Sonntag, 17. Mai 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:32 Uhr

Das war Sonntag, der 17. Mai 2020

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(Foto: imago images/Sabine Gudath)

Liebe Leserinnen und Leser,

die Chancen auf  einen Sommerurlaub außerhalb der eigenen vier Wände steigen. Bundesaußenminister Heiko Maas zeigt sich zuversichtlich, dass Reisen innerhalb Europas bald wieder möglich sein werden. Na, wenn das mal keine gute Nachricht ist. Was sonst heute noch wichtig war:

Meine Schicht ist hiermit beendet. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntagabend und morgen einen guten Start in die Woche. Bleiben Sie gesund!

22:02 Uhr

Polizei verhindert illegales Fußball-Turnier mit 300 Personen

Die Polizei in Oberhausen hat auf einer städtischen Platzanlage ein Fußballturnier mit knapp 300 Personen verhindert. Die Beamten mussten gleich zweimal ausrücken, um die illegale Veranstaltung in Corona-Zeiten zu beenden. Der Platz wurde danach durch das Ordnungsamt gesperrt.

Am späten Vormittag füllte sich die von der Stadt Oberhausen grundsätzlich freigegebene Platzanlage minütlich. Als die daraufhin verständigte Polizei zum ersten Mal anrückte, verschwanden die meisten Spieler über die Zäune. Eine halbe Stunde später war der Kunstrasenplatz aber wieder voll.

Die Spieler kamen laut der Polizei aus Essen, Oberhausen, Wuppertal, Köln und Gelsenkirchen. Sie sollen sich über WhatsApp-Gruppen zu dem Turnier verabredet und sogar Preisgelder ausgesetzt haben.

21:32 Uhr

Kim Kardashian mischt jetzt im Masken-Geschäft mit

Die Nachfrage nach Mundschutzmasken ist in der Corona-Krise enorm. TV-Star Kim Kardashian weiß diesen Trend für sich zu nutzen. Auf der Webseite ihrer Wäschelinie "SKIMS" bietet sie seit dem Wochenende Mundschutzmasken in unterschiedlichen Farbtönen an - für umgerechnet rund 7,40 Euro das Stück. Ihr Konzept scheint aufzugehen. Nach nur wenigen Stunden waren bereits alle Exemplare ausverkauft.

Auf Twitter wandte sich die Ehefrau von Rapper Kanye West an die enttäuschten Fans, die bislang keine der begehrten Produkte ergattern konnten. Dort schrieb sie: "Wir arbeiten mit unserem lokalen Partner in L.A. zusammen, umso schnell wie möglich weitere zu produzieren." Die nächste Charge soll kommende Woche in den Verkauf gehen.

 

20:43 Uhr

USA: 13 Menschen bei Gedenkfeier durch Schüsse verletzt

Im US-Bundesstaat Louisiana sind 13 Menschen durch Schüsse verletzt worden. Die Polizei sei am Samstagabend alarmiert worden, nachdem in der Stadt Bogalusa im Nordosten des Bundesstaates Schüsse gefallen seien, hieß es in einer Mitteilung.

Am Tatort hätten die Beamten eine "extrem große Gruppe an Menschen" angetroffen, die offenbar eine Gedenkfeier für einen Anfang Mai ermordeten Mann veranstaltete. Die Polizei machte keine Angaben, ob es Festnahmen gab. Eine der verletzten Personen befand sich laut Polizei im kritischen Zustand.

 

20:03 Uhr

Baby kommt mit Coronavirus zur Welt

In Russland ist ein Baby mit einer Coronavirus-Infektion zur Welt gekommen. Die schwangere Mutter sei infiziert gewesen, das Baby sei dann mit dem Virus geboren worden, zitierte die russische Nachrichtenagentur Tass Gesundheitsvertreter in Beslan in der Kaukasus-Republik Nordossetien. Mutter und Kind seien inzwischen zu Hause, ihr Zustand sei "zufriedenstellend".

Die Geburt in Beslan folgt auf eine in Peru Mitte April, bei der ebenfalls ein Neugeborenes positiv auf das Virus getestet wurde. Die Gesundheitsbehörden in Peru hatten damals erklärt, es sei weltweit der zweite Fall eines positiv getesteten Neugeborenen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:26 Uhr

Mann baut unter Drogen Unfall, entkleidet sich und läuft über Fahrbahn

Erst fuhr er Schlangenlinien, dann stieg er ohne Oberteil aus dem Auto aus und lief über die Fahrbahn: Dieses riskante Manöver hat ein unter Drogen stehender Mann auf der Autobahn 57 bei Dormagen hingelegt.

  • Der Fahrer sei zunächst über die "gesamte Breite der Richtungsfahrbahn Köln" in Schlangenlinien gefahren, erklärte die Polizei. "Nachdem er zeitweise an der Mittelschutzplanke entlangschrammte, hielt der 35-Jährige an, stieg mit freiem Oberkörper aus und lief quer über die Fahrstreifen", hieß es.
  • Wieder zurück im Wagen sei der Mann kurz rückwärts gefahren, um dann wieder vorwärts durch eine Baustellenabsperrung zu fahren.
  • Während die Polizei am Samstagabend nach dem Auto fahndete, gingen Meldungen ein, wonach sich der Mann in der Kölner Innenstadt vollständig ausgezogen habe, wieder in seinen Wagen gestiegen und weitergefahren sei.
  • Kurz darauf stoppte ein Streifenwagen das Auto. Ein Drogentest fiel positiv aus. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren.
18:41 Uhr

Königliche Schwanenzählung in England fällt aus

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Die traditionelle Schwanenzählung auf der Themse fällt in diesem Jahr flach.

(Foto: picture alliance / Steve Parsons)

Die Tradition reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück - doch in diesem Jahr muss die königliche Schwanenzählung auf der Themse im Südosten Englands ausfallen. Der Grund: die Corona-Pandemie.

  • Das sogenannte "Swan Upping" kann in diesem Jahr nicht stattfinden, da die Vorgaben zum Abstandhalten nicht umsetzbar seien, berichteten mehrere britische Zeitungen.
  • Es ist erst das zweite Mal in der 900 Jahre alten Tradition, dass das Ritual abgesagt werden muss: Zuletzt wurde die Aktion 2012 wegen Überschwemmungen gestrichen.
  • Galten die Vögel im 12. Jahrhundert noch als Delikatesse bei royalen Banketten, werden die Tiere heute wegen des Artenschutzes gezählt und auf Krankheiten und Verletzungen hin untersucht.
17:47 Uhr

Voller Flieger - Airline pfeift auf Social Distancing

Ein Foto des US-Amerikaners Ethan Weiss sorgt derzeit für hohe Wellen in seiner Heimat. Geschossen hatte der Mediziner an der "University of California San Francisco" den Schnappschuss auf seinem Flug von Newmark nach Kalifornien. Darauf zu sehen: trotz Corona ist jeder Platz in der Maschine von United Airlines besetzt.

Zu dem Foto schrieb der Arzt auf Twitter: "Ich vermute, dass United seine Social-Distancing-Regeln aufweicht – jeder Platz ist besetzt in dieser 737." Denn ursprünglich hatte die Fluggesellschaft zugesichert, wegen der Ansteckungsgefahr zumindest die Mittelsitze frei zu lassen.

Wie die "Washington Post" berichtet, meldete sich United Airlines nach dem Post bei Weiss. In Zukunft will das Unternehmen seine Passagiere vor Abflug informieren, wenn die Maschine fast ausgebucht sei. So könnten die Kunden noch kurzfristig einen anderen Flug buchen.

17:00 Uhr

Investmentbanker bastelt Coronavirus aus Lebensmitteln

Wer eine mit Streichhölzern bespickte Steckrübe oder eine mit Lutschern und Stecknadeln verzierte Kiwi für ein Coronavirus hält, muss nicht an seiner mentalen Gesundheit zweifeln. Vielmehr handelt es sich um eines der Werke eines Londoner Investmentberaters. Jeden Tag bastelt Lorenzo Saa in seiner Wohnung Kopien des Virus und veröffentlicht die Fotos auf seinem Instagram-Konto.

Auf die Idee kam Saa beim Betrachten eines Kaktus in seinem Wohnzimmer, wie er der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Nach all den Bildern zur Krise habe er plötzlich gedacht: "Das ist doch das Virus". Seitdem kreiert er jeden Tag vier Stunden lang aus Früchten, Gemüse und Alltagsgegenständen seine Version des Erregers Sars-CoV-2 und stellt die Fotos davon ins Netz.

*Datenschutz

16:19 Uhr

Ex-Warlord soll höchsten Militärrang Afghanistans erhalten

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Vom Warlord zum Marschall? General Dostum.

(Foto: Associated Press)

Nach dem Anschlag auf das World Trade Center unterstützte Abdul Raschid Dostum 2001 die USA im Kampf gegen die Taliban in Afghanistan. Nun soll der frühere Kriegsherr den höchsten militärischen Dienstgrad im Land erhalten. General Dostum soll zum Marschall befördert werden, bestätigte ein Regierungssprecher der dpa.

Die Beförderung Dostums ist allerdings umstritten. Ihm werden Entführung und Vergewaltigung eines politischen Rivalen im Jahr 2016 vorgeworfen. Zwar stritt Dostum die Vorwürfe ab, Präsident Ghani zwang seinen damaligen Vizepräsidenten aber ins Exil. Dostum kehrte vor zwei Jahren zurück. Bei der Präsidentschaftswahl 2019 unterstützte er Ghanis Rivalen Abdullah.

15:27 Uhr

WhatsApp bestreitet Weitergabe von Nutzerdaten

Der Messengerdienst WhatsApp hat Vorwürfe zurückgewiesen, sogenannte Metadaten seiner Nutzer an den Mutterkonzern Facebook weiterzuleiten. Ein Sprecher sagte dem "Handelsblatt", WhatsApp gebe keine Benutzerdaten weiter, um etwa zielgruppengenauere Werbung auf Facebook zu ermöglichen.

Wegen des Vorwurfs der Datenweitergabe hatte der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, die Bundesbehörden vor einer WhatsApp-Nutzung gewarnt.

"Allein durch die Versendung von Nachrichten werden jedes Mal Metadaten an WhatsApp geliefert", gibt der Datenschützer in einem Schreiben zu bedenken. Und es sei davon auszugehen, dass diese dann unmittelbar an Facebook weitergegeben würden.

14:40 Uhr

Hessen-Prinz stirbt bei Motorradunfall

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Wurde 55 Jahre alt: Otto Prinz von Hessen.

(Foto: imago/Lindenthaler)

Der Unternehmer Otto Prinz von Hessen ist tot. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, starb der Adelige am Morgen nach einem schweren Unfall auf der A96 bei Lindau am Bodensee. Offenbar war der 55-Jährige auf dem Weg in die Schweiz, als er von seinem Motorrad stürzte und gegen die Leitplanke prallte.

Die Polizei vermutet, dass zu hohe Geschwindigkeit zum Unfall führte. Otto von Hessen galt als Auto- und Motorrad-Fan und besaß mehrere Schnellrestaurants.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Judith Görs hat jetzt Feierabend. Ich übernehme nun den "Tag" und versorge Sie bis 22.30 Uhr mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

14:02 Uhr

Jim Carrey veralbert Trump mit Husten-Clip

Star-Komiker Jim Carrey sorgt gerade mit einem eigenwilligen Kommentar zu einer Rede von Donald Trump für Gesprächsstoff auf Twitter. In einem Video des 58-Jährigen ist die Aufzeichnung einer Rede des US-Präsidenten zu sehen, in der er sich zu "Obamagate" - einer angeblichen Verschwörung seines Vorgängers gegen ihn - äußert. Dann erscheint Carrey im Bild - und hustet in Richtung von Trump.

Zum Schluss des Clips klebt er dann sein benutztes Taschentuch an den Fernsehbildschirm - und verdeckt damit Trumps Gesicht. Das Video, das offensichtlich auch auf die Corona-Pandemie anspielt, von der die USA mit am härtesten betroffen sind, wurde tausendfach auf Twitter geteilt und kommentiert.

13:41 Uhr

Nach drei Wahlen - Netanjahu stellt neues Kabinett vor

In Israel endet heute ein Jahr der politischen Blockade: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dem Parlament in Jerusalem das Kabinett der neuen Einheitsregierung vorgestellt. Es wird mit 36 Ministern das größte in der Geschichte des Landes sein - eine Folge der schwierigen Verhandlungen. "Die Leute wollten Einigkeit und das ist es, was sie bekommen", sagte Netanjahu, der in der neuen Regierung aus Likud und Zentrums-Partei die ersten 18 Monate als Regierungschef amtieren soll. Danach übernimmt sein bisheriger Rivale Benny Gantz. Der frühere Armeechef fungiert bis dahin als Verteidigungsminister. In drei Wahlen seit April 2019 hatte es kein klares Ergebnis für ein politisches Lager gegeben.

13:22 Uhr

Fall Kalbitz - Meuthen schießt gegen Höcke zurück

Die Causa Kalbitz sorgt in der AfD für reichlich Misstöne: Co-Chef Jörg Meuthen wies den Vorwurf vom Thüringer Landeschef Björn Höcke zurück, mit dem Rauswurf von Andreas Kalbitz habe er die Partei verraten. "Ein Landesvorsitzender, der erst vor wenigen Wochen wörtlich ankündigte, ihm missliebige Mitglieder aus der Partei 'ausschwitzen' zu wollen und der freiheitlich-marktwirtschaftlich und bürgerlich-konservativ gesonnenen Mitgliedern wiederholt den Wechsel zu anderen Parteien anrät, sollte vielleicht eher sein eigenes Verhalten hinterfragen, als der Mehrheit des Bundesvorstandes 'Verrat an der Partei' und Spaltung vorzuwerfen", sagte Meuthen.

13:03 Uhr

Gleitschirmflieger sitzt in Baumkrone fest

Im baden-württembergischen Pfullingen ist ein 37-Jähriger nach eineinhalb Stunden in luftiger Höhe aus einem Baum gerettet worden, nachdem er zuvor mit seinem Gleitschirm abgestürzt war. Der Mann blieb nach Polizeiangaben unverletzt. Er war nach dem Start in Turbulenzen geraten und mit seinem Gleitschirm in einen Wald gestürzt, wo er in etwa 25 Meter Höhe in einer Baumkrone hängenblieb. Per Handy alarmierte er Feuerwehr und Bergwacht.

12:45 Uhr

Afghanistans Präsident Ghani muss Macht teilen

Fast acht Monate nach der Präsidentschaftswahl in Afghanistan hat die politische Elite ihren Streit um die Führung des Landes beigelegt. Präsident Aschraf Ghani und sein Wahl-Rivale Abdullah Abdullah haben eine Vereinbarung für eine Machtteilung in Kabul unterzeichnet, twitterte Regierungssprecher Sedik Sedikki.

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Aschraf Ghani.

(Foto: dpa)

12:24 Uhr

Pariser Forscherin muss im Iran fünf Jahre in Haft

Wegen "Verschwörung gegen die nationale Sicherheit" ist die französisch-iranische Forscherin Fariba Adelkhah im Iran zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die 61-jährige Wissenschaftlerin will das Urteil anfechten. Die französische Regierung kritisierte die Entscheidung des Gerichts in Teheran scharf.

Die Anthropologin und Forschungsleiterin von der Pariser Universität Sciences Po wurde nach Angaben ihres Anwalts außerdem zu einer einjährigen Haftstrafe wegen "Propaganda gegen die Islamische Republik" verurteilt. Sie muss aber voraussichtlich nur die längere Haftstrafe absitzen.

Adelkhah war zwischen Ende Dezember und Februar in einen siebenwöchigen Hungerstreik getreten, nach Angaben ihres Anwalts ist sie stark geschwächt.

12:05 Uhr

Polizei muss Kunden aus geschlossener Drogerie befreien

Aus der Rubrik "Geschichten, die eigentlich nur im Film passieren" erreicht uns heute folgende Meldung: Im thüringischen Altenburg musste die Polizei einen Mann aus einer Drogerie befreien, nachdem er dort vom Personal versehentlich eingeschlossen worden war. Mit Hilferufen hinter dem Schaufenster machte der 45-Jährige demnach auf seine missliche Lage aufmerksam.

Laut Polizei hatte die Drogerie andere Ladenöffnungszeiten als sonst üblich. Und der Mann bemerkte erst an der Kasse, dass das Geschäft geschlossen war. Zwar war schon vorher das Licht ausgeschaltet worden, dem Mann kam das aber offenbar nicht komisch vor. Passanten riefen die Polizei, die ihn befreite.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:46 Uhr

Trump-Herausforderer Amash wirft das Handtuch

Nach diversen Demokraten beerdigt nun auch der parteilose US-Kongressabgeordnete Justin Amash seine Pläne für eine Kandidatur ums Präsidentenamt. Angesichts der Umstände sei eine erfolgreiche Bewerbung nicht möglich, schrieb Amash auf Twitter. Er verweist unter anderem auch auf die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie. Amash hatte Ende April mitgeteilt, er strebe die Nominierung als Kandidat der Libertarian Party (Libertären Partei) an. Im vergangenen Sommer hatte Amash die Republikanische Partei verlassen und später für Trumps Amtsenthebung gestimmt.

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Justin Amash.

(Foto: REUTERS)

11:27 Uhr

Sieben- und Elfjähriger beklauen Postboten in Linz

Der siebenjähriger Junge und sein elfjähriger Freund haben im österreichischen Linz zwei Playmobil-Pakete von der Sackkarre eines Postboten geklaut. Der Postbote sah den Jüngeren wenig später mit einem Playmobilbausatz spielen. Weil die Größe zu dem gestohlenen Paket passte, sprach er ihn an. Der Junge ließ das Spielzeug daraufhin fallen und rannte davon.

Der Postbote kontaktierte daraufhin die Polizei, die den Jungen schnell auf einem nahen Spielplatz fand. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd war er geständig und führte die Beamten auch zu seinem Freund, der das zweite Paket hatte. Die Jungen wurden zu ihren Eltern gebracht. Sie sind noch nicht strafmündig.

11:07 Uhr

Hanauer Opferfamilien erhalten eine Million Euro

Am 19. Februar erschoss der Attentäter in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln - nun haben die Angehörigen Soforthilfen in Höhe von mehr als einer Million Euro erhalten. Die Zahlungen seien rasch geflossen, sagte die städtische Opferbeauftragte Silke Hoffmann-Bär. Die Hilfen stammen aus einem Fonds des Justizministeriums für Opfer von extremistischer Gewalt. Ehepartner, Kinder und Eltern von Getöteten bekommen nach Antrag 30.000 Euro und Geschwister 15.000 Euro. 

10:59 Uhr

Politiker halten Kalbitz' Rauswurf für Nebelkerze

Mit Skepsis haben Bundespolitiker auf den Entzug der AfD-Mitgliedschaft von Andreas Kalbitz reagiert. "Nur wenn sich die AfD ernsthaft von rechtsextremen Positionen und Personen trennt und auch alle Brücken zu diesen Verfassungsfeinden abbricht, werden die Beteuerungen glaubhaft", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg dem "Handelsblatt." Der SPD-Politiker Ralf Stegner warnte davor, falsche Schlüsse aus dem Parteiausschluss zu ziehen. Stegner sagte, die "Posse" um Kalbitz und die kürzlich verkündete Selbstauflösung des rechtsextremen "Flügels" der Partei seien "nur PR-Lametta und Propagandaseifenblasen der Rechtsradikalen, um das bürgerliche Wahlpublikum ".

 

10:29 Uhr

Bundeswehr muss sich US-Fallschirme leihen

Weil der Bundeswehr für die Ausbildung neuer Fallschirmspringer aktuell einsatzbereite Fallschirme fehlen, muss sie einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge aus einem privaten Depot in Bayern 40 Stück aus US-Produktion ausleihen. Dem Beschaffungsamt der Bundeswehr zufolge seien zwar bereits im vergangenen Jahr die benötigten Schirme aus deutscher Produktion bestellt worden, allerdings habe es unvorhersehbare Verzögerungen gegeben. Die Kosten für die Miete eines Gleitfallschirmsystems aus US-Produktion belaufen sich laut Zeitung auf etwa 20.000 Euro pro Stück.

10:08 Uhr

Kein Mundschutz - Männer verprügeln Busfahrer

Zwei junge Männer haben in Herrenberg in Baden-Württemberg auf einen Busfahrer eingeschlagen, nachdem er sie des Busses verwiesen hat. Der Fahrer hatte die Männer laut Polizei zunächst ermahnt, weil sie keinen Mundschutz trugen. Nachdem er sie des Busses verwiesen hatte, rasteten sie aus und schlugen auf den Fahrer ein. Er erlitt Verletzungen im Gesicht, die von Rettungskräften versorgt werden mussten. Die Fahndung nach den beiden brachte bisher keinen Erfolg.

09:49 Uhr

US-Regisseurin Lynn Shelton stirbt mit 54

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Lynn Shelton.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Die US-Regisseurin Lynn Shelton ist tot. Sie wurde nur 54 Jahre alt. Shelton sei an den Folgen einer Bluterkrankung gestorben, bestätigte ihr Sprecher Adam Kersh laut "The Hollywood Reporter". Comedian Marc Maron, der mit der Filmemacherin liiert war, erklärte laut "IndieWire": "Ich habe schreckliche Nachrichten. Lynn ist letzte Nacht verstorben." Shelton sei zusammengebrochen, nachdem sie eine Woche lang krank gewesen war. "Es war nicht Covid-19. Die Ärzte konnten sie nicht retten."

In den vergangenen 14 Jahren schrieb und inszenierte Shelton acht Spielfilme, darunter "Meine beste Freundin, ihre Schwester und ich" oder "Sword of Trust". Die Regisseurin arbeitete auch für einige bekannte Fernsehserien, darunter "Mad Men", "Fresh Off the Boat" oder "New Girl".

09:30 Uhr

Chinesischer Botschafter in Israel tot aufgefunden

In der israelischen Stadt Hertzliya nahe Tel Aviv ist der chinesische Botschafter Du Wei tot in seinem Haus aufgefunden worden. Das melden mehrere israelische Medien am Morgen. Nach Angaben eines Beamten aus dem israelischen Außenministerium sei die Polizei vor Ort und untersuche die Umstände des Todes.

09:05 Uhr

Polizei stoppt illegales Autorennen in Wiesbaden

Wer in Zeiten von Corona nix Besseres zu tun hat ... In Wiesbaden haben sich eine 21-Jährige und ein 23-Jähriger ein illegales Autorennen geliefert. Sie waren in der Nacht einer Polizeistreife aufgefallen, als sie in ihren Autos durch die Innenstadt rasten. Dabei überfuhren sie laut Polizei eine rote Ampel und waren zwischenzeitlich mit über 100 Kilometern pro Stunde unterwegs, bevor die Polizisten sie stoppen konnten. Beide Autos wurden beschlagnahmt und die Führerscheine einbehalten. Im Auto der jungen Frau saßen noch drei Mitfahrer.

08:53 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:31 Uhr

Kretschmer tadelt CDU-Widerstand gegen Grundrente

In seiner eigenen Partei wächst der Widerstand gegen die Grundrente - doch Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer will das SPD-Projekt jetzt trotzdem durchsetzen. "Der Staat hat sie zugesagt und deshalb sollten wir aufhören, die Grundrente immer wieder neu zu diskutieren", sagte Kretschmer der "Bild am Sonntag". "Sie muss jetzt beschlossen werden und in Kraft treten. Das ist gerade für die Menschen im Osten wichtig."

Kretschmer hat sich - ebenso wie sein Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans - bereits im Herbst hinter die Grundrente gestellt, als sich die Koalition auf den Kompromiss geeinigt hatte. In der Union sind nun aber einige der Meinung, dafür fehle angesichts der Milliardenausgaben für Rettungsmaßnahmen in der Corona-Krise das Geld.

08:10 Uhr

Inderin gebärt Kind - und läuft 160 Kilometer

In Indien hat eine Frau auf ihrer hunderte Kilometer langen Reise zu Fuß von Nashik nach Satna ein Baby geboren - und ist danach weitere 160 Kilometer gelaufen. Wie der Sender CNN unter Berufung auf eine Zeugin berichtet, die mit der Frau gesprochen und ihr medizinische Hilfe beschafft hat, gebar die Inderin am 5. Mai ein Mädchen. "Sie hat maximal anderthalb bis zwei Stunden pausiert, dann ist sie weitergelaufen", sagte Kavita Kanesh dem Sender zufolge.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann und vier Kindern sei die Frau auf dem Weg nach Satna gewesen, in der Hoffnung auf Arbeit. Wegen des Corona-Lockdowns haben in Indien viele Arbeiter ihre Jobs verloren. Laut Kanesh hatte die Familie in Nashik kein Dach mehr über dem Kopf und auch kein Geld, um anders als zu Fuß auf die Reise zu gehen.

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Die Reise führte von Nashik nach Satna.

07:49 Uhr

Grüne fordern Mindestpreis für Fleisch

Nachdem die Corona-Krise die Zustände in deutschen Schlachtbetrieben in den Fokus gerückt hat, fordern die Grünen nun Konsequenzen: Sie wollen die Fleischproduktion in Deutschland grundlegend reformieren. Unter anderem soll es einen Mindestpreis für Tierprodukte, ein Verbot von Werkverträgen und eine Ausweitung der staatlichen Kontrollen in den Betrieben geben.

Ein Sieben-Punkte-Plan, der den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegt, sieht vor allem ein Verbot des Unterbietungswettbewerbs vor. "Im Lebensmitteleinzelhandel darf ein Mindestpreis für tierische Produkte nicht mehr unterschritten werden", heißt es in dem Papier. "Dieser Mindestpreis berücksichtigt die Produktionskosten, damit auch Bäuerinnen und Bauern davon profitieren."

 

07:30 Uhr

Sido rudert zurück - ein bisschen

Sido hat in einem neuen Youtube-Video abgestritten, Verschwörungstheorien verbreitet zu haben. "Das sind Theorien, die sowieso schon da sind", sagte er. "Weil ich sie in einem Interview angesprochen habe, heißt das nicht, dass das meine Meinung ist - es ist nicht meine Meinung." Er habe ein großes Problem damit, mit "Leuten wie Attila Hildmann" in eine Schublade gesteckt zu werden, so der Musiker.

Er habe weder mit ihnen etwas zu tun noch mit "den Leuten, die gestern vor meiner Tür standen". Gemeint ist das Team der "Bild"-Zeitung. "Ich habe mit allem nichts zu tun." Er habe lediglich sein Privatleben schützen wollen. Aber er sei darauf nicht stolz, was passiert ist.

07:10 Uhr

22 Offshore-Windräder müssen wieder weg

Für knapp zwei Dutzend Offshore-Windräder in der Nordsee heißt es noch in diesem Jahr: Es hat sich ausgedreht. Wie das Hamburgische Wirtschaftsforschungsinstitut HWWI mitteilt, müssen 22 Windräder entfernt werden, weil sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Im Jahr 2023 werden es bereits 123 Turbinen und im Jahr 2030 mehr als 1000 Windkraftwerke sein.

Wegen der schwierigen Witterungsbedingungen auf See und der aufwendigen Wartung wird die technische Haltbarkeit von Offshore-Windrädern auf lediglich 20 bis 25 Jahre geschätzt und damit fünf bis zehn Jahre kürzer als an Land. Danach werden die Anlagen entweder runderneuert und verstärkt (Repowering) oder komplett zurückgebaut und entsorgt.

Hier lesen Sie alle Details.

06:51 Uhr

Explosion und Großbrand in L.A. - Feuerwehrleute verletzt

Im Geschäftsviertel von Los Angeles hat es in der Nacht aus noch ungeklärter Ursache eine Explosion gegeben - mehrere Gebäude standen in Flammen. Mehr als 200 Feuerwehrleute seien im Einsatz, etwa zehn Helfer seien verletzt worden, heißt es in einer Mitteilung. Lokale Medien berichten über dichte Rauchwolken an dem Brandort. In den sozialen Medien teilten Augenzeugen Bilder vom Brand.

 

06:36 Uhr

Bewaffnete erschießen Journalisten in Mexiko

Zum Start in den Tag gibt es leider gleich schlimme Nachrichten. In Mexiko ist erneut ein Journalist getötet worden. Es handelt sich um Jorge Armenta - er war Chef des im Internet aktiven Medienunternehmens Medios Obson. In Ciudad Obregón im Norden des Landes wurde er von Bewaffneten erschossen. Offenbar hatte er vorher bereits Morddrohungen erhalten. Armenta ist bereits der dritte Journalist, der seit Beginn des Jahres in Mexiko getötet wurde.

Mexiko ist neben Syrien und Afghanistan für Medienschaffende eines der gefährlichsten Länder der Welt. Seit dem Jahr 2000 wurden mehr als hundert Journalisten in dem Land ermordet.

06:18 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leser, es ist Sonntag. Wenn Sie das hier lesen können, sollten Sie sich erstmal nochmal umdrehen. Für Bettflüchtige gibt es trotzdem die ersten Themen des Tages, die das Potenzial haben, die Nachrichten zu bestimmen:

  • Am Nachmittag sind erneut mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen angemeldet - unter anderem in Berlin und Schwerin. An ähnlichen Kundgebungen in den vergangenen Wochen nahmen auch Rechtspopulisten teil.
  • In Jerusalem wird die neue Regierung vereidigt. Netanjahu hatte sich ja bekanntlich mit Benny Gantz, seinem Rivalen vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß, auf die Bildung einer Regierung mit Rotation im Amt des Ministerpräsidenten geeinigt.
  • Die Bundesliga begeht den 26. Spieltag; Es spielen der 1. FC Köln gegen Mainz und am Abend Union Berlin gegen Bayern München.
  • Emmanuel Macron beginnt das Gedenkjahr für Weltkriegshelden Charles de Gaulle. Im Verlauf des Jahres zahlreiche Veranstaltungen geplant, um an den vor 50 Jahren verstorbenen Ex-Präsidenten zu erinnern.

In der ersten Tageshälfte begleite ich Sie durch den Nachrichtentag. Mein Name ist Judith Görs. Wenn Sie mir schreiben möchten, tun Sie das gern via judith.goers@nama.de oder auf Twitter. Kommen Sie  gut in den Tag!