Der Tag

Der Tag Die #MeToo-Bewegung wirkt bis heute - auch am Arbeitsplatz

Vor knapp zwei Jahren startete die #MeToo-Bewegung. Dabei kämpfen Aktivistinnen und Aktivisten gegen sexualisierte Gewalt. Denn nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch im Beruf erleben viele Frauen, aber auch Männer sexuelle Belästigung - vor allem, wenn es ein entsprechendes Machtgefälle gibt. Sei es eine sexistische Bemerkung oder eine übergriffige Berührung. "Das Thema zieht sich durch alle Branchen",  stellt jetzt der Sprecher der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Sebastian Bickerich, fest.

Doch er betont auch: "Die Bereitschaft der Unternehmen ist gestiegen, sexuelle Belästigung zu sanktionieren." Besonders schwierig sei die Lage im Berufsalltag für Menschen ohne Festanstellung, etwa im Journalismus oder in der Kunst. "Für freie Mitarbeiter gibt es relativ wenig Schutz. Ihr Auftraggeber ist nicht ihr Arbeitgeber." Außerdem sind Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, sexuelle Belästigung zu verhindern und eine Beschwerdestelle einzurichten. Doch gerade bei kleineren und mittleren Firmen gibt es Nachholbedarf.

Und das ist auch dringend notwendig, denn die Zahlen sind erschreckend: So stellte etwa eine Umfrage im Auftrag des Beamtenbunds dbb fest, dass bereits mehr als jede vierte Frau Opfer sexueller Belästigung wurde.

Quelle: n-tv.de