Dienstag, 16. Februar 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:27 Uhr
22:05 Uhr

Kaffeemaschine löscht Brand in Lokal

Wasser aus einer Kaffeemaschine hat den Brand in einer Gaststätte in Plochingen in Baden-Württemberg gelöscht.

Wie die Polizei mitteilte, hatte ein in einem Kunststoffmülleimer entsorgter Aschenbecher den Eimer samt Inhalt in Brand gesetzt. Die Flammen griffen auf den Zulauf einer Kaffeemaschine über und brachten den Schlauch zum Schmelzen. Dadurch trat Wasser aus - und löschte den Brand.

Es sei nur ein vergleichsweise geringer Schaden von etwa 500 Euro entstanden, hieß es weiter. Passanten hatten gesehen, wie Rauch aus dem geschlossenen Lokal drang. Sie hatten Feuerwehr und Polizei alarmiert.

21:20 Uhr

Pharma-Erbe spendet Rekordsumme an die Grünen

Die Grünen haben im Superwahljahr 2021 die größte Spende ihrer Parteigeschichte erhalten. Die Partei habe nach Angaben des Bundestags vom Pharma-Erben Antonis Schwarz 500.000 Euro bekommen, berichtete der "Spiegel".

  • Die Grünen bestätigten demnach, niemals zuvor mit einer größeren Einzelspende bedacht worden zu sein. Das Geld sei für den Bundestagswahlkampf und die Landtagswahlkämpfe in diesem Jahr bestimmt.
  • Die bisherige Rekordsumme für die Grünen lag dem Bericht zufolge bei 300.000 Euro.
  • Auch Schwarz hatte sich laut "Spiegel" in der Vergangenheit schon als Großspender hervorgetan: Bereits 2019 bedachte er die Grünen demnach mit 65.000 Euro.
20:33 Uhr

Kassierer erschwindelt 7800 Euro mit Leergutbons

Weil er in einem Supermarkt in Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein Leergutbons im Wert von mehreren tausend Euro erstellt und eingelöst hat, ist ein 21-Jähriger vom Amtsgericht Neumünster verwarnt worden. Außerdem muss der Realschüler 40 Sozialstunden leisten. Zudem wird ihm drei Monate lang ein Betreuer an die Seite gestellt.

  • Der Angeklagte arbeitete im Getränkebereich des Supermarkts als Kassierer. Die Bons im Wert von 7800 Euro erstellte er laut Anklage von Mai bis Juni 2020 an dem Leergutautomaten. Er löste sie dann ein, obwohl er kein Leergut abgegeben hatte.
  • Der Schwindel flog auf, weil der Angeklagte die Bons zum Teil über mehrere hundert Euro ausstellte und auszahlte.
  • Eigentlich wollte der junge Mann in dem Supermarkt eine Ausbildung beginnen.
20:19 Uhr

Die Videos des Tages

19:51 Uhr

Vulkanausbruch auf Sizilien - Ätna spuckt Feuer und Asche

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Die Rauchsäule stieg über einen Kilometer weit, der Lavastrom erreichte eine Höhe von 2000 Metern.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Auf der süditalienischen Insel Sizilien ist der Ätna augebrochen. Wie mehrere Medien berichteten, gab es am Abend eine starke Explosion auf der Südost-Seite des Vulkans.

  • Der Strom habe etwa eine Höhe von 2000 Metern erreicht, schrieb die Nachrichtenagentur Adnkronos. Von Schäden oder Verletzten wurde zunächst nicht berichtet.
  • Der internationale Flughafen der Stadt Catania südlich des Ätna stellte zeitweise den Betrieb ein. Die Rauch- und Aschesäule sei laut Nachrichtenagentur Ansa über einen Kilometer weit aufgestiegen, was das sichere Fliegen beeinträchtigt habe.
  • Auf die Häuser, Straßen und Balkone in der Stadt prasselte der Ascheregen nieder.
19:11 Uhr

Schwerer Unfall auf A6 - zwei Tote

Auf der A6 im Saarland ist es am Nachmittag zu einem schweren Unfall gekommen. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben.  

Nach Angaben eines Polizeisprechers war der Fahrer eines Sattelzugs in Fahrtrichtung Saarbrücken unmittelbar vor einer Baustelle auf einen Kleinlaster aufgefahren und hatte diesen auf einen voranfahrenden zweiten Kleinlaster geschoben. Durch die Wucht des Aufpralls kam es noch zum Aufprall auf zwei weitere Sattelzüge vor den Kleinlastern, so dass insgesamt fünf Fahrzeuge betroffen waren. Die Fahrer der Kleinlaster wurden eingeklemmt und starben. Der Unfallverursacher wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Die Autobahn wurde voll gesperrt, die Bergungsarbeiten dauern noch an.

18:40 Uhr

Söder: Mit linken Grünen wollen wir nicht

CSU-Chef Markus Söder sieht ein schwarz-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl nach wie vor als interessante Option - hat dafür aber Hürden aufgestellt.

"Die Grünen müssen sich entscheiden, und zwar vor der Wahl: Links? Oder bürgerlich? Mit linken Grünen wollen wir nicht. Mit bürgerlichen Grünen könnte es eine Perspektive geben", sagte Söder der "Passauer Neuen Presse" und dem "Donaukurier". Die SPD habe bereits gesagt, dass sie auf keinen Fall weiter mit der Union regieren wolle. Die FDP sei "immer die erste Wahl", mit den Grünen gäbe es "sicher viele Probleme", sagte Söder und fügte hinzu: "Was aber interessant ist: Die ökologische Transformation zu schaffen und Klimaschutz mit Wohlstand zu erreichen, könnte dadurch vielleicht besser gelingen."

18:02 Uhr

Raser-Unfall mit drei Toten: 21-Jähriger nun doch in U-Haft

Nach dem schrecklichen Unfall in Berlin-Treptow mit drei Toten ist nun doch Haftbefehl gegen den Fahrer erlassen worden. Der 21-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

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Beim Horror-Crash am 2. Februar starben drei der vier Autoinsassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Dem jungen Mann, der den Unfall Anfang Februar als Einziger überlebte, werden fahrlässige Tötung und ein illegales Kraftfahrzeugrennen mit tödlichem Ausgang zur Last gelegt.
  • Der hochmotorisierte Wagen mit vier Insassen im Alter zwischen 19 und 21 Jahren war am späten Abend des 2. Februar mit hohem Tempo zunächst gegen Bäume geknallt. Dann krachte das Auto mit solcher Wucht gegen einen Baucontainer, dass es zerriss und in Flammen aufging.
  • Zunächst hatte ein Ermittlungsrichter den von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl gegen den 21-Jährigen abgelehnt. Es gebe keinen dringenden Tatverdacht sowie keine Haftgründe, hieß es zu einer ersten Entscheidung, die nun korrigiert wurde.
17:19 Uhr

Zug gerät nach Steinwürfen in Brand - zwei Kinder festgenommen

Gestern Nachmittag ist ein Eurocity-Zug nach Steinwürfen zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin in Brand geraten. Die Steine flogen bei einer Geschwindigkeit von 170 Stundenkilometern gegen die Frontscheibe der Lok, berichtet RBB unter Berufung auf die Polizei und die Deutsche Bahn. Daraufhin brach im Zugcockpit ein Feuer aus.

  • Nun hat die Bundespolizei zwei tatverdächtige Kinder im Alter von 11 und 13 Jahren in Gewahrsam genommen.
  • Der 53-jährige Lokführer kam nach dem Vorfall zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Ihm war es gelungen, den Zug zu stoppen und den Brand in der Lok zu löschen. Die 31 Zugpassagiere blieben unverletzt.
  • Die Bundespolizei nahm die Ermittlungen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Sachbeschädigung auf.
16:26 Uhr

Macron will islamistische Gruppen in Sahelzone "enthaupten"

Bei dem internationalen Gipfel zur Sahelzone hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron einen verstärkten Kampf gegen islamistische Milizen in der Region angekündigt. Sein Land wolle alles tun, um dschihadistische Gruppen zu "enthaupten", die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehen, sagte Macron per Videoschalte aus Paris. Frankreich hat derzeit 5100 Soldaten in der Region stationiert. Zuvor hatte der Tschad die Entsendung von 1200 zusätzlichen Kräften angekündigt.

Macron rief die sogenannten G5-Sahelstaaten - der Tschad, Mauretanien, Burkina Faso, Mali und Niger -  zugleich auf, ihren Kampf gegen Terroristen auszuweiten und die staatliche Kontrolle über Gebiete wiederherzustellen, in denen Milizen operieren.

15:44 Uhr

Tote und Verletzte bei Tornado in North Carolina

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Viele Häuser und Autos wurden zerstört.

(Foto: AP)

Bei einem Tornado im US-Bundesstaat North Carolina sind mindestens drei Menschen getötet worden. Mindestens zehn weitere Menschen wurden verletzt, als der Wirbelsturm ein Gebiet an der Atlantikküste im Süden des Bundesstaates traf, wie die Rettungsdienste des Bezirks Brunswick mitteilten. Demnach wurden mindestens 50 Häuser beschädigt.

14:38 Uhr

Brand in Sauna von Studentenwohnheim - junge Frau in Lebensgefahr

Bei einem in einer Sauna entstandenen Brand in einem Münchner Studentenwohnheim ist eine 23 Jahre alte Studentin lebensgefährlich verletzt worden.

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Wie es zu dem Brand kam, ist noch nicht geklärt.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Die junge Frau musste reanimiert werden und befindet sich in akuter Lebensgefahr, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Ein 28 Jahre alter Mann sei schwer verletzt worden, drei weitere Studenten erlitten leichte Rauchgasvergiftungen.
  • Das Feuer brach laut Feuerwehr in der Nacht in einer Sauna im Keller des sechsstöckigen Wohnheims aus, einer der Bewohner alarmierte die Feuerwehr.
  • Nach ihrem Eintreffen in dem stark verrauchten Treppenhaus fanden die Feuerwehrkräfte den schwer verletzten 28-Jährigen im Untergeschoss des Wohnheims. Die lebensbedrohlich Verletzte lag im vierten Obergeschoss des Gebäudes leblos auf dem Flur.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Heidi Ulrich verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:02 Uhr

Schwarzwälder Schinken darf auch im Norden verpackt werden

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Schwarzwälder Schinken muss nicht zwingend im Schwarzwald aufgeschnitten und verpackt werden.

(Foto: dpa)

Schwarzwälder Schinken darf auch so heißen, wenn er außerhalb des Schwarzwalds aufgeschnitten und verpackt wird. Der Bundesgerichtshof hat in einem seit 16 Jahren anhaltenden Rechtsstreit die Beschwerde des Schutzverbands der Schwarzwälder Schinkenhersteller zurückgewiesen. Der Verband hatte eine genauere Spezifikation der geschützten geografischen Angabe durchsetzen wollen. Ein Unternehmen, das seinen Schinken in Niedersachsen schneiden und verpacken lässt, legte dagegen Beschwerde ein. Der Rechtsstreit beschäftigte in der Folge etliche Gerichte.

13:50 Uhr

Altmaier und Wirtschaft wollen Öffnungsstrategie erarbeiten

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Altmaier und Vertreter von Wirtschaftsverbänden im Gespräch.

(Foto: dpa)

Wirtschaftsminister Peter Altmaier und die Wirtschaft wollen zu den nächsten Beratungen von Bund und Ländern Anfang März Empfehlungen für eine Öffnungsstrategie erarbeiten. Das kündigte der CDU-Politiker nach dem "Wirtschaftsgipfel" an. Es gehe um eine gemeinsame Position mit Empfehlungen vom Standpunkt der Wirtschaft, was eine Öffnungsstrategie angehe. Es sei von Verbänden "nachvollziehbar" beklagt worden, dass Ungewissheit mit das schwierigste sei in der derzeitigen Lage. Der Lockdown mit der Schließung etwa der Gastronomie und vieler Einzelhandelsgeschäfte war zuletzt von Bund und Ländern noch einmal bis zum 7. März verlängert worden. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 3. März beraten, wie es weitergeht. Altmaier sagte, es gebe begründete Hoffnung für eine Öffnungsperspektive in vielen Bereichen.

13:31 Uhr

Deutschland liegt im Hausmüll-Ranking über EU-Schnitt

Eine halbe Tonne Hausmüll pro Kopf: Jeder Einwohner der Europäischen Union hat 2019 durchschnittlich 502 Kilogramm Abfall produziert, sieben Kilogramm mehr als ein Jahr zuvor. Das teilt das EU-Statistikamt Eurostat mit. Deutschland lag demnach mit 609 Kilogramm pro Person deutlich über dem Durchschnitt. Spitzenreiter waren Dänemark mit 844 und Luxemburg mit 791 Kilogramm. Die geringsten Mengen in der EU hatte Rumänien mit 280 Kilogramm Hausmüll pro Einwohner. Seit dem Höchstwert von durchschnittlich 518 Kilo pro Kopf im Jahr 2008 hat sich der Durchschnitt demnach nur geringfügig verringert. Stark verändert hat sich hingegen in den vergangenen Jahren die Entsorgung. So stieg die Menge des recycelten Abfalls von 87 Kilo pro Kopf im Jahr 1995 auf 239 Kilo im Jahr 2019.

13:04 Uhr

Razzien bei Journalisten und Menschenrechtlern in Belarus

In mehreren Städten in Belarus haben Sicherheitskräfte Privaträume von Journalisten und Menschenrechtlern durchsucht. Es seien 25 Mitglieder des unabhängigen Belarussischen Journalistenverbandes BAJ und der Menschenrechtsorganisation Viasna-96 betroffen gewesen, erklärte Viasna-96 selbst. Demnach beschlagnahmten die Sicherheitskräfte unter anderem Smartphones. Die staatlichen Ermittler teilten bei Telegram mit, Ziel sei es festzustellen, wie die Proteste gegen Präsident Alexander Lukaschenko finanziert worden seien. Die autoritäre Führung behauptet immer wieder, die Demonstrationen würden aus dem Ausland finanziert. Seit August hatte es immer wieder Massenproteste gegen Lukaschenko gegeben. Seitdem wurden mehr als 30.000 Demonstranten festgenommen, es gab Tote und Verletzte. Menschenrechtler werfen dem Regime die systematische Folter von festgenommen Demonstranten vor.

12:37 Uhr

"Panama Papers" bringen 72 Millionen Euro ein

Die vor fünf Jahren aufgedeckten "Panama Papers" zu Finanzgeschäften in Steueroasen haben der öffentlichen Hand Mehreinnahmen von rund 72 Millionen Euro beschert. Hessens Finanzminister Michael Boddenberg sagte, bundesweit seien in rund 155 Fällen Steuerstrafverfahren eingeleitet oder bereits laufende Verfahren durch neue Erkenntnisse unterstützt worden. Der Fiskus habe dadurch steuerliche Mehreinnahmen von über 38,4 Millionen Euro erzielt. Hinzu kämen über 19 Millionen Euro aus Strafverfahren. Zusammen mit Steuermehreinnahmen durch an das Ausland abgegebene Datensätze betrage die Gesamtsumme rund 72 Millionen Euro. Allerdings sind noch nicht alle Verfahren abgeschlossen.

Die "Panama Papers" sind vertrauliche Unterlagen, die ein internationales Recherchenetzwerk im Frühjahr 2016 verbreitet hatte. Darin wurde enthüllt, wie einige Politiker, Sportfunktionäre, Milliardäre, Prominente und Kriminelle weltweit Briefkastenfirmen in Panama nutzten, um Steuern in ihren Heimatländern zu umgehen.

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12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:50 Uhr

Spahn kündigt kostenlose Schnelltests für alle an

Ab März sollen alle Menschen in Deutschland kostenlos Corona-Schnelltests machen können. Gesundheitsminister Spahn twittert, inzwischen seien genug Antigen-Schnelltests am Markt verfügbar. Geschultes Personal solle die Tests durchführen. "Die Kommunen können ihre Testzentren oder Apotheken mit solchen Angeboten beauftragen", schreibt Spahn. Der Bund soll die Kosten tragen. Auch "Laien-Selbsttests sollen nach ihrer bald erwarteten Zulassung" für alle zugänglich sein. Ob diese auch kostenlos sein werden, ist noch unklar. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Spahn, im Gespräch sei, sie gegen einen "geringen Eigenanteil" von einem Euro abzugeben.

Antigen-Tests gelten allerdings als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Laut dem Robert Koch-Institut muss ein positives Ergebnis eines Schnelltests daher mit einem PCR-Test bestätigt werden.

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11:37 Uhr

Luftqualität verbessert sich 2020 deutlich

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Hauptquelle der Stickstoffoxide in Städten ist laut Bundesamt der Straßenverkehr – insbesondere Dieselautos.  

(Foto: imago images/Lichtgut)

Die Luftbelastung mit Stickoxiden (NOx) ist 2020 erheblich gesunken. Nur noch zwei bis drei Prozent der Mess-Stationen an Straßen hätten den Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel überschritten, sagt das Umweltbundesamt. 2019 hätten noch 21 Prozent der Stationen zu hohe Werte registriert. In Hamburg und München sei allerdings noch zu viel NOx in der Luft gemessen worden, erklärt die Behörde nach einer vorläufigen Auswertung von rund 400 Mess-Einrichtungen.

Woher kommt nun der Rückgang? Dem Umweltbundesamt zufolge hatte die Corona-Pandemie nur einen geringen Einfluss auf die Luftqualität. Nur im März und April habe es wegen weniger Verkehr auf der Straße niedrigere Werte gegeben, heißt es. Entscheidend sei der Austausch älterer Diesel durch moderne und saubere Fahrzeuge gewesen.

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11:20 Uhr

Anklage fordert Geldstrafe für Nawalny

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Nawalny werden im Gericht die Handschellen abgenommen.

(Foto: dpa)

In einem umstrittenen Prozess gegen den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny fordert die Anklage eine Geldstrafe. Nawalny soll umgerechnet knapp 11.000 Euro zahlen, beantragte die russische Staatsanwaltschaft. Ihm wird vorgeworfen, einen Weltkriegs-Veteranen als Verräter und korrupten Lakaien verleumdet zu haben. Der ehemalige Rotarmist hatte im vergangenen Jahr für Verfassungsreformen geworben, die es Präsidenten Wladimir Putin ermöglichen, nach 2024 für zwei weitere Amtszeiten zu kandidieren. Nawalny, der kürzlich in einem anderen Verfahren bereits zu fast drei Jahren Haft verurteilt wurde, hat die Anklage als politisch motiviert zurückgewiesen.

11:01 Uhr

Gericht entlastet Deutschland nach Kundus-Angriff

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Etwa 100 Menschen starben bei dem Bombardement, darunter viele Zivilisten.

(Foto: dpa)

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Deutschland im Verfahren um den Nato-Luftangriff in Kundus im September 2009 entlastet. Die Ermittlungen der deutschen Justiz zu dem Angriff seien ausreichend gewesen, Deutschland habe nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen, urteilten die Straßburger Richter.

  • Geklagt hatte der afghanische Familienvater Abdul Hanan, dessen zwei Söhne bei dem Bombardement auf Befehl von Bundeswehr-Oberst Georg Klein getötet worden waren. Der Vater hatte versucht, eine Klage gegen Klein zu erzwingen.
  • Die Generalbundesanwaltschaft hatte gegen Klein ermittelt. Die Ermittlungen wurden jedoch eingestellt, da sich nicht ausreichend Anhaltspunkte für einen Verdacht ergeben hatten.
  • Bei dem Angriff auf zwei von den Taliban gekaperte Tanklaster durch US-amerikanische Kampfflugzeuge waren etwa 100 Menschen ums Leben gekommen, darunter zahlreiche Zivilisten. Oberst Klein befürchtete, dass die Aufständischen die Fahrzeuge als rollende Bomben benutzen könnten. An der Stelle hatten sich aber auch Bewohner aus der Umgebung versammelt, die sich mit Treibstoff eindecken wollten.
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10:20 Uhr

Bus in Indien stürzt in Kanal – mindestens 45 Tote

In Indien sind bei einem Busunglück mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. In dem Bundesstaat Madhya Pradesh stürzte ein Bus in einen Kanal. Zahlreiche Menschen würden noch vermisst, sagte ein Polizeisprecher. Bisher seien sieben Menschen gerettet worden. Der Kanal sei rund neun Meter tief. Örtliche Medien berichten, im Bus hätten etwa 50 bis 60 Passagiere gesessen. Die Zeitung "The Times of India" schreibt, der Bus sei im Distrikt Sidhi von einer Brücke gestürzt. Wie es genau zu dem Unfall kam, ist unklar.

09:58 Uhr

Schriftzug „Schwindel“ auf Kanzleramt projiziert

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Greenpeace hält den Gesetzentwurf für eine Mogelpackung, auf den sich Arbeitsminister Heil, Entwicklungsminister Müller und Wirtschaftsminister Altmaier nach langem Ringen geeinigt hatten.

(Foto: dpa)

Mit Scheinwerfern hat Greenpeace am frühen Morgen den Schriftzug "Schwindel" an das Bundeskanzleramt projiziert. Die Umweltschutzorganisation meint damit das geplante Lieferkettengesetz. Die Greenpeace-Mitarbeiterin Viola Wohlgemuth sagt, das Wirtschaftsministerium habe den Gesetzentwurf ausgehöhlt. Die Verantwortung der Unternehmen reiche nicht weit genug in die Lieferkette hinein. "Ein Lieferkettengesetz ist nur dann wirksam, wenn es Menschen- und Umweltverbrechen vor Ort verhindert." Auch beinhalte es keine zivilrechtliche Haftungsregelung, wenn Unternehmen gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen. Das Gesetz soll größere deutschen Firmen ab 2023 verpflichten, in ihren Lieferketten weltweit auf die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltvorgaben zu achten. Bei Verstößen drohen ihnen Bußgelder, die sich am Gesamtumsatz des Unternehmens orientieren. Die genaue Höhe wurde im Gesetzentwurf offengelassen.

09:24 Uhr

Fast jeder Dritte lebt in der Pandemie ungesünder

Fast jeder dritte Deutsche lebt laut einer Umfrage in der Corona-Pandemie ungesünder als vorher. Mit Blick auf Stress, Alkoholkonsum oder sportliche Aktivitäten gaben 30 Prozent der Befragten an, dass sie sich seit Beginn der Pandemie insgesamt weniger gesund verhalten als vorher. In der Forsa-Umfrage für die Krankenkasse DAK-Gesundheit sagten hingegen 16 Prozent, dass sie mehr für ihre Gesundheit getan hätten als vor der Pandemie. Bei 54 Prozent der Befragten hat sich im Großen und Ganzen nichts verändert. Wie ist es denn bei Ihnen?

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:40 Uhr

Glätte führt zu Dutzenden Unfällen

Eisregen und Schnee haben vielerorts für spiegelglatte Straßen gesorgt, vor allem in der Nordhälfte Deutschlands ist es zu vielen Unfällen gekommen. Die Polizei in Niedersachsen sprach von zehn Unfällen seit dem Abend. Zwei Menschen seien verletzt worden. In Schleswig-Holstein kam es zu Dutzenden Glätteunfällen. In Lübeck und den Kreisen Ostholstein, Herzogtum Lauenburg und Stormarn sei die Polizei am Abend und frühen Morgen zu mehr als 40 wetterbedingten Einsätzen gerufen worden, erklärte die Polizei. Einige Autos seien in einen Graben gerutscht oder von der Straße abgekommen. Ein häufiges Problem sei die "falsche Bereifung" gewesen. Sechs Menschen seien verletzt worden.

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08:30 Uhr

Staatsministerin fordert gezielte Erfassung frauenfeindlicher Straftaten

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Die CSU-Politikerin Dorothee Bär ist die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung.

(Foto: dpa)

Die Digitalstaatsministerin der Bundesregierung, Dorothee Bär, hat sich für die gezielte Erfassung frauenfeindlicher Straftaten in der Kriminalstatistik ausgesprochen. Diese dürften kein verdecktes Phänomen bleiben. Es brauche ein präzises Bild vom Umfang solcher Taten, sagte die CSU-Politikerin. "Denn aussagekräftige Daten sind die Grundlage von wichtigen Analysen, wie man dem Phänomen begegnen kann, ob es zu- oder abnimmt. Deswegen muss Frauenfeindlichkeit als eigene Rubrik in der Kriminalstatistik geführt werden."

Eine "Spiegel"-Umfrage beim Bundeskriminalamt und den Landeskriminalämtern hatte ergeben, dass Gewalt gegen Frauen von den Behörden meist in der Rubrik Partnerschaftsgewalt geführt wird oder bei frauenfeindlichen Kommentaren im Netz unter der Rubrik Online-Hass. Das BKA teilte demnach mit, dass man Frauenfeindlichkeit in der polizeilichen Kriminalstatistik nicht gesondert erfasse.

08:18 Uhr

Auschwitz-Komitee wirft Justiz jahrzehntelanges Versagen vor

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Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Internationale Auschwitz-Komitee hat der deutschen Justiz jahrzehntelanges Versagen bei der Verfolgung von NS-Verbrechern vorgeworfen. "Zu wissen, dass die Täter aus den Lagern zumeist unbehelligt und ungefährdet ihr Leben leben konnten, ohne für ihre Untaten Rechenschaft vor einem deutschen Gericht ablegen zu müssen, hat die Überlebenden ihr ganzes Leben belastet", sagte der Vizepräsident des Komitees Christoph Heubner den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Dass Täter erst jetzt zur Verantwortung gezogen werden, sei "ein Versagen und ein Versäumnis der deutschen Justiz, das sich über Jahrzehnte erstreckt hat." Anlass der Kritik sind Anklagen, die Anfang des Monats gegen einen 100-jährigen ehemaligen Wachmann des Konzentrationslagers Sachsenhausen und gegen eine 95-jährige ehemalige Sekretärin des KZ Stutthof erhoben worden waren. Sie seien Teil des Räderwerks der Deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager gewesen, sagte Heubner. Den Überlebenden gehe es nicht um Rache, sondern um Gerechtigkeit - und die habe kein Verfallsdatum.

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08:02 Uhr

Schweres Erdbeben erschüttert Inselstaat Vanuatu

Ein Erdbeben der Stärke 6,2 hat den Inselstaat Vanuatu im Pazifik erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag etwa 90 Kilometer westlich der Hauptstadt Port Vila in einer Tiefe von zehn Kilometern unter der Meeresoberfläche, wie die amerikanische Erdbebenwarte USGS mitteilte. Ob Menschen verletzt wurden oder das Beben Schäden angerichtet hat, ist noch nicht bekannt. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht herausgegeben.

07:42 Uhr

UN drohen Myanmar mit "ernsten Konsequenzen"

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In Rangun protestierten erneut Menschen gegen die Machtübernahme durch die Armee.

(Foto: dpa)

Die Vereinten Nationen drohen der Miliärjunta in Myanmar zwei Wochen nach dem Putsch mit "ernsten Konsequenzen", sollten die Streitkräfte noch härter gegen die Demonstrationen vorgehen. Die Welt schaue genau hin und "jede Form von grober Reaktion wird wahrscheinlich schwerwiegende Folgen haben", sagte ein UN-Sprecher zu einem der seltenen Gespräche zwischen der UN-Sonderbeauftragten mit dem stellvertretenden Chef der Junta gestern. Die Armee erklärte zu dem Gespräch, dass die Junta die UN über die Pläne der Regierung und über die "wirkliche Situation, was in Myanmar vor sich geht" unterrichtet habe. Die Proteste schadeten der Stabilität und hätten die Menschen in Angst versetzt. Vorgestern waren in mehreren Großstädten Panzer aufgefahren, es zogen auch immer mehr Soldaten auf, die die Polizei unterstützen sollen. In der vergangenen Nacht schalteten die Militärs erneut landesweit das Internet ab, wie Aktivisten und Netzwerküberwacher berichteten.

07:12 Uhr

Schlittschuhläufer bricht ins Eis ein und stirbt

Einige Stunden, nachdem er beim Schlittschuhlaufen auf einem zugefrorenen Weiher in Baden-Württemberg eingebrochen war, ist ein 29 Jahre alter Mann gestorben. Ein Polizeisprecher sagte, der Mann sei am Abend im Krankenhaus verstorben. Gestern Nachmittag war er auf dem Weiher bei Schlier im Kreis Ravensburg rund 50 Meter vom Ufer entfernt Schlittschuhlaufen, als das Eis unter ihm nachgab. Ein 60 Jahre alter Mann wollte ihm helfen und brach dabei selbst ein. Passanten zogen den 60-Jährigen ans Ufer. Der 29-Jährige wurde erst von einem Taucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft aus dem Wasser geholt und dann in ein Krankenhaus gebracht. Der 60-Jährige wurde mit einer Unterkühlung ebenfalls im Krankenhaus behandelt.

06:57 Uhr

Kommission soll Sturm auf Kapitol untersuchen

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat im Amtsenthebungsverfahren einen Freispruch bekommen. Die Erstürmung des Kapitols mit fünf Toten soll aber weiter untersucht werden. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, kündigte an, dafür eine unabhängige Untersuchungskommission einzusetzen. Diese müsse die Hintergründe und Folgen des "inländischen Terroranschlags" und das Handeln aller beteiligten Sicherheitskräfte unter die Lupe nehmen, sagte die Demokratin. Die Kommission soll sich an jene anlehnen, die vom Kongress nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 eingesetzt worden war. Es solle auch um die Frage gehen, inwieweit Trump einen friedlichen Machtwechsel verhindern wollte.

06:38 Uhr

Salsa-Pionier Johnny Pacheco ist tot

Der Salsa-Pionier Johnny Pacheco ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das teile die US-Plattenfirma Fania Records mit. US-Medienberichten zufolge starb er in einem Krankenhaus in einem Vorort von New York. Zur Todesursache gab es keine Angaben.

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Johnny Pacheco wurde 85 Jahre alt.

(Foto: dpa)

Der Flötenspieler, Bandleader und Songschreiber aus der Dominikanischen Republik hatte einen bedeutenden Anteil an der Popularisierung kubanischer Musik in den 1960er und 1970er Jahren in New York, wo auch die Musikrichtung Salsa entstand. Dafür sei Pacheco mehr als jeder andere verantwortlich gewesen, schrieb die Plattenfirma. Pacheco hatte Fania Records 1964 mitgegründet. Unter seiner Führung nahm sie einige der größten Stars lateinamerikanischer Musik unter Vertrag, darunter Celia Cruz, Willie Colón und Rubén Blades. Er führte auch die Salsa-Supergruppe Fania All Stars an. Später trug er Musik zu Filmen wie "Mambo Kings" bei und arbeitete mit Musikern anderer Genres zusammen - darunter David Byrne, Frontmann der Talking Heads.

06:25 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Um 10 Uhr startet ein Wirtschaftsgipfel, bei dem Wirtschaftsminister Altmaier und Vertreter von mehr als 40 Verbänden über die schwierige Lage vieler Unternehmen in der Corona-Krise beraten. Dabei geht es unter anderem um Hilfsprogramme und mögliche Öffnungsperspektiven etwa für Handel und Gastgewerbe. Die neuesten Entwicklungen zur Pandemie finden Sie in unserem Corona-Ticker. Außerdem stehen noch diese Termine an.

  • Umweltministerin Schulze stellt um 10 Uhr neue Daten zur Luftqualität in Deutschland für das vergangene Jahr vor. Die Belastung mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid (NO2) aus Diesel-Abgaben war zuletzt deutlich gesunken.
  • Mehr als elf Jahre nach einem Luftangriff im afghanischen Kundus mit vielen Toten entscheidet der Europäische Menschenrechtsgerichtshof über eine Klage gegen Deutschland. Es geht um die Frage, ob die deutsche Justiz ausreichend ermittelt hat. Die Große Kammer des Gerichts will gegen 10 Uhr ihr Urteil verkünden.
  • Finanzminister Scholz und seine EU-Kollegen beraten ab 10 Uhr die Nutzung des Corona-Aufbaufonds zur wirtschaftlichen Erholung. In einer Online-Konferenz bereiten die EU-Wirtschafts- und Finanzminister die Aufbau- und Reformpläne vor, mit denen EU-Staaten Gelder aus dem RRF genannten Fonds beantragen können.
  • In Moskau geht der Prozess gegen den Kremlkritiker Nawalny weiter.
  • Die Staaten der Sahelzone beraten zusammen mit Deutschland und Frankreich über die Bekämpfung islamistischen Terrors. An der Online-Konferenz beteiligen sich auch Bundesaußenminister Maas und Frankreichs Präsident Macron.

Bei Fragen oder Kritik zur Rubrik "Der Tag" können Sie mich über heidi.ulrich(at)nachrichtenmanufaktur.de erreichen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Dienstag!

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht