Sonntag, 18. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:30 Uhr

Das war Sonntag, der 18. Oktober 2020

Das Wochenende ist leider schon wieder vorbei. Dafür wird es in der nächsten Woche endlich wieder etwas wärmer. Und mancherorts darf man sich sogar über Sonne und einen Hauch von goldenem Oktober freuen.

Was war wichtig an diesem Sonntag?

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und einen guten Start in die neue Woche!

22:20 Uhr

Man City will Messi zum Super-Schnäppchen machen

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Wechselt er doch noch zu Pep?

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Ein Transfer von Lionel Messi vom FC Barcelona zu Manchester City kam nicht zustande. Doch die Sky Blues machen sich offenbar weiterhin Hoffnungen auf eine Verpflichtung des argentinischen Superstars.Wie die "Daily Mail" berichtet, will der Premier-League-Klub versuchen, Messi im Winter aus seinem bis 2021 laufenden Barca-Vertrag loszueisen. Demnach spekuliert ManCity darauf, dass schon 16,5 Millionen Euro reichen würden, um die finanziell angeschlagenen Katalanen schwach werden zu lassen. Das Wintertransferfenster ist die letzte Gelegenheit, Messi für eine Ablösesumme zu verscherbeln, sollte er sein Arbeitspapier nicht verlängern. Der "Mirror" berichtet dagegen, dass Messi den FC Barcelona im kommenden Sommer ablösefrei in Richtung Manchester verlassen wird.

Eine Übersicht über die wichtigsten nationalen und internationalen Gerüchte finden Sie übrigens hier!

Und noch mehr Sport-Meldungen finden Sie im Sport-Tag.

21:52 Uhr

Trumps Berater sagt "nein" zu Masken - Twitter löscht Eintrag

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Trumps Berater Scott Atlas behauptet, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz würde keinen Sinn machen.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Twitter hat einen Eintrag zum Coronavirus eines hochrangigen Beraters von US-Präsident Donald Trump gelöscht. Der Tweet verletze die Regeln über die Verbreitung von irreführender und möglicherweise falscher Informationen in Bezug auf die Corona-Pandemie, teilte Twitter mit.

Scott Atlas, Mitglied der Corona-Taskforce des Weißen Hauses, hatte geschrieben: "Masken nützen? NEIN." Das US-Präsidialamt äußerte sich bisher nicht dazu.

21:05 Uhr

Peter Tauber kündigt Rücktritt an

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Peter Tauber war von 2013 bis 2018 Generalsekretär der CDU.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber beendet seine politische Karriere. In einem Brief an die Mitglieder seines Wahlkreises kündigte der jetzige Verteidigungs-Staatssekretär an, zur Bundestagswahl 2021 nicht mehr kandidieren zu wollen.

"Persönliche und familiäre Gründe haben mich nach reiflicher Überlegung zu dieser Entscheidung bewogen", heißt es in dem Schreiben. "Dabei spielen nicht nur meine gesundheitliche Situation, sondern auch die Vorstellung, noch einmal neue berufliche Herausforderungen zu suchen und anzunehmen, eine Rolle", schreibt Tauber weiter. Es sei kein Geheimnis, dass Familie ihm viel bedeute und er seinen Lebensmittelpunkt im hessischen Gelnhausen sehe. "Auf Dauer ist die Aufgabe in Berlin dem abträglich."

20:20 Uhr

Nationalist Tatar gewinnt Präsidentenwahl in Nordzypern

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Ersin Tatar wird neuer Präsident von Nordzypern, einer Republik, die nur von der Türkei anerkannt wird.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Präsidentschaftswahl in der türkischen Republik Nordzypern hat der von Ankara unterstützte Ersin Tatar gewonnen. Dies teilte der Wahlrat in Nikosia mit. Demnach setzte sich der Nationalist Tatar in der Stichwahl gegen den sozialdemokratischen Amtsinhaber Mustafa Akinci durch. Tatar hatte in der ersten Wahlrunde vor einer Woche 32,5 Prozent erzielt, Akinci knapp 30 Prozent der Stimmen.

Akinci setzt sich für eine Wiedervereinigung Zyperns ein. Die Türkei hält den Nordteil der Insel seit 1974 militärisch besetzt und erkennt als einziges Land die dortige Republik Nordzypern an.

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19:41 Uhr

Trump darf weiteren Golfplatz in Schottland bauen

Donald Trump ist bekanntlich nicht nur der US-Präsident, sondern auch ein passionierter Golfspieler, Klimawandelleugner und Immobilienhai: Trotz Einwänden von Naturschützern darf der 74-Jährige nun einen weiteren Golfplatz in Schottland bauen. Die Behörden gaben grünes Licht für das Projekt.

Der 18-Loch-Golfplatz entsteht auf einem Anwesen des US-Präsidenten in Balmedie nahe Aberdeen, auf dem es bereits einen Golfplatz gibt. Immer wieder gab es um das Resort an der Nordseeküste Ärger. Kritiker sorgten sich etwa um die Dünen dort und um den Verlust von öffentlich zugänglichem Grund.

18:48 Uhr

Mörder stoppt Terroristen mit Narwal-Zahn: Queen verkürzt Haftstrafe

Ende November 2019 hatte ein Terrorist nahe der London Bridge in der britischen Hauptstadt zwei Menschen mit Messerstichen getötet. Beherzte Passanten griffen ein und verhinderten noch Schlimmeres. Ein Mann ging auf den Attentäter mit einem Narwal-Stoßzahn los: Für diese Tat wurde danach ein polnischer Koch gefeiert, dann stellte er aber klar: Er war's nicht.

Bei dem mutigen Helfer handelt es sich um Steven Gallant. Der 42-Jährige wurde 2005 wegen Mordes zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt. Am 29. November 2019 durfte er eine Konferenz über Resozialisierung von Gefangenen im Fishmonger's Hall besuchen. Als der Terrorist Usman Khan, der ebenfalls bei der Veranstaltung anwesend war, mit zwei Messern auf Besucher losging, nahm Gallant von der Wand der Halle den Narwal-Stoßzahn und verfolgte damit den Angreifer.

Wie der "Daily Mirror" berichtet, hat Königin Elizabeth II. die Haftstrafe für Gallant nun um zehn Monate verkürzt. Somit kann er im Juni 2021 eine vorzeitige Haftentlassung beantragen, schreibt die Zeitung weiter.

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18:00 Uhr

Waffenruhe in Berg-Karabach bricht nach wenigen Stunden

Im blutigen Konflikt in der Südkaukasus-Region Berg-Karabach haben Armenien und Aserbaidschan einen neuen Anlauf für eine Feuerpause genommen. Sie trat um Mitternacht in Kraft, war aber offenbar bereits wenige Stunden danach brüchig.

Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, die Waffenruhe verletzt zu haben. Armenien sprach nach neuen Angriffen der aserbaidschanischen Seite von Opfern auf beiden Seiten.

Bereits vor rund einer Woche hatten sich die verfeindeten Länder unter Vermittlung Russlands auf eine Feuerpause verständigt. Diese Vereinbarung war jedoch schon kurz nach Inkrafttreten gebrochen worden. Dafür gaben sich die Konfliktparteien gegenseitig die Schuld - ebenso wie für das Aufflammen der neuen Kämpfe Ende September.

17:28 Uhr

Bis zu 22 Grad: Kommt der goldene Oktober doch noch?

Keine Lust mehr auf die Kälte? Dann gibt es hier gute Nachrichten für Sie: Ab Dienstag steigen die Temperaturen auf deutlich wärmere 13 bis 18 Grad, am südlichen Oberrhein sowie mit Föhn am Alpenrand sogar auf 20 bis 22 Grad.

Leider scheint dabei nur in der Südosthälfte (außerhalb von Nebelfeldern) zeitweise die Sonne und bringt zumindest mal einen Hauch von goldenem Oktober. Im Norden und Westen sind die Wolken jedoch zahlreicher und hier fällt auch immer wieder Regen.

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17:00 Uhr

Schlagzeilen am Abend

17:14 Uhr

Demo gegen AfD: Aktivist von Auto angefahren und schwer verletzt

Am Rande einer Auseinandersetzung zwischen Demonstranten der rechten und linken Szene ist ein Mensch bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden.

  • Die Person, von der Polizei der linken Szene zugerechnet, kam nach dem Vorfall am Samstag in Henstedt-Ulzburg knapp 30 Kilometer nördlich von Hamburg ins Krankenhaus. Die Interventionistische Linke twitterte am Sonntag: "Linke Aktivist*innen wurden gezielt von einem Nazi-Auto angefahren."
  • Die Polizei teilte mit, es sei zu "Aggressionsdelikten gegenüber Beteiligten und Polizeibeamten" gekommen. Ein Warnschuss der Polizei sei nötig geworden.
  • Die linken Aktivisten demonstrierten gegen eine AfD-Veranstaltung, bei der auch der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen anwesend war.
  • Gegen den Unfallfahrer wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Er wurde befragt und wieder entlassen.
16:23 Uhr

Schwarzfahrer ohne Maske schlägt Polizisten ins Gesicht

Betrunken, aggressiv, ohne Maske, ohne Ticket: So war ein 34-Jähriger am Morgen in einer Hamburger S-Bahn unterwegs. Kontrolleuren zeigte er das Ticket einer Frau und gab falsche Personalien an. Als Kontrolleure einstiegen, zeigte er ihnen das Ticket einer Frau und gab falsche Personalien an.

An der S-Bahnstation Stadthausbrücke stießen Bundespolizisten hinzu. Der 34-Jährige leistete Widerstand und schlug einem der Beamten ins Gesicht. Dieser erlitt bei der Auseinandersetzung eine Prellung an der Hüfte und eine Schwellung an der Oberlippe.

Der 34-Jährige wurde anschließend zum Polizeirevier gebracht, wurde aber später freigelassen. Es wurden Verfahren unter anderem wegen des Verdachts auf Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Urkundenfälschung eingeleitet.

15:35 Uhr

A-45-Brücke gesprengt: Beton-Koloss fällt ins Tal

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6o Kilogramm Sprengstoff waren nötig, um die Brücke zu zerstören.

(Foto: imago images/Rene Traut)

Wenn über 12.000 Tonnen Beton aus 50 Metern ins Tal fallen, verspricht das ein sehenswürdiges Spektakel: Hunderte verfolgten im Siegerland die Sprengung der maroden Talbrücke Eisern auf der Autobahn 45.

Der Abbruch des Beton-Kolosses verlief ohne Probleme. Damit die Brücke aus bis zu 50 Metern Höhe im Ganzen zur Seite ins Tal kippt, wurden an allen fünf Pfeilern zeitgleich insgesamt über 60 Kilogramm Sprengstoff gezündet, um die Statik zu zerstören. 500 Zünder wurden dafür verwendet.

14:47 Uhr

Tausende protestieren trotz Schussdrohung in Belarus

*Datenschutz

Tausende Menschen gehen heute in Belarus bei neuen Protesten gegen Diktator Lukaschenko auf die Straße. Sie ziehen durch die Hauptstadt Minsk und andere Städte des Landes - trotz neuer Gewaltandrohungen der Behörden. Vor wenigen Tagen drohte das Innenministerium offen mit dem Einsatz von Schusswaffen und scharfer Munition.

Es gab bereits mehrere Festnahmen. Das Menschenrechtszentrum Wesna listete am frühen Nachmittag die Namen von etwa zehn Festgenommenen auf.

Beobachter in Minsk schätzten die Zahl der Teilnehmer zu Beginn der Demonstrationen auf mehr als 15.000. Vor allem in der Hauptstadt ist ein großes Aufgebot an Sicherheitskräften im Einsatz. Es ist das mittlerweile zehnte Protest-Wochenende in Folge. Die Aktionen an den Sonntagen haben besonders großen Zulauf.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Heidi Ulrich verabschiedet sich in den verregneten Feierabend. Ich übernehme ihren Platz in der gemütlichen Redaktion und begleite Sie weiter durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Sonntagnachmittag.

13:59 Uhr

"Falscher" König bricht in Schloss von Versailles ein

Im berühmten Schloss von Versailles hat die französische Polizei einen Mann festgenommen, der sich "für einen König" hielt. Der 31-Jährige wurde nach Polizeiangaben gestern Abend in Gewahrsam genommen, nachdem er sich gewaltsam Zutritt zu dem Schlossareal verschafft hatte. Der Mann hatte sich zuvor in einem Taxi zu dem Schloss nahe Paris fahren lassen. Der Fahrer meldete den "mit einem Laken bekleideten" Mann bei den Behörden; dieser habe behauptet, ein König zu sein und das Schloss betreten zu wollen.

Am Schloss fand die Polizei ein zerbrochenes Fenster vor. Kurz darauf sei der Mann entdeckt und festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft bestätigte das Eindringen eines Mannes, der die Schlossmauer überwunden haben soll. Schäden im Inneren des Schlosses gab es aber nicht.

13:27 Uhr

Tausende trotzen Versammlungsverbot in Thailand

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Demonstration in der Hauptstadt Bangkok.

(Foto: REUTERS)

Trotz der Festnahmen von Aktivisten und eines Versammlungsverbotes haben in Thailand erneut Tausende Menschen gegen die Regierung von Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha protestiert. In rund 20 Städten fanden Kundgebungen statt. Die Teilnehmer fordern den Rücktritt des Regierungschefs, eine Neuwahl und umfassende Reformen. Sieben Menschen seien nach friedlichen Protesten am Vortag in Bangkok festgenommen worden, teilte die Rechtshilfegruppe Thai Lawyers for Human Rights mit. Unter ihnen sei Panupong Jadnok, einer der wenigen bis dahin noch freien Köpfe der Demokratiebewegung. Die Regierung hatte nach einer Großdemonstration in Bangkok, bei der die Teilnehmer zum Regierungssitz marschiert waren und dort kampiert hatten, Zusammenkünfte von mehr als fünf Personen verboten und mehrere Straßen sperren lassen.

12:51 Uhr

Türkei erklärt sich für Seenotrettung nahe Griechenland zuständig

Das dürfte die jüngsten Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei weiter verschärfen: Der türkische Verkehr- und Infrastrukturminister Karaismailoglu veröffentlichte eine Karte, auf der das Zuständigkeitsgebiet der Türkei für Such- und Rettungsaktionen bis zur Mitte der Ägäis ausgedehnt wird. Damit erklärt sich Ankara dafür zuständig, Schiffbrüchigen zu helfen, wenn diese wenige Seemeilen vor den griechischen Inseln in der Mitte der Ägäis wie Mykonos, Santorin oder Kreta ein Notsignal senden.

Das griechische Außenministerium warf der Regierung in Ankara vor, damit "Konfusion" zu erzeugen und so Menschenleben zu gefährden. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation und die Internationale Zivilluftfahrtorganisation hätten Griechenland seit mehr als 70 Jahren die Such- und Rettungsaktionen in der Ägäis zugeteilt.

Zwischen der Türkei und Griechenland gibt es aktuell Spannungen, da sie über Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer streiten. Griechenland wirft der Türkei vor, in der Region griechischer Inseln illegal Vorkommen zu erkunden. Die Türkei weist das zurück.

12:15 Uhr

Poser und Raser in Dortmund bekommen Platzverweise

Einige Autofahrer lassen ganz gerne mal den Motor aufheulen oder versuchen auf andere Weise, auf sich aufmerksam zu machen. In Dortmund hat die Polizei letzte Nacht solchen Posern sowie Rasern 86 Platzverweise erteilt. Sie mussten den Innenstadtbereich verlassen. Die Einsatzkräfte gingen bereits zum wiederholten Mal mit solch einem gezielten Einsatz gegen die Szene vor. Sie zogen unter anderem Autos mit zu lauten Auspuffanlagen aus dem Verkehr.

11:39 Uhr

Giftpilz zum Pilz des Jahres 2021 gekürt

Der Grünling ist der Pilz des Jahres 2021. Es lohnt sich, von diesem Pilz schon mal gehört zu haben, denn er zählt heute zu den Giftpilzen. Das war allerdings nicht immer so. Noch bis vor etwa 20 Jahren habe er als schmackhafter Speisepilz gegolten, erklärte die Deutsche Gesellschaft für Mykologie. Die Experten warnen deshalb vor veralteten Pilzbüchern. 2001 wurden mehrere Todesfälle bekannt, nachdem Menschen große Mengen des Lamellenpilzes gegessen hatten. Der bis zu zwölf Zentimeter breite Hut hat eine gelb-grünliche bis braun-grünliche Farbe. Zu sehen ist er zwischen August und November - also Augen auf beim Pilzesammeln!

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Der Grünling gilt heute als giftig.

(Foto: dpa)

11:04 Uhr

Ehemaliger "Hör mal, wer da hämmert"-Star verhaftet

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Das Polizeifoto von Zachery Bryan. In den 90er-Jahren spielte er Brad Taylor in "Hör mal, wer da hämmert".

(Foto: AP)

Der Schauspieler und Produzent Zachery Bryan, vor allem bekannt aus der Serie "Hör mal, wer da hämmert", wurde verhaftet. Das "People"-Magazin berichtet unter Berufung auf die Polizei, dass der 39-Jährige eine Frau stranguliert haben soll. Demnach wurden Beamte am Freitagabend zu einem Wohnkomplex in Eugene im US-Bundesstaat Oregon gerufen. Nachbarn hätten eine körperliche Auseinandersetzung gemeldet, sagte ein Polizeisprecher. Bei der Ankunft fanden die Beamten Bryan "draußen sitzend" vor, während sich das Opfer, eine 27-jährige Frau, in einer Nachbarwohnung aufhielt. "Eine Untersuchung ergab, dass Bryan während des Streits das Opfer angegriffen, ihre Atmung behindert und ihr das Telefon weggenommen haben soll, als sie versuchte, den Notruf zu wählen", so der Sprecher. Bryan hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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10:42 Uhr

Sanft gesprochene Worte tun Kühen gut

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Bei dieser Kuh kommt offenbar auch das Halskraulen gut an.

(Foto: dpa)

Sollten Sie in freier Wildbahn einer Kuh begegnen, seien Sie bitte freundlich! Sanft gesprochene Worte entspannen Kühe. Das ist jetzt sogar wissenschaftlich belegt. Die Studie aus Wien ist in der Fachzeitschrift "Frontiers in Psychology" erschienen. Die Studie hat den Einfluss von Sprechen und Streicheln auf Kühe untersucht. "Wir wissen, dass sich der Umgang auch auf die Milchleistung und Gesundheit der Tiere auswirkt", sagte Annika Lange von der Veterinärmedizinischen Universität Wien. "Vielleicht werden Bauern belächelt, wenn sie mit ihren Kühen reden, aber es hat tatsächlich einen Effekt."

In der Studie entspannten sich die Kühe, wenn sie gestreichelt wurden und dabei eine sanfte Stimme hörten: Sie streckten genüsslich den Hals, schlossen die Augen, zuckten weniger mit den Ohren, ihr Herz schlug danach langsamer. Dabei war der Entspannungseffekt deutlicher, wenn die Stimme direkt vom Menschen neben ihnen kam anstatt aus einem Lautsprecher am Körper der Forscherin.

10:25 Uhr

SPD-Chef wirft Koalitionspartner Blockaden vor

Rund ein Jahr vor der Bundestagswahl hat SPD-Chef Walter-Borjans beklagt, dass abgesehen von der Politik gegen die Corona-Pandemie in der großen Koalition kaum etwas vorangehe. Er macht die Union dafür verantwortlich. "CDU und CSU stehlen sich zunehmend aus ihrer Verantwortung als Koalitionspartner", sagte er dem "Spiegel". Die Union blockiere bei den Werk- und Zeitverträgen in der Fleischindustrie, dem Lieferkettengesetz und dem Lobbyregister, kritisierte Walter-Borjans. Ebenso behindere Wirtschaftsminister Altmaier von der CDU den Gesetzentwurf für mehr Frauen in Führungspositionen. Auch beim Thema Flüchtlinge komme die Regierung nicht voran. "Wir hatten uns vor Wochen darauf geeinigt, dass als Soforthilfe 1500 Geflüchtete aus Griechenland aufgenommen werden. Aber nichts geschieht. So geht das nicht", monierte der SPD-Chef.

10:00 Uhr

Mordvorwurf nach tödlichem Unfall auf A66 fallengelassen

Nach dem tödlichen mutmaßlichen Autorennen auf der Autobahn 66 bei Hofheim am Taunus hat die Staatsanwaltschaft den Mordvorwurf gegen drei Männer fallengelassen. Zwei Männer im Alter von 29 und 26 Jahren seien aus der Untersuchungshaft entlassen worden, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde. Nach einem dritten Mann werde aber nach wie vor gefahndet. Bei dem mutmaßlichen Rennen am vergangenen Wochenende war eine unbeteiligte Frau gestorben.

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09:31 Uhr

China beschränkt Hightech-Exporte

Im Handelsstreit mit den USA hat China ein Gesetz verabschiedet, das den Export bestimmter Hightech-Güter beschränkt. Die Regelung erlaube der Regierung in Peking das Vorgehen gegen Länder, die Exportkontrollen missbrauchten und damit chinesischen Interessen schadeten, berichteten staatliche Medien. Zu den betroffenen Waren zählen laut einer Erklärung des Nationalen Volkskongresses Rüstungsgüter sowie Produkte, Dienstleistungen und relevante Daten anderer Technologien. Die Nachrichtenagentur Xinhua ging in ihrer Meldung nicht darauf ein, gegen welche Länder sich das neue Gesetz richtet. Die USA hatten China im September allerdings verärgert, indem sie Ausfuhren an den größten chinesischen Chiphersteller Semiconductor Manufacturing International Corp beschränkten. Zudem gehen die USA gegen den Netzwerkausrüster Huawei und andere Konzerne vor. Das neue chinesische Gesetz tritt laut Xinhua am 1. Dezember in Kraft.

08:55 Uhr

Logistiker erwarten im Weihnachtsgeschäft so viele Pakete wie nie

Der Paketversand bommt schon länger durch den erstarkenden Online-Handel. Dieses Jahr wirkt die Corona-Pandemie als zusätzlicher Treiber. Deutschlands Logistiker werden im diesjährigen Weihnachtsgeschäft laut eigenen Prognosen so viele Sendungen zustellen wie nie zuvor. Sowohl Hermes als auch DPD rechnen im Vergleich zum Vorjahr mit einem Mengenwachstum von 20 Prozent, wie die Firmen mitteilten. Während DPD keine absolute Zahl nannte, sprach Hermes von voraussichtlich 120 Millionen Paketzustellungen im letzten Jahresquartal und damit einem Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Auch der kleinere Konkurrent GLS Deutschland geht von einer Rekordmenge aus und rechnet mit einem Zuwachs von mehr als 100.000 Paketen am Tag. Der Marktführer Deutsche Post DHL will erst zum Monatsende eine Einschätzung vorlegen.

08:26 Uhr

Interesse an rechten Sportgruppen wächst bei jungen Extremisten

Rechtsextremistische Kampfsportgruppen rücken immer stärker ins Blickfeld der deutschen Sicherheitsbehörden. In einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion heißt es, "insbesondere junge Rechtsextremisten interessieren sich zunehmend für gemeinsame sportliche Aktivitäten", neben Kampfsport seien auch Kraftsport und Bergsteigen in der Szene beliebt. Die Grünen fordern eine sportpolitische Strategie, um einer Unterwanderung des Extremkampfsports durch Rechtsextreme Einhalt zu gebieten. "Uns muss klar sein, dass die extreme Rechte Kampfsport nicht als Selbstzweck betreibt. Da wird für den Straßenkampf und letztlich für den Umsturz, den 'Tag X' trainiert", sagte Monika Lazar, sportpolitische Sprecherin der Fraktion. Ein Lizensierungsverfahren für Sportstudios und Trainer könnte hier eine Lösung sei.

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08:00 Uhr

Männer dominieren noch immer Dax-Aufsichtsräte

In den größten deutschen Konzernen sind heute 36 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder Frauen. Wie aus einer Studie der Personalberatung Russell Reynolds hervorgeht, sind die Schlüsselpositionen jedoch weiterhin von Männern besetzt: Simone Bagel-Trah bei Henkel sei die einzige Aufsichtsratsvorsitzende in den 30 Dax-Konzernen. Und nur 17 der 142 Ausschussvorsitzenden seien Frauen.

Firmen ab einer bestimmten Größe - in der Regel ab 2000 Beschäftigten - müssen seit Anfang 2016 frei werdende Aufsichtsratsposten mit Frauen neu besetzen, bis mindestens ein Frauenanteil von 30 Prozent erreicht ist. Vorgaben zur Besetzung von Vorständen gibt es bisher nicht.

07:21 Uhr

SUVs sollen heimliche Gewinner von Umweltprämie sein

Von der Umweltprämie für Elektroautos profitieren offenbar vor allem Geländewagenhersteller. Autofirmen kommen laut einer Umfrage der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit der Produktion von SUVs mit Plug-In-Hybrid-Motoren kaum hinterher, sodass die Lieferzeiten für diese Modelle immer länger werden.

  • Der Grünen-Politiker Cem Özdemir sprach in diesem Zusammenhang von "staatlich subventioniertem Klimabetrug". "Viele fahren fast ausschließlich mit dem fossilen Verbrenner und nutzen die E-Mobilität nur zur Startbeschleunigung an der Ampel", sagte Özdemir der Zeitung.
  • Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic warnte, die Autoindustrie werde "politisch kaputt reguliert" und kritisierte ebenfalls die "irre hohen Subventionen". Es müsse kontrolliert werden, wie stark die Batterie im Alltag tatsächlich genutzt werde.
  • Das Beratungsgremium der Bundesregierung "Nationale Plattform Zukunft der Mobilität" kritisierte unter Berufung auf Studien, dass Dienstwagen mit Plug-In-Hybrid-Antrieb nur zu 18 Prozent elektrisch bewegt würden. Die Umweltprämie müsse daher neu justiert werden.

06:56 Uhr

Israel und Bahrain nehmen heute diplomatische Beziehungen auf

Bahrain und Israel wollen heute offiziell diplomatische Beziehungen aufnehmen. Von israelischen Behörden hieß es, es sei eine Zeremonie in der bahrainischen Hauptstadt Manama geplant, bei der Vertreter beider Staaten eine "gemeinsame Erklärung" unterzeichnen wollen. Danach könnten beide Staaten Botschaften im jeweils anderen Land eröffnen. Letzten Monat hatten Israel sowie Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate historische Abkommen über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen unterschrieben. Von den arabischen Ländern hatten bisher nur Ägypten und Jordanien diplomatische Kontakte zu Israel.

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Einigung zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen im letzten Monat.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Im Gegenzug für die Vereinbarung mit den Emiraten will die israelische Regierung die Annektierung von Gebieten im besetzten Westjordanland aussetzen, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen. Die arabischen Staaten verfolgten bislang den Ansatz, die Lösung des Konflikts mit den Palästinensern zur Bedingung für eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel zu machen. Die Palästinenser fühlen sich daher von den jüngsten Abkommen verraten.

06:21 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

In vielen französischen Städten wollen heute Nachmittag Menschen aus Solidarität mit dem ermordeten Lehrer auf die Straße gehen. Das Attentat hat landesweit und darüber hinaus Entsetzen ausgelöst. Unter anderem hat die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" gemeinsam mit der Organisation SOS Racisme und Lehrergewerkschaften zu einer Demonstration in Paris aufgerufen. Außerdem stehen heute unter anderem noch diese Termine an:

  • Ungeachtet der Gewaltandrohung der Behörden in Belarus ruft die Opposition zu neuen Massenprotesten ab 13 Uhr auf.
  • In der international nicht anerkannten Republik Nordzypern ringen zwei Kandidaten in einer Stichwahl um das Präsidentenamt.
  • Gut 7,3 Millionen Wahlberechtigte in Bolivien sind dazu aufgerufen, einen Präsidenten und ein Parlament zu wählen.
  • Zum Abschluss des vierten Spieltags der Fußball-Bundesliga will der FC Schalke 04 gegen den 1. FC Union Berlin seine Krise abmildern. Dem Revierclub droht der nächste Negativrekord: Sieben Ligaspiele in Serie haben die Königsblauen noch nie verloren - mit einer Niederlage am Abend wäre es so weit. Und der 1. FC Köln empfängt am Nachmittag Eintracht Frankfurt. Die Hessen sind saisonübergreifend seit fünf Auswärtsspielen ungeschlagen.
  • Zum Weltcup-Auftakt in Sölden wollen die deutschen Skirennfahrer für einen Start nach Maß in den Winter sorgen. Stefan Luitz und Alexander Schmid gehen ab 10 Uhr beim Riesenslalom mit Hoffnungen auf vordere Plätze in das Rennen.