Samstag, 19. Dezember 2020Der Tag

mit Heidi Ulrich
Heidi Ulrich
22:35 Uhr

Das war Samstag, der 19. Dezember 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

der Tag neigt sich dem Ende zu. An dieser Stelle folgt wie gewohnt der Überblick über einige der wichtigsten Schlagzeilen des Tages.

Haben Sie eine gute Nacht und bleiben Sie schön gesund!

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Brandenburg, Falkenhagen: Blick auf einen kleinen Teil der Milchstraße am Sternenhimmel über dem Schwarzen See im Landkreis Märkisch-Oderland.

(Foto: ZB)

22:23 Uhr

"Süße Welle"-Desserts zurückgerufen

Zwei Sorten des Desserts Lünebest-"Süße Welle" sind aus dem Handel zurückgezogen worden, weil sie möglicherweise einen Lebensmittelkeim enthalten. Der Erreger Bacillus cereus könne die Gesundheit beeinträchtigen, hieß es in einer Verbraucherinformation auf dem Portal lebensmittelwarnung.de. Innerhalb einiger Stunden könne es plötzlich zu Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall und Bauchkrämpfen kommen.

Betroffen sind die Produkte "Süße Welle Himbeer mit Vanillasoße" sowie "Süße Welle Waldmeister mit Vanillasoße" - mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15.01.2021. Zu erkennen sind die betroffenen Produkte außerdem am Identitätskennzeichen DE-NI 53053 EG. Die Desserts des Unternehmens Hochwald Foods wurden in Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein verkauft.

22:00 Uhr

Polizei löst Firmen-Weihnachtsfeier auf

Auf die Corona-Kontaktbeschränkungen haben die Teilnehmer dieser Weihnachtsfeier in einer Firma im niedersächsischen Spelle einfach mal komplett gepfiffen. Mindestens elf Männer waren daran beteiligt. Deshalb stand dort gestern auch die Polizei vor der Tür und löste die Feier auf. Fünf Feiernde konnten zuvor fliehen. Die Stimmung sei sehr aggressiv gewesen, ein Beamter sei angegriffen worden, sagte ein Polizeisprecher. Es sei viel Alkohol im Spiel gewesen, die Polizei sei mit mehreren Einsatzwagen angerückt. Die Beamten haben zwei Männer festgenommen und gegen alle Anwesenden Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln eingeleitet.

*Datenschutz

21:33 Uhr

Eminem entschuldigt sich bei Rihanna

Rapper Eminem hat sich in einem neuen Song bei Sängerin Rihanna für frauenfeindliche Äußerungen entschuldigt. Auf dem Track "Zeus" rappt er: "Und von ganzem Herzen, Entschuldigung, Rihanna". Er bezieht sich auf den geleakten Song "Things Get Worse", in dem er Gewalt gegen Frauen verherrlicht hatte. Dies tue ihm leid, es sei falsch gewesen. Er wollte ihr damit keinen Kummer bereiten, rappt Eminem nun. 2019 war der zehn Jahre alte, unveröffentlichte Song durchgesickert, in dem er eine Prügelattacke von Rihannas Ex-Freund Chris Brown verteidigt. Der Sänger war 2009 nach einem tätlichen Angriff auf Rihanna zu fünf Jahren Bewährung und Sozialstunden verurteilt worden. Rihanna und Eminem hatten in der Vergangenheit mehrfach miteinander gearbeitet, etwa bei dem Lied "The Monster".

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21:09 Uhr

Berlin erinnert an Anschlagsopfer vom Breitscheidplatz

Mit einer Andacht in der Gedächtniskirche ist in Berlin an den islamistischen Terroranschlag am Breitscheidplatz vor genau vier Jahren erinnert worden. Mehr als 100 Menschen, darunter auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller und der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Edgar Franke, kamen zu dem stillen Gedenken.

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In der Gedächtniskirche gab es ein stilles Gedenken.

(Foto: dpa)

Gegen 20.02 Uhr - der Uhrzeit des Anschlages - läuteten die Kirchenglocken zwölf Mal. In Erinnerung an die zwölf Toten legten die Menschen Kränze und Blumen ab. Auf der Treppe vor der Gedächtniskirche wurde ein Herz aus Kerzen aufgebaut. Vorher twitterte Regierungschef Müller die Namen der Getöteten und betonte, sie seien nicht vergessen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht versprach, „wir werden weiter für die Opfer da sein. An diesem vierten Jahrestag denken wir an die Familien der Opfer, an die Verletzten und an Ersthelfer, die bis heute unter den Folgen des Anschlags leiden“.

20:17 Uhr

Polizei stoppt Männer mit 80 Packungen Lachs und Garnelen

Mit etwa 80 geklauten Packungen Lachs und Garnelen aus der Tiefkühltruhe im Wagen sind drei Männer auf der Autobahn 70 in Bayern von der Polizei angehalten worden. Die Männer hätten die Packungen im Gesamtwert von etwa 650 Euro aus drei Discountern entwendet, so die Polizei. Was sie damit vorgehabt hätten, sei noch unklar. Der Vorfall war bereits am Dienstag bei Knetzgau im Landkreis Haßberge passiert. Nach der Kontrolle wurden die Wohnungen der 33-, 39- und 42-jährigen Männer im Großraum Schweinfurt durchsucht. Sie wurden kurzzeitig festgenommen, dann aber wieder freigelassen. Die Polizei fand weiteres mutmaßliches Diebesgut, darunter Schnaps und Kosmetik.

19:29 Uhr

Lindner schließt Rücktritt bei Wahlniederlage aus

FDP-Chef Christian Lindner hat einen Rücktritt als Parteivorsitzender ausgeschlossen, wenn es nach der nächsten Bundestagswahl nicht zu einer Regierungsbeteiligung der Liberalen kommen sollte. Im September hatte Lindner gesagt, sein Parteivorsitz sei "ganz eng geknüpft an das Ziel, die FDP in die Regierung zu führen". Auf die Frage, ob das bedeute, dass er zurücktrete, wenn es nach der Wahl im Herbst nicht mit einer Regierungsbeteiligung klappe, sagte Lindner ntv.de: "Nein, ich bewerbe mich im Mai wieder um eine zweijährige Amtszeit." Sein erklärtes Ziel sei allerdings, die FDP in die Regierung zu führen. "Ich hätte auch länger Ausdauer in der Opposition, aber 2021 wäre es gut für das Land."

19:02 Uhr

Weihnachtsmänner fahren für Pflegekräfte durch Kiel

Der „X-Mas Ride“ in Kiel stand dieses Mal ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Hunderte als Weihnachtsmann verkleidete Motorradfahrer fuhren durch Kiel, um für "mehr Anerkennung und Würdigung der Pflegekräfte" zu demonstrieren und natürlich auch, um Weihnachtsstimmung zu verbreiten. Zudem sammelten die Motorradfahrer Spenden für die Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Nach Angaben der Organisatoren schlossen sich 400 Biker aus Kiel und dem Umland der Aktion an und fuhren von vier Startpunkten aus durch die Stadt. Wegen der Pandemie durften dieses Jahr pro Startpunkt nur 100 angemeldete Biker teilnehmen. "Normalerweise sind wir viel mehr", sagte einer der Organisatoren. Auch die Routen wurden entzerrt.

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Der Weihnachtsmann-Korso rollt bei strahlendem Sonnenschein durch Kiel.

(Foto: dpa)

18:30 Uhr

Trump widerspricht Pompeo und nimmt Russland in Schutz

Der amtierende US-Präsident Trump sieht anders als sein Außenminister Pompeo nicht unbedingt Russland hinter der Cyberattacke auf amerikanische Regierungseinrichtungen - sondern womöglich China. Es werde immer gleich Russland verdächtigt, wenn etwas passiere, twitterte Trump, nachdem er tagelang öffentlich zu der Cyberattacke geschwiegen hatte. Dabei könne es möglicherweise auch China sein, doch diese Option werde "aus überwiegend finanziellen Gründen" nicht diskutiert. Außerdem behauptete Trump, der Angriff werde in den "lügnerischen Medien" weit größer dargestellt als er tatsächlich sei. Pompeo hatte vorher Russland für den Hackerangriff verantwortlich gemacht. (Siehe Eintrag von 15:25 Uhr) Russland bestreitet, etwas damit zu tun gehabt zu haben.

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17:57 Uhr

Brexit-Regeln verbieten Schinken-Käse-Sandwich to go

So hätten sich die Briten den Brexit vor ein paar Jahren bestimmt nicht vorgestellt. Aber dem EU-Austritt fällt nun das Schinken-Käse-Sandwich für unterwegs zum Opfer. Der Brexit hat nämlich auch Auswirkungen auf die Verpflegung von Lastwagenfahrern und Reisenden auf dem Weg von Großbritannien in die Europäische Union. Produkte aus Tierfleisch oder -milch dürften vom 1. Januar an nicht mehr in die EU importiert werden, teilte das Verkehrsministerium in London mit. Als Beispiel nannte die Behörde ein Schinken-Käse-Sandwich. "Falls Sie verbotene Gegenstände in Ihrem Gepäck oder Fahrzeug mitführen, werden Sie diese vor oder an der Grenze nutzen, konsumieren oder entsorgen müssen." Ausnahmen gelten etwa für bestimmte Mengen von Säuglingsnahrung oder speziell verarbeitetem Tierfutter.

"Gott helfe dem armen Zollbeamten, der die Lebensmittelbox eines Fahrers wegwirft. Es würde mich nicht wundern, wenn es Faustschläge gibt, wenn sie es versuchen", sagte Spediteur Simon Wilkinson der Zeitung "The Guardian". "Wenn Fahrer nach Europa fahren, nehmen sie Sachen für Tage und Wochen mit."

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17:27 Uhr

Deutschland holt mutmaßliche IS-Anhängerinnen aus Syrien zurück

Die Bundesregierung lässt übereinstimmenden Medienberichten zufolge mehrere gefangene deutsche mutmaßliche IS-Anhängerinnen und deren Kinder aus Nordsyrien zurück nach Deutschland holen. Dabei gehe es um drei Frauen mit ihren Kindern sowie mehrere Waisenkinder, schreibt die "Bild"-Zeitung. Alle seien bisher in Lagern in den von kurdischen Sicherheitskräften kontrollierten Gebieten Nordsyriens interniert gewesen, wo Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) inhaftiert sind. Nach Recherchen des SWR geht es um drei Frauen im Alter zwischen 21 und 38 Jahren sowie um zwölf Kinder. Diese seien heute im nordsyrischen Kamischli von Vertretern der kurdischen Selbstverwaltung an eine Delegation des Auswärtigen Amts übergeben worden. Für den Rücktransport habe das Auswärtige Amt ein Flugzeug gechartert, heißt es bei der "Bild"-Zeitung. Der Flug werde von Bundespolizisten begleitet. Demnach ermittelt der Generalbundesanwalt gegen die drei Frauen unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation im Ausland.

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16:49 Uhr

AfD-Parteitag wegen Bombendrohung unterbrochen

Die AfD Sachsen-Anhalt hat ihren Listenparteitag für die Landtagswahl in Magdeburg am Nachmittag wegen einer Bombendrohung unterbrochen. Die rund 400 AfD-Mitglieder verließen gegen 15 Uhr nach einer entsprechenden Aufforderung die Messehalle. Ein Polizeisprecher bestätigte den Eingang einer Bombendrohung. Es würden jetzt Maßnahmen ergriffen, um die Situation abzusichern, sagte er. So sei unter anderem ein Sprengstoffsuchhund angefordert worden. Wie lange die Suche nach einer möglichen Bombe dauert, ist offen.

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16:22 Uhr

"New York Times" fällt auf Hochstapler rein

Der Podcast "Caliphate" ("Kalifat") ist sogar mit einem Preis ausgezeichnet worden. Nun kommt heraus: Er fußt zum Teil auf Aussagen eines Hochstaplers, der sich als ehemaliger IS-Kämpfer ausgab. Ausgerechnet die renommierte "New York Times" ist auf ihn hereingefallen. Er hatte in dem Podcast der Zeitung behauptet, in Syrien Verbrechen für die Terrormiliz Islamischer Staat begangen zu haben.

  • Nun räumte die "New York Times" ein, die Episoden mit den Darstellungen des Mannes erfüllten nicht die journalistischen Standards der Redaktion.
  • Chefredakteur Dean Baquet sagte, der Mann sei "ein Betrüger, der das meiste, wenn nicht alles, was er uns erzählt hat, erfunden hat". Es handele sich nicht um das Versagen eines einzelnen Reporters, sondern um ein institutionelles Versagen.
  • Die zuständige Reporterin für den Podcast, Rukmini Callimachi, veröffentlichte eine Erklärung, in der sie sich bei den Zuhörern dafür entschuldigte, was das Team versäumt habe und was falsch gelaufen sei. Sie sage zu, dies in Zukunft besser zu machen.
  • Nach den öffentlichen Äußerungen des vermeintlichen IS-Kämpfers hatten kanadische Behörden gegen ihn ermittelt. Im vergangenen September wurde er festgenommen wegen eines Schwindels im Zusammenhang mit terroristischen Taten. Gegen ihn läuft ein Prozess.
15:44 Uhr

Udo Walz auf Waldfriedhof beigesetzt

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Walz war am 20. November im Alter von 76 Jahren gestorben. 

(Foto: imago images/Future Image)

Star-Friseur Udo Walz hat auf dem Waldfriedhof Berlin-Dahlem seine letzte Ruhestätte gefunden. Sein Witwer Carsten Thamm-Walz sagte der "Bild"-Zeitung, Udo sei anonym auf einer Wiese bestattet worden. "Er wollte verbrannt und dann in der Natur beigesetzt werden." Vor dem Urnengrab legten die Trauergäste zahlreiche weiße Lilien nieder, die Lieblingsblumen des Verstorbenen. Außerdem erzählte Thamm-Walz, dass er den Hildegard-Knef-Song "Ich hab so Heimweh nach dem Kurfürstendamm" spielen gelassen habe: "Spätestens da haben alle geheult." Am Kudamm hatte Walz einen Friseursalon, der inzwischen durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten ist. Zu seinen Kunden gehörten Stars wie Heidi Klum, Naomi Campbell oder Marlene Dietrich. Auch unter den Trauergästen waren nun zahlreiche Prominente, darunter Barbara Becker, Joko Winterscheidt, Klaas Heufer-Umlauf, Sabine Christiansen und Michael Michalsky.

15:25 Uhr

Pompeo zeigt nach Hackerangriff auf Russland

US-Außenminister Pompeo hat Russland für die Cyberattacke auf amerikanische Regierungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen verantwortlich gemacht. Es lasse sich nun "ziemlich klar" sagen, dass die Russen hinter dem Angriff steckten, sagte Pompeo in einem Radiointerview. Er könne sich nicht im Detail zu der Attacke äußern, da diese noch untersucht werde. Manches werde vermutlich ohnehin als geheim eingestuft bleiben. Russland hat jede Verbindung zu dem Hacker-Angriff zurückgewiesen, der unter anderem das Energieministerium traf. Die Hacker haben sich nach bisherigen Erkenntnissen über Software der Firma SolarWinds Zugang zu den Systemen von Regierungseinrichtungen und Unternehmen verschafft. Microsoft erklärte, dass 40 seiner Kunden betroffen seien, die die Software genutzt hätten.

14:57 Uhr

Tunnel mit Unterwasser-Kreisverkehr eröffnet

Da wird eine Fahrt im Kreisverkehr direkt zum Erlebnis: Auf den Färöer-Inseln ist heute ein mehr als zehn Kilometer langer Unterwassertunnel samt unterseeischem Kreisverkehr eröffnet worden. Der Tunnel gilt als größtes Infrastrukturprojekt im Nordatlantik. Er verbindet die Hauptstadt Tórshavn mit der Insel Eysturoy und sorgt für viel kürzere Fahrzeiten. Der Kreisverkehr befindet sich im Zentrum des Tunnelnetzes, wird in verschiedenen Farben angestrahlt und besteht aus natürlichem Gestein.

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Entworfen hat den Kreisverkehr der Künstler Tróndur Patursson, umgesetzt hat ihn der Architekt Eydun Eliasen.

(Foto: dpa)

14:31 Uhr

Böhmermann sorgt mit Oma-Song für Aufsehen

Satiriker Jan Böhmermann sorgt mit einem Lied über eine Oma als Corona-Leugnerin für Diskussionen. Die Meinungen in sozialen Medien reichen da von genial bis geschmacklos. Für seine Satiresendung "ZDF Magazin Royale" singt ein Kinderchor zur Melodie von "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" Zeilen wie „meine Oma weiß, es gibt gar kein Corona, Corona, Corona“. Sie feiere Après-Ski in Ischgl, habe "keinen Bock auf Social Distance", suche den Thrill. Und: "Meine Oma stürmt in Schwarz-Weiß-Rot den Reichstag, den Reichstag, den Reichstag. Damit da oben endlich einer mal Bescheid sagt". Dann kommt die Wendung und Böhmermann singt: "Meine Oma liegt seit vorgestern im Koma, im Koma, im Koma. Mit 'nem Plastikschlauch in ihrem Tracheostoma (Luftröhrenschnitt)", bevor dann alle singen: "Pandemie vorbei und meine Oma auch." Vor einem Jahr sorgte das vom WDR-Kinderchor vorgetragene "Umweltsau"-Lied für Wirbel und Empörung. Zur gleichen Melodie sangen die Kinder einen spöttischen Text über Klimasünden der älteren Generation.

14:17 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sonne scheint mir ins Homeoffice. Ich hoffe, bei Ihnen ist es auch so sonnig und Sie können den Sonnenschein heute noch genießen. Das kann hoffentlich auch meine Kollegin Johanna Ohlau, die hat jetzt nämlich Feierabend. Dafür tauche ich nun ins Nachrichtengeschehen ein und liefere Ihnen die wichtigsten Meldungen des Tages, aber auch die ein oder andere unterhaltsame oder kuriose Nachricht.

13:55 Uhr

Tödliche Attacke - Wolfshunde stürzen sich auf Mutter ihrer Besitzerin

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Bei den Tieren handelt es sich um Tschechoslowakische Wolfhunde. (Symbolfoto)

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Nordwesten Italiens hat sich ein schrecklicher Zwischenfall mit Wolfshunden ereignet: Eine Frau ist nahe der Stadt Turin übereinstimmenden Medienberichten zufolge von fünf Tieren getötet worden. Die Wolfshunde hätten die 74-Jährige gestern am späten Nachmittag in ihrer Wohnung angegriffen, schrieb die Nachrichtenagentur Ansa. Die Tochter der Frau, der die Tiere demnach gehörten, fand ihre Mutter kurze Zeit später in der Wohnung. Laut der Turiner Zeitung "La Stampa" soll die Tochter die Hunde der Rasse Tschechoslowakischer Wolfshund dann aus der Wohnung gebracht und in ein Auto gesperrt haben.

Die Tiere bissen die Rentnerin der Zeitung zufolge gleichzeitig in Arme und Beine. Die Frau sei verblutet. Tierärzte sollen unter anderem nun klären, ob die Hunde eingeschläfert werden müssen. Die Behörden äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Fall.

13:30 Uhr

Autofahrer macht Nickerchen auf dem Standstreifen

Auf der Suche nach einem Schlafplatz hat ein 26-Jähriger auf der Autobahn 4 in Ostsachsen eine ganz schlechte Wahl getroffen: Der Mann habe nach Polizeiangaben sein Auto zwischen den Abfahrten Pulsnitz und Ohorn auf dem Standstreifen gestoppt, um ein Nickerchen einzulegen. Eine Streife der Autobahnpolizei wurde auf das stehende Auto aufmerksam und weckte den Fahrer. Er muss nun mit einem Bußgeld rechnen.

12:51 Uhr

Kölner Polizeipräsident fällt auf Hacker bei Facebook rein

Uwe Jacob, Polizeipräsident von Köln. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Hat Privat Ärger mit Hackern - der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob.

(Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild)

Ausgerechnet der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob ist auf einen Trick von Hackern reingefallen: Unbekannte haben mit einem automatischen Virus sein privates Facebook-Konto gehackt. Das bestätigte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Jacob sagte der "Bild": "Ich habe mich unglaublich geärgert, dass gerade ich da in die Falle getappt bin. Es zeigt, wie perfide dieser Hacker-Angriff gemacht worden ist."

  • Der Hacker-Trick ist allerdings weder neu noch besonders originell: Der Kölner Polizeipräsident hatte nach eigenen Angaben via Facebook eine Nachricht von einer pensionierten Kollegin bekommen. Darin war demnach ein Video und die Nachricht "Schau mal, was ich gefunden habe". Der Polizeipräsident habe drauf geklickt - und einen Virus in Form des Videos an alle seine Freunde weiter geschickt. Einer meldete sich nach einer Minute.
  • "Ich habe mich selbstverständlich sofort mit dem Leiter unseres Kommissariats zur Bekämpfung von Cyberkriminalität in Verbindung gesetzt, um abzuklären, wie mit der Situation zu verfahren ist", sagte Jacob.

Die Ermittlungen in seinem konkreten Fall hätten zu den Tätern bis nach Berlin geführt. "[Die Spur] führte zu einem Handy mit englischer Kennung. Ab da verlor sich die Spur. Die Angriffe können weltweit erfolgen - sie verbreiten sich wie ein Virus."

12:35 Uhr

Missbrauchs-Netzwerk: Epstein-Vertrauter Brunel in Untersuchungshaft

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Epstein beging 2019 in Haft Suizid.

(Foto: REUTERS)

Die französische Justiz hat im Zuge der Epstein-Affäre gegen den Model-Agenten Jean-Luc Brunel Ermittlungen wegen Vergewaltigung von Minderjährigen und wegen sexueller Nötigung eingeleitet. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Pariser Staatsanwaltschaft berichtet, wurde der 74-Jährige gestern Abend in Untersuchungshaft genommen. Er wird zudem verdächtigt, für den amerikanischen Milliardär Jeffrey Epstein junge Mädchen kontaktiert und organisiert zu haben.

  • Schon im Sommer 2019 hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Brunel eingeleitet und dessen Pariser Model-Agentur durchsucht.
  • Jeffrey Epstein, der sich im August 2019 in einem New Yorker Gefängnis tötete, war in den USA wegen Missbrauchs Dutzender minderjähriger Mädchen angeklagt. Ihm wurde vorgeworfen, zusammen mit Komplizen einen Sexhandelsring aufgebaut zu sein.
  • Brunel, der zu Epsteins engen Vertrauten gehörte, wurde am Mittwoch auf dem Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle festgenommen. Er wollte dort einen Flug nach Dakar nehmen.
12:06 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:46 Uhr

Kriminelle sprengen mehr Geldautomaten als je zuvor

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In Bayern waren Kriminelle bislang bei 11 Sprengungen erfolgreich und erbeuteten in diesem Jahr etwa 1,4 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

Ob die Corona-Pandemie auch diesen "Zweig" krimineller Machenschaften beeinflusst hat? Das ist nicht so leicht zu erkennen wie bei der rückläufigen Zahl an Wohnungseinbrüchen: In Deutschland sind im noch laufenden Jahr mehr Geldautomaten gesprengt worden als je zuvor. Das berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Umfrage unter den Landeskriminalämtern. Demnach gab es bis zum 16. Dezember, dem Stichtag der Umfrage, 390 Sprengungen. Damit ist bereits vor Weihnachten der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2018 übertroffen.

  • Der bisherige Höchstwert war demnach 2018 mit 369 Sprengungen von Geldautomaten registriert worden.
  • 2019 wurden laut "WamS" 349 Fälle verzeichnet.
  • Erfolgreich waren die Straftäter oft jedoch nicht. 2020 seien sie in 160 Fällen tatsächlich an Bargeld gekommen. 230 Versuche seien hingegen gescheitert.
  • Spitzenreiter unter den Bundesländern war laut "WamS" 2020 erneut Nordrhein-Westfalen mit 174 Sprengungen. Es folgten Niedersachsen mit 45 registrierten Taten vor Baden-Württemberg mit 36 und Rheinland-Pfalz mit 34 Fällen.
11:21 Uhr

Raketenangriff auf US-Luftwaffenstützpunkt in Afghanistan

Ein wichtiger US-Luftwaffenstützpunkt in Afghanistan ist mit fünf Raketen angegriffen worden. "Heute Morgen wurden Raketen in Richtung des Bagram-Fliegerhorstes abgefeuert", sagte ein Vertreter der Nato. Ersten Berichten zufolge gebe es keinen Verletzten und der Stützpunkt sei nicht beschädigt worden. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff auf die Militärbasis nördlich von Kabul. Auch die radikalislamischen Taliban bestritten jegliche Beteiligung an der Attacke.

  • Die Raketen schlugen auf dem Flugplatz in der Provinz Parwan gegen 6 Uhr morgens ein, wie eine Sprecherin des Provinz-Gouverneurs sagte.
  • Der Stützpunkt war bereits im April Ziel eines Angriffs geworden. Damals bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu der Attacke.
  • Erst gestern wurden im Osten Afghanistans durch eine Bombenexplosion mindestens 15 Kinder getötet. Auch zu diesem Anschlag bekannte sich bisher keine Gruppierung.
  • Obwohl die afghanische Regierung seit September Friedensgespräche in Doha mit Vertretern der Taliban führt, erlebt das Land eine Welle der Gewalt.
10:50 Uhr

Mehrere hundert Seeleute an Weihnachten vor Anker im Hamburger Hafen

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Anfang Dezember wurden den Besatzungen schon Tannen für etwas weihnachtliche Stimmung an Bord gebracht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als 500 Geschenke hat die Hamburger Seemannsmission "Duckdalben" bereits jetzt gesammelt, die an Weihnachten an die Crews der Schiffe überreicht werden sollen. "Wir versuchen jedem Seemann ein eigenes Geschenk zu überreichen", sagte Seemannsdiakon Jörn Hille. Tipps, was bei den Seeleuten gut ankommt, gab es demnach vorab. "Dazu gehören warme Socken, Mützen oder Schokoweihnachtsmänner". Um den 23. und 24. Dezember herum werden im Hamburger Hafen mehr als 40 große Handelsschiffe mit jeweils etwa 20 Mann an Bord vor Anker liegen, wie der Diakon erklärt. 2020 läuft auch dort einiges anders: Vor Corona sei es an Weihnachten üblich gewesen, die Besatzungen für später in den "International Seamen's Club" einzuladen und ihnen ein Gruppengeschenk zu überreichen. Wegen der Pandemie ist das aber laut Hille schwierig geworden.

10:09 Uhr

Gottschalk wird wohl nicht bei "The Masked Singer" dabei sein

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Kleidet sich gern besonders, aber will sich nicht verkleiden für Fernsehauftritt - Show-Legende Thomas Gottschalk.

(Foto: picture alliance/dpa/ZDF)

Die nächste Staffel von "The Masked Singer" ist bereits in Arbeit und das Rätselraten schon wieder in vollem Gange, welche Prominenten verkleidet auf der Bühne stehen werden. Show-Altmeister Thomas Gottschalk wird wohl nicht dabei sein: Zwar ist er gerade wieder häufiger im Fernsehen zu sehen, was der 70-Jährige dem Medienportal "DWDL.de" so erklärt: "Ich bin offensichtlich noch gefragt. Ich rufe ja keine Sender an und frage, ob ich da nochmal auftreten darf, sondern die rufen mich an und fragen, ob ich Lust hätte. Und ich habe Lust."

Auch im Alter möchte Gottschalk dem Publikum beweisen, dass "ich noch weiß, wie's geht". Er sei zum Beispiel auch gerne bei ProSieben und Joko Winterscheidt, sagte Gottschalk. "Aber ich komme nicht als Eichhörnchen verkleidet auf die Bühne und versuche, was von Drafi Deutscher zu singen." Klingt nicht so, als ob "Thommy" ein großer Fan der Sendung ist.

09:39 Uhr

ISS verliert Sauerstoff - Kosmonauten suchen seit Monaten nach Leck

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(Foto: picture alliance/dpa)

Im russischen Teil der Internationalen Raumstation ISS kämpfen Kosmonauten wegen eines Lecks mit Problemen bei der Luftversorgung. Die Raumfahrer müssten nun die undichte Stelle finden, weil die Sauerstoffreserven immer kleiner würden, meldete die Staatsagentur Tass nach einer Schalte zwischen der ISS und der Leitzentrale in Moskau. Es sei nicht klar, wo genau sich die undichte Stelle in einem Übergang zum Modul "Swesda" ("Stern") befinde, sagte ein Experte auf der Erde. Das Problem mit Luftaustritt und Druckabfall in dem Modul gibt es seit August. Die Zeit laufe ab, das Problem müsse gelöst werden, hieß es bei der Flugleitzentrale. Diskutiert werde demnach nun, den Teil hermetisch abzuriegeln, um die Luftversorgung nicht zu gefährden. Das werde die Arbeit auf der ISS beeinflussen, hieß es.

  • Bereits im Oktober glaubte die Besatzung, in einem Übergangsteil des "Swesda"-Moduls den Riss gefunden zu haben. Die Raumfahrer hatten dafür einen Teebeutel eingesetzt, der sich in der Schwerelosigkeit auf die undichte Stelle zubewegte. Die etwa 4,5 Zentimeter lange Öffnung wurde gestopft.
  • Später stellte sich heraus, dass weiter Luft austrat. Auch ein Außeneinsatz im Weltall brachte im November nicht mehr Klarheit.
  • Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos hatte stets betont, dass es keine unmittelbare Gefahr für die Besatzung der ISS gebe.
  • Auf der mehr als 20 Jahre alten Raumstation kommt es immer wieder zu Pannen. Zuletzt hatte es auch Probleme mit der Stromversorgung und der WC-Anlage gegeben.
  • Auf der Station in rund 400 Kilometern über der Erde halten sich derzeit sieben Raumfahrer auf - zwei Russen, vier Amerikaner und ein Japaner.
09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:56 Uhr

NRW verzeichnet weniger Polizeieinsätze wegen Hochzeitskorsos

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Archivbild eines Einsatzes in Nordrhein-Westfalen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gefährliche Bremsmanöver und Blockaden auf Autobahnen sorgten vor allem in Nordrhein-Westfalen immer wieder Schlagzeilen. Dieses Jahr - und das hat natürlich mit den Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie zu tun - musste die nordrhein-westfälische Polizei deutlich seltener wegen außer Kontrolle geratener Hochzeitskorsos anrücken. Im Corona-Jahr 2020 waren es bis zum 6. Dezember 113 Einsätze, teilte das NRW-Innenministerium mit. Seit Anfang November habe es nur einen einzigen Einsatz wegen einer Hochzeit gegeben. Im Vorjahr waren es noch 459 Einsätze in Zusammenhang mit Hochzeitkorsos. Am 1. April 2019 war mit der Zählung und statistischen Erfassung des Phänomens begonnen worden.

08:32 Uhr

Samstag lockt mit milden Temperaturen und Sonnenschein

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Sonnenaufgang über dem Napoleonstein im Naturschutzgebiet Windknollen oberhalb der thüringischen Universitätsstadt Jena.

(Foto: imago images/Christoph Worsch)

Den Spaziergang können Sie heute getrost ohne Regenschirm unternehmen und besonders kalt wird es heute auch nicht: Die Temperaturen liegen bei 1 Grad im Süden und bei bis zu 14 Grad im Nordwesten des Landes. Die Aussicht ist im Südosten eher mäßig, denn dort hält sich zum Teil zäher Nebel, aber ansonsten scheint in den restlichen Regionen die Sonne.

Später am Tag wird es wolkiger und es gibt stellenweise auch Regen - erste Vorboten für den eher verregneten Sonntag, der uns bevorsteht. Die Zeichen stehen auch für die folgenden Tage nicht auf Schnee: Weiße Weihnachten wird es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes höchstes im Alpenvorland und im Bergland geben.

07:58 Uhr

TV-Koch Jamie Oliver: "Wir werden Teil unserer Lieblingsrestaurants verlieren"

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Der britische Koch Jamie Oliver ist noch wenig optimistisch, was die Zukunft vieler Restaurants angeht.

(Foto: dpa)

Mit ihm haben viele Menschen die Freude am Kochen für sich entdeckt, aber aus Sicht des britischen Kochs und Gastronoms Jamie Oliver ist die Lage in seiner Branche gerade alles andere als erfreulich. Er schätzt die Lage vieler Restaurantbetreiber in Corona-Zeiten düster ein. "Die Realität ist, dass wir einen Teil unserer Lieblingsrestaurants verlieren werden. Auch die, die wirtschaftlich vor Corona gut dastanden", sagte Oliver der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Vor allem, wer keine Entlastung bei der Miete erhält, kann das nicht stemmen." Es sei schlichtweg brutal. "Da gibt es nichts schönzureden", sagte der Kochbuchautor.

07:42 Uhr

Weihnachtsamnestie für mehr als 950 Häftlinge

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(Foto: dpa)

Rechtzeitig zu Weihnachten zeigt sich die Justiz in vielen Bundesländern gnädig und entlässt Hunderte Häftlinge vorzeitig aus dem Gefängnis. Mindestens 963 Inhaftierte durften bereits oder dürfen die Haftanstalten früher verlassen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben hat. Vielerorts ist die Zahl der Begünstigten im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich gesunken. Dass weniger Menschen als 2019 früher aus der Haft dürfen, könnte an den Auswirkungen der Corona-Pandemie liegen: Viele Straffällige haben in diesem Jahr Haftaufschub erhalten, um in den Gefängnissen Platz zu schaffen für Quarantäne-Maßnahmen.

  • In Berlin etwa haben sich die Gefängnistore für 124 Inhaftierte vorzeitig geöffnet - 2019 waren es noch 170.
  • In Nordrhein-Westfalen ging die Zahl der begnadigten Häftlinge laut NRW-Justizministerium auf 247 Häftlinge (Vorjahr: 522) zurück.
  • Sachsen entlässt zum ersten Mal vorzeitig Gefangene in der Weihnachtszeit - und zwar 58.
  • Bayern verzichtet erneut komplett auf diese Möglichkeit.
Mehr dazu lesen Sie hier.
07:20 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Hessen hat im vergangenen Dezember rund 34.600 frische Weihnachtsbäume importiert. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild

Noch fünf Tage bis Weihnachten.

(Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild)

Sie haben es geschafft - das Wochenende ist erreicht und vielleicht sogar schon der ersehnte Urlaub über Weihnachten und Silvester? Wie für einen Samstag so üblich, geht es etwas gemütlicher zu als in der Woche. Doch ein paar Termine stehen heute an und ich gebe Ihnen hier einen kleinen Überblick:

  • Haben Sie eigentlich schon einen Weihnachtsbaum? Wenn nicht, ist heute wohl der perfekte Tag dafür - zumindest wenn es nach den US-Amerikanern geht: Dort ist am 19. Dezember der Such-einen-Weihnachtsbaum-Tag. Falls Sie den Schritt schon gemacht haben, können Sie heute alternativ auch den Tag der Weihnachtskugeln feiern.
  • Vier Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz erinnert Berlin am Abend mit einem Stillen Gedenken an die Opfer. Um 20.02 Uhr, dem Zeitpunkt des Attentats, werden zwölf Glockenschläge ertönen. Bei dem Anschlag am 19. Dezember 2016 steuerte ein Attentäter einen Lkw in die Besuchermenge des Weihnachtsmarkts. Zwölf Menschen starben, mehr als 50 Menschen wurden verletzt.
  • Deutschland befindet sich mitten im Lockdown wegen der Corona-Pandemie, aber ähnlich wie die Bundes-AfD wird auch Sachsen-Anhalts AfD am Wochenende ihren Parteitag in Magdeburg abhalten. Es wird mit bis zu 600 Teilnehmern gerechnet.
  • In Ägypten beginnt heute ein Prozess, der hier in Europa eher für Kopfschütteln sorgen dürfte: Auf der Anklagebank sitzt der Sänger und Schauspieler Mohamed Ramadan und zwar wegen "Beleidigung des ägyptischen Volkes". Auslöser sind Fotos, die ihn mit einem israelischen Sänger Omer Adam zeigen. "Verrat an den Palästinensern" werfen ihm Menschen in den sozialen Netzwerken seitdem vor. Die Aufregung um Mohamed Ramadan könnte der ägyptischen Staatsführung gerade recht sein, weil sie sowohl im In- als auch im Ausland von scharf kritisierten Verhaftungen von Menschenrechtsaktivisten ablenkt.
  • Armenien gedenkt am heutigen nationalen Trauertag der Toten des Konflikts mit Aserbaidschan um Berg-Karabach. Im September hatte es erneut Krieg zwischen dem Land und Aserbaidschan um die Südkaukasusregion Berg-Karabach gegeben, bei dem bereits mehr als 4500 Menschen ums Leben gekommen sind. Seit Anfang November herrscht eine Waffenruhe.
  • Auch die Fußball-Bundesliga geht nach dem Wochenende in die Weihnachtspause, aber vorher gibt es ein paar brisante Begegnungen: Rekordmeister trifft auf Tabellenführer heißt es heute Abend bei dem Duell zwischen dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen (Anpfiff 18.30 Uhr). Der Dritte RB Leipzig empfängt bereits am Nachmittag (15.30 Uhr) den 1. FC Köln.

Immer auf dem Laufenden über die Entwicklungen rund um die Pandemie, Impfstoff-Zulassungen und Maßnahmen bleiben Sie in unserem Corona-Ticker.

Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie heute bis zum Nachmittag. Haben Sie einen Hinweis, Kritik oder Lob? Ich freue mich über Ihre Nachricht an johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

06:39 Uhr

Nicht viele Deutsche haben etwas für Sauerkraut übrig

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Gewinnt wohl nicht den Preis als beliebtestes Wintergemüse - Sauerkraut.

(Foto: dpa)

Worauf freuen Sie sich beim Festtagsessen nächste Woche am meisten? Vermutlich wohl nicht so sehr auf Sauerkraut und Rosenkohl: Einer Umfrage zufolge mag jeder fünfte Erwachsene in Deutschland kein Sauerkraut. Beim Rosenkohl ist es sogar jeder Vierte, der ihn nicht mag.

  • Wesentlich beliebter ist der Rotkohl, der in einigen Regionen auch Rotkraut oder Blaukraut genannt wird. Drei Viertel der Erwachsenen (74 Prozent) mögen ihn gern oder sogar sehr gern.
  • Nur etwa jeder Achte sagt, er möge ihn ungern oder überhaupt nicht gern.
  • Das Meinungsforschungsinstitut Yougov befragte dafür repräsentativ knapp 2100 Menschen.

06:24 Uhr

Letzter Film mit "Black Panther"-Star Chadwick Boseman bei Netflix

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Boseman in dem neuen Netflix-Film.

(Foto: dpa)

Knapp vier Monate nach dem Krebstod von "Black Panther"-Star Chadwick Boseman ist der Schauspieler nun in seiner letzten Filmrolle zu sehen. In dem gestern veröffentlichten Netflix-Film "Ma Rainey's Black Bottom" spielt Boseman einen Jazz-Trompeter in den 1920er Jahren in Chicago. Viola Davis verkörpert die Blues-Sängerin und Musik-Pionierin Gertrude "Ma" Rainey. Boseman war im August im Alter von 43 Jahren gestorben. Hollywoods Filmkritiker spekulieren, dass der Schauspieler in der kommenden Filmpreissaison posthum Preise gewinnen könnte. Auch für US-Regisseur Spike Lee war Boseman noch vor die Kamera getreten. In dem Drama "Da 5 Bloods" um Vietnamveteranen, die in den Dschungel zurückkehren, um ihre Kriegserlebnisse aufzuarbeiten, hatte er eine wichtige Nebenrolle.

05:59 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht