Sonntag, 31. Mai 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:36 Uhr

Das war Sonntag, der 31. Mai 2020

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(Foto: picture-alliance / dpa)

1995 verhüllte Christo den Reichstag in Berlin und begeisterte damit die ganze Welt. Wer aber glaubte, dass der bulgarisch-amerikanische Künstler in seinen Aktionen irgendeine tiefere Bedeutung sah, der irrte. "Es ist total irrational und sinnlos", sagte Christo 2014 über seine Arbeiten. Doch die Schönheit seiner in abstrakte Objekte verwandelten Gebäude und Landschaften faszinierte Millionen. Nun ist Christo im Alter von 84 Jahren in New York gestorben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend! Bis morgen!

22:00 Uhr

Bolsonaro-Anhänger fordern Militärputsch

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Bolsonaro lässt sich in Brasilia feiern.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der brasilianischen Hauptstadt Brasilia gingen heute zahlreiche Anhänger des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro auf die Straße. Vor dem Obersten Gerichtshof forderten einige Demonstranten einen Militärputsch. Das Gericht hatte zuletzt Ermittlungen gegen ein Fake-News-Netzwerk aus Bolsonaro-Unterstützern genehmigt. Viele Anhänger des Ex-Militärs werfen der Justiz vor, ihre Kompetenzen zu überschreiten und mit ihren Entscheidungen die Macht des Staatschefs zu beschneiden. Bolsonaro grüßte seine Anhänger hoch zu Ross inmitten einer Reiterstaffel der Streitkräfte.

Währenddessen lieferten sich Bolsonaro-Anhänger und Regierungsgegner heftige Auseinandersetzungen in der Millionenmetropole São Paulo. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die verfeindeten Gruppen zu trennen. Auch in Rio de Janeiro gingen sowohl Gegner als auch Anhänger Bolsonaros auf die Straße.

21:55 Uhr
Breaking News

Verhüllungskünstler Christo ist tot

Der für seine Verhüllungswerke weltbekannte Künstler Christo ist tot. Das teilte sein Büro auf seinem offiziellen Twitter-Konto mit. Christo hatte unter anderem 1995 den deutschen Reichstag verhüllt.

21:15 Uhr

Linienbus fährt gegen Wohnhaus

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Der Busfahrer wurde schwer verletzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Busfahrer ist im nordrhein-westfälischen Grevenbroich mit seinem Fahrzeug gegen ein Einfamilienhaus gefahren. Er wurde schwer verletzt.

  • Zum Zeitpunkt des Unfalls waren zwei Menschen im Haus, siewurden nicht verletzt. Im Bus fuhren keine Fahrgäste mit.
  • "Der Bus hatte das Gebäude nur leicht touchiert, der Schaden am Gebäude und am Bus war relativ gering", teilte Einsatzleiter Jan Boßems von der Feuerwehr mit. Die Unfallursache sei vermutlich ein gesundheitliches Problem des Fahrers gewesen. Der Bus sei daraufhin von der Fahrbahn abgekommen.
  • Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten den Mann aus dem Fahrzeug. Per Rettungshubschrauber kam er anschließend in eine Klinik.  
20:28 Uhr

US-Polizisten schießen auf deutsches Kamerateam

In den USA wurden bei den Protesten nach dem Tod von George Floyd bereits mehrere Journalisten von der Polizei angegriffen und verletzt. Wie die "Welt" berichtet, hat die Polizei in Minneapolis Gummigeschosse auf das Deutsche-Welle-Team um den Korrespondenten Stefan Simons gefeuert. Im Video ist zu sehen, wie der Reporter angeschossen wird, obwohl er eine Schutzweste mit gut sichtbarer Aufschrift "Presse" trägt.

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19:50 Uhr

Mann will Nachbarin retten und stirbt in Flammen

Tragisches Unglück in Naumburg in Sachsen-Anhalt: Beim Versuch, seiner Nachbarin in einer brennenden Wohnung zu helfen, ist ein 70-Jähriger ums Leben gekommen.

  • Die 85-jährige Frau kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Ihre Wohnung ist vorerst nicht mehr bewohnbar, fünf weitere Bewohner des Mehrfamilienhauses müssen ebenfalls vorerst andere Bleiben beziehen.
  • Drei Feuerwehrleute verletzten sich bei dem Einsatz leicht.
  • Warum das Feuer in der Küche der Frau ausbrach, ist zunächst unklar.
19:05 Uhr

Trump will Antifa als Terrororganisation einstufen

Die US-Regierung will die Antifa-Bewegung in Amerika als Terrororganisation einstufen. Das kündigte US-Präsident Donald Trump auf Twitter an. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Wie das mangels Organisationsstrukturen des losen Bündnisses funktionieren soll, blieb offen.

 

Der US-Präsident und andere US-Regierungsvertreter machen linksradikale Gruppen für die teils gewalttätigen Ausschreitungen in zahlreichen US-Städten verantwortlich, ohne jedoch Belege dafür zu liefern. "Die Gewalt und der Vandalismus werden von der Antifa und anderen gewaltsamen Gruppen des linken Flügels angeführt", hatte Trump gesagt.

18:39 Uhr

Kaufhaus-Kunde filmt Frauen unter Röcke und Kleid

Ein Mann hat in einem Karlsruher Kaufhaus drei Frauen unter Röcke und Kleid gefilmt.

  • Was der 50-Jährige offenbar nicht wusste - auch er wurde auch gefilmt. Ladendetektive beobachteten den Mann und alarmierten die Polizei, die ihn gegen erheblichen Widerstand festnahm. Die Taten ereigneten sich auf einer Rolltreppe.
  • Der Gesetzgeber befasst sich gerade mit dem Upskirting genannten Filmen etwa mit einem Smartphone unter Röcke und Kleider. Dazu soll ein neuer Straftatbestand eingeführt werden. Im Karlsruher Fall lautet der Verdacht auf sexuelle Beleidigung.
  • Ob die betroffenen Frauen die Tatenbemerkten, ist nicht bekannt. Die Polizei bittet Betroffene und Zeugen, sich zu melden.
17:53 Uhr

CDU-Politiker beklagt "Rassismus gegen Weiße"

Ein CDU-Politiker sorgt mit einem Tweet zu angeblichem "Rassismus gegen Weiße" für Aufregung in sozialen Netzwerken. "Die letzten Tage auf Twitter kann man sehr gut beobachten, wie Schwarze den Rassismus von Weißen gegenüber Schwarzen nutzen, um gegen Weiße rassistisch zu sein", schreibt André Neumann, der Oberbürgermeister von Altenburg in Thüringen, auf Twitter.

Der Tweet wurde inzwischen mehr als 1000-mal kommentiert. Viele Nutzer fordern Neumann an, den Tweet zu löschen. In einer Antwort schreibt der CDU-Politiker, er habe sich bewusst gegen das Löschen entschieden. Der Tweet zeige "auch in den Reaktionen der Menschen das große Missverständnis bei der Debatte um Rassismus."

17:08 Uhr

Leiche nahe brennendem Auto in Minneapolis entdeckt

Nach den neuerlichen Protesten in Minneapolis ist in der Nähe eines brennenden Wagens ein Toter entdeckt worden. Die Leiche weise deutliche Anzeichen von Verletzungen auf, sagte Polizeisprecher John Elder. Sie sei am Sonntagmorgen gegen 04.00 Uhr (Ortszeit) entdeckt worden, nachdem die Feuerwehr wegen des brennenden Fahrzeugs verständigt worden sei. Die Mordkommission habe die Ermittlungen übernommen.

Zur Identität des Toten machte die Polizei keine Angaben. Ob der Todesfall mit den Protesten zusammenhängt, ist ebenfalls zunächst unklar.

16:22 Uhr

Musik nervt: Seebesucher schießt auf Menschengruppe

Was kann bei diesem Wetter schöner sein als ein Ausflug zum See? Sonne pur, gute Laune, Musik… Wobei man - wie dieser Vorfall zeigt - bei letzterem aufpassen sollte, dass die Strandnachbarn nicht bewaffnet sind. 

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(Foto: picture alliance/dpa)

Im brandenburgischen Falkensee hat ein Mann am Samstag auf eine Gruppe von Menschen geschossen - weil er sich durch laute Musik gestört fühlte. Ein 27-Jähriger wurde verletzt.

  • Anschließend flüchtete der 56-Jährige in seinem Auto. Er wurde wenig später in Berlin gefasst. Zeugen hatten sich das Kennzeichen des Mannes gemerkt. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt. 
  • Die Staatsanwaltschaft geht von einem Tötungsdelikt aus, gegen den Verdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Die Mordkommission ermittelt.
  • Nach ersten Ermittlungen war es an einem See wegen lauter Musik zu Streitigkeiten zwischen dem Mann und einer Gruppe von Menschen gekommen. Plötzlich habe der eine Waffe gezogen und auf die Gruppe geschossen. Ein 27-Jähriger wurde an der Hand verletzt und von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht.
15:05 Uhr

Elon Musk stichelt nach Raketenstart gegen Russland

Wer zuletzt lacht, lacht am besten - nach diesem Motto amüsiert sich SpaceX-Gründer Elon Musk nach dem erfolgreichen Start einer bemannten US-Raumfahrtmission auf Kosten des Chefs der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos.

"Das Trampolin funktioniert", sagte der Unternehmer bei einer Pressekonferenz mit Nasa-Chef Jim Bridenstine zum Startder Rakete. Danach lachten beide Männer - und lösten in Online-Netzwerken weiteren Spott über Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin aus.

"Das ist ein Insider-Witz", sagte Musk über seine Trampolin-Äußerung. Rogosin hatte sich einst darüber mokiert, dass US-Astronauten jahrelang auf russische Raketen angewiesen waren, um zur ISS zu kommen. Die Nasa könne ihre Astronauten ja auch "mit einem Trampolin zur ISS" befördern, scherzte der Roskosmos-Chef dabei.

14:30 Uhr

Fünfjährige verliert Arm bei Verpuffung im Garten

Bei einer Verpuffung in einer Kleingartenanlage in Hameln hat ein fünf Jahre altes Mädchen einen Arm verloren. Auch seine 39 Jahre alte Mutter wurde schwer verletzt. Beide kamen mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser.

Das Unglück ereignete sich am Samstagabend, als zwei Männer mit einem Winkelschleifer ein altes Benzinfass aufschneiden wollten. Dabei entzündeten sich Gase im Fass. Die beiden Männer wurden leicht verletzt.

14:20 Uhr

Schichtwechsel

Hallo, mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie ab sofort und bis zum späten Abend durch den "Tag". Meine Kollegin Juliane Kipper hat sich vor wenigen Minuten in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet.

13:57 Uhr

Bergwacht rückt aus: Frau verwechselt Bergsteiger mit abgestürztem Gamskitz

Wegen eines vermeintlich abgestürzten Bergsteigers ist im bayerischen Bad Reichenhall die Bergwacht samt Rettungshubschrauber ausgerückt - glücklicherweise war es nur ein Fehlalarm: Der Bergsteiger entpuppte sich als junge Gams. Wie die Bergwacht mitteilte, hatte am Vortag eine Frau beobachtet, wie unmittelbar vor ihr ein Felsbrocken und "irgendetwas mit Beinen" über den Steilhang nach unten abstürzt war. Sie hatte daraufhin einen Notruf abgesetzt.

Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers "Christoph 14" flog daraufhin die Felswände und den Bergwald auf der Ostseite des Ristfeuchthorns ab. Sie konnte aber aus der Luft nichts finden. Einsatzkräfte der Bergwacht stiegen schließlich vom Gasthaus Schneizlreuth zu Fuß auf und fanden ein totes Gamskitz, das vermutlich durch oder mit dem Steinschlag abgestürzt war. 14 Frauen und Männer der Bergwacht waren rund eine Stunde lang im Einsatz.

13:22 Uhr

Probleme bei Bergung eines abgestützten Kleinflugzeugs

Die Bergung eines in ein Hausdach gestürzten Kleinflugzeugs im Westerwald gestaltet sich schwierig. Das Wohnhaus in der Gemeinde Langenhahn in Rheinland-Pfalz blieb noch abgesperrt. Das Kleinflugzeug war tags zuvor in das Dach gekracht. Der 54 Jahre alte Pilot wurde schwer verletzt, beide Hausbewohner blieben unversehrt.

Wann das Kleinflugzeug mit einem Kran geborgen werden kann, war am Pfingstsonntag zunächst unklar. "Es ist nicht einfach, ein Unternehmen zu finden, dass die notwendige technische Ausstattung hat und am Feiertag verfügbar ist", sagte ein Polizeisprecher. Fotos zeigten ein klaffendes Loch im Dach und einen teilweise zerstörten Giebel; Trümmerteile lagen neben dem Haus verteilt. Das Kleinflugzeug hatte vor dem Aufprall eine Stromleitung touchiert, was am Samstag zu einem Stromausfall führte. Davon waren etwa 50.000 Menschen betroffen, hieß es.

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Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) untersuchten die Unfallstelle.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

12:27 Uhr

Guido Maria Kretschmer musste als Kind an die Leine

Modedesigner und Moderator Guido Maria Kretschmer denkt mit großem Respekt an seine Kindheit mit vier Geschwistern zurück. "Heute ist es mir ein absolutes Rätsel, wie meine Mutter damals den Haushalt und fünf Kinder geschafft hat", sagte Kretschmer der "Bild am Sonntag". "Meine Eltern sind liebevolle Profi-Eltern. Sie haben ein dickes Fell und waren sehr tolerant mit uns Kindern." Damals habe man sich als Familie aber noch etwas anders organisiert, sagte Kretschmer, der aus Münster stammt. Zum Beispiel beim Spazierengehen seien er und seine Geschwister an kleinen Geschirren und Leinen gelaufen. "Damit wir nicht auf die Straße rennen konnten. Bei fünf Kindern ist das ja auch gar nicht anders machbar."

Einen Klaps auf den Po habe es bei ihnen nie gegeben, erzählte Kretschmer. "Meine Eltern haben uns nur mit Worten erzogen. Sie haben mich und meine Geschwister nie geschlagen." Gemeinsam mit vielen anderen Prominenten, darunter die Schauspielerin Natalia Wörner, engagiert sich Kretschmer mit der Kampagne #sicherheim gegen häusliche Gewalt.

12:00 Uhr
11:48 Uhr

Demonstrant in Indianapolis gestorben

Bei Protesten gegen Polizeigewalt ist in der US-Stadt Indianapolis nach einem TV-Bericht mindestens ein Mensch getötet worden. Der Fernsehsender NBC News stützte sich dabei auf Angaben der Polizei. Dem Vize-Polizeichef der Stadt, Josh Barker, zufolge gab es mindestens zwei Verletzte. Der Ablauf war zunächst unklar. Auf Twitter schrieb die Polizei, ihre Beamten seien nicht involviert gewesen und hätten nicht geschossen. Man untersuche nun zahlreiche Vorfälle.

In den USA kam es am Samstag und in der Nacht zum Sonntag in zahlreichen Städten zu Protesten gegen Polizeigewalt nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd. Mindestens 25 Städte in 16 Bundesstaaten verhängten Ausgangssperren. Trotzdem gab es vielerorts erneut Plünderungen. Zudem wurden Autos und Geschäfte in Brand gesetzt.

11:12 Uhr

Unbekannte schießen an Bushaltestelle viermal auf 22-Jährigen

Nach Schüssen auf einen 22-Jährigen an einer Bushaltestelle in Hamburg suchen die Ermittler weiter nach Tätern und Hintergründen. Nach den mutmaßlich drei Tätern werde weiterhin gefahndet, teilte ein Polizeisprecher mit. Neue Erkenntnisse zu den Hintergründen der Tat konnte der Sprecher nicht mitteilten.

Auf den 22-Jährigen war am Samstagabend an einer Bushaltestelle viermal geschossen worden. Er erlitt dabei schwere Verletzungen an Bein und Gesäß und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Bei der Großfahndung am Samstagabend kam auch ein Hubschrauber der Polizei zum Einsatz. Die S-Bahn-Strecke zwischen den Haltestellen Billwerder-Moorfleet und Bergedorf war zwischenzeitlich gesperrt.

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10:37 Uhr

Pianist Igor Levit streamt 16-stündiges Hauskonzert

Nach fast 16 Stunden hat der Pianist Igor Levit seinen Klavier-Marathon vollbracht und das Werk "Vexations" (etwa Quälereien) des französischen Komponisten Eric Satie mit seinen 840 Wiederholungen beendet. Am frühen Morgen sank Levit nach der letzten Note am Flügel in einem Berliner Studio kurz in sich zusammen, stand auf und zog sich zurück. Kurz danach schrieb er auf Twitter: "Fertig. Erledigt. Glücklich. Dankbar. Und sowas von high". Mit dem Auftritt wollte der 33-Jährige auf die Notlage der Künstler angesichts der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie aufmerksam machen.

Levit hatte während der Aufführung die Notenblätter mit jeder einzelnen Wiederholung neben sich auf dem Flügel gestapelt und nach einer Wiederholung ließ er jedes einzelne Blatt auf den Boden fallen. Das Konzert wurde über mehrere Kanäle gestreamt. Das Ende des 19. Jahrhunderts komponierte Werk gilt als eines der längsten der Musikgeschichte. In seiner Monotonie und Grenzwertigkeit passe es gut zur aktuellen Lage der Künstler und wirke wie "ein stummer Schrei". Die aktuelle Lage sei für "brutal - körperlich, mental, emotional." Für Musiker sei die Bühne lebensnotwendig, hatte Levit vor dem Konzert gesagt.

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09:57 Uhr

72-Jähriger von Auto erfasst und durch Fenster geschleudert

Ein 18 Jahre alter Autofahrer ist in Schefflenz in Baden-Württemberg von der Fahrbahn abgekommen und hat einen Fußgänger frontal erfasst. Der 72-jährige Mann wurde dabei lebensgefährlich verletzt, der Autofahrer schwer, wie die Polizei mitteilte. Durch den Aufprall wurde der Passant durch ein Fenster in ein angrenzendes Wohngebäude geschleudert.

Der Wagen des 18-Jährigen prallte gegen das Gebäude. Die beiden Verletzten wurden am Samstagnachmittag mit zwei Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Weshalb der junge Fahrer von der Straße abkam, war zunächst unklar.

09:14 Uhr

Hat Bremen seinen eigenen Banksy?

Gebeugt schiebt ein alter Mann einen leeren Einkaufswagen - ganz Bremen rätselt amüsiert über die illegal aufgestellte Bronzeskulptur eines anonymen Künstlers. Vorerst bekomme die fachmännisch verankerte Figur Bleiberecht in den Wallanlagen im Zentrum, sagte Heiner Stahn von der Bremer Kulturbehörde.

Es sei zwar "nicht ganz richtig" gewesen, die Statue klammheimlich nachts aufzustellen. Doch er sagt auch: "Das ist aus unserer Sicht eine ernstzunehmende künstlerische Arbeit." Auch Bürgermeister Andreas Bovenschulte ist dem Charme der unerwarteten Bereicherung für die Hansestadt schon erlegen. So eine anarchische Aktion - "das ist halt auch Bremen", sagte er dem Regionalprogramm "Buten un binnen".

Beim britischen Streetart-Künstler Banksy gehört es zum Konzept, unerkannt seine sozialkritischen Wandgemälde zu hinterlassen. In Bremen ist so etwas noch nicht passiert. Passanten stoppen an der Figur, lachen, fotografieren und versuchen sich an einer Erklärung. Ein "Statement in Zeiten von Corona", meint eine Frau. "Es könnte jemand sein, der obdachlos ist oder Flaschen sammelt", sagt auch Stahn. Ohne den modernen Einkaufswagen wirkt die Bronzefigur wie die Darstellung eines Fabrikarbeiters, Seemanns oder Fischers.

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Nachfragen bei Künstlern, Experten und Verbänden haben bislang keinen Hinweis gebracht. Niemand kennt den Urheber der Figur.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

08:26 Uhr

Corona-Infizierter an Bord bei Rückflug nach China

Bei einem der rund 200 Passagiere aus Deutschland, die gestern mit einer Sondermaschine in der chinesischen Stadt Tianjin eingetroffen sind, ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Obwohl die Insassen vor dem Abflug in Frankfurt getestet worden waren, fiel eine weitere Untersuchung nach der Ankunft bei einem 34-Jährigen positiv aus, wie die städtische Gesundheitskommission berichtete.

Der Ingenieur habe keine Symptome und sei zur Beobachtung in eine zentrale Quarantäneeinrichtung gebracht worden. Der Flug war die erste Rückholaktion für in China tätige Manager, Techniker und andere Vertretern der deutschen Wirtschaft sowie deren Familienangehörige. Auch vier deutsche China-Korrespondenten waren an Bord. Nachdem China Ende März die Grenze für Ausländer dicht gemacht hatte, waren sie alle in Deutschland gestrandet. Den Rückflug mit einer Lufthansa-Chartermaschine hatte die deutsche Handelskammer in China in Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden organisiert.

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07:30 Uhr

Pommes-Nachfrage eingebrochen: In den Lagern stapeln sich die Kartoffeln

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Die Bauern sind gezwungen, die Kartoffeln anders zu verwerten - etwa als Schweinefutter oder zur Verbrennung in Biogasanlagen.

picture alliance/dpa

Die wochenlange Schließung der Gastronomie hat dazu geführt, dass große Mengen an Fritten-Kartoffeln in den Lagern der Landwirte liegen bleiben. Etliche Erzeugerbetriebe säßen auf größeren Mengen Lagerware, die nun nicht mehr abfließen könnten, heißt es in einem Bericht des NRW-Umweltministeriums. "Wir können nicht die Pommes, die wir in den letzten zwei Monaten nicht gegessen hätten, jetzt auch noch essen", sagte Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW mit Blick auf die Wiedereröffnung der Gastronomie.

NRW ist neben Niedersachsen in Deutschland nach Angaben der Landwirtschaftskammer Hauptanbaugebiet für Fritten-Kartoffeln. Viele Landwirte haben feste Abnahmeverträge mit Fritten-Fabriken in den Niederlanden, darüber hinaus werden die Kartoffeln frei gehandelt. Durch die Schließung der Gastronomie sei die Nachfrage nach Pommes in Deutschland, aber auch fast allen anderen europäischen Ländern "nahezu vollständig eingebrochen", berichtet das NRW-Umweltministerium. In den Lagern stapeln sich daher nun die Kartoffeln.

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06:44 Uhr

Polizei setzt in Minneapolis Tränengas gegen Demonstranten ein

Ausgangssperren und Appelle haben nicht gefruchtet: In amerikanischen Städten kommt es nach dem Tod des Schwarzen George Floyd erneut zu Unruhen. In Minneapolis ist die Polizei mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen, die trotz einer nächtlichen Ausgangssperre erneut gegen Rassismus protestiert haben. Beamte in schwerer Montur versuchten in der Nacht zum Sonntag, die Menge von einer Polizeiwache zurückzudrängen.

Nach dem Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz war es in Minneapolis in den vergangenen Nächten zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Proteste weiteren sich auf weitere Städte in den ganzen USA aus.

06:25 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

erstmals seit rund neun Jahren ist in den USA eine Falcon-9-Rakete des Privatunternehmens SpaceX vom Kennedy Space Center in Florida zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die beiden US-Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken an Bord sollen heute gegen 16 Uhr ankommen.

Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Entwicklung der gewaltsamen Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota
  • Demonstration gegen die Corona-Regeln "Nicht ohne uns" in Berlin. Aufgerufen hat der Verein Demokratischer Widerstand. Er veranstaltete bereits in den vergangenen Wochen ähnliche Kundgebungen, an denen auch bekannte Rechtspopulisten teilnahmen
  • Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach wollen heute jeweils drei Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze einspielen. Beim Tabellenzweiten aus Dortmund werden vor der Partie beim SC Paderborn (18.00 Uhr/Sky) böse Erinnerungen an das Hinspiel wach, als man gegen den Abstiegskandidaten zur Halbzeit 0:3 zurücklag und gerade noch ein 3:3 rettete. Borussia Mönchengladbach könnte zuvor (15.30 Uhr/Sky) mit einem Sieg über den 1. FC Union Berlin zurück in die Top 4 klettern.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

05:54 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht