Dienstag, 17. November 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:29 Uhr

Das war Dienstag, der 17. November 2020

Ein Jahr nach dem spektakulären Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden nimmt die Polizei drei Tatverdächtige fest. Nach zwei weiteren wird weiterhin gefahndet. Alle fünf sind keine unbekannten: Sie stammen aus dem berüchtigten Remmo-Clan. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht!

22:01 Uhr

Wendler: Corona-Maßnahmen sind "kriminell"

Haben Sie ihn vermisst? Der Wendler hat sich wieder mit scharfer Kritik an der Bundesregierung und deren Corona-Politik zu Wort gemeldet.

Er halte die Pandemie-Maßnahmen der Regierung für "verfassungswidrig und kriminell", sagte der 48-Jährige in einem Live-Video auf Instagram. Freiheitsrechte würden eingeschränkt, "das Grundgesetz mit Füßen getreten". Wendler wiederholte seine Behauptung, Deutschland wolle eine Impfpflicht einführen.

Dabei hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn immer wieder betont, dass es eine solche Impfpflicht nicht geben werde.

21:41 Uhr

Waffen, Munition, Drogen: Rapper Lil Wayne muss vor Gericht

Nach einem Flug von Kalifornien nach Miami im vergangenen Dezember fand die Polizei im Gepäck des US-Rappers Lil Wayne unter anderem eine Waffe, Munition und Drogen. Nun muss sich der Musiker wegen unerlaubten Waffenbesitzes vor Gericht verantworten.

  • Die Staatsanwaltschaft im US-Staat Florida habe Anklage erhoben, berichteten US-Medien. Wayne muss am 11. Dezember in Miami vor Gericht erscheinen.
  • Wayne hatte wegen unerlaubten Waffenbesitzes bereits 2010 acht Monate im Gefängnis verbracht. Als Straffälliger darf er keine Waffe besitzen. Im Falle einer Verurteilung würden ihm jetzt bis zu zehn Jahre Haft drohen.
  • Der Musiker zählt zu den wenigen Unterstützern von US-Präsident Donald Trump in der Künstlerszene.
21:05 Uhr

Raketenangriff auf US-Botschaft im Irak

In der irakischen Hauptstadt Bagdad hat es einen Raketenangriff auf die US-Botschaft gegeben. Es handele sich um den ersten solchen Angriff seit der Zusage pro-iranischer Gruppen im Irak vor einem Monat, die Attacken auf das Gelände zu stoppen, hieß es aus Sicherheitskreisen. AFP-Reporter vor Ort berichteten von mehreren lauten Explosionen; offenbar kam auch das Raketenabwehrsystem C-RAM der US-Botschaft zum Einsatz.

18:38 Uhr

Lukaschenko verbietet Trauer um Protestopfer

Bei den mittlerweile seit mehr als 100 Tagen andauernden Protesten gegen den belarussischen Diktator Lukaschenko sind mehrere Menschen getötet worden. Erst am vergangenen Mittwoch war ein 31-Jähriger in Minsk zusammengeschlagen worden. Er starb an seinen Verletzungen.

Eine für ihn eingerichtete Gedenkstätte wurde am Sonntag durch Sicherheitskräfte geräumt. Mehr als 1000 Menschen, die dort dem Getöteten gedachten, wurden eingekesselt und brutal festgenommen.

Heute hat Lukaschenko die Minsker Behörden aufgefordert, alle Gedenkstätten für die Opfer der Proteste zu räumen. "Minsk darf nicht in einen Friedhof verwandelt werden", sagte er der Staatsagentur Belta zufolge in Minsk. Das Wesentliche sei "die Wiederherstellung der Ordnung", erklärte er. Lukaschenko warf seinen Gegnern vor, im Streit um die spontan errichteten Mahnmale einen "Bürgerkrieg" entfachen zu wollen. Die psychologische Wirkung dieser Gedenkstätten führe angeblich zu einer Radikalisierung der Demonstranten.

Wie Lukaschenkos Sicherheitskräfte mit Blumen und Kerzen für Regime-Opfer umgehen, veranschaulicht sehr wohl dieses Video: 

*Datenschutz

 

20:15 Uhr
Breaking News

Trump ordnet Truppenabzug aus Afghanistan und dem Irak an

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat den Abzug weiterer Truppen aus Afghanistan und dem Irak angeordnet. Bis zum 15. Januar werde die Zahl der Soldatinnen und Soldaten auf jeweils rund 2500 reduziert, erklärte der geschäftsführende Verteidigungsminister Christopher Miller im Pentagon.

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20:02 Uhr

Die Videos des Tages

19:58 Uhr

Betonplatte erschlägt Frau: Fehlkonstruktion laut Behörde "mit Absicht"

Am Freitag stürzte auf der A3 bei Köln eine Betonplatte aus einer Lärmschutzwand auf das Auto einer 66-Jährigen. Die Frau starb.

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen geht von einem "mit Absicht herbeigeführten Mangel" aus. Bei der Montage 2007 sei die Platte aus Platzgründen nicht fachgerecht angebracht worden, teilte Straßen.NRW nach ersten Untersuchungen mit.

Die fehlerhafte Konstruktion wurde laut Behörde an sechs weiteren Lärmschutzplatten verbaut. Die betroffenen Platten wurden bereits ausgebaut.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt eingeleitet.

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19:22 Uhr

Einbruch in Grünes Gewölbe: Mögliches Auto der Gesuchten gefunden

Nach der Großrazzia zum spektakulären Kunstdiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden ist ein noch gesuchtes Auto, das im Zusammenhang mit zwei flüchtigen Verdächtigen steht, gefunden worden. Nähere Angaben dazu machte ein Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft nicht. Die Fahndung nach den beiden jungen Männern dauere an. Dabei handelt es sich um zwei 21 Jahre alte Zwillingsbrüder aus dem polizeibekannten arabischstämmigen Remmo-Clan. 

 

18:44 Uhr

Staatsschutz durchsucht Wohnung von Attila Hildmann

Staatsschützer der Brandenburger Polizei haben die Wohnung des Vegan-Kochs Attila Hildmann in Brandenburg durchsucht, der sich selbst "ultrarechts" und einen Verschwörungsprediger nennt.

  • Die Durchsuchung sei zum Zweck der Gefahrenabwehr angeordnet worden, erklärte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst.
  • Bei der Staatsanwaltschaft Cottbus laufen laut Herbst mehrere Ermittlungsverfahren gegen Hildmann, unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung.
  • Die Beamten beschlagnahmten sechs Laptops und Computer, mehrere Mobiltelefone und weitere Speichermedien. "Das Ziel war, die Begehung weiterer Straftaten im Internet zu erschweren", berichtete Herbst.
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18:03 Uhr

"Jetman" Vince Reffet stirbt bei Training in Wüste

Der als "Jetman" bekannte französische Extremsportler Vince Reffet ist tot. Der 36-Jährige verunglückte beim Training in der Wüste von Dubai tödlich.

Reffet war bekannt für seine extremen Flugabenteuer. Im Februar stellte der Franzose einen Weltrekord auf, als er in Dubai mit Hilfe einer Flugausrüstung eigenständig vom Boden abhob und sich erst auf 1800 Metern Höhe in den Gleitflug begab. Wenig später öffnete Reffet seinen Fallschirm und landete.

Bekannt wurde Reffet auch für seinen Flug durch das sogenannte Himmelstor, einer 130 Meter hohen und 30 Meter breiten natürlichen Öffnung in einem Berg im Tianmen-Nationalpark in der chinesischen Provinz Hunan. Er erreichte Geschwindigkeiten von bis zu 400 Kilometern pro Stunde.


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17:43 Uhr

Gericht: Münchner Stadtportal ist wettbewerbswidrig

Das offizielle Internet-Stadtportal von München ist laut einem Gerichtsurteil zu sehr wie ein Presseprodukt aufgemacht worden und daher wettbewerbswidrig. Das Landgericht München I teilte mit, dass es einer entsprechenden Klage von mehreren Verlagen mit Zeitungen in München stattgegeben habe. Es ging in dem Fall nicht um das Stadtportal an sich, sondern speziell um die konkrete Ausgestaltung des Inhalts.

  • Die zuständige Kammer argumentierte in seinem Urteil so: In der konkret beanstandeten Form sei www.muenchen.de mit dem aus dem Grundgesetz abgeleiteten Gebot der Staatsferne der Presse unvereinbar. Der Internetauftritt des Portals biete "eine Fülle von Informationen, die den Erwerb einer Zeitung oder Zeitschrift - jedenfalls subjektiv - entbehrlich mache", hieß es weiter in der Mitteilung des Gerichts.
  • "Es werden in Quantität und Qualität deutlich Themen besetzt, deretwegen Zeitungen und Zeitschriften gekauft werden."
  • Auch im Layout gebe es zu viele Ähnlichkeiten mit Presseprodukten, etwa bei der Illustration mit Über- und Zwischenüberschriften, Bildern und Zitaten.
17:10 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:47 Uhr

Teenager rast mit Papas SUV mit 100 km/h durch 50er Zone

Er ist jung, schnell und hat nun ein Strafverfahren am Hals. In Gelsenkirchen ist ein 15-Jähriger mit dem SUV seines Vaters mit 100 Kilometern pro Stunde durch eine 50er Zone gerast.

Der Jugendliche fiel Polizisten bei einer Geschwindigkeitsüberwachung auf. Einer der Beamten gab ihm Anhaltezeichen, doch blieb dies ohne Wirkung. Kurz darauf fanden die Polizisten den Wagen auf dem Parkplatz einer Schule.

Fahrer und Beifahrer hatten das Auto bereits verlassen und wollten sich noch in einem Gebüsch verstecken. Doch die Polizisten konnten den 15-jährigen Fahrer festnehmen. Wenig später nahm ihn sein Vater in Obhut. Dem Jungen droht jetzt ein Strafverfahren.

16:22 Uhr
Breaking News

MV-Innenminister Caffier tritt nach Waffenkauf-Affäre zurück

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier ist zurückgetreten. Der wegen eines Waffenkaufs bei einem Händler mit Verbindungen zur rechtsextremen Szene unter Druck stehende Caffier erklärte in Schwerin, wegen der Affäre nicht mehr die nötige Autorität für sein Amt zu besitzen. Mit seinem Rücktritt wolle er auch seine Familie und sein Umfeld schützen.

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16:17 Uhr

Mann zündet Altenheimbewohner an

In Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen soll ein 51-jähriger Altenheimbewohner bei einem Streit die Kleidung eines 67 Jahre alten Mitbewohners vorsätzlich angezündet haben. Der Mann wurde schwer verletzt, er befindet sich in einem kritischen Zustand. Ein Richter erließ Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

15:46 Uhr

Autobahnräuber erbeuten Apple-Produkte im Wert von 5,5 Millionen Euro

Ein Lkw voller Apple-Produkte: Auf einer Autobahn in England haben Diebe einen Riesen-Coup gelandet. Der Vorfall ereignete sich vergangene Woche in der Grafschaft Northamptonshire. Die unbekannten Täter hatten einen Laster auf einer Autobahnauffahrt außer Kontrolle gebracht, den Lastwagenfahrer und einen Wachmann gefesselt und das Auto auf ein Industriegelände gefahren.

Dort sollen sie die Paletten voller Apple Watches, neuer iPhones und anderer Apple-Produkte im Wert von rund fünf Millionen Britischen Pfund (umgerechnet rund 5,57 Millionen Euro) auf ein anderes Fahrzeug umgeladen haben und geflüchtet sein.

15:14 Uhr

Ex-Manager über Wendler: "Er ist komplett wie ein anderer Mensch"

In einem Instagram-Video hat Manager Markus Krampe vor wenigen Tagen bekannt gegeben, dass er die Zusammenarbeit mit Schlagersänger Michael Wendler beendet hat. Im "Sat.1- Frühstücksfernsehen" legte der 44-Jährige nun nach und erklärte, dass die letzten fünf Wochen, "die anstrengendste Zeit" seiner Manager-Laufbahn gewesen seien.

Der Wendler habe sich zuletzt verändert, sagte Krampe. Die Gespräche hätten sich zu 90 Prozent nur noch um Corona und politische Themen wie die US-Wahl gedreht. "Man konnte überhaupt kein anderes Thema mehr anschneiden. Er ist komplett wie ein anderer Mensch", erzählte Krampe.

Er habe den Eindruck, dass für den Sänger eine Welt zusammengebrochen sei, seitdem in Amerika nicht Donald Trump, sondern Joe Biden als Wahlsieger feststeht. "Er hat immer gesagt, wenn Trump gewählt wird, wird die Pandemie eingestellt in Amerika. Dann geht's für uns alle aufwärts. [...] In Europa wird alles zusammenbrechen", erinnerte sich Krampe.

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14:39 Uhr

Clans im Visier: Polizei sprengt internationalen Kokain-Handelsring

Mit neun vollstreckten Haftbefehlen und einer Großrazzia in mehreren Bundesländern ist der Polizei Bochum ein Schlag gegen großangelegten Drogenhandel gelungen.

  • Die Täter sollen unter anderem Strukturen eines arabischstämmigen Clans genutzt haben, um international mit Kokain zu handeln, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Bochum mitteilten.
  • Das Kokain stamme aus Brasilien und sei über Bochum deutschlandweit veräußert worden - "auch unter Nutzung familiärer Strukturen", hieß es.
  • Am frühen Morgen hatten mehr als 500 Beamte an etwa 20 Orten in mehreren Bundesländern Durchsuchungen gemacht. Der Schwerpunkt lag im Ruhrgebiet, durchsucht wurde aber auch in Bremen, Berlin, Baden-Württemberg und Brandenburg.
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Johanna Ohlau verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:03 Uhr

Feuer sorgt für großen Stromausfall in Frankfurt am Main

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Archivbild

(Foto: picture alliance/dpa)

In Frankfurt am Main ging bei rund 100.000 Menschen heute plötzlich das Licht aus. Wegen eines Feuers in einem Umspannwerk sind beziehungsweise waren mehrere Stadtteile ohne Strom. Neun Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr leicht verletzt. Es entstand ein Schaden von rund 150.000 Euro. Unter anderem fiel im Klinikum Hoechst für kurze Zeit die Stromversorgung aus, berichtete der Energieversorger Süwag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Demnach war es im "Rahmen eines Schaltvorgangs" zu einer technischen Störung gekommen, die das Feuer auslöste. Gegen Mittag hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Wie lange der Stromausfall anhält, war zunächst unklar.

13:46 Uhr

Britischer Diplomat rettet Studentin in China vorm Ertrinken

Das Verhältnis zwischen Peking und London ist wegen Menschenrechtsverstößen und der Situation in der früheren britischen Kronkolonie Hongkong zurzeit sehr belastet. Ein hochrangiger britischer Diplomat hat mit einer heldenhaften Rettungsaktion für etwas Entspannung gesorgt: Der Generalkonsul Stephen Ellison rettete eine Studentin in China vor dem Ertrinken. Die Regierung in Peking lobte den beherzten Einsatz des Diplomaten. Wie in einem in Online-Netzwerken verbreiteten Video zu sehen ist, zog sich der Brite die Schuhe aus und sprang in einen Fluss, um eine darin mit dem Kopf nach unten treibende Frau zu retten. Vor den Augen zahlreicher Menschen drehte er die junge Frau auf den Rücken und schwamm mit ihr ans Ufer. Ellison ist Generalkonsul in der südwestchinesischen Stadt Chongqing. Der Vorfall ereignete sich am Wochenende an einem Fluss, der durch einen nahegelegenen Touristenort fließt. Das Video von der Rettungsaktion wurde in China mehr als 170 Millionen Mal angeklickt.

13:03 Uhr

Kinderloses Paar in Indien lässt Mädchen für Ritual töten

Ein kinderloses Paar hat in Indien nach Polizeiangaben ein siebenjähriges Mädchen töten lassen, um seine Leber in einem Ritual schwarzer Magie zu essen. Die beiden hätten gehofft, dadurch selbst ein Kind zeugen zu können, sagte ein Polizeimitarbeiter. Der Mann habe zugegeben, in einem okkulten Buch von dem Ritual gelesen zu haben. Das Paar aus einem Dorf im Bundesstaat Uttar Pradesh habe zwei männliche Verwandte gebeten, die Leber zu besorgen, hieß es von der Polizei. Dafür hätten sie 1000 Rupien, umgerechnet rund 11 Euro, bezahlt. Die Männer hätten das Kind am Samstagabend gekidnappt und getötet, die sterblichen Überreste des Mädchens seien am Sonntag in der Nähe des Dorfes gefunden worden. Das Paar und die beiden Verwandten hätten die Tat gestanden. Nach Polizeiangaben könnte ihnen lebenslängliches Gefängnis oder die Todesstrafe drohen.

12:28 Uhr

Vandalismusvideo veröffentlicht - Berliner Schule darf Schüler suspendieren

Ein Stuhl fliegt aus dem vierten Stock eines Schulgebäudes - doch bei einem Verfahren am Berliner Verwaltungsgericht ging es nicht um den Randalierer, sondern um einen Schüler, der ein Video davon in einem Klassenchat veröffentlicht hat. Diesen darf die Schulleitung für das Teilen eines Vandalismusvideos für sechs Tage suspendieren, wie das Berliner Verwaltungsgericht mitteilte. Der Schüler argumentierte, er habe das Video nicht selber gedreht und nur auf Bitten seiner Mitschüler im Chat veröffentlicht. Das Gericht gab der Suspendierung des Schülers allerdings statt und begründete die Entscheidung damit, dass dieser das geordnete Schulleben gefährdet und das Vertrauen der Schulgemeinschaft in einen regelgeleiteten Schulalltag erschüttert habe. Es sei laut Gericht absehbar gewesen, dass sich das Video weitläufig verbreite und andere zu ähnlichen Aktionen animiert werden könnten. Erfahrungsgemäß könne in sozialen Medien ein "regelrechter Überbietungswettbewerb" entstehen. Die Schulleitung habe mit ihrer Entscheidung klargemacht, dass entsprechendes Verhalten inakzeptabel sei.

11:26 Uhr

Juwelendiebstahl - Polizei fahndet nach weiteren Verdächtigen

Nach der Festnahme von drei Verdächtigen im Zusammenhang mit dem spektakulären Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden fahnden die Ermittler öffentlich nach zwei weiteren Beschuldigten. Die beiden 21-Jährigen hätten bislang nicht aufgegriffen werden können, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Dresden mit. Am Morgen waren Hunderte Beamte in Berlin zu Durchsuchungen ausgerückt.

10:39 Uhr

Vulkanausbruch: Video zeigt heftige Explosion am Stromboli

Er gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt: Der Stromboli auf der gleichnamigen Insel nördlich von Sizilien ist mit einem lauten Knall ausgebrochen. Gesteinsbrocken fliegen in die Luft, eine riesige Rauchwolke steigt auf und Lava fließt den Hang des Vulkans hinunter - das Video unten zeigt den Ausbruch gestern um 10:17 Uhr Ortszeit. Zuletzt war der Stromboli im Juli 2019 massiv ausgebrochen.

10:22 Uhr

Scheidender Entwicklungsminister Müller befördert treue Mitarbeiter

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Entwicklungsminister Gerd Müller scheidet im Herbst 2021 aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller steht seit Tagen in der Kritik, weil er lieber seine Ehefrau statt Politiker aus der Opposition auf Dienstreisen mitgenommen haben soll. Jetzt folgt der nächste Vorwurf: Im Entwicklungsministerium läuft gerade eine Beförderungswelle der besonderen Art: Der im Herbst 2021 aus dem Amt scheidende CSU-Politiker versorgt treue Mitstreiter mit höheren Posten. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Demnach will Müller drei Referatsleiter, die ihm im Leitungsstab direkt zuarbeiten, im Schnelldurchgang auf eine der wenigen lukrativen B3-Stellen befördern - Stellen für rund 8600 Euro Monatsgehalt. Scharfe Kritik kommt dem Bericht zufolge aus dem Ministeriums-Personalrat, der sich in einem Schreiben überrascht über den schnellen Vollzug der hochrangigen Beförderungen äußert. Die Zeitung beruft sich zudem auf Aussagen aus der Belegschaft, in der große Wut über die "Aktion Abendsonne" herrschen soll.

09:54 Uhr

Kitakind Greta getötet - Mordprozess gegen Erzieherin beginnt

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Die angeklagte Erzieherin im Landgericht in Mönchengladbach.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen des gewaltsamen Tods eines Kindergartenkinds im nordrhein-westfälischen Viersen muss sich eine Erzieherin ab heute vor dem Landgericht Mönchengladbach verantworten. Der Prozess gegen die 25-Jährige aus Geldern begann am Morgen mit der Verlesung der Anklage. Die Staatsanwaltschaft legt der Frau Mord und Misshandlung von Schutzbefohlenen in neun Fällen zur Last. Im April erlitt ein Kitakind namens Greta einen Atemstillstand, den die Erzieherin verursacht haben soll. Die Frau soll dem Mädchen den Brustkorb bis zum Atemstillstand zusammengedrückt haben. Der Notarzt konnte das Kind zwar reanimieren, es starb aber Tage später im Krankenhaus. Die Erzieherin soll zuvor noch weitere Kinder auf die gleiche Weise misshandelt haben. Das Verfahren ist zunächst bis März 2021 angesetzt.

09:23 Uhr

In Deutschland gibt es immer mehr Zwillinge

Neugeborene neben pastellfarbenen Söckchen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

2019 war jedes 27. Neugeborene ein Mehrlingskind.(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Immer öfter gibt es für Eltern in Deutschland doppelt oder sogar dreifach Grund zur Freude: Der Anteil der Mehrlingsgeburten steigt seit den 1980er Jahren an, teilt das Statistische Bundesamt mit. Im vergangenen Jahr sei jedes 27. Neugeborene ein Mehrlingskind gewesen, 1977 sei dies noch bei jedem 56. Neugeborenen der Fall gewesen. Der Grund für die Entwicklung seien die moderne Reproduktionsmedizin und das inzwischen im Schnitt höhere Alter von Frauen bei der Geburt von Kindern, das Mehrlingsgeburten begünstige. Rund 29.000 Kinder seien vergangenes Jahr als Mehrling geboren worden, der Großteil (98 Prozent) als Zwilling. 14.088 Zwillingspaare kamen zudem zur Welt, 265 Mal gab es den Angaben zufolge Drillinge und fünfmal Vierlinge oder sonstige Mehrlingsgeburten.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:49 Uhr

SEK-Einsatz am Morgen - Drogen-Razzia im Raum Köln

Seit dem frühen Morgen durchsuchen Spezialeinheiten der Polizei zusammen mit der Staatsanwaltschaft und der Steuerfahndung mehrere Objekte in Köln und im Rhein-Erft-Kreis. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen Drogenhandels in großem Stil. Die Polizei hat auch Spürhunde im Einsatz. Nach Abschluss der Durchsuchungen werden die bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelte Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC NRW) und die Polizei Köln eine gemeinsame Presseerklärung zu den Hintergründen der noch laufenden Durchsuchungen veröffentlichen.

08:40 Uhr

Ex-US-Präsident Obama schwärmt in Memoiren von Merkel

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Obama und Merkel bei einem Treffen im Rahmen des G7-Gipfels in Deutschland.

(Foto: dpa)

Der Dienstag startet mit viel Lob für Angela Merkel und das nicht von irgendwem: Der frühere US-Präsident Barack Obama hat in seinen Erinnerungen an das Weiße Haus die Bundeskanzlerin als kluge Politikerin und scharfsinnige Strategin beschrieben. In den außenpolitischen Passagen des heute erscheinenden ersten Bands seiner Memoiren mit dem Titel "A Promised Land" - in der zeitgleich veröffentlichten Übersetzung "Ein verheißenes Land" - geht Obama auf mehrere Begegnungen mit der deutschen Politikerin ein. "Merkels Augen waren groß und strahlend blau, und sie konnten abwechselnd den Ausdruck von Frustration, Belustigung und Andeutungen von Besorgnis annehmen", beobachtete Obama, der 2008 als US-Präsident gewählt, 2012 im Amt bestätigt wurde und 2016 seinem Nachfolger Donald Trump weichen musste. In der "Mitte-rechts-Partei Christlich Demokratische Union" habe sich Merkel "mit einer Mischung aus organisatorischem Geschick, strategischem Scharfsinn und unerschütterlicher Geduld planmäßig nach oben" gearbeitet. Je besser er sie kennengelernt habe, desto sympathischer sei sie ihm geworden, schreibt Obama. "Ich empfand sie als zuverlässig, ehrlich, intellektuell präzise und auf eine natürliche Art freundlich."

08:27 Uhr

Deutsche Post will Zahl der Packstationen bis 2023 verdoppeln

Nicht mehr zu Hause stundenlang auf den Lieferanten warten, sondern das Paket einfach an der nächsten Station abholen - immer mehr Menschen in Deutschland nutzen Packstationen für ihre Sendungen. Die Deutsche Post DHL will sie deshalb stark ausbauen von derzeit etwa 6000 auf mindestens 12.000 Stationen bis Ende 2023, wie das Unternehmen mitteilt. Besonders in Coronazeiten nutzen nach Firmenangaben nicht nur immer mehr Kunden dieses Angebot, sondern die Bestandskunden tun dies auch immer häufiger. Derzeit hat nach DHL-Angaben fast die Hälfte der Haushalte in Deutschland eine Packstation in ihrer Nähe, also im Umkreis von einem Kilometer Entfernung. Die Konkurrenz bemüht sich ebenfalls um das Thema, ist aber weit hinten dran. Sie fordert gemeinsame Anlagen, wo Sendungen verschiedener Anbieter angeliefert werden. Davon hält der Marktführer Deutsche Post DHL jedoch wenig.

07:49 Uhr

"Lonely Planet" kürt keine Top-Ziele für 2021

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Wegen der Pandemie ist gerade nicht die Zeit für Reisen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wohin sollten Sie unbedingt reisen? Auf diese Frage versucht "Lonely Planet" Jahr für Jahr mit seiner Top Ten eine Antwort zu geben. Doch dieses Jahr kürt der Reiseführer erstmals keine Städte, Länder und Regionen. Wegen der Coronavirus-Pandemie sieht "Lonely Planet" davon ab, für 2021 Reiseempfehlungen auszusprechen. Stattdessen wolle man "30 inspirierende Menschen, Reiseziele und Tourismusprojekte" mit Zukunft vorstellen, die die Reisebranche verändern. Darunter sind der Syrer Hesham Moadamani, der in Berlin auf Stadttouren (Refugee Voices Tours) Geschichte und Geschichten der Migration erläutert sowie das deutsch-holländische Paar Karl Krause und Daan Colijn, die in ihrem Blog "Couple of Men" die Welt für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intersexuelle und queere Reisende (LGBTIQ) beleuchten. "Lonely Planets Best in Travel 2021" ist kein Buch, sondern eine Online-Kampagne der Reiseführermarke.

07:38 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

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An Bord der "Crew Dragon" waren die Nasa-Astronauten Michael Hopkins, Victor Glover und Shannon Walker sowie der japanische Astronaut Soichi Noguchi.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Momentan ist nicht nur wegen der Leoniden viel los am Himmel über uns: Die SpaceX-Kapsel hat heute Nacht erfolgreich an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Während beim Unternehmen von Tesla-Gründer Elon Musk nach dem 27-stündigen Flug der "Crew Dragon" wohl die Sektkorken knallen, dürfte bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA großer Frust herrschen: Die Arianespace-Mission ist acht Minuten nach dem Start gescheitert. Die Trägerrakete Vega sollte zwei Satelliten für die ESA ins All bringen.

Doch auf der Erde steht uns an diesem Dienstag so einiges bevor:

  • Der Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag in Halle geht auf die Zielgerade. Am Dienstag könnte die Beweisaufnahme geschlossen werden, wie das Oberlandesgericht (OVG) Naumburg mitteilt.
  • In Österreich beginnt der Lockdown: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird unser Nachbarland das öffentliche Leben wieder auf einen Minimalbetrieb herunterfahren bis zum 6. Dezember.
  • Beim "Autogipfel" mit Kanzlerin Angela Merkel sind am Abend weitere Impulse für die deutsche Autobranche hin zu klimaschonenderen Antrieben und gegen Auswirkungen der Corona-Krise Thema.
  • Außerdem steht das letzte Länderspiel des Jahres für die deutsche Fußballnationalmannschaft an: Die Löw-Elf spielt ab 20:45 Uhr um den Gruppensieg in der Nations League gegen Spanien.

Daneben schauen wir weiter gespannt auf die Entwicklungen rund um die Präsidentschaftswahl in den USA und halten Sie im US-Wahl-Ticker auf dem Laufenden. Alle Neuigkeiten, Zahlen und Grafiken zur Pandemie finden Sie in unserem Corona-Ticker.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag und versorge Sie bis zum Nachmittag mit Nachrichten und Wissenswertem in "Der Tag". Haben Sie Anregungen, Kritik oder Lob? Lassen Sie es mich wissen und schreiben mir: johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

07:32 Uhr
Breaking News

Dresdner Juwelenraub: Polizei nimmt drei Verdächtige in Berlin fest

Die Polizei durchsucht seit dem frühen Morgen Wohnungen in Berlin-Neukölln. Es bestehe ein Zusammenhang mit dem Kunstdiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden, sagte ein Sprecher der Dresdner Polizei. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über den Einsatz berichtet. Der Juwelen-Raub war einer der spektakulärsten Einbrüche in der Geschichte Deutschlands, als am 25. November 2019 zwei Männer in das weltbekannte Dresdner Museum einstiegen, eine Vitrine mit einer Axt zertrümmerten und mit Schmuck von unermesslichem Wert flüchten konnten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:57 Uhr

Leoniden am Nachthimmel: Den besten Blick gibt es im Süden

Der Dienstag hält heute mit Wolken und leichtem Regen eher wenig Schönes für Sie bereit - dafür die Nacht vielleicht umso mehr: Ein Sternschnuppen-Schwarm rieselt heute über den Nachthimmel. Die Leoniden sind wie jedes Jahr im November besonders aktiv, da die Erde dann die Umlaufbahn des Kometen Tempel-Tuttle kreuzt und seine Bruchstücke in der Erdatmosphäre verglühen. Die meisten gibt es um den 17. und 18. November zu sehen - etwa 15 Sternschnuppen pro Stunde. Im Süden stehen die Chancen am besten, die Leoniden zu beobachten. Im Norden sind meist dichte Wolken unterwegs, in der Mitte Deutschlands können Sie mit Glück Sternschnuppen durch Wolkenlücken erhaschen.

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Die Sternschnuppen sind am besten im Süden zu sehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sollten Sie tagsüber heute draußen unterwegs sein, empfiehlt sich durchaus eine wind- und regenfeste Jacke - über die Nordhälfte ziehen von West nach Ost dichte Wolken hinweg und bringen zeitweise leichten Regen und mäßigen bis frischen Wind. Im Süden besteht die größte Chance auf etwas Sonnenschein vom Stuttgarter Raum bis in die Alpen. Die Temperaturen liegen bei 8 Grad im Vogtland und bis 14 Grad zwischen Köln und Aachen.

06:33 Uhr

"Döner-Zoff" zwischen Merkel und Müller bei Corona-Gipfel

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Sind sich uneins über die Berliner "Döner-Szene": Kanzlerin Angela Merkel und Michael Müller.

(Foto: dpa)

Kanzlerin Angela Merkel ist ja vor allem für ihre Ruhe und Besonnenheit bekannt. Doch gestern soll es damit beim Corona-Gipfel in Berlin vorbei gewesen sein: Die CDU-Politikerin soll sich ein heftiges Wortgefecht mit dem Regierenden Berliner Bürgermeister Michael Müller von der SPD geliefert haben. Streitpunkt waren jedoch nicht Corona-Maßnahmen für Schulen oder Quarantäne-Regelungen wie sonst oft bei den Bund-Länder-Beratungen: Die beiden seien im Streit um Döner aneinandergeraten. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. "Sie gehen doch auch mal durch Berlin", soll Merkel den Berliner Regierungschef angefahren haben. Im Gegensatz zu den Ministerpräsidenten, die digital zugeschaltet wurden, saß Müller als Vorsitzender der Ministerpräsidenten-Konferenz bei Merkel im Kanzleramt. Der Zeitung zufolge soll Müller erwidert haben: "Also im Tiergarten habe ich noch keinen mit einer Pizza oder einem Döner nachts gesehen." Dazu meinte Merkel dann offenbar nur: "Sie sehen doch abends auch die langen Schlangen vor dem Lieblings-Döner am Ku‘Damm." Wieso der Streit zwischen den beiden "Döner-Experten" entbrannt ist, bleibt offen.

Update: Nach Informationen von ntv.de soll es sich dabei nicht um einen richtigen Streit zwischen der Kanzlerin und Müller gehandelt haben, sondern lediglich um "launiges Geplänkel".

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht