Samstag, 04. Juli 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:33 Uhr

Das war Samstag, der 4. Juli

Liebe Leserinnen und Leser,

zum Abend sollte man wie bei einer guten Fluglandung langsam runterkommen. Deshalb habe ich für Sie zum Ausklang eine Meldung, die Ihren Blick zurück schweifen lässt. Sogar elf Millionen Jahre weit zurück.

Schildkröte aus der Ur-Nordsee entdeckt

133589053.jpg

Ein Puzzelspiel mit Teilchen aus dem Rückenpanzer: Die Schildkröte soll zwei Meter lang gewesen sein.

(Foto: picture alliance/dpa)

In einer Tongrube nördlich von Hamburg sind Überreste einer rund elf Millionen Jahre alten Lederschildkröte gefunden worden. Neben mehreren Hundert Platten aus dem Rückenpanzer seien auch Knochen an der Fundstelle in Groß Pampau aufgetaucht, die vermutlich zu den Extremitäten des mindestens zwei Meter langen Reptils gehörten, sagte Grabungsleiter Gerhard Höpfner bei der Vorstellung der Funde. Die präparierten Funde sollen im Lübecker Museum für Natur und Umwelt ausgestellt werden. Neben den Überresten der Lederschildkröte und einer kleineren Meeresschildkröte präsentierte das Team auch Korallen, Rochenstachel, den Schädel eines Delfins sowie fossile Knochen eines Sturmvogels. Alle Funde stammten aus Tiefen zwischen acht und 20 Metern unter der Oberfläche und bildeten die ganze Biodiversität der Ur-Nordsee ab.

Und nun landen wir entschleunigt wieder in der Gegenwart. Das war heute sonst noch wichtig:

Und nun wünsche ich Ihnen einen schönen Samstagabend. Bis morgen wieder an dieser Stelle.

22:09 Uhr

Flasche Wein verrät Automaten-Randalierer

imago0093098106h.jpg

War es Weiß- oder Rotwein? Auch das ist nicht überliefert.

(Foto: imago images / Panthermedia)

Jeder kriminelle Anfänger weiß, dass man niemals an den Tatort zurückkehren sollte. In Rheinland-Pfalz muss ein 20-Jähriger seine Lust auf eine Flasche Wein teuer bezahlen. Die wollte der junge Mann am Freitagabend aus dem Automaten eines Weinguts im Raum Südliche Weinstraße ziehen. Um schneller an das Getränk zu kommen, stieß er mehrmals mit der Schulter gegen die Scheibe des Automaten und beschädigte sie. Der 20-Jährige türmte zunächst, doch wenig später wurde der Durst offenbar zu groß und der junge Mann kehrte erneut zurück. Warum? Um vom Betreiber des Automaten seine Flasche Wein einzufordern. Von dem verursachten Schaden in Höhe von 2000 Euro wies er erst mal von sich. Doch anhand der vorhandenen Videoaufzeichnungen konnte er der Tat überführt werden. Als Leugnen nicht mehr half, räumte er gegenüber der Polizei den Ablauf ein. Ob er wenigstens seine Flasche wiederbekommen hat, blieb unklar.

21:37 Uhr

Weißer Jaguar überfährt zwei Demonstrantinnen in Seattle

Bei einer Demonstration gegen Rassismus auf einem Highway in Seattle sind zwei Frauen im Alter von 24 und 32 Jahren von einem weißen Jaguar erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Auf Videos von dem Unglück, die in sozialen Netzwerken verbreitet wurden, ist zu sehen, wie der Fahrer auf mehrere Autos zurast, die als Barrikade quer über den Highway aufgestellt waren. Kurz darauf trifft er frontal auf die beiden Frauen. Die Polizei nahm den Fahrer kurze Zeit später fest, ein Beamter twitterte Fotos mit dem demolierten Wagen. Der Highway war für die Kundgebung gesperrt, die Ermittlungen zu den Motiven des Mannes dauern noch an. Captain Ron Mead von der Washington State Patrol sagte laut der Nachrichtenagentur AP, er hoffe, dass die tagelangen Blockaden auf dem Highway jetzt aufhörten. Er könne für die Sicherheit der Demonstranten nicht garantieren.

AP_20186560438951.jpg

Der Fahrer des Jaguars ist festgenommen worden. Seine Motive sind noch unklar.

(Foto: AP)

 

21:06 Uhr

Niederlande streichen Geschlecht vom Personalausweis

Die Ausweise in den Niederlanden sollen künftig keine Angaben zum Geschlecht mehr enthalten. Die entsprechende Kategorie werde "von 2024/2025 an" entfallen, schrieb Bildungs- und Kulturministerin Ingrid van Engelshoven in einem Brief an das Parlament.

  • Ziel sei es, "dort wo es möglich ist, die unnötige Registrierung des Geschlechts zu begrenzen". Die Menschen sollten "ihre eigene Identität erschaffen und in voller Freiheit und Sicherheit leben", erklärte die Ministerin.
  • Auf den Reisepässen könne gemäß den Vorgaben der EU nicht darauf verzichtet werden.
  • Die Niederlande seien nicht das erste Land mit einem geschlechtsneutralen Ausweis, betonte van Engelshoven. Auch in den deutschen Personalausweisen werde das Geschlecht nicht genannt.
49461416.jpg

Vorbild Deutschland: Ob Erika ein Mann oder eine Frau ist, vermerkt der Personalausweis nicht.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

20:27 Uhr

Tiger im Zoo Zürich tötet Pflegerin

imago0092611132h.jpg

Sibirische Tiger oder Amurtiger sind die größten lebenden Katzen der Welt.

(Foto: imago images/blickwinkel)

Im Zoo Zürich ist eine 55 Jahre alte Tierpflegerin von einem sibirischen Tiger tödlich verletzt worden. Ein Zoo-Besucher hatte das Unglück gegen 13.30 Uhr mitangesehen. Er schlug Alarm, weshalb sofort mehrere Zoo-Mitarbeitende zur Tiger-Anlage ausrückten und versuchten, ihrer Kollegin zu helfen. Es gelang ihnen, die Amurtigerin Irina mit Rufen aus der Anlage und in den Stall zu locken. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen kam für die 55-Jährige jede Hilfe zu spät. Wie es genau zu dem Vorfall kam und weshalb sich die Tierpflegerin zur gleichen Zeit wie der Tiger in der Anlage aufhielt, untersuchen nun unter anderem Staatsanwaltschaft und Zürcher Stadtpolizei.

20:02 Uhr

Hotdog-Wettessen: Neuer Weltrekord liegt bei 75 Würstchen

imago0051956304h.jpg

Joey Chestnut.

Falls Sie Ihr Abendbrot noch vor sich haben: Beim Hotdog-Wettessen im New Yorker Vergnügungspark Coney Island hat der Serien-Champion Joey Chestnut einen neuen Rekord aufgestellt. Der 36-jährige Kalifornier verdrückte 75 Würstchenbrote in zehn Minuten und verbesserte seine frühere Bestleistung von 2018 um einen Hotdog. Nach Angaben der Veranstalter ist dies ein neuer Weltrekord. In der Frauenriege stellte Titelverteidigerin Miki Sudo mit 48,5 Hotdogs in zehn Minuten ebenfalls einen neuen Rekord auf. Es war ihr siebter Sieg in dem Wettbewerb. Die 34-jährige Schnellesserin übertraf ihren persönlichen Rekord von 2017 mit 41 Würstchenbroten und den von Sonya Thomas, die 2012 mit 45 Hotdogs einen Frauen-Weltrekord aufgestellt hatte. Ein kleines Fazit? Man muss nicht in jeder Disziplin mit der Weltspitze mithalten können.

*Datenschutz

 

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:37 Uhr

Biden will "Wurzeln des Rassismus" ausreißen

Die USA haben nach Ansicht des designierten Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten, Joe Biden, die Möglichkeit, Ungleichheiten ein für alle Mal zu überwinden. "Die amerikanische Geschichte ist kein Märchen. Sie war ein ständiges Hin und Her zwischen zwei Teilen unseres Charakters - der Idee, dass alle Männer und Frauen, alle Menschen gleich geschaffen sind, und dem Rassismus, der uns auseinander gerissen hat", sagte Biden in einer Videobotschaft. Das Land habe jetzt die Chance, den Ausgegrenzten, Isolierten und Unterdrückten ihren "vollen Anteil am amerikanischen Traum" zu geben. "Wir haben die Chance, die Wurzeln des systematischen Rassismus aus diesem Land herauszureißen", sagte er anlässlich des Unabhängigkeitstages der USA am 4. Juli. Der Nationaltag stand unter dem Eindruck der Corona- Pandemie und landesweiter Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt.

*Datenschutz

 

19:00 Uhr

Helikopter abgestürzt: Zwei Tote

Nach einem Hubschrauberabsturz im Nordwesten Australiens sind am Samstag ein Mann und ein Mädchen ums Leben gekommen. Eine Frau und ein weiteres Kind befänden sich in kritischem Zustand, berichteten australische Medien unter Berufung auf die Polizei des Bundesstaats Western Australia. Die Maschine stürzte am Nachmittag kurz nach dem Start in Bilingurr, einem Vorort der Stadt Broome, ab. Der Mann und mutmaßliche Pilot starb sofort. Das Mädchen erlag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Behörde für Verkehrssicherheit wollte Ermittler zur Unglücksstelle schicken.

18:27 Uhr

"Peinlich", "Trauerspiel": SPD-Fraktion mit Parteichefs unzufrieden

imago0097260619h (1).jpg

"Die können es nicht", sagen viele Genossen über das Duo Borjans und Esken.

(Foto: imago images/Bettina Strenske)

In der SPD wächst die Unzufriedenheit mit den Parteivorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Von einem "Trauerspiel" sei vor allem in der SPD-Bundestagsfraktion die Rede, von peinlichen Auftritten, für die man sich schämen müsse, berichtete der "Spiegel". Das Urteil vieler Abgeordneter laute: Die können es nicht.

  • "Wenn wir stärker werden wollen und neue Koalitionsoptionen erschließen wollen, müssen wir in die Mitte integrieren", sagte der Thüringer Abgeordnete Christoph Matschie dem Blatt. Die Parteispitze sende im Moment dagegen Signale, möglichst linke Politik zu machen.
  • Siemtje Möller, Sprecherin des konservativen Seeheimer Kreises in der Bundestagsfraktion, kritisierte eine mangelnde Einbindung aller Strömungen der Partei. Die Rolle von Parteivorsitzenden sei es, die Partei in ihrer Gesamtheit und Vielfalt zu repräsentieren, sagte Möller. "Da können wir noch besser werden."
  • Auch Eskens ausgeprägte Aktivität auf Twitter stößt in der Fraktion auf Kritik. "Twitter ist ein großes Problem", sagt die Abgeordnete Claudia Moll dem Magazin. Ältere erreiche man nicht, "wenn man sich überwiegend in der Twitterblase aufhält".
18:01 Uhr

Ansturm bei Eröffnung von Rapper-Döner-Bude

Bei der Eröffnung eines Döner-Imbisses des Rappers Xatar in der Bonner Innenstadt ist es zu einem Massenandrang gekommen. Laut Ordnungsamt wollten am Nachmittag wohl unerwartet bis zu 350 überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene in dem Imbiss essen. Dabei wurden Abstände nach der Corona-Schutzverordnung nicht eingehalten. Das Ordnungsamt konnte die Lage deeskalieren und entspannen, berichtete der "Bonner General-Anzeiger".

17:26 Uhr

NRW: Elfjährige im See ertrunken

imago0100677440h.jpg

(Foto: imago images/Shotshop)

In einem See im nordrhein-westfälischen Hückelhoven im Kreis Heinsberg ist eine Elfjährige ertrunken. Sie ging am Freitagabend in den Adolfosee, verlor den Halt und geriet unter Wasser. Eine Gleichaltrige, die am Ufer wartete, den Angaben zufolge Nichtschwimmerin, versuchte, mit ihrem Fahrrad Hilfe zu holen. Währenddessen kamen Spaziergänger zum See, die den im Wasser treibenden Körper sahen und den Rettungsdienst alarmierten. Das Mädchen starb im Krankenhaus. In Hannover war ebenfalls am Freitagabend ein fünfjähriges Mädchen beim Spielen am Märchensee ertrunken.

16:59 Uhr

Abstimmung: Braucht Deutschland eine Wehrpflicht?

131950317.jpg

Wehrdienst ja, aber keine Pflicht: AKK kündigt ein neues Konzept an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat einen neuen Freiwilligendienst in der Bundeswehr angekündigt. Eine Rückkehr zur Wehrpflicht lehnte sie dagegen ab. Die Wehrbeauftragte Eva Högl von der SPD hatte vor dem Hintergrund rechtsextremistischer Vorfälle in der Bundeswehr eine Debatte über die Wiedereinführung der Wehrpflicht angestoßen. Kramp-Karrenbauer sagte, in Ergänzung zum freiwilligen Wehrdienst solle bei der Bundeswehr ab 2021 unter dem Titel "Dein Jahr für Deutschland" ein neuer Dienst eingeführt werden. Jugendliche, die sich für den Dienst entscheiden, sollen in ihrer jeweiligen Heimat eine sechsmonatige militärische Grundausbildung erhalten und anschließend für sechs Monate heimatnah zu Reservediensten herangezogen werden. Das genaue Konzept solle bald vorgestellt werden. 2011 war die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland und damit auch der Zivildienst ausgesetzt worden.

*Datenschutz

 

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:30 Uhr

Hongkong-Aktivist Wong rüffelt "Bild"

imago0101984764h.jpg

Joshua Wong im Juni in Hongkong.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Aussagen des bekannten Hongkonger Aktivisten Joshua Wong in der "Bild"-Zeitung sorgen für Verwirrung. Wong schrieb auf Twitter, dass er mit der Zeitung kein Interview geführt habe. Die "Bild" hatte den Aktivisten in ihrer Ausgabe vom Freitag mit einer Bitte an die deutsche Bundesregierung, genau auf Hongkong zu schauen, zitiert. "Der Inhalt des Berichts ist falsch, da ich der "Bild"-Zeitung in der vergangenen Woche kein Interview gegeben habe", twitterte Wong. Nach dpa-Informationen hat die "Bild"-Zeitung das Interview ausdrücklich nicht zurückgezogen. Auf Bild.de war nur ein älteres Interview mit ähnlichen Aussagen zu finden. Wong war bis zum Nachmittag nicht zu erreichen.

  • Laut dem "Bild"-Bericht rief er die Bundesregierung auf, "das Unrecht beim Namen" zu nennen.
  • Dazu twitterte Wong: "Unrecht war nie ein beschreibendes Wort, das ich in Interviews mit ausländischen Medien mit Blick auf das Sicherheitsgesetz verwendet habe". Zudem erklärte er, dass aus seiner Sicht auch akkurate Berichterstattung ein Schlüssel sei, um die Freiheit Hongkongs zu verteidigen.
  • Zum Inkrafttreten des umstrittenen chinesischen "Sicherheitsgesetzes" hatte der ebenfalls bekannte Aktivist Nathan Law am Donnerstag mitgeteilt, er habe Hongkong bereits verlassen. Seinen Aufenthaltsort verriet er nicht.

 

16:08 Uhr

Korso gegen Fahrverbote: Tausende Motorradfahrer röhren durch Deutschland

133588142.jpg

Einer für alle: Auch in Schwerin sind tausend Biker unterwegs, um gegen Fahrverbote zu protestieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Ansturm überraschte die Organisatoren: Viele tausend Motorradfahrer haben bundesweit gegen mögliche Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen demonstriert.

  • Allein in Friedrichshafen am Bodensee kamen rund 5000 Motorradfans zu einem Demo-Korso zusammen. Die Veranstalter hatten mit rund 1000 Teilnehmern gerechnet.
  • Auch in Stuttgart überstieg die Zahl der Biker die Erwartungen: Nach Angaben der Polizei vom frühen Nachmittag trafen sich dort bis zu 8000 Motorradfahrer - das führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
  • In München war die geplante Groß-Demo eigentlich verboten worden. Dennoch waren mehrere Tausend Biker in der Stadt unterwegs. Die Polizei sprach von mehr als 6000 Leuten, die mit ihren Maschinen über den Mittleren Ring rollten.
15:39 Uhr

Untergetaucht: Wirecard-Manager legte falsche Spur

Wirecard-Manager Jan Marsalek hat sein Verschwinden offensichtlich sorgfältig geplant: Eine der Schlüsselfiguren im milliardenschweren Bilanzskandal um den insolventen Dax-Konzern ist womöglich niemals über die Philippinen nach China gereist. Die Daten, die Ein- und Ausreise des früheren Vorstands Ende Juni dokumentieren sollen, seien gefälscht, sagte der philippinische Justizminister Menardo Guevarra. Dies habe eine Untersuchung der Aufnahmen von Überwachungskameras und Passagierlisten ergeben. "Die Beamten der Einwanderungsbehörde, die diese fiktiven Einträge vorgenommen haben, wurden von ihren Aufgaben entbunden und müssen nun mit Strafen rechnen", sagte Guevarra. Wirecard hatte im Juni eingeräumt, dass 1,9 Milliarden Euro auf asiatischen Treuhandkonten verbuchte Firmengelder sehr wahrscheinlich nicht existieren.

 

15:02 Uhr

Australischer Taucher von Hai totgebissen

Ein australischer Taucher ist beim Speerfischen von einem Hai angegriffen und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, war der 36-jährige Taucher gerade beim Fischen mit einem Speer vor der Küste der Insel Fraser im Osten des Kontinents unterwegs, als der Hai angriff. Ein Arzt und eine Krankenschwester hätten noch an der Küste sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Mann ergriffen, bevor Sanitäter eintrafen. Doch sei er am Ende seinen schweren Verletzungen am Bein erlegen, hieß es. Es war bereits der vierte tödliche Hai-Angriff in diesem Jahr in den Gewässern Australiens.

115822924.jpg

Hai-Forscherin und Haischützerin Ocean Ramsey schwimmt im Januar 2019 mit einem riesigen Weißen Hai vor der Küste der Insel Oahu (Hawaii). Für einen Taucher in Australien ging eine solche Begegnung jetzt weniger gut aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

14:34 Uhr

Winzer holt Weinfass aus der Tiefe des Bodensees

133583104.jpg

Ob Wein auf dem Seegrund besser reift? Winzer Josef Möth wird das jetzt herausfinden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rund ein Jahr lag es auf dem Grund des Bodensees: Ein Fass mit rotem Wein haben Taucher aus der Bregenzer Bucht geborgen. Versenkt hatte es dort der österreichische Winzer Josef Möth - um herauszufinden, ob sich die gleichbleibende Temperatur von vier Grad, der in der Tiefe herrschende Druck und das spärliche Licht auf Qualität und Geschmack des Weins auswirken. Der Weinbauer setzt große Hoffnung in das Ergebnis: "Es kann sein, dass wir mit unserem Experiment eine neue Ära der Weinlagerung eingeleitet haben", sagte er. Eine kleine Panne gab es allerdings bei der Aktion: Der Tank mit 1000 Litern Wein lag zusammen mit einem weiteren Tank Weißwein seit Mai 2019 auf dem Bodenseegrund - und eigentlich hätte der weiße Wein geborgen werden sollen. Jedoch ließen sich die beiden Tanks in der Tiefe nicht unterscheiden, so dass versehentlich der Rotwein heraufgeholt wurde. Na gut, dann muss der Winzer für die Verkoster jetzt nur noch die passenden Rotweinkelche hervorholen.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Ist es denn schon wieder so weit? Ja, der Samstag geht in die Halbzeit. Meine Kollegin Friedrike Zörner macht Feierabend und ich übernehme. Mein Name ist Barbara Mauersberg, Sie erreichen mich für Vorschläge, Kritik und Lob hier ganz direkt: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

14:07 Uhr

Kanadas Ethikkommission nimmt Trudeau ins Visier

Kanadas Premierminister Justin Trudeau droht Ungemach: Die Ethikkommission seines Landes leitet wegen eines umstrittenen Regierungsauftrags eine Untersuchung ein. Das teilte Ethikkommissar Mario Dion auf Twitter mit. Im Fokus steht dabei ein umstrittener Auftrag zur Umsetzung eines Regierungsprogramms, der an eine gemeinnützige Organisation mit Verbindungen zur Familie Trudeau vergeben worden war.

  • Trudeaus Regierung hatte Ende Juni die Organisation WE Charity mit der Umsetzung des 900 Millionen kanadische Dollar (591 Millionen Euro) umfassenden Programms beauftragt.
  • Im Zuge dessen werden Studenten, die während der Corona-Pandemie Freiwilligenarbeit für gemeinnützige Organisationen leisten, Zuschüsse von bis zu 5000 Dollar gewährt.
  • Die Opposition hatte die Vergabe kritisiert, da Trudeau, seine Frau und seine Mutter in der Vergangenheit von WE Charity als Redner eingeladen worden waren.
13:36 Uhr

US-Polizisten nach Würgegriff-Selfie gefeuert

2020-07-03T213203Z_371565535_RC2XLH98NLAP_RTRMADP_3_COLORADO-POLICE.JPG

"Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und den Anstand."

(Foto: via REUTERS)

Weil sie einen tödlichen Polizeieinsatz gegen den Afroamerikaner Elijah McClain für ein Selfie nachstellten, verlieren drei Polizeibeamte aus dem US-Bundesstaat Colorado ihren Job. Ein vierter Beamter kündigte. Er hatte das Bild Medienberichten zufolge zugeschickt bekommen und mit "ha ha" reagiert. McClain war im August vergangenen Jahres gestorben, nachdem ihn ein Polizist bei einer Kontrolle in den Würgegriff genommen hatte. Dem unbewaffneten 23-Jährigen wurde überdies ein Beruhigungsmittel gespritzt. Mit dem Einsatz hatte die Polizei auf einen Anruf reagiert, wonach sich ein Afroamerikaner "verrückt" in der Straße aufgeführt haben soll.

Das Polizisten-Foto entstand im Oktober vergangenen Jahres in der Nähe des Ortes, an dem McClain zu Tode kam. Die Polizeichefin von Aurora, Vanessa Wilson, nannte den Vorfall "ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und den Anstand".

13:06 Uhr

Politikerliste von rechtem Reservisten: Sechs weitere Beschuldigte

Vor wenigen Tagen wird bekannt, dass bei einem mutmaßlich rechtsextremen Reservisten aus Niedersachsen eine Liste mit privaten Kontaktdaten von Politikern und Prominenten gefunden wurde, die schon länger in rechtsextremen Kreisen kursieren soll.

  • Im Zusammenhang mit dem Fall durchsuchten Beamte am Freitag zehn Objekte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern.
  • Gegen sechs Beschuldigte werde nun wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Lüneburg mit. Bei den Razzien wurden demnach diverse Waffen, Waffenteile, Munition, elektronische Speichermedien und Tonträger gefunden und sichergestellt.
  • "Aufgrund der Gesamtumstände wird derzeit bei einem Teil der Beschuldigten von einer rechtsgerichteten Gesinnung ausgegangen", hieß es. Zu den Beschuldigten wollte die Behörde aus ermittlungstaktischen Gründen keine näheren Angaben machen.
12:29 Uhr

Mann baut Unfall, küsst Verletzte und flieht

Bild0006.jfif

Sein Auto ließ der Unfallverursacher kurzerhand zurück.

(Foto: Kreispolizeibehörde Unna)

Am Freitagabend fährt eine 56-Jährige in Werne bei grüner Ampel nichtsahnend mit ihrem Auto auf eine Kreuzung. Dort kollidiert ihr Fahrzeug mit dem Pkw eines Mannes, der aus einer rechten Seitenstraße kommt. Sie wird leicht verletzt. Während der Mann ihr Auto von der Fahrbahn schiebt, stellt sie ein Warndreieck auf. Daraufhin entschuldigt sich der Mann bei ihr, küsst ihren verletzten Arm und flieht ohne sein Auto. Die Polizei fahndet nun nach dem Fahrzeughalter. Es entstand laut Mitteilung ein Sachschaden von geschätzt 10.000 Euro.

12:06 Uhr

Opposition lehnt Wehrpflicht ab: "Gefährlicher Pappkamerad"

Der Vorstoß der Wehrbeauftragten Eva Högl, die Wehrpflicht wieder einzuführen, stößt bei der Opposition auf wenig Gegenliebe. "Die Wehrpflicht würde der Bundeswehr sicherheitspolitisch keinen Vorteil bringen, sondern lediglich massive personelle und finanzielle Ressourcen verschlingen", erklärte etwa Grünen-Sicherheitspolitiker Tobias Lindner. "Wer will, dass die Truppe auch weiterhin möglichst die Breite der Gesellschaft abbildet, muss nicht nur eine angemessene Bezahlung und Ausrüstung sicherstellen."

Auch Linksfraktionschef Dietmar Bartsch lehnt eine Wiedereinführung der Wehrpflicht als Konsequenz aus rechtsextremistischen Vorfällen in der Bundeswehr strikt ab. "Rechtsextremistisches Gedankengut und rechtsterroristische Gewaltfantasien in der Bundeswehr stehen nicht kausal mit dem Ende der Wehrpflicht in Zusammenhang, sondern mit einer Kultur in der Bundeswehr, die dies über Jahrzehnte zugelassen und toleriert hat", sagte Bartsch. Eine Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht sei "ein gefährlicher Pappkamerad", der die offensichtlichen Probleme in der Truppe nicht lösen werde. "Statt jungen Leuten mit der Wehrpflicht selbstbestimmte Zeit zu nehmen, brauchen wir auf allen Ebenen der Bundeswehr eine Nulltoleranz gegenüber geschichtsvergessenen Faschisten, die glauben, in Uniform ihr krankes Gedankengut ausleben zu können."

11:31 Uhr

"Quatsch": Gabriel wehrt sich gegen neue Vorwürfe wegen Tönnies

Mit zwei Aussagen versucht Sigmar Gabriel gegen Kritik anzukommen:

  1. "Warum soll ich mich zu solchen Vorwürfen äußern, die an den Haaren herbeigezogen sind."
  2. "Ein einfaches Nachlesen der Zeitungen in der Zeit, in der ich Wirtschaftsminister war, wird ihnen zeigen, dass ich mit der Fleischbranche und auch mit Clemens Tönnies nicht besonders freundlich umgegangen bin."

Aha. Andere wählen vielleicht Argumente, um sich gegen Anschuldigungen (von wo auch immer herbeigezogen) zur Wehr zu setzen. Der ehemalige SPD-Vorsitzende entscheidet sich lieber für den ihn typischen Verteidigungsmechanismus: Den Verdacht, er habe in seiner Zeit als Bundeswirtschaftsminister den umstrittenen Fleischunternehmer Clemens Tönnies vor einer Millionenstrafe des Bundeskartellamts bewahrt, nennt Gabriel in der Internetsendung "Bild live" schlicht "Quatsch". Er habe mit dem Thema nichts zu tun gehabt. Einen entsprechenden Vorwurf hatte der Neffe von Clemens Tönnies, Robert Tönnies, in einem Brief erhoben. Gabriel sagte dazu, er kenne den Brief nicht, wisse aber, dass "der Neffe von Clemens Tönnies mit Clemens verfeindet ist". Diese "Familienstreitigkeiten" wolle er aber nicht kommentieren.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:59 Uhr

Fünfjähriges Mädchen stirbt nach Badeunfall in Hannover

Beim Spielen mit anderen Kindern im Märchensee in Hannover gerät eine Fünfjährige plötzlich unter Wasser. Ein Zeuge beobachtet die Situation und schlägt Alarm. Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr eilen daraufhin ins Wasser, um das Kind zu suchen. Nach etwa zehn Minuten ertastet ein Polizeibeamter das Mädchen und zieht es ans Ufer. Vergebens. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuche stirbt die Fünfjährige wenig später im Krankenhaus. Die Polizei ermittelt nun nach eigenen Angaben die Umstände des Unfalls, der sich Freitagabend ereignete, und sucht Zeugen.

10:33 Uhr

Mann klettert für Selfie auf Dom-Gerüst und stürzt ab

Dieser nächtliche Ausflug war nicht nur schmerzhaft, sondern hat auch ein juristisches Nachspiel: Ein alkoholisierter Mann kletterte auf ein Baugerüst am Regensburger Dom, knipste Selfies und stürzte dann ab. Die alarmierte Feuerwehr fand den 28-Jährigen auf rund 50 Metern Höhe auf einer Plattform des Gerüstes nahe einer Absturzkante. Nach Informationen der Polizei stürzte der Mann fünf Meter tief. Er zog sich dabei mittelschwere Verletzungen zu und wurde in eine Klinik transportiert. Die Selfies wurden nach Angaben der Beamten auf seinem Telefon gefunden. Er muss mit diversen Anzeigen unter anderem wegen Hausfriedensbruchs rechnen.

10:04 Uhr

Harry und Meghan lösen sich weiter von royalen Pflichten

Anfang des Jahres kündigen Prinz Harry und Herzogin Meghan an, als Senior-Royals zurücktreten zu wollen. Nun lassen die beiden ihren Worten weitere Taten folgen: In Großbritannien sollen die Eheleute inzwischen alle notwendigen Unterlagen eingereicht haben, um sich endgültig von ihrer alten Wohltätigkeitsorganisation "Sussex Royal" zu trennen. Das berichtet unter anderem das US-Magazin "People". Bereits im April wurde bekannt, dass der 35-Jährige und die 38-Jährige planen, unter dem neuen Namen "Archewell" eine Art Wohltätigkeits-Imperium aufzubauen. Das Paar hatte laut Medienberichten bereits im März in ihrer neuen Heimat, den USA, entsprechende Unterlagen eingereicht. Man wolle die eigene Wohltätigkeits- und Freiwilligenarbeit, Selbsthilfegruppen sowie ein multimediales Bildungsimperium unter einem Dach zusammenfassen, hieß es damals.

09:22 Uhr

Freundin von Donald Trump Jr. positiv auf Coronavirus getestet

2019-06-19T005951Z_1299244854_RC13A4FCE300_RTRMADP_3_USA-TRUMP.JPG

Donald Trump Jr. und Kimberly Guilfoyle: Die 51-Jährige war früher Journalistin bei Fox News.

(Foto: REUTERS)

Sie wollte eigentlich der Rede von US-Präsident Donald Trump hautnah beiwohnen, doch bei einem Routinetest vor dem Event am Mount Rushmore in South Dakota wird Kimberly Guilfoyle positiv auf das Coronavirus getestet. Die Lebensgefährtin des ältesten Sohnes von Trump wurde daraufhin sofort unter Quarantäne gestellt, wie die "New York Times" berichtete.

Dem Routinetest mussten sich alle Menschen unterziehen, von denen erwartet wurde, dass sie sich im engeren Umfeld des Präsidenten aufhalten. Donald Trump Jr. sei negativ getestet worden, habe sich aber auch in Selbstisolation begeben, erklärte der Stabschef des Finanzkomitees von Trumps Wahlkampfteam. Der 51-jährigen Guilfoyle gehe es gut, sie zeige keine Symptome.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:56 Uhr

Vier Verletzte bei Imbissbrand in Berlin-Neukölln

Bei einem Imbissbrand in Berlin sind vier Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Sie wurden zunächst vor Ort behandelt und dann in Krankenhäuser gebracht. Das Feuer war nach Angaben der Einsatzkräfte auf der Sonnenallee im Stadtteil Neukölln in einem Imbiss im Erdgeschoss ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich bis zum zweiten Stock des Wohnhauses aus. Die Feuerwehr kämpfte mit 80 Einsatzkräften gegen den Brand.

08:25 Uhr

Atomgespräche: Nordkorea gibt USA Korb

Bevor der stellvertretende US-Außenminister Stephen Biegun kommende Woche nach Südkorea reist, um über die feststeckenden Verhandlungen mit Nordkorea zu beraten, macht Pjöngjang schon einmal unmissverständlich klar: Einen Grund für neue Gespräche gibt es nicht. Diese wären nichts anderes als ein "politisches Instrument" für die Regierung in Washington zur Ablenkung von ihrer innenpolitischen Krise, sagt nun der stellvertretende nordkoreanische Außenminister Choe Son Hui. Nordkorea werde seine Politik nicht ändern.

Südkoreas Präsident Moon Jae-in hatte am Mittwoch ein neues Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un vor den Wahlen im November in den USA gefordert. Die beiden Politiker waren 2018 in Singapur erstmals zusammengekommen und hatten sich 2019 in Vietnam erneut getroffen, um über eine Abrüstung von Nordkoreas Atomwaffen-Arsenal zu sprechen. Ein Durchbruch wurde dabei bekanntlich nicht erzielt.

07:50 Uhr

Achtjähriger Junge in Einkaufszentrum erschossen

Im US-Staat Alabama ist ein achtjähriger Junge in einem Einkaufszentrum erschossen worden. Drei weitere Menschen, darunter ein minderjähriges Mädchen, kamen mit Verletzungen in Krankenhäuser, teilte die Polizei in Hoover mit. Polizei-Chef Nicholas Derzis sprach von einem "tragischen Vorfall". In der Shopping-Mall waren am Freitagnachmittag aus noch unbekannten Gründen mehrere Schüsse gefallen. Zu dem Motiv oder den möglichen Tätern machte die Polizei bislang keine Angaben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:24 Uhr

Boeing plant nach 50 Jahren offenbar das Ende der 747

82366650.jpg

Die Boeing 747 hob das erste Mal 1969 ab.

(Foto: picture alliance / dpa)

Anfang 2019 gibt Airbus sein Prestige-Projekt A380 auf. Nun sieht offenbar auch Konkurrent Boeing ein, dass Jumbo-Jets nicht länger gefragt sind. Nach gut 50 Jahren steht das Modell 747 des US-Flugzeugbauers offenbar vor dem Aus. Boeing habe bereits vor mindestens einem Jahr die letzten Teile für die Maschinen mit dem markanten Buckel bei seinen Zulieferern bestellt, heißt es aus Branchenkreisen. Boeing wollte sich nicht zu einem möglichen Aus äußern. Bei einer Baurate von einem halben Flugzeug pro Monat habe das Programm noch mehr als zwei Jahre vor sich, sagte ein Sprecher des Konzerns.

Über das Ende des einst größten Passagierflugzeuges der Welt wird bereits seit Jahren spekuliert. Zuletzt wurde der mit vier Triebwerken ausgestattete Jumbo-Jet kaum noch nachgefragt. Die Branche bevorzugt moderne Maschinen mit nur zwei Triebwerken, da sie weniger Sprit verbrauchen.

07:01 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

133583634.jpg

Washington, Jefferson, Roosevelt, Lincoln und Trump.

(Foto: picture alliance/dpa)

vor eindrucksvoller Kulisse schwört Donald Trump seine Landsleute ein. Am Mount Rushmore, wo die Konterfeis der vier bedeutenden früheren US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln in den Felsen gehauen sind, betont der Staatschef die Überlegenheit seines Landes. Die USA seien "das gerechteste und außerordentlichste Land, das jemals auf der Erde existiert hat."

Anlass für diesen überschwänglichen Pathos ist der Beginn der Feierlichkeiten zum US-Nationalfeiertag. Am heutigen Samstag sind dafür Veranstaltungen unter anderem in der Hauptstadt Washington geplant. Wie im vergangenen Jahr will Trump den Unabhängigkeitstag trotz der Corona-Pandemie nutzen, um das Militär zu ehren. Geplant sind Überflüge von Kampfjets und ein Feuerwerk. Und außerdem - als typisch amerikanische Randnotiz - findet in Coney Island das traditionelle Hotdog-Wettessen statt.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • In Berlin werden Hunderte Teilnehmer bei Demonstrationen gegen Rassismus erwartet. Der Protestzug unter dem Motto "Nein zu Rassismus" geht vom Gendarmenmarkt zum Großen Stern. Eine Kundgebung zu "Black Lives Matter" soll am Hermannplatz starten und dann zur US-Botschaft führen.
  • Die CDU veranstaltet das Digitale #DeutschlandKickOff2030 mit der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer und Generalsekretär Paul Ziemiak. Bei dem "digitalen Dialogprozess" werden die Themen Gesundheit und Pflege, Bildung und Familie, Wirtschaft und Arbeit, Klima- und Umweltschutz sowie Digitaler Staat diskutiert.
  • In Russland treten die umstrittenen Verfassungsänderungen in Kraft. Die neue Verfassung erweitert die Machtbefugnisse von Kremlchef Wladimir Putin und ermöglicht ihm das Regieren bis 2036, wenn er wiedergewählt wird. Mit einer Volksabstimmung wurden die Änderungen bestätigt.
  • Motorrad-Demos gegen Fahrverbote: In mehreren Orten sind Aktionen geplant. Hintergrund ist das Ansinnen des Bundesrates, beschränkte Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen zu ermöglichen - aus Gründen des Lärmschutzes.

Die Nachrichtenlage ist also bislang recht überschaubar. Bis zum frühen Nachmittag gebe ich dennoch mein Bestes, um Sie mit verschiedenen relevanten, aber auch unterhaltsamen Meldungen aus aller Welt zu versorgen. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:53 Uhr

Sintflutartiger Regen: Hunderttausende müssen fliehen

Wohngebiete stehen unter Wasser, Teile von Häusern werden fortgeschwemmt, Bäume entwurzelt: Wegen massiver Überflutungen und Erdrutschen in Folge sintflutartiger Regenfälle müssen sich im Südwesten Japans Hunderttausende Menschen in Sicherheit bringen. Die Behörden in den schwer betroffenen Provinzen Kumamoto und Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu forderten mehr als 200.000 Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. Auf Luftaufnahmen des japanischen Fernsehens waren von schlammigem Wasser überschwemmte Wohnhäuser, Straßen, Autos und Teile einer Brücke zu sehen. Zwei in der schwer betroffenen Provinz Kumaomoto aus einem Erdrutsch geborgene Menschen zeigten keinerlei Lebensanzeichen, wie lokale Medien meldeten. Zu mehreren Bewohnern überschwemmter Städte gebe es keinen Kontakt, hieß es.

06:22 Uhr

Trump wütet gegen Demonstranten: "Auslöschung unserer Geschichte"

Corona? War da was? Neuen negativen Rekorden bei den Infektionszahlen zum Trotz läutete US-Präsident Donald Trump in der Nacht vor Tausenden Zuschauern die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag ein. Dabei nutzte er seine Ansprache nicht für versöhnende oder gar tröstende Worte, sondern machte Stimmung gegen Teilnehmer der landesweiten Protestbewegung gegen Rassismus. Es sei eine "gnadenlose Kampagne zur Auslöschung unserer Geschichte" im Gange, sagte Trump am Nationaldenkmal am Mount Rushmore im US-Bundesstaat South Dakota. "Wütende Mobs" versuchten, Statuen der Gründerväter der USA zu Fall zu bringen. Das "starke und stolze" amerikanische Volk werde aber nicht erlauben, ihm die Geschichte und Kultur zu nehmen.

Der Angriff auf die "großartige Freiheit muss gestoppt werden und wird sehr schnell gestoppt werden", sagte der Republikaner bei der Veranstaltung, die eher einem Wahlkampfevent glich, weiter. Unter dem "Banner der sozialen Gerechtigkeit" werde versucht, sowohl die Gerechtigkeit als auch die Gesellschaft zu zerstören. Aus den USA solle ein Ort der "Unterdrückung, Herrschaft und Ausgrenzung" gemacht werden. "Sie wollen uns zum Schweigen bringen, aber wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen", sagte Trump - laut und deutlich.

Mehr dazu lesen Sie hier.
05:52 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht