Dienstag, 05. Mai 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:33 Uhr

Das war Dienstag, der 5. Mai 2020

Eine äußerst positive Meldung erreicht uns kurz vor dem Feierabend: Ein Forscherteam aus Braunschwieg hat Antikörper gefunden, die das Coronavirus erfolgreich am Eindringen in Zellen hindern. Wenn alles gut läuft, können bereits im Herbst erste Patienten mit dem Medikament behandelt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend! Bis morgen!

22:11 Uhr

Wolkenkratzer nahe Dubai steht in Flammen

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist ein Wolkenkratzer in Brand geraten. Dabei handele es sich um den 190 Meter hohen Abbco Tower, meldete die in Dubai ansässige Nachrichtenseite Khaleej Times. Das Hochhaus befindet sich im Emirat Schardscha rund sechs Kilometer vom Flughafen Dubai entfernt.

Bilder in sozialen Medien zeigen, dass das Gebäude lichterloh in Flammen steht. Über mögliche Opfer gibt es zunächst keine Informationen. Der Wolkenkratzer sowie benachbarte Gebäude seien evakuiert worden, berichtete die Khaleej Times weiter.

*Datenschutz

 

21:30 Uhr

Supermarktmitarbeiter nach Streit um Maskenpflicht erschossen

Im US-Bundesstaat Michigan wurde ein Sicherheitsmitarbeiter in einem Supermarkt nach einem Streit um die Maskenpflicht erschossen.

  • Wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten, kam es am vergangenen Freitag in einem Supermarkt in der Stadt Flint zu einer zunächst verbalen Auseinandersetzung, nachdem der Security-Mann die Tochter einer 45-Jährigen ansprach und auf die Maskenpflicht hinwies. Die Tochter verließ das Gebäude. Daraufhin kam es zu einem Streit zwischen der Mutter und dem 43-Jährigen.
  • Die Frau verließ schließlich den Supermarkt, kam aber wenig später mit ihrem Ehemann und dessen 23-jährigen Sohn zurück. Es kam zu einer weiteren Konfrontation, dann schoss der 23-Jährige dem Sicherheitsmitarbeiter in den Hinterkopf.
  • Die Frau wurde bereits festgenommen, nach den beiden Männern wird noch gefahndet.
20:50 Uhr

Wasserbüffel greift Menschengruppe an - ein Toter, zwei Verletzte

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Warum der Wasserbüffel Menschen angriff, muss noch geklärt werden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Wasserbüffel hat in Wales mehrere Menschen angegriffen und dabei einen 57-jährigen Mann getötet. Er starb noch am Unglücksort in Gwehelog, wie die Polizei mitteilte. Ein 19-Jähriger wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. Das Tier verletzte außerdem eine 22 Jahre alte Frau schwer am Bein. Der Wasserbüffel wurde noch an Ort und Stelle getötet. Wie es genau zu dem Unglück in der sehr ländlichen Region kam, ist noch unklar.

20:12 Uhr

R. Kelly scheitert wieder mit Antrag auf Haftentlassung

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R. Kelly bleibt in Haft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der frühere Pop-Superstar R. Kelly ist auch mit einem dritten Antrag auf vorzeitige Haftentlassung in der Corona-Pandemie gescheitert.

Einen entsprechenden Antrag, den der Musiker über seine Anwälte eingereicht hatte, lehnte eine Richterin in New York ab, wie das Gericht in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Der Musiker habe nicht überzeugend darlegen können, warum er in der Pandemie besonders gefährdet sei, teilte das Gericht mit. Er habe auch nicht die Sorgen entkräften können, dass er eine Bedrohung für die Öffentlichkeit darstelle und ein Fluchtrisiko bestehe. 

Der Sänger ist seit vergangenem Sommer in Chicago in Haft. Dort sowie in New York und Minnesota liegen lange Anklageschriften gegen Kelly vor - unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Der Musiker beteuert seine Unschuld und hat bereits mehrfach auf nicht schuldig plädiert.

19:32 Uhr

Räuber überfallen Frau mit Feuerlöscher in Zugabteil

Unbekannte haben in einem Zugabteil den Inhalt eines Feuerlöschers versprüht und danach eine 22 Jahre alte Bahnreisende ausgeraubt.

  • Die drei Männer waren am Montagabend in einem Zug unterwegs, der von Bremen nach Hamburg fuhr. Die Täter hätten die wegen des Löschschaumes eingeschränkte Sicht im Abteil ausgenutzt, um aus der Handtasche der 22-Jährigen ein Handy, ein Tablet, Ladekabel sowie eine Flasche Parfüm zu stehlen, teilte ein Polizeisprecher mit. Mit ihrer Beute sprangen die dunkel gekleideten Räuber nach den bisherigen Ermittlungen wieder aus dem Zug.
  • Die junge Frau erlitt eine Atemwegsverletzung und konnte nur wenig zu dem Überfall aussagen.
  • Nach Alarmierung der Polizei trafen die Beamten bei ihren Ermittlungen am Bahnhof auf einen 31-jährigen Mann aus Bremen. Er war einem Zeugen aufgefallen und trug tatsächlich die abhandengekommenen Wertgegenstände der Frau bei sich. Der Bremer gab aber an, die Sachen nur aufgehoben zu haben, um sie dem Eigentümer zurückzugeben. Ob dies der Wahrheit entspricht, müssten nun die Ermittlungen zeigen, hieß es weiter.
18:58 Uhr

Carmen Geiss: "Ich hatte neun Fehlgeburten"

Ihren 55. Geburtstag nimmt TV-Entertainerin Carmen Geiss zum Anlass für ein ernstes Thema. Auf Instagram teilt sie der Öffentlichkeit mit, dass sie insgesamt "neun Fehlgeburten und eine Eileiterschwangerschaft" erleben musste. Sie wolle nun anderen Frauen, die solche oder ähnliche Erfahrungen machen mussten, "Mut machen (...) und zeigen, dass man auch im Alter trotzdem noch nach so vielen schlechten Erfahrungen zwei gesunde Kinder zur Welt bringen kann und sich nicht aufgeben sollte."

In ihrem Posting schreibt Geiss, dass ihre beiden Töchter alles seien, was für sie zähle. Für das dazugehörige Foto hat Geiss, im Übrigen Miss Fitness von 1982, aufreizende Posen am Pool gewählt, das tiefe De­kolle­té kombiniert sie mit einer Gesichtsmaske mit Totenkopf.

*Datenschutz

18:19 Uhr

Einbrecher hüpfen auf Trampolin

Da vermisst wohl jemand den Sportunterricht: Im nordrhein-westfälischen Kerpen ist jemand in die Turnhalle einer Grundschule eingebrochen. Allerdings nicht, um irgendwas zu stehlen, sondern offenbar um ein bisschen Spaß zu haben.

Die Täter zogen diverse Sportgeräte aus dem Lager - und benutzten sie, darunter ein Trampolin. Wie die Polizei heute mitteilte, zerstörten die Täter im Laufe des langen Mai-Wochenendes ein Kuppelfenster, stiegen in die Halle ein und verwendeten "diverse Spielgeräte". "Nach ihrer Sportstunde" seien sie unerkannt geflüchtet, teilten die Ermittler weiter mit. Die Polizei nahm eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs auf.

18:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:48 Uhr

Gysi zu außenpolitischem Sprecher der Linken-Fraktion gewählt

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Gregor Gysi ist zurück im Bundestag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Um Gregor Gysi war es in den letzten Jahren still geworden, jetzt will der 72-Jährige wieder stärker in der Spitzenpolitik mitmischen. Fast fünf Jahre nach seinem Rückzug als Fraktionschef haben ihn die Linken-Abgeordneten im Bundestag zum neuen außenpolitischen Sprecher der Fraktion gewählt. Damit steigt er quasi zum "Außenminister" der Partei auf. Gysi löst auf dem Posten den Berliner Abgeordneten Stefan Liebich ab, der im Februar überraschend seinen Rückzug angekündigt hatte.

  • "Ich habe wieder eine Aufgabe in der Fraktion, die mir vorher ein bisschen fehlte, und darüber bin ich froh", sagte Gysi der dpa. Er werde nun wieder öfter Reden halten und SPD-Außenminister Heiko Maas solle sich darauf einstellen, Widerspruch von ihm zu ernten.
  • "Ich bin 72 und nicht 18, aber ich fühle mich noch gar nicht wirklich alt, ich kann schon noch einiges leisten", sagte Gysi.
  • Seine erste Rede in neuer Funktion soll Gysi am Donnerstag im Bundestag halten.
17:12 Uhr

Afghane enthauptet eigene Schwester

Im Nordosten Afghanistans flieht eine junge Frau von zu Hause und sucht Schutz in einer Polizeiwache. Das junge Paar will heiraten, fürchtet sich aber vor der Reaktion der Familie. Wie sich später herausstellt, sind ihre Sorgen nicht unbegründet.

Der Bruder der jungen Frau habe sie dann zwei Tage später von der Wache abgeholt und versichert, dass ihr nichts zustoßen würde, sagt nun ein Polizeisprecher in der Provinz Badachschan. In der Nacht darauf tötete und enthauptete er sie. Der Mann floh dann in ein Gebiet der militant-islamistischen Taliban.

Die Provinzregierung machte der Polizei schwere Vorwürfe und kündigte an, den Fall zu untersuchen. Der Freund steht unter Polizeischutz, da er von der Familie der jungen Frau bedroht wird.

16:38 Uhr

Eklat in der SPD - Johannes Kahrs tritt zurück

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Johannes Kahrs hatte Ansprüche auf den Posten des Wehrbeauftragten angemeldet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Chefhaushälter der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, hat in der Fraktionssitzung angekündigt, sein Bundestagsmandat und sämtliche Ämter etwa als Obmann im Haushaltsausschuss und als Sprecher des Seeheimer Kreises niederlegen zu wollen. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf Fraktionskreise.

Den Angaben zufolge reagierte Kahrs damit auf die Entscheidung von Fraktionschef Rolf Mützenich sowie des Fraktionsvorstandes, die bisherige Fraktionsvizechefin Eva Högl für das Amt der Wehrbeauftragten zu nominieren. Der 56-jährige Kahrs hatte selbst Interesse an dem Amt bekundet, das derzeit noch der SPD-Politiker Hans-Peter Bartels innehat. Auch Bartels wollte das Amt weiter ausüben.

16:21 Uhr

Gericht in Nigeria verhängt Todesstrafe online

Wegen der Corona-Pandemie hat erstmals ein Gericht in Nigeria ein Urteil per Video-Verhandlung gefällt und dabei die Todesstrafe verhängt.

"Ich befinde Sie für schuldig und verurteile Sie zum Tod durch den Strang", verkündete Richter Mojisola Dada. "Dies ist das virtuelle Urteil des Gerichts", fügte er hinzu. Der Mann soll im Dezember 2018 einen Mord begangen haben.

15:46 Uhr

Kinderleiche bei Brand entdeckt: Vater soll Sohn getötet haben

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Die Feuerwehrleute hatten den toten Jungen bei den Löscharbeiten entdeckt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das am Sonntag bei einem Wohnungsbrand im nordrhein-westfälischen Lennestadt leblos gefundene Kleinkind soll von seinem Vater getötet worden sein.

  • Der dreieinhalb Jahre alte Junge sei laut Obduktionsergebnis an den Folgen von Gewalteinwirkung gestorben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Sein 33-jähriger Vater stehe im Verdacht, den Sohn getötet und dann in der Wohnung Feuer gelegt zu haben. Anschließend sei er aus dem Fenster gesprungen, mutmaßlich um sich selbst zu töten.
  • Die Einsatzkräfte hatten den Mann lebensgefährlich verletzt vor dem Haus gefunden. Er wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Er liege weiterhin im Koma, so die Ermittler. Das Kind habe sich nur für einen kürzeren Besuch bei dem Vater aufgehalten.
  • Erkenntnisse zum Motiv liegen laut Polizei bislang noch nicht vor. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl für den Mann.
15:03 Uhr

Kretschmann nimmt Palmer in Schutz

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Was Palmer gesagt hat, "geht überhaupt nicht", aber ...

(Foto: picture alliance / dpa)

Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer in der Debatte um einen Parteiausschluss oder Ordnungsmaßnahmen in Schutz genommen. Palmer bekleide kein einziges Parteiamt, sondern sei ein ganz normales Mitglied der Grünen. "Deswegen muss man das auch so werten: Da hat ein Mitglied was gesagt", sagte Kretschmann in Stuttgart. Das Recht habe Palmer. "Das muss man, glaube ich, aushalten in einer Partei, die inzwischen so groß ist wie wir - dass da Leute was äußern, das man für grundlegend falsch hält."

In der Sache wies Kretschmann Palmers Aussagen hingegen zurück. Der Oberbürgermeister habe sich damit erheblich verrannt. "Das geht überhaupt nicht."

Palmer hatte zum Umgang mit hochbetagten Corona-Kranken vor wenigen Tagen gesagt: "Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären." Dafür hatte er massive Kritik geerntet.

14:41 Uhr

Suizidrate sinkt trotz Corona-Krise

Interessante Entwicklung: Anders als von Experten befürchtet, ist die Zahl der Suizide in der Corona-Krise nicht gestiegen, sondern sogar leicht gesunken.

  • In Bayern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Berlin und Thüringen gab es trotz der Ausgangsbeschränkungen keinen Anstieg an Selbstmorden, wie eine bundesweite Umfrage der "Augsburger Allgemeinen" bei den zuständigen Behörden ergab.
  • In Nordrhein-Westfalen sank demnach die Zahl der polizeilich erfassten versuchten und vollendeten Suizide seit Beginn der Corona-Maßnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar von 664 auf 530 - ein Rückgang von 20 Prozent.
  • Psychologen geben dennoch keine Entwarnung: "Zu uns kommen immer mehr Menschen mit depressiven Erkrankungen, Angsterkrankungen und Suchtproblemen", sagte der Medizinische Direktor der Münchner Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Peter Falkai, dem Blatt. "Erst nach der Krise, wenn wieder ein Stück weit Normalität eingetreten ist, werden die Schäden in vollem Umfang sichtbar."
Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

14:35 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Juliane Kipper hat sich noch rechtzeitig vor dem Regen in den Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich übernehme den "Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:11 Uhr

Chinesische Raumfahrt schafft wichtigen Meilenstein

China hat erstmals eine leistungsstarke Rakete des neuen Typs "Langer Marsch 5B" ins All geschossen. Die Rakete hob problemlos vom Raumfahrtbahnhof Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan ab. Mit dem Flug soll unter anderem ein neues Raumschiff für künftige bemannte Missionen getestet werden. Der Start war ursprünglich im April geplant gewesen, hatte aber wegen technischer Probleme verschoben werden müssen.

Die Rakete ist eine veränderte Version der "Langer Marsch 5", die nach zwei Fehlschlägen wegen Problemen mit den Triebwerken schließlich im Dezember erfolgreich getestet worden war. Sie zählt zu den tragfähigsten Raketen der Welt und soll auch beim Bau der geplanten chinesischen Raumstation zum Einsatz kommen. Der Test gilt als wichtiger Meilenstein für das ambitionierte chinesische Raumfahrtprogramm. Die Volksrepublik will auch in der Raumfahrt eine Großmacht werden. Unter anderem will sie 2022 eine eigene Weltraumstation im All in Betrieb nehmen - und langfristig auch zum Mond fliegen.

13:41 Uhr

Erstmals wieder Braunbär in Spanien gesichtet

Der Braunbär ist in Spanien bedroht und steht seit 1973 unter Schutz. Seit Jahren gibt es Bemühungen von Tierschützern, das Überleben des "Oso Pardo" zu sichern. Wie viele frei lebende Exemplare es gibt, ist unklar, jedoch kommen sie vor allem in der östlich von Galicien gelegenen Region Kantabrien vor.

In einem nordspanischen Naturpark ist jetzt seit langer Zeit erstmals wieder ein Braunbär gesichtet worden. Das Männchen im Alter zwischen drei und fünf Jahren war an Kamerafallen der spanischen Produktionsfirma Zeitun Films vorbeigewandert, die dort für das Filmprojekt "Montaña ou Morte" (Berg oder Tod) Aufnahmen machte, wie spanische Medien berichteten.

Es handele sich wahrscheinlich um die erste Sichtung in der Region des galizischen Parks O Invernadeiro in 150 Jahren, schrieb "National Geographic España". "Bei der Entwicklung unseres nächsten Projekts haben wir diesen großartigen Bären entdeckt", tweetete Zeitun Films. In dem Filmclip ist der Bär unter anderem dabei zu sehen, wie er tagsüber im Gras schnüffelt, offenbar auf der Suche nach Nahrung Steine umdreht und sich nachts aufrecht stehend an Bäumen reibt.

13:04 Uhr

Polizisten sollen Frau in Gewahrsam vergewaltigt haben

Weil sie eine Frau vergewaltigt haben sollen, stehen zwei Polizisten in Erfurt vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, im September eine Frau in deren Wohnung in Marlishausen zum Sex gezwungen zu haben.

Laut Anklage haben die zwei Männer die damals 32-Jährige im vergangenen September in Gewahrsam genommen und wollten ihre Identität überprüfen, da der Ausweis der Frau gefälscht gewesen sei. Während der Ermittlungen räumten die beiden laut Staatsanwaltschaft den Geschlechtsverkehr mit der Frau zwar ein, sprachen aber von einvernehmlichem Sex. Laut Anklage handelten sie aber deutlich gegen den Willen der Frau. Beide 28 und 23 Jahre alten Beamten sitzen seit Herbst in Untersuchungshaft.

12:21 Uhr

Putin ehrt Kim Jong Un mit Medaille

Russland zeichnet den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un als Dank für dessen Einsatz für die Erinnerung an die sowjetischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg aus. Die Medaille habe der nordkoreanische Außenminister Ri Son Gwon in einer feierlichen Zeremonie entgegengenommen, teilte die russische Botschaft in Pjöngjang mit. Kremlchef Wladimir Putin habe die Auszeichnung per Dekret angewiesen.

Kim, der mehrere Wochen lang von der Bildfläche verschwunden war, nahm nicht an der Feier teil.

Japan hielt die Koreanische Halbinsel bis 1945 besetzt, die Rote Armee half bei der Befreiung mit. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet entlang des 38. Breitengrads geteilt. Sowjetische Truppen rückten im Herbst 1945 in den Norden ein und installierten ein kommunistisches Regime. US-amerikanische Truppen besetzten den Süden. In Pjöngjang erinnert ein 30 Meter hoher Obelisk an die gefallenen sowjetischen Soldaten.

12:01 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:31 Uhr

"Mörderhornissen" machen sich in den USA breit

 

Im Nordwesten der USA sind erstmals einige Exemplare der für Honigbienen gefährlichen Asiatischen Riesenhornisse gesichtet worden. Die Vespa mandarinia ist die größte Hornissenart der Welt. Ihr Stachel ist länger und ihr Gift toxischer als das von Bienen. Sie könne auch mehrfach zustechen und wegen allergischer Reaktionen auch für Menschen gefährlich sein. Einige der bis zu fünf Zentimeter großen Insekten reichten aus, um binnen Stunden einen gesamten Bienenstock zu zerstören - sie enthaupten dabei ihre Beute.

Sie seien bereits im Winter 2019 nahe Blaine und Bellingham an der Grenze zu Kanada gefunden worden, teilte das Agrarministerium des Bundesstaates Washington mit. Zuvor habe es im Herbst auf der kanadischen Seite einige Sichtungen gegeben. Um eine Ausbreitung der auch "Mörderhornissen" genannten Eindringlinge zu verhindern und die heimischen Bienen zu schützen, würden nun spezielle Fallen eingesetzt, berichtete die "New York Times". "Dieses ist unsere Gelegenheit, um zu verhindern, dass sie sich hier ansiedeln. Wenn wir das in den nächsten Jahren nicht schaffen, wird es uns wahrscheinlich gar nicht gelingen", sagte der Insektenforscher Chris Looney der Zeitung. Wie die Exemplare nach Nordamerika gelangten, ist unklar. Sie seien möglicherweise an Bord eines Schiffes eingeschleppt worden, hieß es.

10:56 Uhr

64-Jährige mit Rollator von Straßenbahn erfasst

Bei schweren Unfällen mit einer Straßenbahn und einem Funkstreifenwagen sind in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eine Frau mit Rollator getötet und eine weitere Frau mit einer solchen Gehhilfe schwer verletzt worden. In Mannheim wurde eine 64-Jährige nach Polizeiangaben am Montagabend von einer Straßenbahn erfasst, als sie mit ihrem Rollator die Schienen überqueren wollte. Sie starb noch an der Unfallstelle. Der Straßenbahnführer konnte den tödlichen Unfall demnach auch mit einer Notbremsung nicht mehr verhindern. Der 53-Jährige erlitt einen Schock.

Im nordrhein-westfälischen Ratingen erfasste am Montagnachmittag ein Funkstreifenwagen auf einer Einsatzfahrt den Rollator einer 82-Jährigen, die gerade mit ihrer Gehhilfe an einer Fußgängerfurt die Straße überquerte. Die Frau stürzte zu Boden und zog sich dabei schwere Verletzungen zu, wie die Polizei mitteilte. Die 26-jährige Polizistin am Steuer des Streifenwagens wurde leicht verletzt.

10:25 Uhr

Angriff auf TV-Mitarbeiterin: Polizei ermittelt in eigenen Reihen

Die Berliner Polizei ermittelt gegen einen Kollegen wegen des Verdachts, am 1. Mai eine Mitarbeiterin eines Fernsehteams geschlagen und verletzt zu haben. Eine Polizeisprecherin äußerte sich zunächst nicht zu Erkenntnissen zum Anfangsverdacht der Körperverletzung im Amt und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Laut "rbb24" war die Angegriffene Teil eines Fernsehteams, das zuvor eine Festnahme gefilmt hatte. Anwesende Polizisten hätten nach dem Vorfall einen Rettungswagen gerufen. Eine ärztliche Untersuchung habe ergeben, dass bei der 22-Jährigen zwei Zähne abgebrochen seien und sie Prellungen im Gesicht erlitten habe.

09:40 Uhr

Nicolas Cage verwandelt sich in exzentrischen Großkatzen-Liebhaber

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Joe Exotic liebt Raubkatzen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Netflix-Doku "Tiger King" ist erst im März bei dem Streaming-Anbieter erschienen und hat schon jetzt einen zweifelhaften Kult-Status. Die Dokuserie dreht sich um den schillernden Privatzoobesitzer Joe Exotic, der inzwischen wegen eines Mordauftrags sowie Verstößen gegen Tierschutzbestimmungen im Gefängnis sitzt. "Tiger King", wie sich Joe Exotic selbst nennt, ist als Country-Sänger und schwuler Waffennarr mit blond gefärbtem Vokuhila eine schillernde und extrem schräge Figur. Inmitten der Coronavirus-Pandemie wurde die Serie Berichten zufolge binnen zehn Tagen 34 Millionen Mal angeschaut.

Nach dem Erfolg wird Schauspielstar Nicolas Cage den früheren Privatzoodirektor Joe Exotic jetzt in einer TV-Verfilmung verkörpern. Der Oscar-Preisträger wird die Serie auch mitproduzieren, wie sein Agent mitteilte. Mit an Bord sind laut dem Branchenmagazin "Variety" der US-Sender CBS und die Produktionsfirma Image des Erfolgsproduzenten Brian Grazer. Demnach sind acht Folgen geplant. Die achtteilige Serie basiert auf einem Artikel in der Zeitschrift Texas Monthly von 2019.

09:07 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:47 Uhr

Vierjährige auf Tretroller wird von Lkw erfasst und stirbt

Im nordrhein-westfälischen Niederkassel ist ein vierjähriges Mädchen von einem Lastwagen angefahren und getötet worden. Die Vierjährige überquerte die Straße nach Polizeiangaben vom Montagabend mit ihrem Tretroller, als sie von dem Lkw erfasst wurde. Der 54-jährige Lastwagenfahrer gab demnach an, er habe einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern können. Das Kind verstarb noch vor Ort.

08:09 Uhr

Elon Musk ist wieder Vater geworden

Tesla-Chef Elon Musk ist erneut Vater geworden. "Mama und Kind geht es gut", schreibt der 48 Jahre alte US-Unternehmer in einem Thread auf Twitter. Ein User hatte gefragt, ob es Neuigkeiten zum Baby gebe. Der frischgebackene Vater verriet noch weitere Details: Das Baby sei ein Junge, als Namen gab er auf Nachfrage eines Twitternutzers an: "X Æ A-12 Musk".

Zum Namen der Mutter sagte er nichts - doch schon seit Längerem schreiben US-Medien, dass die kanadische Sängerin Grimes und der Unternehmer ein Paar seien. Es gibt viele gemeinsame Bilder der beiden. Mit einem Instagram-Post von ihr mit Babybauch-Foto im Januar heizte die Musikerin Spekulationen an, dass die beiden ein gemeinsames Kind erwarten könnten.

Musk hat mit seiner Ex-Frau, der kanadischen Autorin Justine Wilson, fünf Söhne (Zwillinge und Drillinge) und heiratete 2010 die britische Schauspielerin Talulah Riley. Das Paar ließ sich 2012 scheiden, heiratete nochmals, reichte 2016 aber erneut die Scheidung ein.

07:50 Uhr

Tag startet frisch bis frostig kalt

Der Tag startet verbreitet frisch bis frostig kalt. Oft liegen die Frühwerte bei minus 1 bis plus 6 Grad mit leichtem Bodenfrost. Lediglich das Nordseeumfeld sowie der Süden starten milder bei minus 8 bis 11 Grad.

Und das liegt im Süden vor allem an den kompakten Wolken, die hier zeitweise noch Regen oder Nieselregen bringen. Und auch im Osten sind nachmittags aus dichteren Wolken noch lokale Schauer drin.

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Der ntv-Wetterexperte Björn Alexander

Ansonsten geht es heute dank Hoch "Paul", das sich von der Nordsee her zu uns ausbreitet, aber freundlich bis sonnig und trocken durch den Tag. Dementsprechend verteilen sich heute auch die Sonnenstunden: im Süden 0 bis 1, am Erzgebirge 8 und vom Rheinland bis herauf ins Emsland bis zu 14. Die Temperaturen erreichen nach dem Kaltstart auch tagsüber nur ziemlich kühle 8 bis 16 Grad.

Die weiteren Aussichten: morgen nach meist frostigem Beginn überwiegend schön, bei leicht ansteigenden Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad. Ein Trend, der auch anschließend bestehen bleibt. Donnerstag und Freitag werden nämlich verbreitet sonnig und trocken, bei 14 bis 27 Grad am Donnerstag und frühsommerlichen 17 bis 27 Grad am Freitag. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander

07:17 Uhr

Ostfriesin will das Krabbenpulen revolutionieren

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Christin Klever

(Foto: dpa)

Eine Ostfriesin möchte mit einer Erfindung den weiten Weg der Nordseekrabben zum Pulen nach Marokko einsparen. "Im Prinzip ist es wie das Zertrümmern von Nierensteinen beim Urologen", sagte Maschinenbauerin Christin Klever aus Großheide. Nach erfolgreichen Versuchen im Labor werde nun ein Prototyp für kleine Mengen gebaut und bis Ende des Jahres eine große Maschine.

Ist es wirtschaftlich, soll ein Schälzentrum bei Bremen oder Bremerhaven entstehen, kündigte die 33-Jährige an. Die Idee entstand bei einem Besuch ihres damaligen Professors der Hochschule Karlsruhe und Kommilitonen in Klevers Heimat. "Wir standen zusammen bei einem klassischen Krabbenbrötchen in Greetsiel und die Frage war: Wie kommt die Krabbe eigentlich aus der Schale?"

06:40 Uhr

19-Jähriger verliert Kontrolle über Auto, zwei Teenager tot

Ein 18- und ein 19-Jähriger sind in Nordhessen bei einem Unfall ums Leben gekommen. Eine 17-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt, der 19 Jahre alte Fahrer schwer, wie die Polizei in der Nacht mitteilte. Ihr Wagen kam am Montagabend im Kreis Waldeck-Frankenberg von einer Landstraße ab.

Der Fahrer habe wohl noch gegengelenkt, dabei aber die Kontrolle über das Auto verloren. Der Wagen prallte gegen einen Baum. Der hinten sitzende 19-Jährige sei herausgeschleudert, der 18 Jahre alte Beifahrer eingeklemmt worden. Beide starben noch an der Unfallstelle. Die Ursache für den Unfall in Diemelsee war zunächst unklar.

06:22 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

die Bundesregierung und Branche beraten heute bei einem "Autogipfel" über die schwierige Lage der deutschen Schlüsselindustrie in der Corona-Krise. An einer Videokonferenz nehmen Bundeskanzlerin Angela Merkel und mehrere Bundesminister teil, dazu Vertreter der großen deutschen Hersteller wie VW, Daimler und BMW, des Autoverbandes VDA sowie der IG Metall.

Außerdem werden diese Themen heute noch wichtig:

  • Einen Tag vor der erneuten Schaltkonferenz von Bund und Ländern zu Lockerungen in der Corona-Krise wollen mehrere Bundesländer über eigene weitere Schritte beraten.
  • Das Bundesverfassungsgericht verkündet sein Urteil zu den umstrittenen Staatsanleihenkäufen der Europäischen Zentralbank (EZB). Zur Ankurbelung von Konjunktur und Inflation hat die Notenbank seit März 2015 rund 2,6 Billionen Euro in Staatsanleihen und andere Wertpapiere gesteckt.
  • US-Präsident Donald Trump besucht den US-Bundesstaat Arizona. In der Hauptstadt Phoenix steht ein Besuch in einer Fabrik an, in der Atemschutzmasken hergestellt werden. In der Corona-Krise sind Reisen auch für den US-Präsidenten zur Seltenheit geworden.
  • Bei der Lufthansa beginnt die wohl ungewöhnlichste Hauptversammlung der Geschichte. Statt in der Frankfurter Jahrhunderthalle findet die Veranstaltung im Internet statt.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich versorge Sie bis in den frühen Nachmittag mit Nachrichten. Haben Sie Anregungen oder Kritik? Sie erreichen mich unter juliane.kipper@nama.de.

06:07 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht