Sonntag, 14. Juni 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:35 Uhr

Das war Sonntag, der 14. Juni 2020

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(Foto: imago images/Stefan Zeitz)

 

Liebe Leserinnen und Leser,

der Tag neigt sich dem Ende entgegen. Bevor ich meinen Platz in der Redaktion räume - hier noch die Nachrichten des Tages:

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend und eine geruhsame Nacht. Bis Bald.

22:04 Uhr

Mann seilt sich von Steinbruch ab - Hubschrauber muss ihn retten

Trotz Verbotsschilder hat sich ein Mann von einem stillgelegten Steinbruch im Wald bei Rockenhausen abgeseilt. Die Konsequenz: Er musste von einem Hubschrauber gerettet werden.

Der 25 Jahre alte Kletterer aus Kaiserslautern habe die aufgestellten Warnschilder "Betreten strengstens verboten - Lebensgefahr" im Donnersbergkreis ignoriert und ein Seil an einem Baum am oberen Rand des Steinbruchs befestigt, teilte die Polizei mit.

Bei dem Versuch sich abzuseilen, verlor er den Angaben zufolge den Halt, rutschte aus und stürzte in die Tiefe. Zeugen verständigten die Rettungsleitstelle, woraufhin ein Großeinsatz ausgelöst wurde.

Wegen der schwierigen Anfahrtswege musste der Verunglückte letztlich durch einen im Steinbruch landenden Rettungshubschrauber geborgen werden. Er kam in ein Krankenhaus.

21:30 Uhr

Seit Floyds Tod: Sieben Polizisten quittierten Dienst in Minneapolis

Seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz vor drei Wochen haben in Minneapolis mindestens sieben Beamte die dortige Polizeibehörde verlassen. Das berichtete die lokale Zeitung "Star Tribune".

Aus welchen Gründen die Beamten ihre Jobs aufgaben, ist unklar. Weitere Polizisten seien dabei, die Behörde zu verlassen, berichtete das Blatt unter Berufung auf die Polizei.  

Die Polizei in Minneapolis steht unter enormem Druck. Der Stadtrat hat einen Prozess auf den Weg gebracht, die örtliche Polizei durch eine neue Organisation für öffentliche Sicherheit abzulösen.

 

20:32 Uhr

Auffällige Wölbung: Polizei erwischt Rentner mit Cannabis

Weil sich seine Hose auffällig wölbte, ist ein Senior mit einem Cannabis-Paket in einem Zug in Leer erwischt worden. Die Beamten waren am Samstag zunächst gerufen worden, weil der 73-Jährige ohne Fahrkarte im Zug Richtung Emden unterwegs war, wie die Polizei mitteilte.

Als die Beamten ihn wegen seines auffälligen Beinkleids durchsuchten, stießen sie auf einen Beutel mit 100 Gramm Marihuana. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren. Die Drogen wurden sichergestellt.

 

19:30 Uhr

Neue Lesart des Maya-Kalenders: Nächste Woche Weltuntergang?

Verschwörungstheoretiker aufgepasst: Das Ende der Welt steht offenbar (wieder einmal) kurz bevor. Wie die "New York Post" berichtet, zirkuliert derzeit eine neue Theorie über den Maya-Kalender auf Twitter.

Demnach wurde der Kalender bislang falsch interpretiert. Laut der neuen Lesart ist der Tag des Jüngsten Gerichts bereits diese oder nächste Woche!

"Nach dem Julianischen Kalender sind wir technisch im Jahr 2012… Die Anzahl der Tage, die in einem Jahr durch die Umstellung auf den Gregorianischen Kalender verloren gehen, beträgt 11 Tage…", soll der Wissenschaftler Paolo Tagaloguin getwittert haben. "Für 268 Jahre mit dem Gregorianischen Kalender (1752-2020) mal 11 Tage = 2.948 Tage. 2.948 Tage / 365 Tage (pro Jahr) = 8 Jahre ."

Diese irre Rechnung haut natürlich niemanden vom Hocker (zumindest mich nicht). Doch Achtung: Die Tweets von Tagaloguin sind auf Twitter nicht mehr zu finden. Sehr verdächtig. Wurden sie von Echsenmenschen gelöscht?

Übrigens: Nach der alten Lesart des Maya-Kalenders sollte die Welt laut Verschwörungstheoretikern am 21. Dezember 2012 untergehen. Passiert ist natürlich nichts. Sollten wir also in drei Wochen noch alle Leben, dann werde ich Ihnen eine neue Theorie präsentieren. Versprochen. Und wenn ich dafür extra nach Mexiko reisen muss. (Ironie aus).

19:00 Uhr

Videos des Tages

18:43 Uhr

Erdbeben erschüttert Osten der Türkei

Ein Erdbeben der Stärke 5,7 hat die Provinz Bingol im Osten der Türkei erschüttert. Drei Menschen wurden durch den Einsturz von zwei Beobachtungstürmen verletzt, wie die Behörden mitteilten. Bei den Verletzten handelte es sich demnach um Wachmänner.

Das Epizentrum des Bebens lag den Angaben zufolge im Ort Kaynarpinar. Es ereignete sich um etwa 16.30 Uhr. "Gott sei Dank haben wir bisher keine Nachrichten über Todesopfer erhalten", sagte Gouverneur Kadir Ekinci nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu.

 

17:37 Uhr

Medien spekulieren über Trumps Gesundheitszustand

Ausgerechnet zu seinem 74. Geburtstag sieht sich US-Präsident Donald Trump einmal mehr mit Spekulationen über seinen Gesundheitszustand konfrontiert.

  • Auslöser sind Aufnahmen die zeigen, wie Trump nach einer Rede an der berühmten Militärakademie West Point am Samstag nur äußerst zögerlich und offenbar mit Schwierigkeiten die Bühnenrampe herunter geht.
  • Außerdem thematisieren verschiedene US-Medien, dass der Präsident während seiner Rede beide Hände brauchte, um ein Glas Wasser an die Lippen zu führen.
  • Zudem zeigte er Artikulationsschwierigkeiten beim Namen des Weltkriegsveteranen Douglas MacArthur.

Trump wies die Spekulationen zurück. Die Rampe von der Bühne herunter habe kein Geländer gehabt, sie sei "sehr lang und steil und vor allem sehr glitschig" gewesen, twitterte er. Trump erklärte, die letzten drei Meter der Rampe sei er sogar "gerannt".

 

17:10 Uhr
16:46 Uhr

Bollywood-Star Sushant Singh Rajput ist tot

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Sushant Singh Rajput wurde 34 Jahre alt.

(Foto: imago images/Everett Collection)

Der indische Schauspieler Sushant Singh Rajput ist tot in seiner Wohnung in Mumbai aufgefunden worden. Eine Haushaltshilfe habe die Polizei alarmiert, teilte der stellvertretende Polizeichef Abhishek Trimukhe mit.

  • Rajput war mit Rollen in Telenovelas bekannt geworden und hatte 2013 erstmals in einem Bollywood-Film mitgewirkt.
  • Viel Zuspruch erhielt er drei Jahre später für seine Hauptrolle in einem Biopic über den berühmten Kricket-Spieler Mahendra Singh Dhoni.
  • Er sei schockiert über den Tod des 34-Jährigen, schrieb Premierminister Narendra Modi auf Twitter. "Sein Aufstieg in der Welt der Unterhaltung hat viele inspiriert, er hinterlässt mehrere unvergessliche Darbietungen", ergänzte er.
  • Laut Polizei wird ein möglicher Suizid in Betracht gezogen. Ermittelt werde aber in alle Richtungen
Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen
  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

 

16:00 Uhr

Kiloweise Gold im Zug vergessen - Behörden suchen Besitzer

Haben Sie im letzten Jahr zufällig ein Paket voller Gold in der Schweiz vergessen? Denn im Oktober 2019 wurde in einem Waggon der Schweizerischen Bundesbahnen SBB von St. Gallen nach Luzern mehrere Kilogramm des Edelmetalls gefunden.

Da der Besitzer trotz intensiver Suche nicht gefunden werden konnte, wenden sich die Behörden nun an die Öffentlichkeit.

Das gefundene Paket hat laut Behördenangaben einen Wert von etwa 170.000 Euro. Abhängig vom jeweiligen Goldpreis wären das etwa zwischen 3,4 und 3,8 Kilogramm Gold.

Der Eigentümer des kostbaren Funds hat nun fünf Jahre lang Zeit, seine Ansprüche bei der Luzerner Staatsanwaltschaft geltend zu machen, berichtete die Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

15:01 Uhr

Mann empfängt Polizisten mit Schwert

Mit einem Schwert in der Hand hat ein 47 Jahre alter Frankfurter Polizisten an seiner Wohnungstür empfangen. Zuvor hatte ein Nachbar sich am Samstagmorgen bei dem Angetrunkenen über zu viel Lärm beschwert. Der 47-Jährige soll ihm dann gedroht haben, ihn umzubringen, sollte er noch einmal vor der Tür stehen.

Die alarmierten Beamten klingelten daraufhin bei dem Mann. Laut Polizei gaben sie ihm klar zu verstehen, dass Beamte vor der Tür stehen. Sein 65 Zentimeter langes Schwert habe er erst nach mehrfacher Aufforderung fallen gelassen und sei in seine Wohnung geflüchtet. Dort wurde er dann festgenommen.

14:39 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Ina Bullwinkel verabschiedet sich in den Feierabend und darf draußen noch etwas die Sonne genießen. Bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

14:18 Uhr

Katastrophenfall ausgerufen: Wanderer sitzen nach Unwetter auf Berg fest

Nach dem schweren Unwetter am Wochenende haben Hubschrauber im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Wanderer ins Tal gebracht. Landrat Anton Speer rief den Katastrophenfall aus. Laut Mitteilung sitzen Wanderer auf der Höllentalangerhütte fest und können wegen beschädigter Brücken nicht zu Fuß ins Tal zurück. Sie werden mit Hubschraubern ausgeflogen. Verletzte gibt es einem Sprecher der Bergwacht zufolge aber nicht.

Die Wanderer hätten auf der Hütte übernachtet. In der Nacht waren bereits gut 200 Bewohner der Gemeinde Grainau vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, nachdem ein Bach über die Ufer getreten und eine Mure abgegangen war.

13:39 Uhr

Putin interpretiert US-Proteste als "Zeichen für tiefe Krisen"

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Anti-Rassismus-Proteste in den USA als Zeichen für tiefe Krisen in dem Land gewertet. "Was passiert ist, ist ein Zeichen tiefliegender interner Krisen", sagte Putin dem Fernsehsender Rossija 1. Es war das erste Mal seit Beginn der Proteste in den USA, dass sich Putin dazu äußerte.

Die Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA waren durch den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd ausgelöst worden. Dieser war Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden. Dabei hatte ihm ein weißer Polizist minutenlang das Knie auf den Nacken gedrückt.

12:54 Uhr

Ministerium äußert sich zu Lobbyismus-Vorwurf gegen Amthor

Das Bundeswirtschaftsministerium gibt im Fall des CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor an, mit einer von ihm unterstützten Firma nicht über Kooperationen oder Fördergelder gesprochen zu haben. Amthor und die Geschäftsführung von Augustus Intelligence seien am 26. November 2018 zu einem Gespräch empfangen worden, teilte das Ministerium der "Welt" mit. "Themen des Termins waren eine kurze Unternehmensvorstellung sowie ein Austausch über Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz und Blockchain. Es wurden weder Kooperationen noch Fördergelder besprochen oder später vereinbart." Folgetermine gab es demnach keine.

Wie der "Spiegel" berichtete, hatte Amthor für die US-Firma Lobbyarbeit betrieben und im Herbst 2018 mit einem Brief an Wirtschaftsminister Peter Altmaier um politische Unterstützung gebeten.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:49 Uhr

Vollbremsung für Eichhörnchen: Mann verursacht Unfall

Den Sticker "Ich bremse auch für Eichhörnchen" hat sich dieser Autofahrer redlich verdient: mit einer Vollbremsung rettete er einem kleinen Nager wohl das Leben. Leider hat er mit seiner für das Tier durchaus heldenhaften Tat einen Auffahrunfall verursacht.

Fünf dem Auto des Mannes nachfolgende Fahrzeuge mussten bremsen, wie die Polizei mitteilt. Dem 18 Jahre alten Fahrer des letzten Autos sei das nicht mehr rechtzeitig gelungen, er fuhr auf das vor ihm haltende Auto eines 84-Jährigen auf. Verletzt wurde niemand. Die Polizei schätzte den Schaden auf etwa 8000 Euro.

11:17 Uhr

Schwesig: Nach Erkrankung "doppelt glücklich über einfache Dinge"

Ihre Krebserkrankung hat bei Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Spuren hinterlassen. "Ich musste sehr hart um meine Gesundheit, mein Leben kämpfen", sagte Schwesig der "Bild am Sonntag". "Danach ist man doppelt glücklich über ganz einfache Dinge." Mit ihrer Familie bei einem Frühstück den Tag zu beginnen sei nach dieser Zeit immer ein schöner Moment.

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Manuela Schwesig blickt durch ihre Krebserkrankung anders auf das Leben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schwesig hatte im Mai verkündet, dass sie nach monatelanger Krebsbehandlung nun als geheilt gilt. Sie sei dankbar und froh, sagte Schwesig. "Man wird demütig vor dem Leben. Ich weiß, dass ich auch großes Glück hatte, dass es so ausgegangen ist." Ihr Mann habe von Anfang an Bescheid gewusst. "Vor den Gesprächen mit den Kindern hatte ich den größten Respekt. Wie sage ich es ihnen ehrlich, ohne ihnen Angst zu machen?"

Ihr 13-jähriger Sohn habe es ruhig und klug aufgenommen, der 4 Jahre alten Tochter habe sie es kindgerechter und einfacher erklärt. "Meine Ziele waren ganz einfach: dass ich nächstes Jahr die Konfirmation meines Sohnes und übernächstes Jahr die Einschulung meiner Tochter gesund erleben darf", sagte Schwesig.

10:38 Uhr

Betrunkener fährt in Menschengruppe - ein Toter

Ein Betrunkener ist in Rheinland-Pfalz in eine Personengruppe gefahren und hat einen Menschen getötet. Sechs weitere Leute wurden verletzt. Der 51-Jährige sei am Morgen in verkehrter Richtung in einer Einbahnstraße unterwegs gewesen und sei in die vor einer Gaststätte wartende Gruppe gefahren, teilte die Polizei mit. Der Unglücksfahrer hatte nach ersten Erkenntnissen knapp zwei Promille Alkohol im Blut.

09:59 Uhr

Sprengsatz bei Wohnungsauflösung entdeckt

In manchem Keller oder auf manchem Dachboden schlummern ein paar Familienschätze. In Hamburg ist ein etwas ungewöhnliches Souvenir in einer Garage aufgetaucht: Bei einer Wohnungsauflösung wurde ein hochgefährlicher Sprengsatz aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Gegenstand sei am Samstag entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Bei Twitter bestätigte die Feuerwehr, dass es sich bei dem Objekt um einen instabilen und hochgefährlichen Flak-Granaten-Zünder mit Sprengsatz handelte.

Da das Kriegsrelikt nicht an Ort und Stelle entschärft werden konnte, sperrte die Polizei einen angrenzenden Park und ließ den Kampfmittelräumdienst eine Sprengung durchführen. Verletzt wurde dabei niemand.

09:29 Uhr

Proteste in den USA: Video soll Erschießung eines Schwarzen zeigen

Schon wieder wurde bei einem Polizeieinsatz in den USA ein Schwarzer getötet. Auch dieses Mal - wie etwa beim Fall George Floyd - gibt es ein Video des Vorfalls. Die Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen die Auseinandersetzung zwischen Rayshard Brooks und Polizisten vor einem Schnellrestaurant in Atlanta.

Nach Darstellung des Kriminalamts von Georgia soll Brooks angetrunken in seinem Auto eingeschlafen sein und die Einfahrt zu dem Restaurant blockiert haben. Die herbeigerufenen Polizisten hätten einen Alkoholtest bei Brooks vorgenommen und dann versucht, den 27-Jährigen in Gewahrsam zu nehmen. Dabei hat Brooks den Polizisten einen Taser entwendet und damit auf sie geschossen.

Einer der Polizisten schoss daraufhin mit seiner Dienstwaffe auf den Mann, der später im Krankenhaus gestorben ist. Der jüngste Vorfall heizt die Proteste in den USA wieder an.

09:08 Uhr

Nach schweren Regenfällen: Feuerwehr muss Pferd aus Erdloch befreien

Die Feuerwehr in Flensburg hat einem in Not geratenen Pferd wieder auf die Beine geholfen. Der Holsteiner Wallach namens "Rockie" habe sich am Samstag auf einer Weide vermutlich gewälzt - und sei dann in ein Erdloch gerutscht, da der Boden aufgrund der Nässe nach den Regenfällen nachgegeben habe, teilte die Feuerwehr mit. Das Tier landete auf dem Rücken und drohte deshalb zu ersticken, die Situation sei "akut lebensbedrohlich" gewesen.

Die Feuerwehr rückte wegen der "komplexen Einsatzsituation" unter anderem mit in der Höhenrettung eingesetzter Spezialausrüstung an. Die Einsatzkräfte gruben das Pferd anschließend frei und halfen ihm gemeinsam mit der Besitzerin, wieder aufzustehen. Ein Tierarzt übernahm anschließend die Versorgung.

09:03 Uhr

Seit 2017: Mehr als tausend Menschen nach Syrien zurückgekehrt

Mehr als tausend Menschen sind seit 2017 mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung freiwillig nach Syrien zurückgekehrt. Das teilte das Bundesinnenministerium mit. Demnach bezahlte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 2017 insgesamt 199 Rückreisen, 2018 waren es 466 und im vergangenen Jahr 347.

  • Es sei aber davon auszugehen, dass die tatsächliche Zahl freiwilliger Ausreisen nach Syrien höher sei, weil nicht aus allen Bundesländern Anträge auf Refinanzierung der Reisen durch das Bamf gestellt wurden, erklärte das Bundesinnenministerium.
  • Wegen der "anhaltend schwierigen Sicherheitslage" werde die freiwillige Rückkehr nach Syrien derzeit allerdings nicht gefördert, heißt es auf einer Informationsseite der Bundesregierung zu den Programmen.
  • Seit 2012 schiebt Deutschland keine Menschen mehr nach Syrien ab. Seit mehr als vierzig Jahren fördern Bund und Länder die freiwillige Rückkehr in das Herkunftsland finanziell. Dabei gibt es neben Reisekosten und -beihilfen teils auch Finanzspritzen für den Neustart.
08:23 Uhr

Unwetter setzen sich im halben Land fort

Schon gestern hat es in vielen Teilen Deutschlands gewittert. In manchen Gegenden war die Feuerwehr wegen des Unwetters im Dauereinsatz. Aber auch heute überziehen heftige Regenfälle das Land. Im Osten und ganz im Westen sind die Unwetter schon vorbeigezogen, hier ist es auch bereits ein wenig kühler.

07:59 Uhr

Plastik auch nach Jahrzehnten im Meer wie neu

Marmor, Stein und Eisen bricht - nur Plastik, das vergeht nicht. Und falls doch, dann sehr langsam. Wissenschaftler haben in der Tiefsee eine rund 20 Jahre alte Quarkpackung und eine ähnlich alte Mülltüte gefunden - und beide waren trotz der Jahrzehnte im Wasser noch wie neu. Es habe sich gezeigt, "dass weder die Tüte noch die Quarkpackung Zeichen von Fragmentierung oder sogar Abbau in ihre Bestandteile aufwiesen", sagt der Biochemiker Stefan Krause vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.

Der Fund, über den ein Team um Krause im Fachjournal "Scientific Reports" berichtet, biete erstmals einen fundierten Anhaltspunkt über das Schicksal von Plastik auf dem Tiefseeboden. Im Fall des Quarkbechers und der Mülltüte kam den Forschern der Zufall zu Hilfe, der Rest war Detektivarbeit: In der Mülltüte steckte eine Coca-Cola-Dose - eine Sonderedition zum Davis-Cup 1988. Und die Quarkpackung eines deutschen Herstellers zeigte eine fünfstellige Postleitzahl, die es erst seit 1990 gibt. Zudem war der Hersteller 1999 aufgekauft worden, womit der Markenname verschwand.

07:33 Uhr

Bürgermeister von Sao Paulo: Chemotherapie beendet, jetzt Corona-infiziert

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Bruno Covas soll keine Symptome des Virus aufweisen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der Bürgermeister der brasilianischen Metropole São Paulo, Bruno Covas, ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es gehe ihm gut und er habe keine Symptome, teilte Covas auf Instagram mit. Zwar bleibe er auf ärztliche Empfehlung zu Hause, seine Arbeit werde er jedoch fortsetzen. "Ich kann weiterhin Online-Meetings abhalten", erklärte Covas.

Bei dem 40-jährigen Bürgermeister war im vergangenen Jahr eine schwere Magenkrebserkrankung festgestellt worden. Nach dem Ende seiner Chemotherapie begann er am 26. Februar mit einer Immuntherapie - jenem Tag, an dem in São Paulo der erste Corona-Infektionsfall registriert wurde.

07:03 Uhr

Polizei findet Leiche in Koffer - Mann festgenommen

Wegen einer verwesten Frauenleiche in einem Koffer hat die Polizei in Japan einen Tatverdächtigen festgenommen. Wie örtliche Medien berichteten, war der Koffer an einer Böschung eines Flusses der Provinz Aichi gefunden worden. Der 31-jährige Tatverdächtige wurde - wie in Japan in solchen Fällen üblich - zunächst nicht wegen Mordverdachts festgenommen, sondern wegen Verstoßes gegen ein Gesetz zu Leichnamen. Demnach ist es ein Verbrechen, einen Leichnam zurückzulassen, ohne für dessen ordentliche Bestattung zu sorgen. Angehörige des inzwischen identifizierten 37 Jahre alten Opfers hatten bei der Polizei eine Vermisstenanzeige aufgegeben.

06:50 Uhr

Deutsche Bahn bietet wieder mehr Fahrten ins Ausland

Mit den immer noch sinkenden Ansteckungszahlen, kehrt ein wenig Alltag in Deutschland zurück. Auch die Deutsche Bahn will nach eigener Aussage einen "weiteren Schritt in Richtung Normalität" gehen. Bis Ende Juni will das Unternehmen wieder Fahrten in alle Nachbarländer anbieten. Der Fahrplan werde schrittweise ausgeweitet, teilte das Bundesunternehmen mit. Auf den meisten Verbindungen fahren demnach schon seit Anfang Juni Züge. Nun kommen nach und nach weitere Fahrten hinzu.

Ab dem 22. Juni soll dann auch der Eurocity nach Polen zwischen Berlin und Warschau wieder fahren. Das Angebot Richtung Schweiz, Österreich und Niederlande ist schon komplett. Seit März waren in der Corona-Krise zahlreiche Auslandsverbindungen ausgefallen.

06:35 Uhr

Laschet: Söder tritt nicht als Kanzler an

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet geht nach eigenen Angaben davon aus, dass CSU-Chef Markus Söder weiterhin nicht als Kanzlerkandidat der Union zur Verfügung steht. Dazu habe sich Söder "schon selbst klar geäußert", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag" mit Blick auf die Absage des CSU-Chefs an eine Kanzlerkandidatur. "Das nehme ich ernst", betonte er.

Laschet sprach sich deutlich dafür aus, dass der künftige Bundeskanzler auch CDU-Parteichef sein solle. "Viele in der Union teilen die Auffassung, dass die Erfolge unter Konrad Adenauer, Helmut Kohl und Angela Merkel auch auf die Verbindung von Kanzlerschaft und Parteivorsitz zurückzuführen sind", sagte der Ministerpräsident. Dies habe auch er "immer so gesehen und gesagt".

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06:06 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht