Sonntag, 01. August 2021Der Tag

Heute mit Clara Suchy und Sebastian Schneider
22:38 Uhr

Das war Sonntag, der 1. August 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

wer im Herbst noch nicht geimpft ist, kann offenbar mit mehr Einschränkungen rechnen als Geimpfte. Da könnte es schwieriger werden, eine Hotelübernachtung zu bekommen oder in ein Stadion zu betreten. Derweil missachteten zahlreiche Anhänger der "Querdenken"-Bewegung das Demo-Verbot in Berlin und zogen durch die Hauptstadt. Hunderte von ihnen wurden festgenommen. Derweil konnte Tennis-Ass Alexander Zverev ein historisches Gold bei den Olympischen Spielen in Tokio gewinnen.

Was heute sonst noch wichtig war:

Die verheerenden Waldbrände wüten weiter im Mittelmeerraum.

Seit heute müssen alle Einreisenden einen negativen Corona-Test vorweisen. Die Bundespolizei zieht erste Bilanz.

Der Streit des bayerischen Ministerpräsidenten Söder und seinem Vize Aiwanger geht in die nächste Runde.

Israel und Iran streiten über den Angriff auf einen Tanker bei dem zwei Menschen starben.

Ansonsten kann ich Ihnen noch die wirklich wunderbare Geschichte zweier Hochspringer in Tokio ans Herz legen. Beide scheiterten an der gleichen Höhe, also beschlossen sie, die Goldmedaille einfach zu teilen.

Kommen Sie gut in die neue Woche!

22:04 Uhr

Scholz zu Flut-Soforthilfe: "Wenn mehr nötig wird, wird es das geben"

Der Wiederaufbau nach der verheerenden Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz werde "in den nächsten Jahren Milliarden kosten", sagte Vizekanzler Olaf Scholz den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe". Gemeinsam mit den Ländern sei die Soforthilfe schnell auf den Weg gebracht worden. "Und wenn noch mehr Geld nötig wird, wird es das geben", sagte Scholz zu. Zudem regte der SPD-Kanzlerkandidat die Einrichtung eines Katastrophenfonds an. "Grundsätzlich muss sich unser Land auf solche Situationen für die Zukunft vorbereiten", sagte er. "Der Klimawandel ist menschengemacht und wir dürfen die, die davon am heftigsten betroffenen sind, jetzt nicht mit dem Folgen allein lassen. Sonst spaltet das unsere Gesellschaft. Ich schlage einen Vorsorgefonds vor, in den Bund und alle Länder gemeinsam organisieren."

Außerdem könne Scholz sich eine verpflichtende Elementarschadenversicherung vorstellen. "Die Frage ist, ob man diese Verpflichtung allen Bürgern auferlegen möchte. Das würde die Preise fürs Wohnen wieder teurer machen", sagte der Finanzminister den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe". "Diese Debatte müssen zunächst einmal die Länder führen. Wenn es eine Einigung gibt, wird der Bund dem sicher nicht entgegenstehen."

21:39 Uhr

Ohne Führerschein, keine Zulassung: Betrunkener flieht vor Polizeistreife

Ein 61-Jähriger ist in Westerstede im Landkreis Ammerland betrunken mit einem nicht zugelassenen Auto vor Polizisten geflohen und hat zwei weitere Wagen beschädigt.

Wie die Polizei mitteilt:

  • Streifenbeamten sei der Mann am Nachmittag aufgefallen, weil sie aus früheren Einsätzen unter anderem vom Vormittag wussten, dass er keinen Führerschein habe und bereits unter Alkoholeinfluss gefahren sei, schrieb die Polizei in einer Mitteilung.
  • Als der Fahrer den Streifenwagen bemerkt habe, sei er davongefahren. Die Einsatzkräfte verfolgten ihn und konnten ihn stellen - aber nicht aus dem Wagen holen, weil die Tür verschlossen war.
  • Der 61-Jährige sei schnell weitergefahren und schließlich ungebremst frontal auf ein parkendes Auto geprallt. Dieser Wagen sei wiederum in einen weiteren Pkw geschoben worden.
  • Der Schaden an den drei Fahrzeugen wurde auf 15.000 Euro geschätzt. Der 61-Jährige sei am Unfallort aus dem Auto geholt worden.

Ein Vortest habe bei ihm einen Alkoholwert von 2,00 Promille ergeben - das Ergebnis einer Blutprobe stand zunächst noch aus. Der Mann wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Polizisten eines anderen Kommissariats nahmen den Unfall auf und stellten fest, dass der Pkw des Mannes nicht zugelassen und nicht versichert war

21:18 Uhr

Rossmann-Chef schlägt Sondersteuer für Onlinehandel vor

Besonders in der ersten Hochphase der Corona-Krise bekommen die Online-Riesen Amazon und Co. gewaltigen Zulauf. Darunter leidet besonders der stationäre Handel. Fußgängerzonen und Einkaufszentren bleiben leer. Um die Innenstädte vor der Verödung zu retten, hat Raoul Roßmann, geschäftsführender Gesellschafter der Drogeriekette Rossmann, einen drastischen Vorschlag: "Wir brauchen Hürden für den Onlinehandel, insbesondere für die ganz großen Player wie Amazon, wenn wir das Gut der Innenstädte schützen wollen", fordert er im Gespräch mit dem "Handelsblatt".

Das sei eine radikale Lösung, räumt er ein. "Aber es ist die einzige, die uns davor bewahrt, Milliarden in die Innenstädte zu pumpen, beispielsweise um künstlich Mieten zu reduzieren", sagt er. Mit Hürden für den Onlinehandel werde der Strukturwandel im Handel eine Zeit lang gebremst, sodass die stationären Händler mehr Zeit bekämen, sich auf die veränderten Bedingungen anzupassen.

21:14 Uhr

Die Videos des Tages

20:42 Uhr

Auch USA machen Iran für Angriff auf Tanker verantwortlich

Nach Israel und Großbritannien haben auch die USA den Iran für den Angriff auf den Tanker "M/T Mercer Street" verantwortlich gemacht. Die US-Regierung bespreche sich nun mit ihren Verbündeten, um eine "angemessene Antwort" auf den Angriff zu finden, warnte US-Außenminister Antony Blinken.

Nach Prüfung der Beweise gehe die US-Regierung davon aus, dass der Iran den Angriff am 29. Juli mithilfe von explodierenden Drohnen durchgeführt habe. Dabei waren ein Brite und ein Rumäne getötet worden. "Es gibt keine Rechtfertigung für diesen Angriff", betonte Blinken. Irans Handeln bedrohe die Freiheit der Seefahrt, den internationalen Handel und die Besatzung der Schiffe, erklärte der Minister. Zuvor hatte in London bereits Außenminister Dominic Raab erklärt, Großbritannien arbeite mit seinen Partnern an einer Reaktion auf den "inakzeptablen" Angriff. Der Iran hat Anschuldigungen aus Israel zurückgewiesen, für den Angriff verantwortlich zu sein. Das Schiff wird von der britischen Firma Zodiac Maritime verwaltet. Vorsitzender der Zodiac-Gruppe ist der israelische Geschäftsmann Ejal Ofer, der nach Medienberichten auch Anteile der Gruppe besitzt.

20:22 Uhr

Laschet besucht erneut Flut-Gebiete

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet besucht am morgigen Montag zwei schwer von der Hochwasserkatastrophe getroffene Gemeinden. Am Mittag wird der NRW-Regierungschef in Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis erwartet, wie die Staatskanzlei mitteilt.

Er wolle sich mit Betroffenen und freiwilligen Helfern austauschen. Zudem werde Laschet zu einer Schule gehen, an der er sich einen Eindruck von den Schäden machen wolle. Danach reist Laschet nach Schleiden im Kreis Euskirchen. Auf dem Programm stehen dort der Besuch einer Pappenfabrik und eines Kindergartens. Zudem wird der Ministerpräsident die Gedenkstätte Vogelsang besuchen und sich über das enorme Müllaufkommen nach der Unwetterkatastrophe informieren

19:43 Uhr

Partygast liefert sich Verfolgungsfahrt mit Polizei in geklautem Auto

Ein 19-Jähriger hat auf einer Hausparty in Kasbach-Ohlenberg ein Auto geklaut und ist anschließend vor der Polizei geflüchtet. Die Gastgeberin meldete der Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dass der befreundete Partygast den Wagen ihres Vaters gestohlen hätte, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Eine Streife habe den mutmaßlichen Täter wenig später in dem Wagen sichten können.

Auf Anhaltezeichen habe der Jugendliche aber nicht reagiert, sondern beschleunigte stattdessen das Fahrzeug, um der Kontrolle zu entkommen. Er fuhr demnach innerorts mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Die Polizei habe die Verfolgung kurze Zeit später "wegen unkalkulierbarer Risiken für die Allgemeinheit" abgebrochen. Der 19-Jährige sei weiter flüchtig. Die Ermittlungen dauerten an.

19:07 Uhr

Gekürt vom "Rolling Stone": Das ist das beste Musikvideo aller Zeiten

Was ist für Sie das beste Musikvideo aller Zeiten? Etwa das ikonische "Billie Jean"-Video von Michael Jackson? Zum 40. Jubiläum des Musikfernsehsenders MTV hat das US-Fachmagazin "Rolling Stone" abgestimmt.

Gewonnen hat die US-Musikerin Beyoncé, die mit ihrem Ende 2016 veröffentlichten Song "Formation" auf Platz eins landete. "Ich wollte zeigen - das sind Schwarze. Wir triumphieren, wir leiden, wir ertrinken, wir werden geschlagen, wir tanzen, wir essen und wir sind immer noch hier", erklärte Regisseurin Melina Matsoukas, die auch schon Videos für Stars wie Kylie Minogue oder Jennifer Lopez produziert hat, im Jahr 2017 "The New Yorker". Als Inspiration für den Clip dienten unter anderem Maya Angelou, Toni Morrison und Octavia Butler.

Auch der zweite Platz ging an Beyoncé und ihrem Klassiker "Single Ladies". Die weitere Top fünf belegten Johnny Cash mit "Hurt", Madonna mit "Vogue", US-Rapper Childish Gambino mit "This Is America" und New Order mit "The Perfect Kiss" ein. Jacksons "Billie Jean" landete übrigens auf Platz zehn.

18:30 Uhr

Die Schlagzeilen zum Abend

18:23 Uhr

Hilflose Urlauberin aus Ostsee geborgen - Retter waren zufällig da

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Das Wetter lud eigentlich nicht zum Schwimmen ein.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Eine Urlauberin aus Niedersachsen hatte Glück im Unglück: Eine Übung von Wasserrettern hat ihr in der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern vermutlich das Leben gerettet. Die 54-Jährige wurde bei Graal-Müritz von Rettern am Samstagabend bei stürmischem Wetter aus dem Wasser geholt, wie Andre Rieckhoff als Leiter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sagte. Die Touristin aus dem Kreis Nienburg/Weser war schwimmen gegangen und hatte sich an einem Buhnenkopf festgeklammert, wo sie wegen starker Strömungen nicht mehr weggekommen war.

"Wegen des starken Westwindes bis etwa Stärke sechs herrschte schon lange am Weststrand Badeverbot und unsere Mitglieder hatten eigentlich auch schon Feierabend", erklärte Rieckhoff. Da man die Übung aber verabredet hatte, sei man abends in der Nähe gewesen. Die ziemlich entkräftete und unterkühlte Frau kam in eine Klinik. Sie war aber nicht die Einzige, die die Strömungen bei starkem Wind unterschätzt und das Badeverbot ignoriert hatte: "Wir mussten tagsüber auch schon drei ziemlich entkräftete Kinder von den Buhnen aus der Ostsee bergen."

17:52 Uhr

Nordkorea warnt Südkorea vor Militärübung mit USA

Die einflussreiche Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Südkorea und die USA vor einer geplanten gemeinsamen Militärübung gewarnt. Die für August vorgesehene Übung könne die Beziehungen zwischen dem Norden und dem Süden weiter "trüben", sagte Kim Yo Jong den staatlichen Medien. "Ich betrachte dies als unerwünschten Auftakt, der den Willen der führenden Politiker ernsthaft untergräbt."

Seoul und Washington sind enge Verbündete: Die USA haben rund 28.500 Streitkräfte in Südkorea als Abschreckung vor dem mit Atomwaffen ausgerüsteten Nordkorea stationiert. Um die Gespräche über eine atomare Abrüstung mit Pjöngjang zu erleichtern, fuhren die beiden Länder ihre jährlichen gemeinsamen Militärübungen jedoch deutlich zurück.

Nord- und Südkorea hatten vor kurzem überraschend eine gegenseitige Annäherung beschlossen. Nach einer mehr als einjähriger Unterbrechung nahmen sie ihre offizielle Kommunikation wieder auf. Pjöngjang hatte im vergangenen Jahr sämtliche Kommunikationskanäle zu Südkorea gekappt und damit die Spannungen im Atomkonflikt noch verschärft.

17:09 Uhr

Frau stirbt nach Unfall mit Strommast - zwei Landkreise ohne Strom

Eine Autofahrerin ist in Bischoffen im Lahn-Dill-Kreis gegen einen Strommast gefahren und tödlich verletzt worden. Der Unfall löste einen Stromausfall in zwei Landkreisen aus. Die Frau kam am Morgen mit ihrem Auto rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen den Mast, der auf die Fahrbahn stürzte, wie die Polizei in Gießen mitteilte.

Sie sei bei dem Unfall schwer verletzt worden und wenig später in einer Klinik gestorben. Die 61 Jahre alte Fahrerin soll alleine im Auto gewesen sein, sagte ein Polizeisprecher. Hinweise auf weitere Unfallbeteiligte gebe es nicht. Die Unfallursache war zunächst nicht bekannt. Einen Stromausfall gab es nach Angaben der Polizei in den Landkreisen Lahn-Dill sowie Marburg-Biedenkopf. Es seien knapp 1600 Menschen betroffen gewesen. Zur Klärung des Unfallhergangs wurden die Staatsanwaltschaft und ein Gutachter eingeschaltet. Die Reparaturarbeiten an der Stromleitung laufen noch.

16:37 Uhr

Empörung in Israel: Zwei Synagogen mit Hakenkreuzen beschmiert

In Israel haben Hakenkreuz-Schmierereien an zwei Synagogen für Empörung gesorgt. Ministerpräsident Naftali Bennett verurteilte die Tat als "schwerwiegenden Akt des Hasses und der Aufwiegelung". Die Polizei leitete wegen der Schmierereien an zwei Synagogen in Bnei Brak nahe Tel Aviv Ermittlungen ein. Gemeindemitglieder hätten die Hakenkreuze am Samstagmorgen an zwei Türen des Gotteshauses entdeckt, sagte Rabbiner Asher Landau von der Young Israel Synagoge.

An den Türklinken waren laut Landau zudem Kondome angebracht worden. Auf dem Boden verstreut hätten Fotos einer 2015 von einem ultraorthodoxen Juden während einer Pride-Parade in Jerusalem ermordeten Jugendlichen gelegen. "Es ist ein schreckliches Gefühl. Ein Gefühl der Trauer", sagte Landau. Auch bei einer Synagoge in der Nachbarschaft seien Hakenkreuze und Fotos des Mädchens gefunden worden. In Bnei Brak lebt eine große ultraorthodoxe Gemeinde.

16:24 Uhr

Söder wünscht sich "mehr Power" von der Union

Auch wenn die Zusammenarbeit mit dem Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet gut laufe, findet CSU-Chef Markus Söder den bisherigen Wahlkampf "ein bisschen seltsam". Im ZDF-"Sommerinterview" bekräftigt Söder seine Forderung an die Unionsparteien im Wahlkampf: "mehr Tempo und mehr Power".

Dass die CDU/CSU in den Umfragen zunächst steil angestiegen sei, "das lag wohl an den Fehlern der Anderen", sagte Söder. Diese hätten geholfen, aber wie im Fußball sei es besser "auch nochmal selbst zu stürmen und offensiv zu werden". Dies "muss jetzt kommen", forderte der CSU-Chef weiter. Laschet sei sicher in der Lage, Deutschland zu regieren. Auch habe der CDU-Chef entgegen manchen Vorwürfen "Positionen, die bezieht er auch". Dies werde sicherlich auch "in den nächsten Wochen noch stärker werden".

Am bisherigen Wahlkampf kritisierte Söder, dass es bisher "fast nur um Nebensächlichkeiten" gehe, "um irgendwelche Bücher, um Lebensläufe, um Lacher, und fast nie um die entscheidenden Fragen". Auch hier wünsche er sich eine Änderung.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:01 Uhr

Youtube-Star Dagi Bee ist schwanger

Erfreuliche Nachrichten für Youtube-Star Dagi Bee und Eugen Kazakov: Beide werden zum ersten Mal Eltern. Das Paar gab auf Youtube bekannt, dass die 26-Jährige schwanger ist. In dem Video teilten beide private Whatsapp-Chatverläufe und Bilder und Videos aus ihrer Beziehung. Die beiden feierten erst 2018 ihre Hochzeit, ihre Fans warteten seitdem auf Nachwuchs. Auf Youtube hat sie fast vier Millionen Abonnenten, bei Instagram sind es über sechs Millionen Follower.

15:20 Uhr

Berliner CDU-Vizechef wirft Laschet "Rumgeeiere" vor

Der Vizechef der Berliner CDU fordert von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet eine stärkere inhaltliche Positionierung im Bundestagswahlkampf. "Laschet muss viel klarer sagen, was er vorhat, wie er es umsetzen und bezahlen will, damit jeder weiß: Was planen CDU und CSU zum Beispiel beim Klimaschutz, und was heißt das für den Einzelnen?", sagte der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Falko Liecke der "Welt". "Muss ich mehr für Benzin und Strom bezahlen? Kann ich mir mein Auto noch leisten? Wie komme ich in Zukunft zur Arbeit? Da brauchen wir kein Rumgeeiere, sondern klare Aussagen."

Liecke forderte: "Entscheidend ist jetzt, dass Laschet klare Kante zeigt und den Leuten ohne Umschweife sagt, wohin er unser Land führen will. Im Wischiwaschi, im Unklaren zu bleiben, hilft der Union genauso wenig wie das Dreschen von Phrasen." Der Christdemokrat sagte weiter: "Die Union muss der Bevölkerung mitteilen: Manche der Notwendigkeiten, die wir etwa beim Klimaschutz planen, werden teuer, aber wir kriegen das alle gemeinsam hin. Das wäre glaubwürdiger, als im Vagen zu bleiben, wie es Laschet leider zu oft noch tut."

14:49 Uhr

Vulkan Ätna während Waldbränden ausgebrochen

Mit Lava und Rauchschwaden hat der Vulkan Ätna auf der derzeit von Waldbränden heimgesuchten italienischen Insel Sizilien für ein Naturschauspiel gesorgt. Der Ausbruch begann am Samstagabend und zog sich bis in die Nacht zu Sonntag, wie das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) in Catania, am Fuße des Vulkans, mitteilte. Lava und Asche schossen aus dem Krater auf der Südost-Seite des mehr als 3300 Meter hohen Berges. Der Qualm stieg gemessen am Meeresspiegel bis zu fünf Kilometer in den Nachthimmel.

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Zusätzlich zu den Waldbränden bricht auf der Insel Sizilien nun auch der Ätna aus.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Derzeit ist der Osten Siziliens von schweren Waldbränden betroffen. Vor allem im Süden Catanias richteten die Feuer Schäden an Ferienanlagen am Strand, Wäldern und Häusern an. Manche davon führten Ermittler auf Brandstiftung zurück. Auf Sizilien herrschen derzeit Trockenheit, starke Winde und Temperaturen um 40 Grad Celsius. Aus anderen italienischen Regionen sollten am Sonntag Feuerwehrtrupps zur Unterstützung auf die Urlaubsinsel entsandt werden.

14:25 Uhr

Hilfsorganisationen retten mehr als 400 Menschen im Mittelmeer

Hilfsorganisationen retten mehr als 400 Migranten in Seenot auf dem Mittelmeer. "Die ganze Nacht waren wir zusammen mit Sea-Watch und ResQship mit der kritischen Rettung von rund 400 Menschen aus einem großen Holzboot beschäftigt, das voll Wasser lief", teilte die europäische Organisation SOS Méditerranée auf Twitter mit. Die Geretteten würden nun auf den Rettungsschiffen "Ocean Viking" und "Sea-Watch 3" betreut.

An Bord der "Ocean Viking", die von SOS Méditerranée betrieben wird, steigt die Zahl der Geretteten damit auf rund 450, da die Organisation bereits zuvor bei mehreren Rettungseinsätzen Migranten an Bord genommen hatte. Bei vier Rettungsaktionen werden demnach insgesamt 196 Migranten vor der libyschen Küste gerettet. Darunter waren laut der Organisation mindestens zwei Schwangere und 33 Minderjährige, davon 22 unbegleitet.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Clara Suchy sagt Tschüss, ab sofort übernehme ich den "Tag". Mein Name ist Sebastian Schneider, ich versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Und wünsche Ihnen einen wunderschönen Nachmittag! Los geht's!

13:58 Uhr

London würde der schottischen Unabhängigkeit nicht im Wege stehen

Könnte der Scexit bald Realität werden? Schottland hatte bereits 2014 ein Referendum über die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich abgehalten, bei dem 55,3 Prozent dagegen stimmten. Seit dem Brexit-Votum bereitet sich die schottische Regierung auf ein neues Referendum vor. Und zum ersten Mal deutet die Regierung des britischen Premierministers Boris Johnson an, dass sie sich einem neuen Referendum nicht in den Weg stellen wird. "Wenn es eindeutig einen klaren Willen für ein Referendum gibt, dann wird es eines geben", sagte Staatsminister Michael Gove der Zeitung "Sunday Mail".

"Im Prinzip kann das schottische Volk unter den richtigen Umständen diese Frage erneut stellen", sagte Gove, der selbst aus Schottland stammt. "Ich glaube einfach nicht, dass es richtig ist, und die Öffentlichkeit hält es im Moment nicht für richtig, diese Frage zu stellen."

13:38 Uhr

Alkoholisierte Radfahrerin stürzt in Baugrube

Eine abenteuerliche Fahrt nachhause: Eine alkoholisierte Radfahrerin stürzt in Drolshagen im Kreis Olpe in eine Baugrube. Die 20-Jährige zieht sich dabei schwere Verletzungen zu, wie die Polizei mitteilt.

An einer Baustelle fährt sie trotz vorhandener Absicherungen in eine etwa ein Meter tiefe Grube. Während der Unfallaufnahme fällt den Beamten dann die "deutliche Alkoholisierung" der jungen Frau auf. Rettungskräfte bringen sie in ein Krankenhaus.

13:26 Uhr

Bauindustrie: Wiederaufbau im Hochwassergebiet dauert bis zu drei Jahre

Die Bauarbeiten im Katastrophengebiet könnten sich über Jahre hinziehen. Der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Peter Hübner, ist jedoch optimistisch: Die Aufräumarbeiten gingen "unglaublich schnell voran, und ich bin optimistisch, dass wir den Wiederaufbau rasch anpacken", sagte Hübner dem Tagesspiegel. "In einem halben Jahr sollten die Menschen wieder einigermaßen normal im Ahrtal leben können, auch die wichtigsten Straßen dürften bis Ende des Jahres hergerichtet sein."

Doch bei manchen Brücken und auch Bahntrassen sei mehr Zeit erforderlich. "Zwei oder drei Jahre dürfte sich das hinziehen, das zeigen die Erfahrungen in anderen Hochwassergebieten."

Durch eine Verschiebung von Ressourcen werde es auch den stark ausgelasteten Bauunternehmen möglich, sich beim Wiederaufbau zu engagieren. "Wir schaffen das, indem wir größere Baustellen nach Absprache und im Einvernehmen mit den Auftraggebern für eine gewisse Zeit einstellen und dadurch Ressourcen frei bekommen für Arbeiten im Katastrophengebiet", sagte Hübner.

12:45 Uhr

Heidi Klum: Glamouröser Auftritt mit Tochter Leni in Italien

Heidi Klum stürmt gemeinsam mit Tochter Leni den roten Teppich bei einer Gala auf Capri, Italien. Mit ihren glamourösen Roben ziehen die beiden alle Blicke auf sich. Heidi Klum erscheint in einem silbernen, bodenlangen One-Shoulder-Kleid von Elie Saab. Dazu trägt das Topmodel ein paar zarte Metallic-Sandalen mit hohem Absatz.

Tochter Leni begeistert in einem goldenen Paillettenkleid von Versace. Ihre blonden Haare trägt sie glatt. Dazu wählt sie lediglich ein paar dezente Ohrstecker.

12:15 Uhr

Autofahrer flüchtet vor Polizeikontrolle und baut Unfall

Die Flucht eines 23-jährigen Autofahrers ohne Fahrerlaubnis vor der Polizei endet auf der Autobahn 29 bei Oldenburg in einem schweren Unfall. Wie die Polizei mitteilt:

  • Der Wagen fällt auf der A293 wegen stark überhöhter Geschwindigkeit auf.
  • Er sollte einer Zivilstreife folgen, begann kurz vor der Kontrolle jedoch die Flucht auf die A29 Richtung Wilhelmshaven.
  • Auf einer Abfahrt kommt das Auto nach Angaben der Polizei schließlich von der Fahrbahn ab und stößt zunächst mit einem Leitpfosten zusammen.
  • Dann streift es mehrere Bäume und kollidiert mit weiteren Bäumen, bevor es zum Stehen kommt, so die Polizei.
  • Zwei Bäume werden umgerissen und stürzen auf die Fahrbahn.
  • Beide Fahrzeuginsassen bleiben wohl unverletzt.

Nach Polizeiangaben hatte der 23-Jährige keine Fahrerlaubnis. An dem Auto sei ein Totalschaden entstanden.

11:47 Uhr

110 Tote nach Sturzflut in Afghanistan

Auch der Osten Afghanistans ist von einer Flutkatastrophe betroffen. Letzte Woche gingen die Behörden noch von 35 Toten aus. Nun ist die Zahl der Toten auf mindestens 113 angestiegen. Das teilte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde in Kabul, Abdul Samai Sarbi, mit.

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(Foto: picture alliance / AA)

Die Zahl der ums Leben gekommenen Menschen könne noch steigen, sagte Sarbi weiter. Es werde weiter nach Vermissten gesucht. Da das Gebiet des Unglücks von den militant-islamistischen Taliban kontrolliert werde und somit Regierungsvertreter keinen Zutritt hätten, habe man Teams des Roten Kreuzes entsandt. Der Katastrophenschutzbehörde in der Provinz seien zudem ausreichende Mittel zur Unterstützung der Opfer bereitgestellt worden. Allerdings ist unklar, wann diese in die betroffene Region gebracht werden können.

11:20 Uhr

Baerbock setzt auf sozial gerechten Weg zu mehr Klimaschutz

Grünen-Parteichefin Annalena Baerbock will soziale Gerechtigkeit mit Klimaschutz verbinden. "Wir haben einen sozial gerechten Weg zu einem klimaneutralen Industrieland aufgezeigt", sagte die Kanzlerkandidatin dem Berliner "Tagesspiegel" zu den Zielen ihrer Partei. In ihrem Klima-Sofortprogramm, das die Grünen am Dienstag vorstellen wollen, solle dies noch einmal zugespitzt werden.

Das Sofortprogramm "wird enthalten, was wir in den ersten Monaten einer neuen Bundesregierung anschieben wollen", sagte Baerbock. Dazu gehörten ein "schneller Kohleausstieg bis 2030" sowie bis dahin auch "ein Umstieg von Verbrennungsmotoren auf elektrifizierte Pkw".

Wichtig sei dafür der massive Ausbau der erneuerbaren Energien, betonte Baerbock. Dafür müssten die Ausschreibungsmengen für neue Anlagen verdreifacht werden. Die Grünen wollten "den Windausbau beschleunigen und jedes neue Dach von Firmen oder privaten Häusern für Solarenergie nutzen". Gegen die Klimakrise "gibt es keinen Impfstoff, da hilft nur Klimapolitik", sagte die Grünen-Chefin.

10:54 Uhr

Gegen Rechtsextremismus: Hunderte demonstrieren im sächsischen Zwönitz

Im sächsischen Zwönitz demonstrieren mehr als 260 Menschen unter dem Motto "Schicht im Schacht - Faschistische Normalisierung durchbrechen" gegen Rechtsextremismus.

Doch dann kommt es zu einer kleinen Gegendemonstration: Kleine Gruppen "augenscheinlich rechten Klientels" versuchten mehrmals, die Demonstration zu stören, wie die Polizei Sachsen mitteilte. Aus einer dieser Gruppen heraus habe ein Mann eine Glasflasche auf eine Beamtin geworfen, die leicht verletzt worden sei.

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(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest, der dabei Widerstand leistete, und leitete Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte gegen ihn ein. Ein anderer Störer habe eine Packung Eier auf einen Polizisten geworfen, dieser sei aber unverletzt geblieben.

10:28 Uhr

Erdbebenserie erschüttert griechische Vulkaninsel Nisyros

Griechenland hat nicht nur mit wütenden Waldbränden zu kämpfen, nun erschüttern mehrere Erdbeben die Region der Inselgruppe der Dodekanes im Südosten der Ägäis. Das heftigste hatte eine Stärke von 5,3. Das Zentrum des Bebens lag unterhalb des Meeresgrundes südwestlich der Vulkaninsel Nisyros, wie das Geodynamische Institut in Athen mitteilte.

Geologen können noch nicht sagen, ob diese Erdbebenserie mit dem aktiven Vulkan von Nisyros zusammenhängt. Die Erdstöße waren in der gesamten südlichen Ägäis, darunter auch auf Kreta und den Touristeninseln Rhodos und Kos, zu spüren. Es gab keine Meldungen zu Schäden oder Opfern, berichtete das griechische Staatsfernsehen.

09:58 Uhr

Kampf gegen Brände in Griechenland und der Türkei geht weiter

Seit Tagen wüten Waldbrände in der Türkei und in Griechenland. In den sozialen Netzwerken verbreiten sich Videos von Menschen, die sich vor den Bränden an den Stränden in Sicherheit bringen. Nun setzten tausende Feuerwehrleute in Griechenland und der Türkei den Kampf gegen die verheerenden Waldbrände fort.

Bei einem gewaltigen Feuer auf dem griechischen Peloponnes wurden nach einer vorläufigen Meldung des Zivilschutzes fünf Menschen verletzt und ein Dutzend Häuser zerstört. Binnen 24 Stunden brachen auf der Halbinsel demnach 56 Brände aus, von denen die meisten jedoch rasch unter Kontrolle gebracht werden konnten. In der Türkei stieg die Zahl der Todesopfer derweil nach der Entdeckung von zwei Leichen auf sechs.

Die griechischen Behörden riefen die Einwohner von vier Dörfern in der Nähe der Stadt Patras auf, sich in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben der Feuerwehr waren 145 Einsatzkräfte, 50 Lastwagen, sowie acht Löschflugzeuge bei den Löscharbeiten in der Region im Einsatz.

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(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Alle Krankenhäuser in Patras und der nahegelegenen Kleinstadt Egio wurden alarmiert, die Küstenwache wurde in Alarmbereitschaft versetzt, um vom Rauch beeinträchtigte Schwimmer zu retten. Die Autobahn und die Rio-Andirrio-Brücke zum Peloponnes wurde vorsorglich gesperrt.

In der Türkei wurden in der Ferienregion Bodrum mehrere Dörfer evakuiert, wie der Bürgermeister Ahmet Aras sagte. Die Menschen seien unter anderem mit Booten über das Meer in Sicherheit gebracht worden. Aus einem östlichen Vorort Bodrums seien auch 100 russische Touristen in Sicherheit gebracht worden, wie das russische Generalkonsulat in Antalya auf Facebook mitteilte.

09:30 Uhr

Mehrheit sieht Zusammenhang zwischen Klimawandel und Überschwemmungen

Nach den Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sieht mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung einen Zusammenhang zwischen der schweren Wetterkatastrophe und dem vom Menschen verursachten Klimawandel. Das ergibt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

  • 55 Prozent stimmen dieser Aussage zu.
  • 23 Prozent der Teilnehmer der Online-Umfrage sehen keinen Zusammenhang.
  • Etwa 22 Prozent sind sich nicht sicher, ob vom Menschen verursachte Veränderungen des Klimas die Ursache für die Überschwemmungen mit mehr als 180 Toten waren.
  • Die Frage, wer womöglich Schuld daran trägt, dass so viele Menschen ums Leben kamen, stellt sich nur jeder Zweite.
  • Auf die Frage "Wer ist, wenn überhaupt, hauptsächlich dafür verantwortlich, dass bei der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen so viele Menschen gestorben sind?" antwortet die Hälfte der Befragten: "Niemand, es war eine Naturkatastrophe".
  • 14 Prozent der Befragten trauen sich dazu kein Urteil zu.
  • Von denen, die eine Verantwortung bei staatlichen Stellen sehen, verweisen die meisten auf den Bund.

09:12 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:44 Uhr

Kollision von Auto und Motorrad: Drei Verletzte in Ratingen

Drei Menschen werden beim Zusammenstoß eines Motorrads und eines Autos in Ratingen verletzt - einer von ihnen schwer. Eine 33-jährige Autofahrerin kollidiert mit ihrem Fahrzeug im Bereich einer Kreuzung aus bislang ungeklärter Ursache mit der Maschine eines 39-jährigen Motorradfahrers und seiner 31-jährigen Beifahrerin, wie die Polizei mitteilte.

Die Autofahrerin war im Moment des Aufpralls dabei, mit ihrem Wagen nach links abzubiegen. Die Frau auf dem Motorrad wird bei dem Sturz so schwer verletzt, dass sie per Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wird. Der Biker selbst verletzt sich leicht. Die Autofahrerin erleidet einen leichten Schock.

08:20 Uhr

Baerbock äußert sich selbstkritisch zu Fehlern: "Das schmerzt mich sehr"

Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock äußert sich selbstkritisch zu ihren Fehlern im Bundestagswahlkampf. "Manches hat in den vergangenen Wochen gelitten, weil ich nicht alles richtig gemacht habe und das schmerzt mich sehr", sagte Baerbock dem "Tagesspiegel". Zu den Vorwürfen rund um ihr Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern", räumte sie ein: "Ich habe da an einigen Stellen nicht genau genug gearbeitet."

Die Kritik an ihren Fehlern im Wahlkampf lasse sie nicht kalt, betonte die Spitzenkandidatin. "Es gibt gute Tage und Tage, an denen man denkt, Mensch, hätte besser laufen können." Aus Angst vor weiteren Fehlern wolle sie sich aber nicht verstecken, betonte Baerbock: "Wir sind keine Roboter. Ich mache Politik als Mensch, aus der Lebenswirklichkeit der Menschen heraus. Und dabei möchte ich bleiben".

07:49 Uhr

Fußgänger bei Autounfall durch die Luft geschleudert

In Trier kommt es zu einem schrecklichen Vorfall: Ein Fußgänger wird von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, erfasst ein derzeit unbekannter Autofahrer den Fußgänger beim Überqueren einer Kreuzung auf der Ostallee mit seiner Fahrzeugfront. Dabei wird der Passant mehrere Meter durch die Luft geschleudert und lebensgefährlich verletzt. Der Autofahrer flieht vom Unfallort.

Er soll sich zuvor ab dem Bereich des Stadtbades ein Autorennen Richtung Ostallee mit einem weiteren Fahrzeug geliefert haben, wie die Polizei weiter mitteilte.

07:19 Uhr

Milliarden von Mark und Pfennig noch immer nicht umgetauscht

Vor fast 20 Jahren wurde der Euro in Deutschland eingeführt. Doch vielen Menschen fällt der Abschied offenbar immer noch schwer. Denn Mitte Juli waren Scheine im Wert von rund 5,77 Milliarden Mark (2,95 Mrd. Euro) und Münzen im Wert von etwa 6,61 Milliarden Mark noch nicht umgetauscht. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Markus Herbrand hervor.

In diesem Jahr ging demnach bis zum Stichtag 22. Juli D-Mark im Wert von insgesamt 16,2 Millionen Mark in den Filialen der Deutschen Bundesbank ein. Die größte Einzelsumme belief sich auf 711.355 Mark.

"Zu viele Bürger wissen nicht, dass sie die großen Summen an alten Münzen und Scheinen, die brach unter Matratzen und in alten Sparschweinen und Schubladen schlummern, noch immer in Euro umtauschen können", sagte FDP-Politiker Herbrand.

06:49 Uhr

17 Verletzte bei zwei Unfällen auf A31 in NRW

Insgesamt 17 Menschen werden auf der A31 bei Dorsten in Nordrhein-Westfalen bei zwei kurz hintereinander stattfindenden Unfällen verletzt:

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Münster teilt mit:

  • Beim ersten Unfall kommt ein Fahrzeug auf dem linken Fahrstreifen wegen eines geplatzten Reifens ins Schleudern.
  • Der Wagen kracht gegen die Leitplanke und driftet nach rechts über die Fahrbahn, wo er gegen ein zweites Auto stößt.
  • Hierbei werden drei Menschen schwer und fünf weitere leicht verletzt.

Der zweite Unfall ereignet sich eine halbe Stunde später:

  • Eine Autofahrerin versucht mit ihrem Wagen dem Rückstau auszuweichen, der sich aufgrund des vorherigen Unfalls gebildet hatte.
  • Dabei kommt sie mit ihrem Fahrzeug ins Schleudern und verliert die Kontrolle über den Pkw.
  • Der Wagen kracht in ein auf dem linken Fahrstreifen stehendes Auto, kippt auf die Seite, rutscht ein paar Meter über die Straße und kommt letztlich auf dem Dach liegend zum Stehen.
  • Bei diesem Unfall werden drei Personen schwer und sechs weitere leicht verletzt.
  • Alle Verletzten werden in Rettungswägen in Krankenhäuser gebracht.
06:27 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leser und Leserinnen,

die Folgen des Klimawandels sind in diesem Sommer besonders präsent. Während Grönlands Eis schneller als je zuvor schmilzt, müssen die Menschen in Griechenland und der Türkei an Stränden Schutz vor Waldbränden suchen.

In Deutschland stehen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ebenfalls vor schwierigen Wiederaufbauarbeiten. Die Hochwasserschäden zwingen Politiker dazu, über die Folgen künftiger Flutkatastrophen nachzudenken. SPD-Kanzlerkandidat Scholz hat sich jetzt offen für eine Pflichtversicherung und einen Vorsorgefonds gezeigt.

Und nun eine positive Nachricht: Ein Neuanfang steht auch für viele Familien in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an. Dort beginnt morgen das neue Schuljahr. Wir wünschen den Erstklässlern einen guten Start, viel Glück und viel Spaß!

Ich heiße Clara Suchy und begleite sie heute durch den Tag. Ich wünsche Ihnen nun einen guten Start in den Sonntag.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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