Sonntag, 28. Februar 2021Der Tag

Heute mit Vivian Micks und Johanna Ohlau
22:23 Uhr

Das war Sonntag, der 28. Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

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Gehört zum "Lockdown Life" dazu wie Maske und Desinfektion: Schere und Kamm zum Haareschneiden.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

der Tag, die Woche und der Monat enden heute gleichzeitig: Der Februar ist schon wieder vorbei. Ab morgen beginnt also der März und damit wird eine von vielen langersehnte Sache wieder möglich: der Friseurbesuch! Ich habe mich mittlerweile an meine Naturhaarfarbe und ans Spitzenschneiden gewöhnt und brauche deshalb erstmal keinen Termin - wie ist das bei Ihnen? Stimmen Sie unten gern ab!

Vorher aber fix noch ein paar Leseempfehlungen:

Entwurf für Bundestagswahl: SPD will Reiche mehr in die Pflicht nehmen

Digital und demokratisch: Wie Südkorea und Taiwan Corona bekämpfen

Abendessen mit mehr als 10 Teilnehmern - SPD wirft Spahn falsche Prioritäten vor

Schüsse und Tränengas: Mindestens 18 Tote bei Protesten in Myanmar

Iran lehnt Treffen mit US-Vertretern zu Atomstreit ab

Polizei in Thailand geht hart gegen Demonstranten vor

Was Corona angeht, bleiben Sie am besten mit unserem Corona-Ticker auf dem Laufenden. Damit verabschiede ich mich jetzt auch in den Feierabend. Kommen Sie gut in die Woche!

Ihre Johanna Ohlau

22:04 Uhr

18 Tote bei Protesten in Myanmar - UN-Generalsekretär verurteilt Gewalt

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Polizei und Militär sind hart gegen friedliche Kundgebungen im ganzen Land vorgegangen.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die Lage in Myanmar spitzt sich immer weiter zu und hat weitere Todesopfer gefordert: Nach UN-Angaben sind bei den anhaltenden Protesten gegen den Militärputsch heute mindestens 18 Menschen getötet worden. Polizei und Militär setzten scharfe Munition und Tränengas gegen die friedlichen Demonstranten ein. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat das gewaltsame Vorgehen scharf verurteilt. "Der Einsatz tödlicher Gewalt gegen friedliche Demonstranten und willkürliche Festnahmen sind inakzeptabel", erklärte UN-Sprecher Stephane Dujarric. Die steigende Zahl an Toten und Verletzten sei zutiefst verstörend. "Der Generalsekretär drängt die internationale Gemeinschaft dazu, zusammenzukommen und dem Militär klar zu signalisieren, dass es den Willen der Bevölkerung von Myanmar, wie er durch die Wahl ausgedrückt wurde, respektieren und mit der Unterdrückung aufhören muss."

Das Militär hatte am 1. Februar geputscht und die zivile Regierung abgesetzt. An dem Tag hätte das am 8. November gewählte Parlament zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen sollen. Die Nationale Liga für Demokratie (NLD) von De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi hatte die Wahl mit großem Vorsprung gewonnen, das Militär erkennt das Ergebnis aber nicht an und spricht von Betrug.

21:17 Uhr

Privatsphäre verletzt: Facebook zahlt mehr als halbe Milliarde Euro Strafe

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Facebook muss Entschädigungen an Nutzer zahlen.

(Foto: REUTERS)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg muss tief in die Tasche greifen: Als "eine der höchsten Vergleiche überhaupt für die Verletzung der Privatsphäre" bezeichnete der US-amerikanische Richter James Donato die Entschädigungssumme, die Facebook zahlen muss: 650 Millionen US-Dollar, also umgerechnet 538 Millionen Euro muss der Internetkonzern zahlen. Wie aus Dokumenten hervorgeht, in die die Nachrichtenagentur AFP Einsicht hatte, billigte ein Bundesgericht die Vereinbarung zwischen Facebook und 1,6 Millionen seiner Nutzer im Bundesstaat Illinois.

Die Staatsanwaltschaft von Chicago hatte Facebook 2015 wegen der Sammlung biometrischer Daten zur Gesichtserkennung angeklagt, die ohne Wissen der Nutzer geschah. Sie argumentierte, das Vorgehen des kalifornischen Internetriesen verstoße gegen ein 2008 in Illinois verabschiedetes Gesetz zum Schutz der Privatsphäre. Nachdem Facebook mit seinem Antrag auf Einstellung des Verfahrens gescheitert war, hatte das Unternehmen im Januar 2020 die Zahlung von 550 Millionen Dollar zur Beilegung des Rechtsstreits zugesagt. Doch die Summe lehnte Richter Donato als unzureichend ab. Jeder betroffene Nutzer erhalte jetzt mindestens 345 Dollar als Entschädigung. Facebook war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

21:00 Uhr

Die Videos des Tages

20:43 Uhr

Drei Kinder sterben bei Feuer in Flüchtlingslager in Syrien

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Es ist nach UN-Angaben das größte Lager in Syrien.

(Foto: picture alliance/AP Photo)

Bei einem Feuer in einem Flüchtlingslager im Nordosten Syriens sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef mindestens drei Kinder ums Leben gekommen. Weitere 15 seien bei dem Brand im Lager Al-Hol gestern Abend verletzt worden, teilte der Unicef-Regionaldirektor für den Nahen Osten, Ted Chaiban mit. Das Lager Al-Hol liegt in einer Region, die von Syriens Kurden kontrolliert wird. Es ist nach UN-Angaben mit mehr als 60.000 Menschen das größte Flüchtlingslager in dem Bürgerkriegsland.

20:08 Uhr

Atomstreit mit den USA: Iran weist Gesprächsangebot zurück

Im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran kriselt es wegen des Atom-Streits seit Jahren - und er wird wohl so schnell nicht beigelegt werden können: Teheran hat nun dem EU-Vorschlag für ein informelles Treffen zur Wiederbelebung des Atomabkommens mit dem Iran vorerst eine Absage erteilt. "Angesichts der jüngsten Positionen und Handlungen der USA" sowie der drei an dem Abkommen beteiligten europäischen Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien halte die Regierung "die Zeit nicht für geeignet, das vom europäischen Koordinator vorgeschlagene informelle Treffen abzuhalten", erklärte das iranische Außenministerium.

19:29 Uhr

Rodelausflug endet für 18-Jährige tödlich

Eine 18-Jährige ist in Österreich beim Rodeln ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, geriet die junge Frau in Schladming von der Rodelbahn auf eine eisige, steile Skipiste. Dort wurde sie so schnell, dass sie über den Pistenrand fuhr, nach etwa zwölf Metern auf einen Baumstumpf krachte und einige Meter die Böschung hinabrutschte. Der 45 Jahre alte Vater, der seinen Schlitten noch unter Kontrolle gebracht hatte, eilte seiner Tochter vergeblich zu Hilfe. Der Notarzt eines Rettungshubschraubers konnte nur noch den Tod der 18-Jährigen feststellen. Bei dem Rodel-Ausflug wurde auch der 16-jährige Bruder der tödlich Verunglückten durch einen Sturz verletzt.

18:58 Uhr

Gummigeschosse und Tränengas - Polizei in Thailand geht hart gegen Demonstranten vor

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Den Teilnehmern drohnen Haftstrafen wegen "Majestätsbeleidigung".

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Erstmals seit Monaten sind Polizisten in Bangkok wieder mit Gummigeschossen, Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten der thailändischen Demokratiebewegung vorgegangen. Rund 2000 Menschen demonstrierten vor einer Militärkaserne, in der Ministerpräsident Prayut Chan-O-Cha lebt. Als hunderte Demonstranten versuchten, eine Absperrung um die Kaserne zu überwinden, kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. "Sie fahren alles auf, Schilde, Knüppel, mit Chemikalien versetztes Wasser und Gummigeschosse", sagte ein Demonstrant thailändischen Medien. Ein AFP-Reporter bestätigte den Einsatz von Gummigeschossen.

Seit Monaten gehen vor allem junge Menschen auf die Straße. Sie fordern den Rücktritt des früheren und derzeitigen Regierungschefs Prayut, der mit dem Militärputsch 2014 an die Macht gekommen war. Die Demonstranten fordern überdies eine neue Verfassung sowie eine Reform der Monarchie.

18:12 Uhr

Orban droht mit Fidesz-Austritt aus EVP-Fraktion im Europäischen Parlament

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Viktor Orban

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban droht mit dem Austritt der Abgeordneten seiner Fidesz-Partei aus der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament. Dieser Schritt werde unweigerlich erfolgen, falls die EVP-Fraktion der Änderung ihrer Geschäftsordnung zustimme, wie sie die Fraktionsspitze am Freitag vorgeschlagen hatte. Das schrieb Orban in einem Brief an EVP-Fraktionschef und CDU-Politiker Manfred Weber, den die Fidesz-Vizevorsitzende Katalin Novak auf Twitter veröffentlichte.

Die vorgeschlagene Änderung der Geschäftsordnung soll es ermöglichen, dass ganze Gruppen aus der Fraktion suspendiert oder ausgeschlossen werden können. Die konservative Parteienfamilie EVP, in der auch CDU und CSU sind, ringt schon seit Jahren um ihren Umgang mit der ungarischen Mitgliedspartei. Die EVP-Mitgliedschaft des Fidesz wurde 2019 auf Eis gelegt. Zur Fraktion im Europaparlament gehören die Fidesz-Abgeordneten bislang weiter. Ob am Ende der Austritt oder doch der Ausschluss: Die Tage der Fidesz-Partei in der Fraktion scheinen gezählt zu sein.

18:00 Uhr

Schlagzeilen am Abend

17:34 Uhr

Tödliche Messerattacke auf Teenager: Hunderte Menschen bei Trauermarsch

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Die örtlichen Behörden hatten den Trauermarsch als Kundgebung aufgefasst und Auflagen wie Abstandsregeln und eine Maskenpflicht gemacht.

(Foto: picture alliance/dpa/Einsatz-Report24)

Eifersuchtsstreitigkeiten um ein Mädchen sollen zu einer tödlichen Messerattacke auf einen 13-Jährigen geführt haben. Der Fall des getöteten Teenagers vom vergangenen Mittwoch hatte weit über Sinsheim in Baden-Württemberg hinaus für Aufregung gesorgt. Hunderte Menschen haben heute an einem Trauermarsch für den Jungen in Sinsheim teilgenommen. Rund 900 Menschen kamen zu der Versammlung in den Ort bei Heidelberg, wie ein Sprecher der Polizei Mannheim sagte. Die Veranstaltung sei demnach ruhig und ohne Zwischenfälle verlaufen. Als Tatverdächtiger gilt ein 14-Jähriger, der die Tat jedoch bestreitet. Der Fall hat eine Debatte um den Umgang mit Tätern im Alter um die Strafmündigkeit ab 14 Jahren entfacht.

16:55 Uhr

Kinder sollten sich verletzen - Unbekannte schlagen Nägel in Spielgeräte

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Die Polizei stellt mehr als 100 Nägel sicher, die wohl bewusst hervorstehen sollten.

(Foto: Polizei Salzgitter)

Spielende Kinder sollten sich wohl an den hervorstehenden Nägeln verletzen: Auf einem Spielplatz in Werlaburgdorf im Landkreis Wolfenbüttel haben Unbekannte circa 100 Nägel so in Spielgeräte geschlagen. Meldungen über derartige Verletzungen seien "glücklicherweise" bislang nicht bekannt, wie die Polizei mitteilte. Die Nägel wurden in nahezu alle hölzernen Spielgeräte, Sitzbänke und Plattformen eingeschlagen. Jeweils nur einen Zentimeter tief, so dass der Rest der etwa drei Zentimeter langen Nägel nach oben herausragte. Außerdem versuchten die unbekannten Täter offenbar erfolglos das Blech der Rutsche von unten mit Nägeln zu versehen. Die Nägel wurden mithilfe der Feuerwehr entfernt.

16:15 Uhr

Tiefster Stand seit 20 Tagen - Bitcoin setzt Talfahrt fort

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(Foto: REUTERS)

Ist die Bitcoin-Euphorie vorbei? Die älteste und wichtigste Cyber-Devise setzt ihre Talfahrt fort und ist auf den tiefsten Stand seit 20 Tagen gefallen. Bitcoin lag heute bei 44.417 Dollar und notierte damit rund 3,7 Prozent unter dem Niveau vom Freitag. Die Kryptowährung hatte vor einer Woche das Rekordhoch von 58.354 Dollar erreicht, verlor zuletzt aber deutlich. Ein Börsianer hatte am Freitag gesagt, die Serie der Gewinnmitnahmen sei scheinbar noch nicht abgeschlossen.

15:51 Uhr

Prinz William und Kate werben für Impfung und warnen vor Fakenews

Der britische Prinz William und seine Frau Herzogin Kate haben sich der Queen angeschlossen und für die Corona-Impfung geworben. "Catherine und ich sind zwar überhaupt keine medizinischen Experten", sagte William bei einem Videotelefonat mit einer Frau, die an Diabetes erkrankt ist. "Aber wenn es sie tröstet, wir können Sie vorbehaltlos darin unterstützen, die Impfungen zu bekommen (...)", so der Enkel von Königin Elizabeth II. Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen sei das sehr wichtig. Die Nummer zwei in der britischen Thronfolge warnte auch vor falschen Informationen im Internet. "Die sozialen Medien sind voller Gerüchte und Fehlinformationen. Wir müssen aufpassen, wem wir Glauben schenken und wo wir unsere Informationen herbekommen", sagte William.

15:36 Uhr

US-Fußballverband streicht umstrittene Hymnen-Regel

Der nationale Fußballverband der USA hat nach einer Abstimmung unter den Mitgliedern die umstrittene Hymnen-Regel gestrichen. 2017 hatte US Soccer den Spielerinnen und Spielern verboten, bei der Nationalhymne zu knien, man solle "respektvoll stehen".

Das Präsidium hatte diese Vorschrift bereits im vergangenen Jahr widerrufen. Um sie aus dem Regelwerk zu streichen, war allerdings eine Mehrheit auf der Vollversammlung nötig. Die Regel war eingeführt worden, nachdem Superstar Megan Rapinoe aus Solidarität mit dem früheren NFL-Quarterback Colin Kaepernick bei einem Länderspiel 2016 während der Hymne gekniet hatte.

Mehr dazu und Aktuelles aus dem Sport lesen Sie im Sport-Tag.

15:22 Uhr

Tausende Schweine sterben qualvoll bei Feuer in Mastanlage

Tausende Schweine sind bei einem Brand in einer Mastanlage in Mecklenburg-Vorpommern elendig im Feuer verendet. Eins von drei Stallgebäuden der Anlage östlich von Schwerin brannte sogar bis auf die Grundmauern nieder, wie das Polizeipräsidium Rostock mitteilt. "Von den circa 9000 gehaltenen Mastschweinen konnten insgesamt 6000 Schweine vor den Flammen gerettet werden", heißt es in der Mitteilung. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst unklar.

15:06 Uhr

Kreml-Kritiker Nawalny in Straflager bei Moskau gebracht

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Regierungskritiker Alexej Nawalny bei einer Gerichtsverhandlung.

(Foto: dpa)

Der inhaftierte Kritiker der russischen Führung Alexej Nawalny ist in ein Straflager in der Nähe von Moskau gebracht worden. Er werde in dem rund hundert Kilometer östlich der Hauptstadt gelegenen Lager seine Haftstrafe verbüßen, berichtete die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf eine Kommission, die die Rechte russischer Gefangener vertritt. Die Kommission arbeitet eng mit der Gefängnisverwaltung zusammen und hat Zugang zu Insassen. Nawalny wurde wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen zu mehr als zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Nawalnys Mitstreiter Leonid Wolkow hatte zuvor in den sozialen Medien geschrieben, die Familie und Anwälte des Inhaftierten seien seit Donnerstag nicht offiziell über seinen Aufenthaltsort informiert worden. An diesem Tag hätten sie von seiner Verlegung aus einem Moskauer Gefängnis erfahren.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:36 Uhr

Regenwald überwachen: Brasiliens erster eigener Satellit gestartet

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Der Regenwald gilt als die grüne Lunge der Erde.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Brasilien hat unter anderem zur Überwachung der Abholzung im Amazonas-Gebiet den nach eigenen Angaben ersten komplett selbst entwickelten, getesteten und betriebenen Satelliten ins All geschickt. "Amazonia 1" sei am Sonntag um 01.54 Uhr (Brasília-Zeit) vom Satish Dhawan Space Centre in Indien erfolgreich gestartet, hieß es in einer Mitteilung des Instituts für Weltraumforschung (Inpe), die für die Überwachung des Regenwaldes zuständig ist. Laut der Mitteilung soll "Amazonia 1" Bilder für die Umwelt- und Landwirtschaftsbeobachtung, vor allem im Amazonas-Gebiet, liefern. Der Satellit kann mit seiner Kamera von jedem Ort der Erde alle fünf Tage eine Aufnahme machen. Dies sei besonders bei der Warnung vor Abholzung im Amazonas-Gebiet wertvoll. Laut dem Nachrichtenportal "G1" war das 400 Millionen Reais-Projekt (umgerechnet circa 60 Millionen Euro) aufgrund von Budgetmangel immer wieder bedroht. Erst kurz vor dem Start von "Amazonia 1" habe das Inpe die Stipendien von mehr als 100 Wissenschaftlern ausgesetzt.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Vivian Micks verabschiedet sich jetzt in den verdienten Feierabend. Ab jetzt übernehme ich für sie die zweite Hälfte von "Der Tag" bei ntv.de und behalte den Überblick für Sie an diesem Sonntag! Haben Sie Lob, Kritik oder Hinweise für uns? Schreiben Sie mir gern eine Mail an: johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

Ihre Johanna Ohlau

13:56 Uhr

Exorzistin tötet Kind in Sri Lanka mit Stockschlägen

In Sri Lanka ist der Glaube an Medizinmänner und Exorzisten, die bei Problemen helfen, weit verbreitet. Immer wieder kommt es deshalb zu tödlichen Teufelsaustreibungen - wie auch im Fall eines neun Jahre alten Mädchens. Die Eltern brachten sie zu einer selbsterklärten Exorzistin in dem Dorf Meegahawatte außerhalb der Hauptstadt Colombo. Ihr Todesurteil: Die Frau habe nach eigenen Angaben mehrfach mit einem Stock auf das Kind eingeschlagen, um einen Dämon zu vertreiben, der angeblich von dem Mädchen Besitz ergriffen hatte, sagte Polizeisprecher Ajith Rohana. Die Nachbarn hätten auf die Schreie des Kindes reagiert, doch um das Leben des Mädchens zu retten, sei es bereits zu spät gewesen. "Das Kind ist nach den schweren Schlägen zusammengebrochen. Bei der Einlieferung ins Krankenhaus war es bereits tot", sagte Rohana.

Alternative Medizin von Heilern sind nicht nur in der Bevölkerung verbreitet: Die Gesundheitsministerin des Landes, Pavithra Wanniarachchi, hatte kürzlich erklärt, zum lebenslangen Schutz vor dem Coronavirus den Sirup eines Wunderheilers eingenommen zu haben. Sie infizierte sich trotzdem und musste intensivmedizinisch behandelt werden.

13:34 Uhr

Maskenverweigerer randalieren in Berliner Linienbus

In Berlin haben sich zwei Männer besonders aggressiv gegen den Mundschutz gewehrt. Am späten Samstagabend sind sie ohne Maske in einen Bus eingestiegen und haben dort die anderen Fahrgäste angegriffen und dazu aufgefordert ihren Mund-Nasen-Schutz ebenfalls abzunehmen. Ein Mann forderte demnach die mutmaßlich alkoholisierten Pöbler auf, Abstand zu halten, und wurde von einem von ihnen getreten. Ein weiterer Fahrgast ging dazwischen und wurde daraufhin ins Gesicht geschlagen und verletzt. Die Busfahrerin alarmierte die Polizei. Die 22 und 50 Jahre alten Männer verließen daraufhin den Bus, wurden aber in der Nähe von der Polizei festgenommen.

12:51 Uhr

Nach lautem Streit: Partner tötet Frau offenbar mit Stoß von Balkon

Zeugen hatten zunächst einem lautstarken Streit zwischen einem Mann und einer Frau gelauscht - kurze Zeit später war die Frau aus Karlsruhe tot. Die 42-Jährige sei am Samstagabend laut Polizei über die Balkonbrüstung im vierten Obergeschoss eines Hauses gestürzt und trotz Wiederbelebungsversuchen gestorben. Der 40-jährige Partner wurde wegen Verdachts auf ein Tötungsdelikt festgenommen. Er soll die Frau gestoßen haben. Der Leichnam der Frau wird den Angaben zufolge obduziert.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:47 Uhr

AfD-Fraktionschef Wagner lässt 16-jährigen Sohn gegen Corona impfen

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Wagner sagt, er habe als Vorbild agieren und die Impfquote erhöhen wollen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der AfD-Politiker Markus Wagner hat nicht nur sich selbst, sondern auch seine Familie gegen Corona impfen lassen. Neben seiner Ehefrau, der 81-jährigen Schwiegermutter wurde auch sein 16 Jahre alter Adoptivsohn bereits Anfang Februar das Vakzin verabreicht. Der Teenager ist Nachwuchsspieler beim FC Bayern München. Der Fraktionschef aus NRW rechtfertigt die Impfungen so: Er sei geschäftsführender Gesellschafter einer Einrichtung der Eingliederungshilfe für psychisch erkrankte Menschen in Bad Oeynhausen, was ihn zur Impfung berechtige. Sein 16 Jahre alter Sohn würde trotz seiner Fußballkarriere ebenfalls in der Einrichtung in NRW arbeiten. "Er hat mit den Bewohnern Spiele gespielt und gebastelt" und "den Hausmeister unterstützt oder Bewohner mit dem Therapiehund begleitet", teilte Wagner dem WDR mit. Der Landtagsabgeordnete sagte dem Sender außerdem: "Der Junge" solle in den Familienbetrieb "hineinwachsen". Die Impfverordnung sagt dagegen, dass 16-Jährige laut Bundesregierung erst ab Gruppe 4 für eine Impfung gegen das Coronavirus vorgesehen sind, frühestens also in ein paar Monaten. Die Große Koalition hat für Impfvordrängler ein Bußgeld von 25.000 Euro vorgeschlagen.

11:24 Uhr

Hunderte Menschen brechen Corona-Regeln und randalieren in Stuttgart

In der Stuttgarter Innenstadt kam es am gestrigen Samstag zu einem Massentreffen von Hunderten von Menschen. Gegen Abend haben sich die überwiegend jungen Leute laut Polizei am Schlossplatz getroffen und sowohl die Abstandsregeln als auch die Maskenpflicht ignoriert. Nachdem die Polizei sie wegen des Ansammlungs- und Alkoholverbots aufforderte zu gehen, wurden etliche aggressiv. Sie warfen Flaschen und Steine auf die Beamten und bildeten Sprechchöre. Anschließend gingen sie in Kleingruppen davon und rissen Baustelleneinrichtungen, Blumenkübel, Leihräder sowie Mülleimer um. Mehrere Menschen müssen nun mit Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Beleidigung sowie Widerstands gegen Beamte rechnen. Zudem wird der Tatbestand des Landfriedensbruchs geprüft.

10:45 Uhr

Polizei in Myanmar tötet drei Demonstranten

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(Foto: DAWEI WATCH via REUTERS)

Die Sicherheitskräfte in Myanmar gehen mit zunehmender Gewalt gegen Demonstranten vor, die gegen den Militärputsch vor bald einem Monat demonstrieren. In der südlichen Küstenstadt Dawei wurde neben Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschossen auch scharfe Munition eingesetzt, wie ein Rettungssanitäter berichtet. Drei Demonstranten seien "mit scharfer Munition" erschossen worden, sagte Sanitäter Pyae Zaw Hein. Mindestens 20 weitere Menschen wurden nach seinen Angaben durch Gummigeschosse verletzt. Er glaube, dass es noch mehr Opfer geben könnte, "da immer mehr Verletzte eintreffen", fügte er hinzu. Das örtliche Medienportal Dawei Watch meldete ebenfalls drei Todesopfer.

Update: Nach Angaben der UNO sind 18 Menschen getötet und weitere verletzt worden. Hunderte Menschen wurden demnach festgenommen.

09:57 Uhr

55-Jähriger schubst Mann nach Streit auf Bahngleise

Dieser Streit hätte tödlich enden können: Ein 55-jähriger Mann hat in Neustadt in der Region Hannover einen anderen Mann nach einer Auseinandersetzung auf die Bahngleise geschubst. Der 34-Jährige konnte sich aber glücklicherweise noch in Sicherheit bringen und vor Einfahrt eines Zugs aus dem Gleisbett klettern. Ein Zeuge beobachtete den Vorfall und hielt den Tatverdächtigen fest, bis die Polizei eintraf. Er wurde festgenommen und in eine Klinik eingewiesen, weil er psychische Auffälligkeiten zeigte.

09:28 Uhr

Bisher größte Polizeiaktion: Hongkong beschuldigt Dutzende Aktivisten der "Verschwörung zum Umsturz"

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Leung Kwok-hung (r.) ist einer der bekanntesten Aktivisten Hongkongs.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

In Hongkong sind Dutzende Mitglieder der Demokratiebewegung der "Subversion" beschuldigt worden. 47 Menschen werde "Verschwörung zum Umsturz" vorgeworfen, teilte die Polizei in der chinesischen Sonderverwaltungszone mit. Es handelte sich um die bislang größte Polizeiaktion auf Grundlage des umstrittenen Sicherheitsgesetzes. Die Liga der Sozialdemokraten teilte mit, unter den Beschuldigten seien die bekannten Demokratie-Aktivisten Leung Kwok-hung und Jimmy Sham.

Das Ende Juni von China verabschiedete sogenannte Sicherheitsgesetz erlaubt den Behörden ein hartes Vorgehen gegen alle Aktivitäten, die nach ihrer Auffassung die nationale Sicherheit Chinas bedrohen. Verstöße können mit lebenslanger Haft geahndet werden. Das Gesetz stellt den bislang schwersten Eingriff in den Autonomiestatus Hongkongs dar.

08:55 Uhr
08:43 Uhr

Chirurg operiert Patienten während Zoom Online-Gerichtstermin

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Chirurg Scott Green (r.) schaltete sich zu einem ungünstigen Zeitpunkt zum Gerichtsprozess dazu.

In Kalifornien haben sich bei einem Online-Gerichtstermin ungewöhnliche Szenen abgespielt. Ein Arzt ist virtuell zu einem Prozess erschienen, während er sich augenscheinlich mitten in einer OP mit einem Patienten befand, berichtet der britische Guardian. Demnach war Scott Green über Video zu sehen, wie er sich in OP-Kleidung über einen Patienten beugte, als der Richter ihn fragte, ob er gerade einen Eingriff durchführe. "Ja, ich bin gerade in einem Operationssaal", soll Green geantwortet haben. Den Eingriff würde er zusammen mit einem anderen Chirurgen durchführen. Der Richter hielt das aber nicht für angemessen. Er sagte Green, er würde lieber einen neuen Verhandlungstermin festlegen, "wenn Sie nicht aktiv daran beteiligt sind, sich um die Bedürfnisse eines Patienten zu kümmern". Green entschuldigte sich noch mit den Worten, "manchmal laufen die OPs nicht wie geplant ...", doch der Richter unterbrach ihn. "Das passiert. Wir wollen die Menschen gesund und am Leben halten." Die medizinischen Behörden in Kalifornien sagten, sie werden den Vorfall untersuchen.

08:00 Uhr

Schwimmer stirbt nach Hai-Attacke - aber nicht an Verletzung

Nur wenige Meter vom Strand entfernt ist ein Hobby-Segler in Neukaledonien Opfer einer Hai-Attacke geworden. Der 57 Jahre alte Mann, der vor einem Strand der Insel Maître ankerte, wurde beim Schwimmen in der Nähe seines Bootes von dem Tier angegriffen. "Augenzeugen zufolge wurde der Mann von einem vier Meter langen Hai ins Bein gebissen", sagte ein Behördenvertreter. Der Segler starb noch vor der Ankunft eines Rettungshubschraubers - jedoch nicht an seinen Verletzungen, sondern laut der Zeitung "Les Nouvelles-Caledoniennes" an einem Herzinfarkt infolge der Hai-Attacke. 2019 war ein Fischer in dem östlich von Australien gelegenen Neukaledonien von einem Bullenhai getötet worden, wenige Tage nachdem bei einer weiteren Hai-Attacke ein Junge ein Bein verlor.

07:21 Uhr

Autofahrer lässt Siebenjährige nach Unfall zurück

Ein Mann hat in Dinslaken im Kreis Wesel ein Mädchen angefahren und sich anschließend aus dem Staub gemacht, ohne dem verletzten Kind zu helfen. Die Siebenjährige war am Samstagnachmittag mit zwei weiteren Kindern auf Fahrrädern unterwegs, als sie in einer Garagenzufahrt mit dem Wagen kollidiert ist. Sie verletzte sich leicht im Gesicht. Bei dem Fahrer des Autos handelte es sich laut Augenzeugen um einen Mann in einem dunklen PKW. Er flüchtete nach dem Zusammenprall vom Unfallort. Die Polizei in Wesel hofft auf Hinweise und fahndet nun nach dem Mann.

07:14 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

ab morgen dürfen Friseure wieder ihre Türen öffnen. In Nordrhein-Westfalen haben manche Salons sogar Termine ab Mitternacht vergeben. Mehrere Bundesländer haben für morgen zudem die Öffnung von Gartenmärkten und Blumenläden angekündigt. Die nächste Woche dürfte also für manche mit einem frischen Haarschnitt und frischen Blumen versüßt werden. Ob sich die Länder auf weitere Öffnungen, zum Beispiel von Einzelhandel und Gastronomie einigen können, wird sich am Mittwoch beim Bund-Länder-Treffen zeigen. Weitere Neuigkeiten können Sie jederzeit in unserem Corona-Liveticker verfolgen. Bevor wir uns aber weiter in die kommenden Wochen denken, bleiben wir zunächst beim letzten Tag dieser Woche (und dieses Monats). Das erwartet uns heute:

  • Der ehemalige US-Präsident Donald Trump tritt am Abend erstmals seit dem Ende seiner Amtszeit öffentlich auf. Er will sich bei einer Konferenz konservativer Aktivisten (CPAC) zur Zukunft der Republikanischen Partei äußern.

  • Gegner der Corona-Maßnahmen planen eine Demonstration in München: Der Demonstrationszug soll auf dem Marienplatz enden und beginnen, von 17 Uhr bis 19 Uhr soll hier eine Kundgebung stattfinden.

  • Papst Franziskus will am Sonntagmittag sein Angelus-Gebet zu den Menschen auf dem Petersplatz sprechen. Neben einer Katechese richtet er meist auch ein Grußwort an die Gläubigen.

  • Fußball-Bundesliga, 23. Spieltag: 13.30 Uhr FC Union Berlin - TSG Hoffenheim, 15.30 Uhr FSV Mainz 05 - FC Augsburg, 18 Uhr Bayer 04 Leverkusen - SC Freiburg.

Mein Name ist Vivian Micks und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie mir! Sie erreichen mich unter: vivian.micks(at)nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag!

06:41 Uhr

Häftlinge dürfen nicht aus Zelle: Gefängnis in Belgien unter Quarantäne

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Die Häftlinge werden mit Hygieneprodukten und einer warmen Mahlzeit pro Tag versorgt.

(Foto: imago images/Belga)

Alle Insassen in einem Gefängnis in Belgien sind wegen eines massiven Corona-Ausbruchs in Belgien unter Quarantäne gestellt worden. Mehr als die Hälfte der 132 Häftlinge in der Haftanstalt im südostbelgischen Namur waren positiv auf Corona getestet worden, sowie rund 60 der 115 Mitarbeiter. Die Lage werde als "sehr ernst" eingeschätzt, erklärte die Sprecherin der Gefängnisverwaltung, Kathleen De Vijver. Einer der infizierten Häftlinge wurde demnach in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Insassen dürfen keinen Besuch empfangen und ihre Zellen nicht verlassen, auch nicht, um die Duschräume aufzusuchen. In Belgien dominiert mittlerweile die stärker ansteckende Coronavirus-Variante B.1.1.7, die zuerst in Großbritannien auftauchte. Gemessen an der Todesfallrate gehört Belgien zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern der Welt.

06:14 Uhr

Elf Gäste auf Party in Mexiko ermordet

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Forensiker untersuchen den Tatort in Tonalá.

(Foto: REUTERS)

Blutvergießen und Morden ist in Mexiko trauriger Alltag. Derzeit werden fast 100 Morde pro Tag registriert. Nun kam es auf einer Party in Tonalá im Westen Mexikos zu einer Schießerei, bei der elf Menschen starben. "Auf dem Bürgersteig wurden die Leichen von zehn Männern mit Schusswunden gefunden", hieß es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Außerdem sei im Haus ein Minderjähriger tot aufgefunden worden, der ebenfalls Schussverletzungen aufwies. Eine Frau und ein Junge wurden verletzt. Die Täter sollen laut der Mitteilung von einem Pick-up aus das Feuer eröffnet haben.

  • Seit Ende 2006 der sogenannte Drogenkrieg in Mexiko ausbrach, hat die Gewalt in dem Land mit rund 126 Millionen Einwohnern immense Ausmaße erreicht.
  • Das geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Banden, die am Drogenschmuggel ins Nachbarland USA beteiligt sind, aber auch durch Entführungen, Erpressung und andere Verbrechen Geld erbeuten. Oft haben sie Verbindungen zu Sicherheitskräften.
  • 82.000 Menschen gelten als verschwunden. Laut Zahlen des Thinktanks IEP werden nur etwa drei Prozent der in Mexiko gemeldeten Straftaten aufgeklärt.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht