Sonntag, 31. Januar 2021Der Tag

Heute mit Judith Görs und Johanna Ohlau
22:29 Uhr

Das war Sonntag, der 31. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

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Sabine Töpperwien

(Foto: dpa)

das ging schnell, oder? Der erste Monat des neuen Jahres ist schon wieder um. Ab morgen starten wir in die erste Februarwoche, aber nicht ohne einen kleinen Blick zurück auf die Ereignisse und Nachrichten des Tages. Die Gelegenheit möchte ich nutzen, um eine Pionierin im Fußball zu ehren: Sabine Töpperwien kommentierte mit viel Leidenschaft mehr als drei Jahrzehnte das Geschehen "auf dem Platz" und bewies sich erfolgreich in einer hart umkämpften Männerdomäne: Mit dem morgigen 1. Februar beginnt für die passionierte Fußball-Reporterin Sabine Töpperwien der Ruhestand - ein Interview zum Abschied über ihr Karriereende, die Bundesliga und wo Frauen 2021 in der Berichterstattung stehen.

Folgende Leseempfehlungen möchte ich Ihnen zudem zum Ende des Tages geben:

Gamestop-Höhenflug kostet Hedgefonds Milliarden

Rassismus-Talk im WDR löst Shitstorm aus

Proteste in Russland: Festnahmen und Gewalt gegen Nawalny-Anhänger

Dann wünsche ich dem wohl bekanntesten Spendensammler Großbritanniens, Sir Tom Moore, eine hoffentlich schnelle Genesung: Der 100 Jahre alte Brite, der in der Corona-Pandemie mit einem Spendenlauf an seinem Rollator knapp 32,8 Millionen britische Pfund (etwa 37 Millionen Euro) für den Nationalen Gesundheitsdienst NHS gesammelt hat, ist leider schwer an Covid-19 erkrankt:

Captain Tom schwer an Covid-19 erkrankt

Damit verabschiede ich mich von Ihnen und wünsche noch einen geruhsamen Sonntagabend, bevor morgen die neue Woche beginnt. Bleiben Sie gesund

Ihre Johanna Ohlau

22:07 Uhr

Aufregung um Gamestop-Aktien: "Re-Occupy Wall Street"-Protest an der US-Börse

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Die Aktien des Videospiele-Händlers Gamestop sorgen gerade für viel Diskussion.

(Foto: REUTERS)

Nach den Kurskapriolen an der New Yorker Börse haben heute Dutzende Menschen auf der Wall Street für eine stärkere Kontrolle von Banken und Hedgefonds durch die Politik demonstriert. "Spekulanten knöpfen uns Milliarden ab", sagte Gavin Wax, Chef der Gruppe "New York Young Republicans", die den Protest organisiert hatte, in einer Ansprache. "Sie machen, was sie wollen, und müssen keine Konsequenzen fürchten."

  • Die "New York Young Republicans" sind eine Nachwuchsorganisation der Republikanischen Partei. Ihre Aktion sollte an die "Occupy Wall Street"-Märsche - auf Deutsch: "Besetzt die Wall Street" - im Herbst des Jahres 2011 erinnern. Damals zogen Tausende Menschen durch das Finanzviertel im Süden Manhattans und forderten von der US-Regierung eine strengere Aufsicht über die Bankenindustrie.
  • Auslöser des aktuellen Protests unter dem Motto "Re-Occupy Wall Street" war die Aufregung um die Aktien des Videospielhändlers Gamestop. Hobby-Investoren, die sich auf der Onlineplattform Reddit organisiert hatten, trieben die Kurse in den vergangenen zwei Wochen mit Massenkäufen in die Höhe - teilweise um 2000 Prozent. Hedgefonds, die auf einen Kursverfall gewettet hatten, erlitten dadurch Verluste in Milliardenhöhe.
  • Der von den Reddit-Usern vornehmlich genutzte Online-Broker Robinhood blockierte am Donnerstag Käufe der Gamestop-Aktie in seiner App und ließ nur noch Verkäufe zu, was einen Sturm der Entrüstung auslöste. Die Kleinanleger fühlten sich ausgebremst und gegenüber den Wall-Street-Investoren benachteiligt. Nachdem ein Kunde in New York eine Klage einreichte, kündigte Robinhood an, die Handelsbeschränkungen wieder zu lockern.
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21:30 Uhr

Angeblich gehörlose Bettler beschweren sich über zu geringe Spende

Wie können sich zwei angeblich gehörlose Männer lauthals beschweren? Indem sie offensichtlich Betrüger sind. Die Erfahrung musste ein hilfsbereiter Mann in Bocholt in Nordrhein-Westfalen am Wochenende machen. Zwei Männer standen mit einem Schild um den Hals, das sie als gehörlos auswies, auf einem Supermarktparkplatz. Als der Mann den beiden Bettlern fünf Euro gegeben hatte, dachte er wohl, er hört nicht richtig: Statt eines Lächelns erntete er Gemecker von den angeblich gehörlosen Männern über die aus ihrer Sicht zu geringe Summe. Als der Bocholter die Beiden daraufhin nach ihrem Ausweis fragte, seien sie aufgestanden, in ein Auto gestiegen und davon gefahren.

20:38 Uhr

Fußball-Reporterin Töpperwien: Ohne Rolf hätte ich wohl aufgegeben

Ohne die Hilfe ihres prominenten Bruders Rolf hätte Sabine Töpperwien in einer Männerdomäne wohl nie so eine erfolgreiche Karriere als Fußball-Reporterin im Radio hinlegen können. "Nein! Wenn er mich nicht mental so unterstützt und mir wertvolle Tipps gegeben hätte, wäre ich an der ein oder anderen Kritik wohl zerbrochen und hätte aufgegeben", sagte die 60-Jährige der "Bild". ZDF-Reporterlegende Rolf Töpperwien hatte seiner Schwester auch Türen für Interviews geöffnet. "Allein die Tatsache, dass mir Trainer wie Christoph Daum oder Otto Rehhagel damals keine Interviews geben wollten und ganz klar zum Ausdruck gebracht haben, es läge daran, dass ich eine Frau bin - das ist ja im Grunde genommen auch ein sexistischer Ansatz", erzählte Sabine Töpperwien. "Ich hatte immerhin das Glück, meinen Bruder im Rücken zu haben, der diese Protagonisten bereits kannte und auch anerkannt war. Er hat das im Hintergrund für mich geregelt. Ein Chef hat sich damals da nicht drum gekümmert." Sabine Töpperwien hatte kürzlich ihr Karriereende verkündet.

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20:25 Uhr

Aus nach 455 Jahren - historischer Pub in Oxford schließt für immer

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(Foto: REUTERS)

"Last orders!" - nach 455 gehen mit dem heutigen Tag endgültig im Lamb & Flag in Oxford für immer die Lichter aus. In dem historischen Pub tranken einst berühmte Schriftsteller wie C.S. Lewis und J.R.R. Tolkien gerne ihr Ale, auch Tony Blair und Bill Clinton haben schon mal auf ein Pint reingeschaut. Betrieben wurde die Gaststätte vom St. John’s College der Universität. Doch wegen zu hoher laufender Verluste in der Zeit des Corona-Lockdowns könne man das seit 1613 an diesem Ort existierende Pub nicht fortführen, teilte das College bedauernd mit.

Wie dem Lamb & Flag in Oxford geht es Tausenden Kneipen und Restaurants in ganz Großbritannien. Die Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen haben den schon bestehenden Trend zum Kneipen-Sterben dramatisch verschärft. Damit verbunden sind auch reihenweise Arbeitsplätze in den vergangenen Monaten dauerhaft verloren gegangen.

20:08 Uhr

"Kolonialmentalität" - Peking erzürnt über britische Visaerleichterungen für Hongkonger

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Derzeit besitzen rund 350.000 Hongkonger BNO-Reisepässe, die ihnen ab sofort einfacheren Aufenthalt in Großbritannien ermöglichen.

(Foto: dpa)

Großbritannien hat seine Einwanderungsbestimmungen für Millionen Bewohner Hongkongs gelockert und damit den Zorn Pekings auf sich gezogen. Hongkonger, die einen sogenannten "British National Overseas"-Pass haben, können seit heute für sich und ihre Angehörigen über eine Internetseite ein Arbeits- und Aufenthaltsvisum für Großbritannien beantragen. Nach fünf Jahren können sie dann die britische Staatsangehörigkeit beantragen. Die neuen Einwanderungsregeln sind eine Reaktion Londons auf das von China verhängte sogenannte Sicherheitsgesetz für die ehemalige britische Kronkolonie.

  • Der britische Premierminister Boris Johnson hatte das umstrittene Sicherheitsgesetz im Sommer als "ernsthaften Verstoß" gegen den britisch-chinesischen Vertrag zur Übergabe der ehemaligen Kronkolonie an die Volksrepublik im Jahr 1997 bezeichnet. Bei der Ankündigung des Visa-Angebots verwies er auf die "tiefe historische und freundschaftliche Verbundenheit" mit den Menschen in Hongkong.
  • Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua warf London wiederum in einem Kommentar eine "Kolonialmentalität" vor. Das chinesische Büro für Hongkong-Angelegenheiten warf den Briten eine Verletzung ihres Versprechens vor, den Inhabern von BNO-Pässen kein Aufenthaltsrecht zu geben.
19:40 Uhr

Wirecard: Scholz räumt Defizite bei der Bafin ein - Behörde wird reformiert

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) spricht bei einem Interview zu Journalisten. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

(Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild)

Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD hat eine Mitverantwortung der Finanzaufsicht Bafin für den Bilanzskandal um den früheren Dax-Konzern Wirecard eingeräumt. "Die Finanzaufsicht hat das offenbar verbrecherische Tun bei Wirecard leider nicht durchschaut", sagte Scholz der "Süddeutschen Zeitung". Als Konsequenz will er die Aufsicht reformieren: "Die Bafin wird organisatorisch wie personell neu aufgestellt", sagte Scholz. "Das darf nicht wieder passieren, wir wollen eine Finanzaufsicht mit mehr Biss."

Der Bilanzskandal hat Bafin-Chef Felix Hufeld inzwischen den Job gekostet. Auch Vizepräsidentin Elisabeth Roegele verlässt ihren Posten. Der Skandal um Wirecard habe offenbart, dass die Finanzaufsicht eine Re-Organisation brauche, sagte Scholz am Freitag und kündigte an, dass in dieser Woche die Ergebnisse einer Untersuchung der Bafin dazu präsentiert werden. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht untersteht dem Finanzministerium. Im Fall Wirecard hatten Wirtschaftprüfer von EY jahrelang Bilanzen abgesegnet und sind ebenfalls mit dem Vorwurf konfrontiert, nicht genau hingeschaut zu haben. Der inzwischen insolvente frühere Dax-Konzern Wirecard hatte Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt.

18:54 Uhr

Rekordspendensammler Sir Tom Moore in Klinik - Brite schwer an Covid-19 erkrankt

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Sir Tom Moore hat Millionen mit einem Spendenlauf für das britische Gesundheitssystem gesammelt.

(Foto: REUTERS)

Der 100 Jahre alte britische Rekordspendensammler Tom Moore (Captain Tom) ist schwer an Covid-19 erkrankt. Das teilte seine Tochter per Twitter mit. Ihr Vater sei mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht worden. "Er war bis heute zu Hause, brauchte aber zusätzliche Hilfe beim Atmen", schrieb sie.

Moore hatte im vergangenen Jahr mit einem Spendenlauf an seinem Rollator knapp 32,8 Millionen britische Pfund (etwa 37 Millionen Euro) für den Nationalen Gesundheitsdienst NHS in der Corona-Pandemie gesammelt. Queen Elizabeth II. hatte ihn daraufhin zum Ritter geschlagen. Zudem wurde der Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg vom Captain ehrenhalber zum Colonel befördert. Captain Tom, wie er trotzdem noch von vielen genannt wurde, stürmte sogar mit seiner eigenen Version der Fußball-Hymne "You'll Never Walk Alone" an die Spitze der Charts in Großbritannien. Den Song nahm er gemeinsam mit dem britischen Sänger und Schauspieler Michael Ball und einem NHS-Chor auf.

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18:18 Uhr

Schweizer TV-Journalistin in Belarus stundenlang in Haft

Luzia Tschirky vom SRF

SRF-Korrespondentin Luzia Tschirky

(Foto: SRF)

In Belarus ist eine Schweizer Fernseh-Korrespondentin vorübergehend festgenommen worden. Der Sender SRF verurteilte dies scharf. Die Journalistin Luzia Tschirky war in der Hauptstadt Minsk erst nach mehreren Stunden und der Intervention der schweizerischen Botschaft wieder freigelassen worden. "Ich bin erleichtert und danke allen, die sich für eine rasche Lösung eingesetzt haben", twitterte der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis.

"Wir sind befremdet, dass unsere Korrespondentin auf offener Straße und ohne Grund verhaftet worden ist und verurteilen dieses Vorgehen der Behörden von Belarus aufs Schärfste", teilte der Leiter der SRF-TV-Auslandsredaktion, Reto Gerber, mit. Tschirky ist seit Frühjahr 2019 Korrespondentin von Fernsehen SRF in Russland. Belarus steckt seit der umstrittenen Präsidentenwahl im vergangenen August in einer schweren innenpolitischen Krise. Der autoritäre Staatschef Alexander Lukaschenko lässt Sicherheitskräfte hart gegen Demonstranten durchgreifen, die seit der Wahl jeden Sonntag für Neuwahlen auf die Straße gehen. Neben inländischen Journalisten sind auch ausländische Korrespondenten in ihrer Arbeit stark eingeschränkt.

17:32 Uhr

30 Jahre Haft für Cannabis-Konsum - Empörung über lange Haftstrafen in Tunesien

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(Foto: picture alliance / dpa)

Drei junge Tunesier sollen für 30 Jahre ins Gefängnis, weil sie Cannabis geraucht haben. Menschenrechtsaktivisten haben das harte Urteil scharf kritisiert. Amnesty International bezeichnete derartige Strafen als schädlich für die Jugend des Landes. Diese werde gestraft, ohne dass Reformen eingeleitet würden. Ein Gericht in der nördlichen Stadt El Kef hatte die langen Haftstrafen in der vergangenen Woche gegen drei junge Menschen verhängt. Ein Sprecher des Gerichts in El Kef sagte, bei dem Urteil gehe es "nicht nur um Drogenkonsum", sondern auch um "die Nutzung eines Sportplatzes" beim Konsumieren der Droge. Das tunesische Gesetz sehe harte Strafen für Drogenkonsum auf öffentlichen Plätzen vor.

Die Tunesische Liga für Menschenrechte nannte das Urteil ungerecht. Die Organisation forderte eine Überarbeitung des Gesetzes 52, das harte Strafen für den Konsum von Suchtmitteln vorsieht. Auch Nutzer der Online-Medien prangerten das Gerichtsurteil an und riefen zu Demonstrationen auf. Der Akademiker Raja Ben Slama bezeichnete die Entscheidung des Gerichts im Online-Netzwerk Facebook als "absurd". Sie widerspreche den Menschenrechten, der Verfassung, den Konventionen und "allem Menschlichen".

17:00 Uhr

Tote und Verletzte nach Selbstmordanschlag auf Hotel in Mogadischu

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Somalia wird immer wieder von schweren Anschlägen erschüttert wie Anfang Januar am Checkpoint nahe dem Präsidentenpalast. (Archivaufnahme)

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Inmitten Somalias Hauptstadt Mogadischu ist es zu einem Anschlag auf ein Hotel mit mehreren Toten gekommen. Ein Selbstmordattentäter in einem Auto habe sich vor dem Eingang des Hotels Afrik in die Luft gesprengt, berichtete ein dpa-Reporter, der vor Ort war. Nach der Explosion sei es zu Schüssen gekommen. Angreifer hätten das Hotel vermutlich gestürmt, sagte ein Polizist, Ali Hassan. Mehr als neun Menschen seien getötet worden. Der dpa-Reporter berichtete, dass weiterhin Schüsse zu hören gewesen seien. Mehrere Krankenwagen seien angekommen, um Verletzte abzutransportieren.

Wer hinter dem Angriff steckte, war zunächst unklar. Allerdings verübt die sunnitische Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia immer wieder Anschläge. Oft hat sie es dabei auf Hotels abgesehen, in denen sich Politiker, Sicherheitskräfte, aber auch normale Zivilisten treffen. Seit Jahren kämpfen die Fundamentalisten um die Vorherrschaft in dem armen Land am Horn von Afrika und kontrollieren weite Teile des Südens und Zentrums. Am 8. Februar findet in Somalia eine Präsidentenwahl statt.

Update: Die Terrormiliz Al-Shabaab habe sich nach Angaben der örtlichen Behörden inzwischen zu dem Angriff bekannt.

16:40 Uhr

Drama beim Dressurreiten: Pferd stirbt nach Sieg im Grand Prix

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Rebroff ist tot (Archivbild).

(Foto: imago images/Stefan Lafrentz)

Einen Tag nach dem Sieg im Grand Prix beim Turnier im amerikanischen Wellington ist das Dressur-Pferd Rebroff des deutschen Spitzenreiters Frederic Wandres unerwartet gestorben. Der zwölf Jahre alte Wallach brach am Samstag in seiner Box zusammen. "Gestern war er der Sieger ... heute ist er nicht mehr bei uns", schrieb Wandres bei Facebook. Die Ursache für den plötzlichen Tod war zunächst unbekannt. Es wurde eine Obduktion angeordnet. Wandres geht von einem Aorta-Abriss aus.

Mehr dazu lesen Sie im Sport-Tag.

16:19 Uhr

Jodie Foster: USA müssen Guantanamo endlich schließen

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Schauspielerin Jodie Foster

(Foto: imago images / UPI Photo)

Die Schließung von Guantanamo gehört aus Sicht von Hollywood-Schauspielerin Jodie Foster schnellstens auf die politische Tagesordnung in den USA. Unter dem früheren Präsidenten Donald Trump war das Gefangenenlager auf Kuba kein Thema, das muss sich nach Ansicht von Foster jetzt ändern: "Ich hoffe sehr, dass Guantanamo endlich geschlossen wird. Und ich bin mir sicher, dass es so kommt. Guantanamo ist ein Symbol dafür, wie Amerikaner die Verfassung gebrochen haben, indem sie vor ihren Küsten ein gesetzloses Gefängnis errichtet haben, um tun zu können, was immer sie wollen", sagte Foster dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die zweifache Oscar-Preisträgerin spielt in ihrem neuen Film "The Mauritanian" eine Anwältin, die einen aus seiner Heimat Mauretanien verschleppten und mehr als 16 Jahre lang ohne jede Anklage im US-Gefängnis auf Kuba festgehaltenen Mann verteidigt. "Dieser Film ist eine Art Liebesbrief an die Rechtsstaatlichkeit und wie wichtig es ist, an den Grundlagen der Demokratie festzuhalten – vor allem dann, wenn ein Land von Furcht, Angst und Wut beherrscht wird", sagte Foster. Ein Termin für den deutschen Kinostart steht noch nicht fest.

15:55 Uhr

Gefangen im Banktresor - 17-Jähriger aus misslicher Lage befreit

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Die Tür des Tresors war etwa 60 Zentimeter dick. (Themenbild)

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ein 17-Jähriger steckte in der vergangenen Nacht in einer sehr misslichen Lage: in einem verriegelten Banktresor, der sich nicht mehr öffnen lassen wollte - aber es ist nicht so, wie Sie vielleicht vermuten: Der Jugendliche war nicht allein in der leerstehenden Bank in Dortmund, sondern zusammen mit seiner Familie. Mehrere Versuche, die Tresortür mit einem Zugangscode zu öffnen und den jungen Mann so zu befreien, seien fehlgeschlagen, teilte die Dortmunder Feuerwehr mit. Erst mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks, einer Fachfirma und mit schwerem Gerät sei die Befreiung gelungen.

  • Der Feuerwehr zufolge meldeten Zeugen am späten Samstagabend eine eingeschlossene Person in der Bank. Die alarmierten Kräfte konnten dann Sprechkontakt zu dem Heranwachsenden aufnehmen, der sich hinter der verriegelten Tresortür in dem etwa 20 Quadratmeter großen Tresorraum befand. Seine besorgten Angehörigen wurden derweil vom Rettungsdienst betreut.
  • Die Befreiung gelang erst, nachdem mit einer Bohrmaschine und einem Bohrhammer die Tresorwand Stück für Stück aufgebohrt wurde - durch die Dicke von etwa 60 Zentimetern sei die Arbeit deutlich erschwert worden. Schließlich sei es dann doch mit dem zusätzlichen Einsatz eines Kettenzugs und Spreizgeräts gelungen, den unverletzten Jugendlichen zu befreien.
  • Unbekannt ist bislang, wie der Jugendliche überhaupt in die missliche Lage geraten war, aber ein Einbruchsversuch war es auf jeden Fall nicht.
15:20 Uhr

Yad Vashem besorgt über Verfahren gegen zwei Holocaust-Forscher

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat Sorge wegen eines Verfahrens gegen zwei Holocaust-Forscher in Polen geäußert. Die Geschichtsprofessoren Barbara Engelking und Jan Grabowski befassen sich in ihrem 2018 erschienenen Buch "Dalej jest noc" ("Danach kommt nur noch die Nacht") mit der Vernichtung der Juden in der polnischen Provinz unter deutscher Besatzung. Die Autoren werden von der Nichte eines früheren Bürgermeisters aus dem ostpolnischen Dorf Malinowo wegen Verleumdung verklagt. Die Frau sieht die Erinnerung an ihren Onkel Edward Malinowski diffamiert, sie verlangt umgerechnet rund 22.500 Euro Entschädigung und eine öffentliche Entschuldigung der Autoren.

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Die Wissenschaftler befassen sich mit der Vernichtung von Juden in Konzentrationslagern wie in Auschwitz im von Deutschen besetzten Polen.

(Foto: REUTERS)

  • Malinowski war während des Zweiten Weltkriegs Bürgermeister. In der kommunistischen Zeit zeigten Dorfbewohner ihn an, weil er mit den Deutschen kollaboriert und eine Gruppe von Juden verraten haben soll, die dann erschossen wurden. 1950 wurde er in dem Prozess jedoch freigesprochen. Eine jüdische Zeugin hatte ausgesagt, Malinowski habe sie gerettet und wochenlang versteckt.
  • In ihrem Buch zitiert Engelking eine 1996 für die Shoah Foundation festgehaltenen Aussage dieser jüdischen Zeugin: Demnach nahm der Bürgermeister ihr ihre Sachen und einen Teil ihres Geldes ab, anschließend meldete er sie einem deutschen Kontrollposten als geflohene polnische Zwangsarbeiterin. Die Frau landete in einem Lager, aber ihr Leben war gerettet. Aus Dankbarkeit habe sie die Sache später vor Gericht beschönigt.
  • Laut "Gazeta Wyborcza" soll hinter der Klage der Bürgermeister-Nichte die Stiftung "Reduta. Festung des guten Namens - Liga gegen Verleumdung" stehen, die der nationalkonservativen PiS-Regierung nahesteht.
  • Mit dem Urteil wird am 9. Februar gerechnet. Yad Vashem bekräftigte die Position, "dass jeder Versuch, akademischem und öffentlichem Diskurs durch politischen oder juristischen Druck Grenzen zu setzen, inakzeptabel ist".
14:46 Uhr

Polizei beendet illegale Party mit rund 200 Feiernden

Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag in Euskirchen in Nordrhein-Westfalen eine in Corona-Zeiten illegale Feier mit rund 200 Gästen aufgelöst. Ein 23-Jähriger habe die Freiluftparty auf dem Gelände einer ehemaligen Raketenstation organisiert, teilte die Polizei mit. Einem Zeugen sei am frühen Sonntagmorgen laute Musik aufgefallen, die aus dem Waldgebiet kam. Vor Ort sei eine größere Musikanlage gefunden worden. Viele Gäste flüchteten demnach in den Wald, die Personalien von 35 Teilnehmern wurden aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen seien viele der Feiernden wohl von außerhalb angereist. Auf die Partygäste kämen "erhebliche Bußgelder" zu, teilte die Polizei weiter mit.

14:31 Uhr

Mehr als 2000 Festnahmen bei Protesten in Russland - auch Nawalnys Ehefrau

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Bild von den Protesten in St. Petersburg.

(Foto: dpa)

Bei erneuten Massenprotesten in Russland für den inhaftierten Kremlkritiker Alexej Nawalny sind Menschenrechtlern zufolge heute bislang mehr als 2100 Menschen festgenommen worden. Das Portal Owd-Info listete allein für die Hauptstadt Moskau zunächst mehr als 470 Festnahmen auf. Es wurde mit weiter steigenden Zahlen gerechnet. Auch in anderen Städten wie St. Petersburg im Norden des Landes und Krasnojarsk in Sibirien kamen zunächst jeweils 200 Demonstranten in Polizeigewahrsam. Dabei gingen die Sicherheitskräfte in schwerer Montur mitunter brutal vor. In der Millionenmetropole St. Petersburg setzte die Polizei Berichten zufolge Tränengas und Elektroschocker ein. Ein Beamter drohte mit seiner Waffe. Fotos aus Kasan an der Wolga, etwa 700 Kilometer östlich von Moskau, zeigten mehrere Demonstranten, die sich vor Polizisten an einer Hauswand in den Schnee legen mussten. Die Journalistengewerkschaft sprach von zunächst 50 festgenommenen Medienvertretern. Sie seien in Polizeigewahrsam gekommen, obwohl sie sich hätten ausweisen können. Nach Angaben von Nawalnys Team gibt es heute landesweit in rund 100 Städten Aktionen für eine Freilassung des Oppositionellen und gegen Korruption.

Dabei ist erneut auch Nawalnys Ehefrau Julia Nawalnaja festgenommen worden. Die 44-Jährige hatte zuvor bei Instagram ein Foto von sich auf der Straße veröffentlicht. In einem weiteren Eintrag mit einem Familienfoto kritisierte sie, dass ihr Mann inhaftiert sei, weil er es gewagt habe, den Mordanschlag mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok zu überleben. Sie war bereits bei Protesten vor einer Woche vorübergehend festgenommen worden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:18 Uhr

Schichtwechsel

Für meine liebe Kollegin Judith Görs heißt es jetzt: Feierabend! Deshalb übernehme ich jetzt hier die zweite Hälfte von "Der Tag" bei ntv.de und behalte den Überblick für Sie an diesem hoffentlich auch bei Ihnen sonnigen Sonntag! Haben Sie Lob, Kritik oder Hinweise für uns? Schreiben Sie mir gern eine Mail an: johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

Ihre Johanna Ohlau

13:48 Uhr

Renzi: Mario Draghi soll Italiens Regierungschef werden

Das wäre mal eine Überraschung: Der Chef der Partei Italia Viva, Matteo Renzi, spricht sich laut Reuters-Informationen dafür aus, dass der frühere EZB-Präsident Mario Draghi neuer Regierungschef Italiens wird. "Das ist einer unserer Vorschläge", sagte ein Parteimitglied. Renzi und die Vertreter der Italia Viva hatten vor Kurzem die Regierung verlassen, woraufhin Ministerpräsident Giuseppe Conte seinen Rücktritt erklärte. Draghi war bis 2019 Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Seither zeigt er sich nur selten in der Öffentlichkeit.

13:25 Uhr

"House of the Rising Sun" - Animals-Gitarrist Valentine ist tot

Der britische Musiker und Mitbegründer der Band The Animals, Hilton Valentine, ist tot. Wie sein Label Abkco-Music auf Twitter bekannt gab, starb der Gitarrist am Freitag im Alter von 77 Jahren. "Valentine war ein bahnbrechender Gitarrist, der den Sound des Rock 'n' Rolls über Jahrzehnte hinweg beeinflusst hat." Berühmt wurden The Animals vor allem durch ihren Hit "House of the Rising Sun" von 1964.

Valentine wurde am 21. Mai 1943 im nordostenglischen North Shield geboren. 1963 gründete er gemeinsam mit Eric Burdon als Sänger, dem Bassisten Chas Chandler, Keyboarder Alan Price und Schlagzeuger John Steel die Band The Animals. Weitere Hits waren "Don't Let Me Be Misunderstood" und "We Gotta Get Out Of This Place".

12:59 Uhr

Moskauer Polizei nimmt deutschen CNN-Reporter fest

Bei den Protesten gegen die Inhaftierung von Kremlkritiker Alexej Nawalny ist am Vormittag auch der bekannte deutsche CNN-Reporter Frederik Pleitgen von Moskauer Polizisten festgenommen worden. Pleitgen schrieb auf Twitter, er sei nur kurz festgehalten worden, als er über die Proteste berichten wollte. In einem weiteren Tweet schrieb er, es sehe so aus, als versuche die Polizei, "jeden auf dem Platz festzunehmen, um den Start der Demonstration zu verhindern".

Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation OVD-Info wurden bereits kurz nach Beginn der nicht genehmigten Demonstrationen mehr als Tausend Menschen festgenommen. In Moskau riegelte die Polizei das Stadtzentrum ab und schloss mehrere U-Bahn-Stationen, um Menschenansammlungen zu verhindern.

12:33 Uhr

WDR erntet Shitstorm für Rassismus-Talkrunde

In den sozialen Medien hat die Talk-Sendung "Die letzte Instanz" mit den Gästen Janine Kunze, Thomas Gottschalk und Jürgen Milski dem WDR massive Kritik eingebracht. Die Gäste sollten mit roten oder grünen Karten darüber entscheiden, ob sie zum Beispiel das Wort Zigeunersoße für rassistisch halten. Kunze vertrat die Ansicht, dass solche Begriffe in Ordnung seien, solange sich durch sie niemand beleidigt fühle - und sie selbst kenne niemanden, bei dem das so sei.

"Die Entstehungsgeschichte vieler Worte ist ja keine negative", so die Schauspielerin. Gottschalk erzählte, dass er - als Jimi Hendrix verkleidet - auf einer Party in Beverly Hills ein "Erweckungserlebnis" gehabt habe. Das erste Mal habe er gewusst, wie sich ein Schwarzer fühlt. Kritik gab es etwa von dem Grünen-Bundestagsabgeordneten Kai Gehring, der schrieb: "Sendezeit für plumpe Empathielosigkeit. Vier Weiße schwadronieren, was Rassismus sei. Auweia, aus Rassismus-Debatten gar nichts gelernt, WDR?"

Update: Der WDR hat sich nach heftiger Kritik in den sozialen Netzwerken inzwischen für seine Talkshow "Die letzte Instanz" zum Thema Rassismus entschuldigt und eine kurze Erklärung auf Twitter abgegeben:

12:09 Uhr

Kaulitz: "Heidi hat eigentlich zwei Männer geheiratet"

Die große Liebe zu finden, ist zuweilen auch für Stars nicht ganz leicht: Bei "Tokio Hotel"-Sänger Bill Kaulitz ist die letzte Beziehung mittlerweile mehrere Jahre her. Er sei damals in Los Angeles in einen Mann verliebt gewesen, sagte Kaulitz der "Welt am Sonntag". "Das war vor fünf Jahren. Hat mir das Herz gebrochen. Der Mann ist heute mit einer Frau verheiratet."

Der 31-Jährige sagte, es gebe "ja einige Typen, die dann so ein Doppelleben leben, weil sie Kinder wollen oder Druck von der Familie bekommen, wie es bei meinem Freund der Fall war." Heute verbringe er viel Zeit mit Bruder Tom und Heidi Klum. "Heidi hat uns natürlich zusammen kennengelernt, weil wir immer im Doppelpack kommen. Sie sagt selbst, eigentlich habe sie zwei Männer geheiratet."

11:43 Uhr

Lawine tötet zwei Menschen auf Insel im Nordmeer

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Eine Wetterstation auf der Insel Jan Mayen.

(Foto: picture alliance/dpa/NTB)

Bei einem Lawinenabgang auf einer abgeschiedenen Insel im Europäischen Nordmeer sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Dabei handelte es sich um zwei zivile Angestellte der Militärstation der zu Norwegen zählenden Insel Jan Mayen, wie das norwegische Militär in der Nacht mitteilte. Eine dritte Person konnte sich nach dem Abgang am Samstagnachmittag aus den Schneemassen befreien und mit leichteren Verletzungen zurück zur Station gelangen.

Die drei Betroffenen hatten sich nach Militärangaben auf einer Freizeittour befunden, als sie etwas außerhalb der Station von der Lawine überrascht wurden. Das Personal setzte eine Rettungsaktion nach den Verschütteten in Gang und entdeckte dabei die beiden Vermissten. Nach Angaben der norwegischen Nachrichtenagentur NTB handelte es sich bei den beiden Toten um eine Frau in ihren Fünfzigern und einen Mann im Alter zwischen 30 bis 40 Jahren.

11:19 Uhr

Wellen zerrissen Frachter im Schwarzen Meer - Video

Gesunken ist das Frachtschiff bereits vor zwei Wochen vor der türkischen Küste - nun sind dramatische Videoaufnahmen von der Havarie aufgetaucht. Darauf ist zu sehen, wie riesige Wellen den Frachter quasi zerreißen. Drei Menschen kamen ums Leben. Sechs Besatzungsmitglieder des Frachters mit dem Namen "Artvin" konnten gerettet werden. Das Schiff gehörte einer ukrainischen Firma. Nach Angaben des Internetdienstes "Marinetraffic" fuhr der Frachter unter der Flagge des Inselstaats Palau.

 

10:54 Uhr

Unionspolitiker fordern deutsches Moscheeregister

Innenpolitiker der Union wollen die Aktivitäten von Islamisten in Deutschland stärker eindämmen, auch wenn diese ihre Ziele gewaltlos auf politischen Wege durchsetzen wollen. Es sei zu prüfen, "ob und wie ein Moscheeregister in Deutschland verfassungskonform eingeführt werden kann", heißt es in einem Positionspapier, das die Arbeitsgemeinschaft Innen und Heimat der CDU/CSU in der Fraktion zur Debatte stellen will. 

Um eine mögliche Beeinflussung von Moscheegemeinden über finanzielle Zuwendungen aus dem Ausland besser aufklären zu können, sollten nach Ansicht der Bundestagsabgeordneten auch die Kompetenzen der Verfassungsschutzbehörden erweitert werden. "Es geht nicht darum, eine Auslandsfinanzierung komplett zu unterbinden", betonte der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Mathias Middelberg. Nötig sei aber "Transparenz, um mögliche Beeinflussungen zu erkennen".

 

10:32 Uhr

Fall Yuriy - Fünf Jugendliche in Untersuchungshaft

Nach dem brutalen Angriff auf den 15-Jährigen Yuriy in Paris hat die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen neun Jugendliche eingeleitet. Fünf von ihnen wird versuchter Mord vorgeworfen. Die Beschuldigten, darunter auch der einzige Volljährige aus der Gruppe, wurden in Untersuchungshaft genommen. Die vier anderen Verdächtigen wurden unter Auflagen freigelassen.

Yuriy war am 15. Januar vor einem Einkaufszentrum südlich des Eiffelturms brutal zusammengeschlagen worden. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus und lag mehrere Tag im künstlichen Koma. Videoaufnahmen von dem Angriff hatten in ganz Frankreich für Entsetzen gesorgt. Innenminister Gérald Darmanin warf den Tätern "unglaubliche Rohheit" vor. Auch Prominente wie der Fußballstar Antoine Griezmann und der Schauspieler Omar Sy verurteilten die Tat.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:04 Uhr

Nawalny für Friedensnobelpreis vorgeschlagen

Die Vergabe des Friedensnobelpreises wirft seine Schatten voraus: Kremlkritiker Alexej Nawalny, Klimaaktivistin Greta Thunberg und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind laut Reuters unter den Nominierten für die diesjährige Auszeichnung. Berechtigt, Personen für den Preis vorzuschlagen, sind neben früheren Gewinnern auch Hunderte Parlamentarier weltweit. Ob das Nobelpreiskommittee die Vorschläge annimmt, ist aber nicht garantiert.

Nawalny sei von russischen Akademikern für seine "Bemühungen für eine friedliche Demokratisierung in Russland" nominiert worden. Auch die belarussische Oppositionelle Swetlana Tichanowskaja uns ihre Mitstreiterinnen seien nominiert worden. Der Preisträger wird im Oktober bekanntgegeben.

09:41 Uhr

Bomben in Göttingen gesprengt - zwei Häuser unbewohnbar

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Die Feuerwehr sicherte mittels wasserbefüllter Frachcontainer die umliegenden Häuser.

(Foto: imago images/Die Videomanufaktur)

Aufatmen in Göttingen: Nach einer aufwendigen Massenevakuierung sind in der niedersächsischen Stadt vier Weltkriegsbomben durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst gesprengt worden. Die letzte der Zehn-Zentner-Bomben mit Langzeitzündern wurde gegen 1 Uhr in der Nacht zur Explosion gebracht, teilte ein Sprecher der Stadt Göttingen mit. Zwischenzeitlich hatte es mehrere kleinere Verzögerungen gegeben. Auch der Fernverkehr der Deutschen Bahn war betroffen.

Obwohl alles glatt ging, konnten die Anwohner vorerst nicht in ihre Häuser zurückkehren. Erkundungsteams mussten zunächst die Umgebung auf mögliche Schäden überprüfen. Die Polizei twitterte am Morgen, es seien alle Sperrungen aufgehoben worden. Zwei Häuser seien aber unbewohnbar.

09:22 Uhr

Mann entrinnt Kältetod in Transporter nur knapp

Der Fahrer eines Kühltransporters ist im Unterallgäu nur knapp dem Erfrierungstod entkommen. Der Mann wollte laut Polizei gerade einen Fehler im Kühlraum beheben, als er der starke Wind die Tür zuwehte und ihn im Kühlraum einsperrte. Glück im Unglück: Der Italiener hatte sein Handy dabei und konnte einen Notruf absetzen.

Trotz einiger Sprachbarrieren habe sein Standort ermittelt werden können, so die Polizei. Der komplett durchgefrorene Fahrer konnte schließlich aus der lebensgefährlichen Lage befreit werden. Nach dem Aufwärmen konnte er den Angaben nach seine Fahrt unversehrt fortsetzen.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:45 Uhr

"Affentheater" - Heilbronner Feuerwehr hängt AfD-Plakate ab

In den sozialen Medien sorgt das Thema derzeit für reichlich Gesprächsstoff: Die Stadt Heilbronn muss sich Kritik gefallen lassen, weil sie die Feuerwehr angewiesen hat, zahlreiche in der Stadt aufgehängte Wahlplakate der AfD wieder abzuhängen. Seit dem 29. Januar um 17 Uhr dürfen die Parteien ihre Plakate zur Landtagswahl im März aufhängen - und die AfD war offenbar einige Stunden zu früh dran, wie der SWR berichtet.

Weil die Partei einem Hinweis der Stadt, die Plakate wieder abzuhängen, nicht nachkam, musste die Feuerwehr ran. Die Kosten des Einsatzes soll demnach die AfD tragen. "Affentheater", nannte das der Heilbronner AfD-Kreistagsabgeordnete Dennis Klecker auf Facebook. Bürgermeister Harry Mengel von der SPD erklärte dem SWR, die Stadt sei zu absoluter Neutralität verpflichtet und müsse "die Chancengleichheit für alle politischen Wettbewerber gewährleisten".

08:19 Uhr

Union legt in Wählergunst laut Umfrage weiter zu

Ist das der Laschet-Effekt? Oder profitiert die Union schlichtweg von den schwächelnden Grünen? Fest steht, dass die Union ihren Vorsprung in der Wählergunst in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar weiter ausgebaut hat.

Im Sonntagstrend, den das Institut wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhebt, legen CDU und CSU um einen Prozentpunkt zu und kommen nun auf 36 Prozent. Die Grünen hingegen verlieren einen Punkt, bleiben aber mit 19 Prozent zweitstärkste Kraft. Die SPD kommt auf 15 Prozent, die AfD nur auf neun, die Linke stagniert weiter bei acht Prozent und die FDP kommt unverändert auf sieben.

07:59 Uhr

Erste Festnahmen bei Nawalny-Protesten in Russland

Wie nicht anders zu erwarten war, sind bei den Protesten für die Freilassung von Kremlkritiker Alexej Nawalny im äußersten Osten Russlands die ersten Menschen festgenommen worden. Bürgerrechtlern zufolge kamen bisher knapp 100 Menschen in Polizeigewahrsam. Dem Portal Owd-Info zufolge wurden allein in Wladiwostok am Pazifik knapp 60 Demonstranten von Polizisten abgeführt. Videos zeigen, wie sie bei frostigem Wetter zu kleinen Stadtbussen gebracht werden.

Zu sehen ist außerdem, wie junge Menschen auf der zugefroren Amurbucht tanzen und "Putin ist ein Dieb" und "Freiheit für Russland" rufen. Es ist das zweite Wochenende infolge, in dem landesweit zu Protesten aufgerufen wurde. Aktionen sind in rund 100 Städten geplant.

07:33 Uhr

Postbote mischt mit Seemannslied britische Charts auf

Liebe Leser, manche Social-Media-Phänomene lassen mich etwas ratlos zurück - so wie der Riesenerfolg des Seemannsliedes vom 26-jährigen Nathan Evans aus Schottland, der seinen Job als Postbote an den Nagel hängen konnte, weil sein Song bei Tiktok durch die Decke gegangen ist. "Das ist definitiv sehr verrückt", sagte Evans selbst zu seinem Erfolg. "Es war eine Riesenüberraschung."

Mit seiner Cover-Version von "Wellerman" der englischen Band "The Longest Johns" landete Evans sogar in den offiziellen britischen Charts. "Der Song ist einfach für jeden etwas zum Lächeln", so Evans. Gerade im aktuellen Lockdown, wo alle zu Hause säßen, habe das bestens funktioniert, jeder könne mitsingen. Dank seines Überraschungserfolgs hat Evans mittlerweile einen Plattenvertrag abgeschlossen. Hören Sie mal rein. Vielleicht können Sie mir den Hype erklären ...

07:11 Uhr

Trump trennt sich von zwei seiner "Impeachment"-Anwälte

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump trennt sich einem Insider zufolge von zwei Rechtsanwälten, die an der Verteidigungsstrategie für das bevorstehende Impeachment-Verfahren gearbeitet haben. Die beiden Juristen aus South Carolina gehörten nicht mehr zu Trumps Team, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Trennung sei "in gegenseitigem Einvernehmen" erfolgt.

Für Trumps Verteidigungsteam ist der Weggang der beiden Anwälte ein herber Schlag - immerhin läuft das Verfahren auch nach der Amtsübernahme durch Joe Biden weiter. Trump wird Anstiftung zur Aufruhr im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar vorgeworfen. Er muss sich als erster Präsident der US-Geschichte einem zweiten Amtsenthebungsverfahren stellen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:52 Uhr

Zahl künstlicher Befruchtungen erreicht neuen Rekord

Pandemie hin oder her - immer mehr Paare in Deutschland mit unerfülltem Kinderwunsch haben sich im vergangenen Jahr an entsprechende Kliniken gewendet. Laut "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" nahmen sie 9,3 Prozent mehr Behandlungen vor als 2019. In die frühe Auswertung flossen demnach die Daten aus 113 der insgesamt 131 deutschen Kinderwunschzentren ein. Die Zahl der Behandlungen belief sich 2020 auf 108 000. Schon 2019 war mit 99 000 Behandlungen ein Rekord erreicht worden.

Der Bericht bewertet den Anstieg als überraschend, da es wegen der wirtschaftlichen und der gesundheitlichen Verunsicherung durch die Pandemie reichlich Gründe gegeben habe, einen Kinderwunsch zu verschieben. Zudem hätten viele Zentren während des Lockdowns im Frühjahr keine neuen Behandlungen anbieten können. Daher brachen die Zahlen im März und April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent ein. Im Jahresschnitt macht sich der Einbruch aber nicht bemerkbar.

06:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leser, ich hoffe, Sie können sich nochmal umdrehen und müssen noch nicht vor die Tür. Zumindest in der Hauptstadt ist es heute eisig - übrigens genauso wie in Moskau, wo heute wieder - wie in 80 Städten in ganz Russland - gegen die Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny protestiert wird. Was der Tag heute noch so bringt, lesen Sie hier:

  • Italien sucht weiter eine neue Regierung. Heute stehen Gespräche mit den Splitterparteien an, die womöglich für eine neue Mehrheit im Parlament sorgen könnten.
  • Auch in Wien sollte heute demonstriert werden. Doch die Demos von Corona-Gegnern wurden vorab verboten. Die Frage ist, ob sich die Leute dennoch auf den Straßen versammeln.
  • Es kommt einem nicht so vor, aber heute jährt sich der offizielle Austritt Großbritanniens aus der EU zum ersten Mal. Wir schauen auf die aktuellen Beziehungen zwischen Brüssel und London.
  • In der Bundesliga stehen die Partien 1. FC Köln gegen Arminia Bielefeld und VfL Wolfsburg gegen SC Freiburg an.
  • Das Theaterstück "Gott" von Ferdinand von Schirach feiert "Premiere" - wegen Corona allerdings anders als geplant. Statt im Sitzungssaal des Bundesgerichtshofes zu spielen, gibt das Ensemble des Badischen Staatstheaters Einblick in die Proben.

In der ersten Tageshälfte begleite ich Sie durch die Welt der Nachrichten. Mein Name ist Judith Görs. Wenn Sie mir schreiben möchten, tun Sie das gern via Twitter oder per Mail an judith.goers@nama.de. Kommen Sie gut in den Tag!