Sonntag, 20. September 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:04 Uhr

2500 Jahre alt: 14 antike Sarkophage in Ägypten entdeckt

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Sakkara ist eine der bedeutendsten altägyptischen Nekropolen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der altägyptischen Grabstätte Sakkara sind 14 weitere Sarkophage entdeckt worden. Die Särge hätten 2500 Jahre unter der Erde gelegen, bis Archäologen bei einer Grabung am Freitag auf sie gestoßen seien, teilte das ägyptische Altertürmerministerium mit. Erst in der Woche zuvor waren dort 13 Sarkophage aus Holz entdeckt worden. Die Nekropole Sakkara befindet sich 25 Kilometer südlich der berühmten Pyramiden von Gizeh. Die Stätte gehört zur antiken Stadt Memphis, deren Überreste zum Unesco-Weltkulturerbe zählen.

21:12 Uhr

Brennender Baum fällt auf Autobahn - zwölf Tote in Brasilien

Zwölf Menschen sind nach Medienberichten bei einer Kollision auf einer brasilianischen Autobahn gestorben, nachdem ein brennender Baum auf die Straße gefallen war.

Der Fahrer eines Transporters wich dem Baum aus und kollidierte frontal mit einem entgegen kommenden Lastwagen, wie brasilianische Medien unter Berufung auf örtliche Sicherheitskräfte berichteten. Bei dem Unfall nahe der Stadt Patos de Minas kamen demnach elf Insassen des Transporters, darunter ein zehnjähriges Kind, sowie der Lkw-Fahrer ums Leben. Ein Mensch überlebte verletzt.

In einem der weltgrößten Binnenland-Feuchtgebiete, dem Pantanal in Brasilien, toben derzeit die schlimmsten Brände seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1999. Die Rauchwolken erreichen Tausende Kilometer entfernte Gegenden. Für die Metropole São Paulo sagten Meteorologen schwarzen Regen voraus.

20:59 Uhr

Datenleck enthüllt Schwächen bei Geldwäsche-Bekämpfung

Im Kampf gegen internationale Geldwäsche gibt es nach Recherchen eines internationalen Journalisten-Netzwerks erhebliche Defizite. Demnach offenbaren Informationen aus einem Datenleck des US-Finanzministeriums, dass Banken aus aller Welt über Jahre hinweg Geschäfte mit hochriskanten Kunden abgewickelt und trotz strenger Regularien mutmaßliche Kriminelle als Kunden akzeptiert und für diese Überweisungen in Milliardenhöhe ausgeführt hätten. Gemeldet haben sie diese Vorgänge den Angaben zufolge mitunter nur sehr zögerlich und zum Teil mit jahrelanger Verspätung.

Dies sei das Ergebnis einer gemeinsamen Recherche mehrerer Medien-Partner, die unter dem Namen "FinCEN-Files" veröffentlicht wurde. An der Recherche haben sich den Angaben zufolge 110 Medien aus 88 Ländern beteiligt, darunter in Deutschland NDR, WDR, "Süddeutsche Zeitung" und Buzzfeed News.

Insgesamt handelt es sich nach Angaben der beteiligten Medien bei den "FinCEN-Files" um mehr als 2100 Geldwäsche-Verdachtsmeldungen aus den Jahren 2000 bis 2017. Die Gesamtsumme der Transaktionen liege bei etwa zwei Billionen US-Dollar (aktuell 1,69 Billionen Euro).

Mehr dazu lesen Sie in Kürze auf ntv.de

20:26 Uhr

Tausende demonstrieren in Berlin für Evakuierung der griechischen Lager

Tausende Menschen haben in Berlin für die Evakuierung der Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln demonstriert. Ein Bündnis aus Pro Asyl, der Seebrücke Berlin und weiteren Gruppen hatte zu der Demonstration aufgerufen und verlangt von der Bundesregierung, die Bereitschaft von Bundesländern und Kommunen zur Aufnahme von Flüchtlingen nicht länger zu blockieren.

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Tausende Menschen versammelten sich heute in Berlin, um die Evakuierung der griechischen Flüchtlingslager zu fordern.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Die Polizei sprach von einer Zahl im "mittleeren vierstelligen Bereich", angemeldet waren 3000 Teilnehmer.
  • Pro Asyl wies am Weltkindertag in einer Mitteilung insbesondere auf das Elend der Kinder und Jugendlichen in den griechischen Lagern hin. Die Menschenrechtsorganisation forderte außerdem die "sofortige Beendigung der illegalen Push-Back-Praktiken der griechischen Regierung". Griechenland begehe einen permanenten Rechtsbruch und missachte elementare Rechte.
  • Geschäftsführer Günter Burkhardt warf EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen deshalb vor, in ihrer Rolle als Hüterin der europäischen Verträge zu versagen. Tausenden Schutzsuchenden werde eine menschenwürdige Aufnahme und der Zugang zum Recht auf Asyl behördlich verweigert.
  • Griechenland wird vorgeworfen, aus der Türkei kommende Boote mit Migranten aus griechischen Gewässern zurück in Richtung Türkei geschleppt zu haben. Zum Teil sollen dabei sogar die Motoren der Boote zerstört und die Migranten in Lebensgefahr gebracht worden sein.
20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:39 Uhr

Seniorin von eigenem Auto überrollt

Weil sie die Handbremse nicht angezogen hat, ist eine 73-jährige Frau im niedersächsischen Ort Norden von ihrem eigenen Wagen überrollt worden. Sie kam mit einer leichten Verletzung in eine Klinik. Als sie aus dem Fahrzeug stieg und das Auto losrollte, versuchte sie noch, die Handbremse zu ziehen. Dabei wurde sie von der Fahrzeugtür zu Boden gerissen und geriet unter den Wagen. Sie musste von der Feuerwehr befreit werden.

19:02 Uhr

Giffey fordert mehr Ostdeutsche in Chefetagen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey dringt darauf, dass mehr wichtige Ämter mit Menschen aus den ostdeutschen Ländern besetzt werden. "Die Ostdeutschen haben allen Grund stolz zu sein auf das Erreichte und die positive Entwicklung", sagte Giffey laut Mitteilung zum Auftakt des Ostdeutschen Wirtschaftsforums in Bad Saarow.

"Die noch vorhandenen Ungleichheiten müssen aber weniger werden, bestenfalls ganz verschwinden. Dazu gehört, aktiv gegen die Strukturschwäche im Osten und die Unterrepräsentanz von ostdeutscher Lebenserfahrung in wichtigen Ämtern zu wirken." Unterschiede bei Löhnen, Vermögen oder der Besetzung von Führungspositionen änderten sich nicht von allein.

Giffey, die sich Ende Oktober als neue Berliner Co-SPD-Chefin wählen lassen will, kommt gebürtig aus Frankfurt (Oder). Beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum wollen Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler bis zum Dienstag über die Folgen der Corona-Krise und die Perspektiven für Ostdeutschland als Wirtschaftsstandort diskutieren.

18:16 Uhr

Jugendlicher sticht unvermittelt auf Obdachlosen ein

Offenbar ohne Grund hat ein 17-Jähriger im Frankfurter Bahnhofsviertel auf einen Obdachlosen eingestochen und ihn schwer verletzt.

Die Tat ereignete sich am frühen Morgen vor einem Kiosk. Der 17-Jährige sei unvermittelt auf den 41-Jährigen zugetreten, habe in Richtung seines Oberkörpers gestochen und sei geflüchtet. Zeugen alarmierten die Polizei. Eine Streife konnte den Jugendlichen festnehmen, das Messer hatte er dabei.

Der 41-Jährige wurde im Krankenhaus operiert. Die Hintergründe der Tat seien vollkommen unklar, erklärte die Polizei.

17:24 Uhr

Motorradfahrer prallt gegen Leitplanke und stirbt

In Hessen ist ein Motorradfahrer auf der Landstraße 3068 im Landkreis Fulda bei einem Unfall ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, kam der 57-Jährige in einer scharfen Linkskurve nach rechts von der Straße ab und prallte gegen die Leitplanke. Die Straße war bei Poppenhausen während der Unfallaufnahme voll gesperrt.

17:00 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

16:54 Uhr

13-Jähriger auf Drogen "kauft" ein Auto und fährt los

Und was macht Ihr Kind so in seiner Freizeit? In Bad Essen bei Osnabrück hat ein 13-Jähriger am Freitag frühzeitig die Teilnahme am Autoverkehr ausprobiert und ist dabei der Polizei ins Netz gegangen. Nach Angaben der Beamten gab er an, das schon ältere Fahrzeug gerade erst "für 20 Euro gekauft" zu haben. Er habe zusammen mit einem 17-Jährigen, der auf dem Beifahrersitz saß, dann eine kleine Runde drehen wollen.

Zeugen kam das Paar seltsam vor, weshalb sie den Wagen - der zudem ohne Kennzeichen unterwegs war - verfolgten. Der verhinderte Fahranfänger war jedoch auch in einer weiteren Hinsicht auffällig: Er stand unter Drogen. Zudem fand die Polizei im Kofferraum des Autos gestohlene Kennzeichen.

16:08 Uhr

Belarus: Uniformierte zerren Hochschwangere brutal in Bus

Sechs Wochen nach der grob gefälschten Präsidentschaftswahl sind in ganz Belarus erneut Zehntausende Menschen gegen den Machthaber Alexander Lukaschenko auf die Straße gegangen.

Am Vortag waren bei einem Frauenmarsch in Minsk mehr als 300 Menschen festgenommen worden. Auch heute geht die Polizei mit Gewalt gegen Demonstranten vor. Auf dem Video ist zu sehen, wie in der Stadt Grodno eine hochschwangere Frau von mehreren Polizisten in Kampfmontur brutal festgenommen wird.

Auch in Minsk fassten die Einsatzkräfte viele friedliche Demonstranten und zwängten sie in Gefangenentransporter. Die Menschen strömten zu Fuß aus verschiedenen Richtungen ins Zentrum. Am Palast der Republik standen mit Sturmgewehren bewaffnete Soldaten in Kampfuniformen. Auch in Seitenstraßen des Prospekts der Unabhängigkeit bezogen Truppen der Polizei und des Militärs Stellung. Die Behörden sperrten Metrostationen in der Innenstadt, das mobile Internet funktioniert nicht.

15:50 Uhr

Lindner-Spruch kassiert Augenrollen und Kritik

Zum ohnehin spannungsgeladenen Abschied von Linda Teuteberg als FDP-Generalsekretärin versucht es Parteichef Lindner mit netten Worten. Die gehen jedoch nach hinten los und handeln ihm scharfe Altherrenwitz-Sexismus-Vorwürfe ein.

 

15:08 Uhr

Jugendlicher überquert Gleise und wird von S-Bahn erfasst - tot

In Ottobrunn bei München ist am Freitagabend ein 15-Jähriger am Bahnhof von einer S-Bahn erfasst worden. Der Jugendliche starb noch vor Ort. Den Ermittlungen zufolge wollte er die Gleise überqueren. Der 15-Jährige hielt sich demnach mit mehreren Freunden am S-Bahnhof auf. Er habe die Gleise überqueren wollen, um seine Notdurft zu verrichten. Seine Freunde und Zeugen des Unfalls wurden durch Kriseninterventionsteams und durch die Einsatzkräfte betreut. Fahrgäste der S-Bahn wurden nicht verletzt.

14:21 Uhr

Ostsee-Fähre mit 280 Menschen an Bord auf Grund gelaufen

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200 Passagiere und 80 Crew-Mitglieder sitzen auf der "Amorella" fest.

(Foto: imago images/Lehtikuva)

Eine Ostsee-Fähre mit rund 280 Menschen an Bord ist vor der finnischen Inselgruppe Åland auf Grund gelaufen. Die Situation sei stabil, Menschen nicht in Gefahr, teilte die westfinnische Küstenwache mit. Einsatzkräfte bereiteten die Evakuierung der "Amorella" vor. Nach Angaben der Reederei Viking Line hatte sich das Schiff mit knapp 200 Passagieren und 80 Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Weg vom südfinnischen Turku in die schwedische Hauptstadt Stockholm befunden. Berichte über Verletzte gibt es demnach bislang nicht.

Nach Informationen des Radiosenders Ålands Radio soll die Fähre wegen Problemen während der Fahrt gezwungen gewesen sein, absichtlich auf Grund zu laufen, um nicht mit Wasser vollzulaufen.

Update: Am späten Nachmittag waren nach Angaben der Küstenwache und der Reederei alle Passagiere an Land gebracht worden, ehe auch die Crew vom Schiff geholt werden sollte.

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in den sonnigen Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzinmir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Restsonntag!

13:46 Uhr

Vor Großdemo in Minsk: Militärkonvoi rollt ins Stadtzentrum

Vor angekündigten Großdemonstrationen der Opposition in Belarus haben die Sicherheitskräfte Militärlastwagen postiert und Stacheldraht in der Hauptstadt Minsk ausgerollt. Oppositionelle Medien zeigten Videos und Bilder von einem Militärkonvoi auf dem Weg ins Stadtzentrum. Die Opposition ruft für heute wie bereits in den Wochen zuvor zu Massenprotesten gegen den Präsidenten Alexander Lukaschenko auf.

Am Samstag waren bei Protesten hunderte Demonstrantinnen festgenommen worden.

13:04 Uhr

Polizist schlägt Jugendlichen ins Gesicht

Ein Polizeibeamter hat einem 19-Jährigen bei einem Einsatz in Göttingen ins Gesicht geschlagen. Ein Video des Vorfalls in der Wohnung des jungen Mannes hatte auf Twitter für Aufsehen gesorgt. "Wir können bestätigen, dass es sich um Beamte der Polizei Göttingen handelt", sagte eine Sprecherin der Polizei. Der Polizist und drei weitere Beamte seien am Donnerstagmorgen wegen einer wiederholten, "massiven Ruhestörung" zu der Wohnung des 19-Jährigen gefahren.

Unklar ist, weshalb der Polizist ihm ins Gesicht schlug und welcher der Beamten genau den Schlag ausführte. "Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung laufen, werden aber von einer anderen Polizeiinspektion übernommen", so die Sprecherin. Dies sei aus Gründen der Neutralität eine übliche Verfahrensweise.

12:39 Uhr
Breaking News

Öffentlicher Dienst vor neuen Warnstreiks

Auf die Menschen in Deutschland kommen neue Warnstreiks im öffentlichen Dienst zu. Erste Warnstreiks mit regionalem Bezug beginnen an diesem Dienstag, wie die Gewerkschaft Verdi in Potsdam ankündigte.

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12:29 Uhr

Hacker leaken Daten von 1000 Polizisten in Belarus

In Belarus haben unbekannte Hacker als Vergeltung für das harte Vorgehen gegen Demonstranten die persönlichen Daten von 1000 Polizisten veröffentlicht. "Während die Verhaftungen weitergehen, werden wir weiterhin massenhaft Daten veröffentlichen", hieß es in einer Erklärung auf Telegram, die vom Oppositionssender Nexta Live verbreitet wurde. "Auch unter einer Sturmhaube wird niemand anonym bleiben."

Die Regierung kündigte an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Für Sonntag sind neue Proteste gegen Präsident Alexander Lukaschenko geplant, der in der früheren Sowjetrepublik seit 26 Jahren autoritär regiert.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:48 Uhr

Experiment endet im Krankenhaus: Vater probiert mit jugendlicher Tochter "Magic Mushrooms" aus

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Magic Mushrooms enthalten Psilocybin und können Halluzinationen hervorrufen.

picture alliance/dpa

Ein Vater hat mit seiner 16 Jahre alten Tochter sogenannte Magic Mushrooms konsumiert und die Polizei gerufen, als dem Mädchen schlecht wurde. Die 16-Jährige habe massive Kreislaufprobleme entwickelt, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus. Der 43 Jahre alte Vater hatte demnach die Pilze selbst in einem Schrank in seiner Wohnung angebaut und geerntet.

Die Tochter habe die Pilze lieber mit ihm zusammen ausprobieren sollen, statt diese Erfahrung mit Fremden auf der Straße zu machen, gab er gegenüber der Polizei an. Die Beamten kassierten restliche Pilze ein. Den Mann erwartet ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend in Kerpen, südwestlich von Köln.

11:12 Uhr

Wirbelsturm "Ianos": 62-Jährigen Mann tot in Trümmern seines Hauses entdeckt

Die schweren Stürme in Griechenland haben ein weiteres Opfer gefordert. Am Morgen entdeckte die Feuerwehr in der Region Thessalien nahe der Stadt Karditsa einen 62-Jährigen in den Trümmern seines Hauses. Die Zahl der Toten beläuft sich damit auf drei, es werden immer noch Menschen vermisst oder sind in ihren Häusern eingeschlossen, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Wirbelsturm "Ianos" und ein weiteres Sturmtief über der Nordägäis hatten am Freitag und Samstag in weiten Teilen Griechenlands schwere Schäden verursacht. Mehr als 600 Menschen seien von Rettungskräften aus Wohnungen befreit oder anderweitig gerettet worden.

10:28 Uhr

Drei Menschen sterben bei Frontalzusammenstoß

Drei Menschen, unter ihnen ein einjähriges Kind, sind bei einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Autos in Rheinland-Pfalz gestorben. Auf einer Kreisstraße bei Weisenheim am Berg geriet nach bisherigen Erkenntnissen der Wagen eines 28 Jahre alten Autofahrers ins Schleudern, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der Wagen knallte demnach am Samstagabend frontal in ein entgegenkommendes Auto.

Die 31-jährige Fahrerin, ihr einjähriger Sohn und die 27-jährige Beifahrerin starben laut Polizei noch am Unfallort. Ein im Kindersitz gesicherter Säugling sei leicht verletzt worden, hieß es. Fahrer und Beifahrer des anderen Wagens wurden den Angaben zufolge ebenfalls verletzt und zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten demnach an.

09:56 Uhr

Auch ohne Wiesn: Münchner lassen sich die Laune nicht verderben

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Vielerorts waren die Biergärten voll.

picture alliance/dpa

Wirte und Geschäftsleute, aber auch die Sicherheitskräfte ziehen eine positive Bilanz des ursprünglich geplanten ersten Oktoberfesttages. Auch in der Nacht blieb es verhältnismäßig ruhig, wie die Polizei am Morgen sagte. Zwar seien durchaus Feiernde in der Stadt unterwegs gewesen, einen direkten Bezug zum Oktoberfest und den Ersatzfeiern habe man aber nicht feststellen können, sagte ein Sprecher.

Auch ohne richtige Wiesn waren am Samstag viele Menschen in Tracht in die Stadt gekommen - bei strahlendem Sonnenschein und damit eigentlich perfektem Wiesnwetter. Vielerorts waren die Biergärten voll, mancher bekam keinen Platz oder musste warten: Überfüllung - fast wie auf der Wiesn. Das war aber vor allem dem schönen Wetter und der coronabedingt reduzierten Platzzahl geschuldet - und nicht dem Gedanken an den geplatzten Wiesnstagen.

09:14 Uhr

Trecker kippt bei Spaßfahrt auf Skipiste um

Mit einem Trecker und einem Planwagen sind junge Leute am Samstag im Sauerland eine Skipiste hinabgefahren und umgestürzt. Die Juxfahrt endete für zwei von ihnen mit Verletzungen, wie die Polizei berichtete. Demnach waren der Trecker und der von ihm gezogene Planwagen mitten auf der Piste umgekippt. Offenbar habe die Truppe das Gespann aber wieder aufgerichtet, denn Fahrer und Fahrzeug machten sich erstmal davon. Besucher einer nahen Skihütte hatten den Vorfall beobachtet und Helfer alarmiert, wie es hieß. Die Verletzten und weitere Beteiligte seien über das Geschehen jedoch zunächst nicht sehr auskunftsfreudig gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

09:04 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:35 Uhr

Tiktok-Eigentümer wusste nichts von Fünf-Milliarden-Spende

Der chinesische Eigentümer von Tiktok hat überrascht auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump reagiert, in dem Deal um die populäre Videoplattform fünf Milliarden US-Dollar an einen Bildungsfonds in Texas überweisen zu wollen. Der Konzern Bytedance teilte mit, davon "erstmals in den Nachrichten erfahren" zu haben. Das Unternehmen sei Investitionen im Bildungsbereich verpflichtet und plane mit globalen Anteilseignern Online-Unterricht auf der Basis von künstlicher Intelligenz und Videotechnologie, hieß es lediglich, ohne konkret auf den Bildungsfonds einzugehen. Zuvor hatte Trump mitgeteilt, eine Vereinbarung zwischen Bytedance und US-Unternehmen gebilligt zu haben.

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07:41 Uhr

Ermittler aus Celle übernehmen Verfahren gegen Ex-KZ-Wachmann

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle übernimmt die Ermittlungen gegen einen 94-jährigen früheren KZ-Wachmann, der aus den USA abgeschoben werden soll. Das niedersächsische Justizministerium habe die Behörde mit dem Verfahren betraut, weil es in Celle besondere Erfahrung mit der Bearbeitung von nationalsozialistischen Gewaltverbrechen gebe, sagte ein Sprecher. Es gehe um den Verdacht der Beihilfe zum Mord.

Dem Mann wird den Angaben zufolge zur Last gelegt, als Wachmann in einem Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme von Januar bis März 1945 Beihilfe zur Tötung von Gefangenen geleistet zu haben. "Dieser Vorwurf bezieht sich insbesondere auf die Bewachung des Marsches zur Evakuierung der Nebenlager", erläuterte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Noch sei die Sichtung der Akten nicht abgeschlossen und erst dann werde über das weitere Vorgehen in Deutschland entschieden.

06:47 Uhr

Seehofer plant Studie zu Rassismus innerhalb der Gesellschaft

Die Frage einer wissenschaftlichen Studie zu Rassismus in der deutschen Polizei sorgt seit Monaten für Dissens in der Koalition. Während Innenminister Horst Seehofer eine solche Studie ablehnt, sprach sich Bundesjustizministerin Christine Lambrecht von der SPD dafür aus.

"Eine Studie, die sich ausschließlich mit der Polizei und dem Vorwurf eines strukturellen Rassismus innerhalb der Polizei beschäftigt, wird es mit mir nicht geben", unterstreicht Seehofer der "Bild am Sonntag" seine Position. "Das wird auch dem Problem nicht im Ansatz gerecht. Hier bedarf es eines wesentlich breiteren Ansatzes für die gesamte Gesellschaft und an diesem arbeiten wir." Der Innenminister plant demnach eine breit angelegte Studie zu Rassismus in der Gesellschaft. Zunächst wird demnach das Bundesamt für Verfassungsschutz Ende des Monats einen Bericht über Rassismus und Extremismus in den Sicherheitsbehörden vorlegen.

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06:32 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

auch heute geht der kleine Ersatz für das Oktoberfest in die zweite Runde. Nachdem es in mehr als 50 Wirtshäusern gestern "Ozapft is" hieß, feiern die Münchner heute weiter. Mit der "WirtshausWiesn" wollen die Wirte trotz Corona-Pandemie für etwas Oktoberfeststimmung sorgen. Am Sonntag wird mit einer ersten Bilanz des Auftakts gerechnet. Außerdem werden noch diese Themen heute wichtig:

  • Die Gegner des umstrittenen Staatschefs Alexander Lukaschenko in Belarus haben zu neuen Massenprotesten im ganzen Land aufgerufen. Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja rief in einem Videoclip dazu auf, bei dem "Marsch der Gerechtigkeit" weiter für ein Land zu kämpfen, in dem es sich zu leben lohne.
  • In Italien steht mit den Regionalwahlen in Teilen des Landes sowie einem Referendum über die Verkleinerung des Parlaments ein wichtiger Stimmungstest für die Regierung an. In Ligurien, der Toskana, dem Veneto, dem Aostatal, Kampanien, Apulien und den Marken können 18,6 Millionen Menschen bis Montagnachmittag ihre Stimmen abgeben.
  • Mit einem großen Einsatz reagiert die Polizei in Düsseldorf auf eine geplante Kundgebung von Kritikern der Corona-Maßnahmen. Die Anmelder - eine regionale Gruppe der Initiative Querdenken - hoffen auf bis zu 50.000 Teilnehmer. Die Polizei stellt sich auf bis zu 10.000 Menschen ein
  • Ein Dreivierteljahr vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wählt die Landes-AfD einen neuen Vorstand. Der Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt tritt auf einem Parteitag in Dessau-Roßlau erneut als Landeschef an und hat nach bisherigem Stand keinen Gegenkandidaten.
  • Als letzter Top-Club der vergangenen Spielzeit startet auch Bayer Leverkusen in die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Im ersten Spiel nach dem Abgang seines Jungstars Kai Havertz zum FC Chelsea in die Premier League muss der Vorjahresfünfte zum Duell zweier Europa-League-Teilnehmer beim VfL Wolfsburg antreten. Zuvor empfängt der Vorjahresdritte RB Leipzig den FSV Mainz 05.
  • Der Slowene Tadej Pogacar fährt am Sonntag im Gelben Trikot nach Paris und wird voraussichtlich als zweitjüngster Gesamtsieger in die Geschichte der Tour de France eingehen. Die Frankreich-Rundfahrt endet mit der 21. und letzten Etappe auf den Champs Élysées.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute wieder bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Kritik oder Fragen? Melden Sie sich unter juliane.kipper@nama.de.

06:11 Uhr

Polizei rettet herumirrenden Kakadu von Bundesstraße

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Seit seiner Rettung ist das Tier nun in einem Geschäft für Züchterbedarf untergebracht, wo es von seinem Eigentümer abgeholt werden kann, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

picture alliance/dpa

Mit vereinten Kräften haben Polizei und Feuerwehr einen herumirrenden Kakadu von der Bundesstraße 6 im Kreis Hildesheim gerettet. Die Polizei war zum Ort Hasede in Niedersachsen gerufen worden, wo der Vogel immer wieder auf der Bundesstraße herumstolzierte. Die zur Unterstützung angeforderte Freiwillige Feuerwehr aus dem nahegelegenen Asel konnte den weiß-grauen Nymphensittich, der zur Familie der Kakadus gehört, dann auch einfangen.

05:52 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht