Freitag, 31. März 2023Der Tag

Heute mit Johanna Ohlau und Alexander Schultze
22:13 Uhr

Das war Freitag, der 31. März 2023

Liebe Leserinnen und Leser,

die Woche endet mit einem ereignisreichen Freitag. Nachdem am Vorabend die Anklage gegen Ex-US-Präsident Donald Trump erhoben wird, scheint seit heute klar, dass er am Dienstag tatsächlich vor Gericht erscheinen muss. Dann wird sie verlesen und von Trump werden Fingerabdrücke genommen und Fotos gemacht.

Dann hat Russland heute eine neue strategische Ausrichtung seiner Außenpolitik verabschiedet. "Der Westen" wird darin als "existenzielle Bedrohung" gesehen. Die USA seien "Hauptanstifter, Organisator und Vollstrecker der aggressiven antirussischen Politik des kollektiven Westens", heißt es in dem Dokument.

Um noch ein paar positive Nachrichten mit ins Wochenende zu geben: Die Royals haben nach Berlin heute auch Hamburg beehrt. Darüber freuten sich nicht nur viele Hansestädter, sondern auch zahlreiche Fahrgäste eines ICE. Mit dem fuhren König Charles III. und Gemahlin Camilla nämlich von der Bundeshauptstadt in den Norden. Und der Zug war, natürlich, rechtzeitig am Ziel. Die Briten lieben Pünktlichkeit ja mindestens genauso, wie wir Deutschen.

Was heute sonst noch wichtig war:

Nun wünsche ich Ihnen einen schönen Abend und ein erholsames Wochenende. Der "Tag" ist ab Montag wieder für Sie da. Machen Sie es gut.

21:57 Uhr

Orca Lolita: Chance auf Freiheit nach 50 Jahren im Aquarium

Ein Orca namens Lolita könnte nach mehr als 50 Jahren in Aquarien doch noch ausgewildert werden. Eine entsprechende Verabredung sei zwischen dem Aquarium in Miami, wo Lolita derzeit lebt, Tierschützern und der Bezirksverwaltung getroffen worden, teilten die Betreiber des Aquariums in der Nacht zum Freitag mit. Die Finanzierung, der Zeitplan und die genauen Details der Auswilderung müssten noch ausgearbeitet werden. Lolita war im Pazifik vor der Küste Nordamerikas gefangen worden und ist seit 1970 in dem Aquarium in Miami. Nach dessen Angaben ist das Tier 57 Jahre alt, 6 Meter lang und mehr als 3000 Kilogramm schwer. Tierschützer setzen sich seit Jahrzehnten für seine Freilassung ein.

21:44 Uhr

Touristin irrt sich im Bett und bezahlt mit ihrem Leben - Täter muss 14 Jahre in Haft

Wegen Mordes an einer Frau, die sein Haus mit ihrer Unterkunft verwechselt hatte, ist ein Mann in Wales zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 46-Jährige muss mindestens 14 Jahre im Gefängnis verbringen, wie die BBC aus dem Gerichtssaal in der Stadt Caernarfon berichtete. Die 71 Jahre alte Frau hatte im Juli 2022 das Örtchen Barmouth besucht und sich in einem Bed & Breakfast eingebucht. Nachdem sie mit Freunden abends etwas trinken war, ging sie versehentlich in das Haus des 46-Jährigen in derselben Straße, legte sich dort ins Bett und schlief ein. "Das war ein Fehler, der sie schließlich das Leben kostete", sagte Staatsanwalt Michael Jones. Denn der Mann fand die schlafende Frau, zog sie außer sich vor Wut die Treppe herunter und trat sie dort zu Tode.

21:23 Uhr

Zwei Regionalzüge in der Schweiz entgleist - mehrere Verletzte

Im Schweizer Kanton Bern sind am Freitag bei stürmischem Wetter zwei Regionalzüge entgleist. Ein Polizeisprecher bestätigte Medienberichte, wonach die Unfälle am Nachmittag bei Lüscherz sowie bei Büren zum Hof passierten. In beiden Fällen seien mehrere Menschen verletzt worden, sagte der Sprecher in Bern. Das Nachrichtenportal "20 Minuten" veröffentlichte Bilder von umgekippten Zugteilen an beiden Orten.

  • Das Sturmtief "Mathis" fegte über Teile der Schweiz.
  • Das Verkehrsunternehmen Aare Seeland Mobil berichtete auf seiner Website, dass ein Zug bei Lüscherz wegen eines Sturms entgleiste.
  • Das Unternehmen Regionalverkehr Bern-Solothurn informierte nach dem Zwischenfall bei Büren zum Hof ebenfalls von einem Streckenausfall infolge von Sturm.
  • Die Polizei machte zu den Ursachen beider Unfälle vorerst keine Angaben.

20:58 Uhr

Behörden: Brandstiftung entfachte hunderte Feuer in Nordspanien

In Asturien im Norden Spaniens haben Unbekannte nach Überzeugung der Behörden absichtlich Dutzende Waldbrände gelegt. In der autonomen Gemeinschaft bekämpften die Feuerwehren am Morgen insgesamt rund 120 Wald- und Buschbrände, von denen 30 im Laufe des Tages gelöscht werden konnten, wie die regionale Behörde für Katastrophenschutz SEPA mitteilte. "Das ist eine noch nie da gewesene Masse mutwillig entfachter Brände", klagte Alejandro Calvo von der Regionalregierung im Fernsehsender RTVE. Der regionale Regierungschef Adrián Barbón rief die Bevölkerung auf, verdächtige Personen sofort zu melden.

Im Fernsehen waren dramatische Bilder zu sehen, wie Löschmannschaften die Flammen vor einer Tankstelle zu stoppen versuchten oder sich selbst vor den Feuerwalzen gerade noch in Sicherheit bringen konnten. Etwa 700 Brandbekämpfer waren im Einsatz, wie RTVE berichtete. Insgesamt 375 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen und wurden in Notunterkünften untergebracht, wie es in dem RTVE-Beitrag unter Berufung auf die regionale Behörde für Katastrophenschutz SEPA hieß.

20:46 Uhr

Trump doch noch in Handschellen? Anklage soll am Dienstag verlesen werden

Die Anklageverlesung gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump soll übereinstimmenden Medienberichten am Dienstag in New York stattfinden. Der Termin ist nach Angaben der Sender Fox News und NY1 für 14.15 Uhr (20.15 Uhr MESZ) im Gerichtsgebäude in Manhattan angesetzt. Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Manhattan hatte am Donnerstagabend eine Anklage gegen den Republikaner verkündet. Es geht in dem Fall in New York um Schweigegeldzahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels. Noch sind die genauen Anklagepunkte und Details aber unbekannt. Spätestens bei der Anklageverlesung wird auch die Öffentlichkeit offiziell Details der Vorwürfe erfahren. Für den Vorgang muss Trump nach New York reisen und würde dann kurzzeitig in Gewahrsam genommen, damit Fingerabdrücke und Polizeifotos von ihm gemacht werden können. Oft werden Angeklagten dann auch Handschellen angelegt - ob dies im Falle Trumps passiert, ist unklar.

20:33 Uhr

Geständnis auf der Bühne: Adele trank vier Flaschen Wein - bis 11 Uhr vormittags

Bei dem vorläufigen Abschluss ihrer umjubelten Konzertreihe in Las Vegas hat Superstar Adele ihre Fans mit einem Geständnis überrascht. Die "I Drink Wine"-Sängerin, die schon immer ein kompliziertes Verhältnis zum Alkohol pflegte, berichtete laut "Evening Standard" live auf der Bühne über ihr Trink-Verhalten im Covid-Lockdown des Jahres 2020: "Es war gerade mal 11 Uhr mittags, und ich hatte bestimmt schon vier Flaschen Wein intus". Im Jahr 2021 hatte die Sängerin gegenüber Talk-Masterin Oprah Winfrey erklärt, dass sie nach dem Darmkrebs-Tod ihres Vaters mit dem Trinken aufgehört habe. Ihre Alkohol-Beichte auf der Bühne in Las Vegas erfolgte jedoch mit einem Glas Wein in der Hand.

20:01 Uhr

Videos des Tages

19:28 Uhr

Urig: Shanty-Chor entführt König Charles III. musikalisch auf die Reeperbahn

Zum Abschluss ihres Deutschlandbesuchs sind der britische König Charles III. und seine Frau Camilla in Hamburg mit britischer und deutscher Musik empfangen worden. Bei einem Fest der britischen Botschaft im Schuppen 52 im Hamburger Hafen begrüßte der Hamburger Shanty-Chor de Tampentrekker die Gäste mit den Liedern "Das Herz von St. Pauli" und "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins". Die Hamburger Dudelsackband Baul Muluy Pipes and Drums trat gemeinsam mit der Band of His Majesty's Royal Marines Scotland und der Folkband Ferris & Sylvester auf. Geladen waren rund 1000 Gäste.

19:01 Uhr

Staatsanwälte wollen Diebe in "Grünem Gewölbe" lange in Haft sehen

Die Staatsanwaltschaft hat im Prozess wegen des Juwelendiebstahls aus dem Dresdner Historischen Grünen Gewölbe fünf Verurteilungen zu Haft- oder Freiheitsstrafen wegen besonders schwerer Brandstiftung und Körperverletzung in zwei Fällen sowie Diebstahls mit Waffen beantragt. Für einen 25-Jährigen beantragte sie einen Freispruch "in dubio pro reo", wie Staatsanwalt Christian Weber am Dresdner Landgericht erklärte. Bei zwei der Angeklagten plädierte er auf je sechs Jahre und acht Monate, bei einem weiteren Beschuldigten auf fünf Jahre und zehn Monate. Für einen der beiden zur Tatzeit noch Heranwachsenden hält er viereinhalb Jahre Jugendstrafe für angemessen, bei dessen Zwillingsbruder sechs Jahre inklusive der Einbeziehung einer noch bestehenden Jugendstrafe. Die Anklagebehörde ist nach der Beweisaufnahme überzeugt, dass fünf der Beschuldigten die Täter sind und es nur noch einen bisher unbekannten Beteiligten gibt, der mit in das Museum eingestiegen ist.

Der Kunstdiebstahl aus Sachsens Schatzkammermuseum am 25. November 2019 gilt als einer der spektakulärsten in Deutschland. Die Täter erbeuteten 21 Schmuckstücke aus Diamanten und Brillanten im Gesamtwert von über 113 Millionen Euro und verursachten zudem mehr als eine Million Euro Schaden.

18:28 Uhr

"Memento Mori" Nummer eins in Deutschland: Depeche Mode schlagen die Beatles

Erfolgreicher als die Beatles: Mit "Memento Mori" haben Depeche Mode ihren zwölften Nummer-eins-Erfolg in den deutschen Album-Charts erzielt. Die britische Band sei "endgültig im Charts-Olymp angekommen", teilte GfK Entertainment mit. "Keine internationale Band, nicht einmal die Beatles, haben dies je erreicht." Seit dem Tod von Mitbegründer Andrew Fletcher vor knapp einem Jahr ist "Memento Mori" die erste Studioplatte der Synthie-Pop-Band. Die verbliebenen Band-Mitglieder Dave Gahan und Martin Gore erzielten laut GfK Entertainment zudem den stärksten Verkaufsstart eines internationalen Acts seit Abba ("Voyage") vor rund eineinhalb Jahren.

Herbert Grönemeyer ("Das ist los") muss mit dem zweiten Platz vorliebnehmen. US-Sängerin Lana Del Rey ("Did You Know That There's A Tunnel Under Ocean Blvd") steigt auf Platz drei ein.

17:59 Uhr

Kiffen 2.0 - Lauterbach kündigt neue Vorschläge für Cannabis-Legalisierung an

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat neue Vorschläge für die geplante Cannabis-Legalisierung angekündigt. Man sei bei dem Gesetz auf einem guten Weg und werde überarbeitete Vorschläge "in Kürze" vorstellen, sagte der SPD-Politiker in Berlin. Einzelheiten nannte er nicht. Vor einigen Wochen hatte der Gesundheitsminister bereits gesagt, dass das ursprüngliche Eckpunktepapier, das er im Herbst vorgelegt hatte, "mittlerweile etwas verändert" worden sei. Die Vorlage eines Gesetzentwurfs hatte er eigentlich bis Ende März angepeilt. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte, es handele sich um ein hochkomplexes Verfahren. Ein Termin könne nicht genannt werden. In ihrem Koalitionsvertrag hatten SPD, Grüne und FDP vereinbart, die kontrollierte Abgabe der Droge an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften möglich zu machen.

17:32 Uhr

007-Roman kommt im Mai: James Bond muss die Krönung von Charles retten

Unmittelbar vor der Krönung des britischen Königs Charles III. am 6. Mai soll ein neuer James-Bond-Roman erscheinen, in dem der berühmteste fiktive Agent der Welt ausgerechnet Pläne zur Störung dieses royalen Ereignisses vereiteln muss. Wie der Verlag Ian Fleming Publications mitteilte, wurde der Autor und Schauspieler Charlie Higson beauftragt, das neue 007-Buch zu schreiben.

  • "Als Ian Fleming Publications vor rund einem Monat mit der Idee zu mir kam, eine Bond-Geschichte für Erwachsene zu schreiben, war ich begeistert - bis mir klar wurde, dass es bis zur Krönung im Mai fertig werden muss", erklärte der 64-Jährige. Die Fertigstellung des Romans in Rekordzeit sei für ihn "so spannungsgeladen wie eine Bond-Mission", fügte Higson hinzu.
  • Er versprach den Fans den üblichen Cocktail aus "Sex, Gewalt, Autos, einem schillernden Bösewicht mit einem fiesen Handlanger und natürlich Bond selbst". Higson hat bereits fünf Bücher der "Young Bond"-Reihe geschrieben, die den späteren Geheimagenten 007 während seiner Schulzeit auf dem Eliteinternat Eton begleitet.
  • "Im Geheimdienst Seiner Majestät" soll am 4. Mai erscheinen. Der Titel ist ganz klar angelehnt an das vor 60 Jahren veröffentlichte Bond-Buch "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" von 007-Erfinder Ian Fleming.
17:07 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:42 Uhr

"Schreckliche Perücke": Für diesen Film schämt sich Hugh Grant

Über 40 Jahre steht Hugh Grant nun schon vor der Kamera. Dementsprechend lang ist die Liste der Filme, an denen er mitgewirkt hat. Berühmt-berüchtigt ist der Brite natürlich in erster Linie für die Liebeskomödien, in denen er zu sehen war - von "Notting Hill" über "Bridget Jones" bis "Tatsächlich… Liebe". Aktuell allerdings ist er im Fantasy-Streifen "Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben" als Bösewicht zu erleben. In der "Late Late Show" von Moderator James Corden verrät er widerstrebend, für welchen Film er sich schämt: "The Lady and the Highwayman". Bei dem Streifen, der in Deutschland den Titel "Gefährdete Liebe - Das Geheimnis um Silver Blade" trug, handelt es sich um einen 1989 fürs Fernsehen produzierten Abenteuerfilm. Grants Urteil: "Ich bin darin ein Bandit und sollte sexy sein. Kleines Budget, schreckliche Perücke."

16:13 Uhr

Schneller zur Kfz-Zulassung: Digitale Beantragung ab September

Für das Anmelden eines Autos kann ab September der oft zeitaufwendige Behördengang entfallen. Der Bundesrat hat einer Verordnung der Bundesregierung zur Digitalisierung der Kfz-Zulassung zugestimmt. Kfz-Halterinnen und -Halter können alles Notwendige künftig online beantragen. Die Stempelplaketten für die Nummernschilder werden dann innerhalb von zehn Tagen per Post zugeschickt. In der Zwischenzeit reicht der digitale Bescheid als Zulassungsnachweis aus. Den digitalen Service können auch Autohäuser und gewerbliche Zulassungsdienste nutzen. Die Länder baten die Bundesregierung allerdings zu prüfen, wie Missbrauch verhindert oder eingedämmt werden könne. Sie wiesen darauf hin, dass Plaketten beim Postversand entwendet werden könnten. Es bestehe auch das Risiko, dass vermehrt Autos mit ungestempelten Kennzeichen unterwegs sind.

15:39 Uhr

Deutsche lieben Schoko-Hasen - Millionen Stück zu Ostern produziert

Die deutsche Süßwarenindustrie produziert in diesem Jahr zu Ostern rund 230 Millionen Schoko-Hasen. Das habe eine Umfrage unter den Mitgliedern ergeben, teilte der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) mit. Die Hälfte der Hasen bleibt in Deutschland, die anderen werden ins Ausland geschickt - bis nach Australien. In Deutschland am beliebtesten sind laut Verband Osterhasen aus Vollmilchschokolade.

15:06 Uhr

Leiche im Hamburger Hafen offenbar vermisster Zehnjähriger

Bei einer Leiche, die am Donnerstagabend im Hamburger Hafen entdeckt wurde, handelt es sich vermutlich um einen seit dem 28. Februar vermissten zehnjährigen Jungen. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse gehe man davon aus, dass es sich um den Zehnjährigen handele, sagte ein Polizeisprecher. Die Identifizierung sei aber noch nicht abgeschlossen. Passanten hatten beobachtet, wie der Junge Ende Februar am Bubendey-Ufer ins Wasser fiel, und hatten versucht, dem Kind noch zu helfen. Die Polizeisuche war erfolglos und der Junge wurde seitdem vermisst. Ein Kajakfahrer fand die Leiche am Donnerstagabend in der Nähe des Anlegers Neuhof am Hamburger Hafen.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Johanna Ohlau begibt sich in ihren wohlverdienten Feierabend und in das Wochenende. Ab sofort übernehme ich den Tag. Mein Name ist Alexander Schultze und ich begleite Sie bis zum Abend. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@n-tv.de.

14:10 Uhr

Kurz nach großangelegter Polizeikontrolle - Automatensprenger schlagen in der Nähe zu

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Kriminelle legen für Geld aus Automaten oft ganze Gebäude in Schutt und Asche. (Archivbild)

(Foto: dpa)

Die Polizei in Niedersachsen hat Geldautomatensprenger (und vermutlich auch -sprengerinnen) gerade besonders auf dem Radar. Trotz einer großangelegten Kontrolle im Landkreis Oldenburg in der vergangenen Nacht ist es Kriminellen gelungen, ganz in der Nähe zuzuschlagen: Unbekannte sprengten einen Geldautomaten in einem Verbrauchermarkt in Oldenburg in die Luft, wie die Polizei mitteilte. Kurz darauf hätten Polizeibeamte das mutmaßliche Fluchtfahrzeug mit den Tätern auf der Autobahn A1 gesichtet und verfolgt. Das Auto raste den Polizisten über die Bundesstraße B213 jedoch davon - dort, wo nur wenige Stunden vorher eine Großkontrolle der Polizei stattgefunden hatte. Das leerstehende Fahrzeug sei wenig später gefunden worden. Bei Fahndungsmaßnahmen in der Nähe wurden am Morgen zwei weitere Autos gesichtet und acht Verdächtige vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen dauern an. "Die niedersächsische Polizei tut alles in ihrer Macht Stehende, um den Tätern habhaft zu werden und ist dabei auch regelmäßig erfolgreich", sagte die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens von der SPD.

Die lebensgefährlichen Sprengungen hören aber vermutlich erst dann auf, wenn die Chance auf schnelles Geld für die Kriminellen nicht mehr besteht, also die Sicherheit an Automaten erhöht wird. Da ist dann wohl weniger die Polizei gefragt, sondern vielmehr sind es die Banken ...

13:38 Uhr

Bericht: Einbruch bei Kontrollen von Waffenbesitzern - "statistisch nur alle 125 Jahre"

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"Waffenhochburg" Landkreis Lüchow-Dannenberg: Dort gibt es im bundesweiten Vergleich die meisten Schusswaffen pro Person.

(Foto: imago/Marius Schwarz)

Die folgende Meldung ist besorgniserregend - nicht nur vor dem Hintergrund der Amoktat von Hamburg am 9. März: Die Regelungen zum Waffenrecht und vor allem zur Überprüfung von Waffenbesitzern werden einem "Spiegel"-Bericht zufolge zum Teil nur sehr lax umgesetzt. Wie Recherchen des Magazins bei den zuständigen Waffenbehörden in den Ländern ergaben, stieg etwa in Sachsen die Zahl der Waffen und der meldepflichtigen Waffenteile in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Gleichzeitig seien die Kontrollen regelrecht eingebrochen, berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Demnach wurde im Jahr 2018 die Waffenaufbewahrung noch bei 1541 Besitzern überprüft, im vorigen Jahr nur noch bei 576. In Sachsen kamen im Jahr 2022 auf tausend Menschen, die legal eine Waffe besitzen, weniger als 20 Kontrollen ohne besonderen Anlass, wie das Magazin berichtete. In Schleswig-Holstein waren es demnach nur zehn, in Sachsen-Anhalt sogar nur acht. Eine Rechnung, die im Bericht aufgestellt wird, verdeutlicht das Problem: Das bedeute, ein Waffenbesitzer werde "statistisch nur einmal alle 125 Jahre kontrolliert". In Bremen dagegen schauen die Behörden dem Bericht zufolge häufiger hin. Im vergangenen Jahr wurde demnach bei jedem vierten Waffenbesitzer der Schrank überprüft.

Auch die personelle Ausstattung habe Einfluss auf die Kontrolldichte. So seien von den 28 Stellen bei der Berliner Waffenbehörde derzeit acht nicht besetzt, die Aufgaben würden derzeit von aushelfenden Polizisten erledigt. Insgesamt sind in Deutschland dem Bericht zufolge mehr als fünf Millionen Schusswaffen im Privatbesitz registriert. Die Quoten sind demnach im Saarland, in Bayern, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen am höchsten: Einer von 63 Einwohnern ist Waffenbesitzer. Die meisten Schusswaffen pro Person gebe es vermutlich im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg - mit 190 Waffen auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner.

12:48 Uhr

Umfrage: Mehrheit der Deutschen ist für Verbot von Alkoholwerbung

"Liebe 'arald ..." - die Älteren werden wissen, welche Bierwerbung in den 90ern so angefangen hat. Auch wenn die Schöfferhofer-Werbung ("Noch eine Flasche von die Bier, die so schön hat geprickelt in meine Bauchnabel.") von 1997 so etwas wie Fernsehkult ist, sind inzwischen viele Jahre später nicht mehr ganz so viele Menschen in Deutschland von Alkoholwerbung begeistert: Mehr als jeder zweite Deutsche ist einer Umfrage im Auftrag des Bundesdrogenbeauftragten Burkhard Blienert zufolge für ein Verbot von Alkoholwerbung. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, befürworten 59 Prozent der rund 1400 Befragten ein komplettes Werbeverbot für Bier, Wein und Schnaps. Sogar 76 Prozent der Bundesbürger sind demnach für besondere Kennzeichnungspflichten für alkoholische Getränke, wie sie bei Tabakprodukten üblich sind. Der Drogenbeauftragte Blienert forderte gegenüber der "SZ" in diesem Zusammenhang, den Zugang zu Schnapsflaschen in der Nähe von Supermarktkassen zu erschweren. "Schnaps als Mitnahmeartikel nach dem Motto 'Einer geht noch' darf es nicht geben", sagte der SPD-Politiker.

Mir war übrigens komplett entfallen: Das war ja Schauspieler Oliver Mommsen ("Tatort") in dem Werbeklassiker!

12:37 Uhr

Zieht Liz Truss ins britische Dschungelcamp?

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Liz Truss

(Foto: picture alliance / AA)

Die Amtszeit der früheren britischen Premierministerin Liz Truss war sehr, sehr kurz: Wenn man die Trauertage nach dem Tod der Queen abzieht, hatte sie etwa eine Woche das Sagen in Großbritannien, bis sie ihre Regierung mit einem Paket aus nicht finanzierten Steuersenkungen und unrealistischen Energiepreisgarantien in die Luft sprengte. Nun könnte es von der Downing Street quasi Down Under gehen: Angeblich befindet sich die Kurzzeit-Premierministerin unter den Favoritinnen und Favoriten für die nächste Ausgabe des britischen Dschungelcamps. Dafür müsste Truss aber länger als in der Downing Street durchhalten ...

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11:51 Uhr

Motorradfahrer flüchtet vor Polizeikontrolle - und verunglückt tödlich

Die Flucht vor der Polizei hat für einen Motorradfahrer in Nordrhein-Westfalen ein tödliches Ende genommen: Der Mann wollte sich in Gevelsberg einer Polizeikontrolle entziehen und ist dabei tödlich verunglückt. Das teilt die Polizei mit. Demnach fuhr der 37-Jährige in der Nacht zum Freitag mit überhöhter Geschwindigkeit, eine Streife folgte ihm. Daraufhin gab der Motorradfahrer Gas, stürzte mit seiner Maschine, die in eine Leitplanke geriet und danach gegen einen Baum prallte, wie eine Sprecherin schilderte. Als die Beamten zur Unfallstelle kamen, sei der Mann bereits tot gewesen.

11:20 Uhr
Breaking News

49-Euro-Ticket kommt - Bundesrat stimmt Finanzierung zu

Der Weg für den Start des 49-Euro-Tickets im bundesweiten Nahverkehr am 1. Mai ist frei. Nach dem Bundestag stimmt auch der Bundesrat einem Finanzierungsgesetz zu.

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11:04 Uhr

Charles und Camilla sind per ICE auf dem Weg nach Hamburg

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"Ganz großer Bahnhof" für König Charles III. am Gleis in Berlin.

(Foto: via REUTERS)

Falls Sie gerade im ICE von Berlin nach Hamburg unterwegs sind, haben Sie vielleicht schon durch den Rummel am Gleis bemerkt: Der britische König Charles III. und seine Ehefrau Camilla sind für den letzten Tag ihres dreitägigen Staatsbesuchs in Deutschland mit einem regulären Zug von Berlin nach Hamburg aufgebrochen. Begleitet von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender gingen Charles und Camilla über einen roten Teppich am Gleis im unterirdischen Bereichs des Bahnhofs und stiegen anschließend in einen ICE, der an der Seite ein Banner in den Farben der Deutschlandflagge trug - das scheint wirklich eine gaaanz normale ICE-Fahrt zu sein ... (Ironie aus).

In Hamburg ist der Terminkalender dann auch gut gefüllt:

  • Das Königspaar wird ein Denkmal besuchen, das an überwiegend jüdische Kinder erinnert, die während der NS-Zeit nach Großbritannien geschickt wurden.
  • Danach wollen Charles und Steinmeier am Mahnmal St. Nikolai Kränze niederlegen. Die Kirche wurde während britischer und amerikanischer Luftangriffe auf Hamburg 1943 zerstört.
  • Darauf folgt ein Eintrag ins Goldene Buch im Hamburger Rathaus.
  • Am Nachmittag unternehmen der Bundespräsident und der König eine Bootsfahrt im Hafen, wobei er sich über den Einsatz grüner Technologien informieren will.
  • Elke Büdenbender und Queen Camilla besuchen währenddessen die bilinguale Rudolf-Roß-Grundschule und treffen dort auch den Kinderbuch-Illustrator Axel Scheffler ("Der Grüffelo").
  • Der Staatsbesuch endet mit einem Empfang auf Einladung der Britischen Botschaft.
10:30 Uhr

Tempelboden in Indien eingestürzt - Zahl der Toten steigt auf 36

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Menschen stürzten in dem Tempel plötzlich in die Tiefe, weil der Boden nachgab.

(Foto: dpa)

Nachdem in Indien der Boden eines Tempels eingestürzt ist, hat sich die Zahl der Toten auf 36 erhöht. Weitere Vermisste würden noch gesucht, berichtete die indische Nachrichtenagentur ANI unter Berufung auf örtliche Behörden. Der Boden des hinduistischen Tempels in der Millionenstadt Indore im Bundesstaat Madhya Pradesh war gestern eingestürzt. Die Opfer fielen in ein tiefes Brunnenbauwerk. Viele der Geretteten seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Angesichts des hinduistischen Fests Ram Navami sei der Andrang in dem Tempel sehr groß gewesen.

10:09 Uhr
Breaking News

Deutsche Arbeitslosenzahl steigt im März stärker als erwartet

Der Schriftzug "Agentur für Arbeit" hängt am Gebäude der Bundesagentur für Arbeit.

(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Arc)

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im März deutlicher als erwartet gestiegen. Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) erhöhte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 16.000, nachdem sie im Februar um revidiert 6000 (vorläufig: 2000) zugenommen hatte. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,6 (Februar: 5,5) Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um nur 1000 prognostiziert und eine unveränderte Quote von 5,5 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der saisonalen Faktoren verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen 26.000 auf 2,594 Millionen. Die Arbeitslosenquote blieb bei 5,7 Prozent. "Der Arbeitsmarkt zeigte sich auch im März insgesamt robust. Die schwache Konjunktur hinterlässt aber Spuren: die Frühjahrsbelebung setzt nur verhalten ein", erklärte die BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles.

Diese Meldung erschien im Börsen-Tag - mehr aus der Welt der Wirtschaft und Finanzen gibt es hier.

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09:44 Uhr

Ein Päuschen im Klappstuhl auf dem Standstreifen der Autobahn?

Das ist mal ein Lkw-Fahrer mit Nerven: Auf der Autobahn 61 bei Alzey in Rheinland-Pfalz hat es sich ein Lastwagenfahrer mit dem Klappstuhl gemütlich gemacht: Der 32-Jährige fiel der Polizei gestern Abend auf, weil er seinen Lkw am Straßenrand geparkt hatte und auf dem Standstreifen zu Abend aß, wie die Polizei mitteilt. Eigentlich hatten die Polizisten eine Reifenpanne als Grund vermutet. Der Mann musste sein Abendbrot beenden, den Stuhl zusammenpacken und weiterfahren.

09:14 Uhr

Bindestrich ade? Das ist Buschmanns Vorschlag fürs Namensrecht

Nachdem man sich fest und dauerhaft für den einen Partner oder die eine Partnerin entschieden hat, also heiraten möchte, kommt meist die Frage auf: Welchen Namen trägt man zukünftig? Bei einem Doppelnamen soll der Bindestrich künftig nicht mehr Pflicht sein. Diese und weitere Änderungen sieht der Entwurf für das neue Namensrecht hervor, den Bundesjustizminister Marco Buschmann von der FDP heute zur Abstimmung an die anderen Ressorts der Bundesregierung verschickt hat. Wer auf eine schnelle Änderung hofft, wird wohl enttäuscht sein: Tritt die Reform in der von seinem Ministerium vorgesehenen Fassung in Kraft, bliebe es den Eheleuten erst ab 2025 überlassen, ob sie ihre Namen mit oder ohne Bindestrich hintereinandersetzen wollen. Herr Schmitz und Frau Koppe könnten nach der Eheschließung dann beispielsweise beide Schmitz-Koppe, Schmitz Koppe, Koppe Schmitz oder Koppe-Schmitz heißen. Die Möglichkeit, dass beide nur Koppe oder nur Schmitz heißen, bleibt ebenso weiter bestehen wie die Variante, dass jeder seinen Nachnamen behält und kein gemeinsamer Familienname festgelegt wird. Entscheidet sich ein Paar für einen Doppelnamen als Ehenamen, führen diesen auch die gemeinsamen Kinder.

Hier nochmal ein Überblick der Reformvorschläge:

  • In dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, soll bei einem Doppelnamen der Bindestrich künftig nicht mehr Pflicht sein.
  • Zudem wird festgelegt, dass eine Aneinanderreihung beliebig vieler Namen nicht möglich sein wird. Wenn Manfred Schmitz Koppe eine Marina Müller-Lüdenscheid heiratet, sollen sie zwar aus je einem Bestandteil des Namens einen neuen Doppelnamen bilden können, also zum Beispiel Schmitz-Lüdenscheid oder Müller Koppe. Mehr als zwei Namensbestandteile dürfen es aber nicht sein.
  • Die Idee, zwei Namen miteinander zu verschmelzen, also beispielsweise aus Koppe und Lüdenscheid den Namen Koppscheid zu machen, greift das Bundesjustizministerium in seinem Entwurf nicht auf. Dieser Vorschlag war aus den Reihen der Grünen gekommen.
  • Erwachsenen, die sich adoptieren lassen, räumt der Entwurf die Möglichkeit ein, ihren Nachnamen zu behalten, entweder ausschließlich oder zusätzlich zum Nachnamen der Person, die sie adoptiert.
  • Im Fall der Scheidung der Eltern soll es, wenn das Kind bei einem Elternteil lebt, der seinen Geburtsnamen wieder annimmt, diesen auch zum Familiennamen des Kindes zu machen. Dafür ist zwar die Einwilligung des anderen Elternteils erforderlich, wenn das Kind bisher dessen Namen führt oder wenn beiden die elterliche Sorge gemeinsam zusteht. Das Familiengericht kann die Einwilligung des anderen Elternteils jedoch ersetzen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Wenn das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet hat, muss es außerdem selbst zustimmen.

08:23 Uhr

Comedian Michael "Bully" Herbig hätte seine Hochzeit fast durch Lachanfall ruiniert

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Michael "Bully" Herbig

(Foto: IMAGO/Future Image)

Am oft als "schönsten Tag des Lebens" bezeichneten Hochzeitstag geht es während der Trauung oft hochemotional zu - oder auch mal stressig für Braut und/oder Bräutigam. Comedian und Regisseur Michael "Bully" Herbig hatte nach eigenen Angaben auch Schweißperlen auf der Stirn. Bei ihm hatte das aber einen anderen Grund: Er hätte sich seine eigene Hochzeit fast durch einen Lachanfall ruiniert. Mit seinem Comedykollegen Rick Kavanian habe er zuvor einige Sketche zum Thema Hochzeit gedreht, sagte der 54-Jährige dem Magazin "Stern". "Jedes Mal sagte die Standesbeamtin darin 'Grüß Gott' in diesem ganz speziellen Tonfall." Als die echte Standesbeamtin ihn und seine Frau in einem ganz ähnlichen Tonfall begrüßt habe, habe er sich stark zusammenreißen müssen. "Ich konzentrierte mich so sehr darauf, nicht zu lachen, dass mir der Schweiß über die Stirn lief", sagte Herbig. Mittlerweile sehe er die Situation entspannter. "Wahrscheinlich wäre es am Ende gar nicht so schlimm gewesen und meine Frau hätte mitgelacht."

07:42 Uhr

Zwei Tote in Parkhaus in Frankfurter Flughafen entdeckt

Grausiger Fund in einem Parkhaus am Frankfurter Flughafen: Dort sind in der Nacht zwei Leichen entdeckt worden. Die beiden Toten - ein Mann und eine Frau - wurden gegen 3 Uhr in der vergangenen Nacht gefunden, teilt die Polizei mit. Wie der hessische Sender Hit Radio FFH unter Berufung auf den Einsatzleiter der Polizei berichtet, soll es sich um eine "Beziehungstat" handeln. Die beiden Toten lagen demnach nicht in einem Auto, sondern im Gebäude.

07:15 Uhr

Schüler:innen? Gendern in Schulprüfungen zählt in Niedersachsen nicht als Fehler

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Niedersachsen räumt Schülerinnen und Schülern beziehungsweise Schüler:innen mehr Freiheiten bei der Schreibweise ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schülerinnen und Schülern, Schüler:innen oder auch Schüler*innen sollen nach Ansicht der niedersächsischen Landesregierung keine Nachteile entstehen, wenn sie in ihren Prüfungen gegenderte Begriffe - wie hier mal exemplarisch von mir eingefügt - verwenden. Das geht aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Anfrage der AfD im Landtag hervor. Darin heißt es, die Regierung unterstütze es, "eine geschlechtersensible Sprache in Wort und Schrift im Unterricht sowie in außerunterrichtlichen Kontexten zu beachten". Das Gendern solle nicht als Verstoß gegen die Sprachrichtigkeit sanktioniert werden, heißt es weiter. Es könne von den Prüferinnen und Prüfern allerdings auch nicht angeordnet werden. Die Begründung des Ministeriums: In Abiturklausuren werden längst auch Texte bearbeitet, in denen gegendert wird. Es sei daher nicht vermittelbar, wenn diese Schreibweise in den Texten der Geprüften als Fehler gewertet würde. Gleichwohl dürften Schülerinnen und Schüler nicht zum Gendern aufgefordert werden.

Der AfD-Bildungspolitiker Harm Rykena, der die Anfrage gestellt hatte, kritisierte die Position der Regierung. "Unserer historisch gewachsenen deutschen Kultursprache wird durch diese verquere Praxis des Kultusministeriums ein Bärendienst erwiesen - Schluss damit", sagte er. Positiv sei allerdings die Klarstellung des Ministeriums, dass geschlechtersensible Sprache nicht angeordnet werden dürfe, so Rykena weiter.

07:04 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

König Charles III. (2.v.r) und Königsgemahlin Camilla (2.v.l) werden am Schloss Bellevue von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender begrüßt.

Als Quartett unterwegs: Für König Charles III. (2.v.r) und Königsgemahlin Camilla (2.v.l) geht es mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender heute nach Hamburg.

(Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

heute steht Tag 3 des royalen Besuchs an oder für viele Menschen ist heute sehr viel wichtiger: Es ist Freitag! Die Arbeitswoche ist (fast) geschafft. Vorher haben wir aber noch ein, zwei Termine vor uns:

  • 49-Euro-Ticket: Nicht im Ansatz ein wirklicher Nachfolger des 9-Euro-Tickets aus dem vergangenen Jahr, aber immerhin nach Monaten des Wartens gibt es nun überhaupt ein deutschlandweit gültiges Ticket, so sieht es zumindest aus: Der Bundesrat soll am Vormittag die Finanzierung des künftigen 49-Euro-Tickets für den bundesweiten Nahverkehr besiegeln.
  • Sorgt die "Frühjahrsbelebung" für einen Rückgang bei der Arbeitslosigkeit? Die Bundesagentur für Arbeit gibt am Morgen in Nürnberg ihre März-Statistik bekannt.
  • Proteste gegen Ampel-Beschlüsse zum Klimaschutz: Fridays for Future will ab 14 Uhr in Berlin protestieren. Startpunkt ist laut Fridays for Future das Verkehrsministerium am Invalidenpark. Dort soll eine Petition überreicht werden, die den Rücktritt von Minister Volker Wissing von der FDP fordert. Danach soll es Richtung Kanzleramt gehen. Auch in weiteren Städten sind Proteste geplant.
  • Wie oben schon erwähnt, reisen die britischen Royals von Berlin nach Hamburg: König Charles III. und seine Frau Camilla fahren heute mit einem regulären ICE von der Hauptstadt in die Nordmetropole. Ob es sich bei dem Zug tatsächlich um einen regulären ICE handelt, wage ich mal zu bezweifeln. Wenn er pünktlich ist, das Bordrestaurant mit vollem Sortiment geöffnet hat und die Reservierungen bestehen bleiben, sehe ich meine Zweifel als berechtigt an ...
  • Die Flughäfen in Deutschland stehen ab heute vor der ersten großen Reisewelle der Saison.
  • Die ostdeutschen Länderchefs treffen sich auf einer Sonderkonferenz in Berlin mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach von der SPD. Thema ist die medizinische Versorgung. An dem Treffen in der sächsischen Landesvertretung beim Bund nimmt auch der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider von der SPD, teil.
  • Südafrikas Justizvollzugsbehörde will heute über eine Freilassung auf Bewährung für den wegen Totschlags verurteilten früheren Spitzensportler Oscar Pistorius entscheiden. Pistorius war zu mehr als 13 Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er in der Nacht des Valentinstags 2013 seine damalige Freundin mit vier Schüssen durch die Toilettentür seiner Villa getötet hatte.

Noch ein wichtiger Termin: Wie ich vorhin bereits in einem Eintrag geschrieben habe, läuft heute die Sonderregelung für die telefonische Krankschreibung aus. Die war schon sehr praktisch und sinnvoll - zumindest sehe ich das so. Und Sie? Stimmen Sie gern unten mit ab.

Ihre Johanna Ohlau

06:52 Uhr

Erkältungswelle: Hausärzte wollen telefonische Krankschreibung beibehalten

Krankschreibungen per Telefon laufen zum Ende des Monats aus.

Ob Corona oder ein anderer Infekt: Wer gerade eine "Virenschleuder" ist, sollte lieber zuhause bleiben.

(Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Eine Praxis, die sich in Praxen als extrem praktisch erwiesen hat: die telefonische Krankschreibung. Mit dem heutigen Tag soll sie wieder zur Theorie zurückgestutzt werden, denn die Sonderregelung endet zum 31. März. Hausärzte und Verbraucherschützer schlagen Alarm und fordern eine Beibehaltung. "Um es klar zu sagen: Ohne die telefonische Krankschreibung geht es nicht mehr", sagte die Vizechefin des Deutschen Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dies gelte insbesondere in den akuten Infektwellen. "Wer der telefonischen Krankschreibung jetzt den Stecker zieht, gefährdet die Versorgung und nimmt in Kauf, dass die Hausarztpraxen immer weiter unter Druck geraten", betonte Buhlinger-Göpfarth. Die Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen wurde in der Corona-Krise als Sonderregelung des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen eingeführt. Dies sollte unnötige Kontakte reduzieren und Corona-Infektionen vermeiden. Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte eine Beibehaltung der Regelung. Politik und Fachleute seien sich einig gewesen, aus der Pandemie lernen zu müssen und Bewährtes zu bewahren, sagte der Gesundheitsexperte des Verbandes, Thomas Moormann, dem RND. "Bei der telefonischen Krankschreibung, die sehr erfolgreich praktiziert wurde und die man durchaus als Innovation bezeichnen könnte, zeigt sich das nun leider nicht", beklagte er.

06:27 Uhr

Frau fährt Schlangenlinien - mit drei Promille am Steuer

Wer Schlangenlinien fährt, ist meist entweder als Rennfahrer auf der Rennstrecke unterwegs und wärmt die Reifen für den Start auf oder - wie in diesem Fall - man ist alles andere als fahrtüchtig: Mit drei Promille Alkohol im Atem war eine 38-Jährige in Bad Neuenahr-Ahrweiler in Rheinland-Pfalz in einem Auto unterwegs. Ihr sonderbares Fahrverhalten in Form von Schlangenlinien fiel anderen Autofahrerinnen und -fahrern auf, die die Polizei alarmierten. Bei der Kontrolle habe deutlicher Alkoholgeruch in ihrer Atemluft festgestellt werden können, teilte die Polizei mit. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von drei Promille. Der Frau wurde eine Blutprobe entnommen und ihr Führerschein beschlagnahmt. Zeugenaussagen zufolge hat die Autofahrerin gestern Abend auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Sie sei etwa beim Überholen eines Fahrradfahrers deutlich auf die Gegenspur geraten.

06:00 Uhr
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