Samstag, 23. Mai 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:54 Uhr

Das war Samstag, der 23. Mai

Liebe Leserinnen und Leser,

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Ringelnatteralarm in Vorarlberg.

(Foto: Polizei Vorarlberg)

eine schöne Schlangenmeldung habe ich für Sie zum Tagesausklang aufgehoben: Ein entsetzter Mitarbeiter eines Bekleidungsgeschäfts im österreichischen Vorarlberg rief die Polizei, als er in seinem Laden eine Schlange sah, die sich um mehrere Kleiderbügel geschlungen hatte. Weil die Beamten mit der Bestimmung des Reptils nichts falsch machen wollten, zogen sie Experten eines Museums für Naturgeschichte hinzu. Ergebnis: Es handelte sich um eine ungiftige Ringelnatter.

Und hier kommen die Schlagzeilen des Tages:

War es nur das schlechte Wetter oder ist bei den Corona-Demos die Luft raus? Wieder protestieren in ganz Deutschland die Menschen gegen die staatlichen Reglements, aber es kommen deutlich weniger als die Veranstalter erwartet haben.

Auch in Thüringen läuft die Corona-Ära aus: Das Land beendet den Lockdown zum 6. Juni.

Und nun wünsche Ihnen einen schönen Abend. Morgen lesen wir uns wieder an dieser Stelle.

22:44 Uhr

Wieder Angriff auf Flüchtlinge in Brandenburg

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Guben liegt direkt an der deutsch-polnischen Grenze.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rund eine Woche nach einem fremdenfeindlichen Übergriff auf vier Asylbewerber im brandenburgischen Guben sind in der Stadt erneut Flüchtlinge angegriffen worden. Drei Männer aus Somalia, Äthiopien und Eritrea im Alter von 20 bis 33 Jahren waren mit Fahrrädern unterwegs, als ein Auto so dicht an ihnen vorbeifuhr, dass einer von ihnen vom Fahrrad springen musste, teilte die brandenburgische Polizeidirektion Süd mit. Der Wagen fuhr sich demnach anschließend auf einer Bordsteinkante fest. Die Insassen flüchteten. Polizisten nahmen wenig später zwei polizeibekannte Tatverdächtige im Alter von 20 und 25 Jahren fest. Einer von ihnen wird der rechten Szene zugeordnet.

22:12 Uhr

Hohe Sulfatwerte der Spree alarmieren Umweltschützer

Die Sulfat-Werte der Spree alarmieren Umweltschützer. Ein weiterer trockener Sommer könnte die Trinkwasserversorgung im Raum Frankfurt (Oder) gefährden, berichtet der "Tagesspiegel". Vor allem durch die Einleitung von Grundwasser aus den Braunkohle-Tagebauen der Lausitz stiegen die Werte. Durch die anhaltende Trockenheit steige die Belastung der Spree mit Sulfat und Eisenhydroxid noch weiter an. Die Zeitung verweist auf ein Gutachten des Landes aus dem Jahr 2015. Danach kommen 51 Prozent der Sulfatbelastung aus dem aktiven und 28 Prozent aus dem ehemaligen Bergbau. Die restlichen 21 Prozent sind natürlich bedingt. Laut Bericht warnen Umweltverbände bereits vor einer ökologischen Katastrophe.

22:02 Uhr

Prozess gegen Netanjahu beginnt

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Israelis demonstrieren gegen ihren Premier, der trotz Anklage weiterregiert.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu muss sich von Sonntag an wegen Korruptionsvorwürfen vor einem Gericht in Jerusalem verantworten. Netanjahu ist der erste amtierende Ministerpräsident Israels, dem wegen Korruption der Prozess gemacht wird. Der 70-Jährige steht seit November wegen Bestechlichkeit, Betrugs und Untreue unter Anklage. Er streitet alle Vorwürfe ab und sieht sich als Opfer der Staatsanwaltschaft und der Medien.

21:26 Uhr

Im Supermarkt: Mundschutzverweigerer rastet aus

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Die Mundschutzpflicht im Supermarkt führt häufiger zu hässlichen Szenen.

(Foto: imago images/Karina Hessland)

Ein Kunde ist vor einem Berliner Supermarkt niedergeschlagen und mit Tritten auf den Kopf verletzt worden, weil er den fehlenden Mund-Nase-Schutz der Angreifer bemängelt hatte. In dem Supermarkt an der Landsberger Allee im Berliner Stadtteil Marzahn-Hellersdorf soll der 53-Jährige eine Kassiererin angesprochen und auf den fehlenden Mundschutz eines Mannes und dessen Begleiterin aufmerksam gemacht haben, teilte die Polizei am Abend mit. Die beiden hatten an der Kasse gewartet. Nachdem der 53-Jährige das Geschäft verlassen hatte, soll der kritisierte Mann auf ihn zugegangen und mit ihm diskutiert haben. Kurz darauf habe er unvermittelt auf den 53-Jährigen eingeschlagen, der zu Boden ging. Während die Begleiterin des Schlägers sich dann auf den liegenden Mann gesetzt haben soll, trat ihr Partner den Angaben zufolge gegen den Kopf des Opfers. Der 53-Jährige erlitt leichte Kopfverletzungen. Die Polizei sucht nun den Schläger und dessen Begleiterin.

20:51 Uhr

Lkw verliert Tierabfälle: Totalsperrung der A7

Ein mit Tierabfällen beladener Lkw hat auf der Autobahn 7 in Hessen bei einer Notbremsung seine Ladung verloren. Die A7 war nach dem Vorfall bei Bad Hersfeld am Morgen 4 Uhr stundenlang gesperrt - bis zum Nachmittag, teilte die Polizei mit. Die Fahrbahn musste auf einer Länge von 150 Metern von den Abfällen gereinigt werden. Dies habe zwölf Stunden gedauert. Zuerst war ein anderer Lkw zwischen Bad Hersfeld/West und Homberg Efze auf der mittleren und rechten Fahrspur liegengeblieben und hatte damit die Notbremsung ausgelöst. Der nachfolgende Transporter musste auf den linken Fahrstreifen ausweichen, wobei er die Ladung verlor. Wegen der verschmutzten Straße geriet dann ein Auto außer Kontrolle und prallte gegen die Mittelleitplanke.

20:31 Uhr

Inderin radelt mit krankem Vater tausend Kilometer

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Ein Parforce-Ritt mit Vater: Nun ist der indische Radsport Verband an dem Mädchen interessiert.

(Foto: REUTERS)

Eine 15-jährige Inderin, die mit ihrem verletzten Vater auf dem Gepäckträger 1200 Kilometer quer durchs Land geradelt ist, ist von der indischen Radsport-Nationalmannschaft zum Eignungstest eingeladen worden. Jyoti Kumari war nach Beginn der Corona-Ausgangssperre mit ihrem dadurch plötzlich arbeitslos gewordenen Vater samt Gepäck von Gurugram nahe Neu Delhi bis zum Heimatdorf der Familie im nordöstlichen Bundesstaat Bihar gestrampelt, berichteten indische Medien.

  • Jyoti bewältigte die enorme Strecke in sieben Tagen. Ihre Reise mit einem mit den letzten Ersparnissen gekauften gebrauchten Fahrrad machte landesweit Schlagzeilen und erregte die Aufmerksamkeit des Indischen Radsportverbandes: "Sie hat diese Distanz mit ihrem Vater und Gepäck in sieben Tagen zurückgelegt. Ich dachte mir, sie hat das Zeug dazu - mit einer solchen Ausdauer. Wir können sie testen", sagte Verbandschef Onkar Singh.
  • Jyoti habe zunächst geantwortet, dass sie ihre Schulausbildung fortsetzen wolle.
  • "Wir haben ihr gesagt, dass wir uns an unseren Akademien auch um die Schulbildung kümmern", sagte Singh. Nach dem Ende der landesweiten Reisesperre soll die 15-Jährige nun nach Neu Delhi reisen, um zu testen, ob sie auch unter Wettkampfbedingungen radfahren kann.
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20:01 Uhr

Liebesgrüße ans Grundgesetz: Amthor flirtet

Das Grundgesetz feiert heute seinen 71. Geburtstag. Statt eine staatstragende Rede auf die Mütter und Väter der Verfassung zu halten, würdigt der CDU-Politiker Philipp Amthor das Regelwerk auf seine Weise. Auf Twitter findet die Romanze zwischen dem Jung-Politiker und dem ehrwürdigen Grundrechte-Kanon eine schöne Resonanz: 

 

In Zeiten von Corona-Demos und Verschwörungsgeraune steht das gute alte GG allerdings unter erhöhtem Druck. Oder etwa nicht? Stimmen Sie ab.

 

19:16 Uhr

Netflix-Star mit 22 Jahren gestorben

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Hana Kimura spielte auch in der Netflix-Serie "Terrace House".

(Foto: imago images/AFLOSPORT)

Die japanische Profi-Wrestlerin Hana Kimura ist mit nur 22 Jahren verstorben. Das hat ihr Wrestling-Verein Stardom auf Twitter bestätigt. "Mit großer Trauer müssen wir euch mitteilen, dass Hana Kimura verstorben ist." Weiter bittet der Klub um Respekt und Gebete an ihre Familie und Freunde. Die genaue Todesursache ist bislang unklar. Viele Twitter-Nutzer sprachen unter dem Hashtag #RIPHanaKimura #Cybermobbing #STOP ihr Beileid aus und vermuteten, die junge Frau könnte unter Cyber-Mobbing gelitten haben.

  • Kimura gab 2016 ihr Debüt als Wrestlerin im japanischen Profisport. Im selben Jahr nahm sie bereits erste Titel, darunter die JWP-Junior-Meisterschaft, mit nach Hause. Zum Verein Stardom wechselte sie 2019 und gewann mitunter zweimal die Artist-of-Stardom-Meisterschaft.
  • Ihre Mutter ist die Profi-Wrestlerin Kyoko Kimura (43).
  • Darüber hinaus dürften viele Hana Kimura aus der Netflix-Reihe "Terrace House: Tokio 2019-2020" gekannt haben. Sie stand für die letzte Staffel vor der Kamera. In der japanischen Reality-Show geht es um sechs erwachsene Personen, die gemeinsam in einem Haus leben. Wegen der Corona-Krise wurden die Dreharbeiten zuletzt eingestellt.

 

18:36 Uhr

Forscher: Mittelalterliche Bögen waren Massenvernichtungswaffen

Archäologen der Universität Exeter haben bei einer Untersuchung mittelalterlicher Waffen- und Kriegskunst eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Skelettfunde erbrachten Belege, dass die Langbögen britischer Ritter viel tödlicher waren als etwa frühneuzeitliche Feuerwaffen.

Bei einem Kloster in Exeter fanden die Forscher 22 Knochen und Knochenfragmente, die Spuren von Pfeilwunden aufweisen. Radiokarbontests deuten darauf hin, dass die Überreste aus der Zeit zwischen 1482 und 1645 n. Chr. stammen. Das Team fand dabei einen Schädel, bei dem der Pfeil durch das rechte Auge drang und am Hinterkopf wieder austrat. Die tödliche Waffe besaß eine Besonderheit. Dieser Pfeil war befedert, damit er während des Fluges im Uhrzeigersinn rotierte. Diese Rotation stabilisiert die Flugbahn. Beim Eintritt in den Körper führt dieser Drall dann zu besonders schweren Verletzungen, dem "Pfeiltrauma".

Der Militärhistoriker Andrew Ambert wertet die Langbögen als Vorläufer moderner Massenvernichtungswaffen: Es gehe nicht um Präzision, sondern darum, Salven auf die Masse der Feinde abzufeuern, sagte er in der Smithsonian-Reihe "World of Weapons".

18:03 Uhr

Polizei sucht Zeugen: Säugling im Gebüsch gefunden

Ein Passant hat einen frisch entbundenen Säugling in einem Gebüsch im schleswig-holsteinischen Norderstedt gefunden. Wimmernde Geräusche hatten den 30-Jährigen am frühen Morgen aufmerksam gemacht, woraufhin er den stark unterkühlten Jungen in einer Wolldecke fand, wie die Polizei mitteilte. Das Neugeborene wurde in ein Krankenhaus gebracht. Spuren deuten laut Polizei darauf hin, dass der Säugling in unmittelbarer Nähe auf dem Fußweg zur Welt gebracht wurde. Die Mutter des Babys konnte zunächst nicht ausfindig gemacht werden. Zu den weiteren Umständen ermittelt nun die Kriminalpolizei und sucht nach Zeugen.

17:34 Uhr

100 Tote: Proteste in Indien nach Zyklon

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Aufräumarbeiten an einem Haus in Kalkota.

(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Die Zahl der Toten nach dem schweren Zyklon "Amphan" in Indien und Bangladesch ist auf mehr als 100 gestiegen. Mehr als eine Million Häuser wurden in beiden Ländern zerstört, wie die Behörden mitteilten.

  • Rund 15 Millionen Menschen sind von einem der stärksten Stürme der jüngeren Geschichte in der Region betroffen.
  • "Amphan" war am Mittwoch im Norden des Golfs von Bengalen auf Land getroffen. Er zerstörte Häuser und Ernten, entwurzelte Bäume, setzte weite Landstriche unter Wasser und unterbrach vielerorts die Strom- und Wasserversorgung.
  • In der Metropole Kalkota (früher Kalkutta), Hauptstadt des schwer getroffenen indischen Bundesstaates Westbengalen, gab es am Samstag Protestkundgebungen. Aufgebrachte Menschenmengen versammelten sich und forderten eine schnelle Wiederherstellung der Versorgung.

 

17:03 Uhr

Hitlers Haustier? Mythischer Alligator stirbt in Moskauer Zoo

Der Moskauer Zoo trauert um seinen Alligator Saturn, der im Zweiten Weltkrieg aus dem Berliner Zoo ausgebrochen war und danach nach Russland gebracht wurde. Das Tier sei etwa 84 Jahre alt geworden und an Altersschwäche gestorben, teilte der russische Zoo mit. "Das ist ein äußerst beachtliches Alter." In freier Wildbahn betrage die Lebenserwartung nur zwischen 30 und 50 Jahren. "Saturn hatte ein langes und abwechslungsreiches Leben", hieß es.

  • Das 3,50 Meter lange Tier wurde den Angaben zufolge um 1936 in den USA geboren und kam danach nach Berlin. Der Alligator habe in der Bombennacht vom 23. November 1943 aus dem Zoo ausbrechen können. Er sei erst drei Jahre später zufällig von britischen Soldaten entdeckt worden. Wie er diese Zeit verbracht habe, sei ein Rätsel.
  • Im Juli 1946 wurde er nach Moskau transportiert. Danach sei der Mythos geboren, dass der Alligator Adolf Hitler gehört haben könnte, schrieb der Zoo weiter. Darüber wurde auch vielfach in Deutschland spekuliert. Dokumente, die das belegen könnten, gibt es aber nicht.
  • Der Moskauer Zoo sagte dazu: "Auch wenn er rein theoretisch jemandem gehörte - Tiere sind nicht in Krieg und Politik verwickelt." Es sei eine Ehre gewesen, Saturn 74 Jahre lang zu halten.
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17:00 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

16:25 Uhr

Pressesprecherin verrät Trumps private Kontodaten

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Kein Promo-Papier: Immerhin ist der Scheck echt.

(Foto: AP)

Eine Sprecherin von US-Präsident Donald Trump nimmt es offenbar nicht so genau mit dem Datenschutz. Während sie bei einem Briefing im Weißen Haus darauf verweist, dass Trump 100.000 Dollar seines Gehaltes in der Corona-Krise für die staatlichen Gesundheitsbehörden spendet, hielt Kayleigh McEnany einen Original-Scheck in die Kameras, auf dem die "New York Times" alle sensiblen Kontodaten des US-Präsidenten entziffert haben wollte.

Hackern könnten diese Informationen schon ausreichen, um Trumps Konto zu manipulieren, schrieb das Blatt. Und weil US-Amerikaner ihrem obersten Repräsentanten gerne nacheifern, folgte sogleich der Rat an Rest-Amerika: "Behalten Sie Ihre Kontodaten bitte lieber für sich."

15:56 Uhr

Iran warnt USA vor Angriff auf Öltanker

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die USA vor Angriffen auf iranische Öltanker im Karibischen Meer gewarnt. "Falls die Amerikaner unseren Öltankern im Karibischen Meer Probleme bereiten sollten, dann werden wir ihnen auch Probleme bereiten", sagte Ruhani laut seinem Webportal. Der Iran wolle keinen neuen Konflikt mit den USA, behalte sich jedoch das legitime Recht auf Verteidigung seiner Interessen vor. "Wir hoffen daher, dass die Amerikaner keinen Fehler begehen", sagte der Präsident weiter.

  • Hintergrund der Warnung ist der Konflikt um iranische Benzinlieferungen nach Venezuela. Fünf iranische Öltanker sind mit Kurs Venezuela derzeit im Karibischen Meer unterwegs. Sie dürften Venezuela Ende Mai oder Anfang Juni erreichen.
  • Die USA haben harte Wirtschaftssanktionen sowohl gegen den Iran als auch gegen Venezuela verhängt.
  • Daher könnte die US-Marine versuchen, die Öltanker auf ihrem Weg nach Venezuela zu stoppen.
15:32 Uhr

Geiselnahme in Moskauer Bank

In einer Bankfiliale in Moskau hat ein Mann mindestens einen Menschen als Geisel genommen. Das meldeten mehrere Nachrichtagenturen übereinstimmend. Er drohe mit einer Explosion. Zunächst war die Rede von fünf Geiseln gewesen, wenig später von einer. Auf Bildern im Internet ist zu sehen, wie die Polizei die Bank im Zentrum der Hauptstadt weiträumig abgesperrt hat. Der Täter soll der Staatsagentur Tass zufolge maskiert sein und eine gelbe Tasche bei sich haben. Er soll Geld verlangt haben. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Der Polizeieinsatz dauert noch an.

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15:05 Uhr

Schlangenhaut-Masken sollen gegen Corona schützen

Was würden wohl die Schlangen dazu sagen, wenn sie sprechen könnten? Thhhhh! Ein Kunsthandwerker in Florida verkauft Schutzmasken aus Python-Haut, die sowohl in der Corona-Pandemie schützen, als auch dem empfindlichen Ökosystem des US-Bundesstaates nützen sollen. Brian Wood, der Besitzer von All American Gator Products, stellt in seiner Werkstatt in Dania Beach Gesichtsmasken aus Schlangenleder und Leguanhaut her.

  • Pythons wurden vermutlich gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts als exotische Haustiere nach Florida gebracht und dann in den Everglades, einem großen Sumpfgebiet im Süden Floridas, ausgesetzt.
  • Mangels natürlicher Feinde konnten sie sich ungehindert vermehren und bedrohen die heimische Tierwelt. Die Behörden zahlen Jägern deshalb pro erlegter Schlange eine Prämie.
  • "Ich habe aus einem sehr ernsten Thema ein modisches Statement gemacht", erklärt der 63-jährige Wood. Seine Python-Masken verkauft er im Internet für 90 Dollar (82 Euro) pro Stück.

Tierschutzaktivisten überzeugt die Argumentation des Masken-Mannes allerdings nicht: Eine Kritikerin nannte Wood einen Profiteur der Corona-Pandemie.

14:28 Uhr

Kita-Mord: Stadt warnt vor Gerüchten

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Viele Menschen legen Kuscheltiere vor der Kita ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

Manchen fällt es sehr schwer, ein Nichtwissen auszuhalten: Im Fall der in einer Kita in Viersen getöteten Dreijährigen appelliert die Stadt an die Bevölkerung, keine Gerüchte zu verbreiten - und auf Vorverurteilungen zu verzichten. Eine 25-jährige Erzieherin steht unter Mordverdacht. "Wir verstehen, dass der schreckliche Verdacht viele Menschen bewegt. Der Umstand, dass mehr Fragen bestehen als Antworten mitgeteilt sind, trägt sicher zur Unsicherheit bei", hieß es in einer Mitteilung des Viersener Rathauses. Die Bestürzung in der Stadt sei groß, sagte ein Stadtsprecher. Die Menschen hätten begonnen, Kerzen und Kuscheltiere vor der Kita abzulegen, um ihr Mitgefühl auszudrücken. Unter Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen wollten Polizei und Staatsanwaltschaft weiterhin keine Angaben machen. Am Freitag war bekannt geworden, dass es bereits am 21. April in einer städtischen Kita zu einem Notarzteinsatz gekommen war, da ein dort betreutes Mädchen nicht mehr atmete. Das Kind sei dann am 4. Mai im Krankenhaus gestorben. Die Ärzte hatten die Polizei eingeschaltet, weil ihnen der Fall verdächtig vorkam.

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14:00 Uhr

Schichtwechsel

Durch die Polizeiabsperrungen am Alexanderplatz hindurch enteilt mein Kollege Max Raudszus gerade in seinen wohlverdienten Feierabend. Ich heiße Barbara Mauersberg und übernehme für ihn nun bis zum späten Abend den "Tag": Infos, Vorschläge, Kritik gerne gleich an mich: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:57 Uhr

Nackter bewirft Polizisten mit Ziegelsteinen

Ein nackter Mann soll Polizisten in Wien mit Ziegelsteinen beworfen haben. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich der 27-Jährige zuvor auf einer Baustelle verschanzt. Als die Beamten prüfen wollten, ob alles in Ordnung ist, habe der nackte Mann die Einsatzkräfte mit den Steinen beworfen. Bei einem erneuten Versuch, Kontakt mit dem 27-Jährigen aufzunehmen, habe er sich mit einem Hammer und einer Schaufel bewaffnet, hieß es von der Behörde. Die Polizei setzte ihn bei dem Einsatz in der Nacht zum Samstag letztlich mit einem Taser außer Gefecht und nahm ihn anschließend fest.

13:38 Uhr

Hunderttausende Follower: Einjähriger "Koch" erobert Instagram

Kochen ist für viele im Corona-Lockdown zum neuen Hobby geworden, Rezeptvideos waren im Internet schon vorher ein Hit und süße Babys sowieso. "Chef Kobe" bringt das alles unter seinen roten Koch-Hut und erobert die Instagrammer-Herzen im Sturm. Der Einjährige "kocht" in seinen Videos alle möglichen Rezepte - und "kommentiert" dabei, was er macht. Seine Mutter, Ashley Wian, erzählte dem US-Sender CNN, das Ganze habe im Februar angefangen, um die Begeisterung des Jungen mit Freunden und Familie zu teilen. Mitte April noch habe der Account nur 200 Follower gehabt. Jetzt geht er förmlich durch die Decke: 1,3 Millionen Nutzer folgen dem strahlenden Küchenchef bereits. "Es gibt uns das Gefühl, dass wir als Eltern etwas richtig machen, wenn wir ein Kind großziehen, das in der Lage ist, jeden mit nur einem Lachen zum Lächeln zu bringen."

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13:00 Uhr

Jugendlicher in Wurzen getötet: Haftbefehl gegen 21-Jährigen

Nach dem gewaltsamen Tod eines 17-Jährigen im sächsischen Wurzen ist Haftbefehl gegen einen Verdächtigen erlassen worden. Der 21-Jährige sei wegen Totschlag-Verdachts in Untersuchungshaft genommen worden, sagte Andreas Ricken, Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig. Der Mann soll in der Nacht zum Freitag Streit mit dem Opfer gehabt haben. Bei der Auseinandersetzung wurde der 17-Jährige so schwer verletzt, dass er wenig später im Krankenhaus starb. Zu dem Hintergrund des Geschehens machte die Staatsanwaltschaft weiterhin keine Angaben. Die Ermittlungen dazu liefen noch, sagte Ricken. Gegen einen zweiten, 17 Jahre alten Verdächtigen wird zudem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Die jungen Männer sind laut Staatsanwaltschaft alle Deutsche. Ob sie sich vor dem Streit näher kannten, müsse noch geklärt werden.

12:34 Uhr

97 von 99 Insassen tot: Überlebender berichtet von Flugzeugabsturz in Pakistan

Einer der zwei Überlebenden des Flugzeugabsturzes in Pakistan hat im Fernsehen über die letzten Momente des Unglücks gesprochen. "Die Menschen gerieten in Panik und begannen laut zu beten", beschrieb Muhammad Zubair die letzten Minuten vor dem Absturz dem Sender "Geo TV". "Der Pilot hielt das Flugzeug für die nächsten zehn bis fünfzehn Minuten in der Luft und machte eine zweite Ansage zur Landung, aber das Flugzeug stürzte ab", sagte Zubair. Nach dem Absturz sei überall Feuer zu sehen gewesen. "Überall waren Schreie von Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen zu hören."

Zubair war einer von zwei Überlebenden des Flugzeugabsturzes im Süden Pakistans. Er erlitt Verbrennungen, sei aber in einem stabilen Zustand, sagte ein Beamter des Gesundheitsministeriums. Bei dem Absturz wenige Kilometer vor dem Flughafen in einem Wohngebiet der Metropole Karatschi starben 97 der 99 Insassen.

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11:56 Uhr

Netflix deaktiviert Accounts inaktiver Nutzer

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Wer sein Netflix-Konto lange nicht benutzt hat, bekommt bald Post.

(Foto: imago images/photothek)

Der Streaming-Gigant Netflix hat angekündigt, die Konten inaktiver Kunden abzuschalten. Dazu werden Kunden, die im ersten Jahr nach ihrer Anmeldung keine Inhalte konsumiert haben, kontaktiert und gefragt, ob sie ihre Mitgliedschaft weiter aufrechterhalten wollen. "Das gleiche werden wir mit Kunden tun, die insgesamt seit mehr als zwei Jahren nichts geguckt haben", erklärte Eddy Wu, der Leiter der Produktentwicklung. Sollten Kunden auf die Anfrage nicht antworten, werde ihr Konto deaktiviert. Damit würden auch die fälligen Abo-Kosten automatisch entfallen. Die Kriterien erfüllen nach Netflix-Angaben zwar nur 0,5 Prozent der Konten, bei 183 Millionen Abonnenten ergibt das aber doch eine Liste von knapp einer Million Nutzer.

11:31 Uhr

Brand in Krankenhaus tötet Patienten in Russland

Bei einem Brand in einem Krankenhaus in Russland sind drei Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere seien bei dem Feuer in der Nacht in der Stadt Selenodolsk etwa 650 Kilometer östlich von Moskau verletzt worden, teilten die Behörden der Staatsagentur Tass zufolge mit. 88 Patienten und Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden. Nach Angaben der Ermittler brach das Feuer in einem Patientenzimmer aus, in dem vier Männer lagen. Als Ursache werde ein Kurzschluss vermutet, hieß es.

10:59 Uhr

Das ist der beste Filmhund der letzten 20 Jahre

Der durch den Film "The Artist" bekannt gewordene Jack-Russell-Terrier Uggie ist in einer Online-Verleihung des Filmfestivals von Cannes posthum geehrt worden. Uggie werde aufgrund seines Auftritts in dem Stummfilm mit dem diesjährigen "Palm Dog Award" für die beste Hundedarbietung der vergangenen 20 Jahre ausgezeichnet, sagte der Preis-Erfinder Toby Rose.

Omar von Muller, Uggies Hundetrainer, zeigte sich erfreut über die Auszeichnung, mit der auch seine Arbeit anerkannt werde. "Uggie war ein sehr, sehr besonderer Freund. Er war ein Familienmitglied. Er liebte die Arbeit und die Aufmerksamkeit, die er am Set bekam. Er wird für immer in unseren Herzen sein", sagte er. Der Terrier war vor fünf Jahren im Alter von 13 Jahren gestorben.

10:22 Uhr

Trump-Regierung erwog wohl Atomtest zur Abschreckung

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Das US-Militär führte Mitte des 20. Jahrhunderts jahrelang Atomwaffentests in der Wüste Nevadas durch.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die USA haben einem Medienbericht zufolge als potenzielle Warnung an Russland und China erstmals seit 1992 einen Atomtest in Erwägung gezogen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump habe dies bei einem Meeting am 15. Mai besprochen, zitierte die "Washington Post" einen ranghohen Regierungsmitarbeiter sowie zwei ehemalige US-Beamte. Dem Bericht zufolge blieb das Gespräch zunächst ohne Ergebnis.

Die Quelle sagte, Washingtons Fähigkeit für einen "schnellen Test" zu verdeutlichen, könnte als Verhandlungstaktik bei den Bemühungen der USA um ein Atomabkommen mit Russland und China dienen. Abrüstungsaktivisten verurteilten die möglichen Pläne für einen US-Atomtest. "Dies wäre der Startschuss für ein beispielloses nukleares Wettrüsten", sagte Leiter der Nichtregierungsorganisation Arms Control Association, Daryl Kimball.

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09:50 Uhr

Fulminantes Video: Dieser Tanz bringt den "Let's Dance"-Triumph

Zirkusartistin Lili Paul-Roncalli gewinnt die 13. Staffel von "Let's Dance". Zusammen mit Profitänzer Massimo Sinató performt sie einen Freestyle zur Musik von "Aladin", der in die Geschichte der TV-Sendung eingehen wird. Sogar Juror Llambi hält es am Ende nicht mehr auf seinem Stuhl. Das ganze Spektakel samt Jury-Ekstase gibt's hier im Video:

Die RTL-Tanzshow ging mit einem klaren Quotensieg zu Ende. 4,80 Millionen Zuschauer sahen das Finale und brachten RTL einen Marktanteil von 18,5 Prozent ein. Es war die stärkste "Let's Dance"-Staffel seit 2014: Durchschnittlich 4,70 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 16,1 Prozent) verfolgten die 13 Folgen des Tanzduells (einschließlich der "Kennenlern-Show").

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09:15 Uhr

Keine "wirklichen" Schwarzen? Biden leistet sich nächsten Wahlkampf-Patzer

Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, hat in den USA mit einer Äußerung zur Unterstützung afroamerikanischer Wähler für Aufregung gesorgt. Biden sagte im Gespräch mit einem prominenten afroamerikanischen Radiomoderator, dieser sei kein wirklicher Schwarzer, wenn er überlegen müsse, ob er ihn oder Präsident Donald Trump unterstütze.

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US-Medienberichten zufolge bedauerte Biden seine Äußerung anschließend. Der Sender CNN berichtete, der 77-Jährige habe eingeräumt, dass seine Worte als hochmütig aufgefasst werden könnten. Er wisse, dass er die Stimmen von Afroamerikanern nicht für selbstverständlich halten könne. "Ich weiß, dass ich die afroamerikanischen Stimmen brauche, um die Präsidentschaftswahl zu gewinnen." In sozialen Medien kam es unter dem Hashtag "YouAintBlack" (Sie sind nicht schwarz) zu einer hitzigen Debatte; viele Schwarze kritisierten Bidens Äußerung als bevormundend. Trumps Wahlkampfteam verurteilte die Bemerkung als "rassistisch". Sie zeige, dass Biden als Weißer glaube, dass Schwarze "unfähig sind, unabhängig zu sein oder unabhängig zu denken".

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08:52 Uhr

Mutter tötet andere Mutter im Flüchtlingslager Moria

Im überfüllten Migrantenlager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist eine junge Frau aus Afghanistan von einer anderen Afghanin getötet worden. Die mutmaßliche Täterin sei zunächst auf die umliegenden Hügel geflohen, aber in der Nacht festgenommen worden, berichtete das Staatsradio. Nach Informationen aus Polizeikreisen gab es zuvor einen Streit zwischen den Kindern der beiden Frauen, die in benachbarten Zelten wohnten.

In und um das Lager mit einer Aufnahmekapazität von 2757 Personen harren nach jüngsten Angaben gut 17.000 Menschen auf engstem Raum zum Teil in Hütten und unter Plastikplanen aus.

08:24 Uhr

Krippenkind ertrunken: Berufung fordert härtere Strafen für Betreuerinnen

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Der Junge lag minutenlang unbemerkt im Wasser.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Tod eines 16 Monate alten Krippenkindes in Wolfsburg wird erneut vor Gericht verhandelt. Anklage und Verteidigung haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Der Junge war im April 2019 gestorben, nachdem er mehrere Minuten im Wasser eines Regenrückhaltebeckens gelegen hatte. Drei Betreuerinnen wurden nach einem emotionalen Verfahren im Februar wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen.

Nach Ansicht des Gerichts bemerkten die Beschuldigten bei einem Ausflug zu einem nahegelegen Spielplatz nicht, dass das jüngste Kind einer zwölfköpfigen Gruppe weggelaufen war. Der Richter am Amtsgericht Wolfsburg verwarnte die drei Frauen und verurteilte sie zu Geldstrafen von je 4500 Euro auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft erachte das Strafmaß nicht für tat- und schuldangemessen, begründete der Sprecher die Berufung.

07:51 Uhr

Starkregen, Sturm, Hagel: Unwetter rollen über Deutschland

Bei teils heftigem Regen und Sturmböen ist am Samstag besonders im Süden Vorsicht geboten. Im Rheinland und an der Nordsee fällt das Wetter zwar etwas freundlicher aus, doch auch dort macht sich der starke Temperatursturz bemerkbar. Details gibt es hier im Wetterbericht:

 

07:34 Uhr

Was heute wichtig wird

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Während sich die Ostseestrände auf Gäste aus anderen Bundesländern vorbereiten, ziehen dunkle Wolken über Deutschland auf.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ja, ist denn schon Montag? Obwohl viele schon zwei Tage Wochenende hinter sich haben nur noch einmal zur Erinnerung, nein, heute ist erst Samstag. In diesem Sinne, guten Morgen und herzlich willkommen zur Langes-Wochenende-Halbzeit! Was steht an, an diesem 23. Mai, dem Tag des Grundgesetzes?

  • In mehreren deutschen Städten, unter anderem Berlin, München, Köln und Stuttgart, sind für heute erneut Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen angekündigt. Dabei lohnt allerdings ein Blick auf den gleich folgenden Wetterbericht – so viel vorab: Es wird einigermaßen düster.
  • Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich indes mit Hochdruck darauf vor, ab Montag wieder für Touristen zu öffnen. Ab dann dürfen auch Menschen aus anderen Bundesländern wieder die Ostseestrände besuchen, allerdings nur unter Auflagen.
  • Auch der Fußball probt weiter seine wacklige Rückkehr zu einer Form von Normalität, in der Bundesliga ist mit dem FC Bayern, dem BVB und Borussia Mönchengladbach heute das Spitzentrio im Einsatz.
  • In Pakistan melden die Behörden indes 97 Tote und nur zwei Überlebende nach dem Absturz eines Airbus in einem Wohngebiet. Wie viele Menschen womöglich am Boden ums Leben kamen, ist bislang unklar.
  • In China tagt der Nationale Volkskongress mit seinen 2900 Teilnehmern weiter. Gleichzeitig meldet das Reich der Mitte erstmals seit Januar keine einzige neue Corona-Infektion.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns allen einen erfreulichen und erholsamen Samstag. Mein Name ist Max Raudszus und ich werde Sie durch selbigen begleiten. Melden Sie sich mit Fragen oder Anregungen gerne unter max.raudszus[at]nama.de.

07:04 Uhr

Mindestens 70 Angreifer fallen über Café in Essen her

Im nordrhein-westfälischen Essen musste die Polizei mit einem Großaufgebot samt Spürhunden und Helikopter zu einem Angriff auf ein türkisches Café ausrücken. Eine mit Dachlatten bewaffnete, "große, mehrköpfige Gruppe" bewegte sich nach Polizeiangaben auf das Lokal zu, noch als die ersten Streifenwagen eintrafen, stürmten Dutzende Angreifer in den Laden, wo sie "erhebliche" Verwüstung anrichteten. Die Einsatzkräfte verfolgten Dutzende mutmaßliche Täter und stellten von mindestens 70 Beteiligten die Personalien fest. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

 

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06:41 Uhr

Tui kündigt Mallorca-Reisen schon in wenigen Wochen an

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Touristenflüge aus Deutschland sollen bald wieder auf Mallorca landen.

(Foto: imago/Aviation-Stock)

Der Reisekonzern Tui will bereits in wenigen Wochen wieder Reisen zu verschiedenen Zielen durchführen - unter anderem nach Mallorca. "Ab Ende Juni wollen wir pünktlich zu den Sommerferien wieder fliegen", sagte Vorstandschef Fritz Joussen der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Mallorca soll demnach schon bald angesteuert werden. "Wir wollen Mitte/Ende Juni den Flugverkehr nach Mallorca wieder aufnehmen."

Österreich, Griechenland, Zypern, Kroatien und Bulgarien seien ebenfalls sehr gut vorbereitet, sagte der Tui-Chef. Die Hotel-Saison solle dort spätestens am 1. Juli starten. Mit der Türkei befinde man sich in Gesprächen.

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06:07 Uhr

"Ich habe die Macht": Video belegt Bolsonaros Herrscher-Fantasien

Ein Video hat den Vorwurf der politischen Einflussnahme auf die Bundespolizei in dem Verfahren gegen den rechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro verfestigt. Die mit Spannung erwartete Aufnahme einer Kabinettssitzung aus dem April als möglicher Beweis wurde bis auf einige Teile freigegeben.

 

"Ich habe die Macht, und ich werde in alle Ministerien eingreifen", sagt Bolsonaro in dem Video. Er habe schon versucht, "Leute unserer Sicherheit" in Rio, wo der Bolsonaro-Clan wohnt, auszutauschen und es sei ihm nicht gelungen. "Das ist vorbei. Wenn ich jemanden nicht austauschen kann, tausche ich seinen Chef aus. Und wenn ich seinen Chef nicht austauschen kann, tausche ich den Minister aus. Punkt."