Sonntag, 09. August 2020Der Tag

mit Hedviga Nyarsik
Hedviga Nyarsik
22:32 Uhr

Das war Sonntag, der 9. August 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist weiterhin heiß in Deutschland. Bei der Hitze hilft nur eins: Abkühlung. Somit zieht es viele Menschen vor allem in Großstädten an Badeseen. Doch Virologen dürften über den Anblick der vollen Strände wenig erfreut sein. Die Sorge um neue Corona-Hotspots wächst. Passend zum Wetter, ging es heute auch in der Formel 1 heiß her: Verstappen und Redbull haben Mercedes überrumpelt. Sebastian Vettel erlebt währenddessen ein weiteres Desaster und wütet gegen Ferrari. In Belarus wurde gewählt. Alexander Lukaschenko setzte dabei auf massive Gewalt.

Was heute sonst noch wichtig war:

Das war's für heute. Kommen Sie gut durch die schwüle Nacht. Der Tag ist morgen in alter Frische mit Nachrichten aus aller Welt für Sie da.

22:11 Uhr

Bahn freut sich über Passagier-Ansturm am Hitzewochenende

Wegen der Corona-Krise und den eingeschränkten Reisemöglichkeiten bleiben zurzeit viele Züge der Deutschen Bahn oft leer. Nicht so an diesem Wochenende. Weil die Sommerferien in einigen Bundesländern zu Ende gingen, sei die Auslastung in den Fernverkehrszügen etwas höher gewesen, sagte ein Bahn-Sprecher. Bereits am Samstag hatte der bundeseigene Konzern von erhöhtem Reiseverkehr gesprochen - vor allem in den Regionalzügen an die Küsten. Nennenswerte Einschränkungen im Betrieb gab es demnach nicht.

21:41 Uhr

17-Jähriger auf Straßenfest in Washington erschossen - mehrere Verletzte

Auf einem Straßenfest in der US-Hauptstadt Washington ist es zu einer Schießerei gekommen, bei der ein 17-Jähriger getötet und 20 weitere Personen verletzt wurden. Eine Polizistin, die zu dem Zeitpunkt nicht im Dienst war, wurde lebensgefährlich verletzt, wie Polizeichef Peter Newsham erklärte. Es habe nach bisherigen Erkenntnissen drei Schützen gegeben. Örtliche Medien berichteten, dass auch aus einer halbautomatischen Waffe gefeuert worden sei. Es ist bislang unklar, was genau bei dem Straßenfest in einem Wohngebiet im Südosten der Stadt passiert ist und wieso die Schüsse gefallen waren.

21:06 Uhr

Nächster Gemeinde droht Wassermangel wegen Hitze

Die Hitzewelle macht Gemeinden in Deutschland zu schaffen: Nach Lauenau droht nun auch Simmern-Rheinböllen in Rheinland-Pfalz Wassermangel. Die Bewohner müssen Wasser sparen, um die Grundversorgung mit Trinkwasser sicherzustellen. Folgende Tätigkeiten sind daher untersagt:

  • Befüllen von Planschbecken und Schwimmbädern

  • Bewässerung von Rasen und Gartenflächen

  • Waschen von Fahrzeugen auf Privatgrundstücken

  • Reinigen und Abspritzen von Hofflächen

  • Bewässerung von öffentlichen Grünflächen und Sportplätzen

Verstöße gegen die Beschränkungen werden durch das Ordnungsamt kontrolliert. Der Mangel sei noch nicht akut, drohe jedoch, sagte der Einsatzleiter der Leitstelle Bad Kreuznach. Die Bewohner hätten wegen der Trockenheit mehr Wasser entnommen. Wie lange die Verbote gelten, ist noch nicht abzusehen.

20:25 Uhr

Star früher Aufklärungsfilme: "Helga"-Darstellerin Ruth Gassmann ist tot

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imago images/Everett Collection

Es war Deutschlands erster abendfüllender Aufklärungsfilm und und lockte Millionen Zuschauer in die Kinosäle: "Helga". Ruth Gassmann spielte in den 1960er Jahren die Titelheldin und wurde schlagartig berühmt. Nun ist die Schauspielerin gestorben. Wie ihr Sohn mitteilte, starb sie nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 85 Jahren am Freitagabend in München.

Die gebürtige Augsburgerin hatte zunächst Sport und Chemie studiert und war dann als Fotomodel zur Schauspielerei gekommen. In den USA spielte sie in einem Dutzend Folgen der TV-Westernserie "Rauchende Colts" mit. Ihren großen Durchbruch feierte sie in der Bundesrepublik 1967 mit "Helga - Vom Werden des menschlichen Lebens". Der Streifen war mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums gedreht worden und bekam sogar zwei Fortsetzungen.

19:32 Uhr

Simon Cowell bricht sich den Rücken bei E-Bike-Sturz

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Gute Besserung, Simon Cowell!

(Foto: REUTERS)

Eigentlich wollte er nur sein neues Elektro-Fahrrad testen, doch dann geschah das Unglück: Der britische Musikproduzent Simon Cowell liegt nach einem Sturz von seinem E-Bike im Krankenhaus. Bei dem Unfall auf seinem Grundstück im kalifornischen Malibu habe sich der "America's Got Talent"-Juror den Rücken gebrochen, heißt es in einer Mitteilung seines Sprechers, wie der "Hollywood Reporter" berichtete. Und es kommt noch schlimmer: Er muss operiert werden.

Ab dem 11. August soll die 15. Staffel von "America's Got Talent" fortgesetzt werden, nachdem die Show aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen werden musste. Bis Ende August sind insgesamt sechs Sendungen geplant. Ob Cowell dabei sein wird, ist fraglich.

19:15 Uhr

Videos des Tages

19:00 Uhr

Kinder finden Handgranate in Brandenburger See

Beim Schwimmen in einem See in Brandenburg haben zwei Kinder eine gefährliche Entdeckung gemacht. Ihnen fiel im Gorinsee in Schönwalde ein merkwürdiger Gegenstand im Wasser auf. Der stellte sich später als Handgranate heraus. Ein Badegast alarmierte nach dem Fund die Polizei, wie die Beamten mitteilten. Rund 120 Badegäste mussten die Badestelle vorübergehend verlassen. Die Polizei rief den Munitionsbergungsdienst, der den Fund geborgen hat. Anschließend konnte die Badestelle nach rund drei Stunden wieder freigegeben werden.

18:27 Uhr

Entkam Paris Hilton nur knapp Jeffrey Epsteins Prostitutionsring?

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Paris Hilton war bei der Modelagentur des heutigen US-Präsidenten und Epstein-Freunds Donald Trump unter Vertrag.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Nach der Netflix-Produktion "Jeffrey Epstein: Stinkreich" bringt nun eine weitere Dokumentation neue, erschütternde Details über die Machenschaften des toten Sexualverbrechers ans Licht. In "Surviving Jeffrey Epstein" wird unter anderem auch aufgezeigt, was für eine tragende Rolle die derzeit inhaftierte, vermeintliche Komplizin von Epstein, Ghislaine Maxwell, in all dem gespielt haben soll. Bei einer Party vor rund 20 Jahren soll Maxwell gar Paris Hilton auf einer Party als potenzielles Opfer für Epstein auserkoren haben, berichtet der Journalist Christopher Mason nun in der Doku.

Besonders brisant: Zum damaligen Zeitpunkt war Hilton noch weitestgehend unbekannt und bei der Modelagentur des heutigen US-Präsidenten und Epstein-Freunds Donald Trump unter Vertrag. Dass es zu einem Treffen von Trump, Hilton und Maxwell kam, belegt ein Bild aus dem Jahr 2000, das in der Doku gezeigt wird. Ob Hilton daraufhin auch Epstein vorgestellt wurde, geht jedoch nicht aus "Surviving Jeffrey Epstein" hervor.

17:43 Uhr

Rennboot rast in Freizeitboot: Kind stirbt bei dramatischem Unfall

Dramatische Bilder aus Finnland: Bei einer Veranstaltung im Hafen der Gemeinde Hanko rast ein Rennboot mit hoher Geschwindigkeit in das Freizeitboot hinein und fliegt anschließend über eine Sekunde lang durch die Luft. Bei der heftigen Kollision ist ein Kind im Grundschulalter ums Leben gekommen. Wie die zuständige Polizei im Westen der Region Uusimaa mitteilte, befand sich das Kind auf dem Freizeitboot, ebenso wie eine weitere Person, die verletzt wurde. Zu dem Unglück kam es während des sogenannten Poker Runs - einer Veranstaltung für schnelle Motorboote. Das Event wurde im Anschluss von den Veranstaltern abgebrochen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

17:12 Uhr

Bewaffnete töten sechs französische Touristen im Niger

Bei einem Angriff im westafrikanischen Niger sind acht Menschen getötet worden, darunter sechs französische Touristen. Dies teilte der Gouverneur von Tillabéri, Tidjani Ibrahim Katiella, mit. Die Touristen seien mit einem Chauffeur und einem Führer in der Region Kouré unterwegs gewesen, als sie von Bewaffneten auf Motorrädern angegriffen worden seien.

16:35 Uhr

Unbekannte behindern Feuerwehr mit ausgehobenem Gully-Deckel

Da kann man nur noch den Kopf schütteln: Unbekannte haben im Saarland den Gully-Deckel in einer Feuerwehrausfahrt herausgehoben und so in Kauf genommen, dass ein Wagen im Einsatz einen Unfall baut. Tatsächlich rückte der Feuerwehrwagen der Truppe in St. Ingbert vergangenen Donnerstag kurze Zeit später aus. Beim Überfahren des offenen Schachts wurde das Fahrzeug beschädigt. Zum Glück nicht schwer, denn die Feuerwehrleute konnten ihre Fahrt zum Einsatzort fortsetzen. Und auch die in Not geratene Person konnte rechtzeitig gerettet werden.

Doch die Feuerwehr ist zurecht wütend und schreibt auf Facebook: "DU/IHR hast/habt uns und eine Person, die sich bereits in Lebensgefahr befand, bei einem Einsatz massiv in Gefahr gebracht." Sie fordert: "Hab/t Respekt und stell Dich/stellt Euch der Polizei!"

15:31 Uhr

Gondel von Kinderkarussell stürzt mit Mutter und Kind ab

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Warum sich die Gondel plötzlich gelöst hat, ist bislang unklar. (Symbolbild)

imago images/Noah Wedel

Kennen Sie das? Sie sitzen in einer Achterbahn oder in einem Karussell und müssen plötzlich daran denken, was wäre, wenn sich eine Schraube löse würde. Welch ein Horror. Einer Mutter und ihren kleinen Sohn ist genau das passiert: Während sie in einem Freizeitpark in Baden-Württemberg mit einem Kinderfahrgeschäft fahren, löst sich plötzlich ihre Gondel und stürzt ab. Das Karussel kann nicht schnell genug gestoppt werden und die mit Fahrgästen besetzte Gondeln prallen immer wieder gegen die abgestürzte.

Wie durch ein Wunder ist nichts Schlimmeres passiert. Die 29-jährige Mutter erlitt mehrere Prellungen und Schürfwunden. Das Kind blieb zum Glück unverletzt. Aus welcher Höhe Mutter und Kind abstürzten, ist der Polizei zufolge noch unklar. Die Unfallursache werde nun ermittelt. Auch ein Sachverständiger soll hinzugezogen werden. Der Betrieb des Fahrgeschäfts in Sonnenbühl im Kreis Reutlingen wurde bis auf Weiteres untersagt. Nach diesen Szenen will aber sicherlich niemand mehr in das Karussel steigen.

14:50 Uhr

72-Jähriger Radfahrer verfolgt gestohlenen Transporter - und stellt Dieb

72 Jahre alt, aber fit wie ein Turnschuh ist dieser Mann aus Frankfurt am Main: Unerschrocken verfolgte er auf seinem Fahrrad einen gestohlen Transporter und stellte den Dieb schließlich. Der Senior hatte vor dem Diebstahl eine Blumenlieferung vom rechtmäßigen Fahrer des Transporters entgegengenommen, wie die Polizei mitteilte. Während der Auslieferung schlug dann der Dieb zu und machte sich mit dem Transporter aus dem Staub.

Der 72-Jährige nahm sofort die Verfolgung auf, berichtete unterwegs zwei Polizisten von dem Diebstahl, radelte dann schnell weiter und entdeckte den Transporter wenig später an einem Wendehammer. Als er die Fahrertür öffnete, saß der mutmaßliche Dieb - ein angetrunkener 63-Jähriger - noch immer am Steuer. Unvermittelt schlug der Mann dem Senior gegen den Oberkörper.

Davon unbeeindruckt zog der 72-Jährige den mutmaßlichen Kriminellen vom Fahrersitz, ehe die herbeigeeilte Polizeistreife den Tatverdächtigen festnehmen konnte. Ein Atemalkoholtest bei dem 63-Jährigen ergab einen Wert von mehr als 2,3 Promille. "Vor allem dem besonnenen Einsatz des Seniors ist es zu verdanken, dass nicht mehr passierte und der Sprinter wieder in die richtigen Hände übergeben werden konnte", heißt es im Polizeibericht.

14:27 Uhr

Netanjahu-Demonstranten massiv von Rechtsradikalen bedroht

In Israel haben erneut tausende Menschen den Rücktritt von Regierungschef Benjamin Netanjahu gefordert, der wegen Korruption angeklagt ist und wegen seiner Corona-Politik in der Kritik steht. Die Demonstration am Samstagabend fand unter besonderem Polizeischutz statt, nachdem ein rechtsradikaler Aktivist, der wegen der Tötung eines Demonstranten 27 Jahre im Gefängnis saß, die Netanjahu-Gegner indirekt bedroht und als "Bazillen" beschimpft hatte. Jona Avruschmi hatte 1983 bei einer Demonstration gegen den Libanon-Krieg in Jerusalem eine Handgranate in die Menge geworfen. Er tötete den Lehrer und Friedensaktivisten Emil Grünzweig und verletzte neun weitere Demonstranten.

Am Freitag hatte Avruschmi im privaten Fernsehsender Channel 12 gesagt, die Demonstranten müssten sich am Samstag auf gewaltbereite Gegendemonstranten gefasst machen. Er selbst werde zwar nicht zu der Protestaktion gehen, sagte Avruschmi. Er kenne aber junge Männer, "die wissen, was zu tun ist". Die Demonstranten seien "einfach nur Bazillen" und "schlechte Menschen".

14:13 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Vivian Micks hat sich in den sonnigen Feierabend verabschiedet. Bis in den späten Abend werde ich Sie im "Tag" mit Nachrichten versorgen. Mein Name ist Hedviga Nyarsik und bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail unter hedviga.nyarsik[at]nama.de.

13:49 Uhr

Mann versteckt 340.000 Euro in SUV unter Sitzpolster

Ein 27-jähriger Autofahrer hat versucht sich einer Polizeikontrolle zu entziehen, um eine hohe Summe Bargeld zu verbergen. In der Düsseldorfer Altstadt ist er den Beamten wegen eines Verkehrsverstoßes aufgefallen. Statt anzuhalten, versuchte der Fahrer zu fliehen – gab beim Anblick gezogener Polizeipistolen dann aber auf und stoppte seinen Gelände-SUV. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Bei der Durchsuchung des Geländewagens entdeckten die Polizisten dann das geheime Geldversteck: In zwei Stoffbeuteln unter den Polstern der Rücksitzbank lagen gut 340.000 Euro verpackt. Auch am Körper trug der 27-Jährige Geld bei sich. Insgesamt fanden die Beamten 345.550 Euro fanden. Woher das Geld kommt, sollen Ermittlungen klären.

13:11 Uhr

Vogel fliegt gegen Helm von Motorradfahrer - schwer verletzt

Ein Motorradfahrer ist im Emsland mitten bei der Fahrt mit einem Vogel zusammengestoßen. Der 26-Jährige Fahrer war mit seinem Fahrzeug am Samstagabend bei Lünne unterwegs, als ein Vogel direkt gegen seinen Helm flog. Der Fahrer kam daraufhin in einer Linkskurve von der Straße ab und rammte ein Verkehrsschild. Er musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus geliefert werden.

12:27 Uhr

Lauenau hat wieder Wasser - für den Moment

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Am Feuerwehrhaus wurden Behälter mit Brauchwasser etwa für die Toilettenspülung aufgestellt, das sich die Bürger abholen konnten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als die Einwohner der niedersächsischen Gemeinde Lauenau gestern den Hahn in ihrer Wohnung aufdrehten, kam - gar nichts. Die Wasserversorgung der Kleinstadt war nach den warmen und trockenen Tagen zusammengebrochen. Jetzt können die Bürger erst mal wieder aufatmen: Das Wasser aus dem Hahn läuft wieder. Zumindest noch. Die Lage sei im Moment beherrschbar, für den Nachmittag würden allerdings wieder Verbrauchsspitzen erwartet, sagte Bürgermeister Georg Hudalla. Über Nacht habe sich der Speicher wieder etwas aufgefüllt - wenn auch "nicht in dem Maße wie erhofft". Die Menschen in Lauenau haben auf die Wasserknappheit am Samstagnachmittag bereits reagiert und ihr Verhalten geändert, der Verbrauch sei um zwei Drittel gesunken. Auslöser für die Wasserknappheit sind das Coronavirus und die Hitze. In der Corona-Pandemie seien die Menschen überwiegend daheim geblieben, statt in den Urlaub zu fahren, daher sei der private Wasserverbrauch stark gestiegen. In Lauenau leben knapp 4000 Menschen.

12:08 Uhr

Explosion in Beirut hinterlässt 43 Meter tiefen Krater

Spenden für Beirut

Bereits vor der Explosion litt die Hälfte der Bevölkerung in Beirut Hunger und lebte unterhalb der Armutsgrenze. Die Stiftung RTL will helfen: Unsere Partner CARE Deutschland e.V. und I.S.A.R. Germany e.V. kümmern sich um die Versorgung von Verletzten und um Notunterkünfte für die unzähligen Obdachlosen, aber auch um langfristige Hilfe für Kinder und Familien, die vor dem Nichts stehen. Sie können uns ganz einfach mit 10 Euro unterstützen.

Schicken Sie eine SMS mit dem Wort BEIRUT an die 44 8 44.

Oder spenden Sie per Überweisung:

Stichwort: Beirut
Empfänger: Stiftung RTL
Konto: DE55 370 605 905 605 605 605
Sparda-Bank West

Die libanesische Hauptstadt Beirut gleicht einem Trümmerhaufen. Die Explosion von 2750 Tonnen Ammoniumnitrat im Hafen hatte eine solche Wucht, dass sie einen 43 Meter tiefen Krater in den Boden riss. Das sagte ein Sicherheitsvertreter unter Berufung auf französische Experten, die derzeit den Unglücksort untersuchen. Noch immer werden 21 Menschen vermisst, 158 wurden getötet. Mehr als 6000 Menschen wurden bei den insgesamt zwei Explosionen am Dienstag verletzt und Hunderttausende obdachlos.

SOS-Kinderdörfer weltweit starten Nothilfen für Kinder und Familien, die durch die Zerstörung in Beirut in schwere Not geraten sind. Die Versorgung und Betreuung von Kindern ohne elterliche Fürsorge beziehungsweise von Kindern, die von ihren Eltern getrennt wurden, steht an erster Stelle. Darüber hinaus brauchen gerade Familien, die ihr Zuhause verloren haben, Hilfe. Die Organisation ruft deshalb zu Spenden aus Deutschland auf. Auch über die RTL-Stiftung können Sie den Menschen und Familien in Beirut mit einer Spende helfen.

11:34 Uhr

Neunjährige Chemieexpertin bricht Weltrekord von Professorin

Mit einer beeindruckenden Leistung hat ein neunjähriges Mädchen aus Pakistan einen Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde geschafft und ist zu einer Berühmtheit in dem Land geworden. In nur 2 Minuten und 24 Sekunden ordnete die Schülerin Natalia Najam unter Zeitdruck die chemischen Elemente des Periodensystems an und war damit sieben Sekunden schneller als die bisherige Rekordhalterin, eine indische Professorin. "Das wirkt wie ein Traum. Ich bin sehr, sehr glücklich und begeistert", sagte die Neunjährige der Deutschen Presse-Agentur. Inspiriert worden sei sie von Malala Yousafzai, die 2014 als bislang jüngste Preisträgerin überhaupt den Friedensnobelpreis erhielt.

*Datenschutz

10:49 Uhr

Wildparker behindern Lebensretter - 17-Jähriger tot

Badeunfälle machen traurig und dieser hier macht besonders wütend. Rettungskräfte wurden bei einem Einsatz zwischen Groß Rohrheim und Biblis (Landkreis Bergstraße) erheblich dabei behindert, einen 17-jährigen Nichtschwimmer aus einem Baggersee zu retten. Der Junge sei wegen des steil abfallenden Ufers in Not geraten. Sein Begleiter, ebenfalls Nichtschwimmer, habe sofort die Rettungsleitstelle der Polizei alarmiert, die eine Suche mit Feuerwehr, DLRG und Polizeistreifen einleitete - doch jede Hilfe kam zu spät. Der 17-Jährige konnte nur noch tot aus dem See geborgen werden. Die DLRG gab später auf seiner Facebook-Seite bekannt, dass die Rettungsarbeiten durch "unzählige Personen und Fahrzeugen behindert wurden". Ein "Durchkommen für unsere Fahrzeuge war kaum möglich", heißt es in dem Post weiter. Das beziehe sich vor allem auf parkende Badegäste, obwohl es an dem See ein "absolutes Badeverbot gibt".

10:13 Uhr

Tausende protestieren gegen Festnahme von LGBT-Aktivistin in Polen

Homophobie ist in Polen noch immer stark verbreitet. Die Festnahme einer LGBT-Aktivistin hat am Wochenende Tausende Menschen in Warschau auf die Straße getrieben, um zu protestieren. Dutzende hatten am Freitag versucht, die Polizei an der Festnahme der Aktivistin zu hindern. Sie versperrten dem Polizeiauto mit der Festgenommenen den Weg, einige sprangen nach Polizeiangaben dabei auch auf den Wagen. Die Beamten konnten den Weg schlussendlich aber freimachen. Rund 50 Demonstranten wurden am Freitagabend festgenommen. Ein Gericht hatte zuvor eine zweimonatige Untersuchungshaft gegen die Frau verhängt. Sie wird beschuldigt, im Juni in Warschau einen Lieferwagen mit homophoben Sprüchen beschädigt zu haben. Außerdem soll sie die Besitzerin des Wagens, die als Freiwillige für eine Anti-Abtreibungs-Stiftung tätig ist, geschubst haben.

09:37 Uhr

Kabarettist führt Corona-"Querdenker"-Demonstranten vor

Der Kabarettist Florian Schroeder hat auf der "Querdenken"-Demo in Stuttgart den Ärger der Demonstranten auf sich gezogen. Schroeder kam nach eigenen Angaben am Samstag auf die Bühne, um "die Grenzen ihrer Meinungsfreiheit" auszutesten. Für seine ersten Äußerungen bekam er noch Applaus, wie ein Video zeigt, das Schroeder in seinem eigenen Youtube-Kanal verbreitete: "Man hat mir gesagt, hier in Stuttgart ist die Freiheit." Doch recht schnell nimmt die Begeisterung des Publikums ab. Schroeder fragt, ob wir "in einer Corona-Dikatatur" leben. Nach einem vielstimmigen "Ja" aus der Menge argumentiert der Kabarettist dagegen: "Wenn wir irgendeine Form von Diktatur hätten, dann dürftet Ihr euch hier gar nicht versammeln, dann dürftet Ihr hier gar nicht stehen."

Auch auf die Frage: "Wollt Ihr die totale Meinungsfreiheit?" ist von den Zuhörern ein lautes "Ja" zu hören. Anschließend sagt Schroeder: "Ich bin der Auffassung, dass Corona eine hochgefährliche, ansteckende Krankheit ist, und ich bin der Überzeugung, dass Maskentragen und Abstand halten das Wichtigste und Beste ist, was wir in diesen Tagen tun können." Dafür erntet er Buhrufe und schiebt hinterher: "Wenn Ihr für Meinungsfreiheit seid, müsst Ihr meine Meinung aushalten."

09:12 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:00 Uhr

Verliebte Rehe machen bei Liebesspiel Straßen unsicher

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Die Tragezeit bei Rehen ist in etwa so lang wie bei Menschen: 40 Wochen nach der Paarung werden die Rehkitze geboren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Aufgepasst, liebe Autofahrer: Die heißen Temperaturen bringen Rehe derzeit wohl ordentlich in Wallung. Tierschützer warnen deshalb vor liebestollen Rehen im Straßenverkehr. "Verliebte Rehe sind hormongesteuert und geraten bei ihrem Liebesspiel mit dem Verkehr in Konflikt", sagte Eva Goris von der Deutschen Wildtier Stiftung. Gerade an schwülen Sommertagen vergessen Rehe jede Vorsicht und folgen nur noch blind ihren Trieben. Nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung ist keine andere Schalenwildart derart häufig in Wildunfälle verwickelt: Jedes Jahr verenden mehr als 200.000 Rehe bundesweit im Straßenverkehr. Die Dunkelziffer sei hoch. Abseits der Straßen können Naturfreunde die Brunft der Rehe jedoch genießen. "Die Böcke sind derzeit fleißig dabei, ihr Revier zu markieren", sagte der Tierarzt und Wildbiologe Moritz Franz-Gerstein. Dafür verteilt der Bock ein Sekret aus einer Duftdrüse an seiner Stirn an Sträuchern und Zweigen. "In diesem Rausch lassen sie sich von ein paar Spaziergängern nicht stören."

08:43 Uhr

Ratsversammlung in Afghanistan stimmt Freilassung 400 gefährlicher Taliban zu

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Rund 3400 politische und religiöse Vertreter der Gesellschaft, darunter 700 Frauen, diskutierten die Freilassung seit Freitag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Freilassung von 400 als besonders gefährlich eingestuften Taliban-Gefangenen galt als letzte Hürde vor innerafghanischen Friedensgesprächen. Die große Ratsversammlung in Afghanistan hat die umstrittenen Freilassung inhaftierter Taliban empfohlen. Darauf verständigten sich die Delegierten der Abschlusserklärung. In 50 Gremien erarbeiteten die Delegierten einen Beschluss, der zudem einen bedingungslosen Waffenstillstand fordert. Präsident Ghani hatte am Freitag gesagt, dass die Friedensgespräche bereits nach drei Tagen beginnen würden, sollte es zu einer Einigung kommen.

08:06 Uhr

Kanufahrer versuchen Frau aus Rhein zu retten - vergebens

Eine 27 Jahre alte Frau wird seit dem gestrigen Samstag bei Köln-Rodenkirchen vermisst. Sie stand laut Polizei mit einer 29-Jährigen zwischen zwei Buhnen im Rhein, als beide Frauen womöglich das Gleichgewicht verloren und in den Fluss fielen. Eine Kanubesatzung habe vergeblich versucht, sie zu retten. Polizei und Feuerwehr suchten mit Booten, einem Rettungshubschrauber und Tauchern nach ihnen. Die 29-Jährige konnte schließlich leicht verletzt aus dem Rhein geborgen werden. Die Suche nach der zweiten Frau wurde mit Einbruch der Dunkelheit eingestellt, soll aber am heutigen Sonntag fortgesetzt werden.

07:33 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ein neuer, heißer Tag bricht an. Das Thermometer knackt im Westen erneut die 38-Grad-Marke und der Ansturm auf Seen und Strände ist groß. Badestellen mussten an einigen Orten am gestrigen Samstag schließen, weil der Andrang zu groß wurde. Einige Menschen weichen deshalb auf Flüsse aus - was laut der DLRG in Rheinland-Pfalz gefährlich werden kann: "Die Hitze verleitet die Menschen dazu, sich in den Gewässern abkühlen zu wollen. Dabei unterschätzen sie die Gefahren." Einige Flüsse wie der Rhein oder die Mosel seien nicht zum Baden geeignet. Auch gestern kam es wieder zu mehreren Badeunfällen mit Toten. Passen Sie deshalb gut auf sich und ihre Mitmenschen auf und werden Sie nicht übermütig.

Was heute sonst noch ansteht:

  • Nach Explosion in Beirut: Um 14 Uhr findet eine Internationale Hilfskonferenz per Videoschalte statt. Mit dabei sind unter anderen Frankreichs Präsident Macron, US-Präsident Trump und der britische Premier Johnson. Deutschland ist ebenfalls vertreten.
  • In Belarus stellt sich Staatschef Alexander Lukaschenko zur Wiederwahl für seine sechste Amtszeit. 26 Jahre führte er Weißrussland mit harter Hand. Insgesamt wurden sieben Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen und fünf Bewerber zugelassen.
  • In Dortmund demonstrieren heute rund 1500 Teilnehmer gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. Die Demonstration der Organisation "Querdenken-231" hat den Protest unter dem Motto "Festival für Frieden & Freiheit - Wahrung unserer Grundrechte" angemeldet.

Heute ist es genau ein Jahr her, dass Jeffrey Epstein tot in seiner Gefängniszelle in New York gefunden wurde. Der Missbrauchsskandal um Elite und Promis ist damit aber noch lange nicht zu Ende. Bis der Prozess beginnt, dauert es aber nochmal etwa ein Jahr. Seine Komplizin Ghislaine Maxwell, die nun ebenfalls in einem Gefängnis in New York sitzt, wartet dort wie einst Epstein selbst auf ihren Prozessbeginn.

Mein Name ist Vivian Micks und ich begleite Sie heute durch die erste Hälfte des Tages. Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir eine E-Mail an vivian.micks[at]nachrichtenmanufaktur.de. Trinken Sie viel und kommen Sie gut durch den Tag. Los geht's!

06:57 Uhr

Frau beim Geldabheben in Bankfiliale ausgeraubt

Ein Unbekannter bedroht eine Frau beim Geldabheben und raubt sie anschließend aus. Dieser Fall hat sich am gestrigen Samstagnachmittag in Michelstadt im Odenwaldkreis zugetragen. Die 59-Jährige war gerade dabei, im Vorraum einer Bankfiliale an einem Automaten Bargeld abzuheben, als sie laut Polizei der Mann mit einem Messer bedrohte. Der Räuber forderte das Geld, das die Frau gerade abgehoben hatte: 500 Euro. Danach flüchtete der Räuber. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise auf den Täter geben können.

06:23 Uhr

Glitzerhandschuh von Michael Jackson kommt teuer unter den Hammer

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Dieser weiße Pailetten-Handschuh gehört nun einem echten Jackson-Fan.

(Foto: picture alliance/dpa)

So ein Kleidungsstück von Pop-Legende Michael Jackson ist sicher kein Schnäppchen. Ein weißer Pailletten-Handschuh des verstorbenen Sängers, den er 1984 während seiner "Victory"- Tour trug, ist für gut 112.000 Dollar (rund 95.000 Euro) versteigert worden, wie das US-Auktionshaus Heritage Auctions berichtet. Neben dem Glitzer-Handschuh des "King of Pop" kamen im Rahmen einer Versteigerung von Musik- und Entertainment Memorabilien Hunderte Gegenstände unter den Hammer. Knapp 119.000 Dollar zahlte ein Bieter für ein seltenes Konzertposter aus dem Jahr 1958, auf dem Rock'n'Roll-Größen wie Buddy Holly, Chuck Berry und Jerry Lee Lewis aufgeführt sind. Das bunte Plakat kündigt 16 Musiker und Bands für drei "Big Beat"-Konzerte in Madison (Wisconsin) mit Hits wie "Peggy Sue", "Great Balls of Fire" und "Sweet Little 16" an.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht