Sonntag, 06. Dezember 2020Der Tag

Heute mit Max Borowski und Friederike Zörner
22:52 Uhr

Das war der zweite Adventssonntag, der 6. Dezember 2020

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Immerhin zeigt dieses Bild keine echte Katastrophe, sondern nur eine Demonstration der Feuerwehr, was unter anderem noch so schlimmes passieren könnte, bevor 2020 endet.

(Foto: imago/Marius Schwarz)

Der Nikolaustag und mit ihm das Wochenende geht zu Ende. Die neue Arbeitswoche beginnt in wenigen Stunden. Vieles allerdings, was dringend zu Ende gehen, sollte bleibt uns leider erhalten: Trotz inzwischen mehr als 270 offiziell bestätigter Wahlleute für Joe Biden kämpft Donald Trump weiter gegen das Wahlergebnis in den USA. Die Corona-Epidemie in Deutschland ebbt nicht ab - die Einschränkungen unseres Alltags werden daher sogar teils noch verschärft. Und auch die Brexit-Verhandlungen werden uns kommende Woche - bei offenbar unverändertem Verhandlungsstand - weiter beschäftigen. Hoffen wir, dass wenigstens nicht noch weitere Katastrophen dazukommen! Bleiben Sie stark und gesund!

Hier sind noch einmal einige der wichtigsten Themen des Tages bei ntv.de.

22:23 Uhr

Pastor will mit Trump zusammen Georgias Gouverneur verprügeln

Ausgerechnet ein Pastor aus Georgia findet, dass Trumps Methoden beim Kampf um die Macht noch nicht rabiat genug sind. "Der Präsident muss heute nach Georgia kommen, Gouverneur Kemps Tür eintreten, ihn ein bisschen verprügeln und dazu bringen, legale Stimmen neu auszuzählen", twitterte der Prediger Darrell Scott. Er selbst werde Trump begleiten.

Scott, der 200.000 Follower bei Twitter hat, ist ein bekannter Unterstützer Trumps. Georgias Gouverneur Kemp, selbst ein konservativer Republikaner ist seit Wochen eine der bevorzugten Zielscheiben des abgewählten Präsidenten, da er sich weigert Trumps Wunsch nach einer Sabotage des Wahlergebnisses nachzukommen.

21:55 Uhr

New York Times: Pornhub zeigt Vergewaltigungen und Kinderpornos


Nach Recherchen des "New York Times" Journalisten Nicholas Kristof werden auf der Seite Pornhub.com Videos von Minderjährigen und Vergewaltigungen verbreitet. Die Vorkehrungen des Betreibers solche illegalen Inhalte zu filtern und zu blockieren reichten nicht aus. Zwar hat Pornhub die Vorwürfe, die es auch schon in der Vergangenheit gab, zurückgewiesen. Doch dem Mutterunternehmen MindGeek drohen jetzt Konsequenzen. Nach Aufrufen unter anderem des bekannten Investors Bill Ackman erwägt unter anderem das Kreditkartenunternehmen Mastercard, Geschäfte mit MindGeek und Pornhub zu stoppen.

21:23 Uhr

Republikaner in Angst - Trump fordert Namen von Kritikern

Die Washington Post hatte mit einer Umfrage unter allen republikanischen Abgeordneten in beiden Kongresskammern Aufsehen erregt, in der es um den Wahlausgang ging. Nur 27 der Befragten gaben an, Bidens Sieg anzuerkennen. Zwei sagten, sie würden Biden niemals anerkennen. Die große Mehrheit der 249 Republikaner im Kongress wich der Frage aus und wollte sich nicht festlegen.

Allein dass 27 Abgeordnete (in einer ersten Version des "Washington Post-Berichts" war von 25 die Rede) sich mit der Realität abgefunden haben, statt seinen Kampf dagegen zu unterstützen, hat Trump aufgeregt. Per Twitter forderte er, die Namen dieser "RINO" (Republikaner nur dem Namen nach/Republicans in name only). Was diesen dann drohe, schrieb Trump nicht. Tatsächlich äußerten sich in den vergangenen Wochen alleridings viele Republikaner anonym gegenüber US-Medien und berichteten, dass sie aus Sorge vor Trumps immer noch großem Einfluss in der Partei, sich nicht offen äußern könnten. Republikanischer Verantwortliche für die Wahlen in umkämpften Bundesstaaten berichteten sogar über Drohungen, nachdem sie öffentlich von Trump beschimpft worden waren.

20:40 Uhr

Zalando-Boss kündigt - für Karriere seiner Frau

Zalando
Zalando 97,04

In Deutschland hat es immer noch Seltenheitswert, wenn ein Mann beruflich kürzertritt und seiner Frau karrieremäßig den Vortritt lässt. Aus genau diesem Grund hat der Co-Chef des Online-Modehändlers jetzt gekündigt. "Nach mehr als elf einmaligen Jahren, in denen Zalando für mich Priorität hatte, möchte ich meinem Leben eine neue Richtung geben", teilte Rubin Ritter überraschend mit.

Bis zur Hauptversammlung im kommenden Jahr, deren Zeitpunkt noch nicht feststeht, will Ritter neben den beiden Firmengründern Robert Gentz und David Schneider weiter Europas Branchenprimus leiten. Danach wolle er sich mehr seiner wachsenden Familie widmen, sagte der 1982 geborene Ritter: "Meine Frau und ich sind uns einig, dass in den kommenden Jahren ihr Beruf Priorität haben soll." Er selbst wolle sich nun "mehr meiner wachsenden Familie widmen".

Welchen Beruf Ritters Ehefrau ausübt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

20:17 Uhr

Nach langem Streit: China und Nepal einigen sich über Höhe des Mount Everest

Der Mount Everest ist der höchste Berg der Welt. Das ist unbestritten. Darüber, wie hoch der Berg an der Grenze zwischen China und Nepal genau ist, streiten sich jedoch die Geografen der beiden Länder. China beziffert die Höhe auf 8844 Meter, Nepal auf 8848. Nach aufwendigen Untersuchungen wollen die Länder den Streit beilegen und sich nun auf eine gemeinsame, offizielle Höhe einigen. Diese soll, so kündigte der zuständige nepalesische Experte Susheel Dangol an, am Dienstag verkündet werden.

19:57 Uhr

Erben von Kinderbuchautor entschuldigen sich für Antisemitismus

Seine Bücher wie "Charlie und die Schokoladenfabrik", "Sophiechen und der Riese" und "Matilda" gehören zu den großen Klassikern der Kinderliteratur. Doch über diesen Werken liegt ein Schatten: der offene Antisemitismus ihres Autors, Roald Dahl.

Dessen Familie hat sich nun, drei Jahrzehnte nach Dahls Tod, für dessen antisemitischen Äußerungen entschuldigt. Sie bat um Entschuldigung "für den fortwährenden und verständlichen Schmerz", die einige von Dahls Äußerungen 1983 verursacht hätten, schrieb die Familie in einer Erklärung. Die Äußerungen stünden "im deutlichen Kontrast" zu dem Mann, den sie kannten. Zudem hätten seine Kommentare gegen die Werte verstoßen, die den Kern von Dahls Geschichten bildeten. "Wir hoffen, dass Roald Dahl, so wie er es in seinen besten Zeiten und seinen schlimmsten Zeiten getan hat, dazu beitragen kann, uns an die bleibende Wirkung von Worten zu erinnern", erklärte die Familie.

Dahl starb 1990 im Alter von 74 Jahren. Seine beleidigenden, antisemitischen Kommentare, die er 1983 in einem Interview mit dem Magazin "New Statesman" machte, werfen bis heute einen Schatten auf sein Vermächtnis. Dahls Antisemitismus ist unbestritten, er hatte sich selbst einmal als antisemitisch bezeichnet. Seine Erben werden seit Jahren dafür kritisiert, dies nie verurteilt zu haben.

19:19 Uhr

Trotz Trumps Tiraden: Biden-Sieg nun offiziell

Für Kalifornien war es nur eine Formalie: Der demokratisch dominierte Bundesstaat hat den Wahlsieg von Joe Biden nominiert. Damit hat diese nun ganz offiziell 279 Wahlleute sicher. Das sind schon mehr als die für die Mehrheit im Wahlgremium nötigen 270. Und weitere werden wohl trotz aller Versuche Trumps, das zu verhindern, dazukommen. Bisher - und das hatten die Republikaner und Trump immer wieder betont - war Bidens Sieg formal gesehen noch nicht offiziell bestätigt.

18:27 Uhr

"Goodbye Deutschland"-Auswanderer in Griechenland verstorben

Vor sieben Jahren wanderte Michael Mayer nach Griechenland aus. Mit dabei vor den Fernsehbildschirmen war eine große Fangemeinde von "Goodbye Deutschland".

Wie der Sender Vox auf dem Instagram-Kanal der Sendung "Goodbye Deutschland" starb Mayer mit 58 Jahren am Freitag auf der griechischen Insel Korfu, wo er mit seinem Partner lebte und das Guesthouse Villa Micha Sonnenschein betrieb.

17:55 Uhr

Geldwäschevorwurf: Spaniens Ex-König erklärt seine Finanzsituation

Lange galt er als populärer Landesvater. Doch inzwischen macht Spaniens früherer König Juan Carlos fast nur noch mit Skandalen und Ermittlungsverfahren Schlagzeilen und lebt aus Angst vor der heimischen Justiz im Exil. Einem Medienbericht zufolge hat er den spanischen Steuerbehörden jetzt im Zusammenhang mit einer laufenden Anti-Korruptionsermittlung eine freiwillige Erklärung abgegeben. Die Erklärung sei von seinem Anwalt eingereicht worden und solle Klarheit über seine Finanzsituation schaffen, berichtete die Zeitung "El Pais". Nach Behördenangaben wollen Ermittler die Kreditkartennutzung des abgedankten Königs überprüfen.

Demnach werde geprüft, ob der ehemalige König Karten benutzte, die mit Konten verbunden waren, die nicht auf seinen Namen registriert waren - was ein mögliches Geldwäschedelikt darstellen könnte. Sollten die Anschuldigungen sich als wahr erweisen, könnte Juan Carlos wegen Geldwäsche angeklagt werden. Gegen den 82-Jährigen laufen bereits zwei weitere Ermittlungsverfahren wegen Korruptionsverdachts.

17:30 Uhr

Polens Botschafter entfacht Reparationsdebatte neu

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"Natürlich schön und wichtig", findet auch der Botschafter Brandts berühmte Geste. Der ihr Sinn "verblasst", wenn keine "harte Arbeit" folge.

Vor 50 Jahren fiel Willy Brandt am Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos auf die Knie. Das Bild dieses Kniefalls von Warschau wurde zum Symbol für die deutsch-polnische Aussöhnung.

Polens Botschafter Andrzej Przylebski drängt anlässlich dieses Jahrestags darauf, über deutsche Reparationszahlungen für Kriegsschäden zu diskutieren. "Die Diskussion über mögliche Reparationen hat eigentlich noch nicht begonnen. Es ist leider ein Problem in unseren Beziehungen", sagte Przylebski dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Gesten wie der Kniefall Brandts seien "natürlich schön und wichtig", sagte der Botschafter dem RND. "Aber wenn ihnen keine harte organische Arbeit auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen folgt, verblasst ihr Sinn ein wenig."

17:00 Uhr

Schlagzeilen am Abend

16:54 Uhr

Jogger rettet Kind in Halle aus eiskaltem Fluss

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Die Saale bei Halle

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ein Jogger hat mit Unterstützung eines weiteren Mannes eine als vermisst gemeldete Sechsjährige aus der eiskalten Saale in Halle gerettet.

Der 45 Jahre alte Läufer war durch Hilferufe auf das Mädchen aufmerksam geworden und sprang in den Fluss, um das Kind herauszuholen, teilte die Polizei mit. Die Sechsjährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, ihr Gesundheitszustand wurde als stabil beschrieben. Die Eltern der Sechsjährigen hatten ihr Kind kurz vor dem Vorfall als vermisst gemeldet.

16:49 Uhr

Bombe in Frankfurt erfolgreich entschärft

Entwarnung in Frankfurt: Die 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe ist entschärft. Der Kampfmittelräumdienst habe Erfolg gehabt, schrieb die Frankfurter Feuerwehr bei Twitter. "Die Absperrungen zum Gefahrenbereich werden aufgehoben."

16:10 Uhr

"Big Win!" Trumps Team feiert Gerichtsentscheidung

Mehr als 40 Prozesse, die das Wahlergebnis kippen sollten, haben Trump und sein Team schon verloren. Da wird jede Entscheidung eines Richters, der eine Klage nicht gleich komplett abweist, zu einem "großen Sieg". Als solchen verkündete Trumps Anwalt Rudy Giuliani, die Entscheidung eines Richters in Michigan, eine Überprüfung von zwölf Wahlmaschinen in einem ländlichen Bezirk zuzulassen. Trumps Team ist sich sicher, dass sie nun die angebliche Verschwörung von unter anderem den Demokraten, China, Iran, Venezuela und dem Wahlmaschinenhersteller Dominion gegen den Präsidenten beweisen können. Innerhalb von zwei Tagen soll das Ergebnis der Untersuchung vorliegen.

Formell geht es bei dem Verfahren in Antrim County gar nicht um die Präsidentschaftswahl, sondern um eine zeitgleich stattfindende Abstimmung zur Legalisierung von Marihuana.

15:23 Uhr

Bombenentschärfung in Frankfurt – Tausende Wohnungen evakuiert

In Frankfurt am Main hat die Entschärfung einer 500 Kilogramm schweren Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Der Gefahrenbereich sei komplett geräumt worden, die Straßen seien gesperrt, erklärte die Feuerwehr. Nach der abschließenden Kontrolle des evakuierten Gebiets beginne der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung.

Rund 12.800 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Im betroffenen Gebiet im Stadtteil Gallus liegen mehrere Altenheime, Fernwärmeleitungen, Internetknotenpunkte, Umspannanlagen und zentrale Einrichtungen der Deutschen Bahn.

Wie lange die Entschärfung dauert, war zunächst nicht abzusehen.

15:04 Uhr

Fast 80-jähriger Weltstar mischt Twitter auf

Manchmal beschleicht mich das Gefühl, für die sogenannten Sozialen (oft aber einfach albernen oder gar aggressiven) Medien einfach zu alt zu sein. Sängerin Dionne Warwick belehrt mich mit ihren fast 80 Jahren eines besseren.

Mit Hits wie "Walk On By" wurde die US-Amerikanerin vor Jahrzehnten schon weltberühmt. Nun wird sie auch einer viel jüngeren Generation immer mehr ein Begriff, denn Warwick begeistert mit ihrem Humor auf Twitter Zehntausende.

Innerhalb weniger Tage hat Warwick ihre Fangemeinde auf dem Kurznachrichtendienst nahezu verdoppelt. Dabei half ihr sicherlich auch eine kurze Konversation mit Chance the Rapper. "Hi, Chance the Rapper. Wenn du offensichtlich ein Rapper bist, warum packst du das dann in deinen Künstlernamen? Ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken", schrieb Warwick und sammelte mit dem Tweet innerhalb weniger Stunden mehr als 116.000 Likes.

Wie es weitergeht, lesen Sie hier.

14:31 Uhr

Lufthansa-Hiobsbotschaft: 29.000 Jobs werden noch dieses Jahr abgebaut

Es ist zuletzt viel vom absehbaren Ende der Pandemie die Rede, vom sprichwörtlichen Licht am Ende des Tunnels. Für die Lufthansabelegschaft wird die Krise zunächst allerdings noch schlimmer. Das Unternehmen will noch in diesem Jahr weltweit 29.000 Stellen abbauen. Der Konzern bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". Auch für das kommende Jahr gibt es für Beschäftigten kaum Aussicht auf Besserung - trotz teilweise wieder anziehender Passagierzahlen. Die Streichung von 10.000 weiteren Stellen allein in Deutschland 2021 ist bereits beschlossen.

Liebe Leser,

Friederike Zörner hat das Ruder am "Tag" weitergegeben. Während die Kollegin die zweite Kerze ihres Adventskranzes anzünden darf, darf ich, Max Borowski, Sie hier auf ntv.de durch das Nachmittagsgeschehen begleiten.

Herzlich willkommen dazu und auch Ihnen einen schönen, zweiten Advent!

14:28 Uhr

Bayern ruft Katastrophenfall aus

Bayern macht ernst: Der Freistaat ruft wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen erneut den Katastrophenfall aus und verhängt eine nächtliche Ausgangssperren in besonders betroffenen Regionen. Hier finden sie die ausführliche Nachricht dazu.

14:12 Uhr

14-Jähriger erleidet bei Böllerbau schwere Verletzungen

Seine Experimentierfreude hat einen 14-Jährigen ins Krankenhaus gebracht: Der Jugendliche hantierte im Keller seines Duisburger Elternhauses mit chemischen Substanzen und Gegenständen zur Herstellung von Böllern. Dabei löste er am Samstagmorgen einen Brand aus, wie die Polizei heute mitteilte. Der Jugendliche verursachte demnach beim Mischen eine chemische Reaktion und es gab eine Stichflamme, die ihm schwere Verbrennungen zufügte. Zudem brach er sich den Unterarm.

Helfer brachten ihn ins Krankenhaus, er schwebte jedoch nicht in Lebensgefahr. Die Feuerwehr löschte den Brand. Die Polizei stellte die Substanzen sicher und leitete eine Strafverfahren ein. Dem Landeskriminalamt zufolge sind die verwendeten Substanzen allerdings frei verkäuflich.

13:47 Uhr

Polizei löst illegale Karaoke-Party mit 41 Teilnehmern auf

Am frühen Morgen geht ein anonymer Anruf bei der Berliner Polizei ein. Aus einem Haus im Stadtteil Lichtenberg ertönt verdächtiger Lärm. Was dann passiert, können sich Drehbuchautoren in Hollywood nicht besser ausdenken. Als die Polizisten eintreffen, schallt ihnen aus einer Wohnung in der ersten Etage laute Musik entgegen. Die Beamten klopfen. Dann ist es still. Mehrere Menschen versuchen, über das Dach zu fliehen. Nachdem Verstärkung eingetroffen ist, überprüfen die Einsatzkräfte in der Wohnung und auf dem Dach 24 Männer und 17 Frauen. Niemand von ihnen trägt eine Maske. Die Polizei stellt entsprechende Anzeigen aus.

Bei vier Partygästen stellen die Polizisten bei der Überprüfung zudem fest, dass Haftbefehle gegen sie vorliegen. Sie werden in eine Polizeisammelstelle gebracht. In der Wohnung befinden sich eine Bar mit Ausschank sowie eine Karaoke-Anlage. "Die Party hinterließ den Eindruck einer kommerziellen Veranstaltung", sagt eine Polizeisprecherin. Weil sich niemand für die Wohnung verantwortlich zeigt, wurde sie inzwischen von der Polizei verschlossen.

13:25 Uhr

Diese Porzellan-Sneaker könnten eine Million Dollar erzielen

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Wertvoll, aber relativ unpraktisch.

(Foto: Sotheby's)

Zum Tragen sind sie nicht geeignet, aber sie sehen ziemlich schön aus: Adidas ist eine ungewöhnliche Kooperation mit der Meißener Porzellan-Manufaktur eingegangen und hat ein besonderes Paar Sneaker entworfen. Die aus Leder bestehenden Schuhe sind an die beliebte Adidas-Reihe ZX8000 angelehnt. Bemalt und mit Porzellanelementen verziert wurden sie von den Porzellankünstlern. Ihr Gesamtgewicht wird mit exakt 950 Gramm angegeben.

Das Auktionshaus Sotheby's versteigert das besondere Paar Schuhe - und rechnet mit einem Rekordpreis von bis zu einer Million Dollar (825.000 Euro). Startpreis ist ein Dollar. Die Auktion läuft bis zum 16. Dezember. Der Erlös wird an das Museum in Brooklyn gespendet, um Programme, die jungen Menschen Zugang zur Kunst bieten, zu fördern.

12:48 Uhr

Schüsse auf mehrere Männer in Berlin

Ein Unbekannter hat bei einem Treffen mehrerer Männer in Berlin in der Nacht Schüsse auf offener Straße abgefeuert. Die Männer sollen aus drei Autos im Stadtteil Charlottenburg ausgestiegen sein, teilte die Polizei mit. Nach einer Begrüßung soll dann ein Fußgänger mit einer Waffe aufgetaucht sein. Die Hintergründe sind bislang unklar. Ebenso ist offen, ob es Verletzte gab. "Die Ermittlungen laufen", sagte eine Sprecherin.

Der Unbekannte soll Schüsse in Richtung einiger der Männer abgegeben haben. Die Mitfahrer und der Schütze flüchteten anschließend zu Fuß in unterschiedliche Richtungen. Zwei der Autofahrer, beide 28 Jahre alt, wurden später in der Nähe von den alarmierten Beamten gefunden. Beide erklärten, keine Angaben zu dem Vorfall machen zu können. Warum sich die Männer in der Nacht trafen, ist noch nicht geklärt. Wie die "B.Z." berichtet, sollen auch Clan-Mitglieder an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein.

12:23 Uhr

100 junge Leute geraten in Düsseldorf mit Polizei aneinander

Diese Szenen wecken Erinnerungen: Rund 100 junge Menschen sind am Samstagabend in der Düsseldorfer Altstadt mit der Polizei und dem Ordnungsdienst aneinander geraten. Einige hätten gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen und die Kontrollen behindert, sagte ein Sprecher.

  • Ein Jugendlicher aus der Gruppe griff Mitarbeiter des Dienstes tätlich an. Als die Polizei ihn in einem Streifenwagen abtransportieren wollte, umringten die anderen das Fahrzeug und hinderten es an der Weiterfahrt.
  • Die Gruppe skandierte lautstark die Forderung nach Freilassung des Jugendlichen. Als weitere Polizisten dazukamen, flüchteten sie.
  • Mehrere Personen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren wurden gefasst und kamen in Gewahrsam.
  • Der tatverdächtige Jugendliche wurde festgenommen. Er soll eine Strafanzeige bekommen. Weitere Anzeigen gegen andere Personen wegen Landfriedensbruch werden noch geprüft.
12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:57 Uhr

Russland wirft USA "politische Aggression und illegalen Widerstand" vor

Der Ton wird schärfer: Im Ringen um die Fertigstellung der Ostseepipeline Nord Stream 2 wirft Russland den USA ein illegales und aggressives Verhalten vor. Das Außenministerium in Moskau reagierte mit harscher Kritik auf US-Forderungen an die Bundesregierung, den Weiterbau des fast fertigen Milliardenprojekts zu verhindern. Der Aufruf der geschäftsführenden US-Botschafterin in Berlin, Robin Quinville, sei eine "politische Aggression und illegaler Widerstand" gegen die Gasleitung, schrieb Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa bei Facebook.

Wegen US-Sanktionen war der Bau von Nord Stream 2 vor einem Jahr gestoppt worden. Die Bundesregierung unterstützt den Bau der Leitung. Seit Jahrzehnten versuchten die USA, russische Leitungen ungeachtet gültiger Verträge zu verhindern, kritisierte Sacharowa. Sie forderte Washington auf, sich an die internationalen Regeln zu halten.

10:57 Uhr

Schnee und Sturm: Große Lawinengefahr in Tirol

Viel Neuschnee und starker Wind lassen in Tirol die Lawinengefahr ansteigen. Der Lawinenwarndienst rief für Osttirol die höchste Warnstufe 5 aus. Es sei mit spontanen Lawinen, "vereinzelt auch extrem großen" zu rechnen, hieß es in dem Bericht. An steilen Hängen seien unterhalb von rund 2600 Metern große und sehr große Gleitschneelawinen zu erwarten. Im Laufe des Tages sollen bis zu 110 Zentimeter Neuschnee fallen. Im Norden Tirols gilt die zweithöchste Warnstufe 4. Lawinen könnten dort bis ins Tal gelangen und Verkehrswege gefährden, hieß es.

Wegen der heftigen Schneefälle sind in Südtirol Zugverbindungen am Brenner unterbrochen. Auch die Brennerautobahn auf der wichtigen Verbindung zwischen Italien und Österreich ist teilweise gesperrt. Auf der Zugstrecke zwischen Brenner und Bozen gebe es Sperrungen, teilte die italienische Eisenbahngesellschaft RFI mit. In ganz Südtirol gebe es einen "Flickenteppich" an Stromausfällen.

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10:30 Uhr

Netflix knickt nicht vor britischem Königshaus ein

"The Crown" ist eine überaus erfolgreiche Serie, die Millionen Menschen (ich bin eine davon), in ihren Bann zieht. Vor allem für diejenigen, die die dort abgebildeten, historischen Ereignisse rund um das Haus Windsor nicht mitbekommen haben, weil sie zu jung sind, ist die Netflix-Produktion ein interessanter Einblick hinter verschlossene Palasttüren. Nur, dieser Blick ist natürlich fiktional - und bei der aktuellen Staffel höchst umstritten. Sowohl das britische Königshaus als auch Vertreter aus der Politik sind derzeit "not amused" angesichts der Darstellungen, etwa über die Eheprobleme von Prinz Charles und Prinzessin Diana. "Ich fürchte, dass eine Generation von Zuschauern, die diese Geschehnisse nicht erlebt hat, Fiktion für Tatsache halten könnte", sagte etwa der Kultur- und Medienminister Oliver Dowdender der "Mail on Sunday".

Netflix will trotz der Kritik keine Disclaimer in den Folgen zeigen, die auf die Fiktionalität der Inhalte hinweisen. "Wir haben 'The Crown' immer als Drama präsentiert, und wir haben Vertrauen in unsere Zuschauer, dass sie es als Fiktion verstehen, die auf historischen Ereignissen beruht", erklärte der Streaming-Dienst laut der Zeitung. "Daher haben wir nicht vor - und sehen keine Notwendigkeit - einen Disclaimer hinzufügen."

10:03 Uhr

Unbekannte bewerfen Intercity - Zug kann Fahrt nicht fortsetzen

Unbekannte haben in München einen Zug mit einem Schotterstein beworfen. Bei dem Intercity wurde ein Fenster so stark beschädigt, dass der Zug seine Fahrt nicht fortsetzen konnte, wie die Bundespolizei mitteilte. Verletzte gab es nicht. Die Tat ereignete sich bereits am Freitag zwischen den Bahnhöfen Pasing und Ostbahnhof.

Der Stein riss ein faustgroßes Loch in die Fensterscheibe des Bordbistros, eine 55-jährige Angestellte erlitt einen Schreck. Bei den anschließenden Fahndungsmaßnahmen kam auch ein Helikopter der Bundespolizei Oberschleißheim zum Einsatz. Der Intercity, der auf dem Weg nach Hamburg war, fiel komplett aus, es konnte kein Ersatzzug bereitgestellt werden.

09:36 Uhr

Schlägerei wegen Backwaren im Supermarkt

Für Menschen wie diesen wurde der Begriff "Ehrenmann" erfunden: Ein 56 Jahre alter Mann hat einen 22-Jährigen in einem Supermarkt im baden-württembergischen Rheinfelden darauf hingewiesen, sich doch bitte an die Hygieneregeln zu halten. Der junge Mann hatte Backwaren mit bloßen Händen (!) aus einer Auslage herausgenommen. Anstatt Einsicht zu zeigen, beleidigte er daraufhin den Hinweisgeber. Ganz unehrenhaft eskalierte die Situation dann, es kam zu Ohrfeigen und Schlägen. Beide Männer erwartet nun ein Strafverfahren.

09:15 Uhr

Queen Elizabeth will sich rasch gegen Corona impfen lassen

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Queen Elizabeth wirbt für die "lebenswichtige Spritze".

(Foto: imago images/i Images)

Mit 94 Jahren gehört sie definitiv zur Risikogruppe: Großbritanniens Königin Elizabeth II. will sich innerhalb weniger Wochen gegen das Coronavirus impfen lassen. Zusammen mit ihrem Ehemann, dem 99-jährigen Prinz Philip, hat sie darauf aufgrund ihres besagten Alters auch Anspruch, berichtet die Zeitung" Mail on Sunday". Im Vereinigten Königreich ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer bereits zugelassen. Mit den ersten 800.000 Impfungen soll kommende Woche begonnen werden.

Ranghohe Mitglieder des Königshauses planten, ihre eigene Impfung öffentlich bekannt zu geben, um auf diese Weise mehr Menschen zu "ermutigen", sich die "lebenswichtige Spritze" ebenfalls geben zu lassen, schreibt die Zeitung. In Großbritannien gibt es Befürchtungen, wonach Impfgegner auch andere Menschen davon überzeugen könnten, sich nicht gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

09:00 Uhr
08:52 Uhr

Hunderte frisierte Autos liefern sich illegale Rennen nahe New York

"The Fast and The Furious" lässt grüßen: Nach illegalen Straßenrennen mit Hunderten getunten Sportwagen östlich von New York hat die Polizei zwölf Männer festgenommen. Die Wettkämpfe fanden im Bezirk Suffolk auf der Insel Long Island statt. "Illegale Rennen gehören nach Hollywood", sagte Landrat Steven Bellone, "nicht auf die öffentlichen Straßen von Suffolk". Laut der örtlichen Polizeichefin Geraldine Hart kamen die Ermittler den Fahrern nach einer "monatelangen Undercover-Operation" auf die Spur. Die Rennen seien meist spontan über soziale Medien organisiert worden. Zehn "High-End-Sportwagen" habe die Polizei nun beschlagnahmt. Bei den illegalen Rennen waren viele Wagen laut Hart mit mehr als 160 Kilometern pro Stunde unterwegs.

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08:24 Uhr

Rebecca Mir und Massimo Sinató erwarten ein Baby

Zur Abwechslung mal etwas Lebensbejahendes: Model Rebecca Mir ist schwanger. "Danke, an die Liebe meines Lebens für das schönste Geschenk auf Erden", schrieb die 28-Jährige zu einem Bild bei Instagram. Darauf ist sie mit rundem Bauch und ihrem Mann, dem Tänzer Massimo Sinató, zu sehen. Rebecca Mir wurde mit "Germany's Next Topmodel" bekannt, sie arbeitet auch als Moderatorin. In der "Gala" hatte das Paar, das bei "Let's Dance" zusammen tanzte, bereits im Mai über Nachwuchspläne gesprochen. Sie sagte damals: "Ob es eine italienische Großfamilie wird, weiß ich nicht. Wir fangen erst mal mit einem Kind an."

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08:11 Uhr

Neues Quartier am Flughafen Tegel soll das weltgrößte in Holzbauweise werden

Das letzte Flugzeug hat am 8. November den Berliner Flughafen Tegel verlassen. Doch damit ist das Schicksal des Geländes nicht besiegelt. Neben einem Industrie- und Forschungspark soll nämlich dort auch das größte Holzbauviertel der Welt entstehen. Sechs Monate lang muss Tegel erst einmal noch betriebsbereit bleiben. Außerdem soll eines der sechs Berliner Corona-Impfzentren im Terminal C Platz finden. "Im Mai 2021 wird Tegel aus der Planfeststellung entlassen und ist dann ganz offiziell kein Flughafen mehr", sagt Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel.

Die Tegel Projekt GmbH übernehme das Gelände voraussichtlich zwischen Mai und August. "Ab 2021 entsteht im östlichen Teil des ehemaligen Flughafens Tegel mit über 5000 Wohnungen das größte Holzbauviertel weltweit: das Schumacher-Quartier", so Scheel. Es solle klimaneutral sein und bezahlbar - für Bauherren wie für die späteren Mieterinnen und Mieter. "Dafür wird die sogenannte Bauhütte 4.0 in Berlin TXL installiert."

07:42 Uhr

NBA-Star verliert sieben Familienmitglieder durch Corona

"Ich fühle mich vom Leben ein wenig abgehärtet und gedemütigt." Für Karl-Anthony Towns müssen die vergangenen Monate die absolute Hölle gewesen sein. Der Basketballprofi musste sieben Familienmitglieder beerdigen, die an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind. "Ich habe viel durchgemacht." Den Anfang nahm dabei seine Mutter. Die 58-Jährige war Anfang April gestorben, nachdem sie mehrere Tage im künstlichen Koma gelegen hatte und beatmet werden musste. Vor wenigen Tagen erst kam sein Onkel ums Leben, wie der Sender ESPN berichtet. Towns, der sich gerade mit seinem Team, den Minnesota Timberwolves, auf die neue Saison vorbereitet, sagt: "Ich habe in den vergangenen sieben Monaten eine Menge Särge gesehen." Er fühle sich nun verantwortlich, seine Familie gut über die Virus-Risiken zu informieren und sie vor einer Ansteckung zu schützen. Sein Vater überstand demnach eine Covid-19-Erkrankung.

Karl-Anthony Towns geht offen mit seinem Verlust um. Der 25-Jährige hofft durch seine Posts in sozialen Medien andere Menschen über die Gefahr, die von der Krankheit ausgeht, aufzuklären. "Ich wollte nicht, dass sich Menschen so fühlen, wie ich mich gefühlt habe." Sein Team habe ihn dabei unterstützt, seine Trauer zu verarbeiten. Er blicke aber mit gemischten Gefühlen auf die nächste Saison. Seine Mutter habe kaum ein Spiel von ihm verpasst. Das werde ihm fehlen. "Aber es gibt mir die Möglichkeit, gute Erinnerungen, die ich hatte, noch einmal zu durchleben."

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07:18 Uhr

Neun Autos bei einem Unfall beschädigt

Bei einem Auffahrunfall im Hamburger Stadtteil Horn sind neun Autos beschädigt worden. Ein Autofahrer war mit seinem Wagen mit hoher Geschwindigkeit in das Heck eines anderen Autos geprallt, sagte eine Polizeisprecherin. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Wagen gegen sieben am Straßenrand geparkte Fahrzeuge geschleudert. Die Polizei geht von einem hohen fünfstelligen Schaden aus. Die Beifahrerin des Unfallverursachers sowie die Fahrerin des anderen Autos wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

07:06 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

am zweiten Adventswochenende wäre es schön, endlich wieder gute Nachrichten im Hinblick auf die anhaltende Coronavirus-Pandemie zu verkünden. Doch die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts bereiten Kopfzerbrechen. Mit 17.767 Neuinfektionen meldet das RKI zwar 5500 Fälle weniger als noch am Samstag, aber 3156 mehr als noch vor einer Woche.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen - auch in seinem Bundesland - eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen im Freistaat durchsetzen. Söder sagte der "Bild am Sonntag": "Es braucht jetzt konsequentes Vorgehen. Wir können die hohen Todeszahlen in Deutschland nicht hinnehmen. Die Ansteckungszahlen sind weiterhin zu hoch. Es ist besser, bis Weihnachten zu handeln, als ein dauerhaftes Stop-and-go für die Bevölkerung."

Diese Themen werden heute wichtig:

  • Um 12 Uhr kommt das bayerische Kabinett zu Beratungen über die aktuelle Corona-Lage zusammen. Zwei Stunden später ist eine Pressekonferenz mit CSU-Chef Markus Söder geplant. Über aktuelle Entwicklungen halten wir Sie wie gewohnt in unserem Corona-Ticker auf dem Laufenden.
  • Nach dem Krisentelefonat von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Großbritanniens Premier Boris Johnson werden die Verhandlungen über den Brexit-Handelspakt in Brüssel fortgesetzt. Die Differenzen sind groß. Von der Leyen und Johnson wollen am Montagabend Bilanz ziehen.
  • In Rumänien wird ein neues Parlament gewählt. Die pro-europäische und liberal-konservative PNL von Ministerpräsident Ludovic Orban liegt in Umfragen vorn.
  • Auch in Venezuela wird über ein neues Parlament abgestimmt. Angesichts eines Boykottaufrufs von Oppositionschef Juan Guaidó dürfte Staatschef Nicolás Maduro die Kontrolle über die Nationalversammlung gewinnen. Sie ist die letzte noch nicht von Maduro beherrschte Institution des südamerikanischen Landes. Guaidó warnte vor Wahlbetrug.
  • In Frankfurt am Main soll ab 8 Uhr eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Rund 12.800 Anwohner müssen ihre Wohnungen bis zum Morgen verlassen haben. Im betroffenen Gebiet im Stadtteil Gallus liegen mehrere Altenheime, Fernwärmeleitungen, Internetknotenpunkte, Umspannanlagen und zentrale Einrichtungen der Deutschen Bahn.

Ich hoffe, Sie verbringen trotz der wenig erfreulichen Nachrichtenlage einen entspannten Sonntag und können vielleicht den einen oder anderen Schoko-Weihnachtsmann aus ihrem Schuh ziehen. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:55 Uhr

Zug erfasst Auto an Bahnübergang - Fahrerin stirbt

Eine Autofahrerin ist in Bosbüll im Kreis Nordfriesland in ihrem Wagen von einem Zug erfasst worden und dabei gestorben. Die 51-Jährige ist ersten Erkenntnissen zufolge über einen unbeschrankten Bahnübergang gefahren. Dabei übersah sie den ankommenden Zug. Dieser konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste das Auto. Die Frau wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass sie laut Polizei noch an der Unfallstelle starb.

06:34 Uhr

China gelingt nach Mondlandung Andock-Manöver mit Rückkehrkapsel

Die unbemannte Mond-Mission des Raumschiffes "Chang'e 5" gilt als weiterer wichtiger Schritt in Chinas ambitioniertem Weltraumprogramm. Nach der geglückten Landung vermeldet Peking am Morgen, dass erstmals ein ferngesteuertes Andock-Manöver in der Umlaufbahn um den Erdtrabanten gelungen ist. Die Aufstiegsstufe der "Chang'e 5" koppelte erfolgreich an den Orbiter an, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Rund zwei Kilogramm Mondgestein, die zur Erde zurückgebracht werden sollen, seien anschließend sicher in der Rückkehrkapsel verstaut worden.

Mithilfe der Mission sollen Erfahrungen gesammelt werden, mit denen in Zukunft auch eine bemannte Landung auf dem Mond gelingen kann. Es ist das erste Mal seit mehr als vier Jahrzehnten, dass wieder Gesteinsproben auf dem Mond gesammelt worden sind und zur Untersuchung auf die Erde gebracht werden sollen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:20 Uhr

Scholz: Bin der wirtschaftskompetenteste Kanzler, der zu kriegen ist

Bei der Bundestagswahl im Herbst nächsten Jahres wird das erste Mal seit 1949 nicht der amtierende Kanzler oder die amtierende Kanzlerin antreten. Wer für die CDU/CSU zur Abstimmung steht, ist noch nicht festgelegt. Die SPD hat dagegen früh einen Namen verkündet: Olaf Scholz. Im Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel" sagte dieser nun, er wolle beim Votum 2021 auf seine Erfahrung als Hamburger Regierungschef und Bundesfinanzminister setzen. Angesprochen auf die schwachen Kompetenzwerte der SPD in ökonomischen Fragen, sagte er: "Naja, der wirtschaftskompetenteste Kanzler, den man kriegen kann, der heißt aber Olaf Scholz."

Und weiter: "Die SPD hat dann den erfahrensten Politiker zu bieten, der sich um dieses Amt bewirbt." Die Union werde nach der Wahl im September die Möglichkeit bekommen, "sich in der Opposition zu erneuern." Ob es tatsächlich so kommt, bleibt abzuwarten. Die Sozialdemokraten liegen in den Umfragen jedenfalls derzeit bei 15 bis 16 Prozent, die Union bei 34 bis 37 und die Grünen bei 17 bis 21.

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