Sonntag, 07. Juni 2020Der Tag

mit Juliane Kipper
Juliane Kipper
22:31 Uhr

Das war Sonntag, der 7. Juni 2020

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

zählen Sie schon die Tage bis zum Sommerurlaub? Trotz globaler Corona-Krise? Dann dürfte Sie diese Meldung von heute besonders interessieren: Bundesaußenminister Heiko Maas hat heute angekündigt, dass die Bundesregierung in diesem Sommer keine Corona-infizierten Urlauber nach Deutschland zurückbringen wird. "Wer sich im Urlaub infiziert, kann jedenfalls nicht davon ausgehen, dass wir ihn nach Deutschland zurückbringen", sagte Maas der Bild am Sonntag.

Außerdem waren heute noch diese Themen wichtig:

Damit verabschiede ich mich von Ihnen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend, kommen Sie gut in die neue Woche.

22:05 Uhr

Boris Becker wehrt sich gegen Beleidigungen von Rassisten

Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker hat sich "schockiert" über die Kritik in den sozialen Medien an seiner Teilnahme an einer Demonstration gegen Rassismus in London gezeigt. "Ich bin erschüttert, schockiert, erschrocken über die vielen Beleidigungen NUR aus Deutschland für meine Unterstützung der #BlackLivesMatters Demo gestern in London!", schrieb Becker auf Twitter. "Warum, weshalb, wieso??? Sind wir ein Land von Rassisten geworden ...?"

Am Samstag hatte der dreimalige Wimbledonsieger ein Video von sich gepostet, das ihn mit einem Tuch vor dem Mund auf der Demonstration in London zeigt. Unter dem Post hatte es zahlreiche Beleidigungen gegeben. "Anscheinend haben viele Menschen in Deutschland immer noch nicht verstanden, dass es meine Familiengeschichte ist!", schrieb Becker am Sonntag in einem weiteren Post und fügte die Namen seiner Kinder #Noah #Elias #Anna #Amadeus hinzu.

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21:30 Uhr

Gesuchter "gefährlicher" Deutscher in Spanien gefasst

Ein von Deutschland gesuchter Mann ist in Spanien festgenommen worden. Der 26 Jahre alte Spanier sei in Santa Pola in der Provinz Alicante im Osten des Landes gefunden und inhaftiert worden, teilte die Kriminalpolizei mit. Dem Mann werde in Deutschland vorgeworfen, bei einer Polizeikontrolle in Hofheim am Taunus einen Beamten angefahren und schwer verletzt zu haben.

Der Festgenommene gilt den amtlichen Angaben zufolge als "gefährlich". Er sei seit April per europäischem Haftbefehl gesucht worden, hieß es. Über eine Auslieferung an Deutschland muss nun die "Audiencia Nacional", der Staatsgerichtshof in Madrid entscheiden.

20:47 Uhr

NRW-Innenminister: Erfolg durch mehr Ermittler gegen Kindesmissbrauch

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul führt die Aufdeckung des Missbrauchsfalls von Münster auch auf die Aufstockung der Ermittlerkapazität zurück. Nach dem Missbrauchsfall von Lügde sei das Personal zur Verfolgung von Kindesmissbrauch vervierfacht und die technische Ausrüstung der Polizei verbessert worden, sagte Reul in der WDR-Sendung Westpol. "Und seitdem decken wir einen Fall nach dem anderen auf, genau das wollte ich." Jeder weitere Fall, der entdeckt werde, zeige, dass die Polizei gut arbeite.

19:44 Uhr

Sparkurs bei VW: Forschung und Entwicklung müssen dran glauben

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Volkswagen-Vorstandschef Herbert Diess hat das Topmanagement des weltgrößten Autokonzerns in der Corona-Pandemie auf weitere Sparbemühungen eingeschworen. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte, dass Diess auf einer internen Veranstaltung in der vergangenen Woche darüber gesprochen habe, wie weiter gespart werden könne. Konkrete Beschlüsse gebe es aber noch nicht.

Diess will demnach den Sparkurs spürbar verschärfen. Ausgaben für Forschung und Entwicklung, Investitionen und Fixkosten müssten gegenüber bisherigem Planungsstand deutlich gekappt werden, habe Diess in einer Rede vor Topmanagern erläutert. Dennoch würden im laufenden Jahr "nicht alle VW-Marken ein positives Jahresergebnis schaffen". Weil auch bei den Produkten nicht alles reibungslos läuft, soll die Modellvielfalt noch stärker auf den Prüfstand. So lasse der VW-Chef analysieren, welche Modelle künftig komplett entfallen könnten, hieß es in der "Automobilwoche".

18:37 Uhr

Demonstranten versenken im Hafen von Bristol Sklavenhändler-Statue

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Colston war ein Kaufmann und Sklavenhändler im 17. Jahrhundert.

picture alliance/dpa

Protestmärsche nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd gab es an diesem Wochenende nicht nur in den USA oder in Deutschland. Auch in britischen Städten sind die Menschen auf die Straße gegangen. Insgesamt nahmen Zehntausende teil. Dabei holten Demonstranten in Bristol die Statue von Edward Colston (1636-1721) vom Sockel, weil der Wohltäter auch mit Sklavenhandel Geld verdiente.  

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock verurteilte die Demonstrationen mit Blick auf die Corona-Krise scharf. "Sie sind unzweifelhaft ein Risiko", sagte Hancock dem Sender Sky News. Sie würden auch gegen die Ausgangsbeschränkungen während der Pandemie verstoßen. Großbritannien hat offiziellen Statistiken zufolge die meisten Corona-Todesopfer in Europa.

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18:23 Uhr

Neuer Bond-Streifen hält Überraschung parat

Voraussichtlich am 12. November kommt mit "Keine Zeit zu sterben" der neue Streifen der "James Bond-Reihe" in die Kinos. Laut aktuellen Medienberichten soll der Kult-Spion in dem neuen Kinofilm in einer sehr überraschenden Rolle zu sehen sein. Wer sich nicht spoilern lassen möchte, der sollte ab hier nicht weiterlesen.

James Bond, gespielt von Daniel Craig, und Dr. Madeleine Swann, gespielt von Léa Seydoux sollen eine gemeinsame, fünfjährige Tochter haben. Bond ist also angeblich Vater! Das berichtet unter anderem die britische "Daily Mail", nachdem zuletzt offenbar Drehpläne für den Film auf eBay aufgetaucht waren, die derartiges bereits vermuten ließen.

"Ja, es ist wahr. Bond ist ein Vater", erklärt eine anonyme Quelle aus dem Umfeld der Produktion. "Daniel wollte diesen Bond-Film zum überraschendsten und unterhaltsamsten bisher machen." Craig spiele einen Bond, der erwachsener sei und auf das Leben durch die Augen eines Vaters schaue. "Aber dahinter steckt noch viel mehr", bleibt der Insider kryptisch.

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18:01 Uhr

Thyssenkrupp trennt sich von Werk in Bremen

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 6,38

Thyssenkrupp sieht für das Werk seiner Tochter System Engineering in Bremen keine Zukunft im Konzern. Das bestätigte ein Sprecher des Konzerns. Demnach sollen einige Geschäftsteile von System Engineering in die neue Organisation namens Multi Tracks überführt werden. Der Standort Bremen gehöre dazu. "Für alle Geschäfte, die zukünftig bei Thyssenkrupp in dem Segment Multi Tracks geführt werden, sieht der Konzern keine nachhaltige Zukunftsperspektive mehr innerhalb der Gruppe", teilte der Sprecher mit. Die Maßnahmen seien notwendig, "um auf Überkapazitäten in einem schrumpfenden Markt zu reagieren". Der Konjunktureinbruch in der Autoindustrie durch die Corona-Krise habe das noch einmal verschärft.

17:21 Uhr

US-Teenager kehrt nach Protesten seine Straße und bekommt Auto

Ein Teenager hat nach Protesten gegen Rassismus und Polizeibrutalität in der US-Stadt Buffalo Medienberichten zufolge seine Straße saubergemacht - und dafür ein Auto und ein College-Stipendium bekommen. Er habe im Fernsehen gesehen, dass seine Straße nach den Protesten voller Glas und Müll war, sagte der 18-Jährige dem TV-Sender CNN. Daraufhin habe er sich mitten in der Nacht einen Besen und Mülltüten geschnappt und bis in den frühen Morgen hinein aufgeräumt.

Nachdem daraufhin in Lokalmedien über die Aufräumaktion des Teenagers berichtet wurde, gab es ganz besonderen Dank: Ein Mann, der die Berichte gesehen hatte, schenkte ihm ein Auto und das Medaille College in Buffalo ein Stipendium. "Ich bin sehr dankbar für alles, das alle für mich getan haben", sagte der Teenager zu CNN.

16:43 Uhr

Mann nach sechs Tagen aus Brunnen auf Bali gerettet

Nach sechs Tagen in einem Brunnen im indonesischen Urlaubsparadies Bali ist der Brite Jacob Roberts gerettet worden. Ein Rettungsteam holte den 29-Jährigen aus dem vier Meter tiefen Betonloch, nachdem ein Bauer im Dorf Pecatu Alarm geschlagen hatte, wie die örtlichen Behörden mitteilten. "Jacobs Hilferufe wurden von einem Anwohner gehört, der seine Kühe füttern wollte", sagte der Chef des Rettungsteams, Gede Darmada.

Roberts brach sich ein Bein, als er in das beinahe leere Wasserreservoir stürzte. Den Behörden sagte er, er sei auf der Flucht vor einem Hund gewesen, der ihn durch das Dorf gejagt habe. Der Polizeichef von Süd-Kuta, Yusak Agustinus Sooai, sagte nach der Rettung des Briten, dieser habe "dünn und verletzt" ausgesehen. Der 29-Jährige wurde nach der Rettungsaktion in ein örtliches Krankenhaus gebracht.

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16:08 Uhr

Fox News entschuldigt sich für umstrittene Aktien-Grafik

Der US-Sender Fox News hat sich für die Veröffentlichung einer umstrittenen Grafik mit einer Veranschaulichung von Aktiengewinnen infolge rassistischer Gewalttaten gegen Afroamerikaner in den USA entschuldigt. Die Infografik "hätte nie ohne Kontext im Fernsehen ausgestrahlt werden dürfen", teilte der Sender mit. "Wir entschuldigen uns für die Unsensibilität des Bildes und nehmen das Thema ernst." Die Veröffentlichung hatte landesweit für Empörung gesorgt.

Die Grafik war am Freitag in der Sendung "Sonderbericht mit Bret Baier" ausgestrahlt worden und zeigte, wie die Aktienkurse in den vergangenen Jahrzehnten nach Gewalttaten gegen Afroamerikaner stiegen. Der Sender wählte dafür unter anderem die Ermordung des Bürgerrechtlers Martin Luther King im Jahr 1968, die Tötung des schwarzen Teenagers Michael Brown durch einen Polizeibeamten im Jahr 2014 sowie den jüngsten Tod des unbewaffneten George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz.

 

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15:37 Uhr

Polizei eskortiert werdende Eltern mit Blaulicht ins Krankenhaus

Polizisten haben am Morgen werdende Eltern auf dem Weg ins Krankenhaus eskortiert. Wie die Polizei mitteilte, wollte die Streife den Autofahrer in Koblenz (Rheinland-Pfalz) zunächst wegen seiner schnellen Fahrweise kontrollieren. Als die Polizisten das Auto anhielten, sei der Mann ausgestiegen und auf die Beamten zugelaufen. Er gab an, die Fruchtblase seiner schwangeren Frau sei geplatzt und das Paar sei auf dem Weg zum Krankenhaus. Die Polizisten eskortierten die werdenden Eltern daraufhin mit Blaulicht ins Krankenhaus.

15:06 Uhr

"Gamer-Oma" zockt jeden Tag bis zu vier Stunden

Eine 90-jährige japanische Gamerin hält ihre Hände mit Fingerübungen für ihre stundenlangen Videospiel-Einheiten fit. "Ich spiele leidenschaftlich gern jeden Tag Spiele", sagte Hamako Mori. Mit dem Alter werde es immer schwerer, aber sie werde nicht aufgeben und trainiere daher ihre Finger mit speziellen Übungen. "Ich will gut spielen, egal wie alt ich bin", sagte Mori. "Ich will so lange wie möglich weitermachen."

Mori spielt täglich drei bis vier Stunden. Computerspiele seien eine "faszinierende Sache" und die Kämpfe gegen ihre Gegner mit Schwert oder Waffe ein angenehmer Stressabbau. Seit 2014 hat sie einen eigenen Kanal auf der Video-Plattform Youtube, wo rund 300.000 Menschen der "Gamer-Oma" folgen, Millionen Menschen haben ihre Videos geklickt. Pro Monat veröffentlicht sie drei bis vier Videos, auf denen sie beim Zocken oder in ihrem Alltag zu sehen ist. "Es macht Spaß, von vielen Leuten gesehen zu werden, anstatt alleine zu spielen", sagte sie.

 

14:39 Uhr

Sprechchöre gegen Hisbollah - Verletzte bei Zusammenstößen in Beirut

Beim ersten größeren Anti-Regierungsprotest seit Wochen ist es im Libanon zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Anhängern der schiitischen Hisbollah gekommen. Dabei seien 48 Menschen verletzt worden, von denen elf ins Krankenhaus gebracht worden seien, twitterte das libanesische Rote Kreuz mit.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, Hisbollah-Anhänger hätten im Zentrum der Hauptstadt Beirut angefangen, Steine zu werfen, nachdem die Demonstranten Sprechchöre gegen die Organisation angestimmt hätten. Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um die Gruppen voneinander zu trennen.

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Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie und wochenlangen Ausgangsbeschränkungen zogen Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes in Beirut auf die Straße.

(Foto: AP)

 

13:56 Uhr

Missbrauchsfall in Münster - Tatverdächtige ist Erzieherin

Weiteres Detail zum Horror von Münster: Eine Tatverdächtige im Missbrauchsfall hat bis zu ihrer Festnahme als Erzieherin in einem Kindergarten gearbeitet. "Die Leitung der Kita wurde von uns informiert", sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Derzeit gebe es aber keine Hinweise auf Taten der 45-Jährigen im Kindergarten. Ermittelt werde nur im familiären Umfeld der Frau.

Die Polizei hat drei Kinder als Opfer identifiziert. Sie sind fünf, zehn und zwölf Jahre alt. Elf Tatverdächtige wurden festgenommen, sieben Beschuldigte, darunter die 45-jährige Mutter, befinden sich in Untersuchungshaft. Der Hauptbeschuldigte ist ein 27-jähriger IT-Experte aus Münster.

 

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13:44 Uhr

Fahrerflucht nach Unfall mündet in Schießerei mit drei Toten

Es fing an mit einem Unfall – und endete in einem Massaker: Ein Mann in Estland hatte laut Polizei mit seinem Wagen an einer Tankstelle nahe der Kleinstadt Lihula zwei Autos und eine Wand gerammt. Danach flüchtete der 32-jährige vom Unfallort, wurde allerdings von einem Motorradfahrer verfolgt, der das Geschehen beobachtet hatte.

Wenige Minuten später erschoss der Mann den Biker, der noch am Tatort starb, und eröffnete auch das Feuer auf ein vorbeifahrendes Fahrzeug mit vier Insassen. Eine Frau in dem Auto erlag ihren Verletzungen. Ein Mann und zwei Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der bewaffnete Mann sei dann weiter in einen umliegenden Wald geflüchtet und lieferte sich mehrere Schusswechsel mit der Polizei, bevor diese ihn festnehmen konnte.

13:16 Uhr

US-Demokraten bereiten Gesetz gegen Polizeibrutalität vor

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd wollen die US-Demokraten mit einem umfangreichen Gesetzespaket schärfer gegen Polizeibrutalität vorgehen. Bereits am morgigen Montag wollen sie im Kongress ihre Initiative vorstellen.

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Im Repräsentantenhaus haben derzeit die Demokraten die Mehrheit - und stellen daher mit Nancy Pelosi die Sprecherin der Kammer.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Die Initiative enthält unter anderem folgende Vorschläge:

  • Polizisten soll verboten werden, den Würgegriff anzuwenden.
  • Geplant ist auch der Aufbau einer landesweiten Datenbank, die Polizeiverfehlungen festhält.
  • Kongresskreisen zufolge ist auch die Abschaffung von Regelungen geplant, die Beamte in bestimmten Fällen vor Strafverfolgung schützen.

Und die Liste ist noch länger.

Das Problem: Die Demokraten kontrollieren das Repräsentantenhaus, nicht aber den Senat, der Gesetzen ebenfalls zustimmen muss. Dort sind die Republikaner von Präsident Donald Trump in der Überzahl. Während Mehrheitsführer Mitch McConnell sich bislang hinsichtlich schärferer Polizeigesetze nicht festlegen wollte, haben sich aber einige republikanische Senatoren offen für einige Ideen gezeigt.

12:40 Uhr

24-jähriger Deutscher sticht auf Studenten aus Gabun ein

Nach einem offensichtlich fremdenfeindlich motivierten Mordversuch hat das Amtsgericht Saarbrücken Haftbefehl gegen einen 24-jährigen Deutschen erlassen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft des Saarlands mitteilte, wird dem Mann vorgeworfen, am frühen Samstagmorgen an einer Bushaltestelle am Burbacher Markt in Saarbrücken mehrfach auf einen Studenten aus Gabun eingestochen zu haben. Diesem sei es aber gelungen, den Messerattacken auszuweichen.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge sprach der 24-Jährige den Studenten, der auf seinen Bus wartete, auf seine Hautfarbe an. Dabei habe er ihm gesagt, dass er ihn töten werde. Unmittelbar danach habe der Mann den Studenten mit einem Faustschlag niedergeschlagen und dann mehrfach versucht, auf ihn mit einem Messer im Hals- und Oberkörperbereich einzustechen. Nach lauten Hilferufen des Opfers und möglicherweise wegen eines vorbeifahrenden Autos sei der Beschuldigte dann vom Tatort geflüchtet.

Der Angreifer wurde in die Justizvollzugsanstalt Saarbrücken eingeliefert. Den Angaben zufolge könnte es sein, dass er während der Tat unter Drogeneinfluss stand.

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12:08 Uhr

SPD-Mann nennt Abzug von US-Soldaten eine Chance

Was ist vom angeblich geplanten Abzug von Teilen der US-Truppen aus Deutschland zu halten? SPD-Fraktionschef Ralf Mützenich sieht darin eine Chance. Und zwar die Chance, die deutsche Sicherheitspolitik "in ein europäisches Umfeld" einzubetten, wie er den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte. Mützenich forderte eine "nachhaltige Neuausrichtung" der Sicherheitspolitik in Europa. Dabei müsse klar sein, "dass eine sicherheitspolitische Strategie sich nicht in Militärpolitik und Verteidigungsausgaben erschöpfen darf".

11:48 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:47 Uhr

Jugendliche täuscht Entführung vor und erpresst eigene Mutter

Weil sie mutmaßlich ihre eigene Entführung vorgetäuscht hatte, ist eine 17-jährige Nigerianerin festgenommen worden. Auch der mutmaßlich an der Tat beteiligte Freund des Mädchens sitzt in Haft, teilte die Polizei mit. Das Paar wollte demnach Lösegeld im Wert von umgerechnet 1200 Euro von der Mutter des Mädchens erpressen.

Die Mutter war nach Polizeiangaben von einem Unbekannten angerufen worden, der behauptete, ihre Tochter entführt zu haben. Der Anrufer habe Lösegeld gefordert und die Mutter davor gewarnt, die Polizei zu verständigen, "wenn sie ihre Tochter noch brauche". Die Mutter des Mädchens habe gemeldet, dass ihre Tochter seit dem 1. Juni verschwunden sei.

11:04 Uhr

Deutsche Haushalte geben weniger fürs Heizen aus

Hier mal eine gute Nachricht - sowohl für den Geldbeutel als auch für das Klima: Die Haushalte in Deutschland haben in der zurückliegenden Heizperiode von September bis Mai weniger Geld für ihre Heizung ausgeben müssen. Der Grund: Der Heizbedarf fiel laut dem Vergleichsportal Check24 wegen der milden Witterung um drei Prozent niedriger aus als in der Periode zuvor. Es war das dritte Mal in Folge, dass die Verbraucher weniger heizen mussten.

Bei Gaskunden wirkte sich das mit einem Rückgang der Kosten um ebenfalls drei Prozent aus, weil sich die Gaspreise im Durchschnitt kaum veränderten. Deutlicher war der Kostenrückgang für die Nutzer einer Ölheizung. Sie konnten sich über einen kräftigen Preisrückgang freuen, ihre Kosten gingen rechnerisch um 17 Prozent zurück.

10:48 Uhr

Insider: Russen heuern syrische Kämpfer für Libyen an

Als gäbe es nicht bereits genug Probleme in Libyen: Russische Kräfte versuchen Insidern zufolge, Kämpfer aus Syrien für den Bürgerkrieg in dem nordafrikanischen Land zu rekrutieren. Im Mai seien Hunderte von Söldnern zur Unterstützung des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar angeheuert worden, verlautete aus Kreisen der syrischen Opposition und von einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle aus der Region.

Verantwortlich dafür sei der private russische Militärdienstleister Wagner Group, der unter Aufsicht der russischen Armee stehe. Wagner ist laut einem UN-Bericht mit bis zu 1200 eigenen Leuten in Libyen vertreten. Die von Haftar bekämpfte international anerkannte libysche Regierung wird dagegen von der Türkei militärisch unterstützt.

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Ein ausgebranntes Fahrzeug, das den Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Haftar gehörte.

(Foto: REUTERS)

10:26 Uhr

"Fensterputzen" gespielt - Junge stürzt in Rostock zehn Meter in die Tiefe

Diese Nachricht dürfte wohl vielen Eltern zu denken geben - denn selbst ein Sicherheitsschloss vor Fenstern bietet offenbar nicht den ultimativen Schutz. Das zeigt der Fall eines sieben Jahre alten Jungen aus Rostock. Laut Polizei hatten seine Eltern die Wohnung verlassen, und zuvor die Fenster abgeschlossen. Der Junge und seine zehnjährige Schwester fanden jedoch den Schlüssel und spielten "Fensterputzen".

Dann passierte das Unglück: Der Junge verlor das Gleichgewicht und stürzte zehn Meter in die Tiefe - in den Hinterhof des Hauses. Nach Angaben der Rostocker Polizei wurde er dabei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Die Schwester holte sofort eine Nachbarin, die den Notruf alarmierte. Von Amts wegen wurden Ermittlungen wegen der möglichen Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht gegen die Eltern aufgenommen.

09:44 Uhr

Empörung über Kommentar zu Lilly Becker bei "Schlag den Star"

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Lilly Becker und Sylvie Meis duellierten sich bei "Schlag den Star".

(Foto: dpa)

Es ist ein ganz normaler Samstagabend - im deutschen Free-TV läuft das Format "Schlag den Star", wo diesmal TV-Moderatorin Sylvie Meis und das Model Lilly Becker gegeneinander antreten. Viel zu berichten gibt es über diese Sendung nicht - bis Kommentator Ron Ringguth sich einen Fauxpas erlaubt.

Als Lilly Becker bei einem Spiel mit einem Kettenfahrzeug durch Schlamm fahren muss, beschwert sie sich über eine beschlagene Schutzbrille mit den Worten: "I can't see!" ("Ich kann nichts sehen"). Ringguth kommentiert dies mit den Worten: "Nicht I can’t breathe, sondern I can’t see ... ". Eine Anspielung auf die Worte des Afroamerikaners George Floyd, der bei dem brutalen Vorgehen eines weißen Polizisten in Minneapolis zu Tode kam. Besonders pikant: Becker hat selbst Schwarze als Vorfahren.

Auf Twitter wurde der Kommentar in der Folge heftig kritisiert. Prosieben veröffentlichte schließlich eine Entschuldigung auf Twitter, welche den Satz als "leider sehr unnötig" bezeichnete (später wurde die Formulierung in "absolut unnötiger Spruch" geändert). Auch Ringguth entschuldigte sich noch in der Show für seinen Patzer.

Update: Auch Lilly Becker entfuhr in der Show eine rassistische Entgleisung. Als die beiden Kandidatinnen Prominente anhand von Fotos erkennen sollen, kommentiert Becker ein Bild von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping mit den Worten "China!" und schiebt dann "Ching Chang Chong" hinterher, berichtet T-Online.

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08:57 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:56 Uhr

Ex-US-General: Trumps Abzugsplan aus Deutschland "kolossaler Fehler"

Der frühere Befehlshaber der US-Truppen in Europa, Ben Hodges, hat die angeblichen Pläne der US-Regierung unter Präsident Donald Trump für eine Truppenreduzierung in Deutschland scharf kritisiert. Hodges sagte dem "Spiegel", die Entscheidung von Trumps Kernteam sei ein "kolossaler Fehler" und ein "rein politisches Manöver". Das Magazin zitiert ihn weiter mit den Worten: "Die Entscheidung illustriert, dass der Präsident nicht verstanden hat, wie essenziell die in Deutschland stationierten US-Truppen für die Sicherheit Amerikas sind."

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US-Soldaten bei einer Übung im bayerischen Grafenwöhr. US-Präsident Trump plant nach Medienberichten einen drastischen Abbau der US-Truppen in Deutschland.

(Foto: imago/StockTrek Images)

 

08:28 Uhr

Größtes Containerschiff der Welt läuft in Hamburger Hafen ein

Sie ist ein echter Brocken: Die "HMM Algeciras" kann 23.964 Standardcontainer (TEU) laden und ist damit das größte Containerschiff der Welt. Heute hat sie zum ersten Mal den Hamburger Hafen angelaufen und am Burchardkai festgemacht. Hunderte Zuschauer verfolgten entlang der Elbe, wie der 400 Meter lange Megafrachter von zwei Schleppern ins Hafenbecken gebracht wurde.

Zum Empfang gehörte auch ein Begrüßungsschiff mit Wasserfontäne. Die "HMM Algeciras" ist das neue Flaggschiff der südkoreanischen Reederei HMM. Während seines Aufenthalts in Hamburg wird der Megafrachter rund 8500 Container oder 13.600 TEU laden und löschen.

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Die "HMM Algeciras" lockt viele Schaulustige zum Hamburger Hafen.

(Foto: dpa)

 

08:01 Uhr

Scherze bei Protesten - Polizisten marschieren zu Star-Wars-Klängen

Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt sind mittlerweile ein globales Phänomen - und so ernst das Thema auch ist: Am Rande von Demonstrationen kommt es immer wieder auch zu menschlichen Gesten und humorvollen Szenen. Hier eine kleine Auswahl an Netzfundstücken die - mutmaßlich und nicht verifiziert - Momente des Lachens und des Miteinanders zeigen.

Angehörige der US-Nationalgarde tanzen Macarena:

Polizist spielt mit Protestlern Basketball:

Polizisten marschieren zu Star-Wars-Klängen (Das Video kursiert bereits seit spätestens Anfang 2019 im Netz und entstand damit nicht im Rahmen der jüngsten Rassismus-Proteste):

 

07:46 Uhr

Chinas Exporte brechen weniger ein als befürchtet

Überraschend positive - oder doch nicht so negative - Wirtschaftsdaten gibt es aus China: Die Exporte der Volksrepublik sind im Mai um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen und damit weniger stark als erwartet. Die Importe dagegen stürzten um 16,7 Prozent ab, wie aus den jüngsten Zolldaten hervorgeht.

Am Markt dürften anerkennend die Augenbrauen hochgezogen werden: Analysten hatten mit einem Rückgang der Exporte aus China um sieben Prozent nach einer Zunahme um 3,5 Prozent im April gerechnet. Chinas Handelsüberschuss lag bei 62,93 Milliarden Dollar im vergangenen Monat. Erwartet worden war ein Überschuss von 39 Milliarden Dollar nach 45,34 Milliarden Dollar im April.

07:17 Uhr

Öffentliche E-Tankstellen - diese deutsche Stadt hat die meisten

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Ein dichtes Ladenetz gilt als eine zentrale Herausforderung für einen Durchbruch für E-Autos auf dem Massenmarkt.

(Foto: imago images/Shotshop)

Wo in Deutschland gibt es die größte Dichte an Stromtankstellen für Elektroautos? Laut einer Übersicht des Branchenverbands BDEW in München. In der bayerischen Landeshauptstadt gebe es inzwischen 1185 öffentliche Ladepunkte, teilte der BDEW mit. Das sei ein Zuwachs innerhalb eines Jahres um mehr als 50 Prozent.

Mehr als 1000 öffentliche Ladepunkte gibt es laut BDEW-Ladesäulenregister auch in den Millionenstädten Hamburg (1096) und Berlin (1052). Deutschlandweit könnten Fahrer von E-Autos an 27.730 öffentlich zugänglichen Ladepunkten Strom zapfen. Das seien über 10.000 Ladestellen mehr als im Mai vergangenen Jahres.

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07:01 Uhr

Surfer kämpfen gegen großen Hai in Australien - ein Toter

Heldenmutiger Einsatz ohne Happy End: Zwei Surfer haben vor der Ostküste Australiens gegen einen großen Hai gekämpft und einen von dem drei Meter langen Tier gebissenen weiteren Surfer an den Strand gezogen. Seine Verletzungen am linken Bein waren aber zu schwer - der 60-Jährige aus dem Bundesstaat Queensland starb trotz sofortiger Behandlung, so die Polizei. Die Attacke ereignete sich am beliebten Salt Beach nahe Kingscliff, 800 Kilometer nördlich von Sydney.

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Vermutet wird, dass es sich bei dem Angreifer um einen Weißen Hai handelte.

(Foto: imago/StockTrek Images)

 

06:45 Uhr

Mann bekommt Ehering nicht ab - Feuerwehr setzt Fräse ein

Ein Mann aus der nordrhein-westfälischen Stadt Bad Salzuflen hatte sich am Samstag bei der Feuerwehr gemeldet, weil er seinen Ehering nicht von der Hand entfernen konnte. Es ging dabei aber nicht etwa um eine Streit mit seiner Gattin - vielmehr handelte es sich um einen medizinischen Notfall.

Am Vortag war der Mann wegen eines gebrochenen Ringfingers ärztlich versorgt worden. Sein Finger schwoll danach immer weiter an und die Blutzirkulation wurde beeinträchtigt. Jegliche Versuche, den Ring selbstständig oder durch einen Juwelier zu entfernen, scheiterten.

Der Feuerwehr gelang es dann auf der Wache, den "sehr stabilen" Edelstahlring - mit einer Hochleistungsfräse und einer Infusion zum Kühlen - vorsichtig zu öffnen. Daraufhin nahm die Schwellung des Fingers ab und der Patient konnte die Wache nach 45 Minuten verlassen und nach Hause zurückkehren - mit seinem neuen "Andenken". Was seine Ehefrau dazu sagte, ist nicht überliefert.

06:23 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

es ist Sonntag, es ist Sommer, es ist das Jahr 2020 - ein Jahr voller böser Überraschungen. Hoffen wir mal, dass es heute zur Abwechslung mal gute Überraschungen gibt.

Auf dem Terminkalender steht heute jedenfalls eine Sache ganz weit oben, welche die Sorgenthemen - Corona-Pandemie, Proteste gegen Rassismus und Ungleichheit in den USA und unter anderem auch in Deutschland, weitere Fälle sexuellen Missbrauchs - kurz vergessen lässt:

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    Auch die Altstadt von Regensburg zählt zu den deutschen Welterbestätten.

    (Foto: imago/Manfred Segerer)

    Heute ist Welterbetag: Die deutsche Unesco-Kommission ruft daher zum Erkunden der deutschen Welterbestätten auf. Allerdings bitte nur virtuell - aufgrund der Covid-19-Pandemie. Zahlreiche der 46 deutschen Stätten beteiligen sich auf der neuen Plattform unesco-welterbetag.de.

Aber auch das Verfolgen von Sport kann die Laune heben:

  • Zum Glück wird der 30. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga heute fortgesetzte. Gleich drei Sonntagsspiele stehen an: Der SV Werder Bremen kann mit einem Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg (13.30 Uhr) einen wichtigen Zwischenschritt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga machen. Der FC Schalke strebt beim 1. FC Union Berlin (15.30 Uhr) den ersten Sieg nach der Corona-Unterbrechung an. Und der FC Augsburg empfängt den 1. FC Köln (18 Uhr). Alle Partien können sie im Liveticker bei ntv.de verfolgen.

Blicken wir also nach vorne, voller Optimismus. Gemäß dem Motto meiner Heimatstadt: Et hätt noch emmer joot jejange (der Kölner Dom gehört übrigens auch zum deutschen Welterbe).

Ihr Kai Stoppel

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht