Mittwoch, 13. Oktober 2021Der Tag

Heute mit Nicole Ankelmann und Johanna Ohlau
22:37 Uhr

Das war Mittwoch, der 13. Oktober 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

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Mit dem Großen Zapfenstreich wurden Soldatinnen und Soldaten am Abend in Berlin für ihren Einsatz in Afghanistan gewürdigt.

(Foto: picture alliance/dpa)

am Abend haben uns noch schlimme Nachrichten aus Norwegen erreicht: Nahe Oslo hat ein Mann mit Pfeil und Bogen Menschen attackiert. Die Polizei berichtet von mehreren Toten und Verletzten in der Stadt Kongsberg. Das Motiv ist noch unklar, der schreckliche Vorfall wird uns sicherlich noch morgen und die nächsten Tage beschäftigen.

Ansonsten hätte ich noch folgende Empfehlungen für Sie:

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Thüringen ist jetzt Corona-Hotspot Nr. 1

Alles Wichtige zur Pandemie finden Sie wie immer im Corona-Ticker, einen Blick in die Welt des Sports gibt es im Sport-Ticker. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Mittwochabend und bis bald!

Ihre Johanna Ohlau

22:10 Uhr

Falsches Opfer ausgesucht - Handydiebe werden zu Gejagten

Da haben sich zwei Diebe das falsche Opfer ausgesucht: In Köln übergibt ein Kurierfahrer gerade eine Lieferung, als sich zwei Kriminelle offenbar an seinem Wagen zu schaffen machen. Die böse Überraschung gibt es, als er zurückkommt: Sein Handy ist weg, die Seitenscheibe eingeschlagen. Der 32-Jährige sieht noch zwei Verdächtige wegrennen und nimmt zu Fuß die Verfolgung auf. Das bleibt den Dieben nicht verborgen - einer von ihnen lässt das Handy schließlich zurück - wohl in der Hoffnung, dass der Bestohlene von ihnen ablässt. Doch der 32-Jährige lässt nicht locker und schafft es schließlich mithilfe eines Passanten, einen von dem Duo zu stoppen. Die Polizei nimmt den polizeibekannten 15-Jährigen kurz danach fest. Sein etwa 20 Jahre alter Komplize konnte fliehen.

21:32 Uhr

Früherer Tschernobyl-Direktor gestorben

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Brjuchanow beim Prozess nach der nuklearen Katastrophe.

(Foto: picture-alliance / akg-images)

In der Ukraine ist der frühere erste Direktor des 1986 havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl gestorben. Der 1935 in der usbekischen Hauptstadt Taschkent geborene Wiktor Brjuchanow wurde 85 Jahre alt, teilte die Leitung des stillgelegten Kraftwerks mit. Brjuchanow wurde bei der Katastrophe nach eigenen Aussagen mit dem 50-Fachen der zulässigen Radioaktivität verstrahlt. Nach dem Atomunfall wurde er aus der Kommunistischen Partei der Sowjetunion ausgeschlossen und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Etwa fünf Jahre saß er davon ab. Zur Schuldfrage sagte der ausgebildete Kraftwerkstechniker später in einem Interview mit der Zeitung "Fakty": "Wenn das Reaktorschutzsystem normal konstruiert worden wäre, hätte es keinen Unfall gegeben."

Am 26. April 1986 explodierte infolge eines fehlgeschlagenen Experiments der Reaktor vier des Kernkraftwerks Tschernobyl. Das Unglück, das gut 100 Kilometer nördlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew geschah, gilt als die größte Atomkatastrophe der zivilen Nutzung der Kernkraft. Hunderttausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt. Tausende starben. Bis heute sind weite Landstriche in den ehemaligen Sowjetrepubliken Ukraine, Belarus und Russland verstrahlt.

20:57 Uhr
Breaking News

Mehrere Tote und Verletzte bei Amoklauf in der Nähe von Oslo

Mehrere Menschen sind bei einem Amoklauf in Norwegen verletzt und getötet worden. Ein bewaffneter Täter habe im Zentrum der Stadt Kongsberg südwestlich von Oslo mehrere Menschen verletzt, es gebe auch Tote, sagte der zuständige Polizeichef Øyvind Aas bei einer Pressekonferenz.

Mehr dazu lesen Sie in Kürze hier.

20:43 Uhr

Gleichgeschlechtliche Ehe gilt in den Niederlanden auch fürs Königshaus

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Darf - zumindest was das Geschlecht angeht - heiraten, wen sie will.

(Foto: picture alliance / Royal Press Europe)

Die Niederlande haben 2001 als erstes Land die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert - nun wird das Recht auch auf die königliche Familie ausgeweitet. Der Thronerbe darf künftig einen Partner des gleichen Geschlechts heiraten, ohne das Recht auf die Thronfolge aufzugeben, erklärte Ministerpräsident Mark Rutte in einem Brief ans Parlament. Das Kabinett sehe "kein Hindernis für ein Gesetz, das die Heirat eines Erben mit einer Person des gleichen Geschlechts erlaubt", hieß es darin. Die Abgeordneten hatten Rutte um eine Stellungnahme gebeten, nachdem in einem Buch eines Verfassungsrechtlers über die 17-jährige Kronprinzessin Amalia zu lesen war, dass sie theoretisch von der Thronfolge ausgeschlossen wäre, wenn sie eine Frau heiraten würde. Amalia, die älteste Tochter von König Willem-Alexander und der aus Argentinien stammenden Königin Máxima, hat sich weder zu diesem Thema noch zu ihrem Privatleben im Allgemeinen geäußert.

20:18 Uhr

Videos des Tages

19:46 Uhr

Narkose nicht überstanden - Trauer um Giraffe "Hanck"

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Da waren es nur noch zwei: Giraffenbulle "Hanck" (Mitte) ist in der Stuttgarter Wilhelma überraschend gestorben.

(Foto: Stuttgarter Wilhelma)

Hufprobleme wurden einer Giraffe in der Stuttgarter Wilhelma zum Verhängnis: Bulle "Hanck" sollte unter Narkose die Klauen korrigiert bekommen, da sie ihm Schmerzen bereiteten. Doch die Giraffe überlebte den Eingriff unter Narkose nicht. Das Tier sei bei bei der Behandlung an Kreislaufversagen gestorben, teilte der Zoologisch-Botanische Garten mit. "Die Narkose einer Giraffe ist die heikelste, die es in der Tierwelt gibt", sagte der Veterinär Tobias Knauf-Witzens. Ihre extreme Körperform mit langen Beinen und langen Hälsen sei für Giraffen eine Herausforderung. Bei einem Bullen wie "Hanck" müsse das etwa zwölf Kilo schwere Hochleistungsherz das Blut von Huf bis Kopf beständig über einen Höhenunterschied von fünf Metern pumpen. Länger liegen könnten Giraffen nicht, ohne Kreislaufprobleme zu bekommen. "Daher stellt jede Narkose ein erhöhtes Risiko dar", hieß es. Im Fall des 21 Jahre alten Bullen ging es nicht gut aus. "Hanck" war nach Angaben des Zoos seit April 2002 Teil der Wilhelma, hatte sieben Mal Nachwuchs gezeugt. Doch in Stuttgart gibt es in der Anlage weiterhin Netzgiraffen zu bestaunen: "Nyiri" und "Sala" sind im April aus Köln dorthin gezogen - und haben hoffentlich gesunde Hufen!

19:20 Uhr

Putin hat keine Glückwünsche für Friedensnobelpreisträger

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Dmitri Muratow

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Wenn jemand einen Nobelpreis gewinnt, dann ist das Grund zur Freude - und zum Gratulieren. Nicht so im Fall von Russlands Präsident Wladimir Putin: Der richtet keine Glückwünsche an den russischen Journalisten und Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow, sondern eher etwas, das Putin wohl als gut gemeinten "Hinweis" verstehen würde, aber eher eine Art Drohung ist: Der Kreml-Chef sagte, dass Muratow diese Auszeichnung nicht als "Schutzschild" verstehen sollte. Putin führt das auch noch aus: Der Journalist erhalte dadurch keinen besonderen Schutzstatus, der es ihm erlaube, russische Gesetze zu verletzen oder verhindere, dass er als "ausländischer Agent" eingestuft werde. Er warnte den Journalisten davor, dem Nobelpreis dazu zu nutzen, um "die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen".

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:49 Uhr

Adele "zwitschert" das Datum für ihr Album-Release

"Hello", Adele ist zurück! Jahrelang hat sich die prominente Britin rar gemacht. Am Freitag kommt sie mit einer neuen Single zurück - okay, das wussten wir schon ein paar Tage! Doch nun hat sie ihren Fans "gezwitschert", wann ihr lang ersehntes Album "30" erscheint: Am 19. November will sie ihre neuesten Songs präsentieren. "30 - 19. November", schrieb der Superstar wie gewohnt kryptisch auf Twitter.

18:08 Uhr

Fotos von Kriegsverbrechern vor Gericht: Album von Nürnberger Prozessen aufgetaucht

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Ein Gesicht der Schreckensherrschaft der Nazis: Hermann Göring beim Prozess in Nürnberg.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Erst vor wenigen Tagen jährte sich die Urteilsverkündung der Nürnberger Prozesse zum 75. Mal. Vor einem Internationalen Militärtribunal mussten sich die deutschen Kriegsverbrecher - zumindest die, die sich dem Verfahren nicht durch Suizid oder Flucht entzogen hatten - der Verantwortung für ihre Gräueltaten im Dritten Reich stellen. Für die beteiligten Richter gab es quasi als Erinnerung an diesen historischen Prozess Fotoalben - und eines davon ist kürzlich im Nachlass des französischen Richters Henri Donnedieu de Vabres aufgetaucht. 121 Aufnahmen, die nochmal einen Einblick in die Verfahren geben können. Als einer der Hauptangeklagten im Gerichtssaal ist etwa Hermann Göring zu sehen. Das wieder aufgetauchte Album von Nürnberg öffne "neue Perspektiven für die Forschung", sagte Dominique Vidaud, Leiter der Gedächtnisstätte im ostfranzösischen Izieu. Dort wird die restaurierte Fotosammlung am Freitag offiziell vorgestellt.

Insgesamt zählten drei französische Richter zum Kreis derer, die vor 75 Jahren über die hochrangigen Nazis urteilten. Göring entzog sich seiner Strafe - dem Tod durch Hängen - allerdings, indem er sich in der Nacht vor der Hinrichtung mit einer Zyankali-Kapsel in seiner Zelle das Leben nahm. Wie er in Besitz des Gifts gelangt ist, konnte nie abschließend geklärt werden.

17:46 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:18 Uhr

44 Mal durchschwommen: Australierin ist neue "Königin des Ärmelkanals"

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Prost! In die australische Flagge stößt Schwimmerin Chloe McCardel auf ihren Rekord an.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Der Ärmelkanal hat eine neue (und natürlich nur inoffizielle) Königin! Was man dafür tun muss? 44 Mal den Ärmelkanal durchqueren. Geschafft hat das heute die australische Schwimmerin Chloe McCardel und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Die Ausdauerathletin stieg heute nach etwa 34 Kilometern und rund zehn Stunden in den Fluten in Pointe de la Courte Dune in Nordfrankreich an Land. Der Ärmelkanal, auf Englisch "English Channel" (Englischer Kanal) und auf Französisch "la Manche" (der Ärmel) genannt, sei ihr "spirituelles Heim", sagte die Australierin.

Mit ihrem Rekord wolle sie Mädchen inspirieren und zeigen, dass alles möglich sei. Bevor sie in der südostenglischen Grafschaft Kent zu ihrem Rekordversuch aufbrach, betonte McCardel: "Ich denke, dass Frauen manchmal nicht so viel Anerkennung für ihre Leistungen bekommen, wie sie sollten - weibliche Vorbilder zu haben, war großartig für mich, und ich hoffe wirklich, dass ich das auch für andere Frauen und Mädchen sein kann." Erst vor wenigen Tagen hatte McCardel den Meeresarm, eine der am meisten befahrenen Wasserstraßen der Welt, zum 43. Mal durchschwommen und dadurch mit der bisherigen Rekordhalterin Alison Streeter aus Großbritannien gleichgezogen, die sie stets als Vorbild genannt hatte. McCardel, die erst mit elf Jahren schwimmen lernte, hatte 2009 zum ersten Mal den Ärmelkanal durchquert.

16:53 Uhr

"Star Trek"-Ikone William Shatner ins All gestartet

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Gruppenfoto mit Shatner (2. von links) vor dem Start ins Weltall.

(Foto: imago images/Cover-Images)

Der Flug ins All - für viele Fans der Serie "Star Trek" sicherlich ein genauso lang gehegter Traum wie für "Captain Kirk"-Darsteller William Shatner selbst. Für ihn geht er jedoch - wenn auch kurz - in Erfüllung: Der 90 Jahre alte Kanadier hob heute - etwas später als geplant - an Bord einer "New Shepard"-Raumkapsel der Firma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos von der westtexanischen Wüste aus zu einem rund zehnminütigen All-Ausflug ab.

Shatner stellt damit auch einen neuen Rekord auf: Der Schauspieler, der vor allem als Kapitän auf dem "Raumschiff Enterprise" berühmt wurde, ist damit nun der älteste jemals ins All gereiste Mensch der Raumfahrt-Geschichte. Gemeinsam mit Shatner sind der frühere Nasa-Ingenieur Chris Boshuizen, der Unternehmer Glen de Vries und die stellvertretende Chefin von Blue Origin, Audrey Powers, gestartet. Es ist der zweite bemannte Flug der Kapsel "New Shepard". Beim ersten im Juli war Bezos selbst mit an Bord, zusammen mit seinem Bruder Mark, einer 82 Jahre alten früheren US-Pilotin und einem 18-jährigen Niederländer.

Update: Der Schauspieler ist inzwischen wieder von seinem kurzen Ausflug ins All zurück und sicher auf der Erde gelandet.

Mehr zum Weltraumflug von William Shatner gibt es hier.

16:22 Uhr

Nordkorea, ist das eine Militärparade oder eine Zirkusvorstellung?

Soldaten, die Steine mit ihren Köpfen zertrümmern, sind noch so ziemlich das Gewöhnlichste, was es bei einer Militärparade in Nordkorea so zu sehen gibt. Dort geht es eher zu wie beim Zirkus. Eine doch sehr seltsame Form der "Machtdemonstration" und auch der "Zirkusdirektor" Kim Jong Un fällt mit seiner eigenwilligen Schuhwahl auf.

15:59 Uhr

Achtjährige Julia aus Klinik entlassen

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Hier wurde das Mädchen von einem Förster gefunden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch heute gibt es wieder gute Nachrichten von der kleinen Julia, die in einem Waldgebiet in Tschechien verschwunden war: Das Mädchen kann einen Tag nach seiner Rettung das Krankenhaus wieder verlassen. Die Achtjährige aus Berlin war fast zwei Tage lang nach einem Familienausflug verschollen, gestern hatte ein tschechischer Förster das Kind entdeckt. Danach wurde Julia nach Angaben des Polizeipräsidiums in Regensburg in eine Klinik in Deutschland gebracht. "Bis auf einen leichten Kratzer am Bein war das Kind unverletzt", sagte Polizeisprecher Florian Beck. Das unterkühlte Mädchen sei langsam wieder aufgewärmt worden.

Nach der Befragung hatte Julia in den zwei Tagen mehrere Kilometer zu Fuß im Wald zurückgelegt. Nachts schlief sie auf einer Wiese in hohem Gras und habe dabei auch Tiere wie Rehe, Füchse und ein Wildschwein gesehen, beschrieb der Polizeisprecher die Schilderung des Kindes. Weil sie sich nachts im Wald fürchtete, habe sie nicht auf sich aufmerksam gemacht. Mehr als 1400 Helferinnen und Helfer hatten sich an der Suchaktion beteiligt.

15:22 Uhr

Gedenkakt für 59 beim Afghanistan-Einsatz getötete Soldaten

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Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer würdigt zusammen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Einsatz der Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan.

(Foto: picture alliance/dpa)

20 Jahre war die Bundeswehr in Afghanistan am NATO-Einsatz beteiligt. 59 Soldaten haben während der Zeit ihr Leben im verloren. An sie hat heute Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer mit einem Gedenkakt erinnert. Zugleich dankte die CDU-Politikerin den Männern und Frauen der Bundeswehr beim zentralen Abschlussappell in Berlin für ihren geleisteten Dienst. "Kein Einsatz zuvor hat die Bundeswehr so sehr geprägt wie dieser Einsatz in Afghanistan. Keiner zuvor war so lange, so intensiv, so gefährlich", sagte sie. Bei dem Appell auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums waren auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel anwesend.

14:56 Uhr

Keine Stimme für U18 - "Fridays For Future"-Aktivisten wollen Wahl anfechten

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Die Aktivisten übergaben den Einspruch dem Vorsitzenden des Wahlprüfungsausschusses, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg (rechts).

(Foto: picture alliance/dpa)

Schon vor der Bundestagswahl wurde bereits viel darüber diskutiert, ob das Wahlalter auf 16 gesenkt werden sollte, aber dabei wollen es junge Aktive der Klimaschutzbewegung Fridays for Future nicht belassen und haben ganz offiziell Wahleinspruch gegen die Bundestagswahl eingelegt. Diese sei undemokratisch gewesen, weil Millionen Deutsche unter 18 Jahren kein Wahlrecht besaßen, begründeten sie ihr Vorgehen. Der Einspruch wird unterstützt von der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen.

"Der Ausschluss junger Menschen vom Wahlvolk lässt sich nicht in Einklang mit den demokratischen Prinzipien der Volkssouveränität und des allgemeinen und gleichen Wahlrechts bringen", heißt es in der Einspruchsschrift des 17-jährigen Linus Steinmetz, der bereits als Beschwerdeführer an der erfolgreichen Klimaklage vor dem Bundesverfassungsgericht beteiligt war, sowie der 17-jährigen Klimaaktivistin Franziska Wessel. Jetzt muss sich der Wahlprüfungsausschusses mit dem Anliegen der Jugendlichen befassen.

14:29 Uhr

Schichtwechsel

Für meine liebe Kollegin Nicole Ankelmann geht es jetzt in den wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme für sie im "Tag" und halte Sie hier bis zum späten Abend mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden. Mein Name ist Johanna Ohlau. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreiben Sie mir gern per E-Mail: johanna.ohlau[at]nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:11 Uhr

Pahde-Zwillinge laufen bei "Holiday on Ice" mit

Sie sind das moderne doppelte Lottchen: die Schauspielerinnen und Zwillinge Cheyenne und Valentina Pahde. Nun bekommen die zwei in der neuen Show des Eislauf-Spektakels "Holiday on Ice" einen ganz besonderen Auftritt.

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Cheyenne (l.) und Valentina Pahde.

(Foto: imago images/Horst Galuschka)

Die Schwestern werden nicht einzeln auf die Eisfläche gehen, sondern im Paarlauf zu sehen sein - zusammen mit dem Profi Panagiotis "Joti" Polizoakis. Das Ganze ist Teil der neuen "Holiday on Ice"-Show mit dem Titel "A new Day", die vom 17. November an durch Deutschland tourt. Die Pahde-Zwillinge - jeweils bekannt etwa aus den Serien "Alles was zählt" und "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" - sind als Gaststars bei einigen Stationen dabei.

13:52 Uhr

Studie: Antisemitismus im Internet weit verbreitet

Gerade sorgt ein prominenter Fall von Antisemitismus um den Musiker Gil Ofarim für Aufsehen, doch ist das nur die Spitze des Eisbergs. Einer aktuellen Studie zufolge ist Antisemitismus vor allem im Internet weit verbreitet und problemlos zugänglich.

"Jede erdenkliche Form von Antisemitismus findet sich ohne große Mühe auf allen sozialen Netzwerken", teilte die Amadeu-Antonio-Stiftung anlässlich eines internationalen Forums zum Gedenken an den Holocaust und den Kampf gegen Antisemitismus in der südschwedischen Großstadt Malmö mit.

Es sei besonders bedenklich, dass junge Menschen erst über Netzwerke wie Tiktok und Instagram in Kontakt mit Verschwörungsideologien und Antisemitismus kämen, ohne vorher über diese Phänomene aufgeklärt worden zu sein. Die Autoren forderten eine klare Zusage der Internetkonzerne, Antisemitismus von ihren Plattformen zu verbannen.

13:28 Uhr

Papst Franziskus hat Wunder von Vorgänger anerkannt

"Wunder gibt es immer wieder" - das sang schon Katja Ebstein. Und das glaubt natürlich auch Papst Franziskus, das ist schließlich sein Job. Um den Weg für eine Seligsprechung von Papst Johannes Paul I. freizumachen, hat das Oberhaupt der katholischen Kirche jetzt veranlasst, ein solches Wunder anerkennen zu lassen. Das geht aus einer Mitteilung des Heiligen Stuhls hervor.

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War nur 33 Tage im Amt: Papst Johannes Paul I.

(Foto: imago/Leemage)

Dem Medienportal "Vatican News" zufolge wurde ein todkrankes Mädchen in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires 2011 nach Anrufung des verstorbenen Papstes geheilt. Die Initiative sei von einem Pfarrer ausgegangen. Ein Wunder ist Voraussetzung für eine Seligsprechung.

Wann die Seligsprechung vollzogen wird, ist noch unklar, weil Franziskus dafür erst einen Termin festlegen muss. Papst Johannes Paul I. starb am 28. September 1978 unerwartet im Alter von 65 Jahren. Die Ursache dafür wurde bislang nicht abschließend geklärt. Damit war das Pontifikat des Norditalieners Albino Luciani nach nur 33 Tagen zu Ende. Es gilt als eines der kürzesten in der Geschichte.

13:09 Uhr

Ikea will neues Pop-Up-Store-Konzept testen

Billy, Lack und Klippan stehen sowieso bereits in so mancher Studentenbude, doch möchte Ikea mit kommenden Winter mit Pop-Up-Stores das Geschäft noch einmal deutlich ankurbeln. Das neue Verkaufskonzept soll zumindest in zwei deutschen Innenstädten getestet werden.

Am 1. November eröffnet ein Ikea-Geschäft in Wolfsburg, Anfang 2022 soll ein zweiter Laden in Ravensburg folgen, wie der schwedische Möbelriese jetzt ankündigte. Man wolle so "erreichbarer" werden - vorerst für 18 Monate.

In den Pop-Up-Geschäften bestellte Artikel können nach Hause geliefert oder in den Ikea-Häusern in Braunschweig beziehungsweise Ulm abgeholt werden. Mitnahmeartikel werden nicht verkauft. Auch die Rückgabe von Produkten wird dort nicht möglich sein.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:48 Uhr

Dieb löst in Australien mehrfach Hai-Alarm aus

Was genau man mit dem Peilsender eines Weißen Hais anfangen kann, weiß ich nicht. Ein Mann in Australien aber offenbar schon, denn der hat einen solchen gestohlen. Dummerweise hat er damit siebenmal einen Hai-Fehlalarm ausgelöst.

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In Australien sind Haie keine Seltenheit.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Polizei in der Stadt Albany beschuldigte den 48-Jährigen des Diebstahls einer "akustischen Überwachungsmarke", wie sie zur Beobachtung von Weißen Haien vor der Küste verwendet wird. Tiere, die einen solchen Sender tragen, lösen einen Alarm aus, wenn sie in die Reichweite von bestimmten Empfänger-Geräten schwimmen.

Wie die Zeitung "The West Australian" berichtete, entfernte der Mann den Peilsender, als ihm das Tier versehentlich ins Netz ging. Immerhin soll er den Hai danach lebend wieder ins Wasser geworfen haben.

12:21 Uhr

Zum Erreichen des Klimaziels mehr E-Autos nötig als gedacht

Die Klimakrise ist nicht mehr wegzudiskutieren. Nun geht es nur noch darum, den Schaden einzugrenzen. Unter anderem durch E-Mobiliät. Doch nach Einschätzung einer Regierungskommission muss dafür die Elektrifizierung des Straßenverkehrs deutlich an Fahrt gewinnen. "Trotz erheblicher technischer Fortschritte konnte der Verkehrssektor in den letzten Jahren die CO2-Emissionen nicht reduzieren", heißt es im Abschlussbericht der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM).

Bis 2030 müssten "bis zu 14 Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland unterwegs sein, um einen ausreichenden Beitrag zur Umsetzung der im Juni 2021 erneut verschärften Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu liefern", heißt es weiter. Als bisheriger Planungshorizont für die Autobranche habe ein Bestand von 7 bis 10 Millionen E-Pkw 2030 gegolten.

11:44 Uhr

Chiles Präsident ruft nach gewaltsamen Unruhen Notstand aus

Nach Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Indigenen in Chile hat Präsident Sebastián Piñera den Notstand für südliche Gebiete des Landes ausgerufen. Das Militär werde die Polizei in Teilen der Regionen Biobío und La Araucanía in den kommenden zwei Wochen unterstützen, kündigte der Staatschef an.

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Piñera hat den Notstand in den südlichen Gebieten ausgerufen.

(Foto: REUTERS)

Er habe die Entsendung von Soldaten angeordnet, um gegen "die schwerwiegende Störung der öffentlichen Ordnung" vorzugehen. In den genannten Gebieten sei es "wiederholt zu Gewalttaten im Zusammenhang mit Drogenhandel, Terrorismus und organisierter Kriminalität gekommen, die von bewaffneten Gruppen begangen wurden", sagte Piñera.

In den südlichen Gebieten hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Brandanschläge und Zusammenstöße mit der Polizei gegeben.

11:25 Uhr

Streit um Hambacher-Forst-Räumung geht weiter

Die Räumung des Hambacher Forsts hatte zuletzt im Wahlkampf von Armin Laschet eine Rolle gespielt, der meint, er habe mit der Entscheidung 2018 Leben gerettet. Nun geht der Streit in die nächste juristische Runde.

Anfang September hatte das Verwaltungsgericht Köln entschieden, dass die Räumung rechtswidrig war. Der Brandschutz sei nur vorgeschoben gewesen, so die Begründung. Gegen diese Entscheidung hat die Stadt Kerpen Rechtsmittel eingelegt.

Der Antrag auf Zulassung der Berufung ist nach Angaben eines Gerichtssprechers eingegangen. Prüfen muss jetzt das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster. Sollte die Berufung zugelassen werden, kommt es zu einer mündlichen Verhandlung. Nach Angaben einer Sprecherin ist derzeit offen, wann die Entscheidung fällt.

11:04 Uhr

Letzte Eisbärin verlässt Wuppertaler Zoo

Sie geht sicherlich mit einem weinenden und einem lachenden Auge: Die Eisbärin Anori hat den Wuppertaler Zoo verlassen - damit lief dort eine lange Tradition aus: Nach über einhundert Jahren ende die Haltung und Pflege von Eisbären in dem Tierpark, teilte der Zoo mit.

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Anori planscht jetzt im Elsass.

(Foto: picture alliance / dpa)

Demnach zog Anori am Dienstag aus ihrem Gehege im Bergischen Land in ihr neues Zuhause im französischen Mulhouse (Mülhausen) im Elsass. Dort habe das im Jahr 2012 in Wuppertal geborene Tier eine rund 3000 Quadratmeter große Freianlage mit Wasser-, Gras- und Schattenplätzen.

Den Zoo-Angaben zufolge entspricht die Anlage in Wuppertal nicht mehr den "Ansprüchen an eine moderne Haltung und Pflege", weshalb man die Eisbären-Haltung schon seit längerer Zeit beenden wollte. Von dem freigewordenen Platz sollen die Kalifornischen Seelöwen profitieren, deren Gehege erweitert werden soll, hieß es.

10:49 Uhr

Polizei gelingt Schlag gegen illegale Pay-TV-Plattform

Sie nutzen Netflix, Prime, TVNOW, Sky und Co. und beziehen die Inhalte direkt vom jeweiligen Anbieter? Dann haben Sie alles richtig gemacht. Doch trotz - oder auch wegen - dieses umfangreichen Angebots gibt es hier Lücken für Betrügereien.

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So sah das illegale Portal aus.

(Foto: Polizei Osnabrück)

Der Zentralstelle Internet- und Computerkriminalität (Cybercrime) der Staatsanwaltschaft Osnabrück und den Cybercrime-Experten der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) Osnabrück ist jetzt ein empfindlicher Schlag gegen eine illegale Pay-TV-Internetplattform gelungen. Zehn Beschuldigte konnten nach über einjähriger Ermittlungsdauer ausgemacht werden - darunter auch der 34-jährige mutmaßliche Kopf der Bande.

Es besteht der Verdacht, dass die Personen gemeinsam über einen oder mehrere angemietete Server illegales IPTV, insbesondere Pay-TV-Inhalte des Senders Sky Deutschland, an Endkunden verkauft haben. Über eine Anzeige des Pay-TV-Anbieters kam der Fall ins Rollen. Über soziale Netzwerke wurde von den Beschuldigten für "günstiges und stabiles Fernsehvergnügen" geworben. Der entstandene Schaden dürfte nach den bisherigen Ermittlungen bei über 1,3 Millionen Euro liegen.

10:27 Uhr

Senioren fallen auf bekannte Betrugsmasche herein

Immer wieder warnt die Polizei vor einer Betrugsmasche mit falschen Polizisten, die sogar erfolgreicher ist als der sogenannte "Enkeltrick". Trotzdem fiel eine 71-jährige Frau aus Wesel wieder darauf herein und wurde so um ihr Erspartes betrogen.

Die Seniorin erhielt laut Polizeiangaben einen Telefonanruf, bei dem sich ein Unbekannter als "Einsatzleiter Müller" von der Polizei ausgab. In dem über mehrere Stunden andauernden Telefongespräch forderte der Betrüger die Dame auf, einen Briefumschlag mit Bargeld und ihre Bankkarte mit der dazugehörigen Pin vor die Haustür zu legen. Außerdem brachte er sie dazu, einen größeren Betrag von ihrem Sparbuch abzuheben und ebenfalls in einem Briefumschlag vor die Tür zu legen.

Auch ein 81 und 78 Jahre altes Ehepaar aus Mettmann wurde auf ganz ähnliche Weise um 20.000 Euro erleichtert. Die Polizei rät: Legen Sie auf, wenn jemand Geld von Ihnen verlangt! Geben Sie niemals Geld und Wertgegenstände an Dritte weiter!

10:05 Uhr

Größte Frau der Welt kommt aus der Türkei

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Gelgi misst über 2,15 Meter.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Mit 178 Zentimetern bin ich für eine Frau schon einigermaßen groß, wenn auch nicht riesig. Anders als Rumeysa Gelgi. Sie ist mit 215,16 Zentimetern offiziell die größte lebende Frau der Welt. Das Guinness Buch der Rekorde sprach der 24 Jahre alten Türkin den Weltrekord zu. Ein Grund für ihre Rekordgröße ist das sogenannte Weaver-Syndrom, welches zu erheblichem Wachstum führt. Die junge Frau nutzt meistens einen Rollstuhl, kann aber auch mithilfe eines Rollators gehen.

Bereits 2014 wurde Gelgi aus der nordanatolischen Kleinstadt Safranbolu im Guinness Buch geführt - damals als größter lebender Teenager der Welt. Seitdem nutzt sie die Aufmerksamkeit, um sich für andere Menschen mit seltenen Erkrankungen einzusetzen.

Hier lesen Sie mehr dazu.

09:44 Uhr

Explosive Kriegsreste im Irak verseuchen das Land

Wer im Irak wohnt, schwebt auch Jahre nach dem Ende der gewalttätigen Auseinandersetzungen noch immer in Lebensgefahr. Das zeigt die Studie "No safe recovery" der gemeinnützigen Hilfsorganisation Handicap International (HI). Sie zeichnet ein erschütterndes Bild vom Alltag der dortigen Bevölkerung, denn nach wie vor ist das Land mit Minen, Blindgängern und anderen explosiven Kriegsresten verseucht.

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Die Bergung der Kriegsreste kostet jährlich Millionen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Rund 8,5 Millionen Irakerinnen und Iraker leben inmitten dieser tödlichen Überreste. Eltern und Kinder haben Angst, da immer wieder Sprengsätze in Schulen entdeckt werden. Andere brauchen so verzweifelt ein Einkommen, dass sie auch in Gegenden arbeiten, die als hochgefährlich bekannt sind.

Der Bericht zeigt, dass die Entminung von Städten komplizierter, zeitaufwändiger und teurer ist als in ländlichen Gegenden. Jährlich werden im Irak hierfür 170 bis 180 Millionen US-Dollar benötigt. Die zerstörte Infrastruktur wie Krankenhäuser, Schulen, Brücken und Straßen sowie die Gefahr durch Blindgänger verhindern darüber hinaus, dass ein Leben in Sicherheit aufgebaut werden kann.

09:23 Uhr

Rapper Tyga wegen häuslicher Gewalt verhaftet

Einst waren Rapper Tyga und die 22-jährige Infuencerin Camaryn Swanson ein Liebespaar. Inzwischen sind die zwei zwar wohl getrennt, streiten aber offenbar noch immer. Nun soll der Musiker seiner Ex gegenüber sogar handgreiflich geworden sein.

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Soll seine Ex misshandelt haben: Tyga.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Zumindest wurde Tyga - mit bürgerlichem Namen Michael Stevenson - vom Los Angeles Police Department in Verbindung mit einem Vorfall von häuslicher Gewalt festgenommen. Das meldet das "People"-Magazin unter Berufung auf einen Polizei-Tweet: "Hollywood Div hat Michael Stevenson wegen schwerer häuslicher Gewalt verhaftet. Der Vorfall ereignete sich am 12.10.21 in Hollywood", hieß es auf dem öffentlichen Info-Account des LAPD.

Swanson hatte zuvor Fotos von Misshandlungen, denen sie angeblich durch ihn ausgesetzt war, auf ihrem Instagram-Account geteilt. Das Promiportal "TMZ" hatte darauf verlinkt. "Ich wurde emotional, mental und körperlich missbraucht, und ich verstecke es nicht mehr", schrieb sie zu einem Foto von sich mit einem blauen Auge.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:44 Uhr

Chipmangel sorgt bei Apple für zehn Millionen weniger iPhones

Wer als Apple-Jünger das neue iPhone 13 nicht ohnehin schon besitzt, könnte nun noch eine ganze Weile länger darauf warten müssen. Apple kann einem Bericht zufolge wegen der globalen Lieferengpässe Millionen Smartphones nicht produzieren.

Es sei davon auszugehen, dass der kalifornische Konzern sein Produktionsziel für das neue iPhone um zehn Millionen nach unten korrigieren müsse, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Apple habe seine Hersteller informiert, dass Zuliefererunternehmen wie Broadcom und Texas Instruments Probleme hätten, Chips zu liefern.

Schon früher hatten Analysten für das neue Modell vor den längsten Lieferzeiten seit Jahren gewarnt. Weltweit herrscht seit Monaten eine massive Materialknappheit, besonders elektronische Bauteile sind betroffen.

08:25 Uhr

Venezuela wirft Kolumbien "Massenmord" an Migranten vor

Venezuela und Kolumbien liegen sich geografisch so nah und könnten sich doch ferner nicht sein. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern reißen nicht ab. Nun prangert Venezuela die Ermordung tausender venezolanischer Flüchtlinge in seinem Nachbarland an. "Die erschreckende Zahl könnte bei etwa 3000 toten Venezolanern liegen, die Opfer von Hass und Fremdenfeindlichkeit wurden", sagte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab in Caracas. Es gebe einen "Massenmord an Venezolanern in Kolumbien".

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Venezuelas Generalstaatsanwalt Tarek William Saab prangert an.

(Foto: imago images / Agencia EFE)

In den beiden Ländern hatte zuletzt die Tötung von zwei Jugendlichen in einer kolumbianischen Grenzstadt für Schlagzeilen gesorgt. Auf Videos, die sich rasch in den Online-Netzwerken verbreiteten, ist zu sehen, wie die beiden Jungen offenbar beim Ladendiebstahl ertappt werden. Später wurden sie erschossen aufgefunden. Die UNO forderte am Montag eine Untersuchung des Vorfalls.

Der Tod der beiden Jungen sei "kein Einzelfall", sagte Venezuelas Generalstaatsanwalt nun. Von Januar bis August seien nachweislich 362 Venezolaner in Kolumbien ermordet worden. Die Zahl liege in Wirklichkeit vermutlich deutlich höher, sagte Saab im Staatsfernsehen.

08:06 Uhr

Usher ist mal wieder Vater geworden

Aller guten Dinge sind ... vier. Zumindest im Falle von Usher, denn der ist zum vierten Mal Vater geworden. Der R&B-Star hat die Geburt seines Sohnes auf Instagram verkündet. "Hallo, mein Name ist Sire Castrello Raymond. Ich bin das neueste Mitglied der Raymond-Crew. Ich wurde am 29. September geboren", heißt es unter anderem in dem Posting. Der 42-Jährige veröffentlichte dazu ein erstes Bild seines Sohnes, auf dem die Nase und der Mund des Neugeborenen zu sehen sind.

Glückwünsche unter dem Post gab es unter anderem von den Musikerkollegen Snoop Dogg und John Legend. Es ist das zweite gemeinsame Kind von Usher und Freundin Jenn Goicoechea.

07:47 Uhr

Roboter soll in Hamburger Parks für Sauberkeit sorgen

Der Staubsaugroboter soll so etwas wie einen großen Bruder für draußen bekommen. Das wünscht sich zumindest die CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft. Sie setzt sich für die Anschaffung eines solchen Roboters zur Reinigung öffentlicher Grünflächen von kleinteiligem Müll ein.

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Bislang nur ein Prototyp, doch womöglich die Zukunft.

(Foto: angsa-robotics.com)

In einem Antrag wird der Senat aufgefordert, mit dem Hersteller, einem bayerischen Startup, Kontakt aufzunehmen und einen testweisen Einsatz des Prototyps zu prüfen. "Dieser Roboter ist für kleine Abfallarten konzipiert - hochgiftige Zigarettenstummel, Kronkorken, kleine Plastikteile, Folien und gefährliche Glasscherben werden mittels Künstlicher Intelligenz (KI) selbst im hohen Gras erkannt und aufgesaugt", heißt es darin.

KI sorge dafür, dass Insekten und andere erwünschte Dinge nicht entfernt würden. Außerdem arbeite der Roboter selbstständig ohne Aufsicht und sei über ein Alarmsystem gegen Diebstahl geschützt. Ein genauerer Preis für das Gerät wird in dem Antrag nicht genannt.

07:29 Uhr

Betrunkener beißt Polizist ins Bein

Wie viel Alkohol muss man wohl getrunken haben, um auf die Idee zu kommen, einem Polizisten ins Bein zu beißen? Das weiß ein Mann aus Hanau jetzt genauer. Wie die dortige Polizei laut "Hessenschau.de" mitteilte, sprach der Betrunkene die Beamten am Dienstagnachmittag zunächst nur an. Danach sei er allerdings aggressiv geworden und habe zugeschnappt.

Wenig überraschend wurde der bissige Betrunkene daraufhin vorläufig festgenommen. Der Polizist erlitt eine Bisswunde, war aber wohl noch dienstfähig. Warum der Mann zubiss, ist noch unklar, aber vermutlich könnte auch Alkohol ein Grund gewesen sein.

07:07 Uhr

"Lindenstraße"-Star Ludwig Haas gestorben

Der seit 1985 aus der "Lindenstraße" bekannte Schauspieler Ludwig Haas ist tot. Das berichtete zuerst "Das neue Blatt". Demnach starb Haas im Alter von 88 Jahren an Altersschwäche.

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Dr. Dressler und Else Kling in der "Lindenstraße".

(Foto: picture-alliance / dpa)

"Ludwig verspürte Druck in der Brust. Die Ärzte setzten ihm einen Stent ein. Ein paar Stunden nach dem Eingriff ging es ihm plötzlich schlechter. Nachts um drei starb er", zitiert das Blatt seine Ehefrau Marianne. Er soll bereits im Kreise seiner engsten Familie in der Ostsee bestattet worden sein.

Haas spielte in der beliebten WDR-Serie ab der ersten Folge den Hausarzt Dr. Ludwig Dressler. Das Skurrile an seiner Rolle: Dressler saß nach einem TV-Autounfall 1989 im Rollstuhl, und bis zum Schluss wusste niemand, welche konkrete Verletzung ihn dazu eigentlich zwang. Im Dezember 2019 verabschiedete sich Haas von seiner Rolle mit einem TV-Suizid.

06:43 Uhr

Die FDP will im Bundestag nicht mehr neben der AfD sitzen

Bei den Sondierungsgesprächen geht es heute auch um so wichtige Dinge wie die mögliche Sitzordnung im Bundestag. Die FDP hat nämlich angemerkt, die bei einer möglichen Ampel-Koalition ändern zu wollen und mit ihren Plätzen neben die Grünen in die Mitte des Parlaments zu ziehen. "Wir haben eine neue Sitzordnung im Bundestag beantragt, und wir hoffen, dass das durchgeht", sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Stephan Thomae der "Augsburger Allgemeinen". Denn es sei "kein Spaß, neben der AfD zu sitzen".

Weibliche Mitglieder der FDP-Fraktion hätten sich oft vulgäre, sexuell anzügliche Kommentare aus den Reihen der AfD anhören müssen, berichtete Thomae. "Da wird man zudem in Gespräche verwickelt, die man gar nicht führen will", fügte er hinzu. Auch ginge es um Symbolik. Die FDP sei die Partei der bürgerlichen Mitte, während sich CDU und CSU rechts der Mitte definieren würden. Es ist nicht der erste Vorstoß der FDP dieser Art, doch die Unionsfraktion lehnt eine Änderung der Sitzordnung bislang ab.

06:26 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

Dies ist ein aufregender Tag, zumindest für William Shatner. Für den 90-jährigen ehemaligen "Captain Kirk"-Darsteller geht es heute nämlich nun endlich auf den Weg ins All. In Berlin hingegen bleibt man lieber auf dem Boden der Tatsachen, denn es wird weiter sondiert. Und während SPD, FDP und Grüne versuchen, eine Regierung zu bilden, würdigen einige Meter weiter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr mit Kranzniederlegung und Zapfenstreich. Außerdem ist heute Deutscher Pflegetag, um dessen Eröffnung sich Gesundheitsminister Jens Spahn ab 10.30 Uhr höchstpersönlich kümmert.

Das wird heute auch noch wichtig:

  • Die EU-Kommission legt Vorschläge zur Lösung des Nordirland-Problems vor.
  • Außerdem will die EU-Kommission auch Maßnahmen gegen deutlich gestiegene Energiepreise vorschlagen.
  • Der BGH verkündet Urteil zu Freisprüchen nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs.
  • In München wird der Terror-Prozess gegen Jennifer W. fortgesetzt, in dem eine Stellungnahme der Angeklagten erwartet wird.

Mein Name ist Nicole Ankelmann, bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an unser neues Postfach dertag[at]n-tv.de.

05:56 Uhr

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