Dienstag, 25. Mai 2021Der Tag

Heute mit Juliane Kipper und Johanna Ohlau
22:29 Uhr

Das war Dienstag, der 25. Mai 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

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In Polen lebende Belarussen protestierten auch heute gegen Machthaber Alexander Lukaschenko und die Festnahme von Roman Protassewitsch.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

ich hoffe, Sie sind gut in die kurze Woche gestartet! Falls Sie heute vor lauter Arbeit gar nicht zu gekommen sein sollten, mal einen Blick in die Welt der Nachrichten zu werfen, habe ich hier die wichtigsten Meldungen des Tages und interessante Geschichten für Sie zusammengestellt. Auch wir in der Redaktion hatten heute wieder viel zu tun. Vor allem hat uns und andere die Festnahme des Oppositionellen Roman Protassewitsch in Belarus beschäftigt:

Merkel will Putin zu erzwungener Ryanair-Landung in Minsk befragen

Protassewitsch: Der Mann, der Lukaschenko schon lange nervt

Interview mit SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps über die Festnahme und die Folgen

Außerdem empfehle ich Ihnen:

Kremlchef Putin stimmt Treffen mit US-Präsident Biden zu

Wie kam es zu dem tödlichen Seilbahnunglück in Italien?

Nach Brust-Entfernung: Schauspieler Elliot Page zeigt stolz seinen Oberkörper

Milliarden-Angebot für VW: Investoren wollen Lamborghini kaufen

Drosten-Studie: Kinder genauso ansteckend wie Erwachsene

Schmutzkampagne gegen Biontech: Youtuber sollten Impfstoff schlecht machen

Dann verweise ich noch zum Abschluss auf unseren Corona-Ticker für den schnellen Pandemie-Überblick und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

Ihre Johanna Ohlau

22:06 Uhr

BTS bricht mit "Butter" gleich mehrere Rekorde

Für so viele Klicks bei Youtube sorgt außer BTS wohl gerade keiner - denn die sieben Musiker aus Südkorea haben ihren jüngsten Rekord auf der Videoplattform selbst geknackt. Das bestätigte YouTube nun auf seinem offiziellen Blog. 3,9 Millionen Menschen verfolgten demnach die Premiere ihres neuen Musikvideos zu dem Song "Butter". Bei ihrer ersten englischsprachigen Single "Dynamite" im August 2020 waren es "nur" drei Millionen Menschen. Doch damit nicht genug: Auch den Rekord für die meisten Views in 24 Stunden brach die Band erneut. Insgesamt 108,2 Millionen Menschen schauten den Clip an einem Tag - den Rekord hielt auch hier zuvor "Dynamite" (101,1 Millionen).

Und nicht nur auf Youtube sorgt BTS für Furore, sondern auch auf Spotify zahlte sich das Streamen der Fans aus: 20,9 Millionen ungefilterte Streams konnte "Butter" weltweit in den ersten 24 Stunden nach Release erzielen - so viel wie kein Song je zuvor. Laut "Variety" würden sich die gefilterten Streams auf 11,042 Millionen belaufen. Damit stoßen die Südkoreaner den bisherigen Rekordhalter "I Don't Care" (10,997 Millionen Streams) von Justin Bieber und Ed Sheeran vom Streaming-Thron.

21:44 Uhr

Blinken: Zwei-Staaten-Lösung einziger Weg zu Frieden im Nahen Osten

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US-Außenminister Antony Blinken

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Waffen ruhen zurzeit im Konflikt zwischen Israel und der Hamas, aber der jahrzehntelange Konflikt schwelt weiter. Um die Waffenruhe zu festigen und Gespräche mit beiden Seiten zu führen, war US-Außenminister Antony Blinken nach Israel und ins Westjordanland gereist. Wie US-Präsident Joe Biden hat sich nun auch Blinken für die Zwei-Staaten-Lösung als einzigen Weg zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern ausgesprochen. Es gebe die Möglichkeit, die "Bemühungen zur Umsetzung einer Zwei-Staaten-Lösung wieder aufzunehmen", sagte Blinken am Ende seines Besuchs bei einer Pressekonferenz. Beide Konfliktparteien müssten jedoch bessere Voraussetzungen für eine Annäherung schaffen.

21:00 Uhr

Fast eine Tonne Kokain an englischer Küste angespült

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Das gefundene Kokain ist Millionen Euro wert.

(Foto: National Crime Agency)

Was schwimmt da denn im Wasser? Etwa 92 Millionen Euro in Form von Kokain! Das haben Passanten bestimmt nicht erwartet, als sie die an Schwimmwesten gebundene Päckchen an der südenglischen Küste im Wasser treiben sahen. Fast eine Tonne des weißen Pulvers wurde nahe der Orte Hastings und Newhaven am Ärmelkanal sichergestellt, wie die Polizeibehörde National Crime Agency (NCA) mitteilte. Es handele sich vermutlich um zwei Sendungen von Rauschgift aus Südamerika, so die NCA weiter. Der millionenschwere Zufallsfund dürfte Sender und Empfänger der Fracht gehörig das Geschäft vermiest haben. Diese Menge an Kokain zu verlieren, sei ein harter Schlag für Drogendealer, so die Behörde.

20:27 Uhr

Juwelenraub im Grünen Gewölbe: Weitere Wohnung in Berlin durchsucht

Blick auf die wieder eingerichtete Vitrine im Grünen Gewölbe. Foto: Alexander Peitz/Staatliche Kunstsammlungen Dresden/dpa/Handout

Die leere Vitrine im Grünen Gewölbe.

(Foto: Alexander Peitz/Staatliche Kunstsammlungen Dresden/dpa/Handout)

Der Juwelenraub im Grünen Gewölbe in Dresden liegt jetzt schon eineinhalb Jahre zurück, aber die Täter sollten sich nicht allzu sicher fühlen: Im Zusammenhang mit Ermittlungen rund um den spektakulären Coup ist heute eine weitere Wohnung in Berlin durchsucht worden. Es gehe dabei aber nicht um einen dringend Tatverdächtigen, sagte der Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft, Jürgen Schmidt. Er bestätigte damit eine Meldung der "Bild"-Zeitung. Mitte Mai war ein fünfter dringend Tatverdächtiger für den Raub festgenommen worden. Alle fünf mutmaßlichen Täter sind unter dem Verdacht des schweren Bandendiebstahls und der Brandstiftung in zwei Fällen in Untersuchungshaft. Sie gehören einer bekannten Berliner Großfamilie an.

Bei dem Einbruch im sächsischen Schatzkammermuseum sind am 25. November 2019 Schmuckstücke aus Diamanten und Brillanten des 17. und 18. Jahrhunderts von kaum schätzbarem Wert erbeutet worden. Die Hoffnung, die Schmuckstücke unversehrt wieder zu bekommen, sind gering.

19:39 Uhr

Gedenkfeier für vor einem Jahr getöteten George Floyd

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Anlässlich des Todestags von George Floyd demonstrierten Menschen erneut gegen Rassismus und Polizeigewalt.

(Foto: picture alliance / STRF/STAR MAX/IPx)

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Die Familie von George Floyd mit Nancy Pelosi.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Ein Jahr ist der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd her. In den USA ist deshalb heute an seine Tötung durch einen weißen Polizisten erinnert worden. Floyds Familie wurde zunächst im US-Kongress empfangen. Die Angehörigen trafen dort unter anderen die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi. Anschließend stand ein Treffen mit US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus an. Floyds auf einem Handyvideo festgehaltener Tod hatte international für Entsetzen gesorgt und weit über die USA hinaus Anti-Rassismus-Proteste wie die "Black Lives Matter"-Bewegung ausgelöst.

Auch in der Stadt Minneapolis, wo Floyd am 25. Mai 2020 vom weißen Polizisten Derek Chauvin getötet worden war, wurde an den Afroamerikaner erinnert. Für Chaos sorgten dabei mehrere Schüsse, die in der Gegend abgegeben wurden. Menschen, die sich am Ort von Floyds Tod versammelt hatten, rannten weg, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

18:52 Uhr

Zikaden-Invasion - US-Koch wirbt für Insekten-Sushi

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Sie sind im Osten der USA gerade überall, aber sind Zikaden auch lecker?

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Im Osten der USA bahnt sich gerade eine Zikaden-Invasion an - vielleicht aber auch eine neue kulinarische Köstlichkeit? Genau als das versucht der Koch Bun Lai den Menschen die Milliarden Insekten wortwörtlich schmackhaft zu machen - mit köstlichem Zikaden-Sushi. Der asiatischstämmige US-Koch und Verfechter nachhaltiger Ernährung begibt sich in der Hauptstadt Washington mit Interessierten auf Insektenjagd und bereitet die gefangenen Zikaden dann frisch gebraten in Sushi zu. "Zwei Milliarden Menschen essen Insekten", sagt Bun Lai. "Amerikaner essen keine Insekten, und Europäer finden Insekten ekelhaft. Aber die halbe Welt denkt, dass Insekten vorzüglich sind, und das sind sie auch."

Während wir Zweibeiner beim Gedanken an Insekten-Sushi wohl erstmal zögern, freuen sich die Vierbeiner umso mehr: Viele Wildtiere wie Waschbären oder Eichhörnchen schlagen sich gerade die Bäuche voll. Was ein Zikaden-Mahl angeht, ist danach auch erstmal lange "Ebbe", denn das Naturphänomen gibt es nur alle 17 Jahre.

18:24 Uhr

USA wollen Konsulat für Palästinenser in Jerusalem wiedereröffnen

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Das Konsulat in Jerusalem (Archivbild) wurde 2019 geschlossen - auf Geheiß des damaligen US-Präsidenten Donald Trump.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die USA wollen ihr Konsulat für Palästinenser in Jerusalem wiedereröffnen. Er habe dies sowohl dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu als auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas mitgeteilt, sagte US-Außenminister Antony Blinken bei einem Besuch in Ramallah im Westjordanland. Er stellte den Palästinensern zudem Hilfen in Höhe von 75 Millionen Dollar (61 Millionen Euro) in Aussicht. Das Konsulat in Jerusalem hatte seit dem Friedensabkommen von Oslo in den 90er Jahren als US-Vertretung für die Palästinenser gedient. Es wurde im März 2019 unter dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump trotz scharfer internationaler Kritik geschlossen und in die US-Botschaft eingegliedert. Trump hatte zuvor die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt.

18:07 Uhr

Dax schießt so hoch wie noch nie

Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat einen neuen Rekord aufgestellt und am Abend mit einem kleinen Plus von knapp 0,2 Prozent bei 15.465 Punkten geschlossen. Damit ist er zwar im Handelsverlauf von seinem Rekordstand von knapp 15.569 Zählern im frühen Handel abgeprallt. Trotzdem war es der höchste Schlusskurs in seiner Geschichte. Für den Euro-Stoxx-50 blieb zum Dax-Feierabend noch ein Plus von 0,1 Prozent übrig.

Mehr dazu lesen Sie im Börsen-Tag.

17:44 Uhr

Vorerst keine Gleichstellung homosexueller Paare in Litauen

Homosexuelles Paar

Homosexuelle Paare hatten in Litauen auf Gleichstellung gehofft - vorerst vergebens.

(Foto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa)

In Litauen ist ein Gesetzesvorhaben zur rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften vorerst gescheitert. Die Mehrheit der Abgeordneten im Parlament in Vilnius stimmte in erster Lesung gegen den Gesetzentwurf, der gleichgeschlechtlichen Paaren Erbrechte, gemeinsamen Besitz von Eigentum, Verfahrensgarantien und die Möglichkeit zur Änderung des Nachnamens gewährt hätte. Das Recht auf die Adoption von Kindern war nicht enthalten.

Der Gesetzentwurf war von Regierungschefin Ingrida Simonyte unterstützt worden, hatte aber die von den Konservativen angeführte Regierungskoalition entzweit. Präsident Gitanas Nauseda hatte erklärt, das Gesetz dürfe nicht gegen die litauische Verfassung verstoßen, welche die Ehe als Bund zwischen Mann und Frau definiert. "Das ist nicht das Ende", sagte die Vorsitzende der Freiheitspartei, Ausrine Armonaite, nach der Abstimmung. "Wir werden weiter für den Wandel arbeiten, dafür, dass alle vor dem Gesetz gleich sind, so dass niemand an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird."

16:52 Uhr

"Sie haben eine Bombe an Bord" - Funkverkehr vor Landung veröffentlicht

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Nur Sicherheit im Sinn? So stellt es der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko die Notlandung der Ryanair-Maschine zumindest dar.

(Foto: picture alliance/dpa/ONLINER.BY/AP)

Wie lief die Notlandung der Ryanair-Maschine in Minsk ab? Das Vorgehen der belarussischen Behörden, den an Bord befindlichen Regierungskritiker Roman Protassewitsch "zufällig" nach der Notlandung zu verhaften, hatte weltweit Empörung ausgelöst. Eine Bombendrohung sei der alleinige Grund für die Notlandung auf dem Flughafen in Minsk gewesen - an dieser Version scheint Machthaber Alexander Lukaschenko festzuhalten und hat nun - zumindest schriftlich - das Protokoll des Funkverkehrs zwischen dem Piloten der Ryanair-Maschine und einem Lotsen veröffentlicht. "Wir wurden von den Sicherheitsdiensten informiert, dass Sie eine Bombe an Bord haben und sie über Vilnius gezündet werden kann", sagte die Minsker Flugsicherung laut der vom Verkehrsministerium veröffentlichten Abschrift. Dem Piloten wurde demnach mehrfach geraten, in der belarussischen Hauptstadt Minsk zu landen. Dies sei "unsere Empfehlung", sagte der Lotse laut des Protokolls. Auch der Kampfjet der belarussischen Luftwaffe sei nur zur Sicherheit hochgestiegen, um die Ryanair-Maschine zu eskortieren.

Doch an dieser Darstellung gibt es - vorsichtig formuliert - große Zweifel: Die EU-Staats- und Regierungschefs vereinbarten bei ihrem Gipfel gestern Abend die Sperrung des Luftraums für Flugzeuge aus Belarus sowie ein Landeverbot auf EU-Flughäfen. Zudem hätten sie "zusätzliche Sanktionen gegen Einzelpersonen beschlossen, die an dieser Entführung beteiligt waren", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

16:21 Uhr

Zehnjährige findet 5000 Euro - und tut genau das Richtige

In Düsseldorf dürfte ein Elternpaar gerade vor Stolz platzen: Ihre zehnjährige Tochter hat im Stadtteil Kaiserswerth 5000 Euro auf der Straße gefunden - und den Fund vorbildlich bei der Polizei abgegeben. Die Grundschülerin habe das Geldbündel - 5000 Euro in 50-Euro-Noten - am vergangenen Mittwoch zwischen parkenden Autos entdeckt, teilte die Polizei auf Facebook mit. "Und warum wissen wir davon? Weil sie es natürlich bei uns abgeben hat! Vielen Dank Elisabeth und bleib so!", schrieben die Beamten über die ehrliche Finderin. Einen glücklichen Besitzer gibt es noch nicht - den versucht die Polizei nun zu ermitteln.

16:07 Uhr
Breaking News

Biden und Putin treffen sich am 16. Juni in Genf

2011 - lange her: Der damalige US-Vizepräsident Joe Biden gibt dem russischen Präsident Wladimir Putin die Hand

Biden (links) und Putin bei einem Treffen vor zehn Jahren.

(Foto: dpa)

Das Verhältnis zwischen den USA und Russland ist sehr unterkühlt. Ein Treffen könnte Spannungen zwischen US-Präsident Joe Biden und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin entgegenwirken. Dazu soll es jetzt tatsächlich kommen und zwar am 16. Juni in Genf in der Schweiz. Das Weiße Haus und der Kreml haben das Treffen, das auf eine Einladung des US-Amerikaners zurückgeht, bestätigt. Putin hatte lange offengelassen, ob er Bidens Vorschlag annimmt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:35 Uhr

Auto schlägt nach Unfall im Dachgeschoss ein

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal entdeckt ein Paar auf seinem Grundstück ein geräumiges Untergeschoss, ein Auto landet im Badezimmer und ein Bauer entdeckt eine Schlange mit (sehr viel) Köpfchen.

15:12 Uhr

Wegen Autorennen: Fahranfänger sollen keine Sportwagen mehr mieten dürfen

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen bei illegalen Autorennen - bei denen auch Unbeteiligte zu Schaden kommen. Die Fahrer sind meist jung und männlich und haben die PS-starken Autos nur für einen Tag oder ein Wochenende gemietet. Dem will Berlin bundesweit den Riegel vorschieben, in dem Fahranfänger keine hochmotorisierten Fahrzeuge mehr mieten können. Berlin bereitet gerade eine entsprechende Bundesratsinitiative vor. Das sagte Justizsenator Dirk Behrendt von den Grünen. Eine entsprechende Initiative solle noch vor der Sommerpause eingebracht werden. "Ich bin nicht bereit, dass die Stadt zur Rennstrecke verkommt", sagte der Senator zu der Initiative, die noch nicht mit anderen Bundesländern erörtert worden sei. Auch der rot-rot-grüne Berliner Senat müsse noch darüber beraten.

14:19 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Juliane Kipper verabschiedet sich in den Feierabend, aber "Der Tag" ist noch längst nicht vorbei. Ich begleite Sie ab sofort weiter durch den Nachrichten-Tag. Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gern eine Mail an johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

14:02 Uhr

Indien rüstet sich für den nächsten Zyklon

Wenige Tage nach dem Zyklon "Tauktae" rückt ein weiterer tropischer Wirbelsturm auf Indien zu. Fast zwei Millionen Bewohner der Küstenregionen in den östlichen Bundesstaaten West-Bengalen und Odisha wurden in Notunterkünfte gebracht.

Der Zyklon "Yaas" befand sich über der Bucht von Bengalen und sollte voraussichtlich am Mittwoch auf Land treffen. Erst vor wenigen Tagen war "Tauktae" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde über den Westen Indiens hinweg gezogen. Mindestens 155 Menschen kamen durch den Sturm ums Leben.

13:35 Uhr

Männer überfallen Jäger und klauen 10.000 Euro teures Gewehr

Zwei unbekannte Männer sollen in Ruppichteroth in der Nähe von Bonn einen Jäger überfallen und ihm sein Jagdgewehr geraubt haben. Wie die Polizei über den Vorfall vom Freitagmorgen berichtete, hielt einer der Unbekannten den 28 Jahre alten Jäger aus Much auf einem Waldweg fest, während der Komplize ein rund 10.000 Euro teures Jagdgewehr aus dem Auto des 28-Jährigen stahl.

Der Jagdpächter wollte den Angaben zufolge seine Jagdausrüstung vom Rücksitz seines Fahrzeuges nehmen, als er von hinten umschlungen und festgehalten wurde. Der zweite Mann nahm demnach die Jagdwaffe mit Zielfernrohr und Lederschutzfutteral sowie die Jacke des 28-Jährigen mit allen Jagddokumenten von der Rücksitzbank. Beide etwa 25 bis 40 Jahre alten Täter konnten entkommen, wie die Polizei weiter berichtete. Die Ermittler suchen nun Zeugen.

13:08 Uhr

Franco A. äußert sich vor Gericht

Im Prozess wegen Terrorverdachts hat sich der angeklagte Bundeswehroffizier Franco A. nur teilweise geäußert. Der 32-Jährige räumte vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main ein, unter falschem Namen einen Asylantrag gestellt zu haben.

  • Zum Hauptvorwurf der Bundesanwaltschaft, er habe aus einer rechtsextremistischen Gesinnung heraus Anschläge auf Politiker geplant, wollte der Angeklagte nichts sagen.
  • Die Bundesanwaltschaft wirft dem 32-Jährigen vor, sich eine falsche Identität als syrischer Flüchtling zugelegt zu haben, um die geplanten Anschläge als Terrorakte eines anerkannten Asylbewerbers darzustellen und das Vertrauen in die Asylpolitik zu erschüttern.
  • Der Vorsitzende Richter kündigte an, dass es nun eine große Beweisaufnahme geben müsse, da sich der Angeklagte nicht weiter äußern wolle. Daher werde es eine sehr lange Hauptverhandlung werden.
12:30 Uhr

Ätna auf Sizilien ausgebrochen

Auf Sizilien ist der Vulkan Ätna erneut ausgebrochen. Aus dem Krater auf der Südostseite stiegen am Vormittag Asche und dicker Qualm bis zu 4000 Meter in die Höhe auf, wie das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteilte. Bereits in der Nacht leuchtete der Gipfel des mehr als 3300 Meter hohen Berges auf, als bei einem Ausbruch Lava meterhoch in den Nachthimmel schoss.

Das INGV hatte seit kurzem wieder mehr Aktivität am Ätna verzeichnet. Auch der Stromboli auf der gleichnamigen Vulkaninsel im Nordosten Siziliens brach zuletzt am Wochenende wieder aus. Die Lavaströme dort erreichen mitunter auch die Küste. Über größere Schäden oder Verletzte auf den beiden Inseln gab es zunächst keine Berichte.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:46 Uhr

Tödliches Gondel-Unglück: Experten äußern Vermutung zu Absturz-Ursache

Trotz Sicherungstechnik und kürzlicher Wartung stürzt in Italien eine Seilbahn-Gondel ab und reißt 14 Menschen in den Tod. ntv-Reporter Christof Lang berichtet von neuen Aufnahmen einer Überwachungskamera, die Experten womöglich Aufschluss über die Unglücks-Ursache geben.

11:18 Uhr

Rottweiler verletzt 12-jährigen Jungen beim Spielen

Ein zwölfjähriger Junge ist beim Spielen in einer Kiesgrube mehrmals von einem Hund gebissen worden. Das Kind sei bei dem Vorfall in Tarmstedt nordöstlich von Bremen ernsthaft verletzt worden, teilte die Polizei mit. Nach Angaben des Halters riss sich der Rottweiler beim Spaziergang am Montagnachmittag von seiner Leine los und stürzte sich auf den Jungen.

Der Besitzer zog das Tier weg und sperrte es in sein Auto. Der Junge wurde im Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Gegen den Hundehalter wurde in ein Strafverfahren eingeleitet. Er hatte angegeben, den elf Monate alten Hund erst am Tag zuvor gekauft zu haben.

10:04 Uhr

Vater und Sohn finden Leiche in Dinosaurier-Statue aus Pappmaché

Ungewöhnlicher Leichenfund in Spanien: Im Inneren einer Dinosaurier-Statue aus Pappmaché ist in einem Vorort der katalanischen Hauptstadt Barcelona ein toter Mann entdeckt worden. Der leblose Körper wurde am Wochenende von einem Mann, der mit seinem Sohn in der Nähe der Statue spielte, durch ein kleines Loch im Pappmaché bemerkt, wie die Zeitung "El País" und andere spanische Medien unter Berufung auf die katalanische Polizei berichteten. Der Mann habe sofort die Polizei alarmiert.

Der Tote war den Angaben zufolge erst wenige Stunden vor dem Fund am Samstag von seiner Familie als vermisst gemeldet worden. Um die Leiche des 39-Jährigen zu bergen, habe die Feuerwehr in Sant Coloma de Gramenet ein größeres Loch in die Statue bohren und auch einen Kran einsetzen müssen, da der Tote sehr groß und sehr schwer gewesen sei, hieß es. Es gebe keine Anzeichen für ein Verbrechen.

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09:38 Uhr
Breaking News

Weidel und Chrupalla sind Spitzenkandidaten-Duo der AfD

Die AfD wird mit Tino Chrupalla und Alice Weidel an der Spitze in die Bundestagswahl im September ziehen. Der Parteivorsitzende und die Fraktionschefin im Bundestag erhielten bei einer Online-Mitgliederumfrage 71 Prozent der Stimmen, teilte die AfD mit. Auf das zweite Bewerberteam, bestehend aus dem niedersächsischen AfD-Politiker Joachim Wundrak und der Digitalpolitikerin Joana Cotar, entfielen demnach 27 Prozent der abgegebenen Stimmen. An der Befragung beteiligten sich den Angaben zufolge gut 48 Prozent (14.815) der Mitglieder.

09:20 Uhr

Elliot Page zeigt sich erstmals oberkörperfrei

Ein knappes halbes Jahr nach seinem Coming-out als Transgender veröffentlicht der kanadische Schauspieler Elliot Page ein Foto von sich nur in Badehose. Der 34-Jährige postete auf Instagram das Bild, auf dem zu sehen ist, wie er aus einem Swimmingpool steigt. Dazu schrieb er: "Trans bb's first swim trunks" - dazu setzte er die Hashtags #transjoy und #transisbeautiful.

Page wurde 2007 mit dem Film "Juno" berühmt, was ihm eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin einbrachte. Zuletzt spielte er eine Hauptrolle in der Netflix-Serie "The Umbrella Academy". Im März dieses Jahres wurde er als erster Transgender-Mann auf dem Titel des "Time"-Magazins abgebildet. Dem Magazin berichtete er auch von einer geschlechtsangleichenden Oberkörper-Operation im vergangenen Herbst.

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08:42 Uhr

Kokain im Wert von rund einer Million Euro im Biomüll entdeckt

Mitarbeiter eines Logistik-Unternehmens haben im oberbayerischen Erding im Biomüll Kokain im Wert von rund einer Million Euro gefunden. Kurz zuvor war der Karton mit Bananen wohl von anderen Angestellten in den Abfallcontainer geworfen worden, wie das Zollamt mitteilte. "Dem Umstand, dass der Karton Fremdkörper enthielt - das mit Klebeband umwickelte und jetzt sichergestellte Kokain - hätten sie keine weitere Bedeutung zugemessen", hieß es. Der Fund ereignete sich bereits Mitte Mai.

Laut Zollamt soll die Lieferung mit Bio-Bananen über die Niederlande aus Ecuador verschifft worden sein. Insgesamt seien 1150 Kartons an den Händler in Erding geliefert worden. Davon seien die meisten bereits an Supermärkte in ganz Bayern verteilt worden. Bei einer Durchsuchung der restlichen gelagerten Kisten fanden die Zollbeamten keine weiteren Drogen. Das Kokain wurde sichergestellt.

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08:33 Uhr
Breaking News

Deutsches BIP schrumpft im ersten Quartal

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist zu Jahresbeginn in der Corona-Krise etwas stärker geschrumpft als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In einer ersten Berechnung war die Wiesbadener Behörde von einem Rückgang von 1,7 Prozent ausgegangen.

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07:59 Uhr

Mexikanischer Polizeichef während Autofahrt ermordet

Der Polizeichef des mexikanischen Bundesstaats Sinaloa ist offenbar während einer Autofahrt ermordet worden. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden starb Joel Ernesto Soto durch einen "feigen Angriff". Der nordwestliche Bundesstaat gilt als Heimat des Sinaloa-Kartells, eines der mächtigsten Drogenkartelle Mexikos.

  • Soto sei getötet worden, als er nach einem Wochenende bei seiner Familie in die Hauptstadt Culiacán zurückkehrte, teilten die Behörden mit.
  • Anfang des Monats hatte die Polizei von Sinaloa eine Operation gegen Bandenmitglieder gestartet und dabei Waffen und Ausrüstung der Kriminellen beschlagnahmt.
  • Mehr als 300.000 Menschen wurden in Mexiko ermordet, seit die Regierung 2006 das Militär zur Bekämpfung des Drogenhandels einsetzte. Nach Behördenangaben gehen die meisten Morde auf Bandengewalt zurück.
07:13 Uhr

"Kokain-König von Mailand" in Brasilien festgenommen

Einer der meistgesuchten Mafia-Bosse Italiens ist nach seiner Flucht aus dem Gefängnis im Jahr 2019 nun in Brasilien festgenommen worden. Rocco Morabito sei bei einer gemeinsamen Operation der brasilianischen Polizei und Interpol in der ostbrasilianischen Küstenstadt Joao Pessoa festgenommen worden, teilte Justizminister Anderson Torres auf Twitter mit.

Der 54-jährige Morabito, der sogenannte Kokain-König von Mailand, gehört nach Angaben der italienischen Justiz zur kalabrischen Mafia 'Ndrangheta. 2017 war er in Uruguay gefasst worden, 2019 floh er dann aber aus dem Gefängnis, in dem er auf seine Auslieferung nach Italien gewartet hatte. Italien listete Morabito bisher als einen der gefährlichsten Flüchtigen des Landes. Er wurde mehr als zwei Jahrzehnte lang international gesucht und in Abwesenheit unter anderem wegen Drogenhandels und Mafia-Zugehörigkeit zu einer 30-jährigen Haftstrafe verurteilt. Morabito soll vor allem für den Drogenhandel zwischen Südamerika und Mailand verantwortlich gewesen sein.

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06:50 Uhr

Es bleibt wechselhaft und kühl

Heute breiten sich von Westen her Regenschauer aus. In den östlichen Landesteilen regnet es anfangs noch. Dazwischen gibt es am Vormittag längere Aufheiterungen. Über Mittag und am Nachmittag kommen im Norden und in der Mitte einzelne Gewitter dazu.

Im Süden sind Schauer dann selten und vom Hochrhein bis ins südwestliche Bayern wird es länger sonnig. Dort sind bis zu 10 Stunden Sonnenschein möglich. Bei maximal 10 bis 17 Grad sind bei meist mäßigem bis frischem Südwest- bis Westwind vor allem in der Mitte und im Süden stürmische Böen dabei. Auf einigen Bergen wie dem Weinbiet (Pfälzer Wald) und dem Fichtelberg/Erzgebirge gibt es schwere Sturmböen.

06:46 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ein Jahr nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz trifft US-Präsident Joe Biden heute Angehörige des Opfers. Floyds Tod am 25. Mai 2020 in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota hatte in den USA über Monate hinweg Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Biden hat den Kampf gegen Rassismus zu einem seiner zentralen Anliegen erklärt. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Die AfD will ihr Spitzenduo für die Bundestagswahl im September vorstellen. Bei der vorausgegangenen Mitgliederbefragung standen zwei Teams für die Spitzenkandidatur zur Auswahl. Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel tritt zusammen mit dem Co-Vorsitzenden der Partei, Tino Chrupalla, an. Ihre Gegner sind der niedersächsische AfD-Politiker Joachim Wundrak und die digitalpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Joana Cotar.
  • Die Corona-Krise hat die Konjunkturerholung in Deutschland zu Jahresbeginn wieder ausgebremst. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Vierteljahr 2021 im Vergleich zum Vorquartal um 1,7 Prozent. Die Statistiker hatten bereits erklärt, dass der Export einen schlimmeren Einbruch verhindert habe.
  • Im Prozess wegen Terrorverdachts will sich der angeklagte Bundeswehroffizier Franco A. äußern. Die Verteidigung hatte am Donnerstag beim Prozessauftakt vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt eine etwa halbstündige Einlassung angekündigt. Dem 32-Jährigen wird vorgeworfen, aus einer tief verfestigten rechtsextremistischen Gesinnung heraus Anschläge auf Politiker geplant zu haben.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de

06:10 Uhr

Rettungswagen und Notarzt bei Einsatz zusammengestoßen

Bei einer Einsatzfahrt in Herne sind ein Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug der Feuerwehr zusammengestoßen - vier Menschen sind dabei leicht verletzt worden. Wie die Polizei Bochum mitteilte, kippte der Rettungswagen am späten Montagabend durch die Wucht des Aufpralls auf die Seite und schleuderte dann gegen einen Laternenmast.

Die Besatzung des Rettungswagens war eingeschlossen - und wurde von Polizisten eines zufällig an der Kreuzung wartenden Streifenwagens befreit. Die Insassen des Notarzteinsatzfahrzeugs konnten das Auto selbstständig verlassen. Die vier bei dem Unfall verletzten Menschen kamen in Krankenhäuser, konnten diese dann mit Schürfwunden und Prellungen wieder verlassen.

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