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Der Tag Deutsche Journalisten in Rohingya-Lager attackiert

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Hunderttausende Rohingya-Flüchtlinge leben in Flüchtlingscamps in Bangladesch.

(Foto: picture alliance/dpa)

So einfach kann jeder Gutes tun, doch besonders bitter ist es, wenn man für die guten Taten Prügel statt Dankbarkeit bekommt. So wie ein deutscher Dokumentarfilmer und sein einheimischer Helfer, die in einem Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch offenbar wegen eines Missverständnisses geschlagen wurden. Nach Polizeiangaben erweckten der Filmemacher, zwei weitere Deutsche und ihr einheimischer Begleiter das Misstrauen der Flüchtlinge im Lager Kutupalong in Cox's Bazar, als sie Süßigkeiten an Kinder verteilten.

  • Als die Deutschen und ihr Begleiter Flüchtlinge in Richtung eines Autos geführt hätten, seien sie von einer Menschenmenge angegriffen worden. "Einer der Deutschen und sein Helfer wurden geschlagen. Die Polizei und die Armee mussten sie retten", sagte Polizeichef Abul Khair.
  • "Der Deutsche brauchte erste Hilfe. Es geht ihm jetzt gut", sagte Khair.
  • Nach Informationen der Zeitung "Dhaka Tribune" plünderten die Flüchtlinge außerdem das dem Team gehörende Auto und schnappten sich die Pässe und andere persönliche Gegenstände der Journalisten.
  • Offenbar hätten die Rohingya-Flüchtlinge die Männer für Menschenhändler gehalten. Das Team habe nach eigenen Angaben einen Kurzfilm in dem Lager drehen wollen. Die Identität der Deutschen wurde nicht bekannt gegeben.

Quelle: n-tv.de