Samstag, 04. April 2020Der Tag

mit Franziska Türk
Franziska Türk
22:29 Uhr

Das war Samstag, der 4. April 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

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(Foto: picture alliance/dpa)

hinter uns liegt einer der ersten richtigen Frühlingstage des Jahres - der nachrichtentechnisch wieder vor allem von einem Thema dominiert wurde: dem Coronavirus. In Deutschland wurden so viele Todesfälle gemeldet wie nie zuvor. Gleichzeitig zeigt sich, dass sich die Ausbreitung des Virus verlangsamen könnte. Mein Kollege Hannes Vogel fordert trotzdem: Werft endlich Helikoptergeld ab! Und Kollegin Sabine Oelmann fragt sich, warum einige das mit dem Social Distancing einfach nicht verstehen wollen.

So dramatisch wie in den USA ist die Lage hierzulande aber längst nicht. Meine Kollegen Roland Peters, Christoph Wolf und Martin Morcinek haben Trumps Versagen im Kampf gegen das Coronavirus in Zahlen, Daten und Fakten veranschaulicht. In der Aufregung um die von den USA abgefangenen Atemschutzmasken für Berlin zeigt sich jedoch: Alles ganz anders als gedacht.

Damit verabschiede ich mich für heute von Ihnen - kommen Sie gut durch die Nacht!

22:16 Uhr

Ägypten startet virtuelle Archäologie-Tour

Um weiterhin den Besuch archäologischer Stätten zu ermöglichen, hat das ägyptische Tourismusministerium damit begonnen, virtuelle Touren online zu stellen. Mit der Initiative wolle man angesichts der weltweiten Reise- und Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie Möglichkeiten bieten, die historischen Schätze zu entdecken. Als erstes veröffentlichten die Behörden virtuelle Rundgänge aus den reich mit Hieroglyphen verzierten Gräbern des Menna in Theben und Königin Meresanch III. In Ägypten sind nach offiziellen Angaben rund 1000 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, 66 starben.

21:41 Uhr

Frau brüstet sich mit angeblicher Corona-Infektion - Strafverfahren

Eine 34-jährige Kroatin aus der Ortschaft Vrbovec bei Zagreb hat ihren Bekanntenkreis und auch Freunde und Arbeitskollegen mit ihrer angeblichen Infektion mit dem Coronavirus in Angst und Schrecken versetzt. Zudem habe sie auch über soziale Medien die Nachricht von ihrer vermeintlichen Erkrankung verbreitet, berichtete unter anderem die Zeitung "Vecernji List". Arbeitskollegen erstatteten daraufhin Anzeige, die Frau bekam Besuch vom Gesundheitsamt - das ihr nach einem Test beste Gesundheit attestierte. Die Frau sehe nun einem Strafverfahren wegen der Verbreitung falscher Behauptungen und Störung der öffentlichen Ruhe entgegen, hieß es.

21:24 Uhr

Corona-Pralinen erobern Erfurt

Pralinen, die aussehen wie das Coronavirus. Dosensuppe oder Desinfektionsmittel. Eine Klopapierrolle als Torte oder ein Quarantäne-Schaf als Osterkuchen: Der Erfurter Konditormeister Torsten Roth zeigt sich in der Not erfinderisch und hat ein ganzes Corona-Sortiment im Angebot. "Wir nehmen das mit Augenzwinkern, wollen aber auch nichts verharmlosen", sagt der 44-Jährige. Die kleinen Naschereien kämen beim Großteil der Kundschaft gut an - etwa 100 Stück der roten, blauen oder grünen Virus-Pralinen verkauft der Konditor am Tag. Sie sind aus Nougat-Sahne und mit Marzipan umhüllt. Auch lustige Antikörper mit Augen und Mundschutz gehören zu Roths Kreationen. Für diese gab es aber auch feindselige Mails und böse Facebook-Kommentare.

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Das Coronavirus in seiner wohl schmackhaftesten Form.

(Foto: picture alliance/dpa)

20:56 Uhr

Frau vergisst Parkplatz und meldet Auto als gestohlen

Eine Frau im rheinland-pfälzischen Landau hat den neuen Abstellplatz ihres Autos vergessen und deshalb einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Landauerin wandte sich nach Polizeiangaben an die örtliche Wache, weil sich ihr Auto nicht mehr am angestammten Platz in der Tiefgarage befand. Da niemand aus der Verwandtschaft das Fahrzeug nutzte, ging sie davon aus, dass es gestohlen wurde.

Die Beamten leiteten daraufhin eine Fahndung nach dem angeblich geklauten Fahrzeug ein. Gegen Abend meldete sich die Fahrzeughalterin dann erneut - allerdings nur um zu gestehen, dass sie das Auto schlicht an einem anderen Platz abgestellt und dies vergessen hatte. Das Auto war demnach zwar unbeschädigt, hatte aber einige Strafzettel erhalten, da die Frau kein Parkticket gekauft hatte.

20:04 Uhr

Radioaktiv belasteter Wald bei Tschernobyl brennt

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Rund um Tschernobyl brechen immer wieder Waldbrände aus - so wie hier im April 2015.

(Foto: REUTERS)

In der ukrainischen Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl sind etwa 20 Hektar Wald in Brand geraten. Rund 90 Feuerwehrleute versuchen das Feuer zu löschen, teilte der Katastrophenschutz in Kiew mit. Im Einsatz seien auch zwei Löschflugzeuge und ein Hubschrauber. Erschwert würden die Löscharbeiten durch die radioaktive Strahlung. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht, hieß es. In den Wäldern in der Sperrzone kommt es immer wieder zu Bränden.

Nach der Explosion des Blocks vier im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl wurden 1986 radioaktiv belastete Landstriche um die Atomruine gesperrt. Zehntausende Menschen wurden damals zwangsumgesiedelt.

19:41 Uhr

Kobe Bryant in Hall of Fame aufgenommen

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Der Tod der Basketball-Legende hatte weltweit Bestürzung ausgelöst.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor gut zwei Monaten ist Basketball-Legende Kobe Bryant tödlich verunglückt, jetzt ist er in die Hall of Fame aufgenommen worden. Neben Bryant gehören weitere NBA-Größen wie Tim Duncan und Kevin Garnett zu den neun auserwählten Basketball-Persönlichkeiten. Bryant war Ende Januar mit seiner 13-jährigen Tochter Gianna und sieben weiteren Menschen beim Absturz eines Hubschraubers nahe Los Angeles ums Leben gekommen. Der Superstar spielte von 1996 bis 2016 für die Los Angeles Lakers und führte den Club zu fünf Meisterschaften. Auch Duncan feierte fünf Mal den NBA-Titel, Garnett war einmal erfolgreich.

19:22 Uhr

Haftbefehl gegen mutmaßlichen Daimler-Erpresser

Nach der Festnahme von zwei mutmaßlichen Erpressern des Daimler-Konzerns ist gegen den 30-jährigen Hauptverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Der Mann wurde dazu einem Richter in Berlin vorgestellt, teilte die Polizei mit. Die beiden Männer im Alter von 30 und 59 Jahren seien am Freitag im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg auf der Straße gefasst worden. Sie sollen versucht haben, einen "hohen Geldbetrag" von einem Industrieunternehmen zu erpressen. Nach Angaben von "Stuttgarter Zeitung", "Stuttgarter Nachrichten" und "Bild"-Zeitung handelt es sich dabei um die Daimler AG.

Eine Sprecherin der Daimler AG bestätigte auf Anfrage einen Erpressungsversuch. Der 30 Jahre alte Hauptverdächtige soll nach Angaben der Ermittler damit gedroht haben, giftiges Quecksilber in Unternehmensfahrzeugen zu verteilen. Rund 20 Beamte ermitteln. In der Wohnung des Mannes habe man umfangreiches Beweismaterial gefunden, das nun ausgewertet werde. Der mutmaßliche Komplize wurde zunächst freigelassen, da seine genaue Tatbeteiligung noch unklar ist.

18:51 Uhr

Streit um fehlende Gesichtsmaske - Mann auf Philippinen erschossen

Ein Mann ist auf den Philippinen an einem Corona-Kontrollposten wegen einer fehlenden Gesichtsmaske in Streit mit den dortigen Beamten geraten und erschossen worden. Der 63-Jährige habe in dem Ort Nasipit im Süden des Inselstaates aggressiv auf den Hinweis reagiert, er müsse eine Gesichtsmaske tragen und das Personal mit einer Sense angegriffen, hieß es in einem Polizeibericht. Ein Polizist, der den offenbar alkoholisierten Mann beruhigen wollte, habe ihn getötet.

Präsident Rodrigo Duterte hatte am Mittwoch gesagt, er befehle der Polizei und dem Militär, auf jeden zu schießen, der Ärger mache. Am Freitag verteidigte er diese Haltung in einer Fernsehansprache. Die Öffentlichkeit müsse den Ernst der Lage erkennen, denn jeder könne am Coronavirus erkranken, sagte er.

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Präsident Duterte ist kein Freund der besonnenen Politik - auch nicht in der Corona-Krise.

(Foto: picture alliance/dpa)

18:35 Uhr

FDP fordert Aufhebung von Blutspende-Verbot für Schwule

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In Zeiten von Corona sind Blutspenden besonders wichtig.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die FDP hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn aufgefordert, sich angesichts der Corona-Pandemie für eine Aufhebung des weitgehenden Blutspendeverbots für schwule Männer stark zu machen. "Unter dem Blutspendeverbot leiden vor allem die, die nun dringend auf Spenderblut angewiesen sind", schrieben die FDP-Bundestagsabgeordneten Jens Brandenburg und Kathrin Helling-Plahr in einem Brief an den Minister. Das weitgehende Blutspendeverbot sei "lebensfremd". Einen ähnlichen Brief schrieben die beiden Liberalen an die Bundesärztekammer.

In Deutschland dürfen homo- und bisexuellen Männer lediglich dann Blut Spenden, wenn sie mindestens zwölf Monate keinen gleichgeschlechtlichen Verkehr mehr hatten. Diese Regelung stammt noch aus der Zeit der Aids-Krise. Helling-Plahr und Brandenburg kritisierten diese Vorgabe: "Entscheidend für ein Infektionsrisiko ist nicht die sexuelle Identität eines Menschen, sondern das tatsächliche Risikoverhalten, zum Beispiel durch ungeschützten Sexualverkehr mit häufig wechselnden Partner/innen."

17:52 Uhr

Star-Fotograf Peter Beard verschwunden

Berühmtheit erlangte Peter Beard vor allem durch seine Wildtierfotografie - jetzt wird der US-Fotograf, Künstler und Autor vermisst. Der 82-Jährige verschwand US-Medien zufolge am Dienstagnachmittag aus seinem Haus in Montauk an der Ostspitze von Long Island. Seitdem wird mit Helikoptern und Drohnen nach dem dementen Fotografen gesucht.

"Ich weiß, das ist die schwierigste Zeit, um euch nach Hilfe zu fragen", schrieb seine Tochter Zara auf Instagram. "Aber mein Vater ist irgendwo da draußen, vermisst. Er ist stark, aber die Nächte waren kalt und er hat Herzprobleme und ich habe Angst, dass mit jeder Minute, die vergeht, die Hoffnung schwindet, dass er überlebt."

*Datenschutz

17:23 Uhr

Teenager brechen in Kita ein und fliehen mit Bobbycars

Die Langeweile während der Coronabedingten Schulschließungen kann den ein oder anderen Schüler schon mal auf dumme Gedanken bringen. So geschehen auch im rheinland-pfälzischen Betzdorf. Vier Jugendliche brachen dort in den Geräteschuppen einer Kita ein und erbeuteten vier Bobbycars, auf denen sie dann die Flucht ergriffen. Allerdings kamen sie nicht weit: Eine Augenzeugin stellte die Jugendlichen zur Rede, woraufhin diese sich zu Fuß aus dem Staub machten.

Die Bobbycars ließen sie zurück. Die Polizei verfolgt die Angelegenheit trotzdem weiter: Sie leitete Strafverfahren ein und fahndet nun nach den flüchtigen Spielzeug-Dieben.

16:37 Uhr

Suche eingestellt: Kennedy-Nichte und Sohn wohl ertrunken

Die Nichte des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, Maeve Kennedy Townsend McKean, scheint nach einem Kanu-Unfall zusammen mit ihrem Sohn ertrunken zu sein. Der Ehemann der 40-Jährigen, David McKean, erklärte auf Facebook, dass die Suche nach ihr und ihrem gemeinsamen achtjährigen Sohn Gideon nach mehr als 24 Stunden eingestellt worden sei. "Die Chancen, dass sie überlebt haben, sind unglaublich gering", schrieb McKean in einem langen Beitrag. "Es ist offensichtlich, dass Maeve und Gideon gestorben sind."

David McKean erklärte auch, was offenbar passiert ist: "Wir waren in einem Haus in der Chesapeake Bay in Selbstisolation, das Maeves Mutter Kathleen gehört." Sie seien dorthin gereist, um ihren Kindern während der Corona-Krise mehr Platz zum Spielen zu bieten, als sie zu Hause in Washington, D.C. gehabt hätten. Beim Kickball sei der Ball versehentlich ins Wasser gefallen - Maeve und Gideon seien in ein Kanu gestiegen, um diesen zurückzuholen. Vom Wind oder dem Strom seien sie hinausgetrieben worden. In der Familie der Kennedys hatte es in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrere tragische Todesfälle gegeben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:16 Uhr

Opernsänger proben im Homeoffice

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Beim Opernball herrschte noch Betrieb, mittlerweile ist die Leipziger Oper verlassen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auch die Tore der Leipziger Oper sind wegen der Corona-Pandemie seit rund drei Wochen verschlossen - doch das bedeutet noch lange nicht, dass die Stimmen und Instrumente der Künstler verstummt sind. Denn seither proben die Sänger, Musiker und Tänzer im musikalischen Homeoffice. "Ich sitze täglich zwei Stunden am Klavier und lerne Töne, zudem mache ich eine Stunde Sport, um fit für die Bühne zu bleiben", berichtete die Sopranistin Lilli Wünscher der Nachrichtenagentur AFP.

Wünscher schmettert ihre Soli nun in ihrem Haus am Leipziger Stadtrand. "Das kostet viel Disziplin", sagt sie. Statt großem Publikum lauschen momentan lediglich ihr Mann, die drei Kinder im Alter von zwölf, zehn und drei Jahren und der Riesenschnauzer-Welpe Ludwig. Sie probe auch, wenn die Kinder schon im Bett liegen, dann allerdings mit gedämpfter Stimme - das sei der Nachwuchs schon gewohnt.

15:42 Uhr

Rinder stürmen Weide - Menschen dürfen nur online zusehen

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In Zeiten von Corona wäre man gerne Rind!

(Foto: picture alliance/dpa)

"Ab auf die Weide!" - nach diesem Motto ist die Winter- und Stallzeit für rund 200 Kühe im niedersächsischen Brake zu Ende gegangen. Muhend, hüpfend und galoppierend begrüßten die Rinder den Frühling 2020. Normalerweise verfolgen dieses Spektakel fast 2000 Zuschauer - doch wegen der Corona-Krise war der Weideaustrieb in diesem Jahr nicht-öffentlich. Dafür wurde er ins Digitale verlegt: Auf Social-Media-Kanälen und einer Internetseite veröffentlichte der Verein Fotos und Videos.

Die Veranstaltung war ganz bewusst trotz Corona-Krise nicht abgesagt worden. "In Zeiten, da Verbraucher leere Regale befürchten, erhält die heimische Landwirtschaft einen neuen Stellenwert", hieß es vom Grünlandzentrum.

15:09 Uhr

Polizei springt als Babysitter ein

Polizisten haben in Nordhessen auf ein zwei Jahre altes Kind aufgepasst, weil dessen alleinerziehende Mutter ins Krankenhaus musste. Die 26-Jährige war in der Nacht zur Entbindung ihres zweiten Kindes in die Klinik gebracht worden. Da die eigentliche Babysitterin jedoch zunächst nicht kam, sprangen die Beamten ein. Laut der Korbacher Polizei wiegten sie das Kind in den Schlaf und warteten dann auf die langersehnte Hilfe.

14:42 Uhr

Nationalparks alarmieren: Wilderer töten vermehrt Tiere in Nepal

Der weitgehende Stillstand infolge der Corona-Krise lockt in Nepal offenbar Wilderer an. Tierschützer beklagen mehrere getötete Tiere in Nationalparks. Auch ein Mensch ist bereits ums Leben gekommen.

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In Nepal haben Wilderer drei Krokodile getötet.

(Foto: imago/robertharding)

  • Drei Krokodile einer vom Aussterben bedrohten Art und ein Elefant seien seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen am 24. März von Wilderern getötet worden, sagte ein Sprecher von Nepals Behörde für Nationalparks und Wildschutz.
  • Zudem seien bei einem Zusammenstoß zwischen Wilderern und Parkhütern ein Wilderer getötet und ein Ranger schwer verletzt worden.
  • Die Krokodile wurden den Angaben zufolge nahe dem Chitwan-Nationalpark getötet.
  • Den Elefanten fanden Parkhüter im Bardiya-Nationalpark - die Wilderer hatten ihn demnach mit Stromschlägen getötet.
14:41 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Christoph Rieke hat sich in den Feierabend verabschiedet, hier geht es aber natürlich trotzdem weiter mit Meldungen aus aller Welt. Mein Name ist Franziska Türk, bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich per Mail an franziska.tuerk@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut - und natürlich immer mit genügend Sicherheitsabstand voneinander - durch diesen sonnigen Samstag!

14:17 Uhr

Russisches Wohnhaus stürzt bei Gasexplosion ein

Etwa 90 Kilometer östlich von Moskau hat sich ein tragisches Unglück ereignet. Wie die Behörden russischen Agenturen zufolge mitteilten, ist in der Stadt Orechowo-Sujewo ein mehrstöckiges Wohnhaus bei einer Gasexplosion eingestürzt. Demnach gibt es mehrere Verletzte und Tote. Weil in der Region strenge Ausgangsbeschränkungen gelten, rechnen die Behörden mit zahlreichen Opfern.

13:28 Uhr

Mann tötet zwei Menschen bei Messerattacke nahe Lyon

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Mindestens zwei Tote und sieben Verletzte - das ist die erschütternde vorläufige Bilanz eines Gewaltexzesses im Südosten Frankreichs.

  • Ermittlerkreisen zufolge attackierte ein Mann mehrere Menschen in der Kleinstadt Romans-sur-Isère mit einem Messer.
  • Demnach ist der 33-jährige Verdächtige nach der Tat in dem Ort südlich von Lyon festgenommen worden.
  • Eine Person soll in Lebensgefahr schweben.
  • Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft prüft, ob sie die Ermittlungen der Kriminalpolizei an sich zieht.
Mehr dazu lesen Sie hier.
12:34 Uhr

Polizei teilt neue Erkenntnisse nach Fund von drei Toten mit

Noch immer ist unklar, was sich gestern genau nahe dem hessischen Hattersheim zugetragen hat. Nach dem Fund von drei toten Männern am Main hat die Polizei allerdings neue Erkenntnisse.

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Bei Hattersheim am Main hatten Polizisten am Freitag drei tote Personen gefunden.

(Foto: dpa)

  • Bei Ermittlungen habe sich bestätigt, dass sich die Toten kannten, sagte ein Polizeisprecher.
  • Zudem habe es "Unstimmigkeiten" zwischen ihnen gegeben.
  • Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus, bei dem ein 57 Jahre alter Tatverdächtiger zunächst zwei ihm bekannte Männer und anschließend sich selbst erschoss.
  • Das Motiv der Tat ist weiter unklar.
11:55 Uhr
Breaking News

Labour-Partei wählt Keir Starmer zum neuen Chef

Der Favorit hat sich durchgesetzt: Keir Starmer ist neuer Chef der britischen Sozialdemokraten. Das bestätigt die Labour-Partei auf Twitter. Der Brexit-Experte Starmer tritt damit die Nachfolge von Jeremy Corbyn an.

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:53 Uhr

Katy Perry verrät Geschlecht ihres Babys

Nur noch wenige Monate, dann wird Katy Perry zum ersten Mal Mutter. Vater des Kindes ist ihr Lebensgefährte Orlando Bloom. Nun hat die Sängerin das Geschlecht des gemeinsamen Nachwuchses verraten.

  • "Es ist ein Mädchen", schrieb die 35-Jährige auf Instagram.
  • In dem Post ist zudem ein Bild des breit grinsenden Bloom zu sehen, das den 43-Jährigen mit rosafarbener Creme im Gesicht zeigt.
  • Bloom ist bereits Vater eines neunjährigen Sohns.
*Datenschutz

10:58 Uhr

Bahnstrecke bleibt nach tödlichem Unglück bis Mittwoch gesperrt

Mehr als 100 Tonnen wog die Betonplatte, die am Donnerstagabend von einer Brückenbaustelle bei Auggen in der Nähe von Freiburg auf eine Bahnstrecke stürzte und ein tödliches Zugunglück verursachte. Noch immer dauern die Ermittlungen zum Unfallhergang an.

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Nach dem tödlichen Zugunglück bei Auggen in der Nähe von Freiburg gehen die Ermittlungen zu Unfallhergang und -ursachen weiter.

(Foto: dpa)

  • Die Bergungsarbeiten und parallel dazu die Untersuchungen werden an diesem Wochenende fortgesetzt, wie ein Sprecher der Polizei sagte.
  • Die Bahnstrecke zwischen Freiburg und Basel könnte nach vorsichtigen Schätzungen noch bis Mittwoch gesperrt sein, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn mit.
  • Bei dem Güterzugunglück war ein 51-jähriger Lokführer ums Leben gekommen, drei Lastwagenfahrer, die mit sieben weiteren Fahrern in dem Zug gereist waren, erlitten Verletzungen.
10:20 Uhr

Grüne fordern zügige CO2-Preiserhöhung

Ab kommendem Jahr soll der Preis von Sprit, Heizöl und Erdgas nach und nach steigen - aufgrund des CO2-Preises. Darauf hatten sich die Grünen über den Bundesrat mit der Bundesregierung geeinigt. Nun hat die Partei an die Vereinbarung erinnert.

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Die Grünen pochen auf eine rasche Umsetzung der Zusagen für einen höheren CO2-Preis.

(Foto: imago images/Future Image)

  • "Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass die Ergebnisse des Vermittlungsausschusses vom Dezember umgesetzt werden", sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer der Deutschen Presse-Agentur.
  • Im Kompromisspapier hieß es, die Bundesregierung werde "bis zum Frühjahr 2020" einen Gesetzentwurf zur Erhöhung des Einstiegspreises von 10 auf 25 Euro einbringen.
  • "Gerade beim nationalen Emissionshandel braucht es ein Zeichen, dass wir nach der Corona-Krise anders wirtschaften wollen", so Krischer.
  • Das Wirtschaftsministerium teilte auf Anfrage mit, geplant sei, den Entwurf für eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) "im ersten Halbjahr 2020" vorzulegen.
09:32 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sonne scheint, das Wochenende freundet sich mit dem Frühling an. Denken Sie trotz aller Verlockungen an das Kontaktverbot und an Ihre Mitmenschen, alles wird gut.

Dennoch beschäftigen uns weiter die Entwicklungen rund um das Coronavirus, die wir für Sie auch im Liveticker abbilden. Zudem hält der Tagesplan diese Themen bereit:

  • Zur Mittagszeit gibt die britische Labour-Partei online das Ergebnis der Wahl ihres neuen Chefs bekannt. Der bisherige Vorsitzende Jeremy Corbyn hatte nach dem desaströsen Wahlergebnis Mitte Dezember seinen Rückzug angekündigt.
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    Die britische Labour-Partei benennt heute den Nachfolger des bisherigen Parteichefs Jeremy Corbyn.

    (Foto: imago images/i Images)

  • Für mehr als 12.000 Deutsche endet heute das Warten auf die Heimkehr. Nach einem Stopp von Rückführungsflügen aus Neuseeland befindet sich bereits ein erster Flieger mit in dem Land gestrandeten Deutschen auf dem Weg in die Heimat. Weitere Evakuierungsflüge soll es in den kommenden Tagen aus Auckland und Christchurch geben.
  • Und: Eine fetzige Party bleibt Daniel Cohn-Bendit verwehrt. Dennoch wird der Alt-68er und ehemalige Grünen-EU-Abgeordnete seinen heutigen 75. Geburtstag feiern, da sind wir uns sicher.

Bleiben Sie gesund und kommen Sie wohlbehalten durch den Samstag! Mein Name ist Christoph Rieke und ich begleite Sie zunächst durch den "Tag".

08:18 Uhr

Cathy Hummels ist "geflasht" von Innenarchitekt Mats

Was tun in der Krise, wenn der Fußball zwangspausiert? Mats Hummels hat offenbar erheblichen Renovierungsbedarf in den eigenen vier Wänden ausgemacht. Seine Frau ist entzückt.

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Mats flasht seine Cathy.

(Foto: imago images/Spöttel Picture)

  • "Er baut hier alles selber zusammen", sagte Cathy Hummels im Radiotalk "Mit den Waffeln einer Frau" mit Barbara Schöneberger.
  • Demnach hat der Profi von Borussia Dortmund die Gestaltung des Interieurs übernommen.
  • "Wir Frauen neigen ja dazu, Männern immer alles abzunehmen und ihnen nicht zu vertrauen, wenn es um die Inneneinrichtung geht", sagte Cathy Hummels. "Aber hier habe ich ihn einfach mal machen lassen und er hat mich echt geflasht."
07:34 Uhr

Fifa will Altersgrenze für Olympia 2021 anheben

Bis zu den Olympischen Spielen dauert es bekanntermaßen noch ein bisschen. Wegen der Coronakrise findet das Ereignis erst 2021 statt. Deshalb plädiert eine Arbeitsgruppe des Fußball-Weltverbandes Fifa für eine Anpassung der Altersgrenze.

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Die DFB-Auswahl ist für Olympia 2021 qualifiziert.

(Foto: imago images/Aleksandar Djorovic)

  • Laut dem Fifa-Gremium sollen für das olympische Fußballturnier in Tokio die ursprünglich vorgesehenen Kriterien erhalten bleiben.
  • Heißt: Einsatzberechtigt sind Spieler, die am oder nach dem 1. Januar 1997 geboren wurden - also auch jene, die zum Zeitpunkt des U23-Turniers bereits 24 Jahre alt sind.
  • Die 16 qualifizierten Teams - darunter Deutschland - können zudem auch weiterhin drei ältere Spieler aufbieten.

06:33 Uhr

Trump feuert obersten Geheimdienst-Aufseher

Mit einer Mitteilung an den US-Kongress brachte Michael Atkinson die Ukraine-Affäre um Donald Trump ins Rollen. Rund zwei Monate nach dem erfolglosen Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten ist der Generalinspekteur der Geheimdienste nun seinen Job los.

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Michael Atkinson ist nicht mehr Generalinspekteur der US-Geheimdienste.

(Foto: AP)

  • Trump habe Atkinson entlassen und den Kongress in einem Schreiben über seine Entscheidung informiert, berichten mehrere US-Medien übereinstimmend.
  • Als Aufseher der Geheimdienste hatte Atkinson die Beschwerde eines Whistleblowers an den Kongress weitergeleitet, die sich auf ein Telefonat Trumps mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bezog.
  • Das führte zu einem Amtsenthebungsverfahren unter anderem wegen Machtmissbrauchs gegen Trump, der Anfang Februar vom Senat freigesprochen wurde.
06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht