Montag, 23. August 2021Der Tag

Heute mit Kristin Hermann und Johanna Ohlau
22:31 Uhr

Das war Montag, der 23. August 2021

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Seltener Anblick an diesem Montag: Viele ICE, aber auch Regionalbahnen fuhren heute nicht wegen des Lokführer-Streiks.

(Foto: picture alliance/dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Zahl 35 sorgt ab heute für Veränderung in unserem Alltag - gemeint ist die Inzidenz, die deutschlandweit inzwischen über dieser Marke liegt. Ab heute greift damit die 3G-Regel. Was das bedeutet, erklären wir hier.

Falls Ihnen etwas der Durchblick bei den Maßnahmen und Entwicklungen in der Pandemie fehlt, können Sie in unserem Corona-Ticker schnell wieder auf Stand kommen.

Das große Thema war auch heute die Lage in Afghanistan, wo die Evakuierung von Menschen weiter läuft, deren Leben wegen der Machtübernahme der Taliban in Gefahr ist. Dazu möchte ich Ihnen diese Artikel empfehlen:

Innenministerium: Auch Kriminelle sind eingereist

Wer steckt hinter dem Hakkani-Netzwerk?

Elitesoldaten retten Münchner Familie aus Kabul

Daneben beschäftigten uns heute unter anderem der Lokführer-Streik bei der Deutschen Bahn, die Vergiftung von mehreren Menschen an der TU Darmstadt und das Fischsterben im Mar Menor in Spanien.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Montagabend,

Ihre Johanna Ohlau

22:03 Uhr

Arbeitsagentur-Chef: "Brauchen 400.000 Zuwanderer pro Jahr"

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Detlef Scheele fordert mehr politische Anstrengungen angesichts fehlender Arbeitskräfte in Deutschland.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus" - dieses Zitat stammt von Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit. In einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" richtet er einen dringenden Appell an die Bundesregierung, deutlich mehr Zuwanderer ins Land zu holen. Durch die demografische Entwicklung nehme die Zahl der potenziellen Arbeitskräfte im typischen Berufsalter bereits in diesem Jahr um fast 150.000 ab. "In den nächsten Jahren wird es viel dramatischer", betonte Scheele.

Für die kommende Bundesregierung hat der Arbeitsagentur-Chef quasi eine ganze Liste an Aufgaben: Deutschland könne aus seiner Sicht das Problem nur lösen, indem es etwa Ungelernte qualifiziere, Arbeitnehmerinnen mit unfreiwilliger Teilzeit länger arbeiten lasse – und vor allem, indem es Zuwanderer ins Land hole. "Wir brauchen 400.000 Zuwanderer pro Jahr. Also deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Von der Pflege über Klimatechniker bis zu Logistikern und Akademikerinnen: Es werden überall Fachkräfte fehlen", so Scheele.

21:28 Uhr

Gemalter "Radweg" amüsiert Anwohner - und ärgert den Landkreis

Ein Fahrrad und eine kilometerlange Schlangenlinie sorgen weiterhin für Ratlosigkeit im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin: Eine unbekannte Person hat dort vor einigen Tagen in Eigenregie nahe der Stadt Kyritz einen Radweg auf die Straße gemalt. Der Landkreis sucht nun den Verursacher, wie die "Märkische Oderzeitung" berichtet. Für den Hobby-Maler könnte die Aktion teuer werden: Die Kosten für die Entfernung sollen bei mehreren Tausend Euro liegen. Viele Anwohner wiederum amüsiert die Aktion. Und die Botschaft des Unbekannten ist wohl klar: Da will jemand Platz fürs Fahrrad.

21:13 Uhr

US-Sängerin Taylor Swift ist ab sofort auch bei Tiktok

Tiktok ist zurzeit eine der angesagtesten Social-Media-Plattformen und seit wenigen Stunden um eine prominente Nutzerin reicher: Pop-Prinzessin Taylor Swift ist jetzt auch bei Tiktok. "Im Moment ist viel los", schreibt die Sängerin zu ihrem ersten Beitrag, mit dem sie Werbung für ein kommendes Album macht, und der geht direkt durch die Decke: Der erste Clip der US-Sängerin brachte es innerhalb der ersten zwei Stunden auf mehr als 1,1 Millionen Aufrufe. Über 340.000 Follower konnte Swift in der gleichen Zeit verbuchen. Noch kein Vergleich zu ihren 174 Millionen Follower bei Instagram, aber es sieht danach aus, dass Swift Pläne für die Plattform hat: "Oh, und ich bin jetzt auf TikTok. Lasset die Spiele beginnen", erklärt die US-Sängerin weiter.

*Datenschutz

21:01 Uhr

Videos des Tages

20:41 Uhr

Pride-Parade abgebrochen - Rechte stören ersten CSD in Taucha

Es sollte ein Tag im Zeichen von Toleranz und Vielfalt werden, aber der erste Christopher Street Day (CSD) in Taucha wurde gestern Nachmittag abgebrochen. Der Grund: Rechtsextreme störten die Veranstaltung in der sächsischen Kleinstadt. "Personen aus dem rechten Spektrum", wie die Polizeidirektion Leipzig in einer Mitteilung heute schreibt, hätten Teilnehmer der Parade verbal attackiert und beleidigt. Als immer mehr mutmaßliche Neonazis in der Stadt in Kleingruppen umherliefen, hätten sich die Organisatoren entschieden, die Versammlung vorzeitig zu beenden, erklärte der Landtagsabgeordnete Marco Böhme, der selbst vor Ort war. "Diese Zustände beweisen einmal mehr, wie wichtig es ist, für eine offene Gesellschaft in Sachsen zu kämpfen. Wir lassen uns durch diese rechten Spinner nicht unterkriegen und werden weiter all die Menschen unterstützen, die außerhalb der Großstädte Unterstützung im Alltag brauchen", sagte Böhme. Einem Bericht der "Bild" zufolge mussten die Veranstalter unter Polizeischutz zum Bahnhof gebracht werden.

20:12 Uhr

Merkel: Lassen Flutopfer mit "Herkules-Aufgabe" nicht allein

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Kanzlerin Angela Merkel beim Festakt in Düsseldorf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU hat bekräftigt, dass der Bund die Flutopfer in Nordrhein-Westfalen weiter unterstützen werde. Die Menschen könnten sich darauf verlassen, "dass wir sie bei dieser Herkules-Aufgabe nicht allein lassen", sagte Merkel beim Festakt zum 75. Jahrestag der Gründung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Die Bilder der schrecklichen Flutkatastrophe habe sie weiter vor Augen. Es sei "unfassbar", wie Menschen ihr Leben bei der Flut im Juli verloren hätten und ganze Ortschaften zerstört worden seien. Für Viele sei die "Welt auf einen Schlag eine andere geworden".

19:53 Uhr

Riesiges Fischsterben in Europas größter Salzwasser-Lagune

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(Foto: picture alliance/dpa/EUROPA PRESS)

Im Südosten Spaniens bahnt sich eine große Umweltkatastrophe in Europas größter Salzwasser-Lagune an: In den vergangenen sieben Tagen sind dort 4,5 Tonnen Fische und Krebse im Mar Menor - im "Kleinen Meer" - verendet. Das berichten die Zeitung "ABC" und andere Medien unter Berufung auf die Regierung der Region Murcia.

Wie kommt es zu dem Massensterben? Behörden und Umweltschützer führen es auf Sauerstoffmangel zurück, der von den hohen Temperaturen und auch von Verschmutzung verursacht werde. So ein Vorfall ist in dem einstigen Natur- und Touristenparadies, das heute eher etwas von einer "grünen Suppe" haben soll, nicht neu: Der Mar Menor ist seit Jahren von ökologischen Problemen gebeutelt. Vor knapp zwei Jahren waren zum Beispiel bereits circa drei Tonnen toter Lagunenbewohner - vor allem kleine Fische und Krebse - angespült worden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:21 Uhr

Indien will Smog in Neu Delhi mit gigantischem Luftfilter bekämpfen

Etliche Expertinnen und Experten schütteln mit dem Kopf angesichts eines millionenschweren Projekts, das in Neu Delhi giftigen Smog in der Luft bekämpfen soll: ein 24 Meter hoher Turm mit 40 großen Lüfterrädern sowie 5000 Filtern. Der für umgerechnet rund 2,3 Millionen Euro teure Turm könne 1000 Kubikmeter Luft pro Sekunde in der indischen Hauptstadt reinigen, sagte Neu Delhis Regierungschef Arvind Kejriwal bei der Einweihung. Neu Delhi hat eine der schlimmsten Luftverschmutzungen der Welt. Etliche Expertinnen und Experten kritisieren das Projekt jedoch als große Geldverschwendung ohne wissenschaftliche Grundlage. Stattdessen müsse bei den Gründen der Luftverschmutzung angesetzt werden, sagte Wissenschaftlerin Anumita Roychowdhury vom Centre for Science and Environment. Die Regierung sollte gegen das viele Verbrennen von Müll vorgehen und Elektrofahrzeuge sowie den Einsatz sauberer Brennstoffe fördern.

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So sieht der gigantische Luftfilter in Neu Delhi aus.

(Foto: picture alliance / abaca)

18:42 Uhr

Wer hat den "Bierschnegel" gesehen?

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Der "Bierschnegel" macht sich rar und ist eher nachts unterwegs.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Wissen Sie, was ein "Bierschnegel" ist? Vielleicht auch kein Wunder, denn die Nacktschneckenart ist extrem selten. Experten in Hessen rufen dazu auf, vor allem in feuchten Sommernächten Ausschau nach der vom Aussterben bedrohten Art zu halten. Die kleine Schnecke ist nämlich nachtaktiv. Jede Sichtung des Tieres mit gelblichem Körper und blauen bis blaugrauen Fühlern solle dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) gemeldet werden. Durch Sanierungsarbeiten und modernisierte Hygienevorgaben sei der Lebensraum des Bierschnegels vielerorts verschwunden.

Jetzt drängt sich ja fast noch eine Frage etwas auf: Woher hat die Schnecke ihren ulkigen Namen? Nach Angaben des HLNUG in Wiesbaden hat das bis zu zehn Zentimeter große Tier seinen Namen seinem liebsten Aufenthaltsort zu verdanken: Der Bierschnegel fühle sich in feuchten, alten Kellern und Gewölben und somit traditionell Bierkellern oder Vorratskellern am wohlsten. Die Nacktschnecken können aber auch in alten bewachsenen Naturstein-Mauern, in Parkanlagen oder auch in Abwasserkanälen oder Schächten, teils auch an Betonmauern vorkommen. Also: Augen aufhalten!

18:15 Uhr

Einer der größten Touristenmagneten Londons ist zurück

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Sie marschieren wieder: die Wachen am Buckingham-Palast. (Archivbild)

(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Das steht auf der Liste vieler Touristen, die nach London kommen: der Wachwechsel am Buckingham-Palast. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie marschierten die Gardesoldaten heute wieder in ihren scharlachroten Waffenröcken und den berühmten Bärenfellhüten von ihren Baracken zur Residenz der Queen. Dutzende Touristen beobachteten das Spektakel - Queen Elizabeth II. allerdings nicht, sie hält sich derzeit in Schottland auf.

17:44 Uhr

"Wildschwein" im Garten löst Polizeieinsatz aus

Ein Wildschwein steht im Wald. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

So sieht ein richtiges Wildschwein aus.

(Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild)

Was ein kleines Schweinchen so anrichten kann: Ein Minischwein nahm auf einem Bauernhof im schleswig-holsteinischen Eckernförde am Wochenende Reißaus. Wie die Beamten mitteilten, tauchte das Hausschwein zwei Kilometer entfernt im Garten eines Einfamilienhauses auf. Zeugen hielten es jedoch für ein Wildschwein und riefen die Polizei. Anstatt auf ein wildes Tier stießen die Einsatzkräfte allerdings nur auf ein "sehr zahmes, neugieriges und verspieltes Minischwein beziehungsweise Hausschwein in Wildschweinoptik", das ihnen "freiwillig" gefolgt sei, wie die Beamten in Neumünster weiter mitteilten. Die Polizisten brachten es nach Hause zurück zu seiner besorgten Besitzerin.

17:19 Uhr

Mehrere Menschen an der Uni Darmstadt offenbar vergiftet

An der Technischen Universität in Darmstadt haben sich offenbar mehrere Menschen vergiftet. Wie die Polizei in der südhessischen Stadt mitteilte, traten bei sieben Menschen "schwere gesundheitliche Probleme bis hin zu Vergiftungserscheinungen" auf, nachdem sie in einem Gebäude der Hochschule am Standort etwas gegessen oder getrunken hatten. Die Polizei startete einen Großeinsatz, die Ermittlungen sind noch in vollem Gange. Die Beamten warnten weitere potenzielle Betroffene vor Unwohlsein und "bläulichen Verfärbungen der Extremitäten". Bei Auftreten derartiger Symptome solle sofort einen Notarzt gerufen werden. Aber auch Menschen, die heute in dem Universitätsgebäude L201 etwas gegessen oder getrunken hätten, sollten einen Arzt aufsuchen.

16:50 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:25 Uhr

Deshalb reist Steinmeier nicht mit dem Flieger nach Prag

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

Bleibt am Boden, aber nicht aus Klimaschutzgründen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

(Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild)

Frank-Walter Steinmeier wird am Mittwoch für einen dreitägigen Besuch in Tschechien erwartet - und fliegt nicht wie sonst üblich mit einer Maschine der Bundeswehr. Der Bundespräsident fährt zusammen mit seiner Frau Elke Büdenbender per Zug nach Prag. Es ist das erste Mal, dass er für eine offizielle Auslandsreise nicht per Flugzeug unterwegs ist. Um Klimaschutz geht es dabei offenbar nicht: Steinmeier will mit der Reise per Bahn zeigen, wie nah - auch räumlich - sich Deutschland und Tschechien sind. Seine Zugfahrt soll nach Angaben des Bundespräsidialamts zudem die Vorzüge offener Grenzen verdeutlichen. In Prag will Steinmeier Gespräche unter anderem mit Präsident Milos Zeman und mit Ministerpräsident Andrej Babis führen.

15:49 Uhr

Frau macht grausige Entdeckung bei Renovierung

Beim Renovieren kommt ja so einiges zum Vorschein, aber damit hat eine Hausbesitzerin in Schweden garantiert nicht gerechnet: Als sie in ihrem Wohnzimmer im schwedischen Tierp die Zimmerdecke abgesägt habe, sei "eine alte, handgefertigte Holzkiste heruntergefallen", erzählte die Frau der schwedischen Zeitung "Expressen". Darin habe ein kleines, in Tüchern eingewickeltes Kinderskelett gelegen. Nach Angaben der Polizei wurde das Haus vor 1791 gebaut und es wird vermutet, dass die Überreste lange dort verborgen waren. Eine forensische Untersuchung soll nun klären, wann und wie das Kind gestorben ist. So lange ein Verbrechen in der näheren Vergangenheit nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt die Polizei wegen Mordes.

14:51 Uhr

Diese Frau könnte Schwedens erste Regierungschefin werden

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Magdalena Andersson könnte die erste Frau an der Spitze des Landes werden.

(Foto: picture alliance / TT NYHETSBYR?N)

Magdalena Andersson sagt Ihnen vielleicht jetzt noch nichts, aber das könnte sich in einigen Monaten ändern: Seit der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven gestern seinen Rücktritt angekündigt hat, wird die Finanzministerin als seine Nachfolgerin gehandelt.

Die politischen Kommentatoren der schwedischen Zeitungen rechnen der 54-Jährigen die größten Chancen zu, beim Parteitag der Sozialdemokraten im November gewählt zu werden. "Es gibt einen großen internen Druck, dass die Person eine Frau sein muss, kompetent und den Wählern bekannt", sagte die innenpolitische Kommentatorin des Schwedischen Fernsehen SVT, Elisabeth Marmorstein. In der Tat wäre die Zeit sicherlich reif für eine Frau an der Spitze: Schweden ist das einzige Land im Norden, das noch nie eine weibliche Regierungschefin hatte.

15:27 Uhr

Streit um Knoblauch eskaliert

Ein Pizzabäcker holt eine Pizza aus dem Ofen. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Vielleicht kein gutes Mitbringsel für eine Taxifahrt: eine Pizza mit Knoblauch.

(Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

An dieser Zutat scheiden sich die Geister: Knoblauch. Dass dieser allerdings der Grund für eine Polizeimeldung wird, ist doch eher ungewöhnlich: Ein 23-Jähriger und seine 21 Jahre alte Freundin wollten in Mönchengladbach am Samstagmorgen mit dem Taxi nach Hause fahren - mit dabei zwei Knoblauch-Pizzen. Dem Taxifahrer gefiel die Vorstellung von Knoblauch-Duft in seinem Fahrzeug offenbar nicht. Er lehnte zunächst ab, die beiden Gourmets mitzunehmen, aber stimmte schließlich dann doch zu. Nach kurzer Fahrt hielt er jedoch an und forderte das Paar auf, sein Taxi zu verlassen. Es kam zum Streit, die Beteiligten schubsten und schlugen sich sogar leicht, wie die Polizei heute berichtet. Als der Taxifahrer davonbrausen wollte, stellte sich die Frau vor das Auto - keine allzu gute Idee, denn der 49-Jährige war offenbar mehr als entschlossen, die beiden Knoblauch-Fans stehen zu lassen und trat aufs Gas. Die Frau sei laut Polizeiangaben dann erst auf der Motorhaube gelandet und anschließend auf dem Asphalt. Die 21-Jährige hat sich bei dem "Stunt" leicht verletzt. Der Taxifahrer fuhr davon, aber die Polizei machte ihn wenig später ausfindig und beschlagnahmte seinen Führerschein. Gegen ihn wird jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

14:25 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Kristin Hermann verabschiedet sich in den verdienten Feierabend, aber "Der Tag" ist noch längst nicht vorbei. Ich begleite Sie ab sofort weiter durch den Nachrichten-Tag. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gern eine Mail an johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

14:03 Uhr

Ventil für Corona-Frust: Die Hälfte der Bevölkerung spielt an Smartphone und Computer

Rund die Hälfte der Bevölkerung spielt zumindest hin und wieder Video- oder Computerspiele. Das ist das Ergebnis einer Bitkom-Umfrage, die der Digitalverband vorgestellt hat. Am Mittwoch beginnt die weltweit größte Spielemesse Gamescom, pandemiebedingt als rein digitale Veranstaltung. Den Angaben nach spielen fast so viele Frauen (47 Prozent) wie Männer (53 Prozent) - und in allen Altersgruppen gab es einen Spielerzuwachs.

"Gaming hilft Jung und Alt durch die Corona-Pandemie", sagte Olaf May, Präsidiumsmitglied des Bitkoms. Dabei ist Spielen ein wichtiges Ventil für den Corona-Frust: 61 Prozent der befragten Gamerinnen und Gamer gaben an, dass ihnen während der Pandemie ohne Video- und Computerspiele die Decke auf den Kopf gefallen wäre. Entsprechend länger spielen die Menschen: Die Spieldauer hat sich im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie von 5 auf 10 Stunden pro Woche verdoppelt.

12:32 Uhr

Antisemitismusbeauftragter Klein bestürzt über Angriff in Köln

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat sich bestürzt über einen brutalen Angriff in Köln gezeigt. "Ich bin entsetzt über diesen schrecklichen und feigen Angriff auf einen jungen Mann, der offenbar aufgrund antisemitischer Motive aus einer Gruppe heraus heftig angegriffen und dabei schwer verletzt wurde", sagte Klein.

Ein 18-Jähriger war am späten Freitagabend in Köln zuerst antisemitisch beleidigt und dann angegriffen worden. Er sei anscheinend wegen seiner jüdischen Kippa aus einer etwa zehnköpfigen Gruppe heraus attackiert worden, sagte ein Sprecher der Ermittler am Sonntag. Der Mann musste nach Polizeiangaben mit einem Nasen- und Jochbeinbruch ins Krankenhaus. Einer aus der Gruppe soll ihm zudem die Kippa, eine Kopfbedeckung jüdischer Männer, vom Kopf geraubt haben.

12:01 Uhr

Prozess um Dreifachmord in Starnberg: Angeklagte schweigen zu Vorwürfen

Im Prozess um einen mutmaßlichen Dreifachmord an einer Familie im oberbayerischen Starnberg wollen die beiden Angeklagten zu den Vorwürfen schweigen. Das teilten sie zum Prozessauftakt vor dem Landgericht München II mit. Laut Anklage soll ein 21 Jahre alter Deutscher seinen Freund und dessen Eltern in deren Haus erschossen haben, um an die illegalen Waffen seines Kumpels zu kommen. Sein mutmaßlicher Komplize, ein 19 Jahre alter Slowake, soll ihn zum Tatort gefahren und ihn dort wieder abgeholt haben. Er ist als Mittäter angeklagt.

Die Verteidigung des 19-Jährigen attackierte in gleich drei Eröffnungsstatements die Staatsanwaltschaft. Diese folge in ihrer Anklage "einer simplen Logik", sagte Rechtsanwalt Alexander Betz. "Vier Personen sind in einem Haus, einer kommt lebendig raus, und damit ist der vierte der Mörder." Dies sei aber nur eine von zahlreichen denkbaren Varianten. Es gebe "mehrere Hypothesen von dem, was in der Nacht vom 10. auf den 11. Januar 2021 geschehen sein kann, die genauso plausibel, wenn nicht sogar plausibler sind".

11:53 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:27 Uhr

Tschechiens Präsident Zeman wirft eigenem Geheimdienst Abhören vor

Tschechiens Präsident Milos Zeman hat seinem eigenen Geheimdienst vorgeworfen, Menschen aus seinem unmittelbaren Umfeld abzuhören - und damit auch ihn selbst. "Wenn ich mich mit diesen Mitarbeitern am Telefon unterhalte, werde auch ich abgehört", sagte der 76-Jährige der Zeitung "Blesk". Ministerpräsident Andrej Babis habe ihm versprochen, diese Überwachung zu stoppen, doch sie dauere an. Dies habe er von einer Quelle im Inlandsgeheimdienst BIS erfahren.

Für Telefonüberwachungen benötigt der BIS die Zustimmung eines Gerichts. Ein Sprecher des Geheimdienstes teilte mit, man werde die Behauptungen des Präsidenten nicht kommentieren. Das Magazin "Respekt" verwies auf enge Kontakte eines Zeman-Beraters nach Russland. Bei Reisen nach Moskau habe dieser sich auch mit der Führung des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom getroffen. Die Beziehungen zwischen Tschechien und Russland sind angespannt. Prag macht russische Agenten für Explosionen in einem tschechischen Munitionslager 2014 verantwortlich, bei denen zwei Menschen getötet wurden. Der Kreml bezeichnet die Vorwürfe als unwahr. Wegen der Affäre wiesen beide Regierungen gegenseitig Diplomaten aus.

10:52 Uhr

"Modern Family"-Star Eric Stonestreet verkündet seine Verlobung

Eric Stonestreet ist verlobt. Auf Instagram verkündete der "Modern Family"-Star die Verbindung mit seiner Partnerin Lindsay Schweitzer. Der Schauspieler und Komiker ist seit drei Jahren mit der Kinderkrankenschwester zusammen. Wie es sich für einen Comedy-Star gehört, machte Stonestreet die Verlobung nicht mit profanen Worten wie etwa, "sie hat ja gesagt" öffentlich, sondern mit einem humorvollen Spruch. Der Darsteller postete auf Instagram drei Bilder, auf denen das Paar den Verlobungsring in die Kamera hält, auf jedem Bild schneidet er eine andere Grimasse. Den Post versah Stonestreet mit dem Satz "She said, 'She'd have her people call my people.'" (Dt.: "Sie sagte: 'Sie würde ihre Leute meine Leute anrufen lassen.'")

Mehrere Stars haben dem 49-Jährigen und seiner Partnerin bereits zur Verlobung gratuliert. "JUHU!!! Wir sind so glücklich für euch", schrieb die Schauspielerin Gwyneth Paltrow. Ihre Kollegin Alyssa Milano kommentierte mit einem schlichten "Gratuliere!", der Sänger Michael Bublé erklärte: "Gratulation an das schöne Paar" - gefolgt von 25 roten Herzchen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:24 Uhr

USA zeigen sich offen für Gespräche mit Nordkorea

Die USA gehen nach dem jüngsten Streit mit Nordkorea über ein Militärmanöver in der Region auf die Regierung in Pjöngjang zu. "Die USA haben keine feindseligen Absichten gegenüber Nordkorea", sagte der US-Sondergesandte für das Land, Sung Kim, bei einem Besuch in Südkorea. Die gemeinsame Militärübung mit Südkorea sei seit Jahren Routine und rein defensiver Natur. Er selbst sei weiterhin jederzeit und an jedem Ort zu Gesprächen mit seinem nordkoreanischen Kollegen bereit, so Kim.

Die USA und Südkorea hätten vereinbart, auf eine schnellstmögliche Wiederaufnahme von Gesprächen mit dem Norden über die atomare Abrüstung hinzuarbeiten. Auch sei über mögliche Hilfslieferungen an Nordkorea gesprochen worden. Die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea hatten sich nach einer kurzen Phase der Entspannung zuletzt wieder verschlechtert.

09:46 Uhr

Sechs- und Achtjähriger lenken Auto von der Straße, nachdem Vater erschossen wird

Zwei kleine Jungen sollen am Freitagabend im amerikanischen Houston ein Auto in Sicherheit gebracht haben, nachdem ihr Vater während der Fahrt erschossen worden war. Wie "NBC News" nun berichtet, erzählten die Brüder, acht und sechs Jahre alt, der Polizei, dass ihr Vater am Steuer saß, als sie gegen 23 Uhr ein lautes Geräusch hörten und dachten, ein Stein hätte das Auto getroffen.

Als die Jungen sahen, dass ihr Vater auf dem Sitz zusammengesackt war, lenkten sie den Geländewagen von der Autobahn auf eine kleinere Zufahrtsstraße, wo sie nach draußen rannten, um Hilfe zu holen, heißt es in dem Bericht weiter. Nach Angaben der Polizei trafen sie auf eine Frau, die ein Restaurant in der Nähe verließ und den Notruf wählte. Der 29-jährige Vater der Jungen starb laut Polizeiangaben noch am Tatort an einer einzigen Schusswunde im Kopf.

09:24 Uhr

Rettungsschiff mit mehr als 320 Flüchtlingen darf in Sizilien anlegen

Das Rettungsschiff "Geo Barents" darf mit mehr als 320 aus Seenot geretteten Flüchtlingen an Bord in Sizilien anlegen. Die italienischen Behörden hätten der Crew den Hafen der Stadt Augusta zugeteilt, teilte die Organisation Ärzte ohne Grenzen, die das Schiff betreibt, auf Twitter mit. Die "Geo Barents" hatte nach mehreren Rettungsaktionen im Mittelmeer in Erwartung einer Entscheidung der Behörden seit mehreren Tagen vor der Küste ausgeharrt.

08:59 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:50 Uhr

Brauchen wir die dritte Impfdosis?

In Israel bekommen seit Freitag Menschen ab 40 Jahren eine dritte Impfdosis gegen Covid-19, die USA wollen im September mit Auffrischungsimpfungen beginnen. Für wen auch hierzulande ein sogenannter Boost infrage kommen könnte, erklärt der Impfstoffforscher Leif Erik Sander von der Berliner Charité im Podcast "heute wichtig". Bei Jüngeren seien die Antikörperspiegel ein halbes Jahr nach der Impfung noch nicht entscheidend gefallen. "Bei älteren Menschen sieht es so aus, als ob es eventuell schon schneller gehen könnte", sagt Sander im Gespräch mit Moderator Michel Abdollahi.

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 5 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei Audio Now, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in Ihrer Lieblings-Podcast-App.

07:49 Uhr

Zwei Jahre nach Tod von Niki Lauda: Birgit Lauda zeigt sich mit neuem Mann an ihrer Seite

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Birgit Lauda und Marcus Sieberer bei den Salzburger Festspielen.

(Foto: picture alliance / Franz Neumayr / picturedesk.com)

Niki Lauda starb am 20. Mai 2019 im Alter von 70 Jahren. Seine Frau Birgit war stets an seiner Seite - 15 Jahre lang. Jetzt hat die Witwe der Formel-1-Legende eine neue Liebe gefunden, mit der sie sich bei den Salzburger Festspielen das erste Mal zeigte. Mit der "Bild"-Zeitung sprach die 42-Jährige nun darüber, wer der neue Mann an ihrer Seite ist. Bei der Premiere von "Tosca" bei den Salzburger Festspielen war Marcus Sieberer "nicht nur ein Begleiter. Er ist der neue Mann in meinem Leben nach Niki. Wir haben uns auf Ibiza durch gemeinsame Freunde kennengelernt", verriet Lauda.

Seit Anfang des Jahres seien sie und der Finanzexperte und Jurist bereits liiert. Sieberer ist geschieden und Vater zweier Teenager. Birgit Lauda bringt ebenfalls zwei Kinder mit in die Beziehung: Ihre Zwillinge Max und Mia sind elf Jahre alt und kamen im September 2009 zur Welt.

Hier lesen Sie mehr dazu.

07:20 Uhr

Auswirkungen auf Haustiere: Streit um strengere Antibiotikaregeln in der Tiermedizin

Der Streit um strengere EU-Regeln für den Antibiotikaeinsatz bei Tieren spitzt sich zu. Dabei geht es darum, dass fünf Antibiotika-Gruppen offiziell als sogenannte Reserveantibiotika eingestuft werden sollen. Das hätte zur Folge, dass diese Antibiotika nicht mehr in der Massentierhaltung verwendet werden dürfen. Ziel ist ein möglichst restriktiver Einsatz dieser Mittel, um ihre Wirksamkeit beim Menschen durch sich entwickelnde Antibiotikaresistenzen nicht zu gefährden.

  • Umstritten ist, ob die strikteren Vorgaben auch die Behandlung von Haustieren einschränken. Während eine Kampagne des Bundesverbands praktizierender Tierärzte suggeriert, dass Haustiere sterben könnten, wenn die geplanten Regeln in Kraft treten, widersprechen Befürworter der Beschränkungen vehement.
  • Die Tierärzte sagen, dass ein Verbot von bestimmten Antibiotika bei allen Tierarten "kaum mehr abzuwenden sei", sollte sich das Europaparlament dem Vorstoß ihres Umweltausschusses anschließen. Der deutsche EU-Parlamentarier Martin Häusling widerspricht: "Die medizinische Versorgung von Haus- und Einzeltieren mit Antibiotika ist weder aktuell noch zukünftig gefährdet."
  • Hintergrund ist, dass der Umweltausschuss die EU-Kommission auffordert, bestimmte Antibiotika als sogenannte Reserveantibiotika zu benennen. Das sind Stoffe, die bei schweren Infektionskrankheiten verwendet werden, wenn normale Antibiotika nicht mehr wirken. Mit dem Vorstoß soll verhindert werden, dass diese Stoffe in der Tiermedizin angewendet werden. Gleichzeitig soll die Kommission aber einen Gesetzesentwurf vorlegen, der die sogenannte Einzeltierbehandlung auch mit diesen Reserveantibiotika zulassen soll.
07:05 Uhr

Neue Woche beginnt im Osten gewittrig und stürmisch

Die neue Woche beginnt vor allem im Osten richtig ungemütlich. Es regnet von Ostthüringen bis nach Berlin und Südbrandenburg sowie in Sachsen zeitweise kräftig und im Verlauf örtlich gewittrig verstärkt, außerdem fegt ein kräftiger Wind. An den Küsten herrscht von Beginn an sonniges Wetter und die sonnigen Regionen weiten sich im Norden tagsüber noch aus. Vom Südwesten bis in die Alpen ziehen bei wechselnder Bewölkung einzelne Schauer durch. Im Osten und Südosten ist es kühl bei 15 bis 19 Grad, im Norden mäßig warm bei 20 bis 23 Grad.

06:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie sind an diesem Montagmorgen nicht auf die Bahn angewiesen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihren Streik bei der Deutschen Bahn am frühen Montagmorgen nämlich auch auf den Personenverkehr ausgeweitet. Bis Mittwochfrüh, 2.00 Uhr, müssen sich Millionen Reisende auf massive Einschränkungen vor allem im Fernverkehr einstellen. Das Thema finden Sie heute bereits auf unserer Seite. Natürlich beschäftigt uns auch zu Beginn der neuen Woche die Situation in Afghanistan weiter. Die Evakuierungen sind ein Rennen gegen die Zeit, die USA wollen sie am 31. August beenden. Vor dem Gipfel mit seinen G7-Kollegen deutet US-Präsident Joe Biden in der Frage jedoch Flexibilität an - warnt aber zugleich eindringlich vor Gefahren. Alle Entwicklungen können Sie in unserem Afghanistan-Ticker verfolgen.

Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:

  • Trotz Einschränkungen für die Menschen ohne Corona-Impfung im Alltag verzeichnen Impfzentren und Arztpraxen in Deutschland derzeit keine generelle Trendwende hin zu mehr Impfungen. Einige Bundesländer meldeten aber wieder ein leichtes Anziehen des zuletzt stark nachgelassenen Impftempos. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Ab diesem Montag gelten in Deutschlands teils ausgeweitete "3G"-Regeln: Zutritt zu Restaurants, Friseuren, Kliniken, Schwimmbädern und anderen Innenräumen gibt es bei hohem Infektionsgeschehen nur noch für Geimpfte, Genese oder negativ Getestete. Mehr Infos zur Pandemie können Sie wie gewohnt in unserem Corona-Liveticker nachlesen.
  • Mit einem Festakt feiert Nordrhein-Westfalen seinen 75. Geburtstag. Zum Jubiläum der Gründung des bevölkerungsreichsten Bundeslandes wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet.
  • Der Korruptionsprozess gegen Österreichs ehemaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache steuert auf das Urteil zu. Am Montag sollen im Wiener Landgericht weitere Zeugen aussagen.
  • Gut eineinhalb Jahre nach dem Aufsehen erregenden Dreifachmord im oberbayerischen Starnberg beginnt der Prozess gegen zwei Freunde des jüngsten Opfers. Die 19 und 21 Jahre alten Männer müssen sich wegen Mordes, besonders schweren Raubes und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten.
  • Der Deutsche Behindertensportverband gibt die Fahnenträger für die Paralympics in Tokio bekannt. Wie bei Olympia werden eine Sportlerin und ein Sportler für die Eröffnungsfeier am Dienstag nominiert werden.

Mein Name ist Kristin Hermann und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de

06:12 Uhr

Ex-Profiboxer Axel Schulz beklagt "unsägliche Ossi-Wessi-Debatte"

Für Ex-Profiboxer Axel Schulz kam die deutsche Einheit gerade rechtzeitig. "Ich war 21 - beste Zeit für einen Sportler, seine internationale Karriere zu starten. In der DDR wäre es niemals infrage gekommen, meine Box-Leidenschaft zum Beruf zu machen", erinnerte sich der 52-Jährige für eine Sammlung von Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit 2021. Seine Kinder, elf und 14 Jahre alt, könnten mit dem Thema Ost-West heute nichts mehr anfangen. "Diese unsägliche Ossi-Wessi-Debatte sollte nach 30 Jahren auch mal überholt sein."

Für Schulz hat das Datum 9. November auch privat Bedeutung: Es ist sein Geburtstag. Am Tag des Mauerfalls 1989 habe er Freunde eingeladen, schrieb er. "Wir hörten Udo Lindenberg auf dem Kassettenrekorder. Kein Radio, kein Fernsehen. Deshalb haben wir es zuerst auch nicht mitbekommen mit dem Mauerfall." Ein paar Tage später sei er dann nach West-Berlin gekommen. Mit dem Mauerfall stieg Schulz in den Profiboxsport ein und kämpfte 1995 gegen den US-Amerikaner George Foreman um die Weltmeisterschaft. Zuvor war der Brandenburger schon fünfmal DDR-Meister in seiner Altersklasse geworden.

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