Dienstag, 27. September 2022Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:34 Uhr

Das war Dienstag, der 27. September 2022

Die Russen legen Teile der Ukraine in Schutt und Asche und behaupten jetzt, die Bewohner der besetzten Gebiete hätten bei den "Referenden" mehrheitlich für die Annexion durch Moskau gestimmt. Was für eine Überraschung! Gleichzeitig droht der Kreml einmal mehr mit Atomwaffen - und verübt möglicherweise Anschläge auf Erdgas-Pipelines in der Ostsee. Währenddessen verlassen Hunderttausende Männer Russland, weil sie nicht als Kanonenfutter benutzt werden wollen. Alle Entwicklungen rund um den russischen Angriffskrieg in der Ukraine können Sie hier nachlesen.

Was war heute sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht, bis morgen!

22:05 Uhr

Kronprinz bin Salman wird Ministerpräsident Saudi-Arabiens

307977170.jpg

Kronprinz Mohammed bin Salman soll den Mord am Journalisten Jamal Khashoggi in Auftrag gegeben haben.

(Foto: picture alliance / AA)

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman ist zum Ministerpräsidenten des Landes ernannt worden. Der 37-Jährige wurde im Zuge einer Regierungsumbildung als Vorsitzender des Ministerrats nominiert, hieß es in einem von der staatlichen Nachrichtenagentur Spa veröffentlichten Dekret von König Salman. Der Posten wird traditionell vom König selbst bekleidet. Der Kronprinz gilt bereits seit Jahren als De-facto-Herrscher Saudi-Arabiens. Bislang hatte er das Amt des Vize-Regierungschefs und des Verteidigungsministers inne. Bin Salman war für die Ermordung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi mitverantwortlich gemacht worden, was er bestreitet.

Neuer Verteidigungsminister wird sein jüngerer Bruder Chalid bin Salman, der das Amt zuvor nur stellvertretend inne hatte.

21:32 Uhr

Drei Männer sterben durch Blitzeinschlag unter einem Baum in Sofia

Bei einem Blitzeinschlag in der bulgarischen Hauptstadt Sofia sind drei Syrer ums Leben gekommen. Die Männer hatten sich während des starken Gewitters unter einem Baum in einer Parkanlage aufgehalten. Ein Landsmann von ihnen wurde nach dem Blitzschlag in einem kritischen Zustand in die Notfallklinik gebracht. Ein weiterer Mann kam nach einem Blitzeinschlag in einem anderen Park auch in ein Krankenhaus.

Der Gewittersturm verursachte in der Balkanmetropole ein Verkehrschaos. Zudem standen zahlreiche Kellerräume, Unterführungen, Läden und Lokale im Wasser. Die Stromversorgung wurde in einigen Stadtteilen vorübergehend unterbrochen.

20:55 Uhr

Schwere Explosion im Zentrum von Halle

Im Stadtzentrum von Halle hat es eine starke Explosion gegeben. Dabei wurden zwei Jugendliche schwer verletzt. Die Explosion ereignete sich gegen 18.00 Uhr in den öffentlichen Toiletten im Marktschlösschen auf dem Marktplatz, drei Menschen wurden insgesamt verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Eine 12- und eine 13-Jährige seien schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Eine 51-jährige Frau sei leicht verletzt worden. "Die Ursache ist derzeit noch völlig unklar", sagte der Sprecher.

Mehr dazu lesen Sie in Kürze auf ntv.de

20:26 Uhr

Anschlag in der Türkei: Erdogan beschuldigt Opposition

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat einem Teil der Opposition die Schuld für einen mutmaßlichen Terroranschlag gegeben. Bei dem Angriff in der südlichen Stadt Mersin hatten zwei Frauen eine Polizeiwache attackiert und einen Polizisten getötet.

  • "Wer nutzt die beiden Terroristen-Frauen aus, diese bekannte Partei im Parlament", sagte Erdogan. Auf welche Partei er sich genau bezog, ließ der Präsident offen. Es dürfte jedoch die pro-kurdische HDP gemeint sein, der die türkische Regierung eine Nähe zu der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK attestiert. 
  • Welcher "Gehirnwäsche" seien die Frauen unterzogen worden, damit sie sich für eine "falsche Sache" opferten, fragte Erdogan weiter.
  • Innenminister Süleyman Soylu erklärte, der in der Wache diensthabende Polizist sei nach dem Anschlag im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Ein Beamter und ein Zivilist wurden demnach verletzt. Als Polizisten zur Hilfe gekommen seien, seien die Angreifer verletzt worden und hätten sich anschließend in die Luft gesprengt. Die Behörden identifizierten eine Attentäterin als PKK-Anhängerin, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.
19:52 Uhr

Mann parkt auf Autobahn und geht Pilze sammeln

Ein Mann hat in Mecklenburg-Vorpommern sein Auto auf der Standspur der Autobahn 14 geparkt - um in einem angrenzenden Wald Pilze zu sammeln.  

  • Mitarbeiter der Autobahnmeisterei entdeckten das herrenlose Auto und informierten die Polizei. Ein Warndreieck war hinter dem Fahrzeug nicht aufgestellt, zudem fehlte vom Fahrer jede Spur. Versuche, den Fahrzeughalter telefonisch zu erreichen, schlugen ebenfalls fehl.
  • Zur Gefahrenabwehr sollte das Auto schließlich abgeschleppt werden. Als der Abschleppdienst den Wagen gerade verladen wollte, tauchte der 41-Jährige plötzlich aus dem Wald auf.
  • Für mehrere Tüten frisch gesammelter Pilze muss der Mann nun einen ziemlich hohen Preis zahlen – ein Bußgeld wegen Parkverstoßes in Höhe von 70 Euro und einen Punkt in Flensburg.
19:02 Uhr

ESC 2023: Zwei Städte sind im Rennen um Austragung

Als Gewinner des Eurovision Song Contests 2022 dürfte eigentlich die Ukraine den nächsten ESC ausrichten. Aufgrund des Krieges im Land hat der Zweitplatzierte, Großbritannien, übernommen und wird den ESC 2023 austragen. Die BBC hat nun bekanntgegeben, welche zwei Städte im Rennen um die Austragung im kommenden Mai sind.

a5aff05aa40769099973806038765665.jpg

Die ukrainische Band Kalush Orchestra gewann den ESC 2022. Das Wettbewerb findet im nächsten Jahr aber in Großbritannien statt.

(Foto: dpa)

Glasgow und Liverpool haben sich gegen Birmingham, Leeds, Manchester, Newcastle und Sheffield durchgesetzt. Laut BBC hätten die beiden Städte mit dem "stärksten Gesamtangebot" überzeugt. Eine endgültige Entscheidung werde "innerhalb der nächsten Wochen" getroffen, teilte der Sender weiter mit.

Beim diesjährigen ESC hat der britische Musiker Sam Ryder den zweiten Platz belegt. Gewonnen hat die ukrainische Band Kalush Orchestra. Die BBC kündigte an, dass der Wettbewerb 2023 ein "echtes Spiegelbild der ukrainischen Kultur sein wird und gleichzeitig die Vielfalt der britischen Musik und Kreativität zeigen wird".

18:30 Uhr

Schlagzeilen am Abend

18:28 Uhr
Breaking News

Habeck: Stand heute wäre Winter-Einsatz von AKW nötig

Die beiden süddeutschen AKW Isar 2 und Neckarwestheim 2 müssten nach Worten von Wirtschaftsminister Robert Habeck nach derzeitigem Stand über das Jahresende hinaus laufen. Die angespannte Lage vor allem wegen der fehlenden französischen Atom-Leistung würde den Einsatz als Reserve dann notwendig machen, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck in Berlin.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:16 Uhr

So verbringt Scholz seine Corona-Quarantäne

Bundeskanzler Olaf Scholz verbringt seine Corona-Isolationszeit komplett im Kanzleramt. Die kleine Wohnung dort "bietet sich an, weil ich von hier aus meiner Arbeit gut nachgehen kann", sagte Scholz der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Besondere Umstände mache dies keine. "Ich habe hier alles, was ich brauche", sagte der Kanzler. Hunderttausende Bürgerinnen und Bürger hätten in den vergangenen zweieinhalb Jahren Zeit in Quarantäne oder Isolation verbracht, "da muss ich kein Aufhebens drum machen."

Auf ärztlichen Rat nehme er Paxlovid, sagte Scholz weiter. "Das Medikament kann helfen, die Ausbreitung des Virus im Körper zu unterdrücken." Gesundheitlich gehe es ihm "den Umständen entsprechend ganz gut". Die Infektion scheine eher mild zu verlaufen. Um die abgesagten Termine tue es ihm leid. "Nun nutze ich die Zeit, um intern vieles zu bewegen", sagte der Bundeskanzler.

17:28 Uhr

Dutzende Tote bei Bootsunglück in Bangladesch - darunter 22 Kinder

Nach dem Kentern eines Pilger-Boots sind in Bangladesch mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen. Unter den bisher geborgenen Toten seien 22 Kinder, meldeten die Behörden in der nördlichen Stadt Boda. Das Boot war auf dem Weg zu einem wichtigen Hindu-Tempel, als es plötzlich auf die Seite kippte.

Marinetaucher, Feuerwehr und Anwohner suchten entlang eines langen Abschnitts des Karotoa-Flusses nach möglichen weiteren Opfern. Mehrere Menschen wurden laut Polizeiangaben noch vermisst.

16:46 Uhr

Söder verleiht Schwarzenegger einen Preis - "keine Ahnung", wofür

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat dem Hollywood- und Action-Star Arnold Schwarzenegger den Ehrenpreis des Bayerischen Fernsehpreises verliehen - doch wofür genau? "Keine Ahnung", sagte der Schauspieler und Ex-Gouverneur von Kalifornien kurz vor der Übergabe in München. "Das ist vielleicht eine Auszeichnung für meinen Fitnesskreuzzug, den ich hier in München begonnen habe 1966", mutmaßte Arnie.

317584319.jpg

Söder musste Schwarzenegger erstmal erklären, wofür er den Preis bekommt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Söder klärte auf, was es mit dem Ehrenpreis beim "Blauer Panther - TV & Streaming Award" für den in die USA ausgewanderten Österreicher auf sich hat: Man würdige das große Engagement des 75-Jährigen in den sozialen Medien gegen Propaganda und Desinformation zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Es geht insbesondere um ein Video, das Schwarzenegger knapp einen Monat nach dem Einmarsch Russlands im Nachbarland veröffentlicht habe. Mit eindringlichen Worten macht er darin die Russen auf das Unrecht des Krieges aufmerksam.

16:04 Uhr

Katze aktiviert Kochfeld und löst Brand aus

Das ist ein Albtraum eines jeden Katzenbesitzers: In Augsburg hat eine Katze offenbar das Kochfeld eine Küchenherds aktiviert und dadurch einen Brand verursacht.

62613099.jpg

Katzenbesitzer sollten die Kindersicherung am Herd aktivieren - oder die Samtpfote von der Küche fernhalten.

(Foto: picture alliance / dpa Themendienst)

Anwohner meldeten eine starke Rauchentwicklung aus dem dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Offenkundig hatte sich Hausmüll auf dem Kochfeld entzündet. Menschen befanden sich bei Ausbruch des Feuers nicht in der Wohnung. Eine Nachbarin rettete allerdings mehrere Tiere aus den verrauchten Räumen. Der Brand wurde durch die Feuerwehr schnell gelöscht.

Die Wohnung ist vorerst nicht mehr bewohnbar. Der Mieter und seine Tiere kamen bei Bekannten unter.

15:22 Uhr

Schmuggler tarnen fünf Kilo Kokain als Gemälde

317569304.jpg

Schöne Bilder. Ins Museum kommen sie aber nicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ist das Kunst? Oder kann das einen weghauen? Beides stimmt zu. Der Zoll hat am Köln/Bonner Flughafen fünf Kilogramm Kokain als Untergrund für gemalte Bilder beschlagnahmt. Das hochreine Kokain sei zur Tarnung sehr flach gepresst und dann bemalt worden, sagte Zoll-Sprecher Jens Ahland in Köln. "Allein die Menge dieser Kokain-Bilder hätte eine Einzeldosis für so viele Leute ergeben, wie in das ausverkaufte Stadion des 1. FC Köln passen."

Aktuell seien fast jede Nacht Drogenfunde in Paketen am Flughafen zu verzeichnen. Allein seit Mitte Juni seien dort Drogen im Wert von rund 2,9 Millionen Euro gefunden worden. Neben Heroin und Crystal Meth in Büchern und Ecstasy-Tabletten in Protein-Pulver-Packungen sei auch Haschisch zwischen Kinderspielzeug versteckt worden. 

14:45 Uhr

Kolumbianer nimmt nach Glyphosat-Kontakt Sterbehilfe in Anspruch

Nachdem er bei der Arbeit jahrelang dem Unkrautvernichter Glyphosat ausgesetzt war und später an Parkinson erkrankte, hat ein Ex-Beamter der kolumbianischen Anti-Drogenpolizei Sterbehilfe in Anspruch genommen. Der 59-jährige Gilberto Avila sei in Armenia im Zentrum des Landes gestorben, sagte einer seiner Angehörigen.

  • In den 90er Jahren hatte Avila an mehreren Einsätzen teilgenommen, bei denen Koka-Felder mit dem Unkrautvernichtungsmittel besprüht wurden. Gemeinsam mit Kollegen hatte der Polizist die Felder bewacht, während die Chemikalie per Hubschrauber oder Flugzeug über den Pflanzen ausgebracht wurde. Dabei wurden auch die Beamten mit eingesprüht.
  • 2009 wurde bei Avila Parkinson diagnostiziert. Es gebe eine "hohe Wahrscheinlichkeit", dass das Glyphosat seine Erkrankung verursacht habe, sagte Avila. Zwei seiner Kollegen seien ebenfalls an Parkinson erkrankt
  • "Ich will nicht, dass das Glyphosat weiter Leben wie das meine tötet", hatte Avila in der vergangenen Woche in einem Video gesagt, in dem er seine Entscheidung bekanntgab, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Er war zuletzt nahezu vollständig gelähmt.
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Lea Verstl verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ab sofort begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:55 Uhr

So schmeckt fast 140 Jahre altes Bier aus der Kaiserzeit

317567102.jpg

Eine fast 140 Jahre alte Flasche Bier in einem Regal der TUM.

(Foto: picture alliance/dpa/Privatbrauerei Barre)

Schlank, elegant und harmonisch - so beurteilen Verkoster den Geschmack eines fast 140 Jahre alten Bieres, nachdem sie das historische Getränk für ein Projekt der Technischen Universität München (TUM) probiert haben. Sie schmeckten dabei unter anderem Aromen von Sherry, Port und Pflaumen. "Es war sehr harmonisch im Gesamteindruck und in der Bitterkeit", erläuterte Martin Zarnkow, Leiter Technologie und Entwicklung im Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität in einer Mitteilung.

Das Bier rieche und schmecke noch immer ganz hervorragend. Die 1885 abgefüllte Flasche war nach Angaben der Uni in Norddeutschland aufbewahrt und bei Aufräumarbeiten in einem Geschäftsgebäude gefunden worden. Sie stammt demnach von der Privatbrauerei Barre, einer Brauerei in Lübbecke im Kreis Minden-Lübbecke in Nordrhein-Westfalen. Das Bier sei durchgängig bei Raumtemperatur gelagert worden und mit Korken, Draht und Wachs versiegelt gewesen.

Den Wissenschaftlern ging es bei ihrer Untersuchung aber nicht nur um den Geschmack des Bieres aus der Kaiserzeit. Sie analysierten auch das molekulare Profil des Bieres am Lehrstuhl für Analytische Lebensmittelchemie. Die Untersuchung ergab, dass die Signatur des historischen Bieres, abgesehen von einer starken Oxidation der Hopfenbestandteile, mit modernen, industriell gebrauten Bieren vergleichbar ist.

13:28 Uhr

Lehrer soll Schüler wegen Schreibfehlers erschlagen haben

Die indische Polizei fahndet nach einem Lehrer, der einen Schüler wegen eines Schreibfehlers erschlagen haben soll. Der 15-jährige Oberschüler Nikhil Dohre war nach Angaben seines Vaters Anfang des Monats von dem Lehrer mit einer Rute bewusstlos geschlagen und getreten worden, weil er das Wort "social" in einer Klassenarbeit falsch geschrieben hatte. Am Montag starb er schließlich in einem Krankenhaus im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh.

Der verantwortliche Lehrer sei auf der Flucht, "aber wir werden ihn bald festnehmen", sagte ein Polizeisprecher. Der 15-Jährige gehörte zur niedrigsten Kaste der Dalit, deren Angehörige in Indien seit Jahrhunderten diskriminiert werden. Nach dem Tod des Jungen waren am Montag Hunderte Demonstranten auf die Straße gegangen.

12:59 Uhr

Shakira drohen acht Jahre Haft wegen Steuerhinterziehung

Popstar Shakira muss sich in Spanien wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten. Ein Gericht bei Barcelona ließ die Anklage gegen die kolumbianische Sängerin nun zu. Die Ermittler werfen der 45-Jährigen vor, den spanischen Fiskus um 14,5 Millionen Euro an Steuern betrogen zu haben. Ein Prozessdatum steht bislang noch nicht fest.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Juli in ihrer Anklageschrift angekündigt, mindestens acht Jahre Haft fordern zu wollen. Shakira hatte zuvor einen Deal mit der Ermittlungsbehörde abgelehnt. Sie weist alle Vorwürfe zurück. Die spanische Staatsanwaltschaft beschuldigt Shakira, zwischen 2012 und 2014 keine Einkommensteuer in Spanien gezahlt zu haben. Sie habe in dieser Zeit gemeinsam mit dem spanischen Top-Fußballer Gerard Piqué im Land gelebt, ihren steuerrechtlichen Wohnsitz aber bis 2015 auf den Bahamas gehabt.

12:32 Uhr

Tesla riskiert in Grünheide Vergiftung des Grundwassers

Der US-Autobauer Tesla vernachlässigt in seiner Fabrik im brandenburgischen Grünheide seit Monaten Sicherheitsmaßnahmen zum Umweltschutz und riskiert damit eine Vergiftung des Grundwassers. Das legen Recherchen des "Stern" nahe. Laut dem Naturschutzbund Brandenburg (NABU) könnte eine Kontaminierung im schlimmsten Fall auch die Berliner Wasserversorgung bedrohen.

Nach "Stern"-Recherchen ist auch die Sprinkler-Anlage im Produktionsgebäude noch nicht in Betrieb. Umweltschützerin Christiane Schröder sagte: "Dass es keine Sprinkleranlage gibt, kann ich mir kaum vorstellen. Das ist ja auch zum Schutz für die Menschen wichtig. Wir wissen, dass sehr wahrscheinlich mit leicht entzündlichen Stoffen hantiert wird. Ich frage mich, wer das abgenommen hat." Auf Anfrage bestätigt die zuständige Untere Wasserbehörde, dass die Anlage noch nicht in Betrieb sei, weist aber darauf hin, dass ständig acht Brandwachen und drei Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr vor Ort seien.

12:05 Uhr

Wetter behindert Suche nach vermisster Rekord-Skifahrerin

317547767.jpg

Hilaree Nelson wird noch immer vermisst.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die erfahrene amerikanische Skifahrerin Hilaree Nelson wird weiterhin auf dem Mount Manaslu im Himalaya vermisst. Sie sei nach dem Erreichen des Gipfels am Montag in eine Gletscherspalte gestürzt, sagte ein Mitarbeiter der Trekkingfirma Shangri-la Nepal Trek, die die Expedition organisiert hat. Rettungsarbeiten mit zwei Hubschraubern dauerten an, würden allerdings von schlechten Wetterverhältnissen behindert und machten kaum Fortschritte, sagte ein Sprecher des nepalesischen Tourismusministeriums.

Bei dem Vorfall sei die 49-Jährige Skifahrerin mit ihrem Partner unterwegs gewesen. Nelson hat einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde dafür, dass sie als erste Frau die Gipfel der zwei Achttausender Mount Everest und Mount Lhotse in weniger als 24 Stunden erreichte.

11:06 Uhr

Zahl der Toten nach Schüssen in russischer Schule steigt auf 17

Nach den tödlichen Schüssen an einer Schule in der russischen Stadt Ischewsk ist die Zahl der Toten auf 17 gestiegen. Das teilten die Behörden in der Republik Udmurtien mit. Demnach erlagen zwei weitere Menschen ihren Verletzungen, nachdem ein 34-jähriger Ex-Schüler am Montag die Einrichtung überfallen und auf Schüler, Lehrer und Wachpersonal geschossen hatte. Der Mann tötete sich nach Behördenangaben selbst.

Der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko teilte mit, dass bei drei Verletzten Lebensgefahr bestehe. 15 Verletzte, darunter 13 Kinder, sollten in die russische Hauptstadt zur Behandlung geflogen werden, sagte er. Insgesamt hatte es mehr als 20 Verletzte gegeben. In der Region galt eine staatlich angeordnete dreitägige Trauer. Die Bewachung anderer Schulen in der Stadt wurde Behörden zufolge verstärkt. Der Täter, der laut Behörden psychische Probleme hatte, soll mit zwei Makarow-Pistolen um sich geschossen haben.

10:37 Uhr

Auto kollidiert mit Tunnel, Fahrer prallt auf Fahrbahn

Ein Mann ist in der Nacht zu Dienstag bei einem Unfall am Tunnel Reinertshof auf der Autobahn 7 tödlich verletzt worden. Der 54-Jährige kam mit seinem Auto ohne Fremdbeteiligung nach rechts von der Fahrbahn ab, das Fahrzeug kollidierte mit der Tunneleinfahrt, wie die Polizei mitteilte. Durch die Wucht des Aufpralls stieß das Auto dann gegen die andere Tunnelwand und blieb 50 Meter weiter im Tunnel stehen. Dabei wurde der Autofahrer aus dem Wagen geschleudert. Er prallte auf die Fahrbahn und starb sofort. Warum der Mann von der Fahrbahn bei Hopferau (Landkreis Ostallgäu) abkam, ist bislang nicht bekannt. Der Reinertshofer Tunnel war für die Unfallaufnahme in Fahrtrichtung Süden für ungefähr acht Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet.

10:09 Uhr

Sohn nach Panama entführt: Vater gesteht vor Gericht

317547701.jpg

Der Angeklagte im Prozess um die mutmaßliche Kindesentführung im Amtsgericht Pforzheim.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zum Auftakt eines Prozesses um Kindesentführung nach Panama hat der Vater des Kindes die Tat als Verzweiflungstat bezeichnet und die Vorwürfe eingeräumt. Es tue ihm leid für seinen Sohn, zu dem er nun keinen Kontakt mehr habe, sagte er mit brüchiger Stimme und unter Tränen zum Auftakt der Verhandlung . Dem 50-Jährigen wird vor dem Amtsgericht Pforzheim vorgeworfen, den inzwischen elf Jahre alten Jungen nach einem Weihnachtsurlaub bei sich in Nordrhein-Westfalen nicht zu seiner Mutter zurückgebracht zu haben. Stattdessen habe er ihn kurz vor dem Jahreswechsel erst nach Belgien, dann nach Amsterdam und schließlich nach Panama gebracht, sagte der Mann. Es habe immer wieder Streit um Umgang gegeben. "Ich wollte ihn beschützen."

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:42 Uhr

Gepard in Tierpark beißt Schüler in Kopf und Arm

Ein 17 Jahre alter deutscher Schüler ist in einem niederländischen Tierpark von einem Geparden gebissen worden. Der Jugendliche sei dabei leicht verletzt worden, teilte der Safaripark Beekse Bergen am Montagabend der Nachrichtenagentur ANP mit. Der Jugendliche hatte dem Bericht zufolge mit zwei Mitschülern den Safaripark in der Nähe von Tilburg im Süden des Landes besucht und den Weg für Fußgänger trotz Warnungen verlassen - dabei waren die Jungen in das Gehege der Raubtiere geraten. Ein Gepard habe den Jungen in Arm und Kopf gebissen. Nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus konnte er wieder entlassen werden. Die zwei Freunde wurden nicht verletzt.

09:13 Uhr

Schienenersatzverkehr an Brücke: Zu Fuß statt mit Bus

317528408.jpg

Ein Pendelzug wartet am Behelfsbahnhof vor der Lindaunisbrücke auf Fahrgäste.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Norden setzt die Bahn im Zuge einer Brückensanierung auf einen Schienenersatzverkehr, der besonders ist: die eigenen Beine. Normalerweise fahren Züge auf der Strecke Kiel-Flensburg über die Schleibrücke bei Lindaunis. Seit Mitte September aber heißt es in Schleswig-Holstein für Fahrgäste: aussteigen und zu Fuß die Schlei passieren. Wegen Bauarbeiten ist die Brücke für Autos und Züge gesperrt. Fußgänger und Radfahrer kommen aber noch rüber - ein Umstand, den sich die Deutsche Bahn zunutze macht.

Statt auf Schienenersatzverkehr mit Bussen und kilometerlangen Umwegen setzt das Unternehmen in diesem Winter auf Pendelzüge und Fahrgäste, die gut zu Fuß sind. Es seien extra Ersatzhaltestellen am Nord- beziehungsweise am Südende der Brücke eingerichtet worden, sagte eine Bahnsprecherin. Die Züge fahren von Flensburg beziehungsweise aus Kiel kommend an die Brücke heran, die Passagiere steigen aus, passieren die Schlei zu Fuß und steigen auf der anderen Seite der Brücke in den anderen Zug. Rund 350 Meter müssen sie so zurücklegen. Dafür haben sie zwölf Minuten Zeit, wie die Sprecherin weiter sagte.

Klingt ungewöhnlich - und das ist es auch. "Hier im Norden ist dieses Vorgehen zum ersten Mal geplant worden", sagte die Bahnsprecherin. Laut Bahn werden etwa 40 Kilometer Umweg gespart. Die Fahrt mit Bussen dauert etwa eine halbe Stunde länger als der Gang über die Brücke. Für Rollstuhlfahrer werde ein Rollstuhltaxi organisiert.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:44 Uhr

Zug crasht mit Laster auf Usedom - neun Verletzte

Bei einem Zusammenstoß eines Zuges mit einem Lastwagen sind am Morgen auf der Insel Usedom mehrere Reisende und der Zugführer verletzt worden. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, ereignete sich der Unfall am frühen Morgen an einem Bahnübergang auf der Bundesstraße 111 zwischen Koserow und Kölpinsee. Im Zug sollen etwa 15 Passagiere und Bahnmitarbeiter gewesen sein. Insgesamt soll es sieben Leichtverletzte und zwei Schwerverletzte geben.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften sei im Einsatz. Nach bisherigen Untersuchungen war der Fahrer des Lebensmittellastwagens an dem mit Halbschranken gesicherten Bahnübergang auf die Gleise gefahren. Der Zug habe trotz Bremsung den Sattelzug-Lkw im hinteren Drittel gerammt und zerstört. Dabei sei der Triebwagen aus den Gleisen gesprungen. Die Polizei prüft nun, ob die Halbschranken geschlossen waren. Es werde wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

08:25 Uhr

Für Lemke ist Fischsterben in der Oder ein "Weckruf"

"Die Oder-Katastrophe zeigt uns überdeutlich, wie andauernd hohe Sommertemperaturen Umweltprobleme verschärfen können", sagte Bundesumweltministerin Steffi Lemke. Sie kündigte Konsequenzen für Deutschland an. "Über die schlechte Wasserqualität in fast allen deutschen Fließ- und Oberflächengewässern werde ich bald mit den Umweltministerinnen und -ministern der Bundesländer sprechen", so die Grünen-Politikerin in Berlin.

Seit Anfang August waren aus dem deutsch-polnischen Grenzfluss tonnenweise toter Fisch und tote Muscheln geborgen worden. Bei einem deutsch-polnischen Umweltrat Ende August hatte Lemke die Ursachen so zusammengefasst: "Hitze, niedrige Wasserstände und menschengemachte Einleitungen." Über die Art der chemischen Einleitungen machte Lemke damals noch keine Angaben und verwies auf eine deutsch-polnische Gruppe von Expertinnen und Experten. Deren Untersuchungsergebnisse sollen nun voraussichtlich am 30. September vorgestellt werden.

"Für konkrete Schlussfolgerungen müssen wir natürlich die Ergebnisse der Fachuntersuchung abwarten", sagte Lemke. "Eines ist aber schon jetzt klar: Wir brauchen ein neues, gemeinsames Verständnis von den Folgen von Hitze und Dürre und was unseren Gewässern noch zugemutet werden kann." Die Ministerin mahnte: "Wenn wir die Katastrophe an der Oder nicht als Weckruf verstehen, werden wir wahrscheinlich noch mehrere solcher Katastrophen erleben."

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:06 Uhr

US-Vize Harris reist an Grenze zwischen Nord- und Südkorea

215136224.jpg

Ein südkoreanischer und drei nordkoreanische Soldaten an der Grenze in Panmunjom.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die demilitarisierte Zone (DMZ) ist eine Pufferzone, die Nord- und Südkorea seit dem Koreakrieg (1950-53) auf einer Breite von vier Kilometern und einer Länge von etwa 250 Kilometern trennt. US-Vizepräsidentin Kamala Harris wird im Zuge ihrer Asien-Reise die DMZ besuchen. Harris werde dort am Donnerstag unter anderem mit Angehörigen der Streitkräfte zusammentreffen, teilte das Weiße Haus am Montagabend (Ortszeit) mit. Der Besuch solle die Entschlossenheit der USA unterstreichen, Südkorea angesichts jeglicher Bedrohung durch Nordkorea zur Seite zu stehen.

Harris war nach Japan gereist, um dort am Dienstag an einem staatlichen Trauerakt für Japans ermordeten Ex-Regierungschef Shinzo Abe teilzunehmen. Bei dem Besuch stehen auch politische Gespräche auf der Agenda. Die US-Vizepräsidentin kam in Tokio unter anderem mit dem südkoreanischen Premierminister Han Duck Soo zusammen.

07:41 Uhr

Kopfverletzung setzt Oscar-Gewinner Black "außer Gefecht"

Dustin Lance Black hat sich in einem Instagram-Post bei seinen Fans gemeldet. "Ich war für eine Weile verschwunden", beginnt er sein Posting, in dem er des Weiteren seine Abwesenheit erklärt. "Vor einem Monat erlitt ich eine schwere Kopfverletzung, die mich außer Gefecht setzte", erzählt der Oscarpreisträger (Drehbuch zu "Milk").

Da sich kaum Besserung gezeigt habe, befahlen ihm seine Ärzte, sein Gehirn in der Hoffnung auf Heilung zu schonen. "Dies war eine herausfordernde, beängstigende Zeit für einen kreativen Typ, der sich darauf verlässt, was in seinem Kopf steckt, um zu arbeiten, sich zu kümmern und zu lieben", schreibt der US-Filmemacher. Er verstehe mittlerweile, dass der Weg zurück lang sein werde. "Aber diese Woche hat uns mein wunderbarer Ehemann auf die griechischen Inseln mitgenommen, damit ich abschalte", erklärt der 48-Jährige in seinem Posting, in dem er eine Fotoreihe aus besagtem Urlaub teilte.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:25 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Die Gasumlage sollte kriselnde Unternehmen retten - doch jetzt steht sie selbst vor dem Aus. Inzwischen sind die Spitzen aller drei Ampel-Parteien von der umstrittenen Mehrbelastung für Gaskunden wieder abgerückt. Im Gespräch ist nun eine "geordnete Ablösung" der Umlage, die eigentlich am 1. Oktober in Kraft treten soll. An ihre Stelle treten müsste dann eine neue, wahrscheinlich sehr teure Lösung zur Stabilisierung der Energieversorger, aber auch zur Senkung der Gaspreise. Die Bundesregierung hat eine schnelle Gesamtlösung versprochen. Die Zeit drängt. Wirtschaftsminister Robert Habeck sieht angesichts der Energiepreiskrise bereits die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft in Gefahr: "Teils ist es erst ein Schwelbrand, teils brennt schon die Hütte."

Ansonsten werden diese Themen den Tag bestimmen:

  • Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Speicherung von Telekommunikationsdaten suchen die deutschen Innen- und Justizminister eine Linie für die künftige Verbrechensbekämpfung.
  • "Sexualisierte Gewalt und sexueller Kindesmissbrauch im Kontext des Sport" lautet der Titel einer Studie, die um 10.00 Uhr in Berlin vorgestellt werden soll.
  • Mit einem Staatstrauerakt will Japan des ermordeten Ex-Premiers Shinzo Abe gedenken.
  • Bei der Eröffnungsveranstaltung der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung werden ab 19.00 Uhr in Berlin ein Grußwort von CDU-Chef Friedrich Merz und ein Schlusswort von Altkanzlerin Angela Merkel erwartet.
  • In Wien startet der Prozess gegen drei junge Männer wegen der Vergewaltigung und Tötung eines 13 Jahre alten Mädchens.

Mein Name ist Lea Verstl und ich darf Sie durch die Morgenstunden dieses Dienstags begleiten. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mit gerne: dertag@n-tv.de

06:45 Uhr

100 Feuerwehrleute löschen Brand auf Atom-U-Boot

219437637.jpg

Das Atom-U-Boot "La Perle" vor der Küste Toulons (Archivbild).

(Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP)

In der südfranzösischen Hafenstadt Toulon haben 100 Feuerwehrleute einen Schwelbrand auf einem Atom-U-Boot gelöscht. Wie die Marinepräfektur mitteilte, war in einem Lagerraum für Lebensmittel im Bug des U-Bootes am Montag offenbar Dämmmaterial in Brand geraten. Die Feuerwehr habe den Schwelbrand nach mehreren Stunden unter Kontrolle gebracht, eine Gefahr durch radioaktive Strahlung bestehe nicht.

Auf dem Atom-U-Boot "La Perle" war im Juni 2020 ein größerer Brand ausgebrochen, als es im Militärhafen von Toulon instandgesetzt wurde. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten liegt es seit Oktober 2021 wieder in Toulon, um insbesondere Reparaturen im Innenbereich abzuschließen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:20 Uhr

Auch Heizen mit Holz wird deutlich teurer

Schon im vergangenen Jahr haben Verbraucher fürs Heizen deutlich mehr hinlegen müssen - in diesem Jahr werden die Heizkosten noch stärker zulegen. "Besonders stark steigen die Kosten für Heizungen mit Gas, Öl und Strom, wie die Analyse zeigt", teilte die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online mit. Demnach dürfte sich das Heizen einer durchschnittlichen 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Erdgas und Heizöl jeweils um deutlich mehr als die Hälfte verteuern - plus 67 Prozent bei Erdgas und plus 53 Prozent bei Öl. Das wären beim Gas immerhin 550 Euro mehr im Jahr, bei Öl knapp 500 Euro.

Schon für 2021 hatte co2online bei diesen beiden Energieträgern Kostensteigerungen von 20 Prozent (Erdgas) beziehungsweise 51 Prozent (Heizöl) verzeichnet. Während die Kosten für Holzpellets damals aber noch vergleichsweise stabil blieben, ist auch dieser Energieträger laut Analyse im laufenden Jahr von deutlichen Preissteigerungen betroffen: Um 54 Prozent soll sich das Heizen mit Holz verteuern und damit im Schnitt um rund 310 Euro pro Wohnung. "Solch ein starker Anstieg der Heizkosten wurde seit der ersten Veröffentlichung des Heizspiegels im Jahr 2005 noch nie verzeichnet", teilte co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz mit. "Was im Durchschnitt schon sehr viel ist, kann im Einzelfall auch noch deutlich mehr sein", fügte Loitz hinzu.

06:00 Uhr
ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen