich an einem Wildschutzzaun kauernd und fingen sie mit einer Hundefangschlinge ein - dann ging es zurück zur erleichterten Besitzern.

19:03 Uhr

"Ocean Viking" rettet 100 Menschen aus Seenot

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14.000 Euro kostet der humanitäre Einsatz der "Ocean Viking" etwa pro Tag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die "Ocean Viking" ist wieder im Mittelmeer im Einsatz und hat erneut mehr als hundert Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Das Rettungsschiff habe heute 106 Menschen gut 60 Kilometer vor der libyschen Küste von einem in Seenot geratenen Schlauchboot gerettet, erklärte die Organisation SOS Méditerranée. Auf dem völlig überfüllten Boot befanden sich demnach Männer, Frauen und Kinder. Bereits während der ersten Rettungsfahrt von Januar bis Februar hatte die "Ocean Viking" rund 800 Menschen auf dem Mittelmeer aufgenommen.

18:23 Uhr

Deshalb twitterte Haseloff nur ein "Ä"

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Die Finger waren es wohl nicht - Haseloffs Ohr soll unbemerkt getwittert haben.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Ä - was hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff damit nur gemeint? Die Frage stellten sich unzählige Menschen bei Twitter seit dem vergangenen Donnerstag, nachdem der CDU-Politiker nur diesen einen Buchstaben per Tweet von sich gegeben hatte. Mehr als 15.000 Herzen bekam er für seinen Tweet - und reichlich Kommentare voller Spekulationen und Spott, wozu Haseloff da wohl gerade twittert. Die Kurzmitteilung war noch kryptischer als der weltbekannte "covfefe"-Tweet von Ex-US-Präsidenten Donald Trump.

Doch anders als der US-Amerikaner löste Haseloff das Rätsel um seine "Ä"-Mitteilung selber auf: "Was ein zufällig abgesandter einzelner Buchstabe doch für interessante Reaktionen erzeugt", kommentierte Haseloff seinen geheimnisvollen Buchstaben – ein Missgeschick soll es gewesen sein und der "Schuldige" sein Ohr: Demnach soll der Ministerpräsident gerade an einem Tweet geschrieben haben, als sein Telefon klingelte. Während des Gesprächs blieb die App geöffnet und so hat sein Ohr wohl versehentlich den Buchstaben "Ä" ins Feld getippt und das ganze veröffentlicht. Der Tweet ist der mit Abstand erfolgreichste des CDU-Politikers, aber ob es mal davon wie von "covfefe" Tassen und T-Shirts zu kaufen gibt? Dafür hätten es vielleicht doch ein paar Buchstaben mehr sein müssen.

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18:00 Uhr

Schlagzeilen am Abend

17:44 Uhr

Türkei: Proteste gegen Austritt aus Frauenschutz-Konvention

Der Einfluss konservativer und islamistischer Kräfte in der Türkei wird bei der jüngsten Entscheidung von Präsident Recep Tayyip Erdogan wieder deutlich: Per Präsidial-Dekret hatte Erdogan den Rückzug aus der sogenannten Istanbuler Konvention bekannt gegeben - ein internationales Abkommen gegen Gewalt an Frauen. Umgehend riefen Frauenrechtsgruppen zu Demonstrationen auf und Tausende Menschen folgten dem Aufruf. Teilnehmer in der Metropole Istanbul forderten bei einer Kundgebung den türkischen Staatschef auf, die Entscheidung rückgängig zu machen. Die Demonstranten zeigten Plakate mit den Porträts ermordeter Frauen. Kleinere Kundgebungen gab es laut Medienberichten auch Ankara und Izmir.

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17:13 Uhr

Sturm aufs Kapitol: Vier "Proud Boys"-Anführer angeklagt

Donald Trump hatte sich mit Äußerungen über die "Proud Boys" im rechten Spektrum beliebt gemacht und sie wohl auch mit Kommentaren wie "Haltet euch zurück und haltet euch bereit" erfolgreich angestachelt. Am 6. Januar stürmten Anhänger des abgewählten Präsidenten jedenfalls das US-Kapitol in Washington. Jetzt, zweieinhalb Monate danach, sind vier führende Mitglieder der rechtsradikalen Gruppe angeklagt worden. Den vier Männern wird im Zusammenhang mit dem Angriff unter anderem Verschwörung, Behinderung von Sicherheitskräften und Zerstörung von Regierungseigentum vorgeworfen, wie aus der von US-Medien verbreiteten Anklage hervorgeht. Bei dem Sturm aufs US-Kapitol nach einer Trump-Kundgebung kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.

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16:42 Uhr

Bis zu 20.000 Teilnehmer: "Querdenker" überrennen Kassels Innenstadt

Bei einer der größten Kundgebungen in Deutschland seit Jahresbeginn haben sich Anhänger der "Querdenken"-Gruppierung und Polizisten in Kassel zum Teil gewaltsame Zusammenstöße geliefert. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke ein, nachdem Einsatzkräfte von Demonstranten angegriffen wurden. Nach Polizeiangaben waren insgesamt "15.000 bis 20.000 Personen aus der 'Querdenker-Szene'" dem Protestaufruf gefolgt.

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16:36 Uhr

Unbekannte stechen, treten und schlagen auf Teenager ein

Nicht auszudenken, was noch passiert wäre, wenn ein mutiges Ehepaar einem 15-Jährigen in Rheinland-Pfalz nicht zu Hilfe gekommen wäre: Der Teenager ist gestern Abend bei einem Streit mit anderen Jugendlichen schwer verletzt worden: Er bekam mehrere Messerstiche an der Schulter, Tritte gegen den Kopf und Stockhiebe ab. Nach Angaben der Polizei waren zwei Gruppen junger Leute zunächst an einer Skaterbahn aneinandergeraten. Die Täter sollen den Erkenntnissen zufolge die Begleiter des verletzten 15-Jährigen mit einer Schusswaffe zum Weglaufen gezwungen haben, bevor sie diesen misshandelten. Diese sei im Nachhinein als Schreckschusspistole identifiziert worden.

Die Auseinandersetzung endete, als ein vorbeikommendes Ehepaar einschritt. Die Täter hätten daraufhin von ihrem Opfer abgelassen und seien in einem Auto geflüchtet. Der 15-Jährige kam ins Krankenhaus.

16:14 Uhr

Berliner Grüne für Enteignungen von Wohnungskonzernen

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Die Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt ist seit Jahren sehr angespannt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das könnte für Diskussion mit dem Koalitionspartner SPD sorgen: Die Berliner Grünen können sich die Enteignung von Wohnungskonzernen vorstellen, um bezahlbare Mieten zu sichern und das Recht auf Wohnen für alle durchzusetzen. Auf einem Parteitag stellten sich die Delegierten heute mit breiter Mehrheit hinter das Ziel eines seit Februar laufenden entsprechenden Volksbegehrens, das in einem Volksentscheid münden könnte. Die Sozialdemokraten sprechen sich jedoch strikt gegen Enteignungen aus. Deshalb könnte das Ja zu der Grünen die Verhandlungen und damit eine Fortsetzung von Rot-Rot-Grün in Berlin nach der Wahl im September deutlich erschweren. Die SPD steht dabei in der Koalition jedoch allein, da auch die Linke die Unterschriftensammlung unterstützt.

Enteignungen seien zwar das letzte Mittel, betonen die Berliner Grünen in ihrem Wahlprogramm für die Abgeordnetenhauswahl am 26. September, aber "wenn Wohnungsunternehmen sich weigern, ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen, wird die öffentliche Hand, auch durch ein Volksbegehren gestützt, die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt mit diesem Schritt entschärfen." Auch rein quantitative Obergrenzen würden kritisch gesehen. Deshalb verständigten sich die Grünen im Programm darauf, dass "qualitative Kriterien" erarbeitet werden müssten, wann enteignet wird - ob das hilft, die Berliner Sozialdemokraten doch mit ins Boot zu holen?

15:42 Uhr

Tausende Pubs werden Lockdown nicht überleben

Tausende britische Pubs haben einem Branchenverband zufolge die Pandemie nicht überlebt. Mindestens 2000 hätten infolge des langen Corona-Shutdowns bereits dauerhaft geschlossen, sagte Dave Mountford vom Forum for British Pubs dem Sender "Sky News". "Pubs werden noch jahrelang finanzielle Unterstützung brauchen, um sich hiervon zu erholen", sagte Mountford.

Viele hätten Kredite aufgenommen - um diese abzuzahlen, müsse ausgefallener Umsatz aber später aufgeholt werden. Es sei jedoch noch völlig unklar, in welcher Zahl Besucher in die Pubs zurückkehren würden. "Werden sich die Menschen über das Jahr daran gewöhnt haben, mehr zuhause zu trinken? Wenn ich ehrlich bin, ist es eine ziemlich trostlose Zukunft", so der Branchenvertreter.

15:27 Uhr

Polizei beendet Kindergeburtstag mit 29 Gästen

Die Polizei hat den Clown als häufiger "Partygast" auf Kindergeburtstagen seit Beginn der Corona-Pandemie wohl abgelöst: Dieses Mal hat die Polizei in Duisburg einen Kindergeburtstag wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln auflösen müssen. Gestern Abend waren in einer Wohnung 29 Menschen zusammengekommen. Mit lauter Musik feierten dort 17 Erwachsene, sechs Jugendliche über 14 Jahren sowie sechs Kinder unter 14 Jahren gemeinsam. Grund war der dritte Geburtstag eines der Kinder.

Mehr dazu und zur aktuellen Entwicklung lesen Sie im Corona-Ticker.

15:12 Uhr

Pariser Polizei hält Haribo-Erdbeeren für Partydroge MDMA

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"Tagada" statt MDMA - so werden die Haribo-Beeren in Frankreich auch genannt.

(Foto: picture alliance / PHOTOPQR/LE PARISIEN/MAXPPP)

Das ist eine peinliche Geschichte für die Pariser Polizei: Eine "berauschende" Erfolgsmeldung hat sich nun als Schaumschlägerei entpuppt. Denn statt der Partydroge MDMA beschlagnahmten die französischen Ermittler Haribo-Erdbeeren aus Schaumzucker, wie es aus übereinstimmenden Quellen verlautete. Noch am Mittwoch frohlockte die Polizei, sie habe im nördlichen Vorort Saint-Ouen eine Werkstatt zur Aufbereitung der synthetischen Droge Ecstasy ausgehoben und heiße Party-Ware im Wert von einer Million Euro beschlagnahmt. Auf beigefügten Fotos waren rosa Pulver und kleine rosa Pillen in Tüten zu sehen. Zwei Tage später meldete die Staatsanwaltschaft nur wortkarg, dass das Pulver laut einer toxikologischen Untersuchung weder mit "Betäubungsmitteln noch anderen giftigen Substanzen" zu tun habe, sondern "neutral" sei.

14:41 Uhr

Mexiko macht Südgrenze für junge Migranten dicht

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Migranten aus zentralamerikanischen Ländern campieren an der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Mexiko versucht, den Weg durchs Land in die USA zu erschweren - und das vor allem für junge Migranten: Nach Angaben der mexikanischen Einwanderungsbehörde sollen Grenzbereiche im Süden mit Drohnen und Nachtsichtgeräten strenger überwacht werden, die besonders Minderjährige und junge Menschen nutzten, um sich auf den Weg in die USA zu machen. Ziel sei es, junge Migranten so vor der "Ausbeutung durch kriminelle Netzwerke" zu schützen.

Seit Januar griffen die Grenzbehörden Mexikos nach eigenen Angaben mehr als 4000 Minderjährige aus Mittelamerika auf, die "irregulär" ins Land gekommen seien. Die Zahl sei seit dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden deutlich gestiegen. Biden hatte nach Amtsantritt mehrere Beschlüsse seines Vorgängers Donald Trump zur Einwanderungspolitik außer Kraft gesetzt. So stoppte er den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko und schlug vor, für elf Millionen Menschen ohne Ausweispapiere in den USA einen Weg zur Erlangung solcher Dokumente aufzuzeigen.

14:20 Uhr

Schichtwechsel

Christian Herrmann macht Feierabend, aber der Samstag ist ja noch nicht zu Ende. Ab sofort und bis in den späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag" . Mein Name ist Johanna Ohlau. Bei Kritik, Anregungen oder Hinweisen schreiben Sie mir gerne an johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de. Ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag.

13:48 Uhr

Schüsse im Nachtclub: Eine Tote und fünf Verletzte in Dallas 

In einem Nachtclub im texanischen Dallas sind sechs Menschen angeschossen worden. Eines der Opfer, eine Frau, sei später im Krankenhaus gestorben, teilt die Polizei mit.

  • Nach ersten Ermittlungen war in dem Lokal ein Streit zwischen zwei Gruppen ausgebrochen. Einer der Beteiligten habe eine Pistole gezogen und das Feuer eröffnet. Dann sei er geflüchtet.
  • Der Zustand der übrigen Verletzten bewege sich zwischen stabil und kritisch, heißt es. Der Hintergrund des Streits ist nicht bekannt.
13:25 Uhr

Technische Probleme: Russische Rakete kann nicht starten

Russland hat den Start einer Sojus-Rakete mit 38 Satelliten verschoben. Neuer Starttermin im Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan sei Sonntag, 07:07 Uhr MEZ, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit.

  • Die Sojus-Rakete soll Satelliten aus 18 Staaten ins Weltall bringen, darunter sind auch mehrere Funksatelliten der Technischen Universität Berlin.
  • Warum sie heute nicht starten konnte, wollte Roskosmos nicht sagen. "Die Gründe sind technischer Art, so etwas kommt vor", sagte ein Sprecher.
  • Unter den Satelliten ist nach russischen Angaben auch ein japanischer Apparat mit dem Namen Elsa-d, der erstmals Weltraumschrott wie ausgediente Satelliten einsammeln soll.
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Die Sojus-Rakete wurde vor drei Tagen in Startposition gebracht.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

12:58 Uhr

Streifenwagen kracht gegen Brückenpfeiler

Das ist glimpflich ausgegangen. In Mülheim sind zwei Polizisten am frühen Morgen mit ihrem Streifenwagen gegen einen Brückenpfeiler gekracht. Die beiden Beamten wurden schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt, sagt die Polizei.

  • Demnach ist der 33-jährige Polizist am Steuer nach links von der Straße abgekommen und gegen den Pfeiler der Eisenbahnbrücke gefahren.
  • Wie es dazu kam, ist noch nicht geklärt.
  • In Eile waren die Polizisten nicht. Sie befanden sich gerade auf dem Rückweg von einem Einsatz.
  • Ein Bahn-Statiker hat am Brückenpfeiler keine schwerwiegenden Schäden festgestellt. Der Streifenwagen dürfte ein Totalschaden sein.
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Das hätte sehr schnell ...

(Foto: picture alliance/dpa/Polizei Essen/ Mülhheim an der Ruhr)

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... schiefgehen können.

(Foto: picture alliance/dpa/Polizei Essen/ Mülhheim an der Ruhr)

12:38 Uhr

Auch niedersächsischer Stahlhersteller erhält Staatshilfe

Die Bundesregierung unterstützt den niedersächsischen Stahlhersteller Georgsmarienhütte (GMH) in der Corona-Krise mit einer Stillen Beteiligung in Höhe von 58 Millionen Euro. Die Hilfe erfolgt durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF). Das hat das Bundeswirtschaftsministerium bestätigt.

  • "Hier geht es um Hilfe zur Selbsthilfe", sagt GMH-Chef Thomas Löhr in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er sei der Bundesregierung und allen Beteiligten dankbar für dieses Engagement.
  • Die Bundesregierung hatte den Wirtschaftsstabilisierungsfonds im März 2020 ins Leben gerufen, um die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern.
  • Mit Garantien und Kapitalhilfen stabilisiert er Unternehmen und sichert somit Arbeitsplätze.
  • Der Fonds hat einen Gesamtumfang von 600 Milliarden Euro. Die bekanntesten Fälle sind bisher die Lufthansa sowie Touristik-Veranstalter wie Tui. Auch der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat bereits Staatshilfen erhalten.

12:30 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

12:17 Uhr

USA und Indien paktieren militärisch gegen China

Indien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern gehört traditionell keinem Verteidigungsblock an. Doch der ebenso große Nachbar China weitet seinen Einfluss in der Region immer weiter aus. Das Verhältnis der beiden Riesen ist angespannt. Deshalb rückt Indien nun noch enger an die USA heran.

  • Bei einem Besuch in Neu Delhi sprach der neue US-Verteidigungsminister Lloyd Austin mit seinem indischen Amtskollegen Rajnath Singh über gemeinsame Militärübungen sowie Zusammenarbeit in Bereichen wie Logistik, künstliche Intelligenz und Cyber-Aktivitäten.
  • Eine "freie und offene" Indopazifik-Region gehöre zu den Prioritäten von Präsident Joe Biden, erklärte Austin.
  • Angesichts der wachsenden Spannungen mit den USA, Indien, aber auch Taiwan, hatte China zuletzt angekündigt, seine Militärausgaben in den kommenden Jahren kräftig aufzustocken. Staatschef Xi verlangt von seinen Militärs außerdem stetige Einsatzbereitschaft.
11:42 Uhr
Breaking News

Olympia in Tokio ohne ausländische Zuschauer

Bei den Sommerspielen in Tokio dürfen wegen der Corona-Pandemie keine ausländischen Fans nach Japan einreisen. Diese Entscheidung haben die japanischen Organisatoren in einer Video-Schalte dem Internationalen Olympischen Komitee und den Paralympics-Machern mitgeteilt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:40 Uhr

Russland enteignet Tausende "Ausländer" auf der Krim

Das Klima auf der Krim ist angenehm mediterran. Deshalb sind vor allem Grundstücke in den Küstenregionen der Schwarzmeer-Halbinsel begehrt. Doof nur, dass die vor allem Ukrainern gehören. Besser gesagt, gehörten. Die russische Regierung hat nun Tausende "Ausländer" zwangsenteignet.

  • Ab sofort dürfen Ausländer in den meisten Regionen der Krim kein Land mehr besitzen, wie die Staatsagentur Ria Nowosti berichtet. Vorwiegend befinden sich die Grundstücke in beliebten Küstenregionen wie Jalta, Kertsch und Sudak.
  • Betroffen sind nach Behördenangaben Eigentümer aus 55 Staaten. Sie stammen vor allem aus der Ukraine, zu der die Krim völkerrechtlich nach wie vor gehört, aber auch aus Deutschland, Australien und Israel.
  • Der russische Präsident Wladimir Putin hatte das Dekret am 20. März 2020 unterschrieben. Im Anschluss hatten die Besitzer von rund 11.500 Grundstücken ein Jahr Zeit, ihren Besitz in neue, sprich russische Eigentumsverhältnisse zu überführen.
  • Offiziell begründet Russland den Schritt mit Sicherheitsbelangen. Demnach dürfen Ausländer in Küstenregionen kein Land besitzen.
  • Russland hatte sich die Krim vor sieben Jahren einverleibt.
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Schön ist's auf der Krim ..., wenn man die russische Staatsbürgerschaft besitzt.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

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11:05 Uhr

Fast 2000 Polizisten sichern Demos von Rechtsextremen ab

In Berlin sind den Tag über mehrere Demonstrationen geplant, die von Menschen aus dem rechten Spektrum angemeldet wurden. Oder wie Berlins Verfassungsschutzchef Michael Fischer sagt: Alle aufrufenden Gruppen hätten mehr oder weniger deutliche Bezüge zu Rechtsextremisten. Darunter seien auch gewaltbereite Personen.

  • Die Polizei ist im Berliner Regierungsviertel und im Umfeld nach eigenen Angaben mit bis zu 1800 Kräften im Einsatz.
  • Die Rechtsextremisten und sogenannten Reichsbürger wollen demnach vom Brandenburger Tor zum Platz der Republik am Reichstagsgebäude ziehen.
  • Wie viele Menschen kommen, ist nicht ganz klar. Laut Polizei wurde ein Autokorso, der am frühen Morgen starten wollte, wegen geringer Teilnehmerzahl abgesagt.
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Dutzende Einsatzwagen der Polizei sind am Brandenburger Tor aufgefahren.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

10:51 Uhr

Radler kilometerweit auf A2 als Geisterfahrer unterwegs

Radfahrer haben auf der Autobahn nichts zu suchen. Allein an dieser Regel ist ein 54-Jähriger in Nordrhein-Westfalen vergangene Nacht schon gescheitert. Dann ist er allerdings auch noch mehrere Kilometer in die falsche Richtung geradelt. Gott sei Dank ohne schlimmere Konsequenzen.

  • Der Geisterradler habe sich auf der A2 "strikt an sein vermeintliches Rechtsfahrgebot" gehalten, teilt die Polizei in Bielefeld mit. Bedeutet: Er ist dem Verkehr "auf einer Strecke von viereinhalb Kilometern auf dem linken Fahrstreifen" entgegengefahren.
  • Die Autobahnpolizei habe den Radler im Bereich Rheda-Wiedenbrück stoppen können, heißt es weiter.
  • Der Mann habe nach Alkohol gerochen, deswegen sei ihm Blut entnommen worden. Ihn erwarte nun ein Strafverfahren.
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10:26 Uhr

Heftiges Erdbeben erschüttert Japan

Erst Mexiko, jetzt Japan: Ein schweres Erdbeben hat den Nordosten des Inselstaates im Pazifik erschüttert. Laut dem öffentlichen-rechtlichen Sender NHK betrug die Stärke 7,2. Für die Miyagi-Präfektur sei eine Tsunami-Warnung herausgegeben worden. Eine Flutwelle von einem Meter Höhe könne die Küste erreichen.

  • Erst kürzlich war dieselbe Region von einem starken Beben erschüttert worden. Es verlief jedoch relativ glimpflich.
  • Vor zehn Jahren hatte ein starkes Seebeben vor derselben Küste einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der fast 20.000 Menschen in den Tod riss und die Atomkatastrophe von Fukushima auslöste.
  • Weitere Einzelheiten sind bisher nicht bekannt. In der vergangenen Nacht hatte die Erde in der mexikanischen Pazifik-Stadt Acapulco gebebt.

Update von 11.43 Uhr: Die Tsunami-Warnung ist aufgehoben worden. Berichte über Schäden oder Opfer gibt es bisher nicht.

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10:04 Uhr

Voll besetzter Bus stürzt auf Sri Lanka 50 Meter in die Tiefe

Auf Sri Lanka hat sich ein fürchterlicher Unfall ereignet. Ein Bus ist laut Polizei über eine Klippe gefahren und 50 Meter in die Tiefe gestürzt. Dabei sind mindestens 14 Menschen getötet und 21 verletzt worden.

  • Insgesamt saßen im Bus mehr als 40 Passagiere, weitere Todesopfer sind möglich.
  • Der Polizei zufolge wollte der Busfahrer am frühen Morgen bei der kleinen Stadt Passara einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen - dabei sei er zu weit über den Straßenrand gefahren.
  • Auf Sri Lanka gibt es viele Verkehrsunfälle. Rund 3000 Menschen sterben so pro Jahr.
09:38 Uhr

Kamera fängt seltenes Wetterphänomen ein

Was Tolles zum Gucken für zwischendurch: Der Mauna Kea, hawaiisch für Schneeberg, ist mit etwa 4205 Metern Höhe der höchste Berg auf Hawaii. Der Ausblick ist fantastisch, die Nächte oft sternenklar. Keine Überraschung, dass mehrere internationale Observatorien genau hier die zusammen größte Sternwarte der Welt bilden und fantastische Bilder liefern. Wie dieses hier von einem seltenen Wetterphänomen, das ironischerweise aus einer normalen Kamera stammt.

  • Bei dem Phänomen handelt es sich um einen "Sprite". Das ist laut Wikipedia ein Blitz, der bei einem Gewitter oberhalb einer Wolke aus der Wolkendecke heraus nach oben ausschlägt.
  • Meist ähneln Sprites einer schmalen Stichflamme, manchmal sollen sie aber auch an einen Atompilz erinnern.
  • Auf dem besagten Bild aus Hawaii ist ein "roter Sprite" zu sehen, der aus einer aufgeladenen Wolkenformation in den Himmel steigt.
  • Die Astronomen sagen, dass solche Aufnahmen äußerst selten sind, speziell aus dieser Perspektive.
  • Ganz neu ist das Bild nicht, es wurde bereits am 24. Februar veröffentlicht und ursprünglich bereits 2017 aufgenommen.
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Fantastische Aussicht ...

(Foto: International Gemini Observatory, NOIRLab, NSF, AURA, A. Smith)

09:30 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:18 Uhr

USA verdonnern Bitcoin-Börse Coinbase zu Millionenstrafe

Coinbase ist die größte amerikanische Handelsplattform für Cyber-Devisen. Noch in diesem Monat will die Bitcoin-Börse mit einer Bewertung von 68 Milliarden Dollar an die Börse gehen. Als eine der ersten Amtshandlungen als börsennotiertes Unternehmen könnte es eine Strafe zahlen.

  • Die US-Derivateaufsicht CFTC hat die Krypto-Plattform zu einer Strafe von 6,5 Millionen Dollar verdonnert.
  • Grund seien falsche, irreführende und ungenaue Berichte über Transaktionen bei digitalen Vermögenswerten einschließlich Bitcoin zwischen Januar 2015 und September 2018 gewesen, teilte die Behörde mit.
  • Coinbase wurde 2012 in Kalifornien gegründet und wird von mehr als 43 Millionen Menschen in über 100 Staaten genutzt.
Bitcoin
Bitcoin 48.879,75

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08:52 Uhr

Erde bebt, als Zverev gegen Koepfer spielt

Selbst ein leichtes Erdbeben während des deutschen Halbfinals hat Alexander Zverev nicht davon abhalten können, beim ATP-Turnier im mexikanischen Acapulco ins Finale einzuziehen. Die deutsche Nummer eins im Tennis setzte sich in zwei Sätzen (6:4, 7:6) gegen Landsmann Dominik Koepfer durch.

  • Die Erde bebte zu Beginn des zweiten Satzes. Mitten im Ballwechsel begannen die Fernsehkameras zu wackeln.
  • "Ich wusste nicht, was passiert war. Und Dominik auch nicht", schilderte Zverev die Szene. "Ich glaube, die Lichter haben angefangen zu flackern und die Zuschauer haben es mehr gespürt als wir. Wir sind auf dem Platz herumgerannt und mussten einen Punkt ausspielen."
  • Im Kampf um seinen 14. Titel trifft Zverev bei dem mit 1,2 Millionen Dollar dotierten Turnier auf den an Nummer eins gesetzten Griechen Stefanos Tsitsipas.

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08:16 Uhr

Musk bestreitet Tesla-Spionage in China

In China dürfen Soldaten, Mitarbeiter von Staatsunternehmen in sensiblen Branchen oder von wichtigen Behörden künftig keinen Tesla mehr fahren. Warum? Die chinesische Regierung befürchtet, Tesla könnte seine Technik nutzen, um für die USA zu spionieren. Unternehmenschef Elon Musk bestreitet das.

  • "Wenn wir unsere Autos nutzen würden, um in China oder anderswo zu spionieren, würden wir dicht gemacht", sagte Musk bei einer virtuellen Diskussionsrunde in China. "Das ist ein großer Anreiz, mit unseren Kundeninformationen äußerst vertraulich umzugehen."
  • Der Milliardär rief die USA und China dazu auf, einander mehr zu vertrauen.
  • Die neuen Einschränkungen für Tesla in der Volksrepublik wurden publik, nachdem sich amerikanische und chinesische Spitzendiplomaten in Alaska getroffen und vor den Kameras gestritten hatten.

07:50 Uhr

Corona-Ausbruch: Mar-a-Lago macht teilweise dicht

Seit seinem Auszug aus dem Weißen Haus lebt Ex-US-Präsident Donald Trump dauerhaft auf seinem Luxusanwesen Mar-a-Lago in Florida. Schon im Januar hatten die örtlichen Behörden das Resort wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln verwarnt. Anscheinend vergebens.

  • Das Management musste das Luxusresort wegen eines Corona-Ausbruchs teilweise schließen.
  • Einige Mitarbeiter seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, heißt es in einer E-Mail, aus der die "Washington Post" zitiert.
  • Aus diesem Grund habe man den Beach Club und den Dining Room vorübergehend geschlossen. Wie viele Mitarbeiter erkrankt sind, verrät die Resort-Leitung nicht.
  • Überraschend kommt der Ausbruch nicht: An Silvester hatte Trumps Sohn ein Video von dicht gedrängten Gäste ohne Maske veröffentlicht.
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07:29 Uhr

Rekordniederschläge: Australier flüchten vor Überschwemmungen

An der australischen Ostküste sorgen Rekordniederschläge für Ärger. Die Behörden haben die Bevölkerung vor "potenziell lebensbedrohlichen Sturzfluten" in tiefer gelegenen Gebieten gewarnt. Die heftigen Niederschläge können demnach noch den ganzen Tag andauern, Hunderte Menschen kamen in Notunterkünften nördlich von Sydney unter.

  • Die Hochwasser- und Extremwetterwarnungen gelten für weite Teil der Ostküste. Die Rettungsdienste melden bereits mehr als 500 Hilferufe.
  • Laut der australischen Meteorologiebehörde könnten die Überschwemmungen das Rekordhochwasser von 2013 am Fluss Hastings bei Port Macquarie nördlich von Sydney übertreffen.
  • Einige Kinder mussten örtlichen Medien zufolge in ihren Schulen übernachten, weil sie nicht nach Hause kamen. Möglicherweise muss auch der Start der Impfkampagne, die am Montag beginnen sollte, verschoben werden.
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Überschwemmte Gehwege ...

(Foto: REUTERS)

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... und unterspülte Straßen sind die eine Seite. Die andere ...

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

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... sind fröhliche Kinder und ...

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

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.. witzige Bilder.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

06:59 Uhr

Freilandeier werden wegen Geflügelpest knapp

In Deutschland grassiert wieder einmal die Geflügelpest. Für die Branche hat das erheblich Konsequenzen. Für das Osterfest womöglich auch.

  • Seit Herbst gibt es eine von Wildvögeln ausgehende Geflügelpestwelle, vor allem mit dem hochansteckenden Virus H5N8. 14 Bundesländer sind betroffen, in mehr als 120 Beständen wurde die Geflügelpest amtlich festgestellt.
  • Aufgrund der Seuche dürfen Hühner in vielen Orten ihre Ställe nicht mehr verlassen.
  • Der Branchenverband sagt, dass dadurch kurz vor Ostern in einigen Regionen allmählich die Freilandeier knapp werden.
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Nicht nur für Menschen heißt es derzeit: testen, testen, testen.

(Foto: picture alliance / Fotostand)

06:51 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

in Paris und anderen französischen Regionen treten mit dem Wochenende wieder strengere Corona-Regeln in Kraft: Viele Geschäfte müssen schließen, der Bewegungsraum der Bürger wird auf zehn Kilometer um die Wohnung begrenzt. Auch in Deutschland steuern wir auf neue Verschärfungen zu: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit aktuell bei 99,9 und damit nur noch denkbar knapp unter der vereinbarten Grenze für die Notbremse. Oder wie mancher Politiker sagen würde: kein Grund einzugreifen.

Das sind die anderen wichtigen Themen des Tages:

  • In Berlin sind den Tag über mehrere Demonstrationen von Rechtsextremen und Reichsbürgern geplant. Ihr Wunsch? "Frieden, Freiheit, Souveränität". Wer ihnen das verwehrt? Unklar.
  • Das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises versucht erneut, seine Reisen wieder aufzunehmen. Um 22 Uhr legt die "Aidaperla" in Las Palmas auf Gran Canaria ab. Das Schiff startet dann zu siebentägigen Fahrten rund um die Kanarischen Inseln. Die Inselgruppe sei seit vielen Monaten eine der wenigen Urlaubsziele Europas mit niedrigen Coronavirus-Inzidenzwerten.
  • International ist US-Verteidigungsminister Austin in Indien unterwegs. Mit seinem indischen Kollegen Rajnath Singh will er unter anderem über eine vertiefte militärische Kooperation sprechen, um den regionalen Einfluss Chinas einzudämmen.
  • In der Fußball-Bundesliga stehen am Nachmittag vier Spiele an. Köln empfängt den BVB, der FC Bayern spielt gegen Stuttgart, Eintracht Frankfurt gegen Union Berlin und Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg. Im Abendspiel treffen mit dem FC Schalke und Borussia Mönchengladbach die beiden Krisenklubs aufeinander.

Soweit der kurze Überblick. Kommen Sie gut in den Tag!

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Monatelang hat die "Aidaperla" im Hafen geparkt, jetzt heißt es: Leinen los.

(Foto: picture alliance/dpa)

06:23 Uhr

Polizei verwechselt Haribo-Erdbeeren mit Partydrogen

Hoffen wir, dass alle Beteiligten über diese Verwechslung lachen können ... die Pariser Polizei hat Schaumzucker-Erdbeeren aus dem Hause Haribo beschlagnahmt - in der Annahme, es wären Partydrogen.

  • Am Mittwoch hatte die Polizei gemeldet, sie habe im nördlichen Pariser Vorort Saint-Ouen eine Werkstatt zur Verpackung der synthetischen Droge Ecstasy ausgehoben und heiße Partyware im Wert von einer Million Euro beschlagnahmt - ein stolzer Preis für Süßigkeiten! Auf beigefügten Fotos waren kleine Tüten mit rosa Pulver und rosa Pillen zu sehen.
  • Zwei Tage später meldete die Staatsanwaltschaft sehr plötzlich und sehr knapp, dass das Pulver laut einer toxikologischen Untersuchung weder mit "Betäubungsmitteln noch anderen giftigen Substanzen" zu tun habe.
  • Aus mehreren Quellen, die der Polizei nahestehen, heißt es nun, dass es sich tatsächlich um "zerkleinerte" Schaumzucker-Erdbeeren von Haribo namens "Tagada" gehandelt habe. Dann guten Hunger!
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Die Schaumzucker-Erdbeeren preist Haribo auch in seinem Bonbon-Museum im französischen Uzès an.

(Foto: picture alliance/dpa)

05:55 Uhr

Auslieferungstermin von Drach? Unklar

Im Februar hat die niederländische Polizei Thomas Drach festgenommen. Seitdem sitzt der Reemtsma-Entführer in Amsterdam in Auslieferungshaft. Wann er nach Deutschland überstellt wird, ist immer noch unklar.

  • Das zuständige Gericht in berät erst am 20. April über den Auslieferungsantrag der Kölner Justiz.
  • Voraussichtlich zwei Wochen später werde es seine Entscheidung verkünden, sagte eine Gerichtssprecherin. Insgesamt könne das Auslieferungsverfahren 90 Tage dauern.
  • Drach wurde mit europäischem Haftbefehl gesucht und am 23. Februar in Amsterdam festgenommen.
  • Der 60-Jährige wird verdächtigt, 2018 und 2019 drei Überfälle auf Geldtransporter in Köln und Frankfurt/Main begangen zu haben. Bei einer der Taten wurde ein Wachmann angeschossen und schwer verletzt.

05:35 Uhr

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