Sonntag, 21. Juni 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:35 Uhr

Das war Sonntag, der 21. Juni

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Über eine Wurzel gestolpert: Drei gesuchte Einbrecherinnen kamen mit dem Schrecken davon.

(Foto: imago/Deutzmann)

Liebe Leserinnen und Leser,

mit einer wunderschönen Polizeimeldung will ich Sie heute in den milden Abend entlassen:

Verfolgungsjagd: Polizist stolpert und ... schießt

Bei einer Verfolgungsjagd im Wald ist ein Polizist in Köln mit gezogener Dienstwaffe über eine Wurzel gestolpert und hat dabei aus Versehen den Auslöser betätigt. Durch den abgegebenen Schuss sei niemand verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die drei von dem Beamten gesuchten Frauen hatten zuvor versucht, eine Wohnung aufzubrechen - waren aber vom Nachbarn vertrieben worden. Die alarmierte Polizei nahm die Verfolgung auf - bis die Frauen schließlich in das Waldstück rannten. Nachdem sich alle von dem Schrecken über den Schuss erholt hatten, wurden die drei mutmaßlichen Einbrecherinnen festgenommen.

Auch sonst ging es heute viel um die Polizei. Nach den nächtlichen Krawallen in Stuttgart fragt meine Kollegin Judith Göhrs, wer die Täter waren. Obwohl es sich offenbar um eine unpolitische Partymeute gehandelt hat, um betrunkene junge Männer, gibt es im Netz eine lebhafte Debatte über ihre Herkunft und ihre Motive.

Bei den weiteren Themen, die wichtig waren, gewinnt die Corona-Pandemie wieder das Übergewicht: 

Und jetzt: Einen schönen Abend, der Sommer kommt.

22:05 Uhr

"Polizei auf die Mülldeponie": Seehofer kündigt Strafanzeige gegen "taz"-Autorin an

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"Unsäglich": Horst Seehofer will nach der Stuttgart-Randale durchgreifen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung hat Innenminister Horst Seehofer eine Strafanzeige gegen die "taz"-Autorin Hegameh Yaghoobifarah angekündigt. "Ich werde morgen als Bundesinnenminister Strafanzeige gegen die Kolumnistin wegen des unsäglichen Artikels in der "taz" über die Polizei stellen", zitierte das Blatt den CSU-Politiker.

  • Zur Begründung stellte Seehofer einen Zusammenhang zwischen den Krawallen in Stuttgart und einem Schmäh-Text der Autorin gegen die Polizei her: "Eine Enthemmung der Worte führt unweigerlich zu einer Enthemmung der Taten und zu Gewaltexzessen, genauso wie wir es jetzt in Stuttgart gesehen haben. Das dürfen wir nicht weiter hinnehmen", sagte Seehofer laut "Bild".
  • In dem fraglichen Artikel unter der Überschrift "All cops are berufsunfähig" hatte Yaghoobifarah eine Abschaffung der Polizei durchdekliniert und dafür plädiert, die arbeitslosen "Ex-Cops" künftig auf der "Mülldeponie" einzusetzen.
  • "Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie. Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten."
21:43 Uhr

Medizin-Sparte von Siemens wäre gern im Dax

Die Medizin-Sparte von Siemens ist einer der größten Anbieter von Medizintechik-Produkten weltweit. Daher strebt die Siemens Healthineers AG nun einen Aufstieg in den Deutschen Aktienindex der 30 wichtigsten deutschen börsennotierten Unternehmen an. "Es wäre schon unserer Bedeutung angemessen und für uns besser, wenn wir im Dax-30 notiert würden", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Montag der "Süddeutschen Zeitung". "Das würde unsere wahre Bedeutung eher widerspiegeln", sagte er. Siemens Healthineers ist seit zwei Jahren an der Börse und derzeit im MDax. Die Lufthansa muss am Montag den Dax verlassen. Gleichzeitig steigt der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen in den Leitindex der 30 größten deutschen Unternehmen auf.

21:14 Uhr

Badeunfall im Baggersee: 21-Jähriger ertrinkt

In einem Baggersee in Lunestedt im Landkreis Cuxhaven ist ein 21-Jähriger ertrunken. Der junge Mann war am Nachmittag in die Mitte des Sees geschwommen und dort aus zunächst ungeklärter Ursache plötzlich untergegangen, erklärte die miteingesetzte Feuerwehr Bremerhaven. Rettungstaucher suchten nach dem Schwimmer, die Suche war aber den Angaben nach wegen schlechter Sichtverhältnisse und "jeder Menge Unrat am Boden" schwierig. Als sie den 21-Jährigen schließlich fanden, konnte ein Notarzt nur noch seinen Tod feststellen. Der Mann war mit einem Begleiter unterwegs, der auch den Notruf gewählt hatte.

20:44 Uhr

Stuttgart-Randale: AKK will Berliner Polizeigesetz zurücknehmen

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat nach den Ausschreitungen von Stuttgart "echten Rückhalt" für die Polizei in Deutschland gefordert. "Diese unfassbare Gewalt muss Konsequenzen haben", schrieb die Verteidigungsministerin am Abend auf Twitter. "Aber Polizeibeamte erleben auch im normalen Dienst Respektlosigkeit, Angriffe und Gewalt. Was sie brauchen ist echter Rückhalt, keine Lippenbekenntnisse. "Es wäre jetzt "der richtige Zeitpunkt, um so etwas wie den Generalverdacht des Rassismus zurückzunehmen", schrieb die CDU-Chefin weiter. Konkret forderte sie die Rücknahme des umstrittenen Berliner Antidiskriminierungsgesetzes, das nach Ansicht von Kritikern die Polizei einem Generalverdacht aussetzt.

 

20:10 Uhr

Nach Bad im Rhein: 54-Jähriger abgetrieben und vermisst

Ein 54-jähriger Mann wird nach einem Badeunfall im Rhein zwischen dem rheinland-pfälzischen Hamm und dem hessischen Gernsheim vermisst. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann mit zwei Kindern am Nachmittag im Rhein baden gegangen. Wie genau es zu dem Unfall kam, war noch unklar. Die beiden Kinder konnten sich laut Polizei aus dem Wasser retten und stehen unter Schock. Der 54-Jährige trieb jedoch ab und schaffte es nicht aus dem Wasser. In welchem Verhältnis die Kinder und der Mann standen, konnte die Polizei nicht sagen. Trotz intensiver Suche blieb der Mann auch rund zwei Stunden nach dem Unfall vermisst.

19:36 Uhr

Schäuble sieht keinerlei Unkorrektheit bei Amthor

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Garant für äußerste Nüchternheit: Bundestagspräsident Schäuble.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Aufregung um die Lobbyarbeit des CDU-Abgeordneten Phillip Amthor war gewaltig, doch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble macht nun deutlich, dass er darin keinerlei Regelverstoß sieht. "Ich kann bisher aus den Veröffentlichungen überhaupt nicht erkennen, dass er sich an irgendeine der geltenden Regelungen nicht gehalten hat", sagte Schäuble am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Er hat im Übrigen von sich aus diese Tätigkeit angezeigt, auch der Verwaltung des Bundestages mitgeteilt, dass er dafür Aktienoptionen bekommen hat", führte Schäuble aus. Zu Fragen hinsichtlich Reisen Amthors sagte Schäuble auf Nachfrage: "Naja, da ist er schon befragt worden, da wird er die notwendigen Auskünfte geben. Dann werden wir da auch die Entscheidungen treffen." Der Bundestagspräsident sagte unter Verweis auf sein Amt, er trage die Verantwortung, "dass mit den Vorwürfen gegen den Kollegen Amthor korrekt umgegangen wird".

 

19:11 Uhr

Aus Liebe zum Pizzaboten: Frau tätigt 50 Fake-Bestellungen

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Unklar ist, ob die Aktionen der Frau geholfen haben. Auch welche Pizza sie bestellte, ist nicht bekannt.

(Foto: imago images/Stefan Zeitz)

Aus Liebeskummer hat eine 19-Jährige in Österreich Dutzende Pizzas an falsche Adressen bestellt. Die junge Frau wollte laut Polizei ihren Ex-Freund sehen, der bei einem Lieferservice als Bote arbeitete. Die Teenagerin aus Steyr habe den jungen Mann dann heimlich beobachtet. Sie habe zwischen dem 20. Februar und 12. März insgesamt 50 Pizzen bestellt, die aber nie zugestellt werden konnten. Die Polizei machte sie schließlich ausfindig. Sie habe Liebeskummer als Grund angegeben. Ob der junge Mann sich durch diese Aktion erweichen ließ und zu ihr zurückkehrte, wusste die Polizei nicht.

18:39 Uhr

Mexiko: Video mit Leichen ruft Polizei auf den Plan

Bei Schießereien zwischen verfeindeten Banden sind im Norden von Mexiko mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Mutmaßliche Gangmitglieder hätten am Wochenende in der Ortschaft Caborca im Bundesstaat Sonora mit großkalibrigen Waffen auf Häuser, Autos und eine Tankstelle gefeuert, berichtete die Zeitung "Milenio". Der Aktivist Adrián LeBarón veröffentlichte auf Twitter ein Video, auf dem zahlreiche Leichen am Rande einer Landstraße zu sehen sind. Daraufhin seien Einheiten der Streitkräfte, der Nationalgarde und der Polizei in die Region verlegt worden, teilte das Ministerium für öffentliche Sicherheit mit. "Das ist Sonora, das ist Mexiko, das ist meine Stadt, ich lebe hier, obwohl du es vielleicht nicht glaubst", schrieb LeBarón dazu.

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18:21 Uhr

OB Kuhn sieht keinen Rassismus bei Stuttgarter Polizei

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Glaubt nicht, dass Fehlverhalten der Stuttgarter Polizei die Krawalle verschuldet hat: Stuttgarts Oberbürgermeister Kuhn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Stuttgarts grüner Oberbürgermeister Fritz Kuhn sieht nach den Krawallen in Stuttgart keine Parallelen zu den weltweiten Anti-Rassismus-Demos. "Ich habe die letzten Jahre die Stuttgarter Polizei so erlebt, dass sie ganz liberal und weltoffen ist und kein rassistische Profil hat oder dass ich rassistische Strukturen sehe", sagte Kuhn. Er wolle aber nicht ausschließen, dass durch Bilder in den Medien von US-Protesten "sich der ein oder andere vielleicht besonders ermutigt fühlt, etwas gegen die Polizei zu unternehmen". Bei schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei haben Hunderte Gewalttäter in der Nacht zum Sonntag die Stuttgarter Innenstadt verwüstet und dabei 19 Beamte verletzt. Die Polizei sieht keine politischen Motive hinter der Gewalt, sie macht Partygänger und Krawalltouristen für die Eskalation verantwortlich. Auslöser war eine Drogenkontrolle. Eine Polizeistreife kontrollierte einen 17 Jahre alten Deutschen wegen eines Drogendelikts. "Weil das ja gefragt werden wird, sage ich gleich, dass er weißer Hautfarbe war", sagte Thomas Berger, Stuttgarter Polizeivizepräsident. Unter den Randalierern seien Flüchtlinge gewesen, aber ebenso Deutsche, Italiener, Iraker, Bosnier. "Es war ein bunter Mix rund um den Globus."

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18:00 Uhr
17:46 Uhr

Tom Pettys Witwe: Trump missbraucht unseren Song

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Urheberrechte verletzt: Trumps Soundtrack beim Wahlkampfauftakt in Tulsa führt zu Streit.

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Bei der ersten großen Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump in diesem Jahr dröhnte der Tom-Petty-Klassiker "I Won't Back Down" über die Hallen-Mikrofone in die Ohren des Publikums in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma. Die Witwe des 2017 verstorbenen Musikers, Jane Petty, veröffentlichte nun einen Brief gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern via Facebook und zeigte sich über die Verwendung des Songs empört. Das Lied handele von ihrer Familie und solle nicht verwendet werden, "um eine Kampagne voranzutreiben, die zu viele Amerikaner und den gesunden Menschenverstand zurücklässt".

Ihr Ehemann stehe gegen Rassismus und Diskriminierung jeder Art. "Tom hat den Song für Außenseiter, für normale Menschen und für Jedermann geschrieben", heißt es. Man wolle klar machen, dass jeder denken und wählen solle, wie er möchte. Dennoch wolle sich die Familie von Trump und seiner Kampagne distanzieren. Man glaube an Amerika und an die Demokratie, Trump würde diese Ideale aber nicht vertreten. Es habe keine Erlaubnis für Trump gegeben, Klage auf Unterlassung sei bereits eingereicht. Und hier nochmal zum Mitsingen:

 

17:18 Uhr

Staatliche Fleischpreise: Klöckner hält an Tierwohl-Abgabe fest

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Lieber mehr Kontrollen statt einer neuen Steuer, meinen Kritiker von Klöckners Idee.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Debatte um Billigpreise für Fleisch hat Bundesagrarministerin Julia Klöckner Kritik an einer Tierwohlabgabe zurückgewiesen. "Höhere Tierwohlstandards kosten Geld", sagte die CDU-Politikerin. Daher werde beides gebraucht - staatliche Förderung für Stallumbauten durch die Tierhalter mit entsprechenden Vorgaben, aber auch höhere Preise an der Ladentheke für mehr Wertschätzung. Eine Tierwohlabgabe komme wie beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einem gesellschaftlichen Ziel zugute, sagte Klöckner.

  • Kritik an Klöckners Plänen kam vom Verbraucherzentrale Bundesverband und der FDP.
  • "Ein höherer Preis durch eine neue Fleischsteuer oder Tierwohlabgabe garantiert leider keine bessere Qualität, kein höheres Tierwohl oder Arbeitssicherheit in Schlachtereien", sagte der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller. Nötig seien bessere Standards und Kontrollen sowie Informationen auf der Packung, um Qualität erkennen zu können.
  • FDP-Fraktionsvize Frank Sitta sagte, dass Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen zum Anlass genommen werden sollten, Fleischpreise staatlich zu erhöhen, sei reine Effekthascherei.
16:44 Uhr

Geburtstagsidyll: Prinz William schaukelt mit allen drei Kindern

Prinz William feiert heute seinen 38. Geburtstag. Und während Normalsterbliche an diesem Tag selber auf Geschenke hoffen, sendet der britische Thronfolger an seinem Ehrentag ein Familienfoto an die Welt. Auf seinem Instagram-Account ist ein Schnappschuss zu sehen, der Papa William zusammen mit seinen drei Kindern Prinz George (6), Prinzessin Charlotte (5) und Prinz Louis (2) zeigt.

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16:26 Uhr

Hitzewelle kommt mit ersten tropischen Nächten

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Sommerbad Humboldthain: Hier lässt sich die Hitze aushalten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wer Sandalen und bauchfreie Tops noch nicht parat hat, sollte den restlichen Sonntag für das Update des Kleiderschranks nutzen, denn mit dem Hoch "Utz" rollt die erste Hitzewelle des Jahres heran. Luft aus Spanien bringt den Deutschen pünktlich zum Sommerbeginn den Hochsommer mit ersten tropischen Nächten.

  • Laut ntv-Wetterredaktion startet der Montag vor allem im Süden und Osten aber zunächst wolkig. Im Norden wird es überwiegend trocken und sonnig. Die Höchstwerte liegen zwischen 19 und 27 Grad.
  • Am Dienstag ziehen die Wolken dann immer weiter ab, laut Vorhersage gibt es viel Sonne und nur wenige Quellwolken, und es bleibt trocken. Im Südwesten steigen die Temperaturen auf bis zu 29 Grad, im Rest von Deutschland liegen die Höchstwerte zwischen 23 und 27 Grad.
  • Am Mittwoch steigen die Temperaturen weiter bis auf 32 Grad.
  • Am Donnerstag kommt die Hitze - vom Oberrhein bis ins Emsland geht es hoch auf 30 bis 33 Grad, sonst auf 25 bis 29 Grad. Dazu bekommt der Osten ein paar Schauer, das Erzgebirge kriegt auch Gewitter ab. Für den Rest geht es sehr sonnig weiter.
  • In der Nacht auf Freitag gibt es in den westlichen Ballungsgebieten eine erste tropische Nacht, das heißt es wird nicht kälter als 20 Grad. Tagsüber werden es 26 Grad im Erzgebirge bis 34 Grad. Dazu wieder viel Sonne und schwül- zum Abend hin können sich ein paar Hitzegewitter bilden.
  • Am Samstag breitet sich die Hitze übers ganze Land aus, verbreitet werden es 30 bis 32 Grad, vereinzelt auch bis 34 Grad. Angenehmer ist es bei 26 bis 29 Grad an der Küste und im Bergland. Die Gewitter- und damit Unwettergefahr steigt im Südwesten an.
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15:55 Uhr

Polizei: Partyszene steckt hinter Randale in Stuttgart

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19 Polizisten wurden bei den Ausschreitungen verletzt. Die Zahl könnte noch steigen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt waren nach Angaben der Polizei nicht politisch motiviert. "Wir können aus der momentanen Sicht der Dinge eine linkspolitische oder überhaupt eine politische Motivation für diese Gewalttaten ausschließen", sagte der Stuttgarter Polizeipräsident Franz Lutz. "Es war heute Nacht eine nie dagewesene Dimension von offener Gewalt gegen Polizeibeamte und massive Sachbeschädigung bis hin zu Plünderungen." An den Ausschreitungen waren nach Angaben der Polizei 400 bis 500 Personen beteiligt. Die Polizei habe gegen 23.30 einen 17-jährigen Deutschen im Schlossgarten wegen eines mutmaßlichen Drogendelikts kontrolliert, erläuterte Polizeivizepräsident Thomas Berger. Sofort hätten sich 200 bis 300 Personen aus der Partyszene mit dem Jugendlichen solidarisiert und die Beamten vor Ort mit Steinen und Flaschenwürfen angegriffen. Auf dem Schlossplatz hätten sich noch mehr beteiligt, die Gruppe sei auf 400 bis 500 Personen gewachsen. 24 Personen seien vorläufig festgenommen worden. Bei den Krawallen seien 19 Beamte verletzt worden - einer davon sei dienstunfähig. Die Zahl könne sich noch erhöhen, da die Beamten im Einsatz sich oft erst später mit Verletzungen meldeten, bilanzierte Berger.

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15:20 Uhr

Schornstein erschlägt Mann in Hängematte

Bei einer Feier auf einem Haus-Dach ist ein 48 Jahre alter Mann in Leipzig tödlich verunglückt. Er hatte auf einer Hängematte gesessen, die zwischen zwei Schornsteinen gespannt war, teilte ein Polizeisprecher mit. Als sich ein Gast am Freitagabend neben ihn setzen wollte, stürzte einer der beiden Schornsteine ein. Der 48-Jährige wurde von Steinen am Kopf getroffen. Er verlor das Bewusstsein und starb trotz Reanimationsversuchen am Unfallort.

14:50 Uhr

Randale in Stuttgart: Innenminister will mit Härte reagieren

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"Noch nie dagewesene Qualität": Thomas Strobl in Stuttgart.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt will Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl gegen die Randalierer mit der vollen Härte des Rechtsstaats vorgehen. "Die Ausschreitungen, die wir in der Nacht in Stuttgart erleben mussten, waren von einer in Baden-Württemberg bisher noch nie da gewesenen Qualität", sagte der CDU-Politiker. Plünderungen, Randale, marodierende Gewalttäter würden im Südwesten nicht geduldet. Am Polizeipräsidium Stuttgart sei eine 40-köpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet worden, das Landeskriminalamt werde die Ermittlungen unterstützen.

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14:18 Uhr

Putin kann sich weitere Amtszeit vorstellen

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Kein bisschen amtsmüde: Ein Referendum könnte Putin den Weg zur nächsten Kandidatur freimachen.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Kremlchef Wladimir Putin hält sich eine erneute Kandidatur bei der Wahl in vier Jahren offen, sollte die größte Verfassungsänderung der russischen Geschichte bei einem Referendum bestätigt werden. "Ich habe für mich noch nichts entschieden", sagt der 67-Jährige in einem Film des Staatsfernsehens Rossija 1, der für Sonntag im Programm steht. "Ich schließe die Möglichkeit nicht aus zu kandidieren, wenn es die Verfassung möglich macht. Schauen wir mal."

  • Russland stimmt am 1. Juli über das Referendum ab. Mit der Änderung des Grundgesetzes hat Putin vor allem die Möglichkeit, noch 16 Jahre bis 2036 an der Macht zu bleiben.
  • Zwar begrenzt die Verfassung die Amtszeiten des Präsidenten künftig auf zwei. Allerdings gibt es für Putin einen Sonderpassus, nach dem seine bisherigen vier Amtszeiten seit 2000 nicht zählen.
  • Die Opposition wirft dem Präsidenten einen "Verfassungsumsturz" vor.
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14:00 Uhr

Schichtwechsel

Die Wolkendecke über Berlin hellt auf, die Sonne lässt sich erahnen und mein Kollege Michael Bauer startet nun in seinen Feierabend. Mein Name ist Barbara Mauersberg und ich begleite Sie nun bis zum späten Abend durch den Nachrichtentag. Ich bin für Sie erreichbar: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:43 Uhr

Unerlaubter Videodreh in Frankfurt führt zu Polizeieinsatz

Ein nicht angemeldeter Videodreh hat in Frankfurt einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, hatten sich insgesamt 33 Menschen im Frankfurter Stadtteil Gallus versammelt. Bei der Kontrolle stellten die Beamten eine Schreckschusspistole samt Munition, ein Teleskopschlagstock und Marihuana und Haschisch sicher. Zeugen meldeten sich am Samstagabend bei der Polizei und berichteten von einer größeren Gruppe und abgegebenen Schüssen.

Außerdem sei Equipment für einen Videodreh aufgebaut worden. Beim Eintreffen der Beamten konnten die Anwesenden im Alter von 18 bis 48 Jahren laut Polizei keine gültige Genehmigung für den Videodreh vorlegen. Im Auto eines 26-Jährigen habe man dann die Schreckschusspistole gefunden, ein 45-Jähriger habe den Schlagstock mit sich geführt. Gegen beide Männer sei ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet worden. Bei drei Männern im Alter von 24, 28 und 39 Jahren fanden die Beamten Haschisch und Marihuana. Gegen sie wird nun wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Gegen alle 33 Anwesenden sei zudem ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden, da Zusammenkünfte dieser Größenordnung gegen die Corona-Verordnung verstießen.

12:59 Uhr

27-Jähriger durch Messerstiche in Essen schwer verletzt

Ein 27-Jähriger ist in einer Essener Straßenbahn durch Messerstiche schwer verletzt worden. Am Samstagabend stiegen zwei augenscheinlich alkoholisierte 22 und 24 Jahre alte Männer in die Straßenbahn, wie die Polizei mitteilte. Beim Betreten bespuckte demnach einer von ihnen eine Frau und stieß einen Fahrgast zur Seite. Die zwei Männer randalierten daraufhin in der Bahn. Als das spätere Opfer die Polizei rufen wollte, zog einer der Männer ein Messer und stach mehrfach auf ihn ein. Dabei erlitt er Stichverletzungen an Armen, Nacken und Schulter. Der 27-Jährige kam nach Angaben der Polizei in ein Krankenhaus, das er mittlerweile wieder verlassen konnte. Die Polizei nahm die Männer unter Einsatz von Pfefferspray fest, sie kamen in Polizeigewahrsam. Auf der Wache wurde den Männern zur Feststellung der Schuldfähigkeit eine Blutprobe entnommen. Bei der Festnahme wurden zwei Beamte leicht verletzt.

12:51 Uhr
Breaking News

Polizei stuft Messerangriff in Reading als "terroristisch" ein

Nach dem tödlichen Messerangriff in Reading nahe London geht die britische Polizei von einem Terror-Hintergrund aus. Nach ersten Ermittlungen handele es sich um einen "terroristischen Vorfall", erklärte die Polizei. Ein Mann hatte am Samstagabend in einem Park in Reading drei Menschen erstochen, bevor er festgenommen wurde.

12:32 Uhr

Umstrittene Laschet-Äußerung wird Thema im NRW-Landtag

Die Opposition bringt die umstrittene Äußerung von Ministerpräsident Armin Laschet über Arbeiter aus Rumänien und Bulgarien in den Landtag. Die SPD-Fraktion hat eine mündliche Anfrage gestellt, die in dieser Woche im Plenum beantwortet werden soll. Sie will unter anderem wissen, auf welche Erkenntnisse Laschet seine Äußerung gestützt habe - und zu welchem Zeitpunkt er was über die Infektionszahlen bei Tönnies gewusst hat. Laschet hatte vergangenen Mittwoch vor Reportern in Berlin auf die Frage, was der Fall Tönnies über die bisherigen Lockerungen aussagt, geantwortet: "Das sagt darüber überhaupt nichts aus, weil Rumänen und Bulgaren da eingereist sind und da der Virus herkommt. Das wird überall passieren." Diese Äußerung hatte breite Kritik ausgelöst. Laschet hatte sie später relativiert.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:52 Uhr

Ein Toter nach Schüssen in Minneapolis

Auch in der US-Großstadt Minneapolis ist ein Mann bei Schüssen getötet worden. Elf weitere Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt, wie die auf Twitter mitteilte. Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Zum Alter des Todesopfers machte die Polizei keine Angaben. Auch zu möglichen Festnahmen äußerte sie sich nicht.

Minneapolis war Ende Mai weltweit in die Schlagzeilen geraten, als dort der unbewaffnete Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet wurde. Seither gibt es in den USA landesweit Massenproteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Ob eine Verbindung zwischen den Schüssen vom Sonntag und den Protesten besteht, war zunächst unklar.

11:15 Uhr

Mann in polizeifreiem Gebiet in Seattle erschossen

In einer von Demonstranten eingerichteten autonomen Zone in der US-Metropole Seattle ist am Samstag ein 19-Jähriger erschossen worden. Ein weiterer Mann wurde lebensgefährlich verletzt, teilte die Polizei mit. Eine "gewalttätige Menge" habe verhindert, dass Polizisten sicheren Zugang zu den Opfern bekämen. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

Die Beamten waren am frühen Morgen in der Nähe des Tatorts eingetroffen, hieß es in der Polizeimitteilung. Gewalttätige Demonstranten hatten ihnen jedoch den Zugang zu den beiden Schussopfern verwehrt. Beide Opfer wurden später ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde einer der beiden Männer für tot erklärt, der andere kämpft weiterhin um sein Leben. Der Angreifer ist weiter auf freiem Fuß, erklärte die Polizei weiter.

10:49 Uhr

11-Jähriger löst mit Koffer Großeinsatz der Polizei aus

Ein 11-jähriger ehrlicher Finder hat in Bad Schwalbach einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatte der 11-Jährige einen leeren Koffer mit dem Logo der Volksbank im Kurpark gefunden und wollte ihn der Bank zurückbringen. Da diese geschlossen hatte, stellte der Junge den Koffer gut sichtbar vor der Bankfiliale ab.

Ein Kunde bemerkte am frühen Abend den herrenlosen Koffer vor der Bank und verständigte die Polizei. Experten des Landeskriminalamtes rückten an, um den Koffer zu untersuchen. Da eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte, sperrte die Polizei am Abend die angrenzende Landstraße für den Verkehr. Ein Beamter im sprengsicheren Anzug sei gerade dabei gewesen, den Koffer zu röntgen, als sich die Mutter mit ihrem 11-jährigen Sohn bei der Polizei vor Ort meldete. Der Sohn habe sich wegen des großen Polizeiaufgebots an seine Mutter gewandt und ihr gesagt, dass er den Einsatz ausgelöst haben könnte. Die Polizei zeigte sich erleichtert.

10:19 Uhr

Vulkan Merapi ausgebrochen

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Der Merapi - eine Aschewolke bis weit in den Himmel.

(Foto: @VAN_MOSLEY)

Der Merapi gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Der Vulkan auf der Insel Java hat heute eine sechs Kilometer hohe Aschewolke in den Himmel ausgespuckt, wie die indonesische Geologiebehörde mitteilte. Die Bewohner wurden aufgefordert, das Gebiet um den Vulkan zu meiden.

Den Angaben zufolge dauerten die Eruptionen insgesamt sieben Minuten. Die Alarmstufe für den Vulkan wurde nicht erhöht. Die Behörden gaben jedoch eine Warnung für den zivilen Flugverkehr aus. Bei seinem bislang letzten großen Ausbruch im Jahr 2010 waren mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Rund 280.000 Menschen mussten damals ihre Häuser verlassen.

09:37 Uhr

Behörden entdecken in Flugzeug Dutzende tote Hundewelpen

Nach dem Fund von 38 toten Hundewelpen an Bord eines Flugzeugs haben die kanadischen Behörden Ermittlungen eingeleitet. Insgesamt seien bei der Kontrolle der Maschine der Fluggesellschaft Ukrainian International Airlines am Flughafen von Toronto 500 junge französische Bulldoggen vorgefunden worden, teilten die Behörden mit. Die überlebenden Tiere hätten unter anderem unter Dehydrierung und Schwäche gelitten.

Der dramatische Fund ereignete sich den Angaben zufolge bereits am 13. Juni. Die kanadische Lebensmittelkontrollbehörde, die auch für Tierschutzkontrollen zuständig ist, teilte mit, über die nächsten Schritte werde nach Abschluss einer ersten Untersuchung entschieden.

09:14 Uhr

Wirecard-Milliarden auf Philippinen nicht nachweisbar

Die in der Bilanz des Zahlungsabwicklers Wirecard fehlenden 1,9 Milliarden Euro befinden sich nach Angaben der philippinischen Zentralbank nicht in dem Land. "Der erste Bericht besagt, dass kein Geld auf die Philippinen gelangt ist", erklärte Benjamin Diokno, Präsident der Bangko Sentral ng Pilipinas. Die Zentralbank untersuche den Fall weiter.

Zwei philippinische Banken hatten bereits dementiert, dass Wirecard Konten bei ihnen unterhält. "Wirecard ist kein Kunde von uns", hatten die BDO Unibank und die Bank of the Philippine Islands (BPI) erklärt. Dokumente, die externe Prüfer von Wirecard vorgelegt hätten, seien gefälscht, teilte BPI mit. Wirecard hatte am Donnerstag die Veröffentlichung des lange erwarteten Jahresabschlusses 2019 zum vierten Mal verschoben mit der Begründung, dass der Abschlussprüfer EY keine Hinweise auf die Existenz von Guthaben über 1,9 Milliarden Euro gefunden hat. Der Betrag entspricht rund einem Viertel der Bilanzsumme.

08:29 Uhr

Irische Monumentalgräber weisen auf Inzest-Dynastie hin

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(Foto: picture alliance/dpa)

Schon vor 5000 Jahren dominierten auf der irischen Insel offenbar Dynastien, in denen Inzest zwischen engsten Verwandten der Elite üblich war. Wie bei ägyptischen Pharaonen und den Gottkönigen der Inka konnten Forscher nun anhand von Genstudien solche Machtstrukturen rekonstruieren. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt "Nature" veröffentlicht und liefern den mit Abstand frühesten Nachweis für das Down-Syndrom.

Irland birgt Hunderte große Grabanlagen - sogenannte Passage Tombs, bei denen unter großen aufgeschütteten und in Randsteine gefassten Erdhügeln lange Gänge in Grabkammern führen. Die Anlagen stammen aus dem 4. Jahrtausend vor Christus und sind damit älter als etwa die ägyptischen Pyramiden von Gizeh. Über die Erbauer der Anlagen war bislang wenig bekannt. Nun analysierte das Team um den Genetiker Daniel Bradley vom Trinity College Dublin die Genome von 42 Menschen dieser Zeit aus verschiedenen Gräbern sowie von zwei Bewohnern der Insel vor jener Epoche.

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Die berühmteste Grabanlage ist die zwischen 3200 und 3000 vor Christus erbaute Newgrange im Osten der Insel nördlich von Dublin.

(Foto: picture alliance/dpa)

07:48 Uhr

Großaktionär Thiele erzwingt wohl Lufthansa-Krisentreffen

Großaktionär Heinz Hermann Thiele hält 15 Prozent der Lufthansa-Aktien und ist damit größter Einzelaktionär. Er hatte damit gedroht, bei der Aktionärsversammlung am 25. Juni sein Veto gegen eine Staatsbeteiligung einzulegen, die den wegen der Corona-Krise in wirtschaftliche Schieflage geratenen Konzern retten soll. In Berlin und Frankfurt scheint man nun nervös zu werden und will Thiele besänftigen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat daher einem Medienbericht zufolge zu einem Krisentreffen eingeladen.

Scholz will am Montagmorgen Lufthansa-Chef Carsten Spohr und Thiele zu einem gemeinsamen Gespräch im Finanzministerium treffen, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Die zwischen der Bundesregierung und der Lufthansa erzielte Einigung sieht unter anderem vor, dass der Bund ein Mitspracherecht bei der Besetzung von zwei der 20 Posten im Aufsichtsrat bekommt.

07:13 Uhr

Trumps irre Rechnung: Deutschland schuldet Nato eine Billion Dollar

US-Präsident Donald Trump kritisiert seit Langem, dass Deutschland das selbstgesteckte Ziel der Nato für Verteidigungsausgaben nicht erfülle. Das Zwei-Prozent-Ziel der Nato sieht vor, dass sich alle Alliierten bis 2024 dem Ziel annähern, mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Deutschland hat die Ausgaben in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert, lag aber 2019 dennoch erst bei einem BIP-Anteil von 1,38 Prozent - rund 54 Milliarden Euro im Jahr 2019.

Bei seiner ersten Massenkundgebung seit Beginn der Corona-Krise hat Trump seine Kritik an Deutschland erneuert und gleich seine eigene Rechnung aufgestellt. Der US-Präsident sagte, Deutschland schulde der Nato wegen unzureichender Verteidigungsausgaben in den vergangenen 25 Jahren in Wahrheit "eine Billion Dollar".

06:39 Uhr

Ex-KSK-Soldat radikalisierte sich wohl in Mali

In den vergangenen Jahren war das KSK immer wieder wegen rechtsextremistischer Vorfälle in die Schlagzeilen geraten. Der kürzlich als Islamist enttarnte Elitesoldat des Kommandos Spezialkräfte (KSK) hat sich laut einem Medienbericht nach einem Auslandseinsatz im westafrikanischen Mali radikalisiert. Dort sei er vor seiner Verwendung bei den Spezialkräften eingesetzt worden, berichtet die "Welt". Kurz darauf sei er durch Äußerungen aufgefallen, in denen er etwa andere Soldaten als "Gläubige" oder "Ungläubige" bezeichnete.

Der Soldat wurde inzwischen aus der Bundeswehr entlassen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist der Mann bereits im vergangenen Jahr aufgefallen, wurde dann vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) in die Kategorie "Rot" als Extremist eingeordnet und Anfang 2020 nach einem gerichtlichen Disziplinarverfahren entlassen.

06:02 Uhr

Unbekannte liefern sich Straßenschlachten in Stuttgart

Bei Straßenschlachten in der Stuttgarter Innenstadt sind in der Nacht zu Sonntag mehrere Polizeibeamte verletzt worden. "Die Situation ist völlig außer Kontrolle", sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Beamte sind mit Pflastersteinen beworfen worden, zudem wurden Scheiben von Geschäften eingeschlagen.

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(Foto: dpa)

Nach Angaben der Polizei waren viele gewalttätige Kleingruppen unterwegs, von mehreren Hundert Personen war zunächst die Rede. Zudem sind alle verfügbaren Einsatzkräfte aus Baden-Württemberg angefordert worden, wie es hieß. Die Hintergründe der Angriffe waren zunächst unklar.

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(Foto: dpa)

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05:47 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht