Dienstag, 18. Juni 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:48 Uhr

Das war Dienstag, der 18. Juni 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte mich mit einer Lebensweisheit von Joachim Gauck in den Feierabend verabschieden:

"Wenn ich einen iranischen Taxifahrer habe in Berlin, habe ich ja Glück, der erzählt mir, wie toll es in Deutschland ist. Wenn ich einen Ur-Berliner Fahrer habe, dann merke ich erst, wie beschissen das Land ist."

Das sagte der Altbundespräsident heute bei der Vorstellung seines Buches "Toleranz: einfach schwer" in Berlin.

Wenn Ihr Taxifahrer nicht gesprächig ist, dann können Sie ja in aller Ruhe n-tv.de lesen und hier erfahren, was heute alles wichtig war:

So, jetzt fahre ich nach Hause, mit der S-Bahn. Bis morgen!

22:26 Uhr

"Fridays for Future"-Aktivisten stürmen Lindner-Vortrag

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FDP-Chef Christian Lindner kam heute Vormittag an die Uni Leipzig, um einen Vortrag mit dem Titel "Westliche Werte unter Druck? Die neue Systemfrage - Liberalismus vs. Autoritarismus" zu halten. Während seiner Rede stürmten dann Aktivisten der "Fridays for Future"-Bewegung die Bühne. Lindner zeigte sich bereit, vom Thema zu weichen und über Klimapolitik zu sprechen, doch zum Dialog kam es nicht.

  •  „Klimaschutz nur von Profi-teur*innen umweltzerstörender Politik? Nur über unsere Leichen“ stand auf einem der Transparenten. Mehrere Protestierende hatten sich auf den Boden gelegt und tot gestellt.
  • Daraufhin zitierte Lindnder den Soziologen Jürgen Habermas: "Hier stehen dürft ihr. Hier liegen und schlafen dürft ihr. Stören dürft ihr nicht. Euch zu Wort melden und diskutieren ist herzlich willkommen.“
  • Die Aktivisten gingen auf das Angebot allerdings nicht ein und verließen den Saal.
21:57 Uhr

Großbrand in Bremer Altenheim - 19 Verletzte

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Nach dem Brand in einem Altenheim in Bremen wurden 19 Menschen in Kliniken gebracht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei dem Großbrand in einem Bremer Alten- und Pflegeheim sind 19 Bewohner verletzt worden.

  • Einige der Verletzten erlitten Rauchgasvergiftungen, einer hatte Kreislaufprobleme. Andere Bewohner hätten ihre Tabletten nicht nehmen können und seien deswegen behandelt worden, sagte ein Sprecher. Auch bei zwei Feuerwehrleuten und einem Polizisten bestehe der Verdacht auf Rauchgasvergiftungen.
  • Alle Betroffenen wurden vom Rettungsdienst behandelt und ins Krankenhaus gebracht.
  • Nach dem Brand, der jetzt weitgehend gelöscht ist, ist der Dachstuhl des Gebäudes komplett zerstört.
21:23 Uhr

BMW ruft 560.000 Autos zurück

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Alllein in Deutschland sind mehr als eine Viertelmillion Autos vom Rückruf betroffen.

(Foto: picture alliance/dpa)

BMW ruft weltweit rund 560.000 Autos älterer 5er- und 6er-Modelle zurück, knapp 274.000 davon in Deutschland. Der Grund: Mögliche Korrosion einer Verschraubung an einer Elektroleitung im Kofferraum.

  • Betroffen seien Wagen aus dem Produktionszeitraum zwischen Februar 2002 und Juli 2010 mit den Modellcodes E60, E61, E63 und E64, sagte ein Sprecher des Münchner Autobauers.
  • Der Rückruf sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, betonte der BMW-Sprecher. In wenigen Einzelfällen könne ein Schmorschaden drohen.
  • Es sei davon auszugehen, dass bei etwa 60 Prozent der betroffenen Fahrzeuge eine Überprüfung ausreiche und eine Reparatur gar nicht nötig sei.
20:40 Uhr

Bill Cosby gibt Unterricht im Gefängnis

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Bill Cosby verbüßt eine drei- bis zehnjährige Haftstrafe wegen schwerer sexueller Nötigung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zurück zum Thema Bildung.

Bill Cosby sitzt gerade seine Haftstrafe ab. Doch langweilig wird dem einstigen Star-Komiker, der im April 2018 wegen schwerer sexueller Nötigung schuldig gesprochen wurde, während seiner Zeit im Gefängnis nicht. Seinem Sprecher zufolge hat er hinter Gittern eine neue Aufgabe für sich entdeckt: Wie "TMZ" berichtet, hält Cosby seinen Mitinsassen regelmäßig Vorträge über Lebenshilfe.

Es gehe dabei vor allem um das Verhältnis von inhaftierten Vätern zu ihren Kindern und wie sie nach ihrer Entlassung mit ihrem Nachwuchs umgehen sollen. Außerdem würden die Männer bei Cosby lernen, wie sie in Freiheit nicht wieder in schwierige Situationen geraten. Demnach gebe Cosby Tipps zu Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen und wie man clean bleibe. Er arbeite meistens mit einer Gruppe namens "Man Up", die Häftlinge auf Bewährung umfasst.

19:56 Uhr

Kirchentagspräsident verteidigt "Vulven-Malen"-Workshop

Vom 19. bis zum 23. Juni findet in Dortmund der 37. Evangelische Kirchentag statt. Über 2000 Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Eine davon heißt "Vulven-Malen". Der Workshop mit dem selbsterklärenden Titel erhitzt die Gemüter.

Angesichts von Kritik hat der Präsident des Evangelischen Kirchentages, Hans Leyendecker, ein "Recht auf Exotik" eingefordert. "Ich verstehe ja journalistisch die Suche nach dem  Abseitigen", sagte Leyendecker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" laut Vorabmeldung. "Aber daraus eine Waffe zur Denunziation des ganzen Kirchentags zu machen, das halte ich für problematisch."

  • Leyendecker bezog sich auf Kritik an einem Workshop mit dem Titel "Vulven-Malen". Es gehe darin um die Wertschätzung der eigenen Körperlichkeit. "Was spricht dagegen, wenn 30, 50 Leute so eine Veranstaltung gut finden und da hingehen?", fragte Leyendecker.
  • "Ich verteidige das Recht des Kirchentags auf Exotik, aber das Exotische allein steht nicht für den Kirchentag."
  • Es gebe auch eine Veranstaltung mit dem Titel "Schöner kommen. Zur Sexualität von Frauen". Deshalb sei der Kirchentag "aber doch keine Sexmesse".
19:33 Uhr

Johnson gewinnt zweite Wahlrunde zur May-Nachfolge

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Boris Johnson zieht als Favorit in die nächste Wahlrunde.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der britische Ex-Außenminister Boris Johnson hat seine Führung im Rennen um die Nachfolge von Partei- und Regierungschefin Theresa May behauptet. Bei einer weiteren Runde zur Wahl des neuen Vorsitzenden der konservativen Partei erhielt Brexit-Hardliner Johnson 126 Stimmen von insgesamt 313 Tory-Abgeordneten im britischen Unterhaus. Der ehemalige Brexit-Minister Dominic Raab schied aus dem Rennen aus.

Mehr dazu lesen Sie in Kürze auf n-tv.de

19:23 Uhr

Shanahan schmeißt hin - Heereschef Esper soll Pentagon leiten

Der bisherige Verwaltungschef des US-Heeres, Mark Esper, soll kommissarisch das Amt des US-Verteidigungsministers übernehmen. Dies teilte US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit. Der bisherige kommissarische Minister Patrick Shanahan scheide aus, da er mehr Zeit für seine Familie haben wolle.

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18:56 Uhr

Zehnjähriger stirbt bei Unglück auf Klassenfahrt

Bei einem schrecklichen Unglück während einer Klassenfahrt ist in Niedersachsen ein Zehnjähriger ums Leben gekommen.

  • Wie die Polizei mitteilte, geriet der Junge in einem Waldpädagogikzentrum nahe Schwaförden beim Spielen mit Mitschülern unter einen auf Schienen stehenden Wagen. Laut der "Kreiszeitung" handelt es sich um eine Draisine, die „man eigentlich nicht groß bewegen“ könne, wie Polizeisprecher Thomas Gissing dem Blatt erklärte.
  • In einer Pause haben die Schüler das Gerät demnach zum Ausruhen genutzt. „Mit vielen Kindern, ist sie dann trotzdem in Bewegung geraten“, so Gissing. 
  • Der Zehnjährige kam unter das Fahrzeug und wurde überfahren. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen starb er an der Unglücksstelle.
  • Die Schulklasse, Lehrer und Mitarbeiter des Zentrums wurden von Sanitätern und Seelsorgern betreut. Die Klassenfahrt wurde abgebrochen, die Schulklasse trat unter Begleitung von Seelsorgern die Heimreise nach Wolfsburg an. Dort wurde die Klasse von der Schule, Eltern und Betreuern in Empfang genommen.
18:31 Uhr

Eichenprozessionsspinner: Neun Kinder bei Sportfest verletzt

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klein, aber gefährlich: Eichenprozessionsspinner.

(Foto: picture alliance/dpa)

Großalarm in Mülheim an der Ruhr: Neun Schulkinder haben bei einem Sportfest Gesundheitsprobleme bekommen, die wahrscheinlich durch den Eichenprozessionsspinner ausgelöst wurden.

  • Zuerst hatte ein Kind Kreislaufbeschwerden, dann klagten mehrere Schüler über Luftnot und Hautreizungen. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften fuhr sofort zur Sportanlage. 
  • Die Notärzte schickten drei Kinder ins Krankenhaus, sechs wurden an ihre Eltern übergeben mit der Anweisung, zum Hausarzt zu gehen.
  • Die Sportanlage wurde gesperrt und das Sportfest abgebrochen. 
  • Die Brennhaare der Raupen des Eichenprozessionsspinners sind giftig und können zu Atemnot, Hautreizungen und im schlimmsten Fall allergischen Schocks führen.
17:59 Uhr

Mann gibt bei Polizeikontrolle Sperma statt Urin ab

Ein Autofahrer im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid hat die Polizeianweisungen wohl etwas falsch verstanden …

  • Die Beamten wollten den Fahrer eines Kleintransporters auf möglichen Drogenkonsum testen. Für die Urinprobe händigten sie ihm einen Becher aus, mit dem er im Gebüsch verschwand.
  • "Er brauchte ungewöhnlich lange und kehrte etwas beschämt zurück", teilt die Polizei mit.
  • Der Grund für seine Verlegenheit: Statt einer Urin-Probe gab der Autofahrer eine Sperma-Probe ab.
  • Die Beamten erklärten die Probe für unbrauchbar und griffen auf einen Speicheltest zurück. Der wiederum fiel negativ aus und der Mann fuhr erleichtert davon.
17:38 Uhr

So viele Renten fließen ins Ausland

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Das Leben kann auch im Alter schön sein.

(Foto: picture alliance / Jens Kalaene/)

Millionen Rentner lassen sich ihre Bezüge aus Deutschland ins Ausland überweisen. So zahlte die Rentenversicherung im vergangenen Jahr rund 1,75 Millionen Renten ins Ausland - etwa 6,8 Prozent aller Renten. Das geht aus neuen Zahlen der Rentenversicherung hervor. Die Zahl entspricht dem Vorjahresniveau.

  • Im Jahr 2000 gab es erst rund 1,21 Millionen ins Ausland gezahlte Renten. Der Anstieg beruht zum großen Teil darauf, dass ehemalige Gastarbeiter aus Italien, Spanien, Griechenland, dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei im Rentenalter in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind.
  • Rund 86 Prozent aller Auslandsrenten gingen an ausländische Staatsangehörige, die Rentenansprüche erworben haben. Mit rund 367.000 Renten gingen die meisten nach Italien, gefolgt von Spanien mit rund 202.000 und Griechenland mit rund 98.000 Zahlungen.
  • Fast 14 Prozent der Auslandsrenten werden an Deutsche gezahlt, die einen Wohnsitz im Ausland haben oder sich dauerhaft dort aufhalten. Hier hat die Schweiz den höchsten Anteil mit mehr als 26.000 Renten, gefolgt von Österreich mit über 25.000 und den USA mit rund 24.000.
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17:13 Uhr

Siemens streicht 1400 Stellen in Deutschland

Siemens
Siemens 99,13

Siemens will in seiner Energiesparte 2700 Arbeitsplätze streichen, davon 1400 in Deutschland. Die Standorte Erlangen und Berlin seien am stärksten betroffen, teilte der Konzern mit.

Überkapazitäten bei Gasturbinen und die Energiewende machen der Sparte seit langem zu schaffen. Siemens hatte schon im Herbst einen deutlichen Stellenabbau angekündigt und die Standorte neu aufgestellt.

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16:43 Uhr

Tsunami-Warnung nach starkem Erdbeben in Japan

Nach einem Beben der Stärke 6,8 haben die japanischen Behörden eine Tsunami-Warnung für den Nordwesten des Inselstaates ausgegeben. Die Meteorologiebehörde des Landes teilte mit, es sei mit einer ein Meter hohen Flutwelle nördlich von Tokio zu rechnen. Das Beben hatte sich demnach vor der Küste der Präfektur Yamagata ereignet. In Atomkraftwerken rund um das Erdbebengebiet wurden dem Bericht zufolge keine Auffälligkeiten registriert.

16:08 Uhr

Prinz Harry rassistisch beleidigt: Junger Mann muss lange in Haft

"Man sieht sich, Rassen-Verräter", hatte der 19-jährige Michal Szewczuk wenige Monate, nachdem Prinz Harry Meghan Markle geheiratet hatte, im Onlinedienst Gab an die Adresse des Prinzen geschrieben. Außerdem veröffentlichte er ein blutbespritzes Hakenkreuz und eine Collage von Harry mit einer Pistole an seinem Kopf.

Heute verurteilte ein Londoner Gericht den jungen Mann für diese Taten zu vier Jahren und drei Monaten Haft.

  • Der 19-Jährige bekannte sich in dem Verfahren wegen Anstachelung zu Terrorismus und des Besitzes terroristischen Materials schuldig.
  • Die Ermittler fanden bei dem Jugendlichen Material wie ein Widerstandshandbuch für weiße Rassisten und ein Handbuch des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida. Szewczuk war mit zehn Jahren aus Polen nach Großbritannien gekommen.
  • Gemeinsam mit Szewczuk wurde ein 18-Jähriger verurteilt, der sich an denselben Chats beteiligt hatte. Er muss wegen Anstachelung zu Terrorismus für 18 Monate ins Gefängnis.
15:35 Uhr

Selenskyj empört mit sexistischer Aussage

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Ukraines "Markenzeichen".

(Foto: imago images / Ukrinform)

Ist das ein Präsident oder doch eher ein Komiker? Wolodymyr Selenskyj hat die ukrainischen Frauen bei einem Besuch in Paris als "Markenzeichen" seines Landes angepriesen - und damit in der Heimat einen Sturm der Entrüstung heraufbeschworen.

  • "Touristen haben immer gesagt, dass die Ukraine sehr schön ist, dass das Essen dort sehr gut schmeckt und dass die Menschen sehr schön sind, vor allem die Frauen", lautete die Aussage Selenskiys, an der sich die Kritik entzündete - "Ja, das ist richtig, und es bleibt unser Markenzeichen", sagte er am Montag in Paris.
  • Das "echte Markenzeichen" der Ukraine sei "Sexismus", beklagte via Facebook die Leiterin des Menschenrechts-Informationszentrums in Kiew, Tetjana Peschonschik.
  • In den sozialen Medien werden unter den Hashtags #Iamnotyourbrand und #Iamnotyourtourismbrand kritische Kommentare über Selenskyjs Bemerkungen verbreitet.
15:19 Uhr

Entenküken aus Gullyschacht gerettet

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(Foto: dpa)

Eine "hochgradig nervöse" Entenmutter hat in Celle für Aufregung gesorgt. Die Nervosität kam allerdings nicht von ungefähr: ihre sechs Küken waren in einen 1,70 Meter tiefen Gullyschacht gestürzt. Weil die Entenmutter immer wieder schnatternd um den tiefen Schacht herumlief, wurden Anwohner schließlich auf das Unglück aufmerksam.

Die herbeigerufenen Beamten bastelten aus einer von Anwohnern bereitgestellten Schnur eine Angel, mit der sie die Küken laut Polizei aus dem tiefen Loch fischten. "Die überglückliche Mutterente konnte daraufhin ihre komplette Belegschaft unversehrt wieder unter ihre Fittiche nehmen."

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, bitte vergessen Sie nicht, bei dieser Hitze viel Wasser zu trinken. Meine Kollegin Franziska Türk verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion sowie ihre Wasserkanne. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Haben Sie einen entspannten Nachmittag!

14:22 Uhr

Merkel zittert bei Selenskyj-Empfang

Kanzlerin Angela Merkel hat bei dem Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erheblich gezittert. Während sie gemeinsam mit Selenskyj auf das Abschreiten der Ehrenformation der Bundeswehr wartete, begannen ihre Beine und ihr Körper heftig zu zittern. Als sie mit dem Präsidenten dann die Formation abschritt, hatte sich das Zittern sichtbar wieder gelegt. Merkel sagte bei einer Pressekonferenz mit Selenskyj, sie habe inzwischen drei Gläser Wasser getrunken - das habe ihr offenbar gefehlt. Wie man sehe, gehe es ihr wieder sehr gut.

Mehr dazu lesen Sie hier.

14:00 Uhr

Fotograf und Naturschützer Salgado erhält Friedenspreis

Der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado erhält den mit 25.000 Euro Preisgeld dotierten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2019. Geehrt werden damit Persönlichkeiten, die in Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen haben. Der Dachverband der Buchbranche zeichnet mit Salgado einen Künstler aus, "der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht", hieß es zur Begründung.

In seinen konsequent in Schwarz-Weiß gehaltenen Bildern porträtiere er durch Kriege oder Klimakatastrophen entwurzelte Menschen, aber auch solche, die in ihrer natürlichen Umwelt verwurzelt seien.

13:25 Uhr

CDU-Politiker empört mit Lübcke-Tweet

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Vor zwei Wochen wird der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke erschossen, vor wenigen Tagen ein Mann aus dem rechtsextremen Milieu als Tatverdächtiger festgenommen. Nach der Verhaftung sorgt nun ausgerechnet ein Parteikollege des getöteten CDU-Politikers für Empörung. Max Otte, Mitglied der konservativen Werte-Union und hauptberuflicher Fondsmanager, twitterte, alles sehe so aus, "dass der #Mörder ein minderbemittelter #Einzeltäter war, aber die #Medien hetzen schon jetzt gegen die 'rechte Szene', was immer das ist." Endlich habe der "#Mainstrem" eine neue NSU-Affäre und könne hetzen.

Inzwischen hat sich Otte von dem mittlerweile gelöschten Tweet distanziert und einen Fehler eingeräumt. Der Shitstorm im Netz ist trotzdem groß. "Mit so ner CDU braucht man echt keine AfD", schreibt ein Twitter-Nutzer; "Dass Sie sich noch mit dem Wort 'christlich' brüsten, ist widerwärtig", twittert ein anderer. Vielgenutzer Hashtag: #NieMehrCDU.

12:44 Uhr

Scheuer: Pkw-Maut erst mal "vom Tisch"

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Ausgebremst: Verkehrsminister Andreas Scheuer.

(Foto: dpa)

Die deutsche Pkw-Maut ist nach den Worten von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in ihrer jetzigen Form "vom Tisch". Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sei "zu respektieren und zu akzeptieren", sagte Scheuer. Der EuGH hatte zuvor entschieden, dass die deutschen Mautpläne gegen EU-Recht verstoßen.

Warum mein Kollege das Urteil für eine Ohrfeige für die CSU hält, lesen Sie hier.

12:02 Uhr

Frau beißt Polizisten am Frankfurter Flughafen

Mit Tritten und Bissen hat eine 46-Jährige am Frankfurter Flughafen mehrere Polizisten verletzt. Die Frau hatte sich laut Polizei schon zuvor auffällig verhalten, auf einer Toilette eingeschlossen und sich schließlich entblößt, als die Beamten sie aufforderten, die Tür zu öffnen. Wenig später riefen Flughafenmitarbeiter erneut eine Streife, weil sich die 46-Jährige auch im öffentlichen Bereich einer Toilette auszog.

Die Beamten brachten die Irin daraufhin zur Wache, wo sie sich zunächst beruhigte - sich später allerdings weigerte, die Wache wieder zu verlassen. Als Polizisten versuchten, die Frau dennoch nach draußen zu bringen, trat sie nach den Beamten, biss einen Polizisten durch die Hose in den Oberschenkel und versuchte, die Dienstwaffe und den Schlagstock eines anderen Polizisten zu greifen. Die Beamten überwältigten die Frau und fixierten sie mit Handfesseln. Sie wurde wegen ihres psychischen Zustandes in ein Frankfurter Krankenhaus gebracht.

11:24 Uhr

Leiche von vermisster Fünfjähriger entdeckt

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Bereits im Februar waren 14,5 Kilometer Flußlauf abgesucht worden.

(Foto: dpa)

Ausgerechnet bei ihrer Geburtstagsparty verschwindet im Februar eine Fünfjährige von einem Spielplatz im nordhessischen Guxhagen. Rund 280 Feuerwehrleute und Polizisten sind damals im Einsatz, um das Mädchen zu suchen.

Vier Monate später haben Polizei und Staatsanwaltschaft nun traurige Nachrichten. Die Leiche der Fünfjährigen wurde bei einer Suchaktion im Fluss Fulda gefunden.

Mehr zu dem Fall lesen Sie hier.

10:46 Uhr

Kritik an massiven Wissenslücken von Abiturienten

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Ein bestandenes Abitur bedeutet mittlerweile nicht mehr unbedingt, dass genügend Wissen für ein Studium da ist.

(Foto: dpa)

Die Abiturienten beklagen sich über zu schwere Prüfungsaufgaben, der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz wiederum beklagt sich über Wissenslücken bei deutschen Abiturienten. "Es gibt gravierende Mängel, was die Studierfähigkeit zahlreicher Abiturienten angeht", sagte Peter-André Alt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Trotz Abitur seien häufig nicht die Voraussetzungen für ein Studium erfüllt - besonders in Ingenieurs- und Naturwissenschaften und in der Volks- und Betriebswirtschaftslehre gebe es Probleme.

Auch Alt bekommt seine Studierenden in seinen Seminaren immer schwerer zum Lesen - obwohl er Literaturwissenschaft unterrichtet. Als Ursache sieht er die veränderten Lesegewohnheiten in Zeiten der Digitalisierung.

10:25 Uhr

Swift und Perry versöhnen sich in skurrilem Musikvideo

*Datenschutz

Seit Jahren streiten sich die beiden Sängerinnen Taylor Swift und Katy Perry, ohne dass irgendjemand so richtig weiß warum. Nun haben die beiden das Kriegsbeil nach ersten Annäherungen auf Instagram aber endgültig begraben: Im Musikvideo zu Swifts neuer Single "You need to calm down" versöhnen sich die beiden vor der Kamera - auf einem quietschbunten Campingplatz, verkleidet als Fast Food. Swift ist darin eine Pommes-Tüte, Perry steckt im Hamburger-Kostüm. Und weil Burger und Pommes nunmal so gut zusammenpassen, schmiegen sich die beiden aneinander, lachen sich an und tanzen gemeinsam.   

Katy Perry ist übrigens nicht der einzige Promi im Video: Auch Ryan Reynolds, Ellen DeGeneres, Adam Lambert und Tyler Ferguson haben Gastauftritte. Eine politische Message gibt's noch dazu. Swift setzt sich in dem Video erneut für die Rechte von Schwulen und Lesben ein.

 

09:43 Uhr
Breaking News

EuGH: Deutsche Pkw-Maut verstößt gegen EU-Recht

Die deutsche Pkw-Maut ist nicht mit EU-Recht vereinbar. Die Abgabe sei gegenüber Fahrzeughaltern aus dem Ausland diskriminierend, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg.

Mehr dazu hier.

09:18 Uhr

Mitarbeiter hustet, Trump verliert die Fassung

 

08:52 Uhr

Umfrage: Sollen die Mieten eingefroren werden?

Mitten in der aufgeheizten Debatte um bezahlbares Wohnen in Deutschland berät der Senat in Berlin darüber, die Mieten einzufrieren. Die rot-rot-grüne Landesregierung beschließt heute möglicherweise ein Eckpunktepapier, das Grundlage für einen Gesetzentwurf werden könnte. Es sieht vor, dass die Mieten in der Hauptstadt fünf Jahre lang nicht erhöht werden dürfen. Überhöhte Mieten sollen zudem auf Antrag gesenkt werden können. Laut Mieterverein wären bis zu 1,6 Millionen Wohnungen betroffen.

An den Plänen der Senatsverwaltung für Wohnen gibt es allerdings auch viel Kritik - vor allem aus der Wohnungswirtschaft. Es gibt Zweifel, ob ein Mietendeckel rechtssicher wäre und es wird moniert, dass er Investoren abschrecke. Das Konzept schere Eigentümer zudem über einen Kamm. Auch CDU, AfD und FDP sind gegen die Pläne.

Was denken Sie: Ist das Eckpunktepapier des Berliner Senats ein sinnvoller Vorstoß gegen hohe Mieten - der auch andernorts sinnvoll wäre?

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Sollen die Mieten fünf Jahre eingefroren werden?

07:55 Uhr

Patient stirbt nach Stuhltransplantation

In den USA ist ein Patient bei einer klinischen Studie nach einer Stuhltransplantation an einer Infektion mit einem multiresistenten Bakterium gestorben. Bei einer solchen Transplantation wird speziell aufbereiteter Kot aus dem Darm eines Spenders in den eines Patienten verpflanzt, damit dieser eine gesunde Darmflora bekommt. Laut der US-Arzneimittelbehörde FDA ist ein zweiter Patient erkrankt. Grund für den Todesfall war offenbar, dass die Stuhlprobe des Spenders zuvor nicht auf das tödliche Bakterium untersucht worden war.

Zahlreiche ähnliche Studien würden nun solange unterbrochen, bis die Beteiligten nachweisen könnten, dass die Proben ausreichend untersucht würden, sagte Peter Marks von der FDA der "New York Times". In Deutschland sind die Sicherheitsanforderungen bei solchen Studien laut der Universität Köln "sehr hoch". Man sei deshalb "zuversichtlich", dass solche Komplikationen in Deutschland vermieden werden könnten.

Mehr dazu lesen Sie hier.

07:32 Uhr

50 Städte wollen gerettete Flüchtlinge aufnehmen

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Die Geflüchteten waren 87 Kilometer vor der libyschen Küste in Seenot geraten.

(Foto: dpa)

Während Trump Migranten und Flüchtlinge in den USA schnell wieder loswerden möchte, haben sich mehr als 50 deutsche Städte und Gemeinden bereiterklärt, Flüchtlinge aufzunehmen, die von Seenotrettern aus dem Mittelmeer gerettet wurden. Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch hatte in der vergangenen Woche vor der libyschen Küste mehr als 50 Menschen von einem Schlauchboot gerettet. Italiens Regierung will das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" aber nicht anlegen lassen.

Sea-Watch kritisiert, dass Deutschland offenbar auf eine europäische Lösung warte. "Deutschland ist gefragt", sagte Sprecher Ruben Neugebauer. Im Moment stehe jedoch Bundesinnenminister Horst Seehofer im Weg. Aus dem Innenministerium in Berlin hieß es, dass man sich einer Lösung nicht verschließe. Voraussetzung sei allerdings "eine möglichst breite Beteiligung der EU-Mitgliedstaaten und die Übernahme der Koordinierung durch die Europäische Kommission".

07:05 Uhr

Trump will Millionen illegaler Einwanderer ausweisen

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Ein Mann wird nach seinem Grenzübertritt von Mexiko nach Texas festgenommen.

(Foto: dpa )

Dass US-Präsident Donald Trump kein Fan von Migration ist, ist kein Geheimnis. Im Kampf gegen illegale Einwanderung geht er nun den nächsten Schritt und kündigt die Ausweisung von Millionen Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung an. "Sie werden ebenso schnell entfernt, wie sie reinkommen", twitterte er.

Schätzungweise elf Millionen Menschen leben ohne Aufenthaltspapiere in den USA - die meisten davon stammen aus Lateinamerika. Aus Ländern wie Honduras, Guatemala und El Salvador fliehen Tausende vor der Gewalt von kriminellen Banden und Gangs. Trump hatte immer wieder Druck auf Mexiko gemacht, Flüchtlinge aus dessen mittelamerikanischen Nachbarstaaten zu stoppen, bevor sie die US-Grenze erreichen.

06:44 Uhr

Bis zu 16 Sonnenstunden erwartet

Björn Alexander

Björn Alexander

Heute geht erst einmal wieder oft sonnig los. Erst später müssen Sie besonders über den Bergen im Westen und Südwesten stellenweise mit Hitzegewittern rechnen. Und auch im Norden sind vereinzelte Gewitter nicht auszuschließen. Nichtsdestotrotz kann sich die Sonnenbilanz aber verbreitet sehen lassen: 10 Sonnenstunden bekommt der Nordwesten und bis zu 16 Stunden werden es im Osten. Die Temperaturen erreichen meistens 26 bis 31 Grad mit den heißesten Werten am Rhein sowie im Osten.

Die weiteren Aussichten: morgen erst sonnig, später aber im Westen und Nordwesten bei zunehmender Schwüle erste teils kräftige Gewitter bei 23 bis 33 Grad. Am Donnerstag verlagern sich die mitunter schweren Gewitter mit Unwettergefahr ostwärts. Dementsprechend wird es auch nicht mehr ganz so heiß bei 20 bis 30 Grad. Und dieser Trend setzt sich am Freitag weiter fort bei 19 bis 26 Grad. Dabei ist es in der Südosthälfte wechselhaft mit Schauern, während es ansonsten freundlich bis sonnig weitergeht. Ihr Björn Alexander

06:32 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

Gespräche über horrende Mietpreise, verzweifelte Wohnungssuche und dreiste Vermieter sind in Berlin das Eisbrecher-Thema auf jeder Party - da kann schließlich fast jeder irgendeine kuriose Anekdote beisteuern. Damit sich das ändert, berät der Berliner Senat heute über ein Eckpunktepapier, wonach die Mieten in der Hauptstadt fünf Jahre lang eingefroren werden sollen. Das wird heute sonst noch wichtig:

  • Kanzlerin Angela Merkel schätzt bekanntermaßen vor allem ernsthafte und erfahrene Politikkollegen. Welche Gedanken ihr da wohl beim heute anstehenden Besuch des neu gewählten ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenksy durch den Kopf gehen? Der Mann verdiente sein Geld in den vergangenen Jahren immerhin als Komiker.
  • Theresa May ist weg, das Ringen um den britischen Austritt aus der EU geht weiter. Wer das Land dabei künftig führt, könnte sich heute andeuten: Im zweiten Wahlgang wählen die Tories ihren neuen Vorsitzenden - der bei einer Regierungsbeteiligung traditionell den Posten des Premierministers übernimmt. Den ersten Wahlgang hatte Brexit-Befürworter Boris Johnson deutlich gewonnen.
  • Werden EU-Ausländer bei der geplanten deutschen Pkw-Maut benachteiligt? Darüber urteilt heute der Europäische Gerichtshof, nachdem Österreich gegen die "Infrastrukturabgabe" geklagt hatte.
  • Und in einer gemeinsamen Kabinettssitzung beraten die Landesregierungen von Sachsen und Thüringen unter anderem über Strategien gegen Rechtsrock-Konzerte und die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse.

Mein Name ist Franziska Türk und ich musste heute morgen feststellen, dass sich Sandalen, mit denen es sich in den vergangenen Tagen hervorragend durch griechische Altstädte flanieren ließ, nicht zwangsläufig auch für den morgendlichen Sprint zur Tramhaltestelle eignen. Trotzdem habe ich es rechtzeitig in die Redaktion geschafft, von wo aus ich Sie in den kommenden Stunden mit Nachrichten aus aller Welt versorge. Bei Fragen, Anregungen und Kritik: franziska.tuerk@nama.de. Starten Sie gut in den Tag!