Dienstag, 09. März 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:26 Uhr

Das war Dienstag, der 9. März 2021

Nach der Fußball-EM in diesem Sommer geht eine Ära zu Ende: Joachim Löw hört als Bundestrainer auf. Wer ihn nach dem Sommer ersetzen wird, ist noch unklar. Und auch wenn sich 41 Prozent der ntv.de-Leser Jürgen Klopp als Löws Nachfolger wünschen (siehe Umfrage von 16:35 Uhr), wird der nächste DFB-Coach wohl anders heißen - denn Klopp sagte bereits ab. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht, bis morgen!

21:47 Uhr

Biden-Regierung verhängt erste Sanktionen gegen Iran

Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden hat erste Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Wegen Verstößen gegen die Menschenrechte dürften zwei Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde künftig nicht mehr in die USA einreisen, teilte US-Außenminister Antony Blinken mit. Die beiden Iraner sollen Gefangene misshandelt haben.

Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind seit dem Rückzug der USA aus dem internationalen Atomabkommen 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump äußerst angespannt. Biden will das Abkommen mit dem Iran wiederbeleben. In anderen Bereichen, unter anderem bei der Einhaltung der Menschenrechte, will er hingegen Druck auf den Iran ausüben.

21:12 Uhr

Randalierer stürzen Athener Vorstadt in Chaos

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(Foto: picture alliance / ANE / Eurokinissi)

In der Athener Vorstadt Nea Smyrni ist es heute Abend zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um einen Sturm auf eine Polizeiwache zu verhindern. Die vermummten Angreifer schleuderten Dutzende Brandflaschen auf die Polizisten. Dutzende geparkte Autos wurden beschädigt. Mindestens ein Polizist wurde verletzt. Auf den Straßen des Zentrums von Nea Smyrni fanden regelrechte Straßenschlachten zwischen der Bereitschaftspolizei und Randalierern statt. 

Zwei Tage zuvor hatten Polizisten in der Vorstadt einen Mann mit Schlagstöcken, Tritten und Faustschlägen verprügelt. Passanten hatten die Szenen gefilmt. Linke Parteien und andere Organisationen riefen daraufhin zu einer Demonstration gegen Polizeigewalt auf, an der rund 4000 Menschen teilnahmen. Aus dieser Demonstration, die zunächst ruhig verlief, hätten sich die Randalierer herausgelöst und den Stadtteil ins Chaos gestürzt, berichteten griechische Medien.

20:24 Uhr

Unilever verzichtet auf Begriff "normal" bei Pflege-Produkten

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Unilever-Produkte für "normale" Haut wird es in der Zukunft nicht mehr geben.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Was heißt schon "normal"? Der Verbrauchsgüterkonzern Unilever will künftig den Begriff nicht mehr zur Beschreibung seiner Pflegeprodukte verwenden. Der Begriff taucht teilweise bei Shampoos oder auch bei Body-Lotions auf, wo es beispielsweise heißt "für normale Haut".

Mit dem Schritt soll verhindert werden, dass sich Menschen ausgeschlossen fühlen. Bei einer Umfrage mit 10.000 Teilnehmern in neun Ländern hätten 70 Prozent der Befragten angegeben, der Begriff "normal" könne einen negativen Effekt auf Menschen haben, hieß es in der Mitteilung.

19:51 Uhr

Belarus: Kolesnikowa bleibt weiter in Haft

Anfang September wurde die belarussische Oppositionelle Maria Kolesnikowa vom Geheimdienst KGB entführt. Als sie in die Ukraine abgeschoben werden sollte, zerriss sie kurz vor dem Grenzübergang ihren Pass und vereitelte so die Pläne, sie aus dem Land zu vertreiben. Seither sitzt sie trotz internationalen Protests hinter Gittern. Nun ist die Untersuchungshaft für sie um weitere zwei Monate verlängert worden.

  • Kolesnikowa, der nach neuen Anschuldigungen bis zu zwölf Jahren Gefängnis drohen, werde nun bis zum 8. Mai weiter festgehalten, teilte das Team des Oppositionellen Viktor Babariko mit. Kolesnikowa arbeitete für den ehemaligen Bankier, der ursprünglich gegen Langzeitmachthaber Alexander Lukaschenko kandidieren wollte, dann aber inhaftiert wurde.
  • Wann ein Gerichtsverfahren gegen sie eröffnet wird, ist aber weiter nicht bekannt.
  • Auch der Oppositionsanwalt Maxim Snak bleibe für weitere zwei Monate in Untersuchungshaft, hieß es.
19:20 Uhr

Mutmaßlicher Drahtzieher des "Ibiza-Videos" ausgeliefert

Der mutmaßliche Drahtzieher des "Ibiza-Videos" ist von Deutschland nach Österreich ausgeliefert worden.

 

  • Nun werde ein Antrag auf Untersuchungshaft für den Mann gestellt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien. Die österreichische Justiz ermittelt gegen ihn wegen Erpressung und Drogenhandels.
  • Der heute 40 Jahre alte Mann war mit europäischem Haftbefehl gesucht worden. Er wurde im Dezember 2020 in Berlin festgenommen. Am Montag hatte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einen Eilantrag des Mannes gegen seine Auslieferung abgelehnt. 
  • Das im Mai 2019 veröffentlichte Ibiza-Video führte zum Sturz der Regierung von konservativer ÖVP und rechter FPÖ. Auf den Aufnahmen, die heimlich auf der spanischen Insel gemacht wurden, wirkte der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache anfällig für Korruption.
18:52 Uhr

Queen reagiert auf Skandal-Interview von Harry und Meghan

Die mit Spannung erwartete Erklärung des britischen Königshauses zu dem TV-Interview von Harry und Meghan ist da. Demnach nimmt die Königsfamilie die Vorwürfe "sehr ernst". "Die ganze Familie ist traurig darüber, wie schwierig die vergangenen Jahre für Harry und Meghan gewesen sind", hieß es in einer Mitteilung des Buckingham-Palasts. Die angesprochenen Themen, besonders der Rassismus-Vorwurf, seien besorgniserregend. Obwohl die Erinnerung teilweise anders sei, würden die Vorwürfe sehr ernst genommen und von der Familie privat aufgearbeitet, hieß es weiter. "Harry, Meghan und Archie werden immer sehr geliebte Familienmitglieder sein".

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:18 Uhr

Kunde schlägt Friseur und beißt ihm in die Hand

Das ist ja ärgerlich: Zuerst darf man monatelang nicht arbeiten, dann öffnen Friseursalons wieder - und man wird von Kunden angegriffen.

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Wer so aggressiv ist, soll sich die Harre doch selber schneiden.

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

Als einem 20-Jährigen im schwäbischen Memmingen seine neue Frisur nicht gefiel, wurde er aggressiv. Auch das Angebot, den Haarschnitt kostenlos zu bekommen, besänftigte ihn nicht. Der junge Mann schlug dem Friseur ins Gesicht - und biss ihm dann auch noch in die Hand. Der angegriffene Friseur wehrte sich und schlug dem Kunden ebenfalls mit der Faust ins Gesicht.

Als die Mitarbeiter des Friseurladens den undankbaren Kunden nach draußen schoben, wollte er Polizeiangaben zufolge zunächst einen Pflasterstein in die Fensterscheibe werfen, ließ sich aber davon abbringen. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn.

17:54 Uhr

"Es gibt neue Rekorde": Dax schließt mit Allzeithoch

Nach dem rasanten Wochenstart mit Aufschlägen von mehr als drei Prozent und einem neuen Allzeithoch beim Dax bleibt im Dienstagshandel ein deutlicher Rücksetzer aus - im Gegenteil: Der deutsche Börsenleitindex startet zwar etwas leichter in den Handel, dreht aber bereits am Vormittag wieder ins Plus und markiert im Anschluss gleich mehrere frische Rekordstände. Das Tageshoch liegt am Ende bei 14.477 Punkten, aus dem Handel verabschiedet sich der Dax 0,3 Prozent fester mit 14.438 Zählern.

Dax
Dax 15.320,52

"Es gibt neue Rekorde: Der Dax bleibt weiter auf Kurs", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. Sie macht "Gewinne auf breiter Front" aus. Auch ein schwächerer Euro helfe, beflügele etwa deutsche Exportwerte, erläutert sie.

Bei den Einzelwerten zeigt sich die "breite Front" deutlich: So zeigen sich etwa die zuletzt deutlich unter die Räder gekommenen Delivery Hero stark, legen mehr als fünf Prozent zu. Auch Infineon gewinnen überdurchschnittliche mehr als vier Prozent. Auf der Verliererliste stehen dagegen Deutsche Bank mit einem Minus von mehr als drei Prozent. Die Titel hatten in den vergangenen Handelstagen zu den größten Gewinnern gehört. Conti büßen sogar mehr als acht Prozent ein, hier verstimmten Zahlen und Ausblick die Anleger.

Delivery Hero
Delivery Hero 128,15
Continental
Continental 115,16

 

Mehr börsenrelevante Nachrichten finden Sie im Börsen-Tag.

17:42 Uhr

Mord an russischem Botschafter: Lebenslange Haft für fünf Angeklagte

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Der Attentäter wurde ein halbe Stunde nach der Tat von der Polizei erschossen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dieses Foto ging um die Welt. Im Dezember 2016 erschoss ein türkischer Polizist bei der Eröffnung einer Ausstellung in Ankara den damaligen russischen Botschafter Andrej Karlow. Der Attentäter wurde damals von Spezialkräften getötet.

Gegen fünf weitere Männer, die mit der Tat in Verbindung standen, hat ein Gericht in Ankara nun lebenslange Haftstrafen verhängt. Die Männer wurden unter anderem wegen Umsturzversuchs und vorsätzlicher Tötung verurteilt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

Insgesamt waren 28 Menschen angeklagt. Sechs wurden freigesprochen, acht weitere wegen Mitgliedschaft oder Unterstützung der Gülen-Bewegung zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

17:07 Uhr

Schwerer Unfall auf A44 - drei Tote

Bei einem schweren Unfall auf der A44 in Ostwestfalen-Lippe sind drei Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere wurden verletzt.

  • Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Verkehrsunfall gegen 12.20 Uhr in Fahrtrichtung Kassel zwischen dem Autobahnkreuz Bad Wünnenberg-Haaren und der Anschlussstelle Lichtenau.
  • Der Pkw mit spanischer Zulassung wurde zwischen zwei Lastwagen eingeklemmt. Demnach war ein Stau der Ausgangspunkt.
  • Bei den Toten handelt es sich um die Pkw-Insassen.
17:03 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:02 Uhr

55 Menschen in Türkei aus Schiffscontainer befreit - Sechs Tage eingesperrt

Sechs Tage lang saßen 55 Migranten aus dem Irak in einem Schiffscontainer eingesperrt. Als die Luft knapp wurde, bohrten sie Löcher in die Containerwände. Doch offenbar brachte es nicht viel. Die Menschen fingen an zu schreien und zu klopfen - und wurden schließlich im Hafen der westtürkischen Stadt Izmir befreit.

Wie die Zeitung "Cumhuriyet" berichtet, sollte der Container nach Italien verschifft werden. Dafür hätten die Iraker eine "hohe Summe" gezahlt. Die Migranten seien zunächst in Gewahrsam genommen worden und sollten dann der Einwanderungsbehörde der Provinz übergeben werden. Nach den "Migrantenschmugglern" werde gefahndet.

15:30 Uhr

Polizei findet zwei Leichen in Wohnhaus - Täter auf der Flucht

In Weilerbach bei Kaiserslautern hat die Polizei in einem Wohnhaus zwei Leichen gefunden. Die Toten, eine Frau und ein Mann, seien am Morgen in dem Gehöft entdeckt worden, teilte das Polizeipräsidium Westpfalz mit. "Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus", sagte ein Sprecher. Frau und Mann seien nicht verheiratet, aber vermutlich ein Paar gewesen.

Die Polizei sucht mit einem verstärkten Aufgebot und unter anderem per Hubschrauber nach einem Tatverdächtigen. "Wir schließen nicht aus, dass er bewaffnet ist." Die Polizei rief die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben.

 

15:05 Uhr

Schwan kracht auf Autobahn in Windschutzscheibe - zwei Verletzte

Ein tieffliegender Schwan ist in Sachsen in die Windschutzscheibe eines Autos gekracht und hat so einen Unfall verursacht. Das Tier kollidierte gestern Abend auf der Autobahn 13 bei Thiendorf in Sachsen mit dem Wagen. Der Schwan wurde bei dem Unfall schwer verletzt und verendete, wie die Polizei in Dresden mitteilte. Zwei Autoinsassen, Männer im Alter von 21 und 42 Jahren, wurden verletzt. Der 23-jährige Fahrer des Wagens blieb unverletzt.

14:36 Uhr

Russland und China planen gemeinsame Mondstation

Russland und China wollen sich für den Bau einer Mondstation zusammentun. Beide Staaten hätten dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. Die Station solle ein "Komplex von Einrichtungen für experimentelle Forschung auf der Oberfläche und/oder Umlaufbahn des Mondes" sein und "allen interessierten Staaten und internationalen Partnern" offenstehen.

14:32 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Johanna Ohlau verabschiedet sich mit einem warmen Kakao in den wohlverdienten Feierabend. Ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag", mein Name ist Uladzimir Zhyhachou. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:14 Uhr

Münsteraner Missbrauchskomplex: Neun Jahre Haft für 27-Jährigen

Es ist die bislang höchste Haftstrafe für einen Beteiligten im Münsteraner Missbrauchskomplex und das vierte Urteil: Das Landgericht der westfälischen Stadt hat einen 27-jährigen Angeklagten zu neun Jahren Haft verurteilt. Die Strafkammer befand den Mann aus Aachen des teils schweren Kindesmissbrauchs in insgesamt 21 Fällen schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Die von der Staatsanwaltschaft beantragte Sicherungsverwahrung gegen den Mann ordnete das Gericht nicht an.

Die Verurteilung erfolgte zudem wegen Herstellens kinderpornografischer Schriften in sieben Fällen. Der Mann soll vier Kinder missbraucht haben, darunter den heute elfjährigen Ziehsohn des ebenfalls 27 Jahre alten Hauptangeklagten im Münsteraner Missbrauchskomplex. Dieser 27-Jährige muss sich seit November mit seiner Mutter und drei weiteren Männern im Hauptprozess um die Missbrauchsserie vor dem Landgericht Münster verantworten. Zuvor wurden bereits drei weitere Angeklagte zu Haftstrafen zwischen gut drei und knapp acht Jahren verurteilt.

13:50 Uhr

Autofahrer verbrennt nach Unfall auf der A2 im Wrack

Er muss ins Schleudern geraten und von der Fahrbahn abgekommen sein, wo das Auto gegen Bäume prallte und in Flammen aufging - viel mehr wissen die Ermittler nach einem tödlichen Unfall auf der Autobahn 2 in Niedersachsen noch nicht. Nach Polizeiangaben entdeckte ein Lastwagenfahrer in der vergangenen Nacht das brennende Wrack neben der Fahrbahn bei Bad Eilsen und alarmierte Rettungskräfte, die dann den Toten fanden.

Wie die Beamten in Hannover weiter mitteilten, ist der Hergang des Unfalls noch unklar. Demnach war der noch nicht identifizierte Insasse in einem Auto mit ausländischem Kennzeichen unterwegs. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.

13:27 Uhr

Impfstoff mit Zyklon B verglichen - AfD wirft Mitglied raus

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KZ-Gedenkstätte Mauthausen

(Foto: picture alliance/dpa/Bundesheer)

Ein Video eines AfD-Mitglieds in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Österreich sorgt für großes Entsetzen: Darin vergleicht der Mann Corona-Impfstoffe mit dem Giftgas Zyklon B, das die Nationalsozialisten zur massenhaften Ermordung von Häftlingen eingesetzt hatten. Parteiintern hat das Verhalten schon mal Konsequenzen: Der Vorstand der AfD Bayern habe "umgehend" beschlossen, das besagte Mitglied auszuschließen und die Sache dem Landesschiedsgericht Bayern zu übergeben, erklärte der stellvertretende bayerische Landesvorsitzende Gerd Mannes.

Auch die österreichische Polizei und der Verfassungsschutz haben Ermittlungen aufgenommen. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Beschuldigten um Stefan Bauer, der bisher im bayrischen Kreisverband Rosenheim für die AfD aktiv war, bereits wiederholt bei Demos von Corona-Gegnern als sogenannter Querdenker auftrat und Verschwörungstheorien bei Youtube verbreitete.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:07 Uhr

Missbrauchsskandal: Kein Verfahren gegen Kardinal Woelki

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Kardinal Woelki steht seit Monaten heftig in der Kritik.

(Foto: dpa)

Die Kölner Staatsanwaltschaft sieht bei Kardinal Rainer Maria Woelki kein strafbares Handeln. Ermittlungen gegen den Erzbischof von Köln würden deshalb nicht eingeleitet, sagte Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet. Gegen Woelki waren mehrere Strafanzeigen wegen Strafvereitelung im Amt eingegangen. Der Kardinal hält seit einem Jahr ein Gutachten der Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl zurück, wofür er rechtliche Bedenken anführt. Das in seinem Auftrag erstellte Gutachten hat den Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs untersucht. Westpfahl Spilker Wastl hat Kritik an dem Gutachten zurückgewiesen.

Die Staatsanwaltschaft ist seit Längerem damit beschäftigt, das ihr vorliegende Gutachten auszuwerten. Diese Prüfung dauere noch an, sagte Willuhn. Bisher hätten sich keine strafrelevanten Ansätze daraus ergeben. Dies sei auch eher nicht zu erwarten gewesen, weil die Fälle meist schon länger zurücklägen. Entweder seien sie verjährt oder die mutmaßlichen Täter schon tot.

12:33 Uhr

14-Jährige tot in Fluss gefunden - zwei Teenager festgenommen

In Frankreich ist eine 14-Jährige nach mehreren Berichten tot in einem Fluss gefunden worden. Wie der Sender Franceinfo berichtet, sollen nach ersten Erkenntnissen zwei Jugendliche das Mädchen geschlagen und in den Fluss geworfen haben. Nachdem die Leiche des Mädchens den Berichten zufolge gestern Abend in der Seine gefunden wurde, seien die zwei Teenager in Argenteuil nahe Paris festgenommen worden.

Mehrere französische Medien berichten unter Berufung auf Polizeikreise, dass das Opfer und die Tatverdächtigen dieselbe Schule besucht haben sollen. Die Mutter des Mädchens soll demnach angegeben haben, dass ihre Tochter ein Opfer von Mobbing gewesen sein soll. Eine offizielle Bestätigung der Staatsanwaltschaft gibt es dafür bislang nicht.

12:13 Uhr

Snack wird Einbrecher neun Jahre später zum Verhängnis

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Den Wurst-Snack hätte sich der Kriminelle verkneifen sollen. (Themenbild)

(Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO)

Snacks sind nicht nur ungesund, sondern auch noch verräterisch, wie ein Einbruchsfall aus Nordrhein-Westfalen eindrucksvoll unter Beweis stellt - zumindest, wenn man ihn nicht aufisst: Neun Jahre nach einem Einbruch in Gevelsberg bei Hagen ist der Täter über eine DNA-Spur an einem Stück Wurst überführt worden. Wie die Polizei mitteilte, war bei der Spurensicherung am Tatort im März 2012 ein angebissenes Stück Wurst sichergestellt worden, an dem man DNA fand. Damals gab es keinen Treffer. Ein automatischer Abgleich mit internationalen Datenbanken führte jetzt zu einem 30-Jährigen aus Albanien, der in Frankreich wegen eines Gewaltdelikts aufgefallen war - und dort eine Gen-Probe abgeben musste. Laut der deutschen Polizei wurde der Mann in Frankreich zwar wieder freigelassen, nun wird aber in NRW ein Verfahren gegen ihn eröffnet.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:50 Uhr

Anthony Hopkins in Geldnot? Frau fällt auf Betrüger rein

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Auch der echte Schauspieler Anthony Hopkins ist auf Instagram.

(Foto: imago images/APress)

Mit dem großen Idol sprechen und ihm dann auch noch aus der Patsche helfen? So in etwa hatte sich das eine Frau aus Meinerzhagen in Nordrhein-Westfalen wohl erträumt. Doch die Verehrerin sprach via sozialer Medien nicht mit dem britischen Schauspieler Anthony Hopkins, sondern mit dreisten Internetbetrügern, die der arglosen Frau Kontakt zu dem Oscar-Preisträger vorgaukelten und sie so um mehrere Tausend Euro brachten. Das teilte die Polizei mit. Demnach brauchte der vermeintliche Hopkins angeblich Geld für einen Film, was die Frau bereitwillig überwies. Aufmerksam waren die Täter offenbar auf ihr Opfer geworden, weil sie ein Foto von Hopkins bei Instagram mit einem Herz-Symbol versehen hatte.

Doch selbst, wenn sich Promis aus dem Nichts bei einem melden wie Nicholas Cage oder Boris Becker, die wegen Geldnot immer wieder in den Schlagzeilen waren, sollten Sie misstrauisch sein. Es ist auch dann sehr unwahrscheinlich, dass Sie ein Star per Privatnachricht auf Instagram oder Facebook um Geld bittet.

11:26 Uhr

Keine Bombe in herrenlosem Koffer - aber jede Menge Drogen

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Verdächtiger Koffer mit überraschendem Inhalt.

(Foto: Bundespolizei)

Keine Bombe, aber ein Koffer voller Drogen: Ein verdächtiger Koffer in einem ICE hat die Bombenentschärfer der Bundespolizei auf den Plan gerufen. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Unbekannter in einem ICE bei einem Stopp im Hauptbahnhof Düsseldorf einen Trolley aus einem Koffer genommen, diesen in einem Gepäckfach verstaut und sofort das Weite gesucht. Nach einem Hinweis eines Fahrgastes rückten Sprengstoffexperten der Bundespolizei mit Spürhund am nächsten Halt in Köln Messe/Deutz an und untersuchten den rätselhaften Trolley. Nachdem der Vierbeiner nicht anschlug, öffneten die Bundespolizisten den Koffer - und fanden darin 3,2 Kilo Marihuana, 100 Gramm Haschisch und 47 Gramm Kokain.

War das eine missglückte Übergabe oder wollte der Unbekannte den Koffer nur schnellstmöglich loswerden? Das ist noch unklar. Der Zug konnte die Fahrt dann mit einiger Verspätung fortsetzen.

11:05 Uhr
Breaking News

Vorzeitiges Aus als Bundestrainer: Joachim Löw tritt nach der EM zurück

Joachim Löw wird seine Tätigkeit als Bundestrainer nach der Europameisterschaft im Sommer 2021 beenden. Der Bundestrainer bat darum, seinen ursprünglich bis zur WM 2022 laufenden Vertrag unmittelbar mit Abschluss des EM-Turniers zu beenden. Dem stimmte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zu.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:59 Uhr

Nach Vergewaltigung von Elfjähriger - drei Männer in U-Haft

Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung eines elfjährigen Mädchens in Baden-Württemberg sind drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Zwei 18 Jahre alte und ein 19 Jahre alter Mann werden verdächtigt, das Mädchen am vergangenen Donnerstag in einer Gemeinde im Landkreis Göppingen in eine Wohnung gelockt und vergewaltigt zu haben, wie die Polizei mitteilt. Nach der Tat sei das Mädchen geflüchtet und habe sich an eine vorbeifahrende Polizeistreife gewandt. Die beiden 18-Jährigen seien kurze Zeit später in der Wohnung festgenommen worden, der 19-Jährige in der Nähe. Am Freitag habe eine Richterin Haftbefehl erlassen.

10:36 Uhr

Kuriose Bruchlandung von Albatros geht viral

Für seine atemberaubenden Flugkünste ist der Albatros ohnehin nicht bekannt. Doch ein Exemplar in Neuseeland stellt sich bei der Landung besonders ungeschickt an und landet voll auf dem Gesicht statt auf den Beinen - genau vor der Kamera eines Livestreams. Die britische Zeitung "The Guardian" hat die lustige Bruchlandung des jungen Vogels in Zeitlupe aufgearbeitet, die aus einem Livestream des Taiaroa Head Naturreservats im Süden Neuseelands stammt und danach viral im Internet ging. Während der Brutzeit zeigt die "Royal Cam" rund um die Uhr einen Nistplatz von Königsalbatrossen. Nach wildem Gestrampel mit den Füßen in der Luft kommt das Tier schließlich doch wieder auf die Beine und watschelt nach rechts aus dem Bild. Die Landung eines Königsalbatros sei im Grunde ein "kontrollierter Absturz", zitiert die britische Zeitung den Tourismus-Manager des Naturschutzgebiets.

Im Livestream können Sie die Albatrosse beobachten, allerdings ist es in Neuseeland gerade nach 22 Uhr, also stockdunkel und eher wenig los auf der "Landebahn".

09:55 Uhr

Frauen müssen 69 Tage mehr fürs gleiche Geld arbeiten

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Beim Gehalt gibt es auch bei gleicher Tätigkeit Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen.

(Foto: imago/Steinach)

Der Equal Pay Day ist vier Tage nach vorne gerutscht auf den 10. März. Das heißt, dass Frauen trotzdem noch 69 Tage - vom 1. Januar bis zum 10. März 2021 - quasi umsonst gearbeitet haben. Denn Männer bekommen im Durchschnitt mehr Geld, sodass sie die gleiche Summe schon am Jahresende erreicht haben. Diese Einkommenslücke, der sogenannte Gender Pay Gap, sank im Vergleich zu 2019 zwar um einen Punkt auf 18 Prozent, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Allerdings könnten sich dabei Sondereffekte wegen der verbreiteten Kurzarbeit in der Pandemie ausgewirkt haben. Frauen verdienten demnach im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 18,62 Euro brutto pro Stunde 4,16 Euro weniger als Männer (22,78 Euro). 2019 hatte die Differenz noch 4,28 Euro betragen.

Der 10. März ist der Internationale Aktionstag für gleiche Bezahlung für Frauen und Männern (Equal Pay Day). Der Großteil (71 Prozent) des Verdienstunterschieds zwischen Männern und Frauen hat strukturelle Gründe - etwa, weil Frauen häufiger in schlecht entlohnten Berufen tätig sind und seltener Führungspositionen erreichen. Außerdem arbeiten sie öfter in Teilzeit und Minijobs. Doch selbst bei gleicher Tätigkeit und vergleichbarer Qualifikation verdienen Frauen noch 6 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen, so die Wiesbadener Statistiker. Hier lagen allerdings nur Werte für das Jahr 2018 vor.

09:28 Uhr

Immunität aufgehoben - Puigdemont droht Auslieferung an Spanien

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Carles Puigdemont und zwei seiner Mitstreiter sind seit 2019 Abgeordnete im Europäischen Parlament.

(Foto: picture alliance / AA)

Der ehemalige Regionalpräsident Kataloniens, Carles Puigdemont, und zwei seiner Mitstreiter für die Unabhängigkeit der Region von Spanien verlieren ihre Immunität als EU-Abgeordnete. Das EU-Parlament stimmte gestern Abend für den Immunitätsentzug, wie heute Morgen bekannt gegeben wurde. Den Katalanen droht nun die Auslieferung an die spanischen Behörden. Puigdemont und sein ehemaliger Gesundheitsminister Toni Comín hatten sich nach dem von Madrid unterbundenen katalanischen Unabhängigkeitsprozess im Oktober 2017 nach Belgien abgesetzt, um der Strafverfolgung zu entgehen. Kataloniens Ex-Kulturministerin Clara Ponsatí floh nach Schottland. 2019 wurden alle drei ins EU-Parlament gewählt.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:51 Uhr

Diese Schnecken können sich selbst köpfen - und überleben

Es gibt Tiere, die können einen verloren gegangenen Schwanz erneuern - Autotomie genannt. Doch es gibt Schnecken, die stellen diese Leistung komplett in den Schatten: Zwei Arten der Schlundsackschnecken (Sacoglossa) können bis auf ihren Kopf den gesamten Körper vollständig erneuern, wie japanische Wissenschaftler um Sayaka Mitoh von der Nara Women's University in Nara im Fachjournal "Current Biology" berichten. Ihre Entdeckung im Labor verdankt die Doktorandin einem glücklichen Zufall. Bei der Erforschung der im Meer lebenden Tiere beobachtete die Japanerin eines Tages, wie sich eine der Schnecken nur mit dem Kopf fortbewegte - den Rest des Körpers hatte das Tier abgetrennt.

Die Köpfe relativ junger Schnecken hätten schon nach wenigen Stunden begonnen, Algen zu fressen. Innerhalb einer Woche habe das Herz angefangen, nachzuwachsen; nach rund drei Wochen hatten die Schnecken einen komplett neuen Körper. Doch ewige Jugend beschert der Vorgang den Schnecken wohl nicht: Die Köpfe älterer Exemplare hätten nicht gefressen und seien nach rund zehn Tagen gestorben, hieß es. Schleierhaft ist den Forschern noch, warum die Schnecken das überhaupt machen.

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08:33 Uhr

Michelle Obama wird in "National Women's Hall of Fame" aufgenommen

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Die Organisation ehrt Michelle Obama mit der Aufnahme in die "National Women's Hall of Fame".

(Foto: picture alliance / Jim Lo Scalzo)

Michelle Obama wird eine besondere Ehre zuteil: Die Ex-First-Lady der USA wird in die "National Women's Hall of Fame" aufgenommen. "Fürsprecherin, Autorin, Anwältin und 44. First Lady der Vereinigten Staaten - die erste Schwarze, die dieses Amt bekleidete. Michelle Obama hat sich zu einer der einflussreichsten und ikonischsten Frauen des 21. Jahrhunderts entwickelt", begründet die "Women's Hall of Fame"-Organisation ihre Entscheidung. Obama sei zu einer Fürsprecherin geworden für gesunde Familien, für internationale Bildung heranwachsender Mädchen und diene als Vorbild für Frauen und junge Mädchen überall. Neben Obama soll zum Beispiel auch die 2020 verstorbene Nasa-Mathematikerin Katherine Johnson in die "National Women's Hall of Fame" aufgenommen werden.

08:17 Uhr

Deutschland klettert auf Platz 2 im Elektroauto-Markt

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Immer beliebter in Deutschland und in der EU: Elektroautos und Hybrid-Modelle.

(Foto: imago images/Future Image)

Die Deutschen haben offenbar ihre Liebe zu Elektroautos und Plug-in-Hybriden entdeckt - was sicherlich auch mit Prämienzahlungen zu tun hat: Deutschland hat die USA als zweitgrößten Markt für Elektroautos und Plug-in-Hybride abgelöst. Dank eines Wachstums um 264 Prozent auf knapp 395.000 Fahrzeuge übertrifft die Bundesrepublik die USA mit 322.000, wie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) mitteilte.

Weltgrößter Markt bleibt mit Abstand China mit 1,25 Millionen Neuzulassungen, allerdings verzeichnete er nur minimales Wachstum. Die weltweiten Neuzulassungen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden stiegen um 38 Prozent auf 3,18 Millionen, der Gesamtbestand auf 10,9 Millionen. Auf Herstellerebene liegt Tesla dabei mit knapp 500.000 Neuzulassungen zwar weiter vorne, doch der VW-Konzern holt mit 422.000 reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden kräftig auf und springt von Rang sechs auf den zweiten Platz. Die BMW-Gruppe verteidigt mit 193.000 Neuzulassungen Rang vier, Daimler verbessert sich mit 163.000 auf den sechsten Platz.

08:04 Uhr

Bundespolizei findet knapp 84.000 Euro in Handschuhfach

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Das ist keine ganz übliche Summe fürs Handschuhfach.

(Foto: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin)

Knapp 84.000 Euro im Handschuhfach? Das machte die Beamten der Bundespolizei bei einer Kontrolle nahe der Grenze zu den Niederlanden doch etwas skeptisch. Der Mann machte zudem nach Angaben der Bundespolizei auf Nachfrage "widersprüchliche Angaben" zur Herkunft des Geldes. Die Bundespolizei hatte den 58-jährigen Autofahrer auf der A61 bei Nettetal in Nordrhein-Westfalen kontrolliert und dabei die große Summe Bargeld entdeckt.

Woher die Scheine stammen, sollen nun die weiteren Ermittlungen klären. Mehr als 10.000 Euro in bar müssen den Angaben zufolge bei der Ein- und Ausreise nach Deutschland aus einem EU-Mitgliedsstaat und umgekehrt bei einer Kontrolle "auf Befragen mündlich angezeigt" werden.

07:28 Uhr

Angriff auf Microsoft: Hacker attackierten auch deutsche Bundesbehörden

Der Hackerangriff auf E-Mail-Programme von Microsoft zieht weitere Kreise - bis in deutsche Bundesbehörden. Nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind auch sechs Bundesbehörden von der Cyberattacke betroffen. "Dabei ist es in vier Fällen zu einer möglichen Kompromittierung gekommen", hieß es in einer Sicherheitswarnung. Um welche Behörden es sich handelt, ist bislang nicht klar.

Der Hacker-Angriff war vergangene Woche bekannt geworden. Microsoft hatte mitgeteilt, eine Cyberspionage-Gruppe mit Verbindungen zu China habe über bisher unbekannte Schwachstellen E-Mails von Kunden gehackt. Die Angriffe richteten sich vor allem gegen US-Forschungseinrichtungen, die sich mit Pandemien beschäftigten, Hochschulen, Anwaltsfirmen oder Organisationen aus dem Rüstungssektor. Die Regierung in Peking wies die Vorwürfe zurück.

07:12 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

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Aufgrund der stark verspäteten Eröffnung wird die Warhol-Ausstellung nun bis zum 13. Juni verlängert.

(Foto: picture alliance/dpa)

in Köln ist die Freude heute groß, denn dort eröffnet nach langer Corona-Zwangspause die Andy-Warhol-Ausstellung. Seit drei Monaten hängen im Kölner Museum Ludwig seine Werke an den Wänden, aber niemand durfte sie betrachten. Was an diesem Dienstag noch für Termine anstehen:

  • Die Corona-Pandemie hat der Deutschen Post DHL einen Paket-Boom beschert. Wie gut das Krisenjahr für das Unternehmen war, wird Konzernchef Frank Appel heute in der Jahresbilanz 2020 vorstellen - alles zur Wirtschaft im Börsen-Tag.
  • Gilt Bereitschaftszeit als Arbeitszeit? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Europäische Gerichtshof (EuGH) und wird voraussichtlich ein Urteil sprechen - das die Arbeit von Rettungskräften beeinflussen könnte. Kläger ist ein Feuerwehrmann aus Offenbach.
  • Im Missbrauchskomplex Münster verkündet das Landgericht am Morgen ein weiteres Urteil. Angeklagt ist ein 27-jähriger Mann aus Aachen wegen mehrfachen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern.
  • Die Tourismusmesse ITB startet heute - coronabedingt allerdings nur online und nur für Fachpublikum.
  • Borussia Dortmund trifft erneut auf den FC Sevilla und hofft im Rückspiel auf den ersten Einzug in das Viertelfinale der Champions League seit 2017 - mehr dazu im Sport-Tag.

Ich begleite Sie in der ersten Tageshälfte durch die Welt der Nachrichten - bestens auf dem Laufenden über aktuelle Entwicklungen in der Pandemie bleiben Sie im Corona-Ticker. Mein Name ist Johanna Ohlau. Haben Sie Kritik, Lob oder Hinweise? Wenn Sie mir schreiben möchten, tun Sie das gern via Twitter oder per Mail an johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Dienstag!

06:49 Uhr

Medien: "First Dogs" haben nach "Beiß-Vorfall" das Weiße Haus verlassen

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First Lady Jill Biden mit den beiden Deutschen Schäferhunden.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Über den Einzug von Joe Bidens Vierbeinern Major und Champ ins Weiße Haus haben sich nach den hundelosen Jahren unter dem früheren US-Präsidenten Donald Trump viele gefreut. Doch nach gut einem Monat scheint mit den neuen "First Dogs" vorerst Schluss zu sein: Nach einem "Beiß-Vorfall" hätten der drei Jahre alte Major und der 13 Jahre alte Champ den Amtssitz des US-Präsidenten verlassen müssen, berichteten US-Medien. Sie seien seit vergangener Woche wieder in Bidens Haus in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Der jüngere der beiden Deutschen Schäferhunde habe aggressives Verhalten an den Tag gelegt und Angestellte und Sicherheitspersonal angesprungen, angebellt und angegriffen. Zudem habe es den Berichten zufolge einen "Beiß-Vorfall" mit einem Leibwächter gegeben - ob dieser dabei verletzt wurde, war nicht bekannt.

06:34 Uhr

Schnee und Regen im Nordwesten bis in die Mitte, im Osten und Süden bleibt es trocken

Auch in der Nacht zu Dienstag sind die Temperaturen mal wieder unter den Gefrierpunkt gesunken und dazu gibt es wieder etwas Schneefall in vielen Regionen Deutschlands: Das kleine Tief "Ingo" zieht heute vom Nordwesten Deutschlands in die Mitte, sodass anfangs von Ostfriesland über die Lüneburger Heide bis ins Sauerland und in die Eifel etwas Schnee fallen kann. Tagsüber steigt die Schneefallgrenze allerdings auf 300 bis 500 Meter an und damit der Schnee liegen bleibt, muss man dann noch höher hinaus. Glättegefahr besteht also eher nur im Mittelgebirgsraum. Dabei verlagern sich die Niederschläge in die Mitte. Im Süden und Osten bleibt es trocken mit gelegentlichem Sonnenschein, im Nordosten wird es sonnig, in Vorpommern kommen beispielsweise mehr als 10 Sonnenstunden zusammen. Es ist kühl bei maximal 2 bis 10 Grad.

06:18 Uhr

Das ist Deutschlands Stau-Hauptstadt

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Nicht nur bei Schnee geht es in München schlechter vorwärts als in anderen Städten Deutschlands.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Krise hat ja auch ein paar gute Aspekte: Zum Beispiel sind deutlich weniger Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs und jeder Einzelne verliert dadurch weniger Zeit in lästigen Staus. Dennoch hat es sie auch 2020 gegeben und eine Stadt liegt erneut mit Abstand vorne: München. Pendler aus Bayerns Landeshauptstadt müssen im bundesweiten Vergleich am meisten Geduld mitbringen. Zwar verloren sie im Corona-Jahr ebenfalls weniger an Zeit, doch mit 65 Stunden auf Jahressicht standen sie weitaus länger im Stau als typische Pendler in allen anderen deutschen Städten. Das geht aus einer Analyse des Verkehrsdatenanbieters Inrix hervor. Dahinter folgen Berlin mit 46 Stunden, Nürnberg mit 35 und Hamburg mit 33.

Die Plätze fünf bis zehn im Stau-Ranking belegen Leipzig mit 31 Stunden, Freiburg (30), Hannover (28), Düsseldorf und Bremen (je 27) sowie Stuttgart (26). In allen untersuchten Städten in Deutschland sank der gemessene Zeitverlust gegenüber der Fahrt auf freier Straße auf typischen Pendlerstrecken - am stärksten in Frankfurt/Main und Düsseldorf, wo die Pendler jeweils 23 Stunden weniger verloren, und in München mit einem Rückgang um 22 Stunden. Bevor wir uns beschweren, aber ein kleiner Blick ins Ausland: Den weltweit höchsten Zeitverlust durch Staus ermittelte Inrix dieses Jahr in der rumänischen Hauptstadt Bukarest mit einem Zeitverlust von 134 Stunden. Dahinter folgt Bogota in Kolumbien mit 133 vor New York und Moskau mit je 100 Stunden. Da schneidet München schon besser ab und liegt weltweit auf Rang 20.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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