Sonntag, 05. April 2020Der Tag

mit Franziska Türk
Franziska Türk
22:35 Uhr

Das war Sonntag, der 5. April 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

hinter uns liegt ein herrlicher Frühlingstag - ein Härtetest in Sachen Social Distancing, den nicht alle Deutschen bestanden haben. Zur Besinnung könnte den einen oder anderen aber diese Schlagzeile gebracht haben: Laut Zentralregister ist Deutschland von den propagierten 40.000 Intensivbetten weit entfernt. Schlagzeilen machte auch Ecuador: Wegen der Ausgangssperre konnten Bestatter die Opfer des Coronavirus nicht mehr zeitnah abholen - so dass in der Hafenstadt Guayaquil viele Tote auf der Straße lagen. Und während die Pandemie das Mantra von US-Präsident Trump zerstören könnte, schwört die Queen auf der anderen Seite des Ozeans ihre Untertanen in einer historischen Rede zum Durchhalten ein. Ungeachtet dieser Parolen gibt der "Tag" für heute auf und verabschiedet sich bis morgen - haben Sie eine erholsame Nacht!

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(Foto: imago images/Jochen Tack)

22:29 Uhr

Coronavirus bringt Johnson ins Krankenhaus

Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus gebracht worden. Das teilte der Regierungssitz Downing Street in London auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Es soll sich um eine Vorsichtsmaßnahme wegen hartnäckiger Symptome handeln.

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Am Donnerstag hatte sich Johnson noch beim Applaudieren für das britische Gesundheitssystem NHS gezeigt.

(Foto: via REUTERS)

21:53 Uhr

Fünf Tote bei Angriff auf Frauengefängnis im Jemen

Bei einem Angriff auf ein Frauengefängnis im Jemen sind mindestens fünf Menschen getötet und 23 weitere verletzt worden. Die Huthi-Rebellen hätten die Haftanstalt in der Stadt Tais im Süden des Landes beschossen, sagte der Leiter der dortigen Gesundheitsbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Die Huthi-Rebellen äußerten sich zunächst nicht zu dem Angriff.

Die Huthis, die vom Iran unterstützt werden, hatten den Jemen 2014 überrannt. Sie belagern derzeit die Stadt Tais, die von Kräften der jemenitischen Regierung beherrscht wird. Seit 2015 bombardiert Saudi-Arabien mit Unterstützung arabischer Verbündeter Stellungen der Rebellen, um den Einfluss des Irans zurückzudrängen. Der Bürgerkrieg hat das ohnehin bitterarme Land in die schlimmste humanitäre Krise weltweit gestürzt.

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Die Stadt Tais wird von Huthi-Rebellen belagert, die humanitäre Lage ist katastrophal.

(Foto: REUTERS)

21:18 Uhr

Einbrecher stehlen 700 Kilo Fisch

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Wie die Diebe heimlich 600 Kilogramm Regenbogenforellen aus dem Wasser fischten, ist nicht bekannt.

(Foto: picture alliance / dpa)

In der Schweiz sind bei einem Einbruch 700 Kilogramm Fisch aus einer Zuchtanlage gestohlen worden. Die Polizei schätzt den Wert des Diebesgutes laut einer Mitteilung von Sonntag auf 10.000 Schweizer Franken. Bei der Beute handelte es sich demnach um 600 Kilogramm Regenbogenforellen und 100 Kilogramm Lachsforellen, die von den Tätern aus einem Becken in der Anlage in der Gemeinde Aesch gefischt wurden. Die Kantonspolizei Luzern sucht nun nach Zeugen des Vorfalls, der sich bereits in der Nacht auf Samstag ereignete.

20:43 Uhr

Inder machen sich mit Kerzen Mut

Als Zeichen gegen die Dunkelheit in der Coronavirus-Krise haben Menschen vielerorts in Indien nachts Lichter entzündet. Auf Bildern ist zu sehen, wie sie mit Kerzen, Leuchten oder Handytaschenlampen an ihren Türen oder auf Balkonen stehen, das Licht in den Wohnungen ist ausgeschaltet. Zuvor hatte Premier Narendra Modi die Bürger zu der Aktion aufgerufen. In Indien herrscht derzeit eine dreiwöchige Ausgangssperre. Nach früheren Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es im Land mit der zweitgrößten Bevölkerung der Welt nach China mehr als 2300 bestätigte Covid-19-Fälle. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte jedoch laut mehreren Virologen um einiges höher sein, da in Indien verhältnismäßig wenig getestet wird.

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Licht während der dreiwöchigen Ausgangssperre - hier zum Beispiel in Mumbai.

(Foto: picture alliance/dpa)

19:58 Uhr

20.000 Gläubige nach Massenveranstaltung in Quarantäne

In Pakistan sind wegen der Corona-Krise 20.000 Teilnehmer einer religiösen Massenveranstaltung unter Quarantäne gestellt worden. Nach zehntausenden weiteren Gläubigen werde noch gesucht, teilten die Behörden mit. Mehr als 100.000 Menschen hatten vom 10. bis 12. März nach Angaben der Veranstalter an dem Treffen der islamischen Missionsbewegung Tablighi Jamaat in Lahore teilgenommen. Die Organisatoren hatten eine Warnung der Regierung ignoriert und die Veranstaltung trotz der Ausbreitung des Coronavirus nicht abgesagt.

Zu dem Treffen waren auch zahlreiche Gläubige aus Ländern wie China, Indonesien, Nigeria und Afghanistan angereist. 1500 ausländische Teilnehmer der Veranstaltung stehen in Pakistan unter Quarantäne, andere verließen das Land, ohne auf das Virus getestet worden zu sein. Die Behörden befürchten, dass sie den Erreger in ihren Heimatländern verbreiten könnten.

19:22 Uhr

Polizei löst Seebrücke-Demonstration auf

Die Berliner Polizei hat eine Versammlung am Brandenburger Tor aufgelöst. Dort sind einer Sprecherin zufolge rund 100 Menschen zu einer Versammlung unter dem Motto "LeaveNoOneBehind" zusammengekommen, die dafür nicht die derzeit erforderliche Ausnahmegenehmigung der Gesundheitsverwaltung gehabt hätten. Dabei handelte es sich um eine Veranstaltung der Initiative Seebrücke, die sich im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages für die Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland eingesetzt hat.

Die Polizeibeamten hätten die Teilnehmer per Lautsprecherdurchsagen und durch persönliches Ansprechen zum Gehen aufgefordert. "Gegen Personen, die sich weigerten zu gehen, wurden Anzeigen geschrieben", teilte die Polizei auf Twitter mit.

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Auch in Hamburg wurde unter dem Motto "LeaveNoOneBehind" demonstriert: Dort hinterließen einzelne Passanten Schuhe oder farbige Fußabdrücke.

(Foto: dpa)

18:51 Uhr

Sommersemester in Bayern startet online

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Der Campus der Universität Augsburg ist derzeit völlig ausgestorben - und das wird sich so schnell wohl auch nicht ändern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus beginnt das Sommersemester an den bayerischen Hochschulen zunächst mit Online-Vorlesungen. "Wir starten den Lehrbetrieb für alle Studentinnen und Studenten am 20. April komplett digital", sagte Landeswissenschaftsminister Bernd Sibler. Der Gesundheitsschutz habe oberste Priorität. Ob man im Laufe des Sommers nach und nach zur Präsenzlehre zurückkehren könne, sei noch nicht absehbar. Der digitale Vorlesungsbetrieb verlange ein hohes Maß an Flexibilität. "Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir alle diese Bewährungsprobe bestehen werden", sagte Sibler. Mit Blick auf die Prüfungen zum Ende des Semesters arbeiteten die Hochschulen an praktikablen Lösungen.

18:23 Uhr

Toter bei Brand bei Baustelle von Corona-Krankenhaus in Moskau

Bei einem Brand nahe der Baustelle für ein neues Corona-Krankenhaus bei Moskau ist ein Arbeiter ums Leben gekommen. Das Feuer sei in einem Zeltlager ausgebrochen, in dem die Arbeiter untergebracht worden seien, teilte der Zivilschutz der russischen Agentur Tass zufolge mit. Das Feuer habe sich dann auf einer Fläche von 90 Quadratmetern ausgebreitet. Ursache ist Berichten zufolge möglicherweise ein defekter Holzofen, an dem sich die Arbeiter aufwärmten.

Seit Mitte März wird rund 70 Kilometer südwestlich von Moskau im Eiltempo ein neues Zentrum für Infektionskrankheiten errichtet. Dort sollen bis zu 500 Patienten unterkommen, die an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt sind. Mehr als 3000 Arbeiter sollen rund um die Uhr an der Baustelle arbeiten. Die Eröffnung ist noch im April geplant.

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Mehr als 3000 Arbeiter arbeiten rund um die Uhr an der Baustelle.

(Foto: picture alliance/dpa)

17:45 Uhr

Mann verirrt sich beim Zigarettenkauf in Pyrenäen

Trotz Grenzsperrung und Ausgangsbeschränkung wegen der Corona-Pandemie hat ein Franzose im benachbarten Spanien billig Zigaretten einkaufen wollen - und hat sich prompt in den Bergen der Pyrenäen verirrt. Der Mann aus dem südfranzösischen Perpignan sei "erschöpft und zitternd vor Kälte" auf der Höhe von Perthus - einem Dorf nahe der Grenze zu Spanien - gefunden worden, teilte die französische Bergrettung auf Facebook mit. Demnach mussten die Helfer "alle möglichen Mittel einsetzen", um den jungen Mann zu retten. Sie bargen ihn schließlich mit einem Hubschrauber.

Die Behörden prangerten die fehlende Rücksichtnahme des Franzosen an, der kurz zuvor bereits von der Polizei mit dem Auto an der Grenze zu Spanien aufgehalten worden war, weil er dort Zigaretten kaufen wollte. Als er auf diesem Weg nicht weiter kam, entschied er sich den Angaben zufolge, zu Fuß durch die Berge zu gehen. Dort fiel er in einen Bach sowie in ein Brombeergestrüpp und rief dann um Hilfe. Die vermeintliche Kostenersparnis ging für den jungen Mann nicht auf: Er wurde wegen Verstoßes gegen die derzeit geltende Ausgangssperre mit einer Geldstrafe von 135 Euro belegt.

17:25 Uhr

Kirche in Seoul hält Drive-in-Gottesdienst ab

Einige Kirchen in Südkorea finden wegen der Verbreitung des Coronavirus neue Wege, um ihre Gottesdienste abzuhalten. Während zahlreiche Sonntagsmessen als Vorkehrung gegen Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2-Erreger online angeboten werden, entschied sich unter anderen die Seoul-City-Church zu Drive-In-Gottesdiensten für die Gläubigen. Die Teilnehmer sitzen und beten dabei in ihren Autos. Etwa 150 Fahrzeuge standen während der Messe auf einem Parkplatz. Auch an anderen Orten finden solche Drive-In-Messen als Alternative zu den Online-Gottesdiensten von Kirchen statt.

Zahlreiche Kirchen gerieten in den vergangenen Wochen in die Kritik, weil sie trotz der von den Behörden angeführten Kampagne zur Vermeidung sozialer Kontakte ihre Gottesdienste weiter in den Kirchengebäuden durchführten.

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Am Palmsonntag den Gottesdienst besuchen - in Seoul geht das trotz Coronavirus.

(Foto: picture alliance/dpa)

16:43 Uhr

Sex-Party statt Isolation - ManCity-Profi droht Strafe

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2200 Pfund ließ sich Walker sein Corona-Schäferstündchen kosten.

(Foto: REUTERS)

Viele Prominente rufen Fans und Follower derzeit dazu auf, zu Hause zu bleiben. So weit, so ehrenvoll. Dumm nur, wenn man es dann selbst nicht so genau nimmt mit dem Social Distancing. Dem englischen Fußball-Nationalspieler Kyle Walker jedenfalls droht nach einem pikanten Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen eine empfindliche Strafe durch seinen Verein Manchester City. Einem Bericht des Boulevardblatts "Sun" zufolge soll der Verteidiger am vergangenen Dienstagabend mit einem Freund zwei Prostituierte für eine "Sex-Party" zu sich nach Hause eingeladen haben. Nur wenige Stunden später rief der Teamkollege von Leroy Sané und Ilkay Gündogan in den sozialen Netzwerken seine Fans dazu auf, den Anweisungen der Regierung zum Social Distancing Folge zu leisten und zu Hause zu bleiben.

Mittlerweile hat sich der 29-Jährige bei seiner Familie, Freunden, dem Klub, dessen Fans und der Öffentlichkeit "dafür, dass ich sie habe hängen lassen", entschuldigt. Gegen ihn wird ein internes Disziplinarverfahren eingeleitet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:23 Uhr

Zweites Flüchtlingslager unter Corona-Quarantäne

Das Coronavirus hat das zweite Flüchtlingslager in Griechenland erreicht. Der Krisenstab in Athen stellte das Camp von Malakasa rund 45 Kilometer nördlich der griechischen Hauptstadt für zwei Wochen unter Quarantäne, teilte Migrationsminister Notis Mitarakis im Staatsradio mit. Dort leben etwa 1800 Menschen. Demnach wurde ein 53 Jahre alter Migrant aus Afghanistan positiv auf das Virus getestet. Seit vergangener Woche steht bereits das Lager von Ritsona rund 75 Kilometer nördlich von Athen unter Quarantäne - dort leben rund 3000 Menschen. Eine Frau aus dem Camp war nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in Athen positiv getestet worden.

In griechischen Lagern leben nach Angaben des Migrationsministers insgesamt rund 100.000 Menschen, etwa 40.000 davon harren auf den Inseln im Osten der Ägäis aus. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson äußerte sich besorgt über die Lage in den Flüchtlingslagern. "Wir haben mit Griechenland einen Notfall-Aktionsplan erarbeitet, den die griechischen Behörden jetzt Schritt für Schritt umsetzen müssen. Er sieht vor, dass die verletzlichsten Personen aus den Camps geholt werden - und zwar jetzt, sofort", sagte die EU-Kommissarin dem "Spiegel".

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Unter Quarantäne zu stehen, ist nie einfach - in den Flüchtlingslagern in der Ägäis ist die Lage aber besonders dramatisch.

(Foto: picture alliance/dpa)

15:46 Uhr

Seniorinnen vergewaltigt - Polizei sucht Täter

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Der 30 bis 50 Jahre alte und etwa 1,80 Meter große Mann spricht laut der Polizei Jena den heimischen Dialekt.

(Foto: Polizei Jena)

Die Polizei in Jena fahndet nach einem Sexualstraftäter, der zwei über 80 Jahre alte Frauen vergewaltigt hat. Der Täter habe sich in beiden Fällen als Mitarbeiter eines Pflegedienstes ausgegeben, teilte die Polizei mit. So sei im Juli eine 82-Jährige in Jena-Ost vergewaltigt worden. Einen anderen sexuellen Übergriff habe es zuvor schon im Februar 2017 in Jena-West auf eine 87-Jährige gegeben.

Die Polizei schließt nicht aus, dass es noch weitere derartige Vergewaltigungen gab, diese bisher - möglicherweise aus Scham - aber nicht angezeigt wurden. Trotz intensiver Ermittlungen habe bisher der Täter noch nicht gefasst werden können. Nun wird auch mit einem Phantombild gefahndet.

15:06 Uhr

Beifahrer zieht Handbremse - Auto überschlägt sich

Wenn frisch gebackene Fahranfänger ihre Eltern auf dem Beifahrersitz durch die Gegend fahren, dann kann das für beide Seiten eine äußerst unentspannte Fahrt werden. Im bayerischen Heiligenstadt war ein Vater allerdings so wenig einverstanden mit dem Fahrstil seines 18-jährigen Sohnes, dass er kurzerhand die Handbremse zog - bei voller Fahrt. Der Fahranfänger verlor daraufhin die Kontrolle über den Wagen, der sich mehrfach überschlug und auf dem Dach liegen blieb. Der 48 Jahre alte Vater wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert, der Sohn erlitt leichte Schnittverletzungen.

Die beiden waren mit etwa 100 Stundenkilometern unterwegs, als der Vater die Fahrt stoppte. Die beiden hätten großes Glück gehabt, dass kein Gegenverkehr kam und sie nicht gegen einen Baum prallten, sagte ein Polizeisprecher. "Es ist gar nicht auszumalen, was hätte passieren können." Gegen den Beifahrer wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:29 Uhr

Motorschaden: Bundeswehrschiff muss heimgeschleppt werden

Bei der Bundeswehr hat es erneut eine Panne gegeben. Diesmal betrifft es ein Versorgungsschiff der Deutschen Marine.

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Der Tender "Donau" (hier 2010) hat einen Motorschaden erlitten.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Der Tender "Donau" ist wegen eines Motorschadens während einer Nato-Übung ausgefallen, wie ein Marinesprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.
  • Demnach muss das Schiff nun vom Ärmelkanal nördlich von Le Havre aus in einen deutschen Hafen geschleppt werden.
  • Einem Bericht der "Kieler Nachrichten" zufolge wird das Schiff vom Marineschlepper "Wangerooge" zur Reparatur nach Wilhelmshaven geschleppt.
  • Die "Donau" mit rund 65 Soldaten an Bord ist seit Mitte Januar Teil des ständigen Nato-Minenabwehrverbandes SNMCMG 1, der unter anderem Munitionsreste in Nord- und Ostsee aufspürt und beseitigt.
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14:28 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Christoph Rieke hat seine Schicht für heute überstanden und sich in den Feierabend verabschiedet. Nachrichten aus aller Welt gibt es bis zum späten Abend deshalb von mir, Franziska Türk. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie mich unter franziska.tuerk@nachrichtenmanufaktur.de. Ich wünsche einen entspannten Nachmittag!

13:59 Uhr

Elf Bergleute sterben nach Explosion in Kohlemine

Bei einer Explosion in einer kolumbianischen Kohlegrube sind mindestens elf Bergleute ums Leben gekommen.

  • Ein explosives Gasgemisch habe sich in dem Bergwerk im Ort Cucunubá entzündet, teilte der Gouverneur des Departments Cundinamarca, Nicolás García, bei Twitter mit.
  • Die Feuerwehr rechnet eigenen Angaben zufolge mit mindestens vier Verletzten.
  • Die Ortschaft Cucunubá liegt etwa 90 Kilometer nördlich der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá.

 

13:05 Uhr

Mutmaßlicher Lübcke-Mörder: Alte Akten offenbar vernichtet

Bei den Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke fehlen einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge Akten.

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Stephan E. steht im Verdacht, den hessischen CDU-Politiker Lübcke Anfang Juni 2019 erschossen zu haben.

(Foto: dpa)

  • Demnach geht es um die Ermittlungen gegen Stephan E. im Zusammenhang mit einem Schuss auf einen linken Aktivisten und Lehrer im Jahr 2003.
  • Unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Kassel berichtet die Zeitung, zehn Jahre nach Ende der ergebnislosen Ermittlungen seien Akten und das sichergestellte Projektil vernichtet worden.
  • Die Bundesanwaltschaft kommentierte diesen Bericht nicht und verwies auf andauernde Ermittlungen.
12:02 Uhr

Mann erschießt fünf Menschen wegen "lauter Gespräche"

*Datenschutz

Wegen einer zu lauten Unterhaltung vor seinem Balkon ist ein Mann in Russland ausgerastet - und hat fünf Menschen mit einem Jagdgewehr erschossen.

  • Die Tat ereignete sich in der Kleinstadt Jelatma (Elat'ma) in der Region Rijasan in Zentralrussland, wie das staatliche Ermittlungskomitee mitteilte.
  • Demnach hat der 32-jährige Schütze das Feuer auf eine Gruppe von vier jungen Männern und einer Frau eröffnet, "die auf der Straße unter seinem Fenster laut sprachen".
  • Der Mann wurde nach der Tat festgenommen.
11:24 Uhr

Ermittler nehmen dritten Mann nach Terrortat nahe Lyon fest

*Datenschutz

Inmitten der Corona-Krise hat ein Mann in der französischen Kleinstadt Romans-sur-Isère zwei Menschen mit einem Messer getötet und fünf weitere verletzt. Nach dem Hauptverdächtigen und einer weiteren Person ist ein dritter Mann festgenommen worden.

  • Wie die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde ein junger Sudanese in Gewahrsam genommen, der im gleichen Haus wie der Hauptverdächtige lebt.
  • Zuvor hatten die Ermittler den 33-jährigen Tatverdächtigen und einen "Bekannten" von diesem festgenommen.
  • Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen "Mordes in Zusammenhang mit einer Terrortat" gegen den Hauptverdächtigen auf, der sich als sudanesischer Flüchtling auswies.
Mehr dazu lesen Sie hier.
11:01 Uhr

Menschenrechtsanwalt Wang kommt aus Haft frei

Knapp fünf Jahre lang saß Wang Quanzhang im Gefängnis. Der Vorwurf: "Untergrabung der Staatsgewalt". Nun ist der bekannte chinesische Menschenrechtsanwalt aus der Haft entlassen worden.

  • Zu seiner Familie nach Peking kehrte der 44-Jährige allerdings nicht zurück, sondern wurde in seine Wohnung in Jinan in der Provinz Shandong gebracht, wie seine Frau Li Wenzu twitterte.
  • Der Nachrichtenagentur AFP sagte sie, Wang sei vorerst für zwei Wochen als Vorsichtsmaßnahme gegen das Coronavirus unter Quarantäne gestellt worden.
  • Demnach sei sie besorgt, dass ihr Mann unter Hausarrest gestellt werde und die Behörden "uns daran hindern werden, als Familie wieder zusammenzukommen".
  • In einer Verfolgungswelle gegen rund 300 Anwälte, Kanzleimitarbeiter, Aktivisten und Angehörige war Wang im August 2015 festgenommen worden.
  • Erst im Januar 2019 hatte ihn ein Volksgericht in Tianjin unter Ausschluss der Öffentlichkeit wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

 

10:26 Uhr

Trump möchte "die Fans zurück in den Arenen"

Wegen der Coronavirus-Krise steht die Sportwelt still. Da machen auch die Ligen in den USA keine Ausnahme. Laut US-Präsident Donald Trump wird der Spielbetrieb in den großen Ligen seines Landes aber bald wieder aufgenommen.

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Präsentiert sich gern als Sportsfreund: US-Präsident Trump.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

  • "Ich möchte die Fans zurück in den Arenen. Sobald wir bereit sind", sagte Trump nach einer Telefonkonferenz mit den Liga-Chefs und weiteren Verantwortlichen aus dem Profisport.
  • "Ich kann Ihnen kein Datum nennen, aber ich denke, das wird eher früher als später sein", ergänzte er.
  • Dem Sender ESPN zufolge erklärte Trump in der Telefonkonferenz, dass er mit Blick auf die Football-Liga NFL von einem normalen Saisonstart im September ausgehe.
09:30 Uhr

Deutscher Bergsteiger stürzt am Pilgerschrofen in den Tod

Für einen 67-jährigen Deutschen hat eine Bergsteiger-Tour in den Alpen tödlich geendet.

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  • Gemeinsam mit seinem 36-jährigen Sohn hatte der Mann auf deutscher Seite den Pilgerschrofen bestiegen, wie die Polizei mitteilte.
  • Wegen rutschiger und schwieriger Verhältnisse brachen die beiden demnach die Wanderung später ab und kehrten um.
  • Beim Rückaufstieg verlor der 67-Jährige den Angaben zufolge trotz Seilsicherung auf österreichischer Seite im Bundesland Tirol den Halt und stürzte 150 Meter in die Tiefe.
  • Der Pilgerschrofen liegt auf der deutsch-österreichischen Grenze, nur etwa zwei Kilometer von Schloss Neuschwanstein entfernt.
08:31 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Heilsbringer kommt in den Ort, Leute versammeln sich in großen Mengen, ohne großen Abstand zueinander – klingt in diesen Tagen merkwürdig, oder? Nun, die Geschichte ist ja auch knapp 2000 Jahre alt, wenn man der Bibel Glauben schenken mag. Auch heute wird sie wieder fast überall auf der Welt erzählt, denn es ist Palmsonntag. Soll heißen: Ostern steht vor der Tür. Wenn Sie vor ebenjene treten, achten Sie auf Ihre Mitmenschen und bleiben Sie gesund!

Eine ähnliche Botschaft wird wohl auch die Queen in ihrer heutigen Ansprache an das britische Volk und den Commonwealth verpacken. Los geht's um 21 Uhr. Wegen der Coronavirus-Pandemie sieht sich Königin Elizabeth II. dazu veranlasst, zum erst vierten Mal in ihrer 68-jährigen Regentschaft eine solche Rede zu halten. Die rasch wachsende Zahl der Todesfälle durch Covid-19 im Vereinigten Königreich scheint die Monarchin sehr zu beunruhigen.

Apropos Covid-19: Selbstredend gibt es auch heute einen Liveticker zu den aktuellsten Entwicklungen rund um das Coronavirus.

Kommen Sie wohlbehalten durch den Palmsonntag und gönnen Sie sich physisch-distanziert ein paar Sonnenstrahlen! Mein Name ist Christoph Rieke und ich begleite Sie zunächst durch den "Tag".

07:50 Uhr

Bekannt durch Fifa-Skandal: Ex-Staatspräsident Callejas ist tot

Vier Jahre lang regierte Rafael Callejas seine Heimat Honduras. Weitaus bekannter ist er allerdings als Fußballfunktionär geworden, der im Fifa-Korruptionsskandal wohlwollend die Hand aufhielt. Nun ist der Ex-Staatspräsident tot.

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Der frühere honduranische Präsident und Fußballfunktionär Rafael Callejas ist tot.

(Foto: dpa)

  • Callejas sei nach einer Herzattacke im Alter von 76 Jahren in einem Krankenhaus in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia gestorben, teilte seine Familie mit.
  • Von 1990 bis 1994 war er neoliberaler Staatspräsident von Honduras, anschließend war er bis 2015 Chef des honduranischen Fußballverbands Fenafuth.
  • Vor einem Gericht in New York räumte Callejas 2015 ein, Bestechungsgelder in Höhe von 1,6 Millionen Dollar (1,4 Millionen Euro) im Zusammenhang mit der Vergabe von TV-Rechten angenommen zu haben.
  • Die Fifa sperrte ihn 2016 lebenslang für sämtliche Fußballtätigkeiten.
07:07 Uhr

Die Bahn fährt pünktlicher durch die Krise

Leere Bahnsteige und weniger Züge – auch der Deutschen Bahn macht die Coronavirus-Krise zu schaffen. Eine gute Nachricht gibt es in der aktuellen Situation allerdings: Ihre Züge fahren pünktlicher.

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Aufgrund der aktuellen Lage sind die Fahrgastzahl und die Taktung der Züge deutlich niedriger als sonst.

(Foto: imago images/Ralph Peters)

  • Im März sind laut Konzernangaben 82,4 Prozent aller Fernzüge pünktlich ans Ziel gekommen - also 3,1 Prozentpunkte mehr als im Februar und 4,1 Punkte mehr als noch im März des Vorjahres.
  • Ein Zug gilt als verspätet, wenn er sechs Minuten oder mehr nach der planmäßigen Zeit am Ziel ankommt.
  • Für das laufende Jahr will die Bahn eine Pünktlichkeitsquote von 78 Prozent erreichen – im Januar kamen rund 84,3 Prozent der Züge pünktlich, im Februar drückten mehrere Sturmtiefs die Quote dann auf knapp unter 80 Prozent.
06:29 Uhr

25 Hektar Wald in Brandenburg stehen in Flammen

Als gäbe es derzeit nicht schon genug Probleme: Im brandenburgischen Landkreis Barnim hatten Unbekannte eine enorm schlechte Idee – nun stehen rund 25 Hektar Wald in Flammen.

  • Die Feuerwehren der Umgebung seien gegen Mitternacht mit einem Großaufgebot zu dem Brandort bei Wandlitz ausgerückt, sagte eine Feuerwehrsprecherin in der Nacht zum Sonntag.
  • "Wir gehen von Brandstiftung aus", sagte sie weiter und erklärte, dass gelagerte Holzstämme nahe der Landesstraße 100 zwischen Schönwalde und Basdorf zu brennen begonnen hatten.
  • Die Feuerwehr geht davon aus, dass die Brandbekämpfung noch den ganzen Vormittag lang dauern wird.

Update: Gegen 6.30 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung - der Wald sei nicht mehr in Gefahr.

 

05:55 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht