Samstag, 24. April 2021Der Tag

mit Kristin Hermann
Kristin Hermann
22:34 Uhr

Das war Samstag, der 24. April 2021

Seit zwei Tagen diskutiert gefühlt ganz Deutschland die Video-Aktion #allesdichtmachen. Hier und da gibt es Lob für die daran beteiligten Akteure, doch vor allem jede Menge Kritik. Der in das Projekt involvierte Regisseur Dietrich Brüggemann erklärt ntv.de nun, was sich die Gruppe dabei gedacht hat.

In zahlreichen Städten und Landkreisen gilt seit heute die Corona-Notbremse des Bundes. Alle wichtigen Infos dazu können Sie noch einmal in unserem Corona-Liveticker nachlesen.

Das sind die wichtigsten Schlagzeilen des Tages:

Ich verabschiede mich in den Feierabend, haben Sie noch einen schönen restlichen Samstagabend!

22:08 Uhr

Frau in Haan erstochen - Hintergründe weiterhin unklar

Im Fall einer erstochenen Frau im nordrhein-westfälischen Haan ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft unter Hochdruck die Hintergründe der Tat. Am Freitag war ein 45 Jahre alter Tatverdächtiger, der Ex-Lebensgefährte des Opfers, aufgegriffen worden. Er stehe unter dem Verdacht, die 64-Jährige nach einem Streit in einer Wohnung erstochen zu haben, hieß es. Auch die 84 Jahre alte Mutter der Frau erlitt demnach schwere Stichverletzungen bei der Auseinandersetzung. Sie war mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden. Über ihren Zustand gab es am Samstag zunächst keine Angaben.

Angehörige hatten die Tote und ihre schwer verletzte Mutter am Freitag in der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Haan entdeckt. Wenig später hatten Rettungskräfte der Feuerwehr den Ex-Lebensgefährten stark betrunken nahe des Rathauses in Hilden aufgegriffen und in ein Krankenhaus gebracht. Dort habe sich offenbar ein Tatverdacht ergeben. Krankenhausmitarbeiter alarmierten die Polizei.

21:40 Uhr

Neuer Raketenangriff auf Israel aus dem Gazastreifen

Gerade noch ruft Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu nach den Zusammenstößen in Jerusalem zur Ruhe auf, da gibt es Meldungen über neue Raketenangriffe aus dem Gazastreifen. Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Abend erneut eine Rakete auf israelisches Gebiet gefeuert. In der Grenzstadt Sderot heulten die Warnraketen. Die israelische Armee teilte mit, das Geschoss sei von der Raketenabwehr abgefangen worden.

Seit Freitagabend waren aus dem Palästinensergebiet Dutzende Raketen auf Israel abgefeuert worden. Israels Luftwaffe griff daraufhin in der Nacht zum Samstag Ziele der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas an. Angesichts der schwersten Eskalation der Gewalt seit langem hielt Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Samstag Beratungen im Verteidigungsministerium in Tel Aviv ab. Anschließend sagte er nach Angaben seines Büros, er habe die Militärspitze angewiesen, sich auf "jedes Szenario" einzustellen.

21:18 Uhr

Netanjahu ruft nach Zusammenstößen in Jerusalem zur Ruhe auf

Nach nächtelangen gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei in Jerusalem hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu "alle Seiten" zur Ruhe aufgerufen. Recht und Ordnung müssten eingehalten werden, sagte Netanjahu am Samstag nach einer Krisensitzung des Kabinetts. Seine Regierung stehe für "Religionsfreiheit für alle Bewohner und Besucher von Jerusalem" ein.

In den vergangenen Tagen waren die Spannungen zwischen muslimischen Palästinensern und jüdischen Israelis durch eine Reihe von Videos angeheizt worden. Sie zeigten, wie junge Araber ultra-orthodoxe Juden angreifen und wie jüdische Extremisten nachts Araber auf der Straße schikanieren. Nach einem Aufmarsch einer rechtsextremen jüdischen Organisation im mehrheitlich von Palästinensern bewohnten Ost-Jerusalem am Donnerstag waren dann bei nächtlichen Zusammenstößen zwischen wütenden Palästinensern und Polizisten mehr als 120 Menschen verletzt worden. Auch am Freitagabend gab es erneut Auseinandersetzungen.

20:55 Uhr

Horden von Krähen verdrecken ganz Xanten

Wenn sich die Natur ein wenig Stadt zurückerobert, ist das in vielen Fällen zu begrüßen. Manchmal wird es aber auch einfach zu viel. So zum Beispiel in der Stadt Xanten am Niederrhein, die ein massives Krähen-Problem hat. Die Einwohner sind genervt vom Kot und Kreischen der Vögel.

20:20 Uhr

Iranischer Öltanker vor syrischer Küste angegriffen

Vor der syrischen Küste ist ein iranischer Öltanker angegriffen worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, löste die Attacke einen Brand auf dem Schiff aus. Verletzte gab es demnach nicht. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete unter Berufung auf das Öl-Ministerium, der Angriff sei offenbar durch eine "Drohne aus der Richtung libanesischer Gewässer" erfolgt. Das Feuer sei unter Kontrolle. Die Beobachtungsstelle hatte nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse dazu, ob der Angriff mit einer Drohne oder einer von einem Kriegsschiff aus gestarteten Rakete erfolgte. Auch wer hinter dem Angriff in der Nähe der Banias-Raffinerie in der von Syriens Machthaber Baschar al-Assad kontrollierten Provinz Tartus steckte, war zunächst unklar.

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19:52 Uhr

Keine Hoffnung auf Rettung mehr bei Suche nach indonesischem U-Boot

Indonesische Suchmannschaften haben vor der Küste Balis mutmaßlich Teile aus dem seit Mittwoch vermissten Jagd-U-Boot gefunden. Daher gehe man jetzt davon aus, dass die "KRI Nanggala-402" gesunken sei, sagte der Armeechef des südostasiatischen Landes, Luftmarschall Hadi Tjahjanto. Damit schwinden die Hoffnungen, noch irgendwelche Überlebenden zu finden. Zu den Funden gehörten eine Flasche mit Schmierstoff für das Periskop und eine Torpedohülle. "Die Objekte, die in der Nähe der letzten Ortung des U-Boots gefunden wurden, werden für Teile des U-Boots gehalten", sagte Tjahjanto. Die Teile hätten niemals ohne Druck aus dem U-Boot gelangen können.

Diese Aussage deutet darauf hin, dass das Unterwassergefährt in großer Tiefe zerborsten sein könnte. Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer drückte den Familien der Seeleute sowie dem indonesischen Verteidigungsminister und den Streitkräften am Abend in einer Botschaft auf Twitter ihr Beileid aus. An Bord der in Deutschland gebauten "KRI Nanggala-402" waren 53 Matrosen.

19:18 Uhr

Darmstadt: Mann steuert Auto auf seine Familie

In Darmstadt ist ein Mann mit einem Auto auf mehrere Familienangehörige zugesteuert. Bei dem Vorfall am Samstag wurde niemand verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Angehörigen - Ehefrau, Schwägerin und drei Kinder - seien nicht von dem Fahrzeug erfasst worden und hätten sich in Sicherheit gebracht. Der 45-Jährige hatte nach Polizeiangaben Alkohol getrunken und wurde festgenommen. Zu den Hintergründen des Vorfalls war zunächst nichts bekannt.

18:52 Uhr

Gemeinsame Traueranzeige: Die "Lindenstraße" verabschiedet sich von Willi Herren

Ehemalige "Lindenstraße"-Kollegen von Willi Herren haben in einer Traueranzeige Abschied von dem toten Schauspieler genommen. Am Samstag war in mehreren Kölner Zeitungen ein Text zu finden, der mit "Wir werden dich nie vergessen!" überschrieben war. Darunter: Der Name von Willi Herren und der Satz "Mach's gut...". Unterzeichnet war die Traueranzeige von "Lindenstraße"-Erfinder Hans W. Geißendörfer und mit "deine Freunde aus der "Lindenstraße"".

Herren hatte viele Jahre in der ARD-Serie mitgespielt, die von 1985 bis 2020 lief. Am vergangenen Dienstag war der Schauspieler, der zuletzt aus vielerlei Reality-Formaten und als Ballermann-Sänger bekannt war, tot in seiner Wohnung in Köln gefunden worden. Herren wurde nur 45 Jahre alt. Ein Obduktion ergab keine Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung.

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18:27 Uhr

Müller führt Berliner SPD in Bundestagswahlkampf

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller führt die Berliner SPD in den Bundestagswahlkampf. Auf einer Online-Vertreterversammung wurde der 56-Jährige mit 88,1 Prozent auf Platz eins der Landesliste gewählt. Auf ihn entfielen 230 Ja-Stimmen bei 25 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen. Müller ist seit 2014 Regierungschef in der Hauptstadt, will aber nach der Wahl am 26. September in den Bundestag wechseln. Listenplatz eins dürfte für ihn ein recht sicheres Ticket dorthin bedeuten. Um das Direktmandat bewirbt er sich im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf.

Das Votum für Müller wie auch für die Kandidaten auf den anderen Listenplätzen, die alle noch am Samstag bestimmt werden sollten, muss noch durch eine Briefwahl bestätigt werden. Das Ergebnis will die SPD am 14. Mai bekanntgeben. Im Berliner Rathaus will Bundesfamilienministerin und SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey Müller beerben.

18:23 Uhr
Breaking News

Biden stuft Massaker an Armeniern als Völkermord ein

Trotz Warnungen der Türkei hat US-Präsident Joe Biden die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges als Völkermord anerkannt. "Das amerikanische Volk ehrt all jene Armenier, die in dem Völkermord, der heute vor 106 Jahren begann, umgekommen sind", hieß es in einer vom Weißen Haus verbreiteten Mitteilung Bidens zum Gedenktag an die Massaker. Im Wahlkampf hatte Biden eine Anerkennung der Massaker an den Armeniern als Völkermord versprochen. Die Regierung in Ankara hatte die US-Regierung vor einem solchen Schritt gewarnt.

Bereits 2019 hatte der US-Kongress die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord anerkannt. Die Regierung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump betonte anschließend, die rechtlich nicht bindende Resolution ändere nichts an der Haltung der US-Regierung. Biden-Vorgänger Trump hatte "von einer der schlimmsten Massen-Gräueltaten des 20. Jahrhunderts" gesprochen, das Wort Völkermord aber - wie andere US-Präsidenten auch - vermieden. Während des Ersten Weltkriegs waren Armenier systematisch verfolgt und unter anderem auf Todesmärsche in die syrische Wüste geschickt worden.

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18:00 Uhr

Baerbock plädiert für Druck auf Russland

Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, plädiert in den aktuellen Spannungen zwischen der Ukraine und Russland für erhöhten Druck auf Moskau. Der geplanten deutsch-russischen Ostseepipeline müsse "die politische Unterstützung entzogen" werden, forderte Baerbock in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Sie betonte zwar die "Perspektive einer Ukraine in der EU und in der Nato", fügte aber hinzu, "die Stabilisierung unmittelbar jetzt" habe Priorität. "Vorher sind Schritte zur Nato-Mitgliedschaft ohnehin nicht realistisch."

In der China-Politik plädierte die Grünen-Chefin für eine Mischung aus "Dialog und Härte". Im "Wettstreit der Systeme" sei das chinesische Projekt der Neuen Seidenstraße "knallharte Machtpolitik". Die liberalen Demokratien müssten ihre Werte hochhalten. Europa könne zum Beispiel die Einfuhr von Produkten aus Zwangsarbeit unterbinden und im Falle von Sicherheitsbedenken die Zusammenarbeit mit chinesischen Elektronikanbietern wie Huawei beschränken.

17:35 Uhr

Boot gekentert: Angler landet bei Kampf mit Hai im Wasser

Im irischen Donegal erlebt ein Angler einen echten Schockmoment: Plötzlich hat er einen Hai am Haken und kämpft minutenlang mit dem Tier - dann kentert das Boot. Der Mann kann sich in Sicherheit bringen, doch es wird eine im buchstäblichen Sinne teure Begegnung.

17:11 Uhr

Mann stirbt bei versuchter Rettung von Frau aus der Themse

In London ist ein Mann bei dem Versuch, eine in die Themse gefallene Frau zu retten, ums Leben gekommen. Er sei ebenso wie ein anderer Mann gegen Mitternacht in den Fluss gesprungen, nachdem die Frau von der London Bridge ins Wasser gestürzt war, teilte die Londoner Polizei jetzt mit. Die Küstenwache und Polizeibeamte konnten die Frau und einen der Männer retten, den anderen trotz intensiver Suche aber nicht finden. Am Morgen sei schließlich eine Leiche entdeckt worden, bei der davon ausgegangen werde, dass es sich um den vermissten Mann handele.

17:05 Uhr

Schlagzeilen am Abend

16:50 Uhr

Selena Gomez ist jetzt blond

Ein neuer Look mit neuer Haarfarbe: US-Sängerin Selena Gomez hat ihre Fans mit einer radikalen Typveränderung überrascht. Die 28-Jährige hat sich dabei für eine neue Haarfarbe entschieden. Auf dem Instagram-Account ihrer eigenen Beauty-Marke "Rare Beauty" präsentierte Gomez erstmals ihre radikale Typveränderung: Die Sängerin ist jetzt wieder blond. Auf einem Spiegelselfie fallen ihr die hellen Haare mit dunklem Ansatz in leichten Wellen über die Schultern. Ihre Fans zeigten sich begeistert und verpassten ihr sofort den Spitznamen "Blondlena". Bereits 2017 überraschte die dunkelhaarige Sängerin bei einem Auftritt bei den American Music Awards mit einem plantinblondem Bob.

16:27 Uhr

Lukaschenko trifft Vorkehrungen für den Fall eines Attentats

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ändert nach eigenen Angaben die Vorkehrungen für einen möglichen Amtsverlust. "Wenn der Präsident erschossen wird, bekommt am nächsten Tag der Sicherheitsrat die Macht", sagte Lukaschenko der amtlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge. Den Vorsitz des Sicherheitsrats werde in diesem Fall der Ministerpräsident übernehmen, erläuterte Lukaschenko und kündigte einen entsprechenden Erlass an. Den bisherigen Bestimmungen zufolge übernimmt der Ministerpräsident allein die Amtsgeschäfte, wenn der Präsident verhindert ist. Der russische Geheimdienst FSB hatte Mitte April mitgeteilt, er habe einen Anschlag auf Lukaschenko vereitelt.

16:05 Uhr

Betrunkener Fahrer kracht in Autohaus

In Rottenburg an der Laaber nahe Landshut ist ein betrunkener Autofahrer von der Fahrbahn abgekommen und hat dabei erheblichen Sachschaden verursacht. Wie die Polizeiinspektion des niederbayerischen Ortes mitteilte, fuhr der 44-Jährige in den Verkaufsraum eines Autohauses und kam dort erst an einer Betonsäule zum Stehen. Sein Fahrzeug erlitt dabei einen Totalschaden - außerdem wurden vier Schaufenster des Ausstellungsraums, ein Neuwagen und drei Jahreswagen im Innenraum in Mitleidenschaft gezogen.

Der Gesamtschaden belaufe sich derzeit auf etwa 100.000 Euro, erklärte die Polizei. Ob ein Schaden an der Statik des Autohauses entstanden sei, werde nun durch ein gesondertes Gutachten geklärt. Ein Atemalkoholtest bei dem 44-Jährigen, der zur ärztlichen Versorgung in eine Klinik gebracht wurde, ergab demnach einen Wert von "weit über einem Promille". Den Fahrer erwartet nun ein Strafverfahren.

15:43 Uhr

Tote im Mittelmeer: Libysche Küstenwache weist Vorwürfe von Seenotrettern zurück

Nach dem Tod von Dutzenden Bootsmigranten vor der Küste Libyens hat die libysche Küstenwache scharfe Anschuldigungen privater Seenotretter zurückgewiesen. Es sei falsch, dass nicht alles unternommen worden sei, um die Menschen zu retten, sagte ein Sprecher der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Man sei trotz widriger Wetterbedingungen im Einsatz gewesen.

Am Donnerstag hatten die Retter der Hilfsorganisation SOS Méditerranée mitgeteilt, mit ihrem Schiff "Ocean Viking" eine Unglücksstelle nordöstlich der Küste Libyens erreicht zu haben. Dort waren sie auf zehn Leichen eines gekenterten Schlauchbootes gestoßen, auf dem den Angaben der Organisation zufolge rund 130 Migranten gewesen sein sollen. "Es gab keinerlei Koordination durch eine staatliche Rettungsleitstelle, keinerlei Unterstützung von den zuständigen Seebehörden", hatte SOS Méditerranée mitgeteilt.

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15:26 Uhr

Katja Kipping führt Sachsens Linke in die Bundestagswahl

Die sächsischen Linken ziehen mit Katja Kipping an der Spitze in den Wahlkampf zur Bundestagswahl am 26. September. Die frühere Bundesvorsitzende erhielt auf dem heutigen Parteitag in Dresden 75 Prozent der Delegiertenstimmen. Von 156 Vertretern stimmten 117 für Kipping. Die 43-Jährige hatte keinen Gegenkandidaten. Die Wahl gelang allerdings erst beim zweiten Mal. In der ersten Runde befand sich ein Wahlzettel mehr in der Wahlurne als Delegierte angemeldet waren.

In ihrer Bewerbungsrede hatte Kipping eingangs auf die Bedeutung gerade dieser Bundestagswahl in Zeiten der Pandemie hingewiesen. Denn es gehe auch darum, "wer am Ende die Kosten der Krise bezahlen muss". Die Linke wolle Millionenvermögen, Millionenerbschaften und Millionengewinne besteuern.

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15:06 Uhr

Gespräche zwischen Prinz Harry und den Royals abgebrochen

Nach Berichten von einer ersten Annäherung zwischen Prinz Harry und seiner Familie bei Prinz Philips Beerdigung, soll nun erneut Funkstille zwischen den beiden Parteien herrschen. Grund dafür sollen Medienberichte sein, die auf eine undichte Stelle "von Sussex-Seite" hindeuten, die zu Berichten über weitere Familieninterna geführt habe. Man sei auf Seiten des Palasts alarmiert über die Geschwindigkeit, mit der Einzelheiten des privaten Familienaustauschs bekannt geworden seien.

  • Am Mittwoch berichtete das US-Magazin "People" über die Einzelheiten eines privaten Telefongesprächs zwischen Meghan, dem einjährigen Sohn Archie und der Queen vor der Beerdigung von Prinz Philip.
  • Auch Omid Scobie, Journalist und Autor der Biografie "Finding Freedom" über das Sussex-Paar, hatte kurz nach Harrys Rückkehr in die USA davon berichtet, dass Meghan zwei Mal mit der Queen gesprochen hätte. Er zitierte zudem Quellen aus dem Umfeld von Harry und erklärte über den Tag der Beerdigung: "Der Samstag hat das Eis für zukünftige Gespräche gebrochen, aber offene Fragen wurden nicht ausführlich behandelt."
  • Die Gelegenheit für ein weiteres persönliches Treffen lässt derweil auf sich warten: Im Sommer könnte Harry erneut in seine Heimat fliegen, denn im Juli sollen er und sein Bruder eine Statue zu Ehren ihrer verstorbenen Mutter Diana enthüllen. In diesem Zeitraum wird allerdings auch das zweite Kind des Sussex-Paares erwartet.
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14:40 Uhr

Nach 40 Tagen Experiment: Freiwillige verlassen Höhle in Pyrenäen

Nach 40 Tagen in einer Höhle in den französischen Pyrenäen sind 15 Freiwillige wieder ans Tageslicht zurückgekehrt. "Uns geht's gut", sagte ein Teilnehmer vor laufenden Kameras in der Nähe des Ortes Tarascon-sur-Ariège. "Wir sind draußen." Alle trugen beim Verlassen der Höhle Sonnenbrillen, wie Bilder des Fernsehsenders BFMTV zeigten. Die Frauen und Männer im Alter von 25 bis 50 Jahren hatten sich Mitte März in die Höhle im Südwesten Frankreichs begeben.

Bei der Aktion handelte es sich um ein wissenschaftliches Experiment. Dabei wurde die Anpassungsmöglichkeit des Menschen untersucht, wenn er jeglichen Raum-Zeit-Bezug verliert. Die Höhlenbewohner hatten weder Uhren noch Telefone. In der Grotte war es zwölf Grad warm, die Luftfeuchtigkeit betrug 95 Prozent. Ihren Strom mussten die modernen Höhlenmenschen durch mechanisches Pedaltreten erzeugen - das Wasser kam aus einer Tiefe von 45 Metern. Auslöser für dieses Forschungsprojekt sei die Erfahrung des Corona-Lockdowns gewesen, hatte Christian Clot, der Leiter der Mission und Gründer des Human Adaptation Institute, im März gesagt.

14:16 Uhr

Johnson nach Vorwürfen des Ex-Beraters Cummings in Bedrängnis

Nach umfassenden Vorwürfen seines früheren Vertrauten Dominic Cummings gerät der britische Premierminister Boris Johnson unter anderem wegen einer Renovierung seiner Dienstwohnung in Bedrängnis. Die führende Oppositionspartei Labour forderte den Premier heute zu Erklärungen auf.

  • Die Regierung müsse jeglichen Schriftverkehr zu Zahlungen oder Spenden rund um den Umbau offenlegen, sagte der Labour-Abgeordnete Steve Reed dem Sender BBC Radio 4.
  • Mehrere britische Medien hatten zuvor unter Berufung auf Quellen aus der Downing Street berichtet, dass Cummings hinter der Veröffentlichung eines vertraulichen SMS-Austausches zwischen Johnson und dem Unternehmer James Dyson stecke. Johnsons Ex-Chefberater, der seinen Posten nach erbittertem Streit im Dezember verlassen hatte, reagierte darauf am Freitag mit einer umfassenden Breitseite gegen den Regierungschef auf seinem privaten Blog. Darin warf er Johnson mehrere Verfehlungen vor, darunter auch bei der Renovierung der Amtswohnung in der Downing Street 11.
  • Der Premierminister habe seit 2020 nicht mehr mit ihm über die Angelegenheit gesprochen, schrieb Cummings. Zuvor habe er Johnson gesagt, er denke, dass dessen "Pläne, dass Spender insgeheim für die Renovierung bezahlen, unethisch, dumm, möglicherweise illegal und mit ziemlicher Sicherheit ein Verstoß gegen die Regeln der ordnungsgemäßen Offenlegung politischer Spenden" seien. Er deutete damit an, dass Johnson einst geplant habe, Parteispender für den Umbau zahlen zu lassen.
  • Wie die BBC und die Nachrichtenagentur PA berichteten, erklärte die Regierung am Freitag erstmals, dass Johnson den Umbau aus eigener Tasche bezahle habe.
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13:53 Uhr

Ireland Baldwin zeigt blutige Verletzung

Wer hätte gedacht, dass Babysitten gefährlich sein kann? Tja, offenbar sehr - zumindest bei Ireland Baldwin. Das Model hat bei Instagram ein furchteinflößendes Foto von sich auf Instagram geteilt, auf dem sie mit blutverschmierten Gesicht zu sehen ist.

  • Auf dem Schnappschuss rinnt dem Model offenbar frisches Blut aus einem Nasenloch, welches auch auf ihrer Hand und in ihrem Gesicht verschmiert ist.
  • Dazu schreibt die 25-Jährige: "Ich habe heute für 45 Minuten auf zwei siebenjährige Jungs aufgepasst und es verlief so ..." Was genau passiert ist, verriet Baldwin allerdings nicht.
  • Scherzend fügte die Tochter von Kim Basinger und Alec Baldwin dem blutigen Post das Hashtag "Verhütung" hinzu.

13:22 Uhr

Herzogin Meghan "überraschte" Oprah Winfrey

Das Enthüllungsinterview von Herzogin Meghan und Prinz Harry mit Talk-Legende Oprah Winfrey schlägt auch nach rund eineinhalb Monaten noch hohe Wellen. Das überrascht auch Winfrey selbst: "Ich hatte keine Ahnung, dass es diese nachhallende Wirkung haben würde, die es hatte und weiterhin hat", erklärte sie in einem Livestream-Talk Moderatorin Nancy O'Dell. "Unsere gemeinsame Absicht war die Wahrheit. Sie wollten in der Lage sein, ihre Geschichte so ehrlich wie möglich zu erzählen", fuhr Winfrey fort.

  • Meghans Offenheit habe sie sehr "überrascht", gibt die Talkerin nun in dem Gespräch zu. Dies sei auch an ihren Reaktionen während des Gespräch bereits deutlich geworden, als sie nach den schwerwiegenden Anschuldigungen mit ungläubigem Ausdruck "Wie bitte?" in Richtung Meghan fragte.
  • Das Interview sei nicht aufgrund ihrer Fragen so kraftvoll gewesen, sondern weil ihre Interviewpartnerin bereit gewesen sei, "offen, verletzlich und wahrheitsgemäß" zu sein.
13:05 Uhr

28-Jährige nach Entführung ihrer Tochter in U-Haft

Die Schweizer Polizei hat eine 28-Jährige wegen der Entführung ihrer Tochter festgenommen. Die Frau sei nach Frankreich ausgeliefert worden und befinde sich dort mittlerweile in Untersuchungshaft, berichtete unter anderem der Sender Franceinfo unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft im ostfranzösischen Nancy. Gegen sie laufe ein Ermittlungsverfahren.

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    Mutter und Tochter wurden vor einem Fabrikgebäude gefunden.

    (Foto: picture alliance/dpa/KEYSTONE)

    Das achtjährige Mädchen Mia war vor rund eineinhalb Wochen von drei Männern in den Vogesen in einem Dorf entführt worden, wo es bei seiner Großmutter lebte.
  • Am vergangenen Wochenende war Mia unbeschadet zusammen mit ihrer Mutter im schweizerischen Sainte-Croix im Kanton Waadt vor einem Fabrikgebäude gefunden worden.
  • Die 28-Jährige hatte laut Medien das Sorgerecht verloren und durfte das Kind nicht mehr alleine sehen. Gegen sie werde wegen bandenmäßig organisierter Entführung einer Minderjährigen ermittelt, berichtete Franceinfo.
12:51 Uhr

Giffey ist SPD-Spitzenkandidatin für Berliner Abgeordnetenhauswahl

Nun ist es offiziell: Die Berliner SPD zieht Ende September mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey als Spitzenkandidatin in die Abgeordnetenhauswahl. Die Bundesfamilienministerin erhielt am Mittag auf dem digital abgehaltenen Landesparteitag 85 Prozent der Stimmen für ihre Nominierung. Es gab 210 Ja-Stimmen bei 18 Nein-Stimmen und 17 Enthaltungen.

  • Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin und Co-Vorsitzende der Berliner SPD. Foto: Jörg Carstensen/dpa

    Will Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller beerben: Franziska Giffey

    (Foto: Jörg Carstensen/dpa)

    Giffey bedankte sich für die Unterstützung und kündigte an, die Berlinerinnen und Berliner davon überzeugen zu wollen, "dass es gut ist, wenn die Sozialdemokratie diese Stadt regiert".
  • Die 42-Jährige war bis zu ihrem Wechsel in das Bundeskabinett 2018 Bürgermeisterin im Berliner Bezirk Neukölln. Sie will nach der Wahl am 26. September im Berliner Rathaus Michael Müller beerben, der ein Bundestagsmandat anstrebt.
  • Allerdings belastet die Politikerin die Affäre um mögliche Plagiate in ihrer Doktorarbeit. Die Freie Universität Berlin (FU) erteilte ihr im Herbst 2019 wegen Mängeln in der Arbeit eine Rüge, entzog ihr aber nicht den Doktortitel.
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12:34 Uhr

Florian David Fitz liegt im Krankenhaus

Keine Sorge, Florian David Fitz schwebt nicht in Lebensgefahr und hat auch kein Corona! Der Schauspieler hat seinen Fans über Instagram mitgeteilt, derzeit im Krankenhaus zu liegen. Demnach erholt er sich gerade von einer Operation, wie er in dem Post verrät: "Liege grade im Krankenhaus nach Bandscheiben-OP", so der 46-Jährige zu einem Selfie.

Weiter heißt es in dem Post, dass er genügend Gelegenheit habe, "die Geschichten des Pflegepersonals anzuhören". Das relativiere vieles, meint er weiter. Unter dem Hashtag #allesdichtmachen gefolgt von drei Fragezeichen nimmt Fitz zudem Bezug auf die Aktion seiner Schauspielkollegen, die mit ihrer Kritik an der Corona-Politik der deutschen Regierung für Wirbel gesorgt hatten. Er wolle "mal lieber Danke sagen", schreibt er in einem weiteren Hashtag.

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12:13 Uhr

"Crew Dragon" dockt erfolgreich an ISS an

Ein "Crew Dragon" des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX ist mit einer Frau und drei Männern an Bord an der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Die vier Astronauten hätten an der ISS angedockt, teilten SpaceX und die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Sie waren am Freitag mithilfe einer Falcon-9-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus gestartet.

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    Die vier Astronauten waren am Freitag von Florida aus gestartet.

    (Foto: REUTERS)

    Es handelt sich um die zweite Crew, die von SpaceX zur ISS befördert wird. Die erste hatte im November an der ISS angedockt. Sie sollen Ende April zur Erde zurückkehren.
  • "Crew-1" war die erste, die regulär mit dem "Crew Dragon" zur ISS flog, nachdem ein bemannter Test im vergangenen Frühjahr erfolgreich verlaufen war.
  • Der Test war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten wieder von amerikanischem Boden aus in den Orbit starteten - und überhaupt das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden.
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12:11 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

12:02 Uhr

Günther Jauch muss weiter in Quarantäne bleiben

Schlechte Neuigkeiten für Günther Jauch: Der Moderator, der sich Anfang April mit Covid-19 infiziert hat, wird heute Abend zum dritten Mal in der Live-Show "Denn sie wissen nicht, was passiert! Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show" ausfallen. Das gab sein Heimatsender RTL bekannt.

  • In der Show vom 10. April erzählte Jauch live aus seiner Quarantäne zugeschaltet seinen Kollegen Barbara Schöneberger und Thomas Gottschalk über die Erkrankung. Es gehe ihm gut, er habe zuerst unter Kopf- und Gliederschmerzen gelitten.
  • In "stern tv" sprach der 64-Jährige vor wenigen Tagen von einem "milden Verlauf". Allerdings falle sein Corona-Test nach zweiwöchiger Erkrankung immer noch positiv aus, weshalb er weiter in Quarantäne verweilen müsse.
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11:25 Uhr

Italienischer Chanson-Star Milva ist tot

Sie war bekannt für ihre feuerroten Haare, ihre kraftvolle Stimme und galt als große Dame des italienischen Chanson. Nun ist die Sängerin Maria Ilva Biolcati, auch "La Rossa" genannt, im Alter von 81 Jahren gestorben. Das bestätigte ihre Tochter der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

  • Zuletzt hatte sie mit ihrer Vertrauten und Sekretärin Edith mitten im Zentrum Mailands gewohnt. "Milva war eine der stärksten Interpretinnen des italienischen Chanson", teilte Italiens Kulturminister Dario Franceschini mit. Auf internationalen Bühnen sei sie erfolgreich geworden und habe den Namen ihres Landes hochgehalten.
  • Sie nahm Dutzende Alben auf, sang auf Tourneen und auf Theaterbühnen.
  • Vom Schlagerstar schaffte sie den Sprung zur anerkannten Interpretin von Bertolt Brecht. Am Mailänder Piccolo Teatro war sie unter der Regie von Giorgio Strehler die Seeräuberjenny in der "Dreigroschenoper". 2010 verließ sie die Bühne.
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11:03 Uhr

"#allesdichtmachen bedient Verschwörungserzählungen"

Die Internetaktion #allesdichtmachen ist nach Ansicht des Daten- und Politikwissenschaftlers Josef Holnburger mit Blick auf die öffentliche Meinungsbildung problematisch. "Leider bedienen viele der Prominenten hämisch Narrative, welche Bestandteil vieler Verschwörungserzählungen sind", sagte er. "Etwa vermeintlich gleichgeschaltete Medien oder ein Kritikverbot an der Regierung. Es wundert mich deshalb nicht, dass der Applaus aus dieser Szene besonders laut ist." Die Kampagne werde den öffentlichen Diskurs "nicht versachlichen, sondern verschärfen", so Holnburger.

10:32 Uhr

Hoffnung für U-Boot-Besatzung schwindet

Machtlos und mit wenig Chance auf Hilfe in einem U-Boot gefangen zu sein, muss für Betroffene eine nervenzerreißende Folter sein. Leider ergeht er derzeit 53 Menschen an Bord des verschwundenen Militär-U-Boots vor Bali so. Seit Mittwochmorgen suchen bereits Hunderte Soldaten danach - langsam schwindet jedoch die Hoffnung auf eine Rettung. Nach Angaben der indonesischen Behörden ist das in Deutschland gebaute U-Boot bei einem Stromausfall nur mit Sauerstoff für drei Tage ausgestattet. Diese Frist sei am Samstagmorgen verstrichen. "Es gibt noch keinen Fortschritt", sagte ein Sprecher der Marine. "Wir durchkämmen immer noch das Gebiet."

Update 11:28 Uhr: Das U-Boot ist gesunken. Die indonesische Marine habe Teile davon entdeckt, erklärte Marine-Chef Yudo Margono. Darunter seien auch Gegenstände aus dem Inneren gewesen, die ohne "Druck von außen" oder "Schaden" an der Torpedo-Abschussvorrichtung nicht nach außen hätten gelangen können.

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10:05 Uhr

62-Jähriger stirbt bei Gyrocopter-Absturz

Wissen Sie, was ein Gyrocopter ist? Das Fluggerät - auch Drehflügler genannt - hat Ähnlichkeiten mit einem Hubschrauber, allerdings wird der Rotor nicht durch ein Triebwerk angetrieben, sondern durch den Fahrtwind in Drehung versetzt. Im Nordwestern Bayerns ist bei einem Flug ein Mann ums Leben gekommen, weil er die Kontrolle über den Gyrocopter verlor.

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    Der 62-Jährige verlor die Kontrolle über das Fluggerät (Symbolfoto).

    (Foto: picture alliance / blickwinkel/H. Blossey)

    Der 62-Jährige stürzte laut Polizeiangaben auf eine Wiese. Demnach hatte er zuvor mit dem Tragschrauber Rollübungen an einem Flugplatz im Ortsteil Sendelbach in Rentweinsdorf gemacht.
  • Dann beschleunigte nach ersten Erkenntnissen das Fluggerät aus bislang noch ungeklärter Ursache, überflog einen Bach und verunglückte.
09:38 Uhr

Russland-Experten fordern Freilassung Nawalnys

Die Berichte um den Gesundheitszustand des inhaftierten Alexej Nawalny sind beunruhigend. Der russische Kremlgegner klagte zuletzt über Fieber, starken Husten und Lähmungserscheinungen am Bein. Gestern kündigte er das Ende seines dreiwöchigen Hungerstreiks an. Russland-Experten aus Wissenschaft und Kultur haben nun in einem Schreiben an den russischen Präsident Wladimir Putin appelliert, Nawalny freizulassen. Solange dieser noch in Haft sei, solle er "von unabhängigen Ärzten seiner Wahl behandelt werden dürfen", heißt es außerdem in dem gemeinsamen Brief, aus dem die dpa zitiert.

"Wir haben unser berufliches Schaffen in Wissenschaft und Forschung, Kultur und Medien Russland gewidmet, um durch Aufklärung und Kooperation die Beziehungen zwischen unseren Gesellschaften zu verbessern. Wir sind in tiefer Sorge um Alexej Nawalny und befürchten, dass sein Schicksal die Entfremdung zwischen unseren Gesellschaften vertiefen wird", schreiben die Experten weiter.

09:20 Uhr

"Dieselgate": 15 weitere VW-Manager angeklagt

Der ehemalige Konzernchef von Volkswagen, Martin Winterkorn, wurde im Zuge des Abgasskandals bereits angeklagt. Nun haben Ermittler erneut mehr als 1500 Seiten mit Vorwürfen an das Landgericht Braunschweig geschickt. Angeschuldigt sind 15 weitere Führungskräfte des VW-Konzerns und eines Zulieferbetriebes, wie Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe sagte. Ihnen wird Beihilfe zum Betrug in Tateinheit mit Steuerhinterziehung, Beihilfe zu mittelbarer Falschbeurkundung und strafbare Werbung vorgeworfen. Namen nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Damit sind nun 34 Personen in den Untersuchungen wegen überhöhten Ausstoßes von Stickoxid (NOx) angeschuldigt.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:37 Uhr

Raketenangriffe: Lage am Gazastreifen spitzt sich zu

Die Lage im Gazastreifen hat sich erneut gefährlich zugespitzt. Militante Palästinenser feuerten in der Nacht zahlreiche Raketen auf israelische Ziele. Israels Luftwaffe beschoss daraufhin nach Militärangaben mehrere Ziele der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas, darunter eine unterirdische Anlage und Abschussrampen für Raketen.

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Bis zum Morgen wurden mehr als 20 Geschosse abgefeuert (Archivbild von Dezember 2020).

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Freitagabend waren aus dem Gazastreifen immer wieder Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden, sodass Familien im Süden Israels gezwungen waren, Schutzräume aufzusuchen. Nach Medienberichten wurden bis zum Morgen mehr als 20 Geschosse abgefeuert. "Wir werden weiterhin israelische Zivilisten vor dem Terror schützen", heißt es im Twitter der Streitkräfte Israels.

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08:08 Uhr

US-Sängerin outet sich als lesbisch

Die US-amerikanische R&B-Sängerin Kehlani hat sich in einem Tiktok-Video als homosexuell geoutet. Sie sei immer wieder darauf angesprochen worden und wolle deswegen nun mit irgendwelchen Gerüchten aufräumen. "Ich weiß endlich, dass ich lesbisch bin", erklärte die 26-jährige Kehlani. Leute in ihrem Umfeld hätten dies schon vor ihr gewusst, so die Musikerin weiter. Auch als sie sich ihrer Familie gegenüber geoutet habe, hätte diese überhaupt nicht überrascht reagiert. Das Video löschte die "Gangsta"-Sängerin kurz darauf wieder, es kursiert jedoch noch im Internet.

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07:42 Uhr

Renault plant automatisches Tempolimit

Autofahrer wissen: Überhöhte Geschwindigkeit ist nicht nur besonders schädlich für die Umwelt, sondern auch der Grund für viele Verkehrsunfälle. Der französische Autobauer Renault will deshalb die Geschwindigkeit all seiner Neuwagen auf 180 km/h begrenzen. Überhöhte Geschwindigkeit sei der Grund für ein Drittel der tödlichen Autounfälle, sagte Renault-Chef Luca de Meo am Freitag bei der Aktionärs-Hauptversammlung seines Unternehmens in Paris. Daher sollten die Modelle von Renault und Dacia künftig nicht schneller fahren als 180 km/h.

  • Das automatische Tempo-Regulierungssystem namens Safety coach soll laut de Meo in alle Fahrzeuge eingebaut werden
  • Dieses passe die Geschwindigkeit entsprechend der vor Ort geltenden Tempolimits an und berücksichtige auch Gegebenheiten wie gefährliche Kurven, das Wetter oder die Aufmerksamkeit des Fahrers.
  • Der schwedische Autobauer Volvo hatte solch ein Limit bereits 2020 eingeführt.
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07:18 Uhr

Immer mehr TV-Stars distanzieren sich von #allesdichtmachen

Viele Fans konnten ihren Augen nicht trauen, als sie gestern kurze Videoclips sahen, in denen ihre Lieblingsschauspieler sich "kritisch" und mit viel Ironie und Sarkasmus über die Corona-Maßnahmen beschwerten. Nach immenser Kritik an der Protestaktion distanzieren sich nun immer mehr Beteiligte von der Kampagne unter dem Motto #allesdichtmachen. Nachdem zunächst Heike Makatsch ihr Video auf der Webseite der Aktion löschte und sich entschuldigte, folgten ihr später Meret Becker, Ken Duken und Kostja Ullmann.

Die Schauspielerin Ulrike Folkerts.jpg

Ulrike Folkerts räumt Fehler ein.

(Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild)

Auch "Tatort"-Darstellerin Ulrike Folkerts hat mittlerweile "Fehler" eingeräumt. "Ich war naiv genug zu glauben, mit meinen Kolleg*innen ein gewinnbringendes Gespräch in Gang zu bringen", schrieb sie auf Instagram. "Das Gegenteil ist passiert. Und das tut mir leid."

06:55 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

zahlreiche deutsche Schauspieler, darunter Jan Josef Liefers, Volker Bruch und Wotan Milke Möhring, haben gestern mit der Aktion #allesdichtmachen für eine Menge Kritik gesorgt. Die TV-Stars hatten sich mit satirisch-ironischen Videoclips über die Corona-Politik der Bundesregierung lustig gemacht und wurden dafür vor allem von Personen aus dem rechten Spektrum gefeiert. Mittlerweile distanzieren sich viele von ihnen, unter ihnen auch Heike Makatsch, von der Aktion. Auch Liefers hat sich bereits für seine Teilnahme gerechtfertigt. Sicherlich ist im Laufe des Tages mit weiteren Stellungnahmen der insgesamt 53 Schauspielerinnen und Schauspieler zu rechnen. Außerdem werden heute diese Themen wichtig:

  • CSU-Chef Söder sieht nicht nur Einigkeit zwischen sich und CDU-Chef Laschet. "Es gibt keinen persönlichen Bruch zwischen uns, aber wir haben ein unterschiedliches Verhältnis von Demokratie und Programm", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Süddeutschen Zeitung".
  • Strafverfolger klagen 15 weitere Volkswagen-Führungskräfte an.
  • Oxford entwickelt wohl ersten Malaria-Impfstoff mit hoher Wirksamkeit.
  • Trotz Corona: Auf dem Mount Everest sind so viele Bergsteiger wie nie.
  • Am 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga kann der FC Bayern mit einem Sieg in Mainz (ab 15.30 Uhr im ntv.de-Liveticker) Meister werden. Bayerns Vorsprung auf den Tabellenzweiten RB Leipzig beträgt zehn Punkte. Es wäre ihre insgesamt 31. Deutsche Meisterschaft.

Mein Name ist Linn Rietze. Ich begleite Sie heute durch den Samstag und versorge Sie mit allen nötigen Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Ich bin unter: linn.rietze@nama.de erreichbar.

06:24 Uhr

Epsteins Ex-Freundin plädiert erneut nicht schuldig

Die inhaftierte Ex-Freundin des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, hat auch in zwei neuen Anklagepunkten wegen Sexhandels auf nicht schuldig plädiert. Die 59-Jährige erschien am Freitag erstmals seit ihrer Festnahme im vergangenen Sommer persönlich vor einem Gericht in New York. Die sichtlich gealterte Maxwell sprach in der kurzen Anhörung nur wenige Worte und ließ die neuen Vorwürfe durch ihren Anwalt zurückweisen.

  • Maxwell war im Juli 2020 im US-Ostküstenstaat New Hampshire festgenommen und in sechs Punkten angeklagt worden, darunter Transport Minderjähriger für eine "kriminelle sexuelle Handlung" und Meineid.
  • Ihr wird vorgeworfen, minderjährige Mädchen für Epstein rekrutiert zu haben, die von dem Investmentbanker dann sexuell missbraucht wurden.
  • Teilweise soll Maxwell an dem Missbrauch auch selbst beteiligt gewesen sein.
06:07 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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